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Buch-Rezension: Agile Verwaltung – Wie der Öffentliche Dienst aus der Gegenwart die Zukunft entwickeln kann

Ich gehöre zu den Initiatoren des Forum Agile Verwaltung, einem damaligen Kreis von fünf ‚Verrückten‘, die meinten, dass es doch toll wäre,  wenn das, was schon in anderen Bereichen an neuer Arbeitshaltung mit viel Selbststeuerung doch auch in den Amtsstuben hilfreich wirken können sollte. So dass am Ende alle Beteiligten zu einem aktuelle Problem zu besseren Lösungen kommen können, besonders, wenn es mal komplexer ist.

Damit möglichst viele im öffentlich Dienst Stehende über die Möglichkeiten einer effektiveren Herangehensweise erfahren können, hatten wir als erste Maßnahme einen Blog begonnen, auf dem wir jede Woche ein oder zwei Artikel mit Beispielen und Methoden veröffentlichen. Inzwischen wird dieser rege besucht, d.h. es werden jeden Tag im Schnitt 300 Mal Artikel gelesen.

Dann hatten wir im Februar 2017 eine erste Konferenz veranstalten, an dem sich über über 40 Interessierte informierten. Aufgrund der guter Rückmeldung haben wir auch in 2018 eine Konferenz veranstaltet, mit über 90 Teilnehmern. In 2019 werden es schon 120 Teilnehmer sein.

Als dritte Maßnahme hatten wir uns entschlossen, da wir auf dem Blog schon so viel zu erzählen hatten, die wichtigsten Inhalten in ein Buch zu gießen. Unterstützt wurden wir hier auch durch Gastautoren. Nach über einem Jahr Arbeit daran, ist es nun auf dem Markt mit dem Title Agile Verwaltung: Wie der Öffentliche Dienst aus der Gegenwart die Zukunft entwickeln kann. Und ja, ich bin ein wenig stolz, da ich, kurz bevor ich auch das erst Mal Großvater werde, nun auch das erste Mal Herausgeber bin 🙂 .

Und da im Titel eine Buch-Rezension angekündigt ist: Die erste mir bekannte Rezension schrieb Matthias Jung hier. Besonders freue ich mich, da er auf einen meiner Artikel im Buch eingegangen ist:

Interessant fand ich den Hinweis von Martin Bartonitz zu unterschiedlichen Formen der Entscheidungsfindung in Teams. Entscheiden via Konsens und via demokratische Abstimmung war mir bekannt, aber im Umfeld von öffentlicher Verwaltung bringt Bartonitz auch das Entscheiden via Konsent ins Spiel. Dieses beruht im Kern darauf, nicht nach Mehrheiten oder Zustimmung zu suchen, sondern die Frage zu stellen, welche gravierenden Einwände es gegen einen vorliegenden Vorschlag gibt. Diese Methode hat den Vorteil, dass es keine „Verlierer/innen“ gibt, sondern der Widerspruch sich an einem sachlichen Einwand orientiert, der dann mit dem Ziel bearbeitet wird, den vorliegenden Vorschlag noch besser zu machen.

Und ja, es gibt Kritiker, die sagen, dass ich mit meinen Aktivitäten nur ein Sklavensystem nur noch effizienter und effektiver gestalte. Ja, das mag sein, ABER: Menschen, die sich in einer solchen anderen Arbeitsumgebung, besser Wirkumgebung wiederfinden, möchten am Ende auch vermehrt, dass sich dies auch insgesamt in der Gesellschaft, d.h. auch in der Parteienpolitik niederschlägt. Und ich hoffe, dass am Ende des Weges es leichter wird, zu einer echten direkte Demokratie zu gelangen, an den wirklich alle mitwirken können, und nicht eine fremdgesteuerte Kaste von Politikern.

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  1. Johannes Anunad
    Dezember 16, 2018 um 12:15 am

    Lieber Martin,
    der Link zur Rezension geht (bisher) leider in’s Leere…

    Der Ansatz ehrt natürlich… 🙂
    „Steter Tropfen höhlt den Stein…“
    Und viele phantasievolle Neuheiten und Ideen aller Art werden das Neue auch erschaffen…

    • Martin Bartonitz
      Dezember 16, 2018 um 11:41 am

      Oh, vielen Dank für den Hinweis. WordPress hat gerade Probleme mit der Funktion zum Erstellen von Links. Nach 10 weiteren Versuchen funktioniert er nun 🙂

  2. Dezember 16, 2018 um 9:59 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

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