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„Wollt ihr den totalen Klimaschutz?“

Dieser Gedanke (Titelzeile) rumorte in mir, als ich den Artikel Der Absolutheitsanspruch von „Fridays for Future“ geht langsam zu weit las. Ich musste mich an die Berichte über die Ausnutzung der Kinder durch Hitler, Stalin, Mao und Pol Pot erinnern, die es mit diesen erreichten, ihre Ziele leichter zu verfolgen. Ja, Kinder lassen sich noch leichter manipulieren, da sie noch die Idee davon haben, dass wir in einer guten Welt leben, in der wohlmeinende Führer sie in eins gute Leben bringen wollen. D.h. Kindern fehlt in der Regel Skepsis, aber auch Lebenserfahrung und tiefes Wissen. Und wer nur mit Halbwissen unterwegs ist, lässt sich leicht durch Panik in eine gewollte Richtung bringen.

Auf der anderen Seite finde ich es gut, dass die Jugend sich wieder einmal für ihre Zukunft engagiert und nicht nur in der Freizeit abfeiert und Spaß haben will. Und so habe ich die Hoffnung, dass sie diese Energie beibehalten könne, aber doch erkennen, dass sie ausgenutzt werden. Und wenn sie das erkennen, doch noch an die wirklichen Umweltprobleme, die der aktuelle Raubtierkapitalismus verursacht (Stichwort zinsbasiertes Geldsystem, das den Reichen ein leistungsloses Einkommen beschert und immerwährendes Wachstum benötigt), anzugehen.

Es gibt ein Video mit einer tollen Ansprache an unsere Jugend, um sie einen Moment zum nachdenkenden Innehalten anzuregen und über das, was mit ihnen gemacht wird, zu reflektieren:

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: ,
  1. August 12, 2019 um 4:17 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  2. Martin Bartonitz
    August 12, 2019 um 4:54 pm

    Aufgeschnappt:

    … besonders, wenn Mensch mit vollem Bewusstsein wahrnehmen muss, wie diese dekadente Elite über ihre Think Tanks unsere Jugend für ihre Interessen, eine Weltdiktatur einzuführen, verführt … Stichwort: „Wollt ihr den totalen Klimaschutz?“

    • Martin Bartonitz
      August 12, 2019 um 4:54 pm

      Hörte heute noch: Elitenverwahrlosung

  3. Ela
    August 13, 2019 um 8:22 am

    @ Martin

    Die engagieren sich doch nur nach Anleitung, und haben das Selbst-Denken, Selbst-Entscheiden von vorne herein nie gelernt. Es ist ein Schienen-Ding, Abweichungen ausgeschlossen!

    Das ist keine Kritik an Deinem guten Gedanken, das ist das Wissen um die ganze Maschinerie, die weiter läuft, trotz der dekadenten Eliten, die sich wieder einmal aus der Verantwortung gezogen haben, mit Epsteins Tod. Wir hängen in der Zeitschleife, sie geben sie nicht frei, sie verhindern mit massivem Aufgebot das Weiterkommen, das Freischwimmen das Verlassen ihres geschaffenen Morastes,

    Die Jugend feiert trotzdem ab. Das Engagieren für ihre Zukunft findet ja im Unterricht statt. Sie trinken sich mit Schnaps ins Koma, keine Zeitung berichtet mehr darüber, es ist in die Normalität übergegangen. Komasaufen, Ritzen, Tabletten, Rauschgift. Kein Jugendlicher, und auch kein 30-jähriger geht heute mehr vor Mitternacht ins Bett. Wundert sich jemand über die sinkende Leistung unseres Gehirns? Die sinkende Leistung unserer Muskeln? Darüber wird keine Statistik geführt, damit wir nicht erschrecken, damit wir nichts ändern.

    Martin, ich bewundere Deine Hartnäckigkeit, in dieser Hinsicht, dass Du weiterkämpfst, dass Du das Gute siehst, wie ich empfinde, mit der Lupe suchst und anerkennst.

  4. E. Duberr
    August 13, 2019 um 10:28 am

    Ja , man muss den Martin bewundern . Er ist ein Vorbild . Alle Achtung !

