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Das Parteiendilemma

Egal, was Parteien heute tun: Ob sie sich staatstragend geben oder ob sie vorspielen, sie seien „gegen das Establishment“ (um selbst ein Stückchen Establishment zu werden, aber eben nur ein Stückchen), sie können unter heutigen Bedingungen nur noch ein Stückchen vom Wahlkuchen gewinnen.

Dass wir daher „italienische Verhältnisse“ bekommen: Ein Parteiensystem mit immer noch mehr Parteien und keinerlei „Staatsparteien“ mehr „in der Mitte“, erscheint mir daher ausgemacht.

Ich mag ihn einfach, den Betreiber des Blogs What you read is what I’ve felt – Fallen philosopher’s writing, oder besser, die Analysen, die er macht, und seine Meinung, die er ob diesen kundtut. Also ab mit einem weiteren Artikel, der mir so richtig aus der Seele geschrieben ist:

Das Parteiendilemma (Quelle)

Viele glauben ja derzeit, die „konservativen“ Parteien in Europa müssten sich nur wieder beruhigen und einfach seriöse Politik machen, um Wählerstimmen zurückzugewinnen. Umfrageergebnisse wie zuletzt in Deutschland bestärken in dieser Annahme:

Thorsten Benner

@thorstenbenner

CDU/CSU at 29%: worst ever result in ARD Deutschlandtrend.
AfD at all time high: 17%.
„Grand coalition“ with worst ever combined CDU/CSU/SPD value: just 47%.

Thank you, Dobrindt/Seehofer/Söder.
Really, really well played.

Ich glaube das nicht. Ich halte es für realistischer anzunehmen, dass alle politischen Parteien mittlerweile in einer Dilemma-Situation feststecken, die dafür sorgt, dass sie, ganz gleich, was sie tun, Wählerstimmen verlieren und das Parteienspektrum immer mehr zersplittert, zerstückelt und zerfasert. Dass also die Zeit der „Volksparteien“ unweigerlich vorbei ist und auch nicht mehr zurückkehren wird.

Den Mechanismus hinter dieser Entwicklung stelle ich mir folgendermaßen vor:

Wenn Parteien extreme Meinungen vertreten, die eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit garantieren, werden sie unwählbar für den gemäßigten Teil der Bevölkerung, der die Masse der Wähler ausmacht.

Wenn Parteien aber gemäßigte Meinungen vertreten, die keine Grenzüberschreitungen beinhalten, kein Skandalpotential, verlieren sie ihren Markenkern. Die unmittelbare Frage, die sich damit verbindet ist: „Wofür genau brauchen wir diese Partei nochmal genau? Wofür steht sie?“

Letzteres ist in Deutschland der SPD passiert. Die Annahme, konservative Parteien müssten einfach nur cool bleiben und seriöse Politik machen (was auch immer das unter heutigen Bedingungen genau heißen soll) ist daher insofern unzutreffend, als sich die Mechanismen der Öffentlichkeit verschoben haben: Wer auf „Staatspartei“ macht, indem er tendenziell kompromissfähige oder gemeinwohlorientierte Politik vertritt, marginalisiert sich genauso selbst, wie es eine Partei tut, die mit Extrempositionen und gezielten Tabubrüchen Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Das Neue unserer Situation liegt darin, dass man mit solchen Tabubrüchen überhaupt nennenswerte Wähleranteile gewinnen kann. Und da das so ist, und es in unserem Politiksystem für Parteien einzig und allein um die Maximierung ihres Anteils am Wahlabend-Stimmkuchen geht, wird auch immer irgendeine Partei da sein, die diese Tabubrüche für sich benutzt. Heutzutage wird immer irgendwer in Trump-Manier eine Kampagne fahren. Ganz einfach, weil es sich gezeigt hat, dass man auf diese Weise Wahlen gewinnen und nennenswerte Stimmenanteile auf seine Seite ziehen kann. Auch die Zahl der Macrons wird zunehmen, also Menschen, die mit Geld und Charisma, aber ohne eigene langjährig aufgebaute Parteibasis nach Wählerstimmen fischen. Aber auch diese neuen Akteure haben nur die Wahl zwischen „Inszenierung von Tabubruch“ und „Staatstragender Inszenierung“. Auch sie entkommen dem Parteiendilemma nicht:

