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Wie man Lehren und Lernen könnte

Was man eigentlich tun müsste,
was man in Wirklichkeit
sehr wohlwollend, sehr wirkungsvoll,
sehr nutzbringend, wertvoll bleibend tun sollte.

Wer Schüler bedrängt, beängstigt, bedroht,
wer so mehr oder weniger darauf besteht:
„Bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!“…
der steht da wie ein übles Wesen,
als eine gefahrvolle, drohende Gestalt,
der ist kein wirklicher Lehrer,
kein Weisheit- und Wissensverehrer,
sondern ein Verhinderer,
ein verwerflicher Verwehrer.
Wer meint er müsse das zu Lernende
nach Nürnberger Art eintrichtern,
und dabei seine Schüler beschimpfend,
beschämend einschüchtern,
deren Gehirn und Geist vollstopfen
verbeulen und verbleuen,
und von der Anwendung
verpönter Methoden nicht zurückscheuen,
der erfährt dann auch sogleich:
Nicht Durchdachtes
ist nicht Verstandenes,
ist nicht gut Gelehrtes,
ist nicht gut Gelerntes,
ist nicht wirklich gut Gekautes,
und wahrhaftig gut Verdautes,
sondern nur eine forcierte Fütterung,
ein belästigendes Gefräß,
eine fettende Mast,
keine wirklich überzeugend
notwendige geistige Nahrung,
sondern eine sehr bald abzuschüttelnde,
zu vergessende, zu entledigende Last.

Man sei beispielhaft.
Man sei überzeugend.
Man sei einladend.
Man sei nachsichtig, besinnend.
Man sei vorsichtig, gut planend.
Man sei anspornend, gewinnend.
Man sei hoffnungsvoll.
Man zeige sich nicht als überlegen.
sondern als helfend und mitschaffend.

Wer willig ist dies zu tun,
der weiß auch ganz genau
wenn frische und heftige Winde wehen,
das resultiert auch bei festen,
gut gewachsenen Bäumen
in sehr viel biegen und beugen,
und allzu oft werden Zweige abgebrochen.
Wer aber willig ist,
wer wirklich menschlich denkt
und positiv handelt,
der weiß auch ganz genau
dass man sich erst mit der Zeit
anpasst und als gestärkt erweist
und als gekräftigt verwandelt.

Man mache das Lernen zur Freude!
Schüler sind keine zu bändigende Bande
oder eine widerwillige Meute!
Wer aber seine Schüler bedrängt und bedroht,
wer sie beängstigt, wer sie peinigt,
wer sie schindet und schändet,
wer sie beschimpft und beschämt,
wer sie treibt in eine höllisch heiße Not,
der ist wahrhaftig kein Lehrer,
der ist ein Schinder und Schänder,
der macht sich absolut verhasst,
und der hat das zeitlich rettende Boot
zu wirklich wirkungsvollem,
wünschenswertem, lebenslangem,
liebevollem, erfolgreichem
befriedigendem, erfüllendem Lernen
total verpasst!
Für den Schüler ist die Schule sodann
eine üble Plage, ein widerwilliger Wahn.
Und das gesamte Erlebnis
wird nur Erlittenes, eine Nötigung
in einem gekenterten Kahn!

Gerhard A. Fürst
10.2.2019

Gerhard A Fürst
Kategorien:Poesie Schlagwörter: ,
  1. Februar 12, 2019 um 9:39 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  2. Am.Selli
    Februar 16, 2019 um 7:10 pm

    Seehr schön ! 😉
    Frisches Wasser und Wissen braucht die Menschheit für ein Wieder-Neu-Werde-Bewußt-Sein !
    Alles Gute , Hoffnung und Weisheit für jeden Weiter-Schritt uns allen !
    und eine schöne Licht-Wieder-Werde-Zeit !
    😉

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