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Fließendes Geld für eine gerechtere Welt …

Zins bringt Geld prinzipiell immer dahin , wo es schon ist, und nimmt es dort weg, wo es fehlt
Günther Moewes

Ich bekam vor einiger Zeit die Anfrage, ob ich gerne ein neues Buch lesen möchte, das eins der kritischen Themen streift, wenn nicht gar das kritischste Thema auf meinem Blog ist: Das Geldsystem. Steffen Henke, Finanzkaufmann und Personalcoach, Geschäftsführer der „Neues Geld gemeinnützige GmbH“ Leipzig, geht in seinem fundierten Sachbuch auf 464 Seiten so richtig tief in die Eingeweide unseres Geldsystem. Er zeigt sehr gut auf, wie es entstand, welche Strukturen heute wirken, zeigt auf, wo der Fehler ist, und zeigt zum Schluss einen Weg auf, wie es funktionieren sollte, ohne dass am Ende wie beim Monopoly einige Wenige Alles besitzen und der Rest leer ausgeht.

Bevor ich etwas mehr über meine Ahas während der Lektüre seines von mir sehr empfohlenen Buchs Fließendes Geld für eine gerechtere Welt: Warum wir ein alternatives Geldsystem brauchen, wie es funktioniert und welche Auswirkungen es hat eingehe, möchte ich Steffen in dem ersten Teil einer Video-Sequenz bringen, die er vor 6 Jahren ins Netz gestellt hat:

Dieses wird ein lebender Beitrag, denn ich werde nach und nach einige sehr erhellende Passagen und Zitate aus seinem Buch bringen. Fangen wir also, auch diesen Teil des Regals mit seinen Gedanken und Erkenntnissen zu füllen:

Was ist eigentlich Geld? Spontan würde Mensch vermutlich sagen: Alles, was nicht Ware ist, aber womit ich Waren kaufen kann. Also einerseits Scheine, Münzen, und das, was ich auf dem Konto einer Bank liegen habe, um per Überweisung einkaufen zu können. Im ersten Tel erfahren wir, dass es allerdings gar keine klare, internationale Definition gibt und es daher schwer ist, wissenschaftlich das Thema Geldsystem korrekt aufzubereiten.

[…] eine Menschheit, die nur zum Ziel hat, mehr Geld aus Geld zu machen, wird logischerweise sozial unempfindlich, kulturell verarmt und ökologisch Raubbau treiben.
Margrit Kennedy

Ich hätte nun vermutet, dass Steffen zuerst auch aufzeigt, dass die Geldschöpfung zum größten Teil bei den Banken liegt, d.h. das Giralgeld erzeugt wird, wenn ein Kredit gewährt wird. Ganz im Gegenteil zeigt er Fehler der These durch Weglassungen von Zusammenhängen der Kritiker auf. Ich meine, dass es ihm schlüssig gelungen ist, u.a. weil er mit reichlich Schaubildern seine Gedanken unterlegt. Was allerdings schon interessant ist: Nur 20% (vermutlich sogar deutlich weniger) allen Geldes ist Bargeld, der Rest Zahlen in den Sichteinlagen der Kunden auf der Bank.

Steffen lässt viele Andere mit entsprechenden Zitat-Stellen zu Wort kommen, um den aktuellen Rahmen zum Geldsystem aufzuspannen, nicht ohne auch Gold und Silber als alternatives Zahlungsmittel zu analysieren. Dazu gehört es auch, die rechtlichen Strukturen abzuklopfen, in denen sich die Banken zu bewegen haben. Zudem beleuchtet er das Vollgeldsystem (alle Schöpfung liegt bei den Notenbanken), und gewährt uns auch einen Blick in die Eingeweiden der EZB.

