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Friday for Future … wo bleiben die Konsequenzen?

Auf Facebook gefunden

Und das gilt ganz unabhängig davon, ob die Bewegungs-Ikone Greta Thunberg nun womöglich, wie so viele andere zuvor, ein PR-Produkt ist oder nicht. Denn selbst wenn Teile (sic!) der Eliten diesen Widerstand gewollt haben sollten, um ihn in ihrem Sinne zu beeinflussen und steuern, heißt das noch lange nicht, dass zehn- oder hunderttausende Schüler, die nun beginnen, sich selbst im Widerstand zu entdecken, auf Dauer auch kontrollierbar sind.

Fundstelle: Wider den Gehorsam! – auf Rubikon

Der Rummel um Greta reißt nicht ab, und spaltet die Nation zudem. Aber ein Gutes hat es: es bringt viel Leben in die Bude. Und es bringt zum Nachdenken. Die Einen sehen natürlich wieder Aktivitäten Jener, die an der zentralistisch gesteuerten Einen Weltordnung schrauben und das Mal des Tieres vorantreiben, gerne auch an Symboliken wie F = 6, was dann als 666 für „Friday for Future“ erkennbar ist. Die Anderen erhoffen sich, dass doch endlich Einsicht in der Politik komme und wir mit dem Steigern der Profite Weniger einhergehend mit stetigem Wachstum in einer endlichen Welt aufhören. Der Eifelphilosoph denkt etwas sarkastisch dazu:

Ja – Greta und die Schülerproteste – das ist ja derzeit der Lieblingsaufreger. Dabei haben die vollkommen Recht: stimmen die Theorien über menschengemachten Klimawandel, dann muss unsere Zivilisation absolut still stehen. Flugzeuge, Schiffe, Autos, Heizungen, Militär … das alles muss weg. Das wird aber keiner wollen: Angst machen mit Klimawandel ist ja ok, aber handeln? Wo kämen wir dahin? Natürlich kann man der Theorie auch widersprechen (wobei das politisch gefährlich ist, man wird dann schnell „unwertes“ Leben), wie es in der Wissenschaft üblich ist. Wir sind ja auch ein freies Land – niemand darf uns diktieren, was wir glauben sollen. Nur: in Bezug auf Risikomanagement dürften wir uns da eben keine Fehler erlauben: irren die Klimahysteriker, hat das keine Folgen, irren die Klimaskeptiker … wäre das Fatal. Wäre also schon sinnvoll, schnell erstmal Maßnahmen zu ergreifen, die ja auch darüber hinaus knappe Ressourcen schonen. Und Greta? Wurde auf einmal Nuclear Greta – weil in der Tat alles darauf hinaus läuft, die Atomenergie wieder zu beleben … inklusive des irren Elektroautohypes. Nun – mit den teureren Elektroautos kommt ja dann auch eine neue, auf jeder Straße erkennbare Öko-Aristokratie auf uns zu: die guten Reichen gegen die bösen Armen. Und dann wird es wohl auch gute Atomkraftwerke geben, deren Müll aber … der (böse) Steuerzahler entsorgen darf, weil sonst keine Rendite dabei herausspringt. Hat schon mal jemand darauf hingewiesen, dass wir Menschen nur warm haben wollen – und gar kein Rendite brauchen? Das Mädel selbst tut mir übrigens ziemlich leid: ist übel, junge Menschen so zu missbrauchen. Richtig übel. Aber das zeichnet ja gerade die „Guten“ aus: sie sind ja gut, weshalb alles, was sie machen, gut ist. Logisch, oder?

Eifelphilosoph auf Facebook

Dann hat sich Einer mal hingesetzt und ein wenig zu Gretas Familie recherchiert. Erstaunlich, was sich auch hier entdecken lässt. Kein Wunder, dass sich Greta bei der Familiengeschichte mit dem Thema beschäftigt?

Bei all den kritischen Stimmen rund um Gretas Aktivitäten für eine bessere Welt halte ich es wie im Eingangszitat, denn die Hoffnung stirbt zuletzt: Lasst uns schauen, wohin uns diese Energien führen, denn eine schlechtere Zukunft als die aktuelle dürfte doch dabei nicht rauskommen, oder?

Ob wir Alle dann aufhören zu heucheln und unseren Konsum drastisch reduzieren: Weniger Luxus kaufen, so gut wie kein Fleisch mehr essen, kleinere Wohnungen nutzen, weniger Mobilität in kleineren Autos / keine Flüge mehr / keine Kreuzfahrten mit den größten Dreckschleudern, weniger Waren von anderen Kontinenten / Ländern / Regionen kaufen, die damit weniger werdende Arbeit besser auf Alle verteilen und sich so mehr um die Hilfsbedürftigen in der eigenen Familie oder näheren Bekanntschaft kümmern zu können, …

Jeder mag selbst ergänzen, welche Konsequenzen auszutragen wären …

Kategorien:Gesellschaft, Politik Schlagwörter: ,
  1. Martin Bartonitz
    März 23, 2019 um 9:59 am

    Eine weitere Konsequenz: Schluss mit Tiertransporten

    Australiens Geschäftsmodell Tierquälerei! Das schwimmende Todeslager! – On board the ship of death – Australia’s live export

    Es sind schockierende Bilder, wie Schafe zusammengepfercht auf einem Schiff von Australien nach Katar, Kuwait und in die Vereinigten Arabischen Emirate transportiert wurden und qualvoll starben. Jetzt sind weitere grausamen Aufnahmen veröffentlicht worden, die zeigen, wie Arbeiter auf dem Transportschiff tote Schafe über Brod werfen. Tote Schafe werden gezeigt, die aufgebläht auf dem Boden zwischen einer dicken Schicht Kot und Urin liegen. Erst vor kurzem wurde aufgedeckt, wie 2400 Schafe auf einem Export qualvoll starben. Dies löste eine Debatte über Lebendtiertransporte in Australien aus. Australien gehört zu den größten Exporteuren lebender Rinder, Schafe und Ziegen nach Südostasien und in den Mittleren Osten. Eine qualvolle Reise, gegen die in Australien immer mehr Tierschützer Sturm laufen.

