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Weg vom Schuldgeld, hin zum unantastbaren Lebensgeld …

Die tiefere geistige Trennlinie zwischen politischen Parteien
verläuft nicht zwischen ‚rechts‘ und ‚links‘.
Sie verläuft zwischen Schuld und Wert.

Carsten Rachow

Vor einigen Tag hatte wir durch den ‚Zauberer von OZ‘ vom Kampf um die Geldschöpfung erfahren und das ihn die privaten Bänker bis dato gewonnen haben, und hörte dabei auch, warum es besser ist, dass die Geldschöpfung in den Händen der Bürger läge (siehe). Ich bekam nun von Carsten Rachow einen Text zur Verbreitung, in dem er sein Konzept für ein neues Geldsystem vorstellt. Sein Vorhaben ist, die SPD davon zu überzeugen, dieses Konzept zu übernehmen und damit wieder ein breite Zustimmung im Volk zu erreichen. Ich finde sein Konzept schlüssig, zumal es mit unverbrauchten Begriffen daher. Es hat was vom Gradido, das ich hier schon einmal vorgestellt hatte (siehe: »Gradido, die Natürliche Ökonomie des Lebens, ist ein Weg zu weltweitem Wohlstand und Frieden in Harmonie mit der Natur.«). Gelungen finde ich auch seine Her- und Hinleitung vom Schuldgeld zum Guthabengeld. Also wieder ab ins Regal, jedoch nicht ohne meine Skepsis auszudrücken, dass sich die Oberen der SPD nicht trauen werden, den Weg Kennedys oder Lincolns zu gehen, aber besser wäre das, oder?

Das unantastbare Lebensgeld – von CARSTEN RACHOW

Der Ur-Gedanke des schuldigen Menschen

Die Geschichte geht etwa so: Vor ca. 6.000 Jahren im alten Mesopotamien beschlossen einige Menschen, ihrem Volk zuzurufen: „Ihr seid alle voller Schuld vor den Göttern. Ihr müsst opfern. Ihr müsst den Göttern etwas geben.“

Alle nickten, denn es war klar, dass nur so die Schrecken der Natur gebändigt werden konnten. Fortan wusste der Mensch: „Ich bin etwas schuldig.“ Schnell wurden erste große Tempel gebaut (die „Zikkurat“ in Ur oder Ninive) sowie Priester, Tempelbürokratie und Tempelhierarchie erfunden. Wir Heutigen wissen davon, weil wir die alten mesopotamischen Keilschrifttafeln ausgebuddelt haben.

Zikurrat von UR – Foto: Wikipedia

Die ersten Schriftzeichen der Menschheitsgeschichte waren Schuld- und Warenverzeichnisse: Die Tempelpriester schrieben auf, wer seine Schuld vor den Göttern beglichen hatte und wer nicht. Sie legten überhaupt die Spielregeln fest (gemeinsam mit dem König) und erfanden auch den Zins (obgleich das Wort noch nicht existierte). Das Geld war noch nicht erfunden; bezahlt wurde in Naturalien (Stiere, Hühner, Weizen etc.). Konnte ein „schuldiger“ Bauer seine Schuld nicht tilgen, so wurde ihm ein Vorschuss aus den prall gefüllten Lagern des Tempels gewährt. Diesen hatte er später mit einem kleinen Aufschlag zurückzuzahlen. Konnte er das nicht, musste er Teile seines Landes an den Tempel übertragen.

Tontafeln aus Qatna, die u.a. Inventarlisten enthalten

Hier, vor 6.000 Jahren, erfanden Menschen kraft ihrer geistigen Möglichkeiten diejenigen Zutaten, die wir noch heute in unserer modernen Geldwirtschaft kennen. Vor der Erfindung des Geldes war der Schuldausgleich – und davor der Ur-Gedanke der Schuld. Der Tempel konnte Kredit geben und Zins verlangen. All das basierte auf lediglich einer gedanklichen Annahme: „Du bist den Göttern etwas schuldig.“

Erst 4.000 Jahre später, in Galiläa, kratzte sich ein junger Jude am Hinterkopf und dachte sich: „Da ist doch irgendetwas faul.“ Er erhob sich, ging nach Jerusalem zu den dortigen Tempelpriestern und sagte ihnen: „Ich bin ohne Schuld.“ (nachzulesen in der Bibel). Was meinte er damit? Meinte er, dass er ein unfehlbarer Mensch sei, der sich niemals irrte und alles richtig machen würde? Oder meinte er: „Hey, ihr Priester, was erzählt ihr denn den Leuten? Sie schulden den Göttern überhaupt nichts. Ich bin ohne Schuld.“

Tempelreinigung, Holzschnitt (1860) von Julius Schnorr von Carolsfeld – Foto: Wikipedia

Jesus kritisierte den alten mesopotamischen Ur-Gedanken der Schuld. Dieser Gedanke hatte sich in 4.000 Jahren wie eine gigantische Flutwelle ausgebreitet: Überall hatten Menschen angefangen, den Göttern zu opfern, glaubten kollektiv an ihre vermeintliche Gottesschuld und akzeptierten die herrschende Tempelhierarchie. Jesus nicht – er griff den ganzen Tempel samt Hohepriestern und den Ur-Gedanken der Schuld direkt an: „Ich bin ohne Schuld vor den Göttern. Ich muss nicht opfern. Ich muss kein Geld wechseln. Ihr habt aus dem Hause Gottes eine Räuberhöhle gemacht.“ Wie es ihm danach erging, ist bekannt …

Was Jesus nicht sagte (jedenfalls lesen wir nichts darüber), was er den Tempelpriestern leider nicht zurief, war dieses hier: „Ich bin nicht nur ohne Schuld – ich bin voller Wert.“ Hätte er diesen Hinweis auf seinen Wert zusätzlich ausgesprochen, wer weiß, wie die Menschheitsgeschichte dann verlaufen wäre. Doch dazu später mehr …

