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Behindert „Gutmenschentum“ das Gedeihen zum eigenverantwortlichen Menschen?

Bild: MiA beschenkt uns mit diesem Bild mit wunder-volle Farben
der spitz-blättrigen Mahonie

In 2015 wurde der Begriff „Gutmensch“ zum Unwort des Jahres gekürt. Und ich bin ehrlich, ich habe meine Schwierigkeit damit, wenn ich als gut handelnder Menschen plötzlich als eigentlich böse-seiend dastehen sollte. Wer die voller Hass geführten Diskussionen zwischen den linken und rechen Lagern rund um die Verwendung dieses Begriffs beobachten, kann schon arg ins Grübeln kommen. Bernd Höcker hat gar ein Buch mit dem Titel Böse Gutmenschen: Wer uns heute mit schönen Worten in den Abgrund führt geschrieben und sieht es so:

Gutmenschen sind die neuen Blockwarte, die ihre Mitbürger bewachen und ihnen sagen, was sie zu denken und zu tun haben. Sie dulden es nicht, wenn jemand anders ist als sie. Wer von ihren Normen der politischen Korrektheit abweicht, ist für sie »rechts« und damit quasi vogelfrei.

Es scheint mir wie mit allen Dingen. Auch das Gutsein hat zwei Enden. Wer es damit übertreibt, wird wohl an seinem eigenen Ast sägen. Es gilt wie immer: in der Mitte liegt die Wahrheit. Ich hatte mir gestern mal wieder ein Video mit dem Arzt Ulrich Mohr angeschaut, dass diesem Gutmenschtum im Kontext unseres Recht-basierten Gesellschaftssystems auf den Grund geht und bringt damit Bedenkliches ans Tageslicht. Ich denke, es lohnt sich, mal ausgiebig darauf rumzukauen:

BGB, Handelsrecht und Erbsünde – die Fernsteuerung des zur Person reduzierten Menschen

Im folgenden Gespräch analysiert der Arzt Ulrich Mohr im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt die Steuerung des Menschen durch seine Reduktion zur Person durch Ethik, Moral und Humanismus. Seitens der Macher der Matrix wird wird uns zur Meinung gemacht, dass dies den Menschen zur Krone der Schöpfung mache und damit erhebend vom Tier unterscheide. Das Gespräch zeigt auf, dass es sich um einen tragischen Irrtum handelt, der unschwer an der geradezu perversen und überaus blutigen Menschheitsgeschichte der letzten Jahrhunderte zu erkennen ist.

Tatsächlich sind die genannten gesellschaftlichen Begriffe diffus, obwohl sie als Sozialkitt der Gesellschaft gelten. Herrschende Kreise hindert es jedoch nicht daran, sie von der Gesellschaft einzufordern. Moralische Vorgaben und eine unüberschaubare Anzahl von Regeln und Verboten machen manipulierbar und disziplinierbar. Bei Verstoß droht Bestrafung und Rechtsvollzug oder gar die Ächtung durch die Gesellschaft.

Der zivilisierte Mensch, der sich in seiner Überlebenskompetenz von der arbeitsteiligen Gemeinschaft und dem Sozialstaat abhängig fühlt und sich vor dem Ausschluss fürchtet, leistet diesen Gesetzen einen erschreckend blinden Gehorsam.

Das heutige „hilfsfreudige“ Gutmenschentum, welches daraus resultiert, hat tragische Konsequenzen für den vermeintlich Hilfebedürftigen. Jede noch so gutgemeinte Hilfe und Unterstützung erschwert den Weg zur Gesundung oder Problemlösung und Eigenständigkeit, so Ulrich Mohr.

Früher war der religiöse Bezug zu allgemeinen Verhaltensmaximen noch offenkundig. Heute beeinflusst die verdrehte, religiöse Schöpfungsgeschichte und die geschickt inszenierte und dämonisierte Erbsünde in allen Lebensbereichen unbewusst menschliches oder sprachlich korrekt persönliches Handeln.

Der Mensch fühlt sich mit seinen natürlichen Antrieben immer falsch. Diese zerstörerische Grund- und Lebenshaltung unterbindet die natürliche Aggressivität, die natürliche Eitelkeit, den natürlichen Egoismus und drangsaliert somit seinen naturgegebenen und unzerstörbaren Selbsterhaltungsantrieb. Die zwanghafte Unterdrückung der „falschen“ Wesensanteile ist der Sprengstoff für praktisch alle gewalttätigen und perversen Affekthandlungen. Gleichzeitig ist dies die Ursache moderner Volkskrankheiten/Autoimmunkrankheiten.

„Da man seine Eltern schließlich ehren soll“, was eine kritische Auseinandersetzung mit den Problemen und Verhaltensweisen der Eltern ausschließt, wird diese sündig-schuldige Grundhaltung von Generation zu Generation weitergegeben. So entspricht unsere Psyche in der Tiefe dem Zeitgeist des Mittelalters und sogar darüber hinaus. Die wachsende Zahl an Spezialisten zeigt, wie sehr der moderne Mensch auf Glauben angewiesen ist.

Zementiert werden diese selbstzerstörerischen, gegen das eigene Leben gerichteten Glaubenssätze durch die Bildungseinrichtungen. Jeder natürliche Antrieb wird sanktioniert. Auswendiglernen ist Programm, individuelle Talente werden nicht gefördert. Dies führt zu Gehorsam und Anpassung an gesellschaftliche Vorgaben und untermauert die Beherrschbarkeit der Menschen als Personen. Damit ist es folgerichtig, wenn das Bürgerliche Gesetzbuch gleich zu Beginn den Menschen zur natürlichen Person reduziert und ihn per Gesetz zum Weisungsempfänger macht.