    • März 23, 2019 um 10:22 am

      ja die Welt gehört befreit von so viel Leid, es braucht nur jeder auf Fleisch verzichten oder den Fleischkonsum stark reduzieren und schon ist die Sache aus der Welt, so einfach geht das .

  2. Martin Bartonitz
    März 23, 2019 um 10:02 am

    Kam auf Facebook vorbei 😉

  3. Martin Bartonitz
    März 23, 2019 um 10:06 am

    Rita Mantovan auf Facebook:

    Ich höre schon das Kriegsgeschrei : auf nach afrika, bauen wir atomkraftwerke 😦
    Aufgelesen: „Sie hat auf Twitter gepostet: „Ich bin eigentlich gegen die Nuklearenergie. Aber laut Weltklimarat kann sie tatsächlich ein kleiner Teil einer großen, neuen CO2-freien Energielösung sein.“ Nämlich dann, so Thunberg weiter, wenn Länder keinen Zugang zu erneuerbaren Energien hätten: Wir sollten darüber debattieren.“

    Siehe: Ein einzelner Tweet von Greta Thunberg zerlegt Merkels Klima-Politik im Fokus

  4. März 23, 2019 um 10:16 am

    Hat dies auf haluise rebloggt und kommentierte:

    das lenkt so herrlich schwatzhaft ab vom keine-ahnung-haben … luise

  5. Martin Bartonitz
    März 23, 2019 um 12:16 pm

    Und dann hört vielleicht auch das Morden von Aktivisten auf …

    Indigener Aktivist in Costa Rica ermordet

    Der ermordete indigene Aktivist Sergio Rojas setzte sich für die Landrechte der Bribri-Gemeinschaft ein
    San José. Der indigene Aktivist Sergio Rojas ist am vergangenen Montag in Costa Rica getötet worden. An seinem Wohnort in der Gemeinde der Bribri-Indigenen in Salitre gaben Unbekannte mehrere Schüsse auf ihn ab. Rojas wurde an dem Tag ermordet, an dem er Klage gegen die illegale Aneignung von indigenen Gebieten und die Zunahme der Drohungen gegen die indigene Gemeinschaft der Bribri eingereicht hatte.
    Er gehörte der Koordination der Nationalen Front Indigener Völker (Coordinación Nacional del Frente Nacional de Pueblos Indígenas, FRENAPI) an. Die Organisation macht die Regierung des derzeit amtierenden Präsidenten Carlos Alvarado für den Mord verantwortlich. Alvarado äußerte sich bislang noch nicht zu den Vorwürfen, bezeichnete jedoch den Tod Rojas als tragischen Tag für Costa Rica und versprach eine sofortige Aufklärung.

  6. Martin Bartonitz
    März 23, 2019 um 12:36 pm

    Und dann hört auch das endlich auf, denn hier geht Klima sofort den Bach runter und nicht erst in 100 Jahren:

    Die globale Waldvernichtung hat mit fast 30 Millionen Hektar pro Jahr einen dramatischen Spitzenwert erreicht – trotz aller Nachhaltigkeitsversprechen und Milliardensummen, die in den Waldschutz gesteckt werden. Vor allem für unseren Konsum von Fleisch, Soja, Palmöl, Holz sowie Bodenschätze wie Eisen, Aluminium, Gold und Coltan werden die Wälder der Erde vernichtet.

    29,4 Millionen Hektar Wald, eine Fläche fast so groß wie Großbritannien und Irland zusammen, wurden im Jahr 2017 abgeholzt, berichtet Global Forest Watch (GFW). Das ist fast so viel wie im Jahr 2016, in dem mit 29,7 Mio. Hektar so viele Bäume wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen durch den Online-Dienst der Rodung zum Opfer fielen.

    Fundstelle: 30 Millionen Hektar pro Jahr: Weltweite Abholzung auf Rekordniveau

  7. Martin Bartonitz
    März 23, 2019 um 12:42 pm

    Wenn wir in einer Welt lebten, wo nicht der vernichtende Konkurrenzkampf sondern die aufbauende Kooperation das Wahl der Mittel wäre, dann würde auch das der Vergangen angehören:

    Der Terrorismus erzeugt eine grandiose Blickverschiebung, weg vom Hauptwiderspruch, dem Zusammenhang der klassistischen, zum Finanzkapitalismus gewordenen Macht. Alle Medien machen uns glauben, dass unser Feind der Islam sei und nicht der tägliche Terrorismus des Finanzkapitalismus (imperialistische Kriege, Massaker von Arbeitern, Selbstmorde von Kleinunternehmern, in den Ruin getriebene Völker).

    Fundstelle: Der Terror nützt der herrschenden Elite

  8. Sandra
    März 23, 2019 um 1:38 pm

    Ihr seid lustig. Luxusfallen schnappen irgendwann zu und dann ist Zahltag.

  9. Martin Bartonitz
    März 23, 2019 um 7:04 pm

    Fundstelle: Der Greta Faktor

  10. Martin Bartonitz
    März 23, 2019 um 11:18 pm

    Und immer wieder gut, seinen Protestsong zu sehen:

  11. Martin Bartonitz
    März 24, 2019 um 9:21 am

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