So dauerte es noch einmal 1.800 Jahre, bis sich ein anderer junger Mann namens Karl Marx ebenfalls am Hinterkopf kratzte und sagte: „Hier ist doch etwas faul. Irgendetwas stimmt hier nicht.“ Und er fing an, über den Wert des Menschen nachzudenken. „Der Mensch ist doch irgendwie wertvoll, wie kann ich das nur beweisen? An welche Größe kann ich diesen Wert koppeln, wie kann ich den Wert des Menschen sichtbar machen?“ So entwickelte er seine Arbeitswerttheorie: Der Mensch war etwas wert durch seine Arbeitskraft, sein Produktivvermögen. Das Geld, welches ihm dann zufließen sollte (in Form von Lohn), könne nur dann ein gerechter Lohn sein, wenn es an den Arbeitswert gekoppelt sei.

Fassen wir kurz zusammen:

Zuerst war der Gedanke der Schuld und des Schuldausgleichs. Der Mensch wurde nicht gesehen als „voller Wert“, sondern voller Schuld. Dann kam Jesus und meuterte: „Ich bin ohne Schuld.“ Und dann kam Marx und versuchte, den unsichtbaren Wert des Menschen durch die Bindung an die produktive Arbeitskraft sichtbarer zu machen. Wir haben also – Achtung – einen „roten“ Faden, der direkt vom alten Mesopotamien über Jesus und Marx bis hinein in die SPD läuft. Dies aber nur dann, wenn die SPD immer wieder und unbeirrbar den Menschen zuruft: „Ihr seid voller Wert.“ Sozialpolitisch folgt daraus eine demokratisch gewollte Veränderung des Geldsystems.

Politischer Exkurs:

Schon hier will ich anmerken, dass die SPD mit diesem roten Faden alle politischen Gegenargumente, die aus den christlichen Parteien kommen werden und die eine Veränderung unseres Geldwesens verhindern wollen, locker wird kontern und entkräften können. Denn schließlich war es der Jesus der Christen, der den Schuldgedanken kritisierte. Jede neoliberale Ökonomik basiert auf diesem Schuldgedanken. Die CDU wird also kaum kontern können, eigentlich müsste sie – in der Denktradition Jesu stehend – der SPD sogar beipflichten. Wenn sie dies nicht tut, muss sie einräumen, weiterhin dem alten Schuldgedanken folgen zu wollen. Eine christliche Partei aber, die Menschen weiterhin für schuldig erklärt, obwohl Jesus genau das bestritt, kann von der SPD geistig leicht besiegt werden. Alles, was die SPD dazu lernen muss, ist die Entwicklung einer „Sprache des Wertes“. Damit gebe ich der SPD ein argumentativ unschlagbares Gedankengebäude an die Hand.

Von der Schuld zum Wert: Was wäre gewesen, wenn …

… damals in Mesopotamien die Priester eine andere Geschichte erzählt hätten? Stellen wir uns einmal vor, sie hätten statt einer Schuld-Geschichte eine Wert-Geschichte erzählt. Dann wäre vielleicht diese Story zu hören gewesen:

„Hey Leute, wir haben gerade mit den Göttern telefoniert und jetzt haben wir eine tolle Nachricht für euch: Ihr schuldet den Göttern nichts. Im Gegenteil: Ihr seid alle voller Wert. Die Götter haben euch unermesslichen Wert schon mitgegeben.“
„Prima“, würde dann das Volk gedacht haben, „dann brauchen wir ja auch nicht mehr zu opfern, dann brauchen wir ja dem Tempel nichts mehr zu geben.“

„Richtig“, würde der Tempel ergänzen, „statt regelmäßig Stiere und Tauben und Weizen an den Tempel abzuliefern, sollt ihr jetzt etwas vom Tempel bekommen. Die Götter wollen, dass wir etwas an euch auszahlen, quasi als Symbol für den Wert, den ihr alle schon habt. Wir Priester sollen uns einfallen lassen, wie wir wenigstens einen Teil dieses göttlichen Wertes symbolisch an euch weiterreichen …“

Tja, und spätestens an dieser Stelle wäre diese schöne, rein geistige Wert-Geschichte in der realen Welt steckengeblieben. Selbst dann, wenn die alten Priester diesen anderen Ur-Gedanken verkündet hätten, selbst dann, wenn sie „Wert“ statt „Schuld“ gerufen hätten, woher wollten sie all die Stiere, Ochsen, Hühner und Tauben nehmen, die sie symbolhaft gerne hätten auszahlen wollen? Das Geld war schließlich noch nicht erfunden und sie konnten ja Stiere und Weizen nicht aus dem Nichts erschaffen …

Wir Heutigen können das. Wir erschaffen tatsächlich „Stiere aus dem Nichts“, denn wir schöpfen Geld aus dem Nichts – und folgen dabei unverändert dem uralten Schuldgedanken: Jedes aus dem Nichts geschöpfte Zentralbankgeld (wie auch das von Privatbanken geschöpfte Giralgeld) wird in Form einer Schuld weiterverteilt, als Kredit. Wie damals die alten Priester die vermeintliche Gottesschuld erst geistig erfinden mussten und sie dann an das Volk verteilten, verteilen auch wir heute noch über die Notenbanken immer nur eines, nämlich Schuld. Unser Geldsystem ist ein sehr ausdifferenziertes Schuldenverteilungssystem: Die Banken melden ihren Geldbedarf bei der Zentralbank an, diese erschafft aus dem Nichts das benötigte Geld und reicht es als Kredit weiter an die Banken. Diese setzen dann das Kreditspiel fort und verleihen es an kreditwürdige Schuldner. Die Geschäftsbanken prüfen dabei nicht deinen Menschenwert, deine Würdigkeit, sie prüfen nur deine Kreditwürdigkeit.