    Diese jungen Leute sind eine einzige Enttäuschung ! Aber noch schlimmer sind die älteren Bewunderer dieser KLIMAIDIOTEN . Oft höre ich : endlich , endlich , die Jugend steht auf und tut etwas . Blöder geht es nicht mehr . Aber aufstehen für das FALSCHE , das haut dem Fass den Boden aus .
    Irgendwann werden Sie vor dem Scherbenhaufen ihrer Verirrungen stehen . Diese Vollidioten.

  5. Ela
    August 13, 2019 um 12:27 pm

    @ Duberr,

    sie merken es nicht. Sie sind „logged“ – in gewisser Weise als Cyborgs gezüchtet. Dr. Winterhoff ist in seinem neuen Buch mehr als entsetzt über diese Tatsache, angefangen von den neuen Gepflogenheiten in den Kindergärten.

    Wenn wir mit ihnen reden würden, würden sie kein Wort von dem verstehen, was wir ihnen versuchten zu sagen. Sie kennen die Sprache nur mehr im Telegrammstil. Grob können sie einordnen, um welchen Bereich es sich handelt. Alles außerhalb ihrer Schul- und 2D-Welt wird ausgeblendet und ist nicht existent. Direktoren verzweifeln gemeinsam mit den Trainern zur Integration der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt.

    Diese Jugendlichen sprechen eine neue Sprache. Es sind einzelne Wörter, die immer wieder auftauchen, etwa auf: Was sind Deine Fähigkeiten? – Antworten sie mit einem Wort, das nicht existent ist, eine Abwandlung des Deutschen. Ich kenne einen Direktor, den könnte ich noch mal fragen, wie diese Worte lauten. Er trug sie bei einem Elternabend öffentlich vor. Das geht immerhin schon seit Jahren so.

    Duberr, wir leben in einer gänzlich anderen Welt, obwohl es die gleiche zu sein scheint. SIE sind nicht unsere Nachfolger, SIE sind nicht die nächste Generation. SIE werden nichts von dem, was sie von uns gesehen haben, an ihre Kinder weitergeben. SIE werden nicht fähig sein, für eigene Kinder zu sorgen. Wir haben jetzt die fünfte „Wurstsemmelgeneration“. Junge Männer erwarten von einem Mädchen n i c h t , dass es kochen kann. Sie sind schon sehr glücklich, wenn sie normale, gehobene Gespräche mit einem Mädchen führen können!

    Für den Haushalt wird jemand anderer sorgen müssen, oder es ist eben Chaos im Gelände. Wenn nicht Dauerstreit ist, wer abwäscht, immerhin muss auch ein Geschirrspüler eingeräumt werden, dann wird es diese Art von Haushalt, wie wir es kennen, eben nicht mehr geben. Auswärts essen – dort, wo niemand weiß, was verkocht wurde – Wäscherei, Putzfrau. Oder eben nicht, weil das Geld nicht langt. Dann: Ungeziefer im Vormarsch, Wanzen, Substandard, Gelbsucht, alles neu macht der Fortschritt!

    Im Hintergrund ist es bereits angerollt, doch der MS hat ja anderweitig zu tun, um seine neuesten Eigenkreationen im Mitschnitt bzw. Abschrift zu „kultivieren“, während wichtige Informationen, die einiges noch abmildern könnten, einfach ignoriert werden.

    Schöne neue – Schein – Welt! Ich denke da an einen Spruch der alten Leute:

    Bin ich froh, dass ich schon so alt bin! Auf die Jungen kommt nichts Gutes zu.

  6. Ela
    August 13, 2019 um 4:09 pm

    Diese tolle Antwort, die ich eben erhielt, will ich Euch nicht vorenthalten.

    https://albrechtsiriusblog.home.blog/2019/08/12/glaubt-ihr-wirklich-gott-das-gottliche-in-euch-wurde-all-eure-leiden-und-entbehrungen-zulassen-wenn-euer-beitrag-ohne-bedeutung-ware/

    Wie gewöhnlich, war ich sehr skeptisch und schrieb einen Kommentar, der von Albrechtsirius sehr ruhig beantwortet wurde. Da ich finde, da ist was dran, will ich diese Antwort mit Euch teilen.

