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Das große Demokratie-Los

Widerborstige Bürgerschaft aus der Perspektive der Politiker-Kaste, Symbolbild von Martin Bartonitz 2019

Ich muss gerade leise in mich hineinschmunzeln, ob des Teekesselchens „Demokratie-Los“ 😉
Es gibt inzwischen so viele Texte, die nachweisen, dass unser Parteiensystem nicht funktionieren kann, da sich hier am Ende ein Kaste bildet, die kaum mehr weiß, welche Stimmung im Volk ist (z.B. hier). Und die gepaart mit einem Lobbyismus der Konzerne, das sehr deutliche Gefühlt entstehen lässt, dass sämtliche wichtigen Entscheidungen zum Wohle der Konzerne von dieser Kaste abgenickt wird, um den Nutzen des Volkes (siehe Amtseid) für diese zu mehren. Also eben Demokratielosigkeit, denn hier ist der größte Teil der Bürger nicht mehr repräsentiert.
Und nun habe ich die große Hoffnung, dass diese neuen Bürgerräte doch wieder mehr Bewegung in dieses doch sehr festgefahrenen Konzern-Politik-Strukturen bringen. Sie haben meine volle Unterstützung und würde mich freuen, solch ein Los zu erhalten!

Diesen Text schrieb ich unter den empfehlenswerten Artikel mit gleichem Titel.

In dem referenzierten Artikel gibt diesen schönen Abschnitt, der meinen Kommentar ausmachte:

Bürgerräte füllen die Repräsentationslücke

Mit der Gründung von Bürgerräten reagiert die Politik auf Kritik an den bisherigen Entscheidungsstrukturen in der Demokratie. Denn Bürgerräte ergänzen die repräsentative Demokratie, indem sie die „Repräsentationslücke“ der gewählten Parlamente füllen. So sind etwa Frauen in Parlamenten oft unterrepräsentiert. Auch die Perspektiven von Menschen mit geringerem Bildungsniveau, Randgruppen und jüngeren Bürger*innen sind in allen Parlamenten kaum vertreten. Dabei bedeutet Demokratie vielen Menschen mehr als nur das Kreuz auf dem Stimmzettel. Sie wollen in politische Richtungsentscheidungen miteinbezogen werden. Oft wird außerdem beklagt, dass gewählte Parlamente keine zufriedenstellenden Antworten auf Probleme wie die Klimakrise oder Migrationsfrage fänden. Das läge u.a. daran, dass Berufspolitiker*innen nicht frei von Sachzwängen seien.

Einfache Bürger*innen hingegen müssen nicht wiedergewählt werden, weshalb sie viel offener für die Informationen aus verschiedenen Richtungen rund um ein Thema sind und als Gruppe nach Lösungen mit größtmöglicher Unterstützung suchen können. Abseits politischer Lagerkämpfe sollen Bürgerräte deshalb einen Konsens über mögliche Maßnahmen finden, den die Parlamente dann bestenfalls übernehmen und beschließen.

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: ,
  1. August 2, 2019 um 9:04 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  2. August 2, 2019 um 9:32 pm

    Die Einen und die Andern

    Ah, ja, so isses…
    Die einen sind drinnen,
    die andern sind draußen.
    Die einen diktiern, manipuliern,
    kassiern und profitiern…
    und das sind die Begünstigten,
    die Auserwählten, die Bevorzugten,
    die Bestochenen, die Gekauften…
    Die andern sind die Überarbeiteten,
    die Unterbezahlten, die Ausgeboteten,
    die Ignorierten und Verkauften.
    Konzerne sind die Käufer…
    sehr selbsbewußte, bestimmende,
    selbstsichere, monetenreiche Kunden,
    und diese haben den Zugang
    zu denen da drinnen
    immer sehr schnell und leicht
    für sich als garantiert gewinnbringend,
    bereichernd und profitabel gefunden.
    Ganz allein aus dem Grund
    sind sie bereit dieses System
    als erfolgreich zu bestätigen,
    sich sehr wohlfühlend
    darin zu beteiligen und betätigen,
    und es als sehr sinnvoll zu bekunden.
    Leider aber, all die andern,
    all die Übersehenen,
    all die Außenstehenden,
    all die Ausgepumpten,
    die sich unentwegt, tagein, tagaus
    bemühen und abschinden…
    die können nicht mehr Nützliches
    nichts Positives, nichts Hoffnungsvolles,
    nichts Wirkungs- und Wertvolles
    an diesem System sehen,
    und nichts Gutes darin finden.
    Bürgeraktionen, Bürgerinitiativen, Bürgerbeteiligung
    sind zeitliche Notwendigkeiten
    zur Errettung der Humanität,
    zur Gesundung der Gesellschaft,
    zur Wiederentdeckung der Menschlichkeit,
    um wirklich bleibend Gutes zu erwirken
    und wohlwollen zu verbreiten.