Was wir noch immer nicht verteilen, ist Wert. Obwohl wir es heute technisch könnten, verteilen wir noch immer nicht einen Teil dieses Menschenwertes in Form von Geldsymbolen an eben diese wertvollen Menschen. Ich ermutige die SPD daher, sich in direkter Linie mit Jesus und Marx für eine Befreiung der Menschen von diesem Schuldgedanken einzusetzen.

Vom Ur-Gedanken der Schuld hin zum Gedanken des Wertes – es ist diese geistige Weiterentwicklung, die ich von der SPD erwarte. Was Jesus begonnen hatte, als er seine Schuld vor den Göttern bestritt und was Marx versuchte, an den Arbeitswert des Menschen zu koppeln, kann und muss von Sozialdemokraten beherzt aufgegriffen und weiterentwickelt werden. „Du bist voller Wert“ – dieser moderne Weckruf muss endlich erklingen und gesellschaftspolitisch gelebt werden. Die Menschen warten darauf; sie sind durstig.

Die SPD muss begreifen: Sozialpolitik ohne die Unterstützung einer Geldpolitik des Wertes ist letztlich relativ wertlos, da alle Sozialtransfers der Gegenwart aus einem schuldenbasierten Geldsystem bezahlt werden. Es ist eine ökonomische und geldtheoretische Unredlichkeit zu behaupten, „Geld sei positiv erwirtschaftet“ worden und es könne „nur verteilt werden, was zuvor erwirtschaftet wurde“ – denn auch das erwirtschaftete BIP basiert auf Schulden. Verteilt werden stets nur Schuldverhältnisse, mehr nicht.

Die gesamte im Einsatz befindliche Geldmenge M3 besteht zu 100% aus monetarisierten Schulden. Zu Beginn jeder Geldschöpfung steht das Schuldverhältnis. Jeder Euro wird als Kredit in den Geldkreislauf eingespeist. Der erste Buchungssatz auf der Aktivseite bei der EZB lautet: „Forderung aus Kredit an Bank“. Was wir zukünftig brauchen, ist ein ergänztes, ein im wahrsten Wortsinne „bereichertes“ Geldsystem, welches auf dem Gedanken des Menschenwertes aufbaut und in symbolhafter Weise einen kleinen Teil dieses Wertes monetarisiert – und an die Menschen auszahlt. Hierauf muss sozialdemokratische Politik zielen.

Die Geldpolitik der Zukunft wird also nicht nur Schulden in den Geldkreislauf einspeisen, sondern zusätzlich positive Werte, mithin „Guthaben“. Technisch wird dazu kein neues Geld benötigt. Es genügt, einen Teil der bereits erschaffenen Geldmenge M3 „umzuwidmen“ und neu zu verbuchen. Im Ergebnis werden Schulden verwandelt in Wertguthaben – und diese können dann ausgezahlt werden. Was den alten mesopotamischen Priestern nicht möglich war, ist den modernen Priestern leicht möglich …

Im Geldsystem der Zukunft sollen also nicht nur ausschließlich Schulden erschaffen und verteilt werden, sondern auch Guthaben. Der moderne Tempel (die EZB) ist technisch fähig, aus dem Nichts ein Guthaben zu erschaffen, welches von Staaten und Menschen abgerufen werden kann. Nicht als Kredit, nicht als Last, sondern als Anerkennung ihres Wertes „vor den Göttern“, als vitalisierende Lebenskraft. Geld wird damit teilweise zu symbolhaftem Blut, zu einer fließenden Lebenskraft. Wie die Farbe des Blutes rot ist, muss daher auch die Geldpolitik der Zukunft „rot“ werden. Wird sie das nicht, bleiben wir alle stecken in einer Schuld, die es gar nicht gibt.

Ich werde nun zeigen, welche geistigen Veränderungen und Verbesserungen nötig sind, damit die SPD zu der kraftvollen Stimme des Wertes werden kann, auf die die Welt seit 6.000 Jahren wartet.

Die Würde des Menschen ist unantastbar und gleichwertig.

Deklaration der Menschenrechte 1789 – Mit dem Allsehenden Auge der Geheimlogen

Am 10.12.1948 geschah etwas Großes: Erstmalig in ihrer Geschichte verkündeten Menschen mit den Allgemeinen Menschenrechten („UN-Charta“), dass der Mensch von Geburt an einen inneren Wert habe, dass er wertvoll sei und dass alle Menschen gleichen Wertes seien. Diese „Gleichwertigkeit“ des Menschenwertes ist extrem wichtig und darf nicht verwechselt werden mit „Gleichheit“.

Ebenfalls 1948 schrieben die Deutschen ihre neue Verfassung auf. Im Angesicht der grauenhaften Schrecken der Nazi-Diktatur sollte eines nie wieder passieren: Die Würde eines Menschen sollte nie wieder angetastet werden können – von staatlichen Stellen. Die Deutschen erklärten die Würde für „unantastbar“. Sie erklärten sie nicht für „gleichwertig“. Artikel 1 regelt die unantastbare Würde, Artikel 3 die Gleichheit vor dem Recht: Alle Männer und Frauen sollen vor dem Recht gleich sein. Gleichheit vor dem Recht bedeutet nicht zwangsläufig, auch gleichen Wertes zu sein. Die deutsche Verfassung ist hier nicht klar genug. Ihre Würde ist zwar unantastbar, doch ist sie deshalb auch bei allen Menschen gleichen Wertes? Theoretisch könnten wir aus der deutschen Verfassung auch eine Menschenwürde ableiten, die als ungleichwertig gedeutet werden könnte. Vor dem Angesicht des Rechtes würden dann auch diese nun ungleichwertigen Menschen nach gleichen Rechtsmaßstäben behandelt werden können.