    • August 13, 2019 um 5:25 pm

      für Ela
      ich bin deinem Vorschlag gefolgt und habe mir den Schriftwechsel auf dem albrechtsiriusblog durchgelesen. Einen Punkt möchte ich herausgreifen. Du stellst eine wichtige Frage, nämlich die, wie du bzw. wir ins Gleichgewicht kommen. Ich biete dir gerne meine Erfahrung an. Ich habe mir zur Aufgabe gemacht herauszufinden, wann ich mit einem inneren Widerstand in Begegnungen oder Situationen reagiere. Es sind eben genau diese Widerstände, die den Lebensfluss/ Energiefluss behindern und somit wie Wände sind, gegen die wir krachen. Das tut, je nach Ausmaß, weh. Sicherlich hat ein jeder gute Gründe für seine Widerstände und wird sie deshalb mehr oder weniger verteidigen wollen und das ist die größte Hürde, die zu meistern ist. Es geht dem nach um eine wichtige Entscheidung: Sicherheit oder Freiheit, am alten Denken hängen oder umstürzen und neu justieren.
      Dieser Weg erfordert jedoch die Fähigkeit zur vorurteilsfreien Selbstbeobachtung – nicht ganz einfach.

  7. Ela
    August 13, 2019 um 6:43 pm

    Liebe Mary Pieper,

    danke für Deine Hilfestellung. Ich denke oft: „Jetzt hab ichs." Geht eine Zeit lang, dann komme ich ins Strudeln, und merke es erst hinterher. Ich beobachte mich schon lange, weil Osho so herrlich sagte: „Werde zum Beobachter.“

    Freilich habe ich auch blinde Flecken oder eben zu wenig Mut, alles ganz genau zu sehen. Ich denke, wir suchen uns immer neue, schwierigere Aufgaben, um darin zu reifen. Das könnte die Ursache sein, dass der Eindruck entsteht, wir würden auf der Stelle treten.

    Danke nochmals für Deine sehr liebe und hilfreiche Antwort.

    • August 13, 2019 um 7:17 pm

      Ich wünsche dir weiterhin einen erfolgreichen Weg. Alles Gute

  8. tula
    August 14, 2019 um 10:33 am

    Waldsterben, Dürre oder Wassermangel. Kaum ein Problem im Lübecker Stadtwald, in der Wüste bei Sekem oder auf einem Weingut in Portugal. Denn hier wirken naturnahe Waldnutzung, Demeter Prinzipien, Permakultur und vieles mehr.

    Beispiel 1: Genetische Vielfalt statt Waldsterben

    Schon 1986 entschloss sich der Lübecker Senat, den Stadtwald zukünftig naturnah zu bewirtschaften. Unter der Leitung von Forstamtsleiter Dr. Lutz Fähser entwickelte ein Team von rund 25 Personen, die alle gleichberechtigt verschiedene Rollen übernahmen, das Konzept. Nach vielfältiger Beratung und Fortschreibung war es 1994 fertig und am 30. November 1995 einstimmig beschlossen, in Zukunft den Stadtwald nach diesem Konzept zu bewirtschaften.

    Das Konzept ist von 3 Leitgedanken geprägt:

    1.Die ‚Natürliche Waldgesellschaft‘ ist langfristig die risikoärmste und produktivste Erscheinungsform des Waldes (umfassende Nachhaltigkeit).
    2.Die Leistungs- und Wirtschaftsziele für den Wald müssen ‚angemessen‘ und nicht ‚maximal‘ formuliert sein, damit das Ökosystem nicht überfordert und aus seinem ökologischen Optimum verdrängt wird.
    3.Das Prinzip des ‚Minimalen Einsatzes‘ ist in der Urproduktion Waldwirtschaft ökologisch und wirtschaftlich dem Prinzip des ‚Maximalen Ergebnisses‘ überlegen.
    (Umfangreiche Erläuterungen hier nachlesen➚)

    Aktuell zeigt sich die Effiziens dieses Konzeptes auch an der Problematik des aktuellen Waldsterbens. Denn der 4.500 große Stadtwald Lübeck ist Dank seiner genetischen Vielfalt flexibeler. Die Natur hilft sich selbst. Keine Chemie und kaum Maschinen machen es möglich. Aktueller Bericht im NDR ➚

    Beispiel 2: Das Wunder von Sekem

    Das Projekt SEKEM des inzwischen verstorbenen alternativen Nobelpreisträgers Ibrahim Abouleish beweist eindrücklich, wie man Wüste in fruchtbaren Boden verwandeln kann. Seit über 40 Jahren in einer weiten, menschenleeren Wüste 60 km nordöstlich von Kairo, eine fruchtbare, biologische Landwirtschaft entstanden. Sie wurde von dem ägyptischen Unternehmer Abouleish aufgebaut und zum Vorreiter für eine Landwirtschaft nach Demeter-Regeln.

