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Ist das aktuelle BUNT das neue BRAUN?

Egal, ob das nun Sozialismus, Kommunismus, Stalinismus oder religiöser Wahn heißt – das Modell funktioniert immer nach der gleichen Blaupause. Kann man alles in schlauen Büchern quer durch diverse Epochen der Menschheitsgeschichte nachlesen. Aber wen interessieren Bücher, wenn man von den Morlocks mit BGE gefüttert wird und beim Sirenenton brav aufsteht und in die Höhle marschiert, um sich fressen zu lassen. Zusammenhang klar? Nein? Schade eigentlich.

Was treibt euch wirklich um? Was liegt hinter dem auswendig gelernten Gephrase, den Politparolen und dem Spaltungsgeschrei? Wo ist die wilde, individuelle, freiheitsliebende Seele, mit der jeder Mensch auf die Welt kommt? Eingemauert zwischen Fake Smile Selfies, eingetrichterter Existenzangst und Medienmüll?

Dieses Zitat des folgenden Textes mag als Fazit des Artikels gelten, jedoch, es gibt am Ende noch einen doch recht positiv stimmenden Ausblick.

Ich möchte einen weiteren genialen Text anreichen, bei dem ich mein inzwischen grauweißes Haupt beuge. Karin Elfman schreibt in einer brillanten frechen Art und Weise auf den Punkt und das zu einem Thema, was es in sich hat: unsere aktuelle gesellschaftliche Situation der grassierenden Verurteilung von kritischen Stimmen . Sie hat mir erlaubt, aus ihrem Artikel Euer Uniformismus macht euch kaputt! zitieren zu dürfen. Die Auswahl fällt mir schwer, aber dann also bringe ich den ersten Teil sowie ihr positiv ausblickendes Ende:

Kann man eine Jacke rassistisch beleidigen?

Neulich habe ich bei Facebook ein Experiment durchgeführt. Ja, ich weiß – macht man nicht. Aber das Ergebnis war so aufschlussreich, dass ich es teilen will. Anonymisiert, versteht sich.

Ich scrolle durch meinen Feed und bekomme gleich mehrmals hintereinander die sponsored Ad eines internationalen Sportartikelherstellers eingeblendet. Das Motiv: ein männlicher dunkelhäutiger Profi-Basketballpieler präsentiert eine oversized Jacke aus Kunstfaser. Im Text fragt der Anbieter die User, wie sie diese Jacke denn fänden, und bei welchem Sport sie diese tragen würden. Ich bevorzuge beim Sport Naturfasern und finde die abgebildete Jacke hässlich.

Ja, ich hätte weiterscrollen können. Aber das Inspirationsteufelchen flüstert mir ins Ohr, die Gelegenheit zu nutzen. Und mal zu testen, wie die mitlesenden User so drauf sind. Nennen wir es berufsbedingte Neugier. Also kommentiere ich wahrheitsgemäß mit »Hässlich, brauch ich nicht.« Und warte. 3…2…1……

»Dumme Rassistensau!« »Selber hässlich!« »Typisch AfD-Wähler, sobald die einen Schwarzen sehen, rasten sie aus.« »Hab den Kommentar schon gemeldet, für Rassisten ist hier kein Platz.« »Geh sterben du Nazi.«

Und so weiter. Innerhalb von 30 Minuten sammelt sich unter meinem Kommentar ein digitaler Mob. Insgesamt 51 User fühlen sich bemüßigt, aufmeine vier Worte zu antworten und schaukeln sich mit schäumender Buchstabensuppe vor dem Mund gegenseitig hoch, was für ein rassistisches Stück Scheiße ich doch sei. (Wohlgemerkt, alles Wildfremde.) Nach einer Stunde habe ich genug Material, lösche meinen Kommentar samt Hater-Konferenz drunter und gehe in die Analyse.

Ergebnis: Kein einziger der Kommentatoren kommt auf die Idee, dass ich mit »hässlich, brauch ich nicht« die Jacke meine. Alle (!) reagierenden User sind so konditioniert, dass sie meine Ablehnung der Jacke reflexartig auf das Model umleiten. Weil die Hautfarbe des Basketballers in der Wahrnehmung der Rezipienten das wichtigste Kriterium ist. Nicht die Jacke. Oder deren Material. Oder der Kaufpreis. Oder das Design. Nein, es zählt ausschließlich die Hautfarbe des Models. Ob das auch der Fall wäre, wenn die Jacke von einer hübschen blonden Holländerin präsentiert würde? Wer ist hier der Rassist?

Im Mittelstück schreibt sie über
* das Spießrutenlaufen, wenn mensch gerne mal ideologiefrei Essengehen möchte,
* über das Hüpfen-Müssen-Syndrom (da war doch mal was im letzten Jahrhundert) einer halbwissenden Jugend,
* über die Verurteilung der Alten, die angeblich nie was für die Umwelt taten,
* über die Wiederkehr von DDR-Verhältnissen, inkl. einem Video, das Folgeverhalten plastisch klar macht.
Reichlich coole Textungen, wobei mir die Vergleiche auf die Zeitreise des H.G. Wells zu den Elois und Morlocks extremst gut gefällt. Allein das war schon das Lesen wert. Und wie versprochen bringe ich noch den positiven Abschluss:

Warum Individualität rockt – und Ideologie nicht.

Kein Rant ohne Happy End. Sonst könnte man sich gleich in Zynismus ertränken. Aber glücklicherweise gibt es noch (oder schon wieder?) einige Ecken in dieser seltsam verbauten Wirklichkeit, in denen die giftigen ideologischen Spaltpilze nicht wachsen können. Menschen und Unternehmen, die verstanden haben, dass Individualität, Kreativität, Empathie, freies Denken, authentische Kommunikation, das Streben nach Höherem die wertvollsten menschlichen Eigenschaften sind. Wer sie fördert, kann langfristig nur gewinnen. Der Erfolg gibt diesen Unternehmen Recht. Warum?

Weil die laute, aggressive und im dualen Entweder-Oder gefangene Masse an Systemkomparsen zwar penetrant übermächtig wirkt, aber nicht zukunftsfähig ist. Sie repräsentiert eine statische, künstliche Momentaufnahme ohne jede Dynamik und Wachstumsfähigkeit. Damit lässt sich bestenfalls Krieg spielen, aber keine Wirtschaft und Kultur entwickeln. Die Profiteure und NWO-Wichser wissen das, sie pfeifen auf dem letzten Loch, daher der groteske Krach im Moment. Glauben Sie nicht? Ging mir auch so. Wenn man sich aber der Medienpeitsche mal längere Zeit konsequent entzieht und offen im Hier und Jetzt unterwegs ist, begegnet einem eine ganz andere Wirklichkeit. Voll mit originärer Musik, Kunst, Innovationen. Und Menschen voller Schaffensdrang und Neugier. (Hier sind übrigens auch die Unternehmen positioniert, für die ich arbeite.)

Während man woanders Schule »fürs Klima« schwänzt und Endzeitporno spielt, entwickeln junge Wissenschaftler unbeachtet von der Öffentlichkeit ein Filtersystem für Verbrennungsmotoren, das 100% emissionsfreie Abgase erzeugt. Keine Utopie, sondern serienreife Realität. Da sind Textilproduzenten, die aus recycelten Klamotten und Leder neue Kleidung herstellen, die nichts mit albernen Trends zu tun hat. Oder unverwüstliche, genial geschnittene Jeans aus Bio-Baumwolle made ein Europe, ganz ohne Kinderarbeit und Schadstoffe. Lebensmittel- und Kosmetikhersteller, die ihre Produkte in Verpackungen aus Pflanzenblättern verkaufen. Ingenieure, Schriftsteller, Musiker, Künstler und Handwerker, die an allen Ecken und Enden in ihren jeweiligen Disziplinen eine schöne, kreative, zukunftsfähige Wirklichkeit ganz ohne ideologischen oder politischen Blödsinn bauen. Und hier wird’s interessant.

Außerhalb der Astroturf’d Kulisse

Hier sind Klicks nicht mehr die alles entscheidende Währung. Hier zählen nachhaltige Werte. Hier tummeln sich phantastische Gesprächpartner – und echte Traumkunden für Unternehmen. Nämlich Kunden, die gerne Geld ausgeben, gerne in ihre Zukunft investieren, qualitätsbewusst sind, spontan und genussorientiert leben, gleichzeitig langfristig denken und offen für Neues sind. Die erreicht man nicht mit inszenierter Panik, krampfhafter Political Correctness oder Rechts-Links-Geschrei.

Wer HIER bestehen will, muss etwas mit Substanz anbieten. Etwas, das Individualität, Kreativität, Wahrheitsliebe, Wissensdurst, Lebensliebe und Schaffensdrang befriedigt. Ob Bildung, Musikinstrumente, Autos, Dienstleistungen, Kunst oder Dinge des täglichen Bedarfs. Es sind Traditionsunternehmen mit 150 Jahren und mehr auf dem Buckel, aber auch junge Startups, die sich in diesem Umfeld erfolgreich positionieren. Man findet sie selten bis nie im Newsfeed von »Influencern« und sonstigen Wichtigtuern. Aber im echten Leben.

Ich bin gespannt, wann diese schöne, unaufgeregte Realität anfängt, Löcher in die momentan leider noch dominante künstliche Panikmatritze zu stanzen. Lange kann’s nicht mehr dauern. Es knirscht schon, und durch die Risse sickert Licht. Hoffentlich sampelt jemand den Sound der einstürzenden Illusion. Daraus lassen sich bestimmt gute Beats bauen…

  1. Juli 12, 2019 um 6:37 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  2. Juli 12, 2019 um 6:57 pm

    Hat dies auf Die Eulenfrau rebloggt.

  3. Raller
    Juli 12, 2019 um 10:41 pm

    Eine schöne Frau sagt etwas und als erstes rebloggen Frauen diesen Text.
    Unsere Zerspaltung in Deutschland, sieht man überall sehr deutlich. Auf zum oben gegen unten, rechts gegen links, jung gegen alt, links gegen rechts, arm gegen reich, Wertschöpfer gegen Schmarotzer.
    Wer steuert all diese Ikonen???

  4. Johannes Anunad
    Juli 13, 2019 um 6:51 am

    Welch ein Feuerwerk intelligent-kritisch-humorvoller Schreibkunst! Ich empfehle dringend, den verlinkten Gesamttext zu lesen: Ein Genuss!
    Und das wiederum lädt sofort ein zum Erkunden weiterer Früchte der Schreibkunst dieser Frau! Oder zum Anhören eines musikalischen Oevres…
    Wie schade, dass das Buch LEPLEJA der Autorin derzeit nicht erhältlich ist… Die Beschreibungen und Auszüge machen Appetit auf mehr!
    Danke, Martin, für’s Einstellen des Beitrags!

  5. E. Duberr
    Juli 13, 2019 um 10:24 am

    Sie selbst auch nur wieder uniformiert , TÄTOWIERT . Und Sprachkunst ? Was sollen diese dämlichen Anglismen . Auch nur eine Mitläuferin . Aber sie sieht verdammt gut aus . Auf die fall ich auch rein , olala ! Gibt es noch Frauen ohne Tätowierungen ? Man möchte sie mal sampeln .

  6. Juli 13, 2019 um 1:13 pm

    Klingt ja ganz gut aber die Realität sieht anders aus.

  7. Juli 13, 2019 um 2:18 pm

    Ein sehr informativer und geistreicher Blog Dr. Martin Bartonitz

    Freundliche Grüße

  8. Juli 14, 2019 um 11:53 am

    Verzeihung,

    wenn ich kurz vom Kernthema ablenke –

    nimmt man die praktische Farblehre des MAlermeisters,
    dann wird aus den ganzen bunten Farben, welche da zusammen geschüttet werden,
    nach dem Durchquirlen ein wunderschönes, wie neues …
    -> siehe Überschrift!

    Besten Dank für den Ausblick,
    Raffa.

  9. Juli 14, 2019 um 2:34 pm

    Wow Danke für diesen Beitrag. Unsere Firma ist so Eine 😉 Seit 20 Jahren geben wir unser Letztes, ohne immer an die Finanzen zu denken. Und haben folgende Vision: Stell Dir vor, Du kannst in reinem Wasser baden ohne Chemie und dieses sogar trinken und wirst gesund damit? http://www.swissbiopool.com/pdf/SwissBiopool_GI0119r-9.pdf

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