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„Ohne Grenzen gibt es kein Leben.“

Bild: Kühlwasserdampf der Kohlekraftwerke Niederaußem und Freimersdorf – Martin Bartonitz 2014

Wer so offen ist, kann nicht ganz dicht sein.
Geflügelter Spruch in der IT der 1990er Jahre

Frau Merkel war in 2015 in den Augen vieler empathischer Menschen in Deutschland eine Heldin, weil sie sich einfach über bestehende Gesetze hinweggesetzt hat (siehe u.a. hier), Menschlichkeit gezeigt hat und die vom Tode bedrohten Flüchtlinge hat ohne weitere Kontrolle über die Grenze ins Land kommen lassen. Es war die Zeit, ab der diese Menschen mit dem Unwort des Jahres ‚Gutmensch‘ von jenen Anderen, die Angst vor der kommenden Verfremdung der deutschen Kultur, was auch immer sie auszeichnen mag (ich machte einen Versuch der Klärung hier), belegt wurden. Wenn wir die Analyse von Peter Hammond aus Kapstadt in Südafrika, Direktor von „Mission Frontline Fellowship“, ernst nehmen, die er in dem Buch Slavery, Terrorism and Islam die 9 Stufen der Islamisierung beschreibt, dann lässt sich die Angst Letzter gut verstehen (siehe mehr dazu: Erleben wir gerade eine Islamisierung Europas? Und dann?).

Das Thema der unbegrenzten Aufnahme von ‚zuzugswilligen‘ Menschen aus Nicht-EU-Ländern war dann auch eine der Kernpunkte der letzten Bundestagswahl und war neben sozialer Missstände Zuträger vieler Stimmen an die AfD. Von der CDU wurde eine Obgrenze des Zuzugs gefordert. Nicht ohne nachvollziehbarem Grund? Eine Metapher, die hier immer wieder angeführt wird: Ein einzelner Mensch kann nicht beliebig viele Gäste in seinem Haus aufnehmen. Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem er sich übernimmt und sein kleines Reich zusammenbricht.

Ich hatte in meinem vorbereitenden Artikel von Gestern (Vom Bauplan unserer Welt …) den heutigen Artikel avisiert: Ich möchte ein Gespräch, das mit Andreas Beutel, dem Leiter des Phytagoras Instituts, über den Sinn und Zweck von Grenzen geführt wurde, als nächstes hier in das Regal stellen. Die beiden Gesprächspartner schauen auf die diversen Grenzen unserer Welt. Dabei stellt Andreas fest, dass es ohne Grenzen kein Leben geben würde. Daher sei es gut, seine Grenzen zu kennen, seinen Raum immer wieder neuzubestimmen und zu achten:

Wie viel Energie kann ich geben, ohne mich aufzugeben? Wir brauchen einen inneren Bezugspunkt und nach außen Grenzen, um nicht manipuliert zu werden. Jeder darf lernen, seine eigenen Grenzen zu spüren, zu achten, zu verändern und für sie einzustehen.
Andreas Beutel

Zu dem Video ist auf youtube noch zu lesen:

„Eine Grenze ist immer durchlässig! Eine Mauer oder Blockade nicht. Ohne Grenzen ist Leben überhaupt nicht möglich!“ mit diesem Statement eröffnet der Leiter des Dresdner Pythagoras-Instituts, Andreas Beutel, das Gespräch. Gerade jenes in den Sozialen Medien kursierende Bild der Erde aus dem Weltraum mit dem Spruch „Siehst du irgendwo Grenzen? Ich nicht?“, sieht er als reine Propaganda, denn selbst die Erde als Ganze habe Grenzen hin zum Weltraum [dito: zwischen Land und Wasser]. Grenzen haben vor allem die Funktion eines geregelten Austausches, wie es zum Beispiel bei einer lebenden Zelle der Fall ist. Welche Dinge werden durch die Membran hindurch gelassen? … Unsere Körpergrenze, die Haut, ist eines der größten Atmungsorgane, würden wir unsere Haut lackieren, würden wir sterben, so wie bei einer zu großflächigen Verbrennung der Haut. Bei Versuchen der Nasa, bei dem Astronauten in körperwarmen Wassertanks beatmet keinerlei Widerstände spürten, begann sich nach zehn Minuten das Blut aufzulösen und die Versuche mussten abgebrochen werden.

Grenzen sind aber nicht nur im Bereich des Physischen notwendig. Auch ethische Grenzen werden derzeit aufgelöst. „Wir haben keine Achtung mehr vor der Natur und uns selbst“, stellt Andreas Beutel fest, wo die mentalen Grenzen der Machbarkeit fallen, fallen derzeit auch die ethischen Grenzen, das Machbare auch umzusetzen. „Male einen Knopf und schreibe darunter: ‚ Das Ende der Welt‘, es wird die Farbe kaum trocknen können, da hat sich schon jemand gefunden, der bereit ist, ihn zu drücken!“

Auf der einen Seite sehen wir, dass es leicht ist, Menschen unterschiedlichster Kulturen gegeneinander aufzuhetzen, eben wegen der Fremdartigkeit. Wäre es da nicht gut, sich den Zielen der Globalisten (Neue Weltordnung / New World Order) zu beugen, und am Ende nur noch den Eine-Welt-Staat mit einer Regierung, einer Religion (= Kultur?) und damit mit einem einheitlichen Menschen zu haben, und wäre dann Frieden auf dieser zentral kontrollierten Welt? Wären dann die Menschen maximal sicher?