Entweder vergrault man die Wählermassen dadurch, dass man zu pointiert, zu polemisch auftritt. Oder man vergrault sie dadurch, dass man zu wenig pointiert, zu versöhnlerisch auftritt. Möglichkeiten, Massen an Wählerstimmen zu gewinnen, „Mehrheiten“, gibt es nicht mehr. Auf diese Weise bekommt man systematisch ein zerstückeltes Parteienspektrum, das nach heftigen, polemischen Auseinandersetzungen („Bekämpfung des politischen Feinds“) wieder zu einer schiedlich-friedlichen Regierung zusammenfinden soll, in der nicht eine jede Partei der anderen das politische Messer in den Rücken zu bohren versucht. So wie früher. Falls es diese parteipolitik-ideale „Früher“ denn wirklich einmal gab.

Heute jedenfalls endet der Wahlkampf gar nicht mehr. Auch nicht, wenn die Wahl gelaufen ist. Und auch nicht, wenn man es selbst als Partei an die Regierung geschafft hat. Wer als Partei nicht immer schon auf die nächste Wahl schielt, verliert. Genauer: Wer seriöse Politik macht, verliert mehr. Wer wahlfixiert agiert, verliert auch, aber wahrscheinlich weniger als diejenigen die „brav bleiben“, weil sie noch nach den alten Regeln spielen.

Wir beobachten diese Entwicklung heute weltweit in Ländern mit fest etablierten Parteiwahlen, die davor jahrzehntelang recht gut funktioniert haben. Ich halte das Parteiendilemma daher für einen Systemeffekt, mit dem mittlerweile fest zu rechnen ist. Mit dem also auch vormalige „Volksparteien“ fest zu rechnen haben. – Nur hilft ihnen diese Einsicht in die neuen Spielregeln nicht viel, denn sie haben einfach keine guten Optionen mehr in diesem neuen Spiel.

Egal, was Parteien heute tun: Ob sie sich staatstragend geben oder ob sie vorspielen, sie seien „gegen das Establishment“ (um selbst ein Stückchen Establishment zu werden, aber eben nur ein Stückchen), sie können unter heutigen Bedingungen nur noch ein Stückchen vom Wahlkuchen gewinnen.

Dass wir daher „italienische Verhältnisse“ bekommen: Ein Parteiensystem mit immer noch mehr Parteien und keinerlei „Staatsparteien“ mehr „in der Mitte“, erscheint mir daher ausgemacht.

Nun könnte man sagen: Was ist denn so schlimm daran? Vielleicht ist das ja auch eine gute Entwicklung? Eine Belebung unserer Demokratie?

Schaut man aber heute nach Italien, wo es eine solche Situation schon etwas länger gab, sieht man, dass es unter heutigen Bedingungen nicht gerade eine wünschenswerte Situation ist, in einer Demokratie zu leben, die die gesellschaftliche Vermittlungslast Parteien aufbürdet. Also politischen Größen, die vom System dazu vorgesehen sind, gegen einander anzutreten und miteinander um Wählerstimmen zu konkurrieren – und die dann doch irgendwie, man weiß nicht wie zu einer stabilen Regierung zusammenfinden sollen.

Parteien können die fortgeschrittene gesellschaftliche Dynamik heute nicht mehr auffangen. Egal wie sie sich drehen und wie sie sich wenden: Sie sind gefangen in einem System, in dem Konkurrenz und Kooperation in einer Weise aufeinanderprallen, die handlungsfähige, stabile Regierungen sehr unwahrscheinlich machen.