    Gerhard A. Fürst
    2.8.2019

  3. August 3, 2019 um 2:26 pm

    Hm. Klingt ja erstmal gut.
    Also ich würde da aber nicht teilhaben wollen. Was soll ich in einer Bürgerversammlung von Desinformierten, Mainstream-Medien-Lesern? Die wissen ja gar nicht, was Sache ist. Da kann nichts bei raus kommen. Ich hätte vermutlich mit diesen Leuten ständig Streit und würde genauso sicher andauernd überstimmt werden.

    Eine Regierung und auch eine Bürgerversammlung kann immer nur so gut sein, wie ihre Mitglieder wirklich WERTNEUTRAL informiert sind.
    Von wertneutraler Information kann aber in unserem Staat und in unserem gelenkten Medien-system nicht ansatzweise die Rede sein. Im Gegenteil, die Masse der Bevölkerung wird seit Jahrzehnten gezielt über alle Themen, die relevant sind, falsch informiert.

    • Martin Bartonitz
      August 3, 2019 um 5:30 pm

      Oh, das kann ich nachempfinden …

  4. tula
    August 3, 2019 um 5:24 pm

    Das Wort Yoga bedeutet wörtlich “ Einheit “ oder “ Verschmelzen „. Mehr als eine Reihe von körperlichen Haltungen oder Übungen, definiert Sadhguru Yoga als eine Wissenschaft, um die Natur dessen zu bestimmen, wer du bist und was du sein willst.

    Sadhguru erklärt, dass Yoga bedeutet, sich von diesen Informationen zu befreien, die bestimmen, wer du gerade bist. Wenn du dich von diesen Informationen distanzieren kannst, dann gehst du ins Yoga.

    • August 3, 2019 um 6:07 pm

      Ein Yoga-Typ bin ich bestimmt nicht, dennoch kann ich diesem Mann gelegentlich mit Vergnügen lauschen. „Seine“ Themen gehen uns alle an.

      • tulacelinastonebridge
        August 4, 2019 um 10:45 am

        😀 und was ist so schlimm an Yoga, da du deine Nichtzugehörigkeit so bestimmt hier verlauten lässt?

        • August 4, 2019 um 12:29 pm

          Alles gut. Niemand sagt hier, daß etwas schlimm wäre am Yoga. Es ist spitzenmäßig gut für alle, die es praktizieren.

          Sonntagsgrüße. 🌿

  5. August 4, 2019 um 1:24 pm

    Hallo Martin, ich beziehe mich hier auf die Rubrik: „Mächtige Worte“, unter der ich keine Kommentarfunktion finde:

    „Entscheidend ist, dass der Mensch zwar vollständig verantwortlich ist, sich pflichtgemäß zu verhalten, dass aber niemand anders diese Pflicht zu setzen vermag, weil nur das Individuum darüber zu entscheiden vermag, was es selbst als Kraft der eigenen Vernunft als gut erkennt und anerkennt.“ – Immanuel Kant

    Ohne es zu benennen oder benennen zu können, spricht der Immanuel hier von einem höheren Grad (4) an Geistiger Reife und ausdrücklich nicht von einer Moral, die der Laotse in einem anderen deiner Zitate „die unterste Stufe“ (2) nennt.

    Geistige Reife ist jeweils in ausreichender Höhe vorhanden – oder nicht.

    Sie kann nicht von Außen gesetzt oder gefordert werden – obwohl das Potenzial gegeben ist.

    „…sich pflichtgemäß zu verhalten“ heißt hier nicht, einer Tugend zu folgen, sondern sich – der Situation angemessen – aus freien Stücken „richtig“ zu verhalten.

    Ja, der Mensch ist voll verantwortlich, aber nur so weit, wie er in der Lage ist, eine Situation einschätzen zu können. Das ist der Grund, warum wir kleine Kinder nicht unbeobachtet an die Schalthebel lassen.

    Es liegt an uns, den Gliedern der Gesellschaft, ob wir „Kinder an die Macht“ lassen, oder Leute mit der erforderlichen Reife.

    Sonntagsgruß! 🌿

    • Martin Bartonitz
      August 4, 2019 um 2:33 pm

      Danke für Deinen wichtigen Kommentar, den ich als Artikel Mächtige Worte … selbst nochmals auf die Reise brachte:

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