Startseite > Gesellschaft > Reicht es aus, die verwendeten Begriffe nur wieder richtig zu deuten? Joseph Beuys war überzeugt davon …

Reicht es aus, die verwendeten Begriffe nur wieder richtig zu deuten? Joseph Beuys war überzeugt davon …

Profilbild von Marigny de Grilleau auf Facebook

Ich war als kleiner Junge mal mit auf einen Marsch zu einer der 1. Mai Veranstaltungen im Dortmunder Westfalenpark,  dem auch Willi Brandt sprach. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich verwirrt über den Gebrauch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern war. Rein intuitiv wollte mir so sein, dass, wenn ich irgendwann einmal auch zur Arbeit müsste, doch ich Derjenige sein müsse, der seine Arbeitskraft einsetzte, also der Gebende sein müsse, und dass Jener, der davon mitprofitierte, der Nehmende, oder gar böser, der absahnende wäre. Mir schien da was auf den Kopf gestellt.

Gestern schrieb der von mir sehr geschätzte, querdenkende Marigny de Grilleau auf Facebook mich anklingend:

In den schlauen BWL-Büchern steht immer wieder geschrieben:
Nachfrage regelt das Angebot!
Dieser neoliberale Sinnspruch entpuppt sich aber bei näherer Betrachtung als Irrsinn in dem Sinne: wie kann denn eine Nachfrage auf etwas bestehen, was noch gar nicht erfunden wurde? Diesen Widerspruch, den hätte ich gern mal aufgelöst gewusst. Oder gab es hier eine öffentliche Anlaufstelle, in dem der Bürger seine Wünsche via Weihnachtszettel stellen kann, dass zum Beispiel das Spiel „Tamagotchi“ endlich mal erfunden werden müsste?“

Und schickt gleich passend hinterher, wie ich finde:

Denn dieser dahergelogene Satz hat doch nur eines im Sinn, nämlich von den Schuldigen abzulenken: der Verbraucher, sei der Schuldige. Und hier sind wir schon wieder beim nächsten Wort „der Verbraucher“, der verbraucht hier alle Ressourcen. …
Nicht der Verbraucher ist es, der das Angebot regelt, sondern multinationale Konzerne steuern und regeln die Märkte – und kein anderer. Dazu trägt die weltumspannende Philosophie des Neoliberalismus bei, in dem dies von den Hoheitskanzeln immer wieder gepredigt wird, bis hinein in das Schulsystem werden wir verramscht, verkauft und sozialisiert – das ist die bittere Wahrheit.

Foto: Wikipedia

Und kaum hatte ich dieses gelesen, kam ein weiterer, ziemlich tiefschürfender Text mit ähnlicher Begriffsansicht von keinem geringeren als dem – nach meiner Einschätzung – anarchistischen Künstler Joseph Beuys (der aus Scheiße sprichwörtlich Geld machen konnte: gescheuerte Kunst) an mir vorbei. Er ging (RIP) davon aus, dass wir einen friedlichen Wandel schaffen könnte, wenn wir allein unsere Begriffe rund um Arbeit und Geld neu denken würden. Leider ist er nicht mehr lange genug gelebt, um diesen Anschub weiter zu unterstützen. Aber der Text kann uns noch weiter anregen, daher kommt er mal wieder ins Regal:

Aufruf zum Ausweg

Wilhelm Schmundt * hat als die zentrale Notwendigkeit einer fundierten Alternative das »ins-Rechte-Denken der Begriffe« gefordert. Dies meint auch Eugen Löbl **, der Wirtschaftstheoretiker des Prager Frühlings, wenn er von der unaufschiebbaren »Revolution der Begriffe« spricht. Schmundt hat einem seiner Bücher den Titel »Revolution und Evolution« gegeben, und er will damit sagen: Erst wenn wir die Grundzusammenhänge des sozialen Organismus neu überdenkend die »Revolution der Begriffe« geleistet haben, wird damit der Weg frei für eine Evolution ohne Zwang und Willkür.

Leider lebt, gerade in politisch alternativ denkenden Kreisen, vielfach noch die Ansicht, auf die Begriffe käme es nicht an. Dieses leichtfertige Vorurteil muß überwunden werden, wenn die neue soziale Bewegung eine Ausstrahlung bekommen und eine politische Kraft werden will. Denn mit Begriffen ist immer eine sehr weittragende Praxis verbunden, und die Art und Weise, wie über einen Sachverhalt gedacht wird, ist entscheidend dafür, wie man mit diesem Sachverhalt umgeht, – zuvor: wie und ob man ihn überhaupt versteht.

Bei dem Entwurf der Alternative, d. h. des DRITTEN WEGES, von dem als erste kommunistische Partei jetzt auch die KPI in positiver Weise spricht, gehen wir vom Menschen aus. Er ist der Bildner der sozialen Plastik und nach seinem Maß und seinem Wollen muß der soziale Organismus eingerichtet sein.

Nach Gefühl und Erkenntnis der Menschenwürde gelten dem Menschen heute drei Grundbedürfnisse als vorrangig:

1. Er will seine Anlagen und seine Persönlichkeit frei entwickeln und seine Fähigkeiten in Verbindung mit den Fähigkeiten seiner Mitmenschen frei für einen als sinnvoll erkannten Zweck einsetzen können.

2. Er erkennt jede Art von Privileg als untragbare Verletzung der demokratischen Gleichberechtigung. Er hat das Bedürfnis, als mündiger Mensch hinsichtlich aller Rechten und Pflichten – ob sie in einen wirtschaftlichen, sozialen, politischen oder kulturellen Zusammenhang gehören – als Gleicher unter Gleichen zu gelten und am demokratischen Vereinbaren auf allen Ebenen und in allen Bereichen der Gesellschaft mitbestimmen zu können.