Und das ist niemandes schuld. Alle schlauen „Partei X sollte vielleicht mal Y tun“-Empfehlungen laufen heutzutage ins Leere. Kein Parteistratege macht heutzutage irgendetwas falsch, wenn er die tolle Masterstrategie nicht finden kann, mit der man bedeutsamer Teil einer stabilen Regierung wird. Es gibt diese Strategie einfach nicht. Nicht mehr.

Die neue Situation erfordert vielmehr eine tiefgreifendere Weiterentwicklung unseres Polit-Systems, unserer politischen Verfahren und Institutionen. Es ist vielleicht an der Zeit, sich auch einmal klar zumachen, dass es in den ursprünglichen Formen der Demokratie gar keine Parteien gab.

Wir müssen möglicherweise nicht soweit gehen, ganz auf Parteien zu verzichten oder sie gar zu verbieten, aber es ist sicher an der Zeit, Parteien von dem zu entlasten, was sie heute nicht mehr leisten können: Die gesellschaftliche Vermittlungsarbeit zwischen Menschen, die sich in völlig verschiedenen privaten Situationen befinden und die dabei doch in einer Gesellschaft zusammenleben. Die sich also in ihren Lebensvollzügen wechselseitig berühren und beeinflussen und sich daher miteinander bewusst abstimmen müssen, soll es nicht ständigen Unfrieden, Streit und Krieg geben in einer Gesellschaft.

Diese gesellschaftliche Vermittlungsarbeit der Politik kann heute von den Bürgern selbst viel besser geleistet werden als von Parteien und Parteipolitikern.

Alles, was es dafür braucht, sind geeignete Formate bürgerschaftlicher Zusammenkunft. Doch dafür steht glücklicherweise mittlerweile ein großer Reichtum an vielversprechenden Formaten bereit.

Alles, was wir brauchen, um beherzt nach dieser Entlastung von Parteien zu greifen, ist zu realisieren, dass wir von Parteien etwas erwarten, was diese unter heutigen Bedingungen nicht mehr können. Dass also unsere Erwartungen an Parteien veraltet und von der gesellschaftlichen Entwicklung überholt sind.

Und vielleicht müssen wir uns auch eingestehen, dass wir es uns selbst mit unserer Präferenz, Demokratie ausschließlich vermittelt über Parteien zu organisieren, ein wenig zu einfach gemacht haben. Denn das ist möglicherweise schon immer ein bisschen all zu bequem für uns Bürger gewesen: Sich zurückzulehnen und wie ein reiner Konsument und Politik-Couch-Potato zuzuschauen, was Parteipolitiker jeweils für eine Show abziehen.

Wenn Parteien aus strukturellen Gründen und Systemeffekten heraus nicht mehr leisten können, was wir von ihnen erwarten, müssen wir Bürger aus unseren bequemen politik-verantwortungslosen Ecken kommen und selbst zu Politikern werden. Nicht zu Parteipolitikern selbstverständlich. Und ich rede auch nicht von einem Protestmarsch nach dem anderen (auch hier gibt es Abnutzungseffekte, außerdem ist der Aufwand für uns alle auf diese Weise viel zu hoch). Wir brauchen vielmehr jene Institutionen und Verfahren, die uns Bürger auf eine neue, andere Weise Politiker sein lassen, die aktiv mitreden, mitberaten und mitbestimmen und die dabei die Last für uns alle gerecht verteilen und in einem vertretbaren Aufwand halten. Wir brauchen heute eine verfassungsmäßige, reguläre Bürgerbeteiligung durch den gezielten Einsatz des Losverfahrens. Solche gelosten Bürgerversammlungen entlasten die Parteipolitik, vereindeutigen den Bürgerwillen und machen auf diese Weise konstruktive, lösungsorientierte Politik wieder möglich.

Denn was uns auch klar sein sollte: Es ist in unserer derzeitigen Situation ein Fehler, wenn wir es dem Bürger, also uns allen all zu bequem und einfach machen „an Politik teilzunehmen“. Online-Votings, Demokratie-Apps und Volksabstimmungen allein entlasten uns all zu sehr von der Informations- und Austauschpflicht, entlasten uns von all der Vermittlungsarbeit, die vernünftigerweise dem politisch-demokratischen Entscheiden vorausgeht.