Nur in der UN-Charta wird klar gesagt, dass alle Menschen „gleichwertig“ sind. Ich fordere daher die SPD auf, immer wieder auf eine entsprechende Ergänzung und Klarstellung der deutschen Verfassung zu drängen. Selbst wenn sich eine Verfassungsänderung politisch nicht durchsetzen ließe, so wäre allein die öffentliche Diskussion darüber ein enormer Zugewinn für die SPD: Nur sie würde einfordern, dass wir alle „gleichen Wertes“ sind. Und Millionen Menschen würden aufmerksam zuhören, denn diese Forderung hätte gesellschaftspolitische Konsequenzen und würde die realen Verhältnisse massiv beeinflussen, da die SPD eine neue Geldpolitik anstreben würde.

Von Jesus zu Marx zur SPD – ich sagte ja, dass es hier einen roten Faden gibt. Die Botschaft ist die Sichtbarmachung des unsichtbaren Menschenwertes in der realen Welt. Geistig hat es fast 6.000 Jahre gedauert, bis allein dieser Gedanke aufgeschrieben werden konnte – nun muss er sukzessive in gesellschaftliche Formen transferiert werden. Das mächtigste Gesellschaftssystem, welches wir heute kennen, ist das Geldsystem. „Geld regiert die Welt“ – doch genau hier, in diesem System, regiert noch immer die alte Schuld-Idee. Es wird Aufgabe der SPD sein, den unermesslichen inneren Menschenwert, den Jesus und Marx erahnten, in symbolhafter Weise zu monetarisieren. Ohne eine Geldpolitik des Wertes bleibt andernfalls jede Sozialpolitik ein relativ wertloses Bemühen.

Menschenwert, Arbeit, Einkommen und neue Geldpolitik

Der moderne Tempel soll „gutes“ Geld auszahlen. Um das zu können, wird eine „Wertbindung“ des Geldes benötigt. Früher erfolgte diese Wertbindung des Geldes durch Hinterlegung von Silber und Gold. Diese Wertbindung ist mittlerweile entfallen. Der Wert des modernen Geldes ist nur noch an den kollektiven Schuldgedanken sowie an die Wirtschaftskraft eines Landes gebunden. Die Notenbank steuert den Geldfluss hauptsächlich mit zwei Größen: mit der Geldmenge M3 und ihrer Relation zum BIP, zur Wirtschaftskraft eines Landes.

Die SPD wird nun eine zusätzliche und vollkommen neue Wertbindung des Geldes fordern: „Wir wollen den Wert des Geldes direkt an den unermesslichen Wert des Menschen binden.“ Ein „höherer“ Wert als diese Bindung an den Menschenwert ist geistig kaum denkbar, denn der Menschenwert hat eindeutig spirituellen Charakter. Gut so: Je höher ein Wert hängt, desto schwerer kann er politisch attackiert werden. Auch der Schuldgedanke war religiös-spiritueller Natur und hatte die Kraft, sich 6.000 lange Jahre zu halten …

Die EZB zahlt dann an jeden Menschen lebenslang Geld aus. Sie wird von einem Schuldverteiler zu einem Guthabenverteiler. Wie hoch dieser Geldbetrag ist, muss gesellschaftlich vereinbart werden. Die wesentlichen Eckdaten zur Berechnung einer angemessenen Höhe sind vorhanden. Und die dafür benötigte Geldmenge M3 ist ebenfalls schon erschaffen. Schönerweise war es eine SPD-geführte Regierung unter Kanzler Schröder und Finanzminister Eichel, die völlig ahnungslos und unbewusst diejenigen monetären Voraussetzungen geschaffen haben, die uns heute sehr hilfreich sein werden.

Die von rot-grün damals gewollte Liberalisierung der Finanzmärkte hat zu einer enormen Ausweitung der Geldmenge geführt – und damit zu einer enormen Schuldenausweitung (anders geht es auch nicht innerhalb dieses Geldsystems). Vor der Liberalisierung hatte die Geldmenge ein bestimmtes Verhältnis zur Wirtschaftskraft BIP – nach der Liberalisierung war dieses Verhältnis „explodiert“. Plötzlich waren riesige Mengen an Geld („Liquidität“) in der Welt, ein Vorgang, der geldtheoretisch bis dahin niemals hätte begründet werden können. Seien wir dankbar, dass es doch passierte: Denn die riesige Geldmenge, die heute zirkuliert, reicht bequem aus, um einen Teil davon umzuwidmen in Guthaben.

Die SPD kann sich bei Schröder und Eichel bedanken: Ohne ihre Liberalisierung würden die Gegner einer neuen, wertebasierten Geldpolitik sofort auf die Gefahren einer Geldmengenexplosion und damit auf eine Hyper-Inflation hinweisen. Doch mittlerweile haben wir diese Explosion erlebt – ohne Inflation, ohne kollabierende Gütermärkte. Wir wissen also, dass eine explodierte Geldmenge unter bestimmten Bedingungen keinen wirtschaftlichen Schaden anrichtet. Nun gilt es, diese bereits erschaffene Geldmenge zu nutzen und sie teilweise „umzubuchen“ in auszahlbare Guthaben.

Nach meinen ersten Berechnungen könnte in Deutschland ein Betrag von monatlich 2.000,- € völlig problemlos an jeden Bürger ausgezahlt werden. Weder müsste dafür die Geldmenge erhöht noch müssten zusätzliche Schulden gemacht werden. Geldpolitisch noch weniger problematisch wäre es, wenn politisch entschieden würde, dass der volle Betrag erst ab dem 16. Lebensjahr abgerufen werden kann. Vorstellbar wäre eine prozentuale Staffelung nach Lebensjahren: Beginnend mit der Geburt würden bis zum 16. Lj. alle 4 Jahre jeweils 25 % abgerufen werden können.