    Mit den Worten seines Sohnes Helmy: „Man braucht nicht viele, um die Welt zu retten. Aber einer muss ja damit anfangen.“

    Beispiel 3: Strategien gegen die Dürre

    3 Beispiele für klimasichere Land- und Forstwirtschaft

    Eine reiche Biodiversität, die Methoden der Permakultur und die Erzeugung erneuerbarer Energien sind Bausteine, um dem Klimawandel entgegen zu wirken. Im Alejento/Portugal trotzt so das Delinat Weingut Vale de Camelos➚ den Auswirkungen des Klimawandels.

    Ihre Bausteine sind vielfältig:

    Schaffung von Wasser-Retentionsflächen in Verbindung mit Keyline-Management. Im Laufe der letzten 35 Jahre wurden fünf grosse Stauseen angelegt bzw. erweitert, die als Wasserreservoirs für das sonst ungenutzt ablaufende Winter-Regenwasser dienen.

    Permakultur und Biodiversität sind für diese Wirtschaftsweise die grundlegenden Stichworte. Ehemalige ausgetrocknete Getreideflächen wurden von uns mit autochthonen Gehölzen bepflanzt, z.B. Johannisbrotbäume, Steineichen, Pinien, Korkeichen, Oliven. So wurden im Laufe der Jahre mehr als 600 Hektar neue Waldflächen geschaffen.

    Aufforstung, Anpflanzung und Aussaat autochthoner Pflanzenarten. Lebendige Böden sind eine Heimat nicht nur für Trauben und Oliven, sondern auch für Blumen, Gräser, Kräuter, Schmetterlinge, Vögel, Insekten, Reptilien und unzählige Bodenlebewesen. Da die Gesamtfläche der Farm sich über 1000 Hektar (davon ca. 30 Hektar Weinanbau) erstreckt, hat sich im Laufe der Jahre eine grüne Oase inmitten der durch den Getreideanbau der 70iger Jahre ausgebeuteten Landschaft gebildet.

    1200 Merinio Schafe für nachhaltige Bewirtschaftung. Die Schafe bilden einen wertvollen Bestandteil der nachhaltigen Bewirtschaftung. Sie weiden in den verschiedenen Anbauflächen und sorgen so für eine natürliche Düngung, Durchlüftung des Bodens und Eindämmung von Unkraut, die so nicht maschinell gemacht werden muss.

  9. t
    August 14, 2019 um 10:35 am

    https://www.newslichter.de/2019/08/3-beispiele-fuer-krisensichere-land-und-forstwirtschaft/

    .

    Waldsterben, Dürre oder Wassermangel. Kaum ein Problem im Lübecker Stadtwald, in der Wüste bei Sekem oder auf einem Weingut in Portugal. Denn hier wirken naturnahe Waldnutzung, Demeter Prinzipien, Permakultur und vieles mehr.

    Beispiel 1: Genetische Vielfalt statt Waldsterben

    Schon 1986 entschloss sich der Lübecker Senat, den Stadtwald zukünftig naturnah zu bewirtschaften. Unter der Leitung von Forstamtsleiter Dr. Lutz Fähser entwickelte ein Team von rund 25 Personen, die alle gleichberechtigt verschiedene Rollen übernahmen, das Konzept. Nach vielfältiger Beratung und Fortschreibung war es 1994 fertig und am 30. November 1995 einstimmig beschlossen, in Zukunft den Stadtwald nach diesem Konzept zu bewirtschaften.

    Das Konzept ist von 3 Leitgedanken geprägt:

    1.Die ‚Natürliche Waldgesellschaft‘ ist langfristig die risikoärmste und produktivste Erscheinungsform des Waldes (umfassende Nachhaltigkeit).
    2.Die Leistungs- und Wirtschaftsziele für den Wald müssen ‚angemessen‘ und nicht ‚maximal‘ formuliert sein, damit das Ökosystem nicht überfordert und aus seinem ökologischen Optimum verdrängt wird.
    3.Das Prinzip des ‚Minimalen Einsatzes‘ ist in der Urproduktion Waldwirtschaft ökologisch und wirtschaftlich dem Prinzip des ‚Maximalen Ergebnisses‘ überlegen.
    (Umfangreiche Erläuterungen hier nachlesen➚)