Wir Bürger können diese notwendige Vermittlungsarbeit leisten. Parteien und Parteipolitiker können das heute nicht mehr. Wir leben im Zeitalter einer fortgeschrittenen gesellschaftlichen Differenzierung, die sich nicht mehr in Parteien stabil abbilden kann und die daher eine verfassungsmäßige Weiterentwicklung unserer Demokratie erfordert.

***

Aus der gleichen Feder:
Darüber, was es bedeute, wenn alle Bürger Politiker wären …

Dass unser Parteinsystem nicht funktionieren kann, darüber macht sich auch dieser Artikel seine Gedanken:
Über unser Parteiensystem, Gleichgültigkeit und das Führenlassen – eine Kritik

Und auch das lässt aufhören, haben doch die Libyer etwas besessen, worum die Bürger der angeblich westlichen Demokratien diese beneiden könnten:
Können wir von Libyens ehemaliger Basisdemokratie lernen?
Gaddafis Libyen war Afrikas reichste Demokratie

  1. August 3, 2018 um 11:46 pm

    Der Hauptgrund weshalb die Autoren der US-Verfassung das Wort „Partei“ im Text des Dokumentes nie erwaehnten ist die Tatsache dass man dem Begriff und der Bedeutung des Wortes schon damals als Bedrohung und Gefahr für das land betrachtete… Das „Parteien“system hat sich dann in der Debatte über das „Für“ & „Wider“ im Ratifizierungsprozess ergeben…. und in gewissem „Sinn“ haben sich die Wellen und Wogen der damals entstandene Streiterei noch nicht gelegt… und die stürmischen Temperamente argumentieren immer noch über den Inhalt und die Bedeutung der Worte und Begriffe… So haben sich die Befürchtungen der sog. „Founding Fathers“ bewahrheitet… :-)… Und der Krimskrams, das Tauziehen, das Hin & Her, das Geplänkel, das :“Ja“ oder „Nein“ geht unentwegt weiter… und momentan wird es noch grausamer und noch katastrophaler… denn ein totalitärer Typ… u.a. von außen manipuliert… und an einer „Leine geführt“… macht täglich Mist und das Land versinkt im stinkenden Morast… 😦

  2. August 4, 2018 um 9:45 am

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  3. August 4, 2018 um 1:15 pm

    Parteien gehören abgeschafft. Alles andere ist Kosmetik im Sinne des Neoliberalismus.

  4. Fluß
    August 4, 2018 um 3:00 pm

    148 Kommentare mitlerweile, viele zwischen Britta und Erevis Cale.
    https://maras-welt.weebly.com/blog/gastbeitrag-von-ayon-kommerzielle-gedanken-zum-bamf-skandal

    Interessanterweise kam heute eine Nachtcafe-Wiederholung, wo es um Recht und Gerechtigkeit ging. Im SWR-TV.

    Der Fischer-im-Recht – Richter war anwesend. Der, der für die JOUR (Tag) NALIE ZEIT schrieb, ist noch lesbar. Erst-Ausstrahlung war 2016.

    Die letzten Beiträge von Erevis Cale und die Denke des Richters (ist im PEN-s-ION-s-BEZUG) mal ver-GLEICH-en, dann ists erkennbar.

    Fischer sagt: Geschworene im Common LAW seien Laien.

    „Erevis Cale 1/8/2018 14:11:53
    Daher ist es auch immer wichtig, sich von solchen abenteuerlichen Verschwörungstheorien zu distanzieren und ausschließlich die Gesetzlage prüft.
    Das Gesetz bietet unzählige Möglichkeiten, sich legal ausgesprochen vorteilhaft aufzustellen, um legal davon zukommen.

    Common Law ist in Deutschland nicht anwendbar, das ist richtig.
    Aber es ist in England anwendbar, z.B. über eine Wohnsitzbegründung dort.