Die neue und dringend benötigte geistige Koppelung des Geldes an den Menschenwert setzt die geistige Entkoppelung des Geldes von der Arbeit voraus. Marxs Versuch, den unsichtbaren Wert des Menschen über seine Arbeitskraft sichtbarer zu machen, war einerseits ein Fortschritt, andererseits reduzierte er damit den Menschenwert auf seinen Arbeitswert. Die SPD darf diese „Verengung“ des Wertebegriffes nicht weiter stützen. Sie kann sich dabei auf die UN-Menschenrechtscharta berufen: Der Mensch ist schon von Geburt an voller Wert, nicht erst dann, wenn er arbeitet. Die Geldpolitik der Zukunft soll kein Geld an den Menschen auszahlen, weil er zur Arbeit fähig ist, sondern weil er Mensch ist.

Die SPD wird dann geistig eine zweite Entkoppelung vornehmen müssen: Zur vollen Freilegung des Menschenwertes muss dieser Wert nicht nur befreit werden von dem Gedanken der Arbeit, er muss auch befreit werden von dem Gedanken des Einkommens. Beide Begriffe sind so eng miteinander verbunden, dass jeder Mensch, der an Arbeit denkt, auch an Einkommen denkt, und denkt er an Einkommen, denkt er an Arbeit. Warum? Weil „das Blut des Lebens“, also der stete Zufluss von Geld, geistig direkt verbunden ist mit Arbeit und Einkommen. Doch diese geistigen Verbindungen sind kein Naturgesetz, sondern wurden von Menschen konstruiert. Diese Bindungen müssen zuerst geistig und dann gesellschaftspolitisch gelockert werden. Die Zentralbank der Zukunft zahlt dann keinen Kredit aus, sie zahlt auch keinen Lohn aus, sie überweist keinerlei Einkommen – sie zahlt einen Teil desjenigen Wertguthabens aus, welches jedem Menschen innewohnt.

Deshalb darf die SPD kein „bedingungsloses Grundeinkommen“ fordern. Zwar deuten diese Begriffe in eine scheinbar völlig neue Richtung, doch da dieser Geldfluss an Bürger unverändert an die „alten“ Begriffe Schuld, Arbeit und Einkommen gekoppelt ist, bedeutet dieser Geldtransfer nur die Fortsetzung des alten Schuldenspiels in neuen Gewändern. Für den politischen Gegner ist es ein Leichtes, hier zu obsiegen: Er braucht nur von der sozialen Hängematte und den vielen arbeitsfaulen Menschen zu reden, und schon ist die SPD mit einem solchen Grundeinkommen gescheitert. Stellt er noch die Frage, wie das finanziert werden soll, ist der Drops gelutscht. Denn natürlich müsste ein solches Grundeinkommen über Kredite finanziert werden …

Solange die SPD sich gedanklich auf diesem „sumpfigen“ Spielfeld bewegt, wird sie von den ökonomischen Sachzwängen sozialpolitisch beschränkt. Dieses Spielfeld ist, wie ich gezeigt habe, das des scheinbar schuldigen Menschen und das einer zu 100% kreditbasierten Geldschöpfung und anschließender Geldverteilung. Man kann dieses Spielfeld guten Gewissens auch als „neoliberale Ökonomie und Geldtheorie“ bezeichnen. Die geistige Kunst besteht darin, dass neoliberale Spielfeld selbst zu erweitern und es dadurch zu verlassen – und dann die erste Partei zu sein, die sich auf dem neuen Gelände bewegt. Dies gelingt, wie skizziert, wenn die SPD neu denkt und sich geistig von der Schuld hin zum Wert bewegt.

Erst dann kann sie das begründen, fordern und finanzieren, was ich in Anlehnung an die unantastbare Menschenwürde und an die Gleichwertigkeit aller Würde das „unantastbare Lebensgeld“ nennen möchte.

Das unantastbare Lebensgeld

Ich wähle meine Worte sehr bewusst. Das neue Wort vom „unantastbaren Lebensgeld“ ist eine sprachliche Neuschöpfung, der eine geistige Neuschöpfung vorausging. Ich bitte darauf zu achten, dass keine der innerhalb des alten Spielfeldes benutzten Begriffe wie Schuld, Kredit, Arbeit oder Einkommen berührt werden. Exakt das meine ich, wenn ich von einer „Entkoppelung“ bestimmter Werte oder Begriffe rede.
Das unantastbare Lebensgeld (kurz: ULG) ist inhaltlich völlig befreit von Schuld, Kredit, Arbeit oder Einkommen. Es ist nicht mehr an diese alten Begriffe gekoppelt. Seine Kraft gewinnt das ULG alleine aus der Menschenwürde und aus seiner Bindung an den unermesslichen Wert des Menschen, ein Wert, den wir endlich nach langen und harten 6.000 Jahren in allen Menschen als „gleichwertigen“ Wert erkannt haben.
Dieser allen Menschen innewohnende, unsichtbare und zugleich unbegrenzte Wert soll nun durch das ULG symbolisiert werden. Niemand weiß, woher dieser Menschenwert kommt; scheinbar kommt er aus dem „Nichts“ – und deshalb muss auch sein symbolhafter Ausdruck in Form von Geldeinheiten aus dem Nichts kommen. Damit sind wir bei unseren Noten- oder Zentralbanken: Sie sind es, die demokratisch legitimiert Geld aus dem Nichts heraus erschaffen dürfen – und deshalb können sie auch das ULG erschaffen.