    Aktuell zeigt sich die Effiziens dieses Konzeptes auch an der Problematik des aktuellen Waldsterbens. Denn der 4.500 große Stadtwald Lübeck ist Dank seiner genetischen Vielfalt flexibeler. Die Natur hilft sich selbst. Keine Chemie und kaum Maschinen machen es möglich. Aktueller Bericht im NDR ➚

    Beispiel 2: Das Wunder von Sekem

    Das Projekt SEKEM des inzwischen verstorbenen alternativen Nobelpreisträgers Ibrahim Abouleish beweist eindrücklich, wie man Wüste in fruchtbaren Boden verwandeln kann. Seit über 40 Jahren in einer weiten, menschenleeren Wüste 60 km nordöstlich von Kairo, eine fruchtbare, biologische Landwirtschaft entstanden. Sie wurde von dem ägyptischen Unternehmer Abouleish aufgebaut und zum Vorreiter für eine Landwirtschaft nach Demeter-Regeln.

    Mit den Worten seines Sohnes Helmy: „Man braucht nicht viele, um die Welt zu retten. Aber einer muss ja damit anfangen.“

    Beispiel 3: Strategien gegen die Dürre

    3 Beispiele für klimasichere Land- und Forstwirtschaft

    Eine reiche Biodiversität, die Methoden der Permakultur und die Erzeugung erneuerbarer Energien sind Bausteine, um dem Klimawandel entgegen zu wirken. Im Alejento/Portugal trotzt so das Delinat Weingut Vale de Camelos➚ den Auswirkungen des Klimawandels.

    Ihre Bausteine sind vielfältig:

    Schaffung von Wasser-Retentionsflächen in Verbindung mit Keyline-Management. Im Laufe der letzten 35 Jahre wurden fünf grosse Stauseen angelegt bzw. erweitert, die als Wasserreservoirs für das sonst ungenutzt ablaufende Winter-Regenwasser dienen.

    Permakultur und Biodiversität sind für diese Wirtschaftsweise die grundlegenden Stichworte. Ehemalige ausgetrocknete Getreideflächen wurden von uns mit autochthonen Gehölzen bepflanzt, z.B. Johannisbrotbäume, Steineichen, Pinien, Korkeichen, Oliven. So wurden im Laufe der Jahre mehr als 600 Hektar neue Waldflächen geschaffen.

    Aufforstung, Anpflanzung und Aussaat autochthoner Pflanzenarten. Lebendige Böden sind eine Heimat nicht nur für Trauben und Oliven, sondern auch für Blumen, Gräser, Kräuter, Schmetterlinge, Vögel, Insekten, Reptilien und unzählige Bodenlebewesen. Da die Gesamtfläche der Farm sich über 1000 Hektar (davon ca. 30 Hektar Weinanbau) erstreckt, hat sich im Laufe der Jahre eine grüne Oase inmitten der durch den Getreideanbau der 70iger Jahre ausgebeuteten Landschaft gebildet.

    1200 Merinio Schafe für nachhaltige Bewirtschaftung. Die Schafe bilden einen wertvollen Bestandteil der nachhaltigen Bewirtschaftung. Sie weiden in den verschiedenen Anbauflächen und sorgen so für eine natürliche Düngung, Durchlüftung des Bodens und Eindämmung von Unkraut, die so nicht maschinell gemacht werden muss.

  10. tula
    August 14, 2019 um 10:36 am

    https://www.newslichter.de/2019/08/3-beispiele-fuer-krisensichere-land-und-forstwirtschaft/

    Waldsterben, Dürre oder Wassermangel. Kaum ein Problem im Lübecker Stadtwald, in der Wüste bei Sekem oder auf einem Weingut in Portugal. Denn hier wirken naturnahe Waldnutzung, Demeter Prinzipien, Permakultur und vieles mehr.

    Beispiel 1: Genetische Vielfalt statt Waldsterben

    Schon 1986 entschloss sich der Lübecker Senat, den Stadtwald zukünftig naturnah zu bewirtschaften. Unter der Leitung von Forstamtsleiter Dr. Lutz Fähser entwickelte ein Team von rund 25 Personen, die alle gleichberechtigt verschiedene Rollen übernahmen, das Konzept. Nach vielfältiger Beratung und Fortschreibung war es 1994 fertig und am 30. November 1995 einstimmig beschlossen, in Zukunft den Stadtwald nach diesem Konzept zu bewirtschaften.