    Geschlossene Verträge besitzen immer einen Gerichtsstand!
    Ein in und mit der BRD geschlossener Vertrag (bspw. Registereintrag) löst immer die Jurisdiktion der BRD aus, es sei denn, es wird vertraglich eine andere Jurisdiktion bestimmt!

    Besteht kein Vertrag und es soll Vertragsrecht erschlichen werden, kann die Festlegung eines Gerichtsstandes äußerst vorteilhaft sein…

    Meldest Du bspw. ein Auto in Deutschland an, fällt es unter die StVZO der BRD… mit allen Konsequenzen.
    Meldest Du bspw. ein Fahrzeug in Florida auf eine dort ansässige Firma an, bringst es hier rüber, um bspw. eine Europa-Reise zu machen, fällt es weiterhin unter die StVZO Floridas, welche z.B. nur ein Kennzeichen hinten und keinen TÜV vorsieht…

    Wenn Du also lernst, mit Personen legal zu spielen, kannst Du viele tolle Sachen machen, ohne Dich in irgendwelche Abenteuer stürzen zu müssen.

    Und deshalb sage und schreibe ich einfach gewisse Dinge gar nicht erst, distanziere mich strikt davon.
    Du wirst auch niemals lesen, daß ich irgendeine Hetze gegen Ausländer betreibe, weil ich weiß, daß diese auch nur importierte Neu-Sklaven für das Regime sind.
    Ich betreibe für mich auch Humanismus, vertrete die Ansicht der Gleichberechtigung aller Mitglieder der menschlichen Gemeinschaft – nur tue ich das von einer ganz anderen Seite als das Regime, mit einer ganz anderen Intention!

    Ich bin auch ein riesen Freund von Globalismus!
    Aber aus völlig anderen Gründen, außerdem definiere ich das Wort ganz anders als das internationale Sklavenhalterregime „Die Welt“!

    Warum tue ich das?
    Weil der Neo-Liberalismus die Bedeutung aller Worte auf den Kopf gestellt und gespiegelt hat – ich drehe sie einfach wieder zurück, fertig aus!
    Erevis Cale 1/8/2018 14:16:30
    Ein herrliches Beispiel ist das Wort „Demokratie“.

    Was die Wenigsten wissen: ALLE Firmen, die sich Staaten nennen, sind heute demokratisch, und zwar extrem und konsequent!

    Warum weiß das kaum jemand?
    Weil der Neo-Liberalismus das Wort „Demokratie“ mit einer ganz anderen Bedeutung hinterlegt als wir.

    Demokratie im neo-liberalistischen Sinne bedeutet nämlich:
    „Das Fernhalten der Bürger von jeglicher Politik und das Verschleiern der Tatsache, daß das der Bürger an politischen Entscheidungen keinerlei Anteil hat!“

    Das nennt man „repräsentative Demokratie“ und die Definition dazu ist ein internationaler Konsenz! KEIN WITZ!

    Niemand würde also jemals bestreiten wollen, daß im neo-liberalistischen Sinne heute ALLE Staaten weltweit demokratisch sind, oder? „

    • Fluß
      August 4, 2018 um 3:13 pm

      “ Erevis Cale 31/7/2018 12:46:51

      Ich möchte Dich an dieser Stelle für einen anderen Blickwinkel auf das System begeistern.

      Deutsches Recht basiert auf Römischem Recht und das römische Staatsprinzip sieht vor, daß das Recht vom Staat gegeben wird, welcher selbst keinerlei Widerspruch duldet, um sich nicht selbst ad absurdum zu führen.

      Das keltisch-germanische Recht hingegen kannte dahingehend eine höhere, überirdische Instanz, welche dem Menschen überstaatliche Rechte allein aufgrund seiner menschlichen Existenz verlieh.

      Das diese beiden Rechtsauffassungen kollidieren müssen, sieht auch jeder Nicht-Jurist, aber:
      die keltisch-gemanische Rechtsauffassung ist nicht etwa ausgestorben. Ganz im Gegenteil, sie findet bis heute rege Anwendung im Common Law des anglo-amerikanischen Rechtskreises.