Die Verwandlung von Schuld in Wert beginnt dabei mit der ersten Verbuchung: Statt wie bisher einen Geldbetrag als Kredit zu verbuchen (und damit eine Forderung zu begründen), soll nun ein Geldbetrag als „Guthaben“ verbucht werden. Die Auszahlung dieses ULG-Guthabens vollzieht sich dann buchungstechnisch exakt so wie jede Auszahlung aus Guthaben heraus. Die EZB könnte die ULG-Guthaben, die sie erschafft, sogar als „Eigenkapital“ ausweisen – juristisch würde dann jeder Mensch Miteigentümer der EZB. Auch hier also nichts grundsätzlich Neues, denn schon heute gehört die EZB den EU-Mitgliedsstaaten und damit dem Volk.

Auf nationaler Ebene würde ein Staat wie Deutschland nun keine Schulden machen, wenn diese ULG-Guthaben abgerufen und ausgezahlt würden. Die schon bestehenden Geldverteilerstationen, also die Bundesbank und alle Geschäftsbanken, könnten das ULG an die Menschen verteilen. Das böse Image der Banken könnte sich wandeln: Banken würden „Auszahler von Lebensgeld“ werden. Welch‘ ein Aufatmen bei den vielen Menschen, die in den Banken arbeiten und ebenso fürchten, morgen arbeits- und geldlos auf der Straße zu sitzen. Mit dem ULG werden auch sie in die Lage versetzt, angstfreier leben zu können.

Plötzlich wäre auch jeder Mensch ein kreditwürdiger Mensch. Nichts liebt die Bank mehr als den Beamten, der einen Kredit möchte. Warum? Sind die investiven Ideen eines Beamten besser als die anderer Menschen? Ist sein unternehmerischer Weitblick besser? Was macht den Beamten kreditwürdiger als den Freiberufler? Die Antwort ist simpel: Die Bank weiß, dass dem Beamten lebenslang Geld zufließen wird, denn der Staat bezahlt ihn, also wir alle. Eine bessere Sicherheit gibt es kaum. Es ist allein der gesicherte Zufluss an Geld, der den Kredit besichert. Exakt diese Sicherheit hätten nun alle Menschen, da ihnen lebenslang ihr ULG zufließen würde. Die Folge könnte nicht nur ein deutliche Konsumbelebung sein (die Leute würden ihr Geld nicht groß sparen, sondern ausgeben, weil sie ja wissen, dieses Geld fließt stetig …), sondern auch eine erhöhte Kreditnachfrage.

Das ULG belebt nicht nur den Menschen, sondern auch die von Menschen gebildeten Gemeinschaften. Wir könnten eine angstfreiere Gesellschaft aufbauen. Krankheiten würden nachlassen. Menschen hätten eine Zukunft, könnten aufatmen. Die Konjunktur würde belebt. Das BIP würde steigen. Und die Sozialausgaben des Staates würden sinken(!), weil mit dem ULG viele Sozialtransfers überflüssig werden. Bürokratien könnten abgebaut werden.

Die unverständliche Komplexität des deutschen Sozialversicherungs- und Steuerrechts liegt wie eine schwere Last auf den Bürgern. Beide Bereiche könnten erheblich verschlankt werden. Beide Bereiche unterdrücken heute diejenigen, denen sie eigentlich helfen wollen. Nichts ist ungerechter als ein System, welches nicht verstanden wird. Dann braucht man Experten („Steuerberater“) und schon wieder ist man abhängig.

Das ULG wird diese Bereiche verändern.

Die SPD könnte sich kein besseres Gesellschaftsprojekt wünschen. Das unantastbare Lebensgeld hat die Kraft, Menschen in ihren Herzen zu berühren und die Gesellschaft zu verändern. Von Schuld hin zum Wert, von Jesus über Marx hinein in eine bessere Zukunft – das ist, was die SPD begehren, verkünden und leisten sollte.

Allein in Deutschland warten etwa 25,0 Mio. Menschen auf diesen sozialdemokratischen Weckruf …

  1. muktananda13
    November 13, 2018 um 9:23 pm

    Ihr seid hierzu im Irrtum…
    Als Jesus sagte, er sei ohne Schuld, meinte er das Karma- den spirituellen Wirbel der Ursache und Wirkung, die geistige Anhäufung eigener Ladungen, die alle Verkörperungen verursachen und verfolgen.
    Er sei ohne karmische Folgen, karmalos – ganz ohne geistige Ladung.Pur, rein, ursach- und wirkungslos.Reines Bewusstsein. Er meinte keineswegs die materielle Schuld, sondern die absolut geistige.

    Dass ihr dies verwechselt, ist ja ersichtlich.

  2. November 13, 2018 um 10:11 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  3. E. Duberr
    November 13, 2018 um 10:22 pm

    Lt. Matthäus sagte Jesus : WER DA LEIHET , DER FORDERT NICHT ! Das ins eines der stärkste Zinsverbote überhaupt .
    Aber nun zum Versuch , der SPD etwas vorschlagen zu wollen wie ein anderes Geldsystem . Das hieße den Bock zum Gärtner machen zu wollen . Merkt der Vorschlagende nicht , wie blödsinnig das ist ? Die SPD wurde gegründet , um genau das zu verhindern , gegründet um die Massen zu betrügen und wahrscheinlich auch finanziert von den ewigen Rothschilds ( Rothschild = Rote Fahne ) . Man kann es kaum noch aushalten , so bescheuert ist es . Das typische Betrugsmanöver der SOZIS . Sozialismus= das Geschäft mit der Lüge. BRRRR

  4. November 14, 2018 um 7:56 pm

    Danke Martin für Deine guten Artikel. Ich habe viel von Dir und Deinen Artikeln gelernt. Auch, dass ich diese Ansichten, die ich oft schon erarbeitet hatte, deutlich unterstreiche und weitertrage. Du vermittelst mir diese Sicherheit. Wenn ich nur an die Schule oder die Anarchie oder eben dies hier denke. LG Tante Jutta 🙂

  5. November 14, 2018 um 7:59 pm

    Muktan, ich denke, das ist außen wie innen. Geht Hand in Hand. Wir sind nicht getrennt, sondern miteinander verbunden, die Zellen wissen, was wo anders im Körper geschieht und die Schulden sind karmisch wie im Außen nicht natürlich, sondern ein grausames Spiel mit uns allen.

