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Pazifisten

Pazifisten sind keine Diebe.
Pazifisten sind keine Dummen.
Pazifisten sind keine Unmoralischen.
Pazifisten sind keine Krummen.
Pazifisten sind keine Kriminellen.
Pazifisten sind keine Feiglinge.
Pazifisten bevorzugen nur wahrhaftig
friedlich wirkende Dinge.
Pazifisten sind unter anderem
vielleicht gelegentlich auch
besonders passionierte Poeten.
Pazifisten sind für das Geben.
Pazifisten sind für das Leben.
Pazifisten sind gegen das Nehmen.
Pazifisten sind gegen das Zerstören.
Pazifisten sind gegen das Narzistische,
das Egoistische, das Nihilistische und Negative.
Pazifisten sind gegen das Belügen und Betören.
Pazifisten sind für das Positive,
das Konstruktive, und das Kooperative…
Pazifisten sind für guten Willen…
Pazifisten wollen nur beschwichten
um alles Militante und Kriegerische,
zu befriedigen und zu stillen.
um friedliche Alternativen zu hassvollem Handeln
zu erwägen, zu sichten, und in gute Taten
zu verwirklichen und zu verwandeln.
Pazifisten sind gegen das Wahnsinnige und Willkürliche.
Leider aber fühlen sich
die kalkulierenden Kriegerischen,
die Totalitären und die Absolutisten
dadurch provoziert, irritiert, animiert
und berechtigt Pazifisten anzuprangern,
zu beschuldigen, zu befragen und zu grillen…
und sie sogar sehr wahnwitzig wild,
sehr bösartig anzubrüllen…

Nur Übeltäter benötigen Mauern…
hinter denen sie sich dann verstecken,
sicher wähnen und kauern,
Schutz und Schonung suchend hervorlugen,
sich selbst weiterhin belügend
und andere belästigend belauern
und opportunistisch, ausbeutend
zu beklauen.
Pazifisten sind aber nicht die Boshaften…
Pazifisten haben nur friedliche Botschaften…
Pazifisten sind nicht für das Vertreiben…
Pazifisten sind für Frieden in andern Ländern
damit alle die dort Lebenden
auch friedlich lebend, friedliebend verbleiben!
Pazifisten lieben das Leben.
Pazifisten lieben den Frieden.
Pazifisten lieben die Liebe.
Pazifisten sind für das Miteinander,
das Nebeneinander.
Pazifisten sind gegen das Gegeneinander.
Pazifisten lieben die Nachbarlichkeit.
Pazifisten lieben die Geschwisterlichkeit.
Pazifisten sind für die Menschlichkeit.

Gerhard A. Fürst, Poeta pacificus
Poeta incognitus et imperfectus
23.1.2019

Internetquelle der Illustration: www.muzikle.net

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: ,
  1. Martin Bartonitz
    Januar 24, 2019 um 8:18 am

    Ja, schwieriges Thema: Gutmeinende Menschen in einem auf Konkurrenz und Ausbeutung getrimmten System sorgen natürlich dafür, dass sie leichter angegriffen werden können, eben da sie sich ja nicht mit Gewalt zurückwehren. Daher schauen Menschen, die sich in diesem System mit Ellenbogenmentalität gut einzurichten wussten, herab auf Jene, die eine Transformation mit anderen Mitteln angehen wollen.

    Denken wir an Ghandi, so scheint es doch auch möglich …

  2. E. Duberr
    Januar 24, 2019 um 10:07 am

    Pazifisten sind NAIV und oft sehr feige . Schlimmer noch , sie sind große Heuchler und Schmarotzer im Frieden , denn sie leben im Frieden ohne ihn verteidigt , also verdient zu haben .Tiefer kann man nicht sinken .

  3. E. Duberr
    Januar 24, 2019 um 10:11 am

    Das Symbol der Friedenstaube könnte nicht entlarvender sein . Jeder Vogelkundler weiß , daß es sich bei den Tauben um die grausamsten Vögel überhaupt handelt .

    • Martin Bartonitz
      Januar 24, 2019 um 12:19 pm

      Interessanter Hinweis. Nach einer kurzen Recherche wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Tauben untereinander sich sehr aggressiv verhalten.

      Auch interessant dieser Kommentar zu einem Artikel, der sich mit der Taube als Friedenssymbol auseindersetz:

      Interessant ist auch die Farben-Kombi bei diesem „Vatikanischen Ritual“. Der Junge in Blau der Papst natürlich in Weiß und das Mädchen in Rot, also wieder einmal die typischen Freimaurer-Farben. Dass die Taube von der Krähe Angegriffen wurde war garantiert so geplant und soll uns symbolisch was mitteilen, was sie uns genau damit mitteilen wollen werden jedoch nur die Eingeweihten wissen. Für mich macht es den Eindruck, als soll symbolisch vermittelt werden, dass ein dunkles Zeitalter angebrochen ist, und spielt vielleicht eben sogar auf die neue faschistische Ordnung an, die ja sukzessive voranschreitet.