      Wenn Du Dir dort Gerichtsprozesse anschaust, wirst Du feststellen, daß es Prozesse gibt, bei denen 12 Geschworene sitzen. Diese vertreten das Recht „des Volkes“, also das Recht der menschlichen Gemeinschaft.
      So kann es vorkommen, daß Du, während Du im Römischen Recht in Deutschland für das Erschießen des Schänders Deines Kindes auf offener Straße mit absoluter Sicherheit wegen Mordes ins Gefängnis gehst, im anglo-amerikanischen Recht frei gesprochen wirst, wenn Du die Geschworenen von Deinem emotionalen Zustand begeistern kannst (insbesondere dann, wenn unter den Geschworenen auch Eltern sitzen, die jederzeit Dein Schicksal teilen könnten).

      Erevis Cale 31/7/2018 13:00:14

      In einem römischen Rechtskreis gibt es das nicht.
      Dies führt jedoch in letzter Instanz dazu, daß sich das römische Rechtssystem so entwickelt, daß man am Ende ein totalitäres Roland-Freisler-Gedächtnis-Regime in der Gesetzgebungsabteilung sitzen hat, welches die Richter, die einzig und allein dem Gesetz, jedoch nicht dem Recht, der Lüge, der Wahrheit oder sonstigem Hokuspokus, unterworfen sind, dazu zwingt, täglich für Menschen kommerzielle Todesurteile zu sprechen.

      Man sollte sich davon frei machen, anzunehmen, daß in den Behörden, Gerichten usw. nur gewissenlose Schwerverbrecher sitzen, die nur darauf warten, gnadenlos und willkürlich zuzuschlagen – die Verbrecher sitzen an ganz anderen Stellen und zwingen die jeweiligen Protagonisten durch ihre faschistischen Nazi-Gesetze auf der Basis römischen Rechts, den Roland-Freisler-Gedächtnis-Cup auszuspielen…

      DAS ist das Problem hier, und es ist ein gewaltiges!
      Die Verbrecher sitzen in der Legislative, nicht in der Judikative und Exekutive, denn alle Institutionen und deren Mitarbeiter sind dem Gesetz unterworfen und gezwungen, dieses zu vertreten, ganz egal wie weit sich das Gesetz inzwischen vom Recht entfernt hat!
      Und gemäß Art. 10 BGBEG ist auf der Name der Person diesem Roland-Freisler-Regime unterworfen und genau das ist es, was Du und jeder andere Mensch als einzig freier Handlungsfähiger ändern kann (und gemäß der Declaration of Independence, für mich sowieso das einzig ernstzunehmende Dokument), ja sogar verpflichtet ist, zu tun!
      Antwort
      Erevis Cale
      31/7/2018 13:16:11

      Jedes Gesetz ist nur ein Akt, im englischen Act.
      Ein Akt ist eine Schauspieldarbietung, ein Schein, nichts reales.
      Menschen machen keinen Act, Menschen machen einen Deed, also eine Tat, etwas reales.
      Nicht umsonst nennt man im Common Law die Namensänderung Change of Name Deed (Deed Poll), da es die reale Tat eines Menschen ist, die über der Fiktion Gesetz steht!
      Wäre diese Namensänderung eine gesetzliche Fiktion, hieße sie Change of Name Act…

      Acts sind Verträge – ALLES läuft einzig und allein auf Vertragsbasis, was gesetzlich ist.
      D.h., dem Menschen wird ein Schauspiel-Akt angeboten und er soll es dann in den Deed = die Tat umsetzen.
      In dem Moment, in dem der Mensch damit aufhört, bekommt das Hollywood-Programm „Die Welt“ ein gewaltiges Problem, denn dann bleibt alles, was es dar- und anbietet, genau das, was es schon immer war: heiße Luft!