    Das Konzept ist von 3 Leitgedanken geprägt:

    1.Die ‚Natürliche Waldgesellschaft‘ ist langfristig die risikoärmste und produktivste Erscheinungsform des Waldes (umfassende Nachhaltigkeit).
    2.Die Leistungs- und Wirtschaftsziele für den Wald müssen ‚angemessen‘ und nicht ‚maximal‘ formuliert sein, damit das Ökosystem nicht überfordert und aus seinem ökologischen Optimum verdrängt wird.
    3.Das Prinzip des ‚Minimalen Einsatzes‘ ist in der Urproduktion Waldwirtschaft ökologisch und wirtschaftlich dem Prinzip des ‚Maximalen Ergebnisses‘ überlegen.
    (Umfangreiche Erläuterungen hier nachlesen➚)

    Aktuell zeigt sich die Effiziens dieses Konzeptes auch an der Problematik des aktuellen Waldsterbens. Denn der 4.500 große Stadtwald Lübeck ist Dank seiner genetischen Vielfalt flexibeler. Die Natur hilft sich selbst. Keine Chemie und kaum Maschinen machen es möglich. Aktueller Bericht im NDR ➚

    Beispiel 2: Das Wunder von Sekem

    Das Projekt SEKEM des inzwischen verstorbenen alternativen Nobelpreisträgers Ibrahim Abouleish beweist eindrücklich, wie man Wüste in fruchtbaren Boden verwandeln kann. Seit über 40 Jahren in einer weiten, menschenleeren Wüste 60 km nordöstlich von Kairo, eine fruchtbare, biologische Landwirtschaft entstanden. Sie wurde von dem ägyptischen Unternehmer Abouleish aufgebaut und zum Vorreiter für eine Landwirtschaft nach Demeter-Regeln.

    Mit den Worten seines Sohnes Helmy: „Man braucht nicht viele, um die Welt zu retten. Aber einer muss ja damit anfangen.“

    Beispiel 3: Strategien gegen die Dürre

    3 Beispiele für klimasichere Land- und Forstwirtschaft

    Eine reiche Biodiversität, die Methoden der Permakultur und die Erzeugung erneuerbarer Energien sind Bausteine, um dem Klimawandel entgegen zu wirken. Im Alejento/Portugal trotzt so das Delinat Weingut Vale de Camelos➚ den Auswirkungen des Klimawandels.

    Ihre Bausteine sind vielfältig:

    Schaffung von Wasser-Retentionsflächen in Verbindung mit Keyline-Management. Im Laufe der letzten 35 Jahre wurden fünf grosse Stauseen angelegt bzw. erweitert, die als Wasserreservoirs für das sonst ungenutzt ablaufende Winter-Regenwasser dienen.

    Permakultur und Biodiversität sind für diese Wirtschaftsweise die grundlegenden Stichworte. Ehemalige ausgetrocknete Getreideflächen wurden von uns mit autochthonen Gehölzen bepflanzt, z.B. Johannisbrotbäume, Steineichen, Pinien, Korkeichen, Oliven. So wurden im Laufe der Jahre mehr als 600 Hektar neue Waldflächen geschaffen.

    Aufforstung, Anpflanzung und Aussaat autochthoner Pflanzenarten. Lebendige Böden sind eine Heimat nicht nur für Trauben und Oliven, sondern auch für Blumen, Gräser, Kräuter, Schmetterlinge, Vögel, Insekten, Reptilien und unzählige Bodenlebewesen. Da die Gesamtfläche der Farm sich über 1000 Hektar (davon ca. 30 Hektar Weinanbau) erstreckt, hat sich im Laufe der Jahre eine grüne Oase inmitten der durch den Getreideanbau der 70iger Jahre ausgebeuteten Landschaft gebildet.

    1200 Merinio Schafe für nachhaltige Bewirtschaftung. Die Schafe bilden einen wertvollen Bestandteil der nachhaltigen Bewirtschaftung. Sie weiden in den verschiedenen Anbauflächen und sorgen so für eine natürliche Düngung, Durchlüftung des Bodens und Eindämmung von Unkraut, die so nicht maschinell gemacht werden muss.

  11. Martin Bartonitz
    August 14, 2019 um 7:49 pm

    Es hat als nicht lange gedauert, und dann zeigen sie uns die totalitäre Greta in einem Männermagazin so:

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