      Dazu der Blick auf den Artikel-Ausschnitt dazu:

  4. Januar 24, 2019 um 10:27 am

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  5. Martin Bartonitz
    Januar 24, 2019 um 11:01 pm

    Kriegsministerium. Die Staaten haben umso mehr Reibungsflächen, je mehr sie ausgebaut und dadurch differenziert sind. Mit jedem Abbau der Staaten nehmen die Reibungsflächen ab – namentlich in Bezug auf das Handelsministerium. Zwischen zwei Staaten z. B., die durch keinen Grenzzoll getrennt sind, wird sich wohl nie Gelegenheit zu ernsthaften Reibereien bieten. Solche Staaten fließen dann mehr oder weniger ineinander über. Und je mehr wir den Staat abbauen, umso mehr wird das der Fall sein. Zwei Eiskristalle mag der Wind gegeneinander prallen lassen, sie stoßen und verletzen sich gegenseitig; zwei Tautropfen, die derselbe Wind in Berührung bringt, – die gehen in Liebe ineinander über. Die Staaten sind solche verhärteten, leblosen, starren, seelenlosen Wesen, die nur in Harnisch und Panzer zum Nachbar reden können – und je mehr der Staat ausgebaut ist, umso schwerer wird der Panzer, die trennende feindliche Kruste. Handelt es sich dazu noch um einen Klassenstaat, den vor Gift strotzenden Klassenstaat, der den äußeren „Feind“ dazu braucht, um die Aufmerksamkeit des Volkes vom inneren Feind abzulenken, so werden Kriege fast unvermeidlich.

    Im Mittelalter hat es keine Kriege gegeben, einfach weil es damals keine Staaten gab. Die Völker waren zerlegt in Grundherrschaften, Grafschaften, Ritterschaften, Bistümer, Abteien, Reichsstädte, alle von geringem Umfang, und allen diesen Lebewesen lag der Gedanke fern, sich auf irgendeine Weise von den Nachbarn und der Welt abzuschließen. Grenzen im heutigen Sinne gab es nicht. Daher auch keine Reibungsflächen und keine Kriege. (Die Fehden, die der Rauflust Genüge leisteten, richteten sich gegen persönliche Feindschaft.)

    Bauen wir unsere modernen Staaten ab, so verschwinden im gleichen Maße die Reibungsflächen und Zankäpfel, und in demselben Maße, wie das geschieht, werden wir daran gehen können, uns der Atem raubenden Panzer und Rüstungen zu entledigen.

    Ich habe gezeigt, dass der innere Friede, die Zertrümmerung des vor Gift strotzenden Klassenstaates, die Voraussetzung für den Abbau des Staates ist. Eine Ordnung, die in sich gesund ist, wo es keine Vorrechte gibt, hat auch keine Feinde, auch keine Außenfeinde. Die wärmenden Strahlen der Gerechtigkeit, die ein abgebauter Klassenstaat ausströmt, bringen den Eispanzer des Völkerhasses zum Schmelzen. Sie müssen dies tun, ohne den Glauben, dass sie es vermögen, könnte ich nicht leben. Sieghaft muss die Gerechtigkeit alles, was die Völker und Menschen trennt und verfeindet, zum Schmelzen bringen. Bauen wir also unseren Staat ab, nachdem wir die Vorbedingungen für den inneren Frieden getroffen haben. Bauen wir sorglos auch das Waffenmonopol des Staates, das Kriegswesen ab. Tun wir das im Vertrauen auf die Sieghaftigkeit der Gerechtigkeit. Warten wir nicht darauf, dass andere mit dem Beispiel vorangehen. Tun wir den ersten Schritt. Wir werden es nicht bereuen. Sieghaft muss sich der Friedensgeist die Welt erobern. Wenn das nicht möglich wäre, so lohnte sich ja das Leben nicht. Traurige Tröpfe, Feiglinge, die keinen Glauben an die Menschheit hegen können, und dennoch das Leben ertragen! Weg mit den Waffen! Bauen wir ab! Weg mit dem Kriegsministerium!

    Wir hatten dem Kriegsgeist, dem Militarismus, vertrauend unsere Sache auf die Macht gestellt. Wir schufen das beste Heer, das tapferste Heer, das größte Heer. Und dieses beste, größte und tapferste Heer hat uns verraten, hat uns ins Unglück gestürzt. Sollen wir nun, da uns das große Heer nichts nützte, sondern nur schadete, ein kleines Heer an dessen Stelle setzen? Wie töricht das wäre! Nein, tun wir das nicht; ganze Arbeit wollen wir hier tun. Nützte uns das ganze Heer nichts, so wird uns das halbe noch weniger nützen. Stellen wir uns mit Entschlossenheit auf den Gedanken des gewaltlosen Friedens ein. – Weg mit den Waffen! Liebe und Gerechtigkeit gegen alle Menschen sei fortan unsere Rüstung, die feste Burg des Friedens. „Um ihre Feinde zu zerstreuen, braucht die Sonne nur zu scheinen“, sagt Hebbel. Handeln wir wie die Sonne. Lassen wir Deutschland scheinen, in Liebe und Gerechtigkeit strahlen, so werden wir alle unsere vermeintlichen Feinde zerstreuen, – ohne Heer, ohne Kriegswaffen, ohne zum Völkerhass aufzurufen und Gott um Hilfe gegen unsere „Feinde“ anzuflehen.

    Fundstelle: Der Abbau des Staates

  6. muktananda13
    Januar 25, 2019 um 5:57 pm

    Der Mensch denkt zu viel und fühlt zu wenig.
    Er macht sich zu viele Zukunftpläne, die ihn schließlich doch planlos werden lassen.
    Er wartet zu langund erwartet zu viel. Er will alles haben, doch will zu wenig sein. Er macht sich klein, beherrscht nicht seine eigenen Gedanken und Gefühle, doch will dabei über die Größe des Kosmos herrschen.
    Er sucht alles, außer sich selbst und findet alles, außer sein Selbst.

    Er kämpft um alles und sogar, naiverweise, für den Frieden, das Leben nur als Kampf ansehend.
    Stets kämpfend, kennt der Mensch keinen Frieden und auch nie wirklich Ruhe.

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