3. Er will Solidarität schenken und Solidarität in Anspruch nehmen. Es mag vielleicht bezweifelt werden, daß darin ein vorrangiges Grundbedürtnis des heutigen Menschen zum Ausdruck kommt, weil der Egoismus, das weithin dominante Motiv im Verhalten der Einzelnen ist.

Eine gewissenhafte Prüfung zeigt jedoch etwas anderes. Zwar mag der Egoismus noch im Vordergrund stehen und das Verhalten bestimmen. Aber: Ein Bedürfnis, ein angestrebtes Ideal ist er nicht. Er ist ein Trieb, der herrscht und beherrscht. Gewollt jedoch ist:

Die gegenseitige Hilfe aus freier Entscheidung.

Wenn dieser solidarische Impuls als das menschliche und menschheitliche Ideal empfunden wird, dann stellt sich die Aufgabe, jene Mechanismen, die aus den sozialen Strukturen heute den Egoismustrieb aktivieren, so umzuformen, daß sie den inneren menschlichen Absichten nicht mehr entgegenwirken.

Und diese Strukturen werden so umgeformt:

Das »integrale System«, neuer Arbeitsbegriff, neuer Einkommensbegriff. Das Wirtschaftsleben hat sich in der arbeitsteiligen Industriegesellschaft zu einem -wie Eugen Löbl sagt – »integralen System« entwickelt.

Dies bedeutet: Die Menschen verlassen, wenn sie arbeiten, den privaten Bereich, die Haushalte, und strömen hin zu den assoziierten Produktionsstätten. Die Erzeugnisse ihrer Arbeit kommen nicht mehr durch Einzelne oder Zünfte tauschwirtschaftlich auf den Markt, sondern sie gelangen aus dem Zusammenwirken komplexer Prozesse dorthin. Das jeweilige Endprodukt ist das Ergebnis der gemeinsamen Tätigkeit aller im Rahmen der Weltwirtschaft.

Alle Tätigkeiten, auch diejenigen der Erziehung, der Ausbildung, der Wissenschaft, der Banken, der Verwaltung, der Parlamente, der Medien usw. sind in dem Ganzen integriert.

Zwei Prozesse bilden die Grundstruktur dieses Wirtschaftstyps: Der Strom der in der Arbeit zum Einsatz kommenden Fähigkeitswerte und der Strom der geistigen oder physischen Konsumwerte. Die technischen Produktionsmittel müssen dabei als höher entwickelte Ressourcen angesehen werden.

Jede geleistete Arbeit ist prinzipiell Arbeit für andere.

Das heißt, daß jeder Tätige an einer bestimmten Stelle seinen Beitrag leistet für das Herstellen eines Wertes, der letztlich von irgendwelchen seiner Mitmenschen verbraucht wird. Die Arbeit eines Menschen steht nicht mehr in Verbindung mit seinem Konsumieren.

Das andere von ebenso weitreichender Bedeutung ist, daß der Charakter des integralen Systems es nicht mehr erlaubt, das Einkommen der Tätigen als den Tauschwert für ihre erbrachten Leistungen anzusehen. Denn es kann hier keinen objektiven Maßstab für die Ermittlung des Leistungsanteils eines einzelnen an der Produktion eines bestimmten Konsumwertes mehr geben.

Ebensowenig kann der objektive Anteil eines Unternehmens am Gesamtprodukt ermittelt werden. Wenn wir diese Wirklichkeiten zur Kenntnis nehmen und sie nicht aus diesen Interessen oder jenen Desinteressen ignorieren, dann müssen wir festhalten, daß sich mit dem Übergang von der Tauschwirtschaft (auch Geldtauschwirtschaft) zur integralen Wirtschaft das Verhältnis von Arbeit und Einkommen grundlegend geändert hat.

Würden wir allein aus diesen Einsichten die Konsequenzen ziehen, so ergäbe sich bereits daraus eine radikale Wandlung der heutigen Wirtschaftsgegebenheit.

Das Einkommen, das die Menschen zur Erhaltung und Entfaltung ihres Lebens benötigen, wäre keine abgeleitete Größe mehr, sondern ein originäres Recht, ein Menschenrecht, das gewährleistet sein muß, damit für sie die Voraussetzungen erfüllt sind, verantwortlich und selbstverpflichtet im Kreis ihrer Mitarbeiter wirken zu können.

Für das Einkommen als elementares Menschenrecht ist das demokratische Vereinbaren nach bedarfsorientierten Gesichtspunkten das sachgemässe Gestaltungsprinzip. Auch das Maß und die Art der Arbeit sind Fragen, welche durch die demokratische Gemeinschaft im allgemeinen und die Arbeitskollektive im besonderen nach der Art ihrer Selbstverwaltungsformen behandelt und geregelt werden müssen.

Alle heutigen Zwänge, Ungerechtigkeiten und Frustrationen, die sich aus dem Anachronismus des Lohnens der Arbeiter geben, werden damit hinfällig, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände überflüssig. Gibt es Einkommensunterschiede, so sind sie für alle transparent und demokratisch gewollt. Positiv auch die sozialpsychologischen Folgen der Überwindung der Lohnabhängigkeit.

Niemand kauft und niemand verkauft Fähigkeit und Arbeit. Alte Tätigen gehören hinsichtlich ihres Einkommens zur demokratischen Gemeinschaft gleichberechigter Bürger.