  6. Fluß
    November 14, 2018 um 10:19 pm

    Ja, genau: Ursache und Wirkung: KAU-sa-li-TAT.

    Im Holo-Caust steckt das wORT Kau wie auch bei KAU-salität.

    Causa heißt Haus (babylonische Spracheverwirrung – spRACHE).

    Es geht also um Kaun und du kaust und ein Holo davor und schon wurde ein neues wORT kreirt. Von wem eigentlich? Ist ja ein *Schuld-wORT als Prägung/DEFI-nition.

    Hier wird’s Wort Holofeeling erklärt:
    http://kabbala-info.net/deutsch/holofeeling/index.htm

    Und hier Infos über Frau Haverbeck, die keine bezahlten Demonstranten hat:
    https://bumibahagia.com/2018/11/13/bielefeld-ausnahmezustand-10-11-2018-frau-ursula-haverbeck/#comment-109925

    https://www.tag24.de/nachrichten/bielefeld-nazi-aufmarsch-gegendemo-demonstrationen-rechtsextremisten-polizei-sperrungen-stadt-859256

    Die bezahlten, evtl. auch noch ausm Bundestopf, kauen also aufm Wort Holo rum und schicken dafür alten Menschen in den Knast. Sie hat niemanden angekreidet, noch getötet.
    Und sie ist kein National-Zionist, das ist die Bedeutung von Nazi. Leute babbeln nach, Spezielll Musiker und Schauspieler. Dürfen ja sonst nicht auftreten. Meinungs-Freiheit ade.

    Ursache und Wirkung sind ersichtlich, wo Wahlbetrug wie in Frankfurt nicht geahnet wird.
    Und Ausländer werden auch noch instrumentalisiert. Wieviele von denen haben im Altenheim Kreuzchen gemacht? Grüne… Parteien leben da von Wählerstimmen über Ausländer, die fälschen. Die Ausländer, die auch noch mehrere Identitäten haben.
    Multivitamin für bestimmte Politiker-Kreise. Alles vom Steuergeld finanziert. So sieht die Geld-Karrierei aus, ein Beruf ist es ja nicht und Berufung gibt’s nur vor Gericht.
    Frankfurt am Main, die Banken und Drogen-Stadt. Nun ist es auch noch die Wahlfälscher-Stadt. Gleichgesetzt mit Geld-Fälschung. Da wurden Stimmen geschätzt. V.Lengsfield schrieb neu, da wird was rollen. Mal schaun, was. Bordell-Stadt ist es ja eh.

    • Fluß
      November 15, 2018 um 10:42 am

      Auf dem einen Plakat bei der Demo ist ein Symbol mit Mülleimer.
      Nur in D wird geahndet, nirgendwo sonst wegen diesem Symbol. Warum wohl?
      Selbst das Nato-Zeichen beinhaltet die Swastika in sich. Und aufm Dach sind die Vril-Blitze als S.
      Und bei Raumschiff Enterprice, der neuen Serie ohne Kirk, geht es ums Symbol.
      Hensler gab dem Becker ne Hitler.Parodie. Hat keinen jejuckt.
      Heißt, die Inquisatoren kommen von überall her, aber nur un D ist Symbolik verboten.

      D ist in einer Symbol-Phobie gefangen.
      Und die *Ausländer“ werden instrumentalisiert, daß diese Phobie unterstützt wird.

      Noch was anderes: Thema Schuld einbleuen. Gestern lief ein Film über Mollath. Jetzt hab ich ja erst verstanden, daß er die Steuerverschleppung ankreidete. Seine damalige Frau hatte Leute beraten in der Sache. Kein Wunder, wenn dann alle die Schotten dicht machen. Das Gericht ist ja mit im materiellen System beteiligt.Fiat Money, Petro-Dollar.

      Übrigens ist de Frau an Krebs gestorben. Sie hatte nen anonymen Geldspender, bevor sie starb. Vor dem Tod bot sie gegen Geld Theta-Healing-Arbeit an. Also Gehirnwellen-Arbeit in den Theta-Wellen. In den Wellen sind Kinder sehr lange im Wachbereich. Die Schule will Probleme und eintrichtern, deswegen sind da eher die Betawellen. Konz. auf Hitler, Religionen usw. Alleine deswegen schon braucht es schon keine Schulpflicht für deutsche.

      Und hier noch NRW usw., also auch Bielefeld, wo die Demo für Frau Haverbecks Geburtstag und Freilassungs-Pflicht stattfand.
      https://www.journalistenwatch.com/2018/11/15/kalifat-nrw-clans/

      All das will Heiko Maas, indem er Hass sprüht. Mit Steuergeld finanziert:
      https://vera-lengsfeld.de/2018/11/15/das-zensurgesetz-des-heiko-maas-traegt-seine-giftigen-fruechte/#more-3721
      Blogschließung. Gehetzter, geschaßter Mann erzählt die Wirkungs-weise des Anwalts Maas.