      Der Act (die Fiktion Gesetz) braucht den Deed (die reale Tat eines Menschen), der Deed jedoch braucht den Act nicht – und das ist die gewaltige Schwachstelle des gesamten Systems!
      Nur dafür braucht es Waffen, Regierungen, Grenzen, Geld, Ausweise usw., für nichts anderes, denn es kann ohne den Deed eines Menschen absolut überhaupt nichts machen!

      Der Vertragsbeginn startet schon mit der fixen Idee, nach Geburt eines Menschen in irgendeine Kaschemme zu rennen, um den Schauspiel-Akt „Geburtenregister“ in die reale Tat zu verwandeln.
      ALLE Register sind Vertragsfallen, ganz egal welche.
      Es gibt keine guten und schlechten Register, keine richtigen und falschen – Vertrag ist Vertrag und derjenige, der die Waffen hat, kann auf Vertragseinhaltung pochen!

      Im ersten Vertrag unseres Lebens steht ein Name (Vor- und Familien-/Geburtsname) – das ist der Vertrag, der uns Zeit unseres Lebens versklaven soll, denn unter diesem Namen sind wir registriert, in Anzahl, Größe und Gewicht, als vertretbarer Gegenstand, als Entmündigter, als beleihfähige Masse wertvoller als Gold, als Rahmenhaushalt des Herrschers.
      Diese Registrierten nennt man Neger – mit der Hautfarbe, Herkunft und Abstammung hat das nichts zu tun.
      Neger sind beseelte Wertgegenstände!

      D.h., wir alle sind Neger, dem totalitären Roland-Freisler-Regime BRD gnadenlos als Sklaven (Bürger) ausgeliefert!
      Antwort
      Erevis Cale
      31/7/2018 13:29:35

      Und das Schlimmste, das allerschlimmste, was ein Mensch tun kann, ist „hoffen“!
      Hoffnung ist wie ein Krebsgeschwür. Es besetzt gesunde Zellen und gaukelt Gesundheit vor, obwohl es absolut nutzlos ist.

      Derjenige, der hofft, geht abends ins Bett und glaubt daran, daß am nächsten Morgen alles gut geworden ist.
      Hoffnung basiert einzig und allein auf Glaube und Glaube bedeutet: Nicht Wissen!
      Der Glaube (dafür braucht man Religionen) nährt die Hoffnung wie Zucker den Krebs!

      Hoffnung jedoch blockiert eine emotionale Schnittstelle, die wir jedoch zwingend anders besetzen müssen, was Hoffende aber nicht können!
      Derjenige, der in die Schlacht zieht und hofft, daß diese gut für ihn verläuft, hat Moral – und Moral kann immer und überall gebrochen werden!
      Jemand, der frei vom Krebsgeschwür Hoffnung ist, zieht aus einem anderen Grund in die Schlacht, er wird nicht abends ins Bett gehen und hoffen, daß alles gut wird.
      Er hat keine Moral, die gebrochen werden kann, denn er schreitet zur entschlossenen Tat, begründet auf seine tiefste Überzeugung, daß es das Richtige ist, was tut, ganz egal, wie es ausgeht!
      Er schlägt die Schlacht nicht in der Hoffung auf Sieg, sondern einzig und allein aus dem Grund, weil es richtig ist, Widerstand zu leisten, gleichgültig ob bis zum Sieg oder Tod!

      Die Historie ist voll von Beispielen, in denen sich einfache Bauern einen Speer aus der Brust ziehen, 10 feindliche und schwer bewaffnete Soldaten niederrangen, nur um ein sterbendes Pferd zu verteidigen.
      Diese Bauern kämpften doch nicht aufgrund von Hoffnung – im Gegensatz zu den unterlegenen fremden Soldaten -, sie waren nicht von dem Glauben geblendet, daß Pferd oder sich selbst retten zu können.
      Sie kämpften, weil sie der Überzeugung waren, das Richtige zu tun – und das nennt man Mut!