Dr. Mohr beschreibt, warum eine andere Deutung der biblischen Schöpfungsgeschichte naheliegend ist und etwas über den Sinn des Lebens und die naturgesetzlich korrekte menschliche Entwicklungsgeschichte verrät. Mithilfe der Angewandten Simplonik, die Ulrich Mohr vor vielen Jahren begründet hat, kann man sich seiner „programmierten, gebildeten“ Ausgangslage bewusst werden und anschließend klar, orientiert schon im häuslichen Alltag die ersten wirkungsvollen Schritte tun. Aus der Natur abgeleitetes Wissen entspannt, befreit und schenkt Energie, geistige Klarheit und Entscheidungskompetenz.

  1. Sandra
    November 23, 2017 um 9:31 am

    Was wird gesagt. Die Generation ‚Evil‘ verliert die Schlacht.
    Warum?

    Einseitige Vorteilsnahme ist eine Form der Kooperation, die Schaden anrichtet.

    Das eine Strategie und diese wird unterschiedlich ausgelebt. Manche wechseln die Seiten nach Belieben, aber die grundlegende Orientierung bleibt die Selbe.

    Bestimmte Lebensweisen sind eben nicht sonderlich erfolgreich. Da kann man echt nichts machen.

    Natürlich könnte man sagen, es ist ein toller Erfolg, wenn man eine riesige Masse mit sowas infiziert. Das ändert aber die Konsequenzen nicht, wenn man eine miserable Überlebensstrategie wählt.

    Du weißt doch selbst, was viele Gutmenschen, die sich um soziales Kapital echt kümmern und bemühen müssen, um eben etwas anderes auszugleichen, getan haben.

    Ein paar Leute werdet ihr ja wohl noch persönlich kennen und dann wisst ihr es auch, was die alles zur Ablenkung machen und auch warum die das machen.

    • November 27, 2017 um 11:47 am

      Der Schaden ist für die „Generation Evil“ nicht sichtbar. Nicht spürbar. Der Schaden kommt für diese Generation viel, viel später, als für die „Nicht-Generation-Evil“. Die „Nicht-Generation-Evil“, zu der ich mich auch zähle, bemerkt und sieht und spürt den Schaden schon seit Jahren.
      Man könnte auch einfach sagen: Pech gehabt, Nicht-Generation-Evil. wenn das so einfach wäre. Aber das gehört wohl mit zum esoterischen Konsens.

  2. Sandra
    November 23, 2017 um 10:30 am

    Nehmen wir doch einfach mal ein xbeliebige Rolle, zu der ihr eine Verknüpfung habt und daher kennt, d.h. eine Berufsbezeichnung.
    Ein wirklich guter Clown ist kein stets lustiger und oberflächlicher Mensch. Ich würde eher sagen, das dieser tiefgründiger Natur und kennt ein großes emotionales Spektrum. Dies befähigt ihn, einige Sachen in einer Art und Weise zu tun, die andere eben nicht tun können und möglicherweise auch eine Welt zu sehen, die anderen verborgen ist und auch verwehrt bleibt, wenn man die entsprechenden Fähigkeiten, die dazu notwendig sind, eben nicht hat.
    Ein Clown hätte niemals ein Problem, das Licht zu sehen. Dieser würde es sehen, wenn jemand aufleuchtet.
    Gibt schon noch einige, die wissen, was Freude ist. Und ob ihr es glaubt oder nicht, einige arbeiten auch dafür und die interessiert eure Schuldwechsel einen Scheiß.

  3. November 23, 2017 um 10:32 am

    Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

  4. E. Duberr
    November 23, 2017 um 11:22 am

    @Sandra

    BLA BLA BLA , mehr geht nicht .

  5. Gerd Zimmermann
    November 23, 2017 um 2:11 pm

    „!Ein wirklich guter Clown ist kein stets lustiger und oberflächlicher Mensch. Ich würde eher sagen, das dieser tiefgründiger Natur und kennt ein großes emotionales Spektrum. Dies befähigt ihn, einige Sachen in einer Art und Weise zu tun, die andere eben nicht tun können und möglicherweise auch eine Welt zu sehen, die anderen verborgen ist und auch verwehrt bleibt, wenn man die entsprechenden Fähigkeiten, die dazu notwendig sind, eben nicht hat.“

    Woher weisst du das?

    Woher weisst du dasss.?

    Wird an keiner Uni der Welt gelehhrt.

    Kannst du lesen? Auf jedenfall, was nicht geschrieben steht.

  6. Sandra
    November 23, 2017 um 2:32 pm

    Was genau ist bitte euer Problem?
    Wenn es Zeit ist und du dem Ruf der Natur zu folgen hast, dann weißt du es.

  7. Gerd Zimmermann
    November 23, 2017 um 2:35 pm

    „@Sandra

    BLA BLA BLA , mehr geht nicht .“

    Ich mag sie, die Sandra. sehr sogar.

  8. November 23, 2017 um 3:07 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt und kommentierte:

    „Gutmenschentum“ ist tot und tödlich

  9. Am.Selli
    November 23, 2017 um 6:29 pm

    „Gut-Menschen-Tum“
    scharfkantige Frage :
    Bitte, wie genau sieht eigentlich das „Gegen-Teil“ aus ?
    … alsEnt-Deckungs-Hilfe zur besseren Er-Kenntnis …

  10. November 24, 2017 um 7:24 pm

    Hat dies auf pinocchioblog rebloggt.

  11. Gerd Zimmermann
    November 25, 2017 um 2:23 pm

    Man muss das nicht verstehen.

  12. Gerd Zimmermann
    November 25, 2017 um 2:32 pm

    Ohne Fanatasie die uns abstudiert wurde ist das wertlos.

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