Schwer erklärlich ist, dass ein viel größerer Teil der Bevölkerung Zinsen für gerechtfertigt und gerecht hält, obwohl sie ihnen schaden und sie ärmer macht.
Christian Felber

In mehreren Gleichnissen führt der Autor aus, was es mit dem ‚positiv‘ gesetzten Zinseszins für eine Bewandtnis hat: exponentielles Wachsen von Guthaben und Schulden führt immer wieder zum Crash, häufig genug zum Krieg, um dann wieder neues Wachstumspotential nutzen zu können. Dem setzt er mit weiteren Gleichnissen einen kreativen Zinsansatz entgegen, angelehnt an die Ideen der Freiwirtschaftler nach Silvio Gesell, den wir hier auf dem Block auch schon einige Male kennengelernt haben. Zum Fließen des Geldes lassen wir Steffen am besten gleich nochmals selbst zu Wort kommen, hier ab Minute 36:

 

  1. Oktober 31, 2018 um 7:44 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  2. E. Duberr
    Oktober 31, 2018 um 8:42 pm

    Wie will man es nur erreichen , dass die Masse der Menschen begreifen wie wichtig es ist , auf Zinsen zu verzichten ? Dass auch alle Preise dann fallen , weil Produkte nicht mehr mit Zinsen belastet sind . Alle Parteien kann man daran beurteilen , ob sie die Geldfrage stellen , wenn nicht , sind sie bloßgestellt und doch nur Rothschild-Parteigänger .

    • Oktober 31, 2018 um 8:56 pm

      Die Sache mit den Zinsen ist so einfach: Durch sie wird der Reiche leistungslos immer reicher, und der Arme immer ärmer, denn das, was der Reiche mehr bekommt durch Umverteilung der Geldmenge, ist ungefähr derselbe Betrag, der den Armen fehlt.
      Es gibt also nur deshalb Reiche, weil es Arme gibt, und umgekehrt. Das ist einfach zu verstehen. Ich habe das schon vor Jahren über die Wissensmanufaktur gelernt.

      Daß ich als armes Arbeiterkind in diesem Leben nie eine Chance hatte, kam dann noch dazu.
      Aber das will wohl keiner so genau wissen.

      Parteien stellen die Geldfrage NICHT. Außer die NPD. Aber die hat sich ja wohl von selbst disqualifiziert. Die Afd stellt die Geldfrage natürlich auch nicht. Daran kann man prima erkennen: Wahlen ändern nichts. Wenn man das denn erkennen wollte.

  3. E. Duberr
    November 1, 2018 um 9:19 am

    Der einzige Sinn und Zweck der DEMOKRATIE ist es , eine STAATSSCHULD entstehen zu lassen ! Nichts anderes soll sie erreichen . Deshalb sind dumme DEMOKRATEN die größten Feinde der Freiheit und die wirklich Schuldigen am Übel dieser Welt . Die Dummokratie ist eine heilige Kuh und wird deshalb nicht geschlachtet . Wer kann noch Achtung haben und sich gemäßigter ausdrücken wollen bei so viel Blödheit . Wenn diese elementare Wahrheit nicht erkannt wird , ändert sich nie etwas . Es ist zum Kotzen .

  4. Gerd Zimmermann
    November 1, 2018 um 6:10 pm
            Sorry
    

    Was ist Geld ?
    Bunt bedrucktes Papier.

    Hergestellt aus Holz.

    Ich finde, man kann auch mit Blättern bezahlen.
    Stammen ja auch vom Holz ab.

    Passt nicht in dein Weltbild.
    Ach so, gut.

    Papiergeld, ist ein Versprecher, sorry, ein Versprechen.
    Fresse mal Geld.

    Ist sehr trocken beim kacken.

    Die Geldhaie werden sehr bald an Papierverstopfung leiden.
    Papiergeld will nicht nur gefressen werden.
    Auch ausgekackt.

    Trockene Angelegenheit.

    Gut,
    man kann Papier tauschen.
    Gegen 1und 0.
    Elektrisches Geld.

    Strom aus, Geld weg.

    Ich warne nicht.

    Jeder kann und darf gegen die elektrische Wand fahren.

    Bewusstsein ist Elektrizität.

    Unsere Sinneswahrnehmung von Geld ist auch elektrisch.

    Nur du nimmst Geld mit der mechanischen Geldschiebestange
    war.

    Und das ohne Atome.

  5. E. Duberr
    November 1, 2018 um 9:31 pm

    Lieber Gerd ,

    bevor Du an Papierverstopfung leidest , solltest Du 10000 Fl. Wodka kaufen . Dann hast einen echten Wert und kannst mit den Russen ein Bomben-Tauschgeschäft machen . Ein Geschäft mit dem Geist aus der Flasche, den keiner rief und welcher trotzdem kommt .

  6. Martin Bartonitz
    November 2, 2018 um 5:24 pm

    Über das Zeitalter eines fließenden Geldes im Mittelalter:

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