Kategorien:Gesellschaft
  1. Januar 7, 2018 um 11:32 am

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

  2. Januar 7, 2018 um 11:37 am

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  3. Januar 7, 2018 um 12:02 pm

    Wer anderen keine Grenzen setzt, der gibt sich selbst auf, weil ihm die Selbstliebe fehlt. https://3rdlive.wordpress.com/selbstliebe/

    Das gilt auch für Völker und Staaten. In D wurden seit 1918 die Selbstliebe der Völker und danach die Völker selbst aufgelöst.

    • Am.Selli
      Januar 7, 2018 um 1:44 pm

      Danke ! … 😉 … !!!
      So wa(H)r es ist !

      Es wi(e)der-auf-blühe die ROSE der wahren Liebe !
      Zuerst in dir und dann um dich herum … 😉

      Danke !

  4. Januar 7, 2018 um 12:39 pm

    Hat dies auf pressefreiheit24 rebloggt.

  5. Januar 8, 2018 um 3:49 pm

    Vielleicht ist es hier passend…
    sich Gedanken zu machen…
    sich zu erinnern…
    sich zu ermutigen…
    sich zu ermahnen…
    denn auch das Leben,
    so wie erhofft, so wie gelebt.
    so wie vorgegeben…
    in (vermutlicher) Freiheit
    ist nicht grenzenlos…

    Gerhard A. Fürst
    8.1.2018

    Die Freiheit,
    in Sinn und Bedeutung.

    Freiheit: ein Begriff?… ein Faktotum?…
    eine Realität?…ein Ziel?…
    ein Wunschtraum?… eine Sehnsucht?…
    eine Idee?…eine Illusion?… ein Ideal?…
    Was ist Freiheit?
    Ist es frei sein von Zwang?
    Frei von Gebundenheit?
    Frei von Verplichtungen?
    Frei von Verantwortung?
    Frei von Aufgaben?
    Frei von Lasten?
    Frei von Schulden?
    Frei von Armut?,
    Frei von Kummer und Sorgen?
    Frei von Angst und Not?
    Frei sein von Gewalt und Brutalität?
    Ist es die Freiheit des Denkens
    und des Handelns?
    Ist es die Freiheit der Meinungsäußerung
    in Wort und Schrift?
    Ist es die Freiheit zu tun und zu lassen was man will, vollkommen unwillkürlich, ungehalten?
    Bewegungsfreiheit? Reisefreiheit?
    Politische Freiheit?
    Freie Wahlentscheidung?
    Akademische Freiheit?
    Freie Berufswahl?
    Ist es die Freiheit aller Menschen,
    oder ist es nur
    ein Anspruch auf Sonderrechte
    der Privilegierten und Mächtigen?
    Wie, wann, und wo, unter welchen Umständen,
    unter welchen Bedingungen
    sind wir denn entgültig und wirklich frei?
    Ist es nur in der imaginären Welt
    unserer Gedanken, unserer Phantasie?
    Sind wir nur frei
    im vermeintlich sicheren Gehege
    unsere Träume und Hoffnungen?
    Wie aber sieht es denn aus in der Realität?
    Man denke an das Zitat
    über Weißheit und Wissen:
    „Ich weiß daß ich nichts weiß!“
    [Sokrastes, 470-399 v. Chr.]