Der Funktionswandel des Geldes

So wie sich beim Übergang zur integralen Wirtschaft im Wesen der Arbeit ein tiefgreifender Wandel vollzogen hat, so ist auch bei den Geldprozessen eine Metamorphose eingetreten. Doch wie die tauschwirtschaftlichen Begriffe für die Regelung der Arbeits- und Einkommensverhältnisse beibehalten worden sind, blieben sie auch für die Gestaltung des Geldsystems bestimmend. Dadurch konnte sich das Geld nicht ordnend in den sozialen Organismus eingliedern.

Dies hat Gründe geliefert, viele Geldanalysen unter psychologischen, soziologischen, ökonomietheoretischen und anderen Gesichtspunkten zu verfassen.

Doch sie alle haben wenig geholfen. Die Macht des Geldes blieb ungebrochen.

Warum? Weil wir den Geldbegriff nicht geändert haben, als es entwicklungsgeschichtlich erforderlich gewesen wäre.

Was hat zu dem bislang noch ignorierten Funktionswandel des Geldes geführt? Mit dem Auftreten der Zentralbanken in der modernen Geldentwicklung ist dieser Wandel eingetreten. Das Geld trat heraus aus der Welt der Wirtschaftswerte, als deren universelles Tauschmittel es vorher gedient hatte.

Die neue Art der Geldemission und Geldleitung durch die lnstitution der Zentralbank führte zur Ausbildung eines Kreislaufsystems im sozialen Organismus, durch welches, vergleichbar dem Evolutionsschritt in der Biosphäre von einem niederen zu einem höheren Organismus, das soziale Ganze eine komplexere Daseinsform angenommen hat. Das Geld konstituierte ein neues Funktionssystem. Es wurde zum Rechtsregulativ für alle kreativen und konsumtiven Prozesse.

Auf der Produktionsseite benötigen die Unternehmen für die Erfüllung ihrer Aufgaben Geld. Sie bekommen es vom Bankensystem als Kredit (Zins, heute mit dem Kreditbegriff gekoppelt, kommt aus einem wesenswidrigen Geldverständnis!).

In der Hand der Unternehmen ist Geld = Produktionskapital ein Rechtsdokument. Es verpflichtet die Unternehmen zum Einsatz der Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter in der Arbeit.

Kommt das Geld als Einkommen in die Verfügungsberechtigung der Tätigen, ändert es seine Rechtsbedeutung. Als Konsumkapital berechtigt es die Verbraucher zum Erwerb der Konsumwerte.

Damit fließt das Geld zum Produktionsbereich zurück und ändert ein letztes Mal seine Bedeutung. Jetzt ist es Geld ohne Beziehung zu einem Wirtschaftswert. Als solches berechtigt es die Unternehmen, an die es gelangt, zu nichts. Es werden damit die Kredite abgelöst, die Konten der Unternehmen bei den Kreditbanken ausgeglichen. Da viele Unternehmen – wie beispielsweise Schulen und Universitäten – für ihre Leistungen keine Preise verlangen, muß der Kontenausgleich der Unternehmen untereinander, insofern die einen Überschüsse und die anderen Unterschüsse haben, in Verbindung mit Assoziationsbanken vorgenommen werden.

Dieser auf das Niveau der erreichten sozialen Evolution gehobene Geldbegriff hat durchschlagende Konsequenzen. Er löst das Machtproblem, insofern es von der Geldseite her entstanden ist. Weil man nicht erkennen wollte, daß die Geldordnung nicht Teil des Wirtschaftslebens geblieben, sondern ein selbständiges Funktionssystem im Rechtsbereich geworden war, konnte sich die alte römische Eigentumsvorstellung uneingeschränkt erhalten. So konnten auch die Kategorien von »Gewinn« und »Verlust« zur Geltung kommen. Die schrankenlose Aneignung alles dessen, was mit den Produktionsstätten zusammenhängt, blieb rechtens.

Ohne eine einzige staatsbürokratische Maßnahme oder steuerpolitische Akrobatik führt die Anerkennung des gewandelten Geldbegriffes hingegen zur Aufhebung sowohl des Eigentums- als auch des Profitprinzips im Produktionsbereich.

Und was passiert mit den Börsengeschäften, der Bodenspekulation, dem Zinswucher, der Inflation? Sie verschwinden ebenso wie die Geißel der Arbeitslosigkeit. Die Aktienwelt entschläft über Nacht, ohne daß auch nur ein Zahnrad deswegen nicht mehr laufen würde. Und die Aktionäre, die Spekulanten, die Großgrundbesitzer? Werden sie ihre heiligen Reichtümer der Menschheit auf dem Opferaltar der anhebenden neuen Zeit darreichen? Wir werden sehen. Jedenfalls wird jeder seinen Platz im sozialen Leben finden, wo er seine Fähigkeit frei, produktiv und sinnvoll für das Ganze einsetzen kann.

Was den Konsumbereich betrifft, stellt sich die Sache so dar, daß sich die Produktion nach dem Bedarf der Verbraucher richten wird. Keine Profit- und Eigentumsinteressen stehen diesem einzig sachgemäßen Wirtschaftsziel hemmend oder ablenkend im Wege. Die mit dem integralen System schon elementar verwirklichte Brüderlichkeit – »Arbeit ist prinzipiell Arbeit für andere geworden« – kann ungehindert zur Entfaltung kommen.

Auch auf die ökologische Frage fällt ein neues Licht:

Wirtschaftsökologie ist selbstverständlich, wenn eine freie Wissenschaft, eine freie Erziehung und eine freie Information die Gesetze des Lebendigen umfassend erforscht und verbreitet und deren Bedeutung für den Menschen erhellt.