      Und genau dafür braucht das Regime das Geschwür Hoffnung: damit es die emotionale Schnittstelle belegt, in der eigentlich der Mut der Menschen verankert ist! „

  5. Fluß
    August 4, 2018 um 3:19 pm

    Und Erevis Cale zeigt auf, daß es um Lizenzen geht. Und deswegen ist digital nicht sicher. Denn die AGB`s sind jederzeit änderbar. Was bedeutet, daß es keine pART-EI-en benötigt.

    “ Erevis Cale 31/7/2018 16:43:38

    So, und wer nun doch unbedingt wissen will, wie das System tatsächlich funktioniert, der muß nur 2 einfache Dinge tun:

    Folgenden Artikel lesen und begreifen:

    https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2018/service/wem-gehoert-mein-auto?utm_source=facebook&utm_medium=grafik&utm_content=sp

    ALLES, was uns das System anbieten kann, sind Lizenzen, weil das System selbst nur aus Lizenzen besteht und darauf existiert!

    Wir kaufen kein Haus – wir kaufen lediglich die Nutzungslizenz!
    Wir verkaufen kein Haus – wir verkaufen lediglich die Nutzungslizenz!
    Wir besitzen kein Bankkonto – wir haben lediglich eine Nutzungslizenz für so ein Ding!
    Wir haben keine Person – wir besitzen lediglich die Nutzungsberechtigung für eine solche!
    Wir gründen keine Firmen – wir beantragen lediglich die Nutzungslizenz für eine weitere Person!

    Das war’s schon, so funktioniert „Die Welt“!
    Es ist ein reines Geschäft mit Lizenzen, mehr nicht!
    Und derjenige, der das Lizenzrecht (natürlich reine Fiktion und Selbstermächtigung, klar!) besitzt, entscheidet über Maß, Umfang, Dauer, Nutzung und dergleichen einer solchen Lizenz.

    Verstoße ich bei der Nutzung einer Person gegen die Lizenzbestimmungen des Lizenzinhabers, hafte ich dafür… fertig aus.
    Das ist der gesamte Akt des Schauspiels… „

  6. August 4, 2018 um 3:56 pm

    Partei
    parteiisch sein.
    Welche Partei ergreife ich?

    Parteiver Treter.
    Zitat Jeremy James: Politiker urinieren das Land.
    Kindermund, doch dem ist nichts hinzuzufügen
    und nichts hinwegzunehmen. Weil Kinder und
    Betrunkene sagen die Wahrheit.

    Wir sollten uns alle besaufen, gleichzeitig.
    Der Anfang vom ENDE…….

  7. gunther leeb
    August 4, 2018 um 7:21 pm

    WAS IST DAS BESTE SYSTEM,,,,ES SOLLTE SO SEIN WIE IN EINEM ORCHESTER,, JEDER SPIELT SEIN EIGENES INSTRUMENT, ABER IM ZUSAMME WIRKEN FUR DAS GANZE ORCHESTER, MUSS ES STIMMIG SEIN,WENN AUCH VERSCHIEDEN GESPIELT WIRD,, JEDOCH DARF NICHT JEDER EIGENWILLIG SEINE EIGENE MELODIE HABEN, DANN GIBT ES EIN KATZEN GEJAMMER, , HORT SICH ZWAR MODERN AN WIE DIE MODERNE, OHNE MELODIE,DOCH OHNE HARMONIEKLANGE GEDEIHT NICHTS IN HARMONY SONDERN MAN BEKOMMT DISYMETRIE, WO EIN AUGE AM KNIE LANDET
    DAS ANDERE IM KOPF, DIE NATUR IST NICHT ASYMETRISCH, DER STUPIDE MENSCH WILL WAS NEUES UND EXPERIMENTIERT SO HERUM IN ASYMETRISCHEN,.DER DIRIGENT MOEGA ABER KEIN DISPOT SEIN, SONDERN SOLL VOND ER MEHR HEIT DER MUSIKER, GEWAHLT WERDEN ,DANN BRAUCHEN WIR KEINE PARTEIEN. MEHR……

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