    In andern Worten:
    Je mehr ich meine zu wissen, um so mehr komme ich zur Erkenntnis daß ich noch viel zu lernen habe, und dieses Lernen nimmt kein Ende!
    Vielleicht könnte man diesen Begriff auch auf Freiheit übertragen: Je mehr ich denke frei zu sein, um so mehr werde ich mir bewußt, daß ich in Grenzen lebe und in einem begrenzten Territorium existiere:
    Grenzen gesetzt durch Vernunft und Verantwortung, Grenzen gesetzt durch Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Moral und Liebe. Grenzen gesetzt durch gerechtes Denken und gerechtes Handeln. Grenzen gesetzt durch Gesetze, und Grenzen gesetzt durch das Bewußtsein daß man nicht allein ist auf dieser Welt. Grenzen gesetzt durch die Erkenntnis daß andere Menschen die gleichen Rechte der Freiheit beanspruchen, oder das gleiche Verlangen nach Freiheit haben, und die Realisierung der Freiheit auch fordern!
    Außerdem: Grenzen gesetzt durch Achtung und Respekt für die rechtmäßige Existenz der Mitmenschen, auch für Andersdenkende und Andersgläubige.
    Das heißt also, man lebt doch gebunden durch allerlei Limitationen. Das sind u.a. auch die Grenzen der eigenen Fähigkeiten, der eigenen Körperkräfte, der eigenen Gesundheit, der eigenen Interessen in persönlicher und beruflicher Hinsicht, etc… Es sind auch Grenzen der wirtschaftlichen und finanziellen Möglichkeiten, etc. Man ist auch in Abhängigkeit von den Handlungen und Entscheidungen anderer: in Politik, in der Wirtschaft, im Beruf, und auch im Privatleben. Gleichsam ist man in nahezu totaler Abhängigkeit in einer Zeit des Zwists, der Unzufriedenheit, der Krisen, Konflikte, und Kriege.
    Grenzen sind auch gesetzt durch die Gegebenheiten der Natur, die nicht Überall die gleichen Bedingungen und Möglichkeiten offeriert.
    Grenzen sind ebenfalls gesetzt durch die etablierten Traditionen einer Gesellschaft und der überlieferten Kultur. Grenzen sind gesetzt durch das Gefühl der Toleranz, was als akzeptabel anerkannt wird in der Form des Betragens und Benehmens und sittlichen Verhaltens. Grenzen der Emotionen und des Humors, Grenzen gesetzt durch Religion und Glauben.
    Freiheit hat also enorme Konsequenzen.
    Freiheit ist demnach nicht absolut.
    Freiheit ist nicht grenzenlos.
    Freiheit bringt Verantwortung und Pflichten.
    Trotz all dem,
    Ich entscheide mich
    für die Freiheit.
    Bewahre den Frieden
    und erhalte Dir die Freiheit!
    Nütze sie sinnvoll,
    aber nicht auf Kosten anderer Menschen.
    Die Erhaltung der Freiheit erfordert
    Hingabe und Bereitwilligkeit, sowie
    individuelle und kollektive Aufopferung.
    Die Existenz der Freiheit
    ist aus all diesen Gründen
    nicht frei, nicht ohne Kosten!
    Sie wurde erkämpft,
    und muß erhalten bleiben!
    Man denke an die zahllosen Opfer von Kriegen
    der Tyrannei, des Terrors und der Willkür.
    Sie haben ermöglicht
    daß wir uns über Freiheit,
    frei und friedlich denkend,
    frei handelnd
    freie Gedanken machen können!
    Gerhard A. Fürst
    25. MAI, 2009

  6. Gerd Zimmermann
    Januar 8, 2018 um 4:09 pm

    „Freiheit: ein Begriff?… ein Faktotum?…
    eine Realität?…ein Ziel?…
    ein Wunschtraum?… eine Sehnsucht?…
    eine Idee?…eine Illusion?… ein Ideal?…
    Was ist Freiheit?“

    Gerhard

    Freiheit , denke ich, ist Freigeist.

    Ein Freigeist war auf jeden Fall Goethe.

    Und noch sehr viele andere Menschen.

    Denke ich.

    Ein Freigeist lässt sich nicht in Ketten legen,
    Nicht einmal in goldene Ketten.

    Ein Freigeist ist kein Nasenbär.
    I Pod 8.0

    Apple ist bankrot, sie wissen es nur noch nicht.

  7. muktananda13
    Januar 11, 2018 um 7:20 pm

    Das Leben ist mehr als Grenzen und Vorurteile.

  8. Fluß
    Januar 13, 2018 um 2:09 pm

    Ich les grad das Buch Die Mentalwelt von Leadbeater erneut und da ist aufgelistet, was die Liebe bewirkt. Ohne Liebe geht es nicht in die Mental-Ebene, die oberen Stufen sind die Kausalebene.
    Deswegen gibt es auch die Gurus und Promis, sie brauchen die Fans für diese Ebene da die Fans dann Bilder manifestieren. Verehrungen laufen genauso ab.
    Statt also sich selbst lieben, lassen sie sich lieben.
    Selbstlos sind solche Promis auch nicht, die Fans sind die selbstlosen unbewußten.

    Achja, vielleicht, da ja Merk el angesprochen wird, man kann solche Individuen auch einfach Pensionäre nennen. So wie sie in der Lobby sitzen, sitzen sie auch in der Pension – denn sie setzen alles an Vergnüglichkeiten ab. Klausur im Kloster.

    Naja, es war ja Weih Nacht und Sylvester – eine schöne Zeit. Für manche war es auch mehr als das. Ein Zauber. Magie. Spiritisten gibt es viele, die Richtung gibt jeder selber an und was manifestiert wird.

    • Fluß
      Januar 13, 2018 um 2:13 pm

      Und die Serie Catfish zeigt die Leichtgläubigkeit der Menschen in real auf. Da wird von Liebe geschrieben und haben sich noch nie getroffen und dann ist dahinter eine ganz andere Person als wie im Profil beschrieben. Für manche ein böses Erwachen.

  1. Januar 7, 2018 um 12:02 pm

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