  7. November 15, 2018 um 11:52 am

    Ohje! 😀

  8. Fluß
    November 15, 2018 um 11:12 pm

    https://www.raum-und-zeit.com/cms/upload/Newsletter/rz_newsletter_181.pdf

    Da gehts um Mollath und Frau und Schwarzgeld und Theta-Healing …

  9. Johannes Anunad
    November 16, 2018 um 1:19 am

    Ich finde es faszinierend, mit welcher Rafinesse, Gedankenverdrehungen und Eloquenz hier ein im Grunde eben nach diesen Ausführungen über 6.000 Jahre altes Paradigma mit schönen Worten weiter ums Überleben kämpft: GELD. Zur Klarstellung: Ich greife hier nicht den Autor an – er schreibt lediglich nieder, was ich als Zeitgeist kenne und auch selber beschreibe. Ich verteufele auch nicht das GELD. ABER: Wir können (noch) anders wählen!

    Zunächst die Gretchenfrage: Wollen wir lieber das kleinere Übel – oder etwas wirklich NEUES wählen??? Ganz konkret: WAS ändert sich denn wirklich, wenn es „Gratisgeld“ gäbe? Wenngleich schuld(en)- und zinsfrei? Das übrigens wird den Kryptowährungen ja ebenfalls nachgesagt – und obendrein der Vorteil der dezentralen „Wertschöpfung“…
    NICHTS ändert sich letztlich am Prinzip: Die Menschheit verbleibt weiterhin im Paradigma, dass alles etwas „kostet“, alles einen „Wert“ hat – auch der Mensch übrigens 😉 – der weiter in Geld ausgedrückt werden muss. IST DAS NATÜRLICH??? für mich: NEIN: Es ist lediglich Gehirnakrobatik, was ich hier gelesen habe – die ich selber allerdings ebenfalls früher einmal absolvierte… und dafür UBUNTU, den Gradido, alle möglichen Regionalwährungen und Zeitkonten, das „Informationsgeld usw. studierte. Es bleibt letztlich überall beim beWERTen!

    Ich lade alle Leserinnen und Leser dazu ein, sich einmal selber zu prüfen, ob sie in der Lage sind, einem anderen Paradigma zu folgen: Der Bedingungslosigkeit des eigenen Selbstausdrucks. Im Vertrauen darauf, dass sie ein Grundrecht auf Leben haben – wie die ganze Natur übrigens – für das NICHTS bezahlt werden muss. Wo NICHTS verlangt wird, erwartet wird – weder von ihnen selber von anderen, noch von allen Anderen ihnen gegenüber… und dass ALLE anderen Menschen, einige früher, andere etwas später, dazu ebenfalls in der Lage sind, weil es ihrer Grundnatur entspricht, sich bedingungslos auszudrücken in ihrer eigenen Art und dafür von ihrer Mitwelt Anerkennung zu genießen: WERTSCHÄTZUNG also statt beWERTung.
    UNMÖGLICH??? eben: Genau deswegen gibt es das Geld und wird es auch in diesem Artikel erneut verargumentiert – als angeblich unabdingbare „Organisationserfordernis“ gewissermaßen, damit Gesellschaft funktioniert.

    Am Ende, als letztes Angebot, werden wir es sogar gänzlich geschenkt bekommen, das Geld, von „Denen“… damit wir noch etwas weiter mitspielen in dem alten BEWERTUNGPARADIGMA, während die heutige Erwerbsarbeit zu quasi 100% von Maschinen und Robotern erledigt wird. Nebenbei: Solche Prognosen werden von namhaften „Futuristen“, die Großkonzerne und Regierungen beraten, schon längst gemacht – und der Zeithorizont ist nur wenige Jahre weit entfernt… Ich schrieb kürzlich auch darüber.

    ODER: Wir wechseln jetzt schleuigst das Spielfeld und besinnen uns endlich darauf, dass es an uns liegt, NUR an uns, ein Leben zu führen, das OHNE Bewertungen auskommt; ein Leben, in dem wir lernen und leben, was uns eigentlich ausmacht, nämlich was unser ureigener Ausdruck ist… und diesen Ausdruck, als „Gemeinwohlleistung“ der neuen Art, bedingungslos unserer Mitwelt zur Verfügung stellen, weil es „nur“ Ausdruck ist… also unsere NATUR – wie es die gesamte Natur schon immer macht…

    Es klingt radikal und wird heftigen Widerspruch auslösen – weil wir neben zallosen Glaubenssätzen ein sehr fundamentales Fehlprogramm in uns tragen: EXISTENZANGST! Da klingeln alle Alarmglocken! Dabei ist dieser Gedanke nur „natürlich“. Unser „menschliches“ Verhalten der letzten tausende von Jahren ist „unnatürlich“ und wir sollten alle Anstrengungen unternehmen, es unverzüglich zu heilen und damit zu überwinden – unseren unreflektierten Glauben an ein unausweichliches Bewerten, an WERT aller Art…

    Schon 2012 schrieb ich einige Gedanken dazu: „Was wäre, wenn Geld, Handel und auch Tauschen keine Optionen mehr darstellen würden für menschliches Miteinander?“ Wir wären endlich frei, wenn wir es wirklich erfassen, um was es dabei get: Das neue Paradigma würde nämlich lauten: „Es steht alles Benötigte im Übermaß zu Verfügung! Als kollektiver SELBSTAUSDRUCK und bedingungslos. Nutzt es in Dankbarkeit und verteilt es verantwortungsvoll – zum Wohle Aller!“

    Namaste
    Johannes Anunad

    • Martin Bartonitz
      November 16, 2018 um 8:45 am

      Lieber Johannes,

      vielen Dank für Deine wichtigen Gedanken (ich tippte schon wieder ‚wertvollen Gedanken‘). Ich habe Deinen Text nochmals nach vorne gestellt, siehe.

      Herzliche Grüße
      Martin

  1. November 16, 2018 um 8:15 pm
  2. November 16, 2018 um 8:16 pm

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