Die Freiheitsgestalt des sozialen Organismus

Den Staat mit der Lenkung der gesellschaftlichen Entwicklung zu beauftragen wäre denkbar, wenn es nicht im radikalen Widerspruch zum Freiheitsimpuls, zur Forderung nach Selbstbestimmung, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung (Dezentralisierung) stünde. Deshalb kann die letzte wichtige Frage, die sich hinsichtlich des Bildes der evolutionären Alternative des Dritten Weges stellt: Wie kann die von Zwängen befreite Gesellschaft ihre an den menschlichen Bedürfnissen und den Naturnotwendigkeiten orientierte Entwicklungsrichtung finden?, nur durch die Beschreibung der »Freiheitsgestalt des sozialen Organismus« (Schmundt) beantwortet werden.

Freiheit ist einerseits individueller Impuls, das Handeln aus selbstbestimmten Motiven zu vollbringen. Andererseits ist selbstbestimmtes Handeln nur dann frei, wenn es aus »Einsicht in die Lebensbedingungen des Ganzen« (Rudolf Steiner) vollzogen wird.

Für den komplexen Zusammenhang unserer arbeitsteiligen Produktion bedeutet dies, daß der Einzelne oder auch das einzelne Unternehmen aus sich heraus nur sehr schwer die Gesichtspunkte zu finden vermag, durch welche die jeweilige Aufgabe, etwas für die Bedürfnisse anderer hervorzubringen in der bestmöglichen Weise erfüllt werden kann.

Daher ist es nötig, dem Gesellschaftskörper ein neues Funktionssystem einzugliedern:

Das System beratender Kuratorien, ein authentisches Rätesystem als ständige Inspirationsquelle.

Die Einsichten über die Bedingungen, Zusammenhänge und Wirkungen seines Handelns kann jedes Arbeitskollektiv dann am besten gewinnen, wenn es ein Kuratorium beruft, in dem die demokratisch bevollmächtigte Leitung des Unternehmens mit den leitenden Persönlichkeiten anderer Unternehmen, der Banken, wissenschaftlicher Forschungsinstitute und auch mit Vertretern seiner Konsumentenschaft die Aufgaben, Ziele und Entwicklungen des Unternehmens von möglichst umfassenden Gesichtspunkten aus berät. Die Entscheidungen müssen von den jeweils Verantwortlichen getroffen werden. Diese Entscheidungen werden aber durch die Hilfe der Kuratorien von einem optimal sachgerechten Urteilsbild getragen sein.

Was dergestalt für die Assoziationen der Arbeitskollektive untereinander gilt, spielt auch eine Rolle für die Grundstruktur eines einzelnen freien Unternehmens. Der überwundene Gegensatz von »Arbeitgeber« und »Arbeitnehmer« öffnet das Feld für eine Sozialgestalt, in der miteinander verwoben sind: Prozess des freien Beratens, des demokratischen Vereinbarens und schließlich des gemeinsamen Wirkens für die soziale Umwelt.

Das Recht der freien unternehmerischen Initiative hat jeder Mensch. Denn der Mensch ist ein initiatives Wesen. Nötig ist, daß die Arbeitsleiter die Fähigkeit haben, ihre Mitarbeiter nach deren Fachtüchtigkeit und Sachverstand zu berufen. Aus dieser Funktion werden sie jedoch weder materielle Privilegien noch irgendeine andere Form von nicht demokratisch legitimierter Macht haben können.

So ist in dem Bild der Grundzüge eines Dritten Weges das freie Unternehmen in einer selbstverwalteten Wirtschaft und einer selbstverwalteten Kultur die demokratische Basiseinheit einer nachkapitalistischen und nachkommunistischen neuen Gesellschaft des realen Sozialismus.

Staatliche Gesetzgebung, Regierung und Verwaltung sind auf die Funktion beschränkt, die für alle verbindlichen demokratischen Rechte und Pflichten zu beschließen und ihre Verwirklichung durchzusetzen.

Der Staat wird erheblich schrumpfen. Was übrig bleibt, wird man sehen.

Was können wir für die Verwirklichung der Alternative jetzt tun?

Wer sich dieses Bild der evolutionären Alternative vor Augen führt, hat ein klares Grundverständnis von der sozialen Plastik, an welcher der Mensch als Künstler formt.

Wer sagt, daß es eine Veränderung geben muß, aber die »Revolution der Begriffe« überspringt und nur gegen die äußeren Verkörperungen der Ideologien anrennt, wird scheitern. Er wird entweder resignieren, sich mit Reformieren begnügen oder aber in der Sackgasse des Terrorismus landen. Drei Formen des Sieges der Strategie des Systems.

Wenn abschließend daher gefragt ist:

Was können wir tun? damit wir das Ziel der Neugestaltung von den Fundamenten her auch erreichen, dann müssen wir uns klarmachen: Es gibt nur einen Weg, das Bestehende zu transformieren – aber dieser erfordert eine breite Palette von Maßnahmen.

Der einzige Weg ist die gewaltfreie Transformation. Gewaltfrei nicht etwa darum, weil Gewalt zur Zeit oder aus bestimmten Gründen nicht erfolgversprechend erscheint. Nein. Gewaltfreiheit aus prinzipiellen menschlich – geistig – moralischen und politisch gesellschaftlichen Gründen.

Einerseits steht und fällt die Würde des Menschen mit der Unverletztlichkeit der Person und die Ebene des Menschentums verläßt, wer dies mißachtet. Andererseits sind gerade die zu transformierenden Systeme auf Gewalt in jeder nur denkbaren Form aufgebaut. Deshalb ist jede Art von Gewaltanwendung ein Ausdruck systemkonformen Verhaltens, verfestigt also, was es auflösen will.

Dieser Aufruf will ermutigen und auffordern, den Weg der gewaltfreien Transformation einzuschlagen. An solche, die bisher passiv waren, obwohl sie von Unbehagen und Unzufriedenheit erfüllt sind, ist die Aufforderung gerichtet: Werdet aktiv. Eure Aktivität ist vielleicht das einzige, was jene, die aktiv sind, aber mit Mitteln der Gewalt liebäugeln oder schon Gewalt anwenden, auf den Weg der gewaltfreien Aktion zurückführen kann.

Obwohl die angezeigte »Revolution der Begriffe« das Kernstück der hier vorgestellten Methode zur Veränderung ist, muß sie nicht unbedingt am Anfang aller Schritte stehen. Auch ist ihr jeder Absolutheitsanspruch fremd. Wer die Kraft hat, die Theorien des Marxismus, des Liberalismus, der christlichen Soziallehre usw. zu Ende zu denken, wird feststellen, daß diese Theorien durchaus zu den gleichen Ergebnissen kommen wie wir.

Dieses Zu-Ende-Denken von historischen Ansätzen ist heute nötig. Wo es mutig vollbracht wurde, bemerkte man, wie die Fronten sich verschieben. Da steht Bahro dann Karl-Hermann Flach und William Borm näher als diese ihrem Parteifreund Lambsdorff und jener seinen Genossen, die ihn verhaftet und verurteilt haben.

Der Prozeß des Umschmelzens verhärteter Begrifflichkeiten und Theorieansätze ist in vollem Gange. Er muß zum grossen Dialog, zur interfraktionellen, interdisziplinären und internationalen Kommunikation zwischen den alternativen Lösungsmodellen führen.

Die FREE INTERNATIONAL UNIVERSITY (Freie Hochschule für Kreativität und interdisziplinäre Forschung) ist das ständige Angebot, diese Kommunikation zu organisieren und zu entwickeln.

»Gegen die geballten Interessen der Mächtigen hat nur eine mitreißende Idee eine Chance, die wenigstens so stark ist wie die humanistische in den letzten und die christliche in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung« (Gruhl). Um von den verschiedenen Ansätzen, die in der neuen sozialen Bewegung leben, zu dieser »mitreißenden Idee« durchzustoßen, brauchen wir den ständigen und umfassenden Dialog.

FREIE INTERNATIONALE UNIVERSITÄT als ein organisatorischer Ort dieses Forschens, Arbeitens und Kommunizierens meint also alle die Gruppen und Keimzellen in unserer Gesellschaft, zu denen Menschen sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsam die Fragen der sozialen Zukunft zu durchdenken. Je mehr Menschen sich mit diesen Arbeiten verbinden, desto kraftvoller und durchgreifender werden die alternativen Ideen zur Geltung kommen. Darum sei aufgerufen: Gründet Arbeitsplätze der FREIEN INTERNATIONALEN UNIVERSITÄT, der Universität des Volkes.

Aber dies allein genügt noch nicht. Überall dort, wo dies möglich ist, sollten wir uns zur alternativen Lebens- und Arbeitspraxis entschließen. Viele haben in kleinen Bereichen und speziellen Gebieten einen Anfang gemacht. Ein Zusammenschluß alternativer Wirtschafts- und Kulturunternehmen ist die AUFBAUINITIATIVE AKTION DRITTER WEGE (Unternehmensverband, Stiftung, Mitgliederorganisation). Einzelne Gruppen oder Betriebe, die ihren alternativen Ideen auch Taten folgen lassen wollen, sind aufgefordert, dieses Projekt zu stärken.

Ein letzter, aktueller Aspekt. Vielleicht der wichtigste und entscheidenste für den Weg der gewaltfreien Transformation.

Wie kann die neue soziale Bewegung eine politische Dimension erreichen?

Damit ist, jedenfalls für den Bereich der westlichen Demokratien, die Frage nach der Möglichkeit einer parlamentarischen Aktion gestellt. Gehen wir diesen Weg, dann gehen wir ihn nur richtig, wenn wir einen neuen Stil der politischen Arbeit und des politischen Organisierens entwickeln. Nur wenn wir uns in diesem neuen Stil üben, werden wir die Hindernisse überwinden, die für alternative Entwicklungen durch Sperrklauseln und ähnliches errichtet sind.

Es wäre schon nötig, daß auch von den Parlamenten her, für die ganze Öffentlichkeit wahrnehmbar, alternative Lösungsmodelle aufträten. Dazu aber müssen die Leute, die solche Modelle erarbeitet haben, in die Parlamente hineinkommen.

Wie kommen sie hinein?

Indem sie ihre ganze Kraft auf eine gemeinsame Wahlinitiative konzentrieren.

Entscheidend für einen solchen Versuch ist, welches Verständnis man von der Gesamtalternativenbewegung hat. Sie besteht ja aus einer Fülle von Strömungen, Initiativen, Organisationen, Institutionen usw. Sie alle haben nur in der Gemeinsamkeit eine Chance.

Gemeinsame Wahlinitiative heißt aber nicht: Parteiorganisation, Parteiprogramm, Parteidebatte im alten Stil. Die Einheit, derer es bedarf, kann nur die EINHEIT IN DER VIELFALT sein.

Die Bewegung der Bürgerinitiativen, die ökologische, die Friedens- und die Frauenbewegung, die Bewegung der Praxismodelle, die Bewegung für einen demokratischen Sozialismus, einen humanistischen Liberalismus, einen Dritten Weg, die anthroposophische Bewegung und die christlich-konfessionell orientierten Strömungen, die Bürgerrechtsbewegung und die 3. Welt-Bewegung müssen erkennen, daß sie unverzichtbare Bestandteile der Gesamtalternativenbewegung sind; Teile, die sich nicht ausschließen und widersprechen, sondern ergänzen.

Realität ist, daß es marxistische, katholische, evangelische, liberale, anthroposophische, ökologische usw. Alternativkonzepte und -initiativen gibt. In vielen wesentlichen Punkten besteht unter ihnen bereits ein hohes Maß an Übereinstimmung. Dieses ist die Basis der Gemeinsamkeit in der Einheit. In anderen Punkten besteht Nichtübereinstimmung. Dieses ist die Basis der Freiheit in der Einheit.

Eine gemeinsame Wahlinitiative der Gesamtalternativenbewegung ist nur lebenswirklich als ein Bündnis vieler autonomer Gruppen, die ihr Verhältnis untereinander und gegenüber der Öffentlichkeit im Geiste aktiver Toleranz gestalten. Unsere Parlamente brauchen den befreienden Geist und das Leben einer solchen Union, der UNION FÜR DIE NEUE DEMOKRATIE.

Die Fahrzeuge, die den neuen Kurs nehmen, stehen also bereit. Sie bieten Platz und Arbeit für alle.

An Informationen und Mitarbeit an den Projekten FREE INTERNATIONAL UNIVERSITY, Aufbauinitiative AKTION DRITTER WEG und UNION FÜR DIE NEUE DEMOKRATIE interessierte Leser mögen sich wenden an:

Free International University
8991 Achberg, Humboldt-Haus
4000 Düsseldorf 1, Postf. 200271

Anmerkungen

* Wilhelm Schmundt: »Erkenntnisübungen zur Dreigliederung des sozialen Organismus – Durch Revolution der Begriffe zur Evolution der Gesellschaft«, Achberg, 1982

** Eugen Löbl: »Wirtschaft am Wendepunkt«, Wegweiser in eine soziale Zukunft ohne Inflation und Arbeitslosigkeit, Achberg, 1975

Quelle: Erstveröffentlichung in Frankfurter Rundschau am 23. 12. 1978

Gefunden: Aufruf zur Alternative, Joseph Beuys 12/1978

http://www.themen-der-zeit.de/content/Aufruf_zur_Alternative.424.0.html

  1. Fluß
    Dezember 8, 2017 um 8:56 pm

    Gerd, ich hab Leute um mich, die ich bedingungslos liebe. Das sind nicht fremde ausm Netz 😉 Ich hab auch schon Hände aufgelegt. Selbstheilung ist der Weg,
    Du liebst mit Alkohol im Blut. Ich tauche nicht betrunken wo auf. Ich hab früher nachm tanzen Leute nach Haus gefahren, die getrunken hatten.
    Ich hab meinen Lappen noch auch wenn ich wegen Geld nicht fahre.
    Es ist doch alles gut. Ich hab nur keine Resonanz zu jemanden mit dem Gespräche nicht möglich sind.
    Klar, fühlen tu ich auch. Aber das ist eine andere Ebene und ja, du hast unendlich viele Worte für die selben Begriffe. Das ist MenschSein.
    Und ja, du schreibst gerne, wer grad für dich weit ist und wer noch was tun muß.
    Aber jeder geht eigene Wege. Als Freigeist müßtest du das wissen.

  2. Fluß
    Dezember 9, 2017 um 8:56 am

    Reiche/Ebenen und Menschen

    Farbe
    Klang
    Formannehmend
    Mineralien
    Pflanzen
    Tiere
    Mensch 1.Verstand 2.Intuition/Genie 3.Prophet 4.Geistmensch

    Alles Entwicklung.

  3. Fluß
    Dezember 9, 2017 um 9:07 am

    Präkognitiver Traum

    https://www.klartraum-wiki.de/wiki/Pr%C3%A4kognitiver_Traum

    „Ein präkognitiver Traum ist ein Traum, von dem, nachdem man ihn geträumt hat, Teile auch in Wirklichkeit eintreten. Solche Träume werden auch hellseherische Träume genannt. Manchmal wird auch der Begriff Wahrtraum verwendet, was eine Sammelbezeichnung für Träume ist, die mutmaßlich reale Ereignisse enthalten. „

    „Esoterische und religiöse Erklärungen

    Abgesehen von dem Argument, dass präkognitive Träume nicht prinzipiell unmöglich seien, und es vielleicht noch unseren heutigen Wissenshorizont übersteigt, sie zu erklären, gibt es auch konkrete Ansätze, sie auf eine metaphysische Weise zu erklären. Hierzu zählen z.B. postulierte „morphogenetische Felder“, Seelenwanderung, Astralreisen, oder die Behauptung, die Wachwelt sei in Wahrheit auch nur ein Traum, u.ä. Solche Annahmen sind meistens weder beweis- noch widerlegbar.

    Wahrscheinlichkeit und Zufall

    Die meisten Fälle lassen sich durch Zufall erklären. Die Wahrscheinlichkeit, nach einem beliebigen Ereignis einen Traum zu erinnern, der dieses Ereignis zuvor scheinbar widerspiegelte, ist größer, als es auf den ersten Blick erscheint. Maßgeblich für diese Differenz ist das Gesetz der großen Zahlen. Es erscheint im Einzelfall unwahrscheinlich, dass man selbst (bzw. ein bestimmter Mensch) einen bestimmten Traum zu einer bestimmten Zeit hatte. Bezieht man jedoch alle Menschen in die Überlegung ein, die den selben Traum als hellseherisch hätten erkennen können, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit stark. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass im Wachleben etwas eintritt, das einem Teil eines Traums ähnelt umso größer, je mehr Zeit zwischen dem Traum und dem Ereignis in der Realität liegt und je mehr Trauminhalt man generell erinnert.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass durch Zufall Träume auftreten, die von später eintretenden Ereignissen handelten wird weiterhin dadurch erhöht, dass Trauminhalte meistens einen Bezug zum Wachleben des Träumers haben. Entweder sein persönliches Leben betreffend oder indem ihre Handlung im kulturellen oder gesellschaftlichen Umfeld des Träumers stattfindet. Dabei handeln sie oft von möglichen Zukunftsszenarien oder möglichen Folgen von Erlebtem. „

    zu Fall bringen – das ist die Wissenschaft. Möglichkeiten bestimmen das Jetzt. Das würde die gesamte Wissenschaft arbeitslos machen.

    • tula
      Dezember 9, 2017 um 10:16 am

      Fluß, 🙂 ja die Aufklärung wäre so logisch und sie wäre auch da. Die Wissenschaft könnte schon längst „erleuchtet“ 😉 sein auch die Menschheit könnte schon längst in Frieden und Erleuchtung leben.

      Wieso ist das nicht so?

  4. Fluß
    Dezember 9, 2017 um 10:46 am

    @ Tula, weil die Menschen an der Erde angebunden sind.
    Das untere Selbst. Das mittlere ist der Verstand.

    Und weil die Astral-Ebene chaotisch ist und wirres Zeug runterlädt bzw. Menschen Gedanken und Gefühle als eigene betrachten (UnterbewußtSein – also ohne Kontrolle), und es ist alles miteinander verbunden.
    Fühlbar im Solarplexus. Also die Komm-uni-kation ist ja da. IM PRINZ-ip ist jedes Chakra und die Drüse eine wELt am er-schaff-en.

    Dann werden auch noch Wiederholungen durch Zwangs-Gemeinschafts-Rituale hochgehalten als eigene Kult-ur. Also Zeit-prä-GEN-d.

    Selbst Leute die denken, daß sie Fähigkeiten haben, brauchen dafür keine Harmonie.

    Die Geistes-Wissen-schaft würde weiterhelfen, ist ja das, was geheim gehalten wurde.

    Letzendlich kann nur jede/r selber in Harmonie kommen. Z.B. durch die richtige Frequenz. Ist nicht einfach da vieles programmiert ist und beeinflußt/MANNiPULiert und auf lange Sicht angelegt. Ein HSM hemmt vieles. Hamfu.ch, listet Frequenz-Geräte.

    • tula
      Dezember 9, 2017 um 11:09 am

      DAs untere Selbst ist ja ein Erdenchakra, das gehört so, es steht der Menschheit in ihrer Entwicklung nicht im Weg, im Gegenteil, wer gut geerdet ist hat die besten Voraussetzungen für dieses Spiel.

      Aha du meinst unter untere Selbst etwas anderes…..also die Menschen müssen an die Erde angebunden sein sonst würde hier auf diesen Planeten niemand leben können und ja das untere Selbst, du meinst wahrscheinlich das tierische Selbst und ja der Verstand, halten die Menschen unten, bzw. hält sich daher der Mensch selbst unten, warum? macht das wirklich soviel Spaß?

      Man darf natürlich auch nicht alle über den gleichen Kamm scheren, die Menschen bestehen ja aus einem Sammelsurium von Individuen aller Bewusstseinstufen und kosmischer Intelligenzen. Das war die gute Botschaft zum heutigen Tage. 😉

      • Dezember 9, 2017 um 12:46 pm

        „Das untere Selbst ist ja ein Erdenchakra, das gehört so, es steht der Menschheit in ihrer Entwicklung nicht im Weg, im Gegenteil, wer gut geerdet ist hat die besten Voraussetzungen für dieses Spiel.“
        => zum Gut-Geerdet-Sein gehört m.Meinung nach zwingend die Verbindung zum eigenen Selbst. Das eigene Selbst ist nicht mehr als die eigene kultur- und rasse-abhängige Identität eines Menschen, verbunden mit der jeweiligen eigenen Kultur und Rasse.
        Das ist das benannte „Eingebunden-Sein“ und es hängt eng zusammen mit dem, was Materialisten HEIMAT nennen.
        Der Mensch ist da beheimatet, wo er geboren ist, bzw. seine Verwandtschaft/Sippe/Ahnen geboren wurden.
        Jetzt kommen wir zu dem eigentlichen Problem: Wer kann in der brd noch sagen daß er da wohnt, wo seine Heimat ist? Durch zurückliegende Kriege wurde eine große Zahl der deutschen Bevölkerung regelrecht ent-wurzelt, d.h. diese Menschen sind heimatlos.
        Ohne Heimat und damit zusammenhängender Identität, noch dazu traumatisiert durch 2 Weltkriege (Traumata vererben sich) ist man aber frei verfügbar für die Manipulationsversuche der NWO-„Agenten“; man ist also Manipulations-Opfer dieser „Kreise“. Dieses hört erst auf wenn man beginnt, dieses üble Spiel der Manipulation zu durchschauen und man sich dementsprechen zurück besinnt auf sich selbst: Die Heimat, das Ich, die Verwandtschaft, die Gebundenheit innerhalb des eigenen Volkes, dazu gehört auch Kultur und Brauchtum des eigenen Volkes.

        Zweites Problem dabei:
        Es gibt kaum mehr ein deutsches Volk. Wer beginnt, danach zu suchen, nicht in sich selbst, denn in sich selbst habe ich dieses alles, sondern im Außen, bei anderen Menschen, stellt fest: Es gibt nicht mehr viel. Es gibt keine Resonanz mehr mit Gleichem – hier in dem Fall: gleich oder stark ähnlich empfindendem Deutschen, wie ich es bin.

        Dann fangen die Probleme dann erst richtig an. Wenn die Resonanz mit Ähnlichem oder Gleichem ausbleibt.
        Einige Leute flüchten sich dann in Esoterik, weil diese Wahrheit der fehlenden Resonanz doch allzu unerträglich erscheint.
        Das war nie mein Weg.
        Ich gehe lieber andere Wege.

    • Dezember 9, 2017 um 12:12 pm

      „Dann werden auch noch Wiederholungen durch Zwangs-Gemeinschafts-Rituale hochgehalten als eigene Kult-ur. Also Zeit-prä-GEN-d.“
      => mit Kultur-Leugnern kann ich auch nicht diskutieren. Das sind nämlich i.d.Regel Kultur-Abschaffer (NWO-Befürworter).

      • Fluß
        Dezember 9, 2017 um 12:25 pm

        Also dis beinhaltet andere Polarität. Kurs bedeutet anderer Kurs.

        Ja, es muß schlimm sein, festhängend in einer Schleife.

        Anastasia lebt angeblich mit der Nat-Ur. Da is nix mit Ritual.

        Fühlen, miteinander, Intuition. Hände auflegen. Die Seele von Tieren spüren und heilen.

        Rituale sind MANN if es tat-ION. GeFORMT-es bleibt bis es umgeformt wird bzw.
        das Menschliche physische Körper-Naturell er-schafft durch Bilderpuzzel ein Ganzes.
        Was das Gehirn nich kennt, das wird grob erstellt. Sozusagen als Vater Morgana.

        Also die deutsche Sprache gibt’s garnicht, gibt nur verunstaltete Worte, die ur-sprüng-licht aus der Mystik scheinen/kommen.

        • Dezember 9, 2017 um 12:50 pm

          Nein, im Gegensatz zu euch Esoterikern habe ich eine Identität. Die habt ihr nicht. Das hat nichts mit „Schleife“ zu tun.

          Deine Verwechslung von Ritual und den von mir genannten Begrifflichkeiten Kultur, Kunst, Können, Identität, Volk und Rasse teile ich nicht.
          Du weiß wahrscheinlich nicht was ich meine, oder aber du deutest meine Begriffe um, so daß sie in deinen eigenen esoterischen Kontext („Wir sind alle eins“) passen.

  5. Fluß
    Dezember 9, 2017 um 11:16 am

    Ja, Steiner ordnet ja wie andere auch die Chakren den Planeten ein.
    Der Mensch hat mehrere Selbste in sich und ist verbunden mit Planeten., an-TEIL-mäßig.

    Das Wurzelchakra beinhaltet das über-L-EBEN.

  6. Fluß
    Dezember 9, 2017 um 11:53 am

    Hier gehts auch noch um die Wochentage:
    http://www.spiritualitaet-quantenbewusstsein.de/2011/12/die-zuordnung-von-planeten-zu-den-chakren/

    Die Zuordnung von Planeten zu den Chakren

    Der 1. Tag der Woche galt der Sonne, daher Sonntag.

    Der 2. Tag der Woche galt dem Mond, daher Montag.

    Der 3. Tag galt dem Mars, der dem germanischen Gott Tyr entspricht, woraus sich Dienstag bzw. englisch Tuesday ableitet oder auch der französische Mardi.

    Der 4. Tag galt dem Gott Merkur, der engl. Wednesday geht auf den Merkur gleichgesetzten germanischen Gott Wotan zurück. Auch hier greift der französische Mercredi, hingegen leitet sich der deutsche Mittwoch lediglich von der Mitte der Woche ab.

    Der 5. Tag galt dem röm. Gott Jupiter, der gleichgesetzt wurde mit dem germanischen Gott Donar (Thor). Auch hier die Ableitung zum französischen Jeudi.

    Der 6. Tag ist die Göttin Freia (Frigg) gewidmet , die Göttin des Frühlings, der Schönheit und Liebe. Mit der Ableitung zum Freitag

    Der 7. Tag geht auf den Saturn zurück (Saturday), die Franzosen auf Samedi.

    Es ist jedoch höchst unwahrscheinlich, dass ein Mensch 12 Chakren aktiv hat, d.h. die 5 transpersonalen Chakren also die Chakren oberhalb des Scheitelchakras stehen in Bezug zu den unteren Chakren nur eine Oktave höher. Das gleiche gilt für die zuletzt entdeckten Planeten Uranus (1781), Neptun (1846) und Pluto (1930). Diese drei Planeten verstärken die drei sonnennahen Planeten in deren höherschwingenden Anteile. Somit wäre Uranus als höhere Oktave von Merkur anzusehen, Neptun von Venus und Pluto von Mars Oktave. „

  7. Fluß
    Dezember 9, 2017 um 1:12 pm

    In der Welt und doch nicht von ihr – so heißt es.

    Esoterik ist ein be-Griff, der mal er-FUND-en wurde.

    Alles erfundene ist schon da, als Idee – Identifikation.
    Das Manifestieren ist wie ein Computer-Programm schreiben.

    Du siehst aus der Wurzel-Chakra-Ebene, manch andere sehen sich selber als Heimat. Sehen den eigenen Körper als Gefäß, das neu gefüllt/programmiert werden kann.

    Nun ist die Sache, daß du ja reingeboren wurdest – in ein System. Und das nennst du Kunst. Andere würden es cronk nennen.

    Du schriebst von den Kraft-Fabriken in den Zellen, die die Mütter vererben. Wer gibt den Kindern also Kraft? Die Mütter. Deswegen gibt’s auch Hexen-Verbrennung.

    Also sind wir wieder bei den Spins gelandet und die erzeugen die nötige Schwingung für´s er-kennen. Freude, Liebe treibt sie an und Freude, Liebe öffnet auch die DNA-Helix, so daß neues aufgenommen werden kann.

    Nur freuen sich Leute ja heute, wenn andere leiden im Sinne von hinfallen, Klicks bei youtube, die Geld bringen.

    All es eine Frage der Konzentration (Aufrecht-erhaltung), Konzentration.

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