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Demokratismus, Terrorismus und Weltherrschaft

Ich möchte ein Interview vorstellen, das vor 9 Jahren geführt wurde und das den Beginn des dritten Weltkriegs durch einen Schlag auf Berlin avisiert. Noch ist das Ereignis nicht eingetreten, wenn aber weiter so viel Kriegsmaterial der NATO an die Grenze von Russland geschafft wird, dann wäre ein False Flag auf Berlin durchaus ein logischer Impuls, das nächste Inferno zu starten. Das Interview unterstützt die bisherigen Gedanken, dass unsere Demokratien nur noch ein Schein sind und die westlichen Völker nicht mehr wirklich was zu sagen haben, aber macht Euch wie immer selbst ein Bild.

Demokratismus, Terrorismus und Weltherrschaft

Interessant ist, wie 1910 Francis Delaisi den schönen Satz geschrieben hat:

Es ist dem Großkapitalismus gelungen ist, aus der Demokratie das wunderbarste, wirksamste, biegsamste Werkzeug zur Ausbeutung der Gesamtheit zu machen. Man bildet sich gewöhnlich ein, die Finanzleute seien Gegner der Demokratie – schreibt der betreffende Mann –, ein Grundirrtum. Vielmehr sind sie deren Leiter und deren bewusste Förderer. Denn diese – die Demokratie nämlich – bildet die spanische Wand, hinter welcher sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen die etwaige Empörung des Volkes.

Da hat einmal einer, der aufgewacht ist, gesehen, wie es nicht darauf ankommt, von Demokratie zu deklamieren, sondern wie es darauf ankommt, die Wirklichkeit zu durchschauen … von wie wenigen Zentren aus die Ereignisse heute eigentlich gelenkt und geleitet werden … [Die Menschen] können ja auch nicht [auf diese Dinge] hören, denn es wird begraben von dem – nun, eben wieder von dem von der Presse beherrschten Leben … (Rudolf Steiner am 28.10.1917, GA 177).

Der Polit-Experte und freie Journalist Wolfgang Eggert hat eine Reihe von hochinteressanten, ja brisanten Büchern verfasst. Seine letztes: Erst Manhattan – Dann Berlin. Emmypreisträger Saul Landau, Professor an der California State Polytechnic University, schreibt darüber:

Wer wissen will, wie sich extremer Fundamentalismus mit der laufenden US-Politik überschneidet, sollte dieses Buch lesen. Wolfgang Eggert wurde vom Muslim-Markt zu den brennenden Problemen in der Welt befragt. Wir hoffen, dass seine schockierenden Enthüllungen und klärenden Analysen bei unseren Lesern Erkenntnisfreuden freisetzen werden.

Und, wir wissen ja: selbst den unerfreulichsten Perspektiven müssen wir mit unseren Erkenntniskräften begegnen.

Muslim-Markt: Sehr geehrter Herr Eggert, schaut man sich die Liste Ihrer Veröffentlichungen an, so könnte man auf die Idee kommen, dass Sie ein so genannter Verschwörungstheoretiker sind. Wie antworten Sie auf diesen Vorwurf?

Wolfgang Eggert, nach Definition der CIA ein klassischer „Verschwörungstheoretiker“, oder positiv: Jemand, der Verschwörungen aufdeckt

Wolfgang Eggert: Mein Hauptforschungsgebiet ist das Wirken des Organisierten Verbrechens, von Lobbygruppen, Geheimdiensten, Polit-Logen, Militärischen Under Cover Einrichtungen, Apokalyptischen Sekten, Geopolitischen Netzwerken. Alle diese häufig untereinander verwobenen Gruppen arbeiten vorsätzlich verdeckt und konspirativ. Ob Betrug oder Mord, Kauf oder Kompromittierung von Journalisten und Politikern, Organisierung von Putschen, Pogromen, Terroranschlägen und Kriegen:
Verschwörung ist Teil ihres Tagesgeschäfts. Investigative Rechercheure müssen auf diesem Themengebiet Verschwörungstheoretiker sein, sonst sind sie lediglich Hofberichterstatter.

MM: Die Medien vertreten andere Ansichten.

Geheimdienste und Presse

W.E.: Zum Verständnis muss man den Einfluss kennen, den gerade die Geheimdienste auf die so genannte Freie Presse ausüben. Ende der 1940er Jahre startete die CIA ein regelrechtes Programm zur Infiltrierung und Steuerung der Medienlandschaft: „Operation Mockingbird“. Die Sonderbudgets zur Lenkung der Öffentlich Meinung betragen seitdem bei der Agency Milliarden Dollar-Summen – jährlich. Investiert wird am Markt über Rundfunk- bzw. Beteiligungsgesellschaften, seltener über Einzelspieler. Als solcher nahm Silvio Berlusconi seinen kometenhaften Aufstieg zum Global Player des Mediengeschäfts direkt aus der CIA-Loge P2 heraus.
Der israelische Milliardär Haim Saban übernahm 2003 mit einem Schlag die Fernsehsender Pro7, Sat1, Kabel 1, N24 und die Nachrichtenagentur ddp. Sabans Entourage rühmte sich gerne ihrer Verbindungen zum israelischen Geheimdienst Mossad.
Robert Maxwell, der europäische Pressezar, war ebenfalls bis kurz vor seinem Tod ein Mann des Mossad. Maxwell spielte eine einflussreiche Rolle in der Gründungsperiode des deutschen Springer Konzerns. Die Firma Springer ist bekannt dafür, dass jeder Arbeitnehmer fünf Unternehmensgrundsätze unterzeichnen
muss, deren zweiter „die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes“ fordert und deren dritter „die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika“ verlangt. Diese Worte könnten auch als Sinnspruch über dem Schreibtisch von Rupert Murdoch stehen. Der neokonservative Australier führte eine kleine Zeitung, als er sich mit dem CIA-Repräsentanten in Australien, Ted Shackley, befreundete. Von da an ging´s im Handumdrehen steil bergauf. Zum Murdoch-Konzern gehören heute weltweit Hunderte von Zeitungen, sowie TV- und Radiostationen. … Beresowski… Gussinski….
Soweit zur obersten Chefetage. Natürlich schüttet das immer prallgefüllte Geheimdienstfüllhorn auch ein wenig nach unten aus. Es gehen Gelder an Chefredakteure und Rundfunkräte, Geheimdienstgesteuerte Stiftungen vergeben Stipendien, ThinkTanks verteilen Einladungen und Reisegutscheine. Es gibt jede Menge Zuckerbrot.

MM: … nur Zuckerbrot?

W.E.: … und natürlich auch die Peitsche! Haben Sie sich nicht schon einmal gewundert, warum so viele altlinke Presse-Erzeugnisse heute in Amerikanismus machen? Dafür gibt es eine simple Erklärung: Als die CIA Bundeskanzler Kohl Anfang der 1990er Jahre die brisanten Rosenholz-Dateien unter der Nase wegschnappte, hatte sie eine komplette Übersicht über die Stasi-Seilschaften in der BRD eingesackt. Darunter die zahlreichen MfS-Mitarbeiter in der westdeutschen Medienlandschaft.
Um nicht ihren Ruf und ihre Rentenbezüge zu verlieren, arbeiten die seitdem kostenlos für die CIA. Wer das nicht will, wird öffentlich gemacht. Dafür gibt es Beispiele.

Die CIA besitzt Jeden von irgendeiner Bedeutung in den Massenmedien.

So sprach der ehemalige CIA-Chef William Colby zur Zeit des Mauerfalls. Als er einmal gefragt wurde, ob die CIA ihren Presse-V-Leuten jemals gesagt habe, was diese
schreiben sollten, antwortete er: „Aber sicher, das wird ständig gemacht.“ Kontrolle des Fußvolks ist Teil des politischen Spiels, gerade in Spannungszeiten wie diesen. Auch Kriegsfanfaren brauchen Mundstücke. Als solches dient die Medienlandschaft.

MM: Sie beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit Geheimdiensten.

Kriegsinszenierungen

W.E.: Als studierter Historiker hatte ich es schon immer mit den großen Eckpunkten unserer Geschichte zu tun. Die auffallendsten und physisch nachhaltigsten Umwälzungen sind zweifellos die Kriege. Wenn Sie sich intensiv genug mit dem Entstehen von Kriegen beschäftigen, werden Sie automatisch darauf kommen, dass diese nicht zufällig, quasi als Betriebsunfall „passieren“ oder als Gottesstrafe vom Himmel fallen. Wenn Sie ihre Forschung ernst nehmen, werden Sie feststellen, dass es
immer eine kriegsführende Seite gibt, welche aus der gewaltsamen Auseinandersetzung Profit schlägt. Und die ist es dann auch meist, welche in entsprechenden Strategiezirkeln den Kampf lange im Voraus geplant hat. Bis hin zu einem kriegsauslösenden Ereignis, welches das eigene Vorgehen legitimieren und den Gegner in eine schlechte Anfangsposition bringen soll.
Für diesen wichtigen Job sind die Geheimdienste zuständig. Sie legen und aktivieren die Zündschnur in den Krieg. Das war immer und überall so: Der Thronfolgermord von Sarajewo als Auftaktakt zum Ersten Weltkrieg; der Überfall auf den Sender Gleiwitz, der Hitlers Angriff auf Polen rechtfertigen sollte; die Lavon Affäre, als israelische Agenten unter falscher Flagge amerikanische Einrichtungen in Ägypten bombardierten, um die USA im Vorfeld des Suezkanalkrieges auf die „richtige Seite“ zu ziehen; der erlogene Tonkin-Zwischenfall, der Amerika das scheinbare Recht gab, in den Vietnamkrieg einzutreten; die Provokationen Kuwaits gegen den Irak und das grüne Licht des
Pentagon an Saddam Hussein, mit dem Nachbarstaat militärisch abzurechnen, um Bush Seniors ersten Öl-Wüstensturm als „Befreiungsunternehmen“ zu tarnen; die auf tschetschenische Extremisten geschobenen Hochhausbombardierungen in Russland, die Putin 1999 die Begründung für den Kaukasuseinsatz der Armee lieferten; die Entführung zweier Israelis zur Legitimierung des letzten Libanonkrieges. Jeder einzelne Vorfall ein geheimdienstgesteuerter Schachzug. Man muss die Geheimdienste
und ihre Machinationen betrachten, um geschichtliche Dynamik in ihrem Kern zu begreifen.

MM: In einer Veröffentlichung von 2003 beschuldigen Sie die militärische Genforschung am Ausbruch von Seuchen wie AIDS mitschuldig zu sein. Was sollte die Motivation dafür sein, denn schließlich leiden alle in der Welt an jenen Seuchen?

Genwaffen

W.E.: Jahrzehnte unter Verschluss gehaltene Protokolle des amerikanischen Kongresses belegen, dass am 9. Juni 1969 Dr. McArthur, der stellvertretende Leiter der Forschungsabteilung beim US-Verteidigungsministerium, den Antrag auf die Bewilligung von 10 Millionen $ stellte. Mit diesem Geld sollte laut seiner Aussage ein neuartiges Virus entwickelt werden, das den Immunapparat des Infizierten zerstört und gegen therapeutische Abwehrmaßnahmen unempfindlich ist. Das Geld wurde bewilligt und die Forschungsarbeit in streng geheimen Hochsicherheitslaboratorien aufgenommen. Die fähigsten Wissenschaftler ihrer Zeit, darunter der spätere „Entdecker“ des Aids-Virus Robert Gallo, arbeiteten dem Projekt zu, das laut Planung innerhalb von 10 Jahren zum Abschluss kommen sollte. Nach exakt dieser
Zeitspanne tauchten die ersten HIV-Fälle in den USA auf. Die Beweiskette erscheint in mehrfacher Hinsicht bruchlos, auch was die genetische Rekombination des Virus anbelangt. Das Ergebnis war die erste Genwaffe der Geschichte. Wenn auch eine unfertige, da sie anders als ihre heutigen Nachfolger nicht gebiets- oder rassenselektiv töten kann und sich wahllos verbreitet.
Deshalb würde ich für die Freisetzung des Virus keine USRegierungsstelle verantwortlich machen, auch nicht den geheimdienstlich-militärischen Komplex. Da sind vielmehr über- oder nebenstaatliche Gruppen im Spiel, die zum Teil malthusianischen, zum Teil religiösen Antrieben folgen. Jüdische und Christliche Messianisten vom Zuschnitt eines Shoko Asahara, der die japanischen U-Bahnen mit Giftgas flutete, weil er meinte, damit die Welt dem prophezeiten Ende näher zu bringen. Es gibt da nur
einen Unterschied: Asahara war ein weitgehend isolierter Sektenguru.
Seine biblischen Gesinnungsgenossen stehen dagegen an den Pforten der Macht. In Amerika, in England, in Israel.

MM: Einen Monat vor dem 11. September 2001 veröffentlichten Sie ein Buch mit dem Titel „Im Namen Gottes – Israels Geheimvatikan als Vollstrecker biblischer Prophetie“. War Ihr Buch schon einen Monat nach der Veröffentlichung „überholt“?

Terroranschläge

W.E.: Nein, da hatte ich den 11. September natürlich noch nicht im Blickfeld. Es geht in dem Buch um das Wesen überstaatlicher Gruppen und deren Einflüsse auf die Geschichte im Allgemeinen. … Von der französischen Revolution angefangen bis zum Ende der Regierungszeit Clintons. „Israels Geheimvatikan“ ist mehr ein Grundlagenwerk.
Was ich voraussah war die Tatsache, dass die endzeitlichen Gruppen in den Religionen durch ihre politischen Netzwerke an der Vorbereitung des 3. Weltkriegs arbeiteten. Und wie in jedem Krieg bedurfte es auch hierfür wieder eines konkreten Anlasses, und das war der 11. September 2001. Eigentlich passt 9/11 nahtlos in die Liste der Kriegsauslösekampagnen, die ich bereits genannt habe. Es ist daher nicht verwunderlich, dass man in der Vorbereitungszeit dieses Terrorcoups wieder allerorten auf die
Spuren der Geheimdienste stößt.

MM: Ein Jahr später folgte Ihr Buch „Angriff der Falken“. Warum glauben Sie, steht die deutsche Politik derzeit so extrem stark an der Seite jener Falken?

Eintrittskarte in den Sicherheitsrat

W.E.: Ich habe mich das zum ersten Mal gefragt, als der regierungsnahe US-Nachrichtenkanal Fox-News am 12. September 2007 meldete, die Deutschen würden Amerikas Irankriegspläne sanktionieren. Thema der Sendung war ein Iran-spezifisch zusammengesetztes Sicherheitsrattreffen in Berlin. Dort hätte die Bundesregierung erklärt, die antiiranische Sanktionsfront aus national-wirtschaftlichen Gründen zu verlassen, und gleichzeitig soll sie die Amerikaner zu einem Bombardierungsfeldzug gegen Irans nukleare Einrichtungen ermuntert haben. