Startseite > Gesellschaft > Das Dogma der Macht

Das Dogma der Macht

Alternative Konzepte und Lösungsansätze für eine lebenswerte Zukunft – von Thomas V Weiss

Thomas V Weiss

Habe ich im ersten Teil Die EU – Gesichter einer Dikatur versucht, die Strukturen des Neoliberalismus als umfassendes Übel unserer Zeit kompakt zu erfassen, möchte ich mich nun der Frage widmen, wie man dieses zerstörerische System, welchem wir alle ausgesetzt sind, überwinden kann. Denn, so starr die Mechanismen der marktwirtschaftlichen Perversion auch zu sein scheinen, sie sind keinesfalls unüberwindlich.

Bevor ich auf die wichtigste Frage eingehe, nämlich jene, was man selbst tun kann, möchte ich kurz bei der Politik, die dem Neoliberalismus wie eine Fassade vorgeblendet ist, ansetzen. Geht es nach den Politikern und den meisten Ökonomen, ist unser Wohlstand am BIP, also dem Bruttoinlandsprodukt zu messen. Aber bereits hier liegt der Fehler, da nach dieser Anschauung beispielsweise Industriezweige wie die Rüstungs-, die Finanz- oder die chemische Industrie genügen würden, um ein zufriedenstellendes BIP zu schaffen, wenn diese nur erfolgreich genug wären.

Dass damit aber kein echter Wohlstand und auch keine echten Werte geschaffen würden, leuchtet ein. Zusammen mit den ebenso verrückten Maximen Wachstum, Wettbewerb und Profitmaximierung sollte die Mär vom BIP als Wohlstandsindikator dringend am Friedhof der gescheiterten Systeme begraben werden, gemeinsam mit den Sagen und Legenden vom qualitativen und grünen Wachstum, welches ebenfalls auf Dauer nicht aufrecht zu erhalten ist.

Leider erleben wir zur Zeit eine Tendenz, in der hauptsächlich gewählt wird, um Andere zu verhindern. Dabei ist es ziemlich egal, was man wählt – die großen Parteien setzen alle mehr oder weniger auf kapitalistische bzw. neoliberale Konzepte wie etwa Wachstum, Marktkonformität oder Wettbewerb. Da aber all dies nur noch weiter in die Krise führt, wäre es sicher sinnvoller, eine Partei zu wählen, die diesen Mechanismen abschwört und alternative Konzepte fordert und fördert. In Österreich gab es bei der letzten Wahl mit „G!lt“ erstmals das Modell einer Offenen Demokratie zu wählen. Vielleicht wäre gerade das das politische Modell der Zukunft, verspricht es doch eine echte Demokratie.

Doch warum sollten wir darauf warten, dass sich die Politik ändert? Ändern wir doch die Politik! Ändern wir uns selbst! Wer nun der Meinung ist, er könne alleine doch eh nichts ändern, der sei daran erinnert, dass er beim Wählen auch nur seine eigene Stimme abgibt, und nicht zusätzlich die von Tante Trude und Onkel Karl. Seien wir also unsere eigenen Politiker!

Da die neoliberalen Prozesse in erster Linie identisch sind mit Konzerninteressen, macht es Sinn, genau dort anzusetzen. Wenige Konzerngiganten dominieren die Märkte und bestimmen das Angebot. Boykottieren wir sie und kaufen stattdessen bei kleinen, regionalen, nachhaltig und biologisch wirtschaftenden Betrieben. Dann ist schon mal mehr getan als man annehmen mag. Setzen wir uns für eine Postwachstumsökonomie ein, etwa indem wir bei Genossenschaften oder Betrieben kaufen, die die Gemeinwohlbilanz erstellen! Die Gemeinwohlökonomie ist eines der Konzepte, die als Wirtschaftsalternative ein vielversprechendes Potenzial haben.

Kündigen wir, wenn möglich, die Rentenvorsorge! Derartige Einzahlungen gehen meist sofort als Spekulationskapital in den Umlauf und es ist keinesfalls garantiert, dass man im Krisenfall überhaupt etwas ausbezahlt bekommt! Gründen wir eigene, regionale Währungsalternativen! Viele sind bereits jetzt höchst erfolgreich.

Leben wir so gut wie möglich vegan. Die Vorteile dieser Lebensweise liegen auf der Hand: Nicht nur, dass man damit großes Leid an Tier, Mensch und Natur verhindert, man tut auch was Gutes fürs Klima und für sich selbst. So gehen etwa mehr als 90% der weltweiten Sojaernte als Tierfutter in die Massentierhaltung. Für einen Kilo Rindfleisch braucht man ca. 15.000 Liter Wasser und ein Vielfaches an pflanzlichen Stoffen im Gegensatz zur veganen Ernährung. Man schützt somit auch Pflanzen.

Trotz der Notwendigkeit einer Konsumreduktion – wir haben schließlich keine drei Erden zur Verfügung – ist es äußerst wichtig, die fortschreitende Digitalisierung sowie die Automatisierung nicht nur zu kontrollieren (Stichwort Militär, Geheimdienste und Softwaregiganten), sondern auch endlich mal wirklich sinnvoll zu nutzen. Denn zur Zeit ist es so, dass die Hochtechnologisierung vor allem den Konzernen, den Investoren und den Kapitaleignern etwas bringt, während die einfachen Menschen zunehmend einer Forderung der Mehrarbeit und einem vermehrten Stress ausgesetzt sind. Sie sollen in Zukunft aus der verbesserten Technologie Nutzen ziehen, etwa indem sie weniger und sinnvoller arbeiten.

Stellen wir uns gegen die geplante Obsoleszenz, jenes Verbrechen, das seit Jahrzehnten als völlige Selbstverständlichkeit zum immerwährenden Konsum zwingt! Es wäre jederzeit möglich, Autos, Waschmaschinen oder Glühbirnen zu bauen, die Jahrzehnte lang halten. Das Argument, dass dies der Wirtschaft schaden würde, stimmt nur soweit, dass es wenigen Firmeneignern schaden würde. Für den Arbeitnehmer wäre es hingegen ein wahrer Segen.

Ein weiterer Ansatz wäre, Städte und Gemeinden anzuregen, vermehrt Obst- und Nussbäume, sowie andere nutzbare Pflanzen zu kultivieren. Man stelle sich mal vor, wie es wäre, wenn in einer Großstadt statt Robinien oder Götterbäumen plötzlich überall Obst- und Nussbäume gepflanzt würden. Auf Plakatwänden stünden statt Werbung für krank machende Konzernprodukte Rezepte und Anleitungen zum Ein- und Haltbarmachen von Obst und Gemüse. Eine naive Vorstellung? Mag sein, aber bei weitem nicht so naiv wie die Vorstellung, die Wirtschaft könne ewig weiter wachsen. Trauen wir uns doch einfach, solche und ähnliche Utopien und Visionen zu denken und zu gestalten!

Gründen wir Gemeinschaftsgärten und Solidarlandwirtschaften! Betreiben wir Subsistenz und üben wir uns in Suffizienz! Fangen wir an, wieder mehr zu reparieren anstatt wegzuwerfen und neu zu kaufen! Fangen wir an, Dinge selbst herzustellen! Zu lange schon sind wir nur noch Anwender, Arbeitnehmer und Verbraucher! Tauschen wir Dinge und schenken wir uns Zeit! Setzen wir uns für Urban Gardening ein und nutzen wir Car Sharing! Verzichten wir, so gut es geht, auf Kreuzfahrten und Flüge! Sparen wir Strom und fahren wir weniger mit dem Auto, dafür mehr mit dem Fahrrad! Meiden wir Plastik und reduzieren wir Müll! Beginnen wir zu dumpstern und helfen wir bei Foodsharing-Aktionen mit! Hören wir auf, Lebensmittel zu verschwenden!

Gehen wir auf die Straße und zeigen auf friedliche und sachliche Weise unseren Unmut! Eine kleine Mahnwache oder Demo lässt sich jederzeit ohne Probleme organisieren. Aus Erfahrung weiß ich, dass viele Passanten darauf positiv reagieren und beginnen, nachzudenken.

Warten wir nicht darauf, dass die große Politik sich ändert! Sie hetzt uns gegeneinander auf, bietet zur Ablenkung Feindbilder an, welche uns angeblich so viel kosten, während sie die wahren Übel, wie etwa die Steuerflucht der Großkonzerne und einiger Superreichen, sowie ihre Schuldenpolitik und Mechanismen wie Deregulierung oder Privatisierung, weitgehend verschweigt. Denken wir nicht über eine Energiewende nach, sondern reduzieren wir unseren Energieverbrauch! Fordern wir die gleiche Wertigkeit aller Menschen und eine gerechte Verteilung! Setzen wir auf Dialog und Annäherung und sagen wir dem Hass und der Distanz ab! Vertreiben wir die Angst, mit der wir „klein“ gehalten werden! Setzen wir uns für Frieden ein, wo immer es geht! Lernen wir bereits unseren Kindern, dass nicht Konkurrenz, sondern die Bereitschaft zum Miteinander die Gesellschaft nachhaltig voranbringt! Seien wir einfach Mensch, wie Mensch sein sollte!

Kategorien:Gesellschaft
  1. Mai 23, 2019 um 8:46 am

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  2. Mai 23, 2019 um 12:37 pm

    Hm, nein.
    Ist mir zu grün, zu ökologisch. Vieles mache ich schon lange, einiges kann ich nicht, anderes lehne ich ab.
    Vor allen Dingen den Punkt, alles und jeden lieben zu MÜSSEN ohne jedwede Möglichkeit, mich von den vielen Spinnern dieser Welt abgrenzen zu dürfen. Das klingt im Text sehr nach Dogma, nach einem Muß, einem Zwang.
    Es sind nämlich nicht alle Menschen freundlich, gut drauf und meinen per se für alle das Beste. Und vom Fordern nach gerechter Verteilung ändert sich nichts, dafür wird man nur ausgelacht.

  3. Martin Bartonitz
    Mai 23, 2019 um 9:47 pm

  4. Fluß
    Mai 24, 2019 um 5:32 pm

    Auf irgendeinem Blog schrieb jemand, daß die Parteien Parteivertreter sind, keine Volks-Vertreter.
    Und noch jemand erwähnte die DD.VG.

    Diese Firma gehört der SPD:
    http://www.ddvg.de/wirueberuns/

    „““ Wer wir sind

    Aufgabe der „Deutsche(n) Druck- und Verlagsgesellschaft mbH“ (ddvg) ist professionelles Beteiligungsmanagement für ihre Eigentümerin, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Das Ziel ist, die Beteiligungen wirtschaftlich zu führen, die Substanz zu mehren – und damit zugleich einen finanziellen Beitrag zur Arbeit der SPD zu leisten.

    Der Schwerpunkt des Beteiligungsportfolios im Bereich der regionalen Tageszeitungen sowie der Druckereien ist das Ergebnis einer langen historischen Entwicklung. Die ddvg öffnet sich aber auch für andere Engagements, sofern sie eine solide wirtschaftliche Perspektive haben und eine attraktive Rendite erwarten lassen. Beispiele hierfür sind Investitionen in Zeitschriften, in das Tourismusgeschäft oder in Handelsgeschäfte. ***

    Wie gesagt, 217 Millionen Euro hatte die SPD mal angegeben als Besitz. Und sie sagte dabei, das sei ohne Firmen/Unternehmen.

    Noch was von Vera Lengsfeld:
    https://www.achgut.com/artikel/die_alltaegliche_korruption_in_der_deutschen_politik

    Übrigens geht die Schuldenuhr schnell rückwärts: http://www.eu-infothek.com/

  5. Fluß
    Mai 24, 2019 um 7:30 pm

    Der Europarat:
    https://www.journalistenwatch.com/2019/05/24/europarat-bildung-fraktion/

    „““ Europarat-Präsidiumsmitglied Frank Schwabe (SPD)
    Der Europarat hat die Bildung einer Fraktion europäischer Rechtsparteien abgelehnt. Der neuen Fraktion sollten neben AfD-Vertretern auch Abgeordnete der FPÖ, der Lega sowie Politikern aus Bulgarien, Tschechien und Estland angehören. „““

    MM mit Aufklärungs-Theorie:
    https://michael-mannheimer.net/2019/05/23/sensationelle-wende-in-der-strache-affaire-wird-sie-zum-waterloo-fuer-die-globalisten/

  6. Fluß
    Mai 25, 2019 um 9:53 am

    Von Danisch: http://www.danisch.de/blog/2019/05/24/mieten-und-wohneigentum-wieder-erschwinglich-fuer-alle/

    SPD wettert wieder rum:

    Wegen der Schuldenuhr noch was. Das sieht laut Beschriftung so aus, dass die Uhr für die EU
    runtergeht, aber für Deutschland hoch.

    Und noch was von einer Physikerin:
    https://www.legitim.ch/single-post/2019/05/11/Physik-Doktorin-und-ehemalige-CERN-Forscherin-erkl%C3%A4rt-das-gr%C3%B6sste-GEHEIMNIS-des-UNIVERSUMS

    „““Materie ist eine Illusion. Die Realität besteht aus Schwingungen und Frequenzen. Es mag durchaus sein, dass sich die „Wissenschaftler“ des CERN, dessen nicht bewusst sind. Wer den herkömmlichen Bildungsweg absolviert, wird systematisch auf die falsche Fährte geführt. Das ist auch der Grund, warum Ärzte in der Regel herzlich wenig von Gesundheit verstehen und die meisten Ökonomen bis heute nicht wissen, wie Geld entsteht. Was das CERN wirklich ist, kann von meiner Seite her nicht abschliessend beurteilt werden. Manche vermuten, dass dort das elektromagnetische Energiefeld der Erde manipuliert wird, andere gehen davon aus, dass das unterirdische Tunnelsystem den Eingang zu einem geheimen CIA-Hauptquartier bildet und last but not least wird auch darüber gemutmasst, ob die Anlage ein riesiges Stargate (dt. Sternentor) ist, um den Kontakt zu anderen Dimensionen herzustellen.
    Entscheidend für unsere Zukunft sind jedoch die Erkenntnisse der ehemaligen CERN-Forscherin, Dr. Susanna Wallis: „““

    Das Wort gesund gibt’s auch nicht. Da steckt das Wort Sun (Sonne) drin und und.
    CERN. konCERN.

    europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf, Atomkernforschung, Erd-Kern-Forschung?

    • Fluß
      Mai 25, 2019 um 9:56 am

      Das Bild noch:

  7. Fluß
    Mai 25, 2019 um 10:24 am

    Ein Mann gegens Wettern:
    http://www.pi-news.net/2019/05/fatal-klimaluege-verdraengt-migrationskrise-aus-den-koepfen/

    „““Dr. Hans Penner setzt auf Physik statt Ideologie
    Der Beitrag von Hans-Josef Fell brachte Dr. Hans Penner, einen vehementen Kritiker der Theorie vom menschengemachten Klimawandel, auf den Plan. Er schrieb dem Grünen einen Offenen Brief, in dem er ihm das Fehlen jedweder physikalischer Fachkenntnisse bescheinigte:
    Sehr geehrter Herr Fell,
    Sie loben den Blauen Rezo über den grünen Klee wegen seiner falschen Behauptungen zum Klimageschehen. Offensichtlich fehlen Ihnen genauso wie dem Blauen Rezo physikalische Sachkenntnisse:
    1. Nach dem Energieerhaltungssatz kann man Energie nicht erneuern.
    2. Niemand bestreitet, daß sich das Klima permanent wandelt.
    3. Klima ist der Mittelwert der Wetterparameter von 30 Jahren.
    4. Weder Sie noch der Blaue Rezo noch irgendein Politiker kann begründen, wieso das Kohlendioxid das Wetter schädigen soll.
    5. Die Luft enthält 0,04% Kohlendioxid.
    6. Das Kohlendioxid der Luft absorbiert einen Teil der Infrarotabstrahlung der Erde und wandelt ihn in Wärme um.
    7. Diese IR-Absorption ist praktisch gesättigt. Noch mehr Kohlendioxid in der Luft bringt fast keine Temperaturerhöhung.
    8. Eine Verdoppelung des Kohlendioxidgehaltes der Luft erhöht die Globaltemperatur nur um 0,6°C.
    9. Um den Kohlendioxid-Gehalt der Luft auf 0,05% zu erhöhen, müßte man sämtliche Kohlenstoffvorräte der Erde verbrennen.
    10. Es kann kein Zusammenhang zwischen dem Kohlendioxid-Gehalt der Luft und der Globaltemperatur festgestellt werden.
    11. In den letzten 30 Jahren ist der Kohlendioxid-Gehalt der Luft gestiegen, aber nicht die Globaltemperatur.
    12. Das Klima wird durch die Sonne gesteuert, nicht durch Verbrennungsabgase.
    Ihre Stellungnahme zu dem Video des Blauen Rezo zeigt, daß die Grüne Partei das Volk ebenso verblödet wie der Blaue Rezo. Die Grüne Partei darf man nicht wählen, allerdings die CDU auch nicht.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hans Penner
    Einfach ausgedrückt: Das Klima ist ständigen Änderungen unterworfen. Aber das ist der Aktivität der Sonne geschuldet, nicht der des Menschen. Und die Gefahr für unser Land geht nicht vom Klimawandel aus, sondern von den Ideologen, die an den Schaltstellen der Macht und des Einflusses sitzen. Solche Leute haben schon so manches blühende Land ruiniert. Siehe Venezuela. „““

  8. Fluß
    Mai 25, 2019 um 10:33 am

    https://philosophia-perennis.com/2019/05/25/nur-noch-polemik-der-wahlkampf-warf-ein-licht-auf-den-verheerenden-zustand-dieser-eu/

    „““ Inhaltliche Leere wurde durch Lautstärke übertönt, jedwede Kritik an Brüssel verteufelt. Fazit: Es steht schlimm um die EU. Ein Gastbeitrag von Hans Heckel

    Der zu Ende gehende Wahlkampf zu den EU-Wahlen diesen Sonntag warf ein Licht auf den verheerenden Zustand der europäischen Gemeinschaft. Inhaltliche Leere wurde durch Lautstärke übertönt. Wer die Probleme wie das dauerkriselnde Euro-System, die gescheiterte Einwanderungspolitik oder die demokratischen Defizite der EU endlich zur Debatte stellen wollte, wurde mit hysterischen Parolen bekämpft.
    Kritiker wurden als „Populisten“ oder „Nationalisten“ verteufelt

    Dabei kehrten diejenigen Parteien, die in Brüssel bislang das Sagen hatten, die tiefsten Ecken der polemischen Mottenkiste aus: Kritiker wurden als „Populisten“ oder „Nationalisten“ verteufelt. Keine Behauptung war platt und diffamierend genug, um nicht ins Feld geführt zu werden.

    So etwa jene, dass ohne diese EU ein neuer europäischer Krieg wahrscheinlicher würde. Dabei wird absichtlich ausgeblendet, dass die beiden europäischen Hauptgegner Deutschlands im Zweiten Weltkrieg, Russland und Großbritannien, entweder nie EU-Mitglied waren oder es schon sehr bald nicht mehr sein werden.
    Union darf sich nicht weiter als Europa bezeichnen

    Zwischen Berlin auf der einen sowie Moskau und London auf der anderen Seite dürfte diese EU in Zukunft eher spaltend als vereinend wirken. Zumindest, wenn sich die Union weiter dreist als „Europa“ bezeichnet und damit so tut, als gehörten die Länder außerhalb der EU gar nicht zu unserem Kontinent. Oder als handele es sich bei ihnen um einen Betriebsunfall, um prekäre Außenseiter, die man ignorieren kann.

    Im Inneren ist die Selbstsakralisierung, ist das hohle Dogma an die Stelle von Argument und Dialog getreten. Wer Kritik übt, wird als ein Abtrünniger vom Glauben aus dem Kreis der Guten ausgeschlossen. Gegen den ist jeder schmutzige Trick erlaubt, wie die Affäre Strache zeigt. Deren Hintergründe versprechen interessante Details. Der Wiener Korrespondent der PAZ, Michael Link, ist am Ball und wird in Kürze Ergebnisse veröffentlichen.
    Kluft zwischen EU und den Europäern wird immer größer

    Die Entfernung der EU von ihren Bürgern wird auf diese Weise nur noch gesteigert. Inszenierte Pro-EU-„Bewegungen“ wie „Pulse for Europe“ oder die Demonstrationen vom vergangenen Sonntag täuschen darüber nicht hinweg. Zu einfach ist für jedermann erkennbar, dass es sich um konstruierte Fassaden-Veranstaltungen handelt, die an die organisierten Aufmärsche in Diktaturen erinnern.

    Das Schlimmste: Dieser Wahlkampf hat der Hoffnung, dass sich diese EU von innen her noch reformieren kann, einen empfindlichen Dämpfer verpasst. Da sich die EU-Eliten offenbar außerstande sehen, die Probleme wie Euro-Krise oder Zuwanderung zu lösen, setzen sie auf Repression und Einschüchterung jedweder Opposition. Das − und nicht die „Populisten“ − kann die EU tatsächlich auseinanderreißen.

    Der Beitrag erschien zuerst bei der PREUSSISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG „““

  9. Fluß
    Mai 26, 2019 um 9:17 am

    Danisch zeigt nochmals Verbindungen auf zwecks Rezo.
    Dabei ist t-online, wurde 2015 von Ströer aufgekauft und Rezo arbeitet für die.
    Gehts um Werbefirmen und die Politik. Gehts also um Werbung und nicht um Rezos Themen und dafür werden mehrere Nicknamen benutzt.

    http://www.danisch.de/blog/2019/05/26/die-rezo-fake-news-kampagne-und-ein-hintergrund/

    Und http://www.danisch.de/blog/2019/05/26/noch-mehr-stroeer-einmischung-im-wahlkampf/

    „““ Nach Recherchen von t-online und netzpolitik.org.

    t-online ist – wie ich vorhin schon ausgeführt habe – Ströer, und die stecken hinter Rezo.

    Was hat ein Unternehmen, das Werbung publiziert, damit zu tun, hinter Parteien hinterherzurecherchieren?

    Und wieso zusammen mit Netzpolitik.org?

    Netzpolitik.org ist ja bekanntlich selbst so ein parteinaher linksextremer Laden. Und die zusammen mit einem Werbeunternehmen?

    Und dann der Brüller: Werfen der AfD vor, die Nutzerzahlen künstlich hochzupumpen, während mir Leute schreiben, dass sie von Youtube wider Willens das Rezo-Video in die Timeline gedrückt bekamen, und mir ein anderer schreibt, dass bei Youtube ein Video schon als geguckt gezählt wird, wenn es nur 10 Sekunden abgerufen wird.

    Es ist erstaunlich, dass man auch hier wieder auf Ströer kommt, die ihrerseits wieder Kontakte zu Scholz & Friends haben, die wiederum Kontakt mit der Amadeu-Antonio-Stiftung hatten. Die haben schon mal versucht, Broder und Tichy zu erledigen.

    So ergibt sich ein geschlossener Propaganda-Komplex. Und die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender stecken mit drin. „““

    Im Welt-Zeitungs-Ticker wird nie von Linkseytremen geschrieben und Greta is weg, weil nicht klar ist wer die Demo anmeldete und finanzierte und ein Impressum gibts auch nicht. Ist immer noch die Frage wer die Spendengelder von FFF verwaltet.

    Danisch war noch bei einem Treffen:
    http://www.danisch.de/blog/2019/05/22/juristen-sind-das-problem-fuer-dessen-loesung-sie-sich-halten/

    „““ Dann kam die Fragerunde, zunächst wollte keiner fragen. Schon wegen der Akustik, trotz Saalmikro. Einer fragte irgendwas, dann wieder Pause, dann fragte ich, ob man auch Kritik äußern kann statt zu fragen. Wurde gestattet.

    Ich habe dann erklärt, dass ich kein Jurist, sondern Informatiker bin, die Sache gänzlich anders sehe als er, und mir die Entstehung von Google, Amazon, Facebook und so weiter seit 30 Jahren mit ansehen muss [die sind noch nicht so alt, aber denkt auch an Apple und Microsoft], und das Problem nicht darin sehen, dass die existieren, sondern dass wir selbst gar nichts haben. Ich habe das ja selbst miterlebt, wie damals alles kaputtgeschlagen wurde, was hier irgendwas aufgebaut hätte.

    Meines Erachtens gibt es zwei Ursachen dafür, dass die Situation ist, wie sie ist: Deutsches Recht (und deutsche Juristen) und deutsche Steuern. Die haben hier alles kaputt gemacht und nun beschweren wir uns darüber, dass die anderen das Geschäft machen. Mir komme die Herangehensweise der Juristen vor wie jemand, der seine eigenen Läufer vergiftet und getötet hat, dann beim Wettrennen sieht, dass nur noch ein einziger, gegnerischer Läufer antritt und deshalb immer gewinnt, und dann meint, er könne den Wettbewerb wieder herstellen, indem er dem auch einen Löffel Gift gibt, damit der langsamer rennt.

    In meinen Augen würden Juristen nun versuchen, den Schaden zu bekämpfen, den sie selbst angerichtet hätten.

    Die Gesichter hättet Ihr sehen sollen. Zwei guckten mich an, als wäre ich ein Alien. (Was ich aus der Juristensphäre ja auch bin.) Körpersprachliche Missbilligung.

    Der Redner beantwortete das damit, dass es in Europa eben 25 verschiedene Staaten gebe, die das enorm erschwerten, während in den USA ein einheitlicher Raum bestand, in dem man sich entfalten konnte. Wir bräuchten EU-Einheitlichkeit. Rettete sich also darauf hinaus, dass es die Standortunterschiede seien, die Schuld an allem sind. Stinkt nach „Europa ist die Antwort”.

    [Was ich weitgehend für Unfug halte.

    Denn mir leuchtet nicht ein, warum es etwa Amazon in Frankreich, Italien, Spanien dann leichter haben sollte als ein deutsches Unternehmen. Und mir leuchtet auch nur zu einem gewissen Teil ein, warum es Amazon in den USA leicht haben sollte als ein dort gegründetes und ansässiges deutsches Unternehmen. Amazon hat dort viele Jahre nur Bücher verkauft und davon gelebt, dass es in den USA bis dahin keinen funktionierenden flächendeckenden Buchhandel gab. Hier dagegen gab es einen Buchhandel, und man hat derartige Firmen zum Schutz des Buchhandels bekämpft und abgelehnt. Die sozialistische Methode. Nun sind die Buchläden trotzdem tot, aber das Geschäft hat Amazon.]
    Meine Bewertung

    Man erkennt daran indirekt die Hilflosigkeit der Juristen und Politik im Allgemeinen und der Bundeswirtschaftsministeriums im Besonderen.

    Die haben nichts. Die wissen nichts. Die können nichts. Was sie gegen Google und Amazon noch tun könnten.

    Jahrelang hat man durch dümmstmögliche (Internet ist für uns alle Neuland…) Selbstvernichtungs- und Selbstkastrationspolitik alles kaputt gemacht, was hier hätte sprießen können. Ich hab’s ja anhand von Krypto und einigen Internet-Themen ausführlich dargelegt.

    Warner (in dem Fall ausnahmsweise sogar mal „Warnende”) gab es manche, ich zähle mich dazu, aber man hat auf keinen gehört.

    Stattdessen hat man den Dummenkult betrieben und die Bundesregierung mit Laien besetzt. Allein die Frauenquote zählt. Eine Theologin mit abgeschriebener Doktorarbeit als Wissenschaftsministerin, nun eine, die gar nicht an der Uni war. Eine Designerin als „Internet-Botschafterin”.

    In weiten Teilen ist die Misere die Quittung für die feministisch-korrupte Depp(inn)enpolitik, dass man digital irgendas aufholen könnte, indem man alle Stellen mit quereinsteigenden qualfikationslosen Genderwracks besetzt und die „alten weißen Männer” rausdrängt. Hauptsache, alles mit Merkel-Freundinnen besetzt.

    Und jetzt hat man komplett verloren, sieht keinen Weg aus der Situation mehr, und versucht sich mit „Wettbewerbsrecht”. „““

  1. No trackbacks yet.

Schreibe eine Antwort zu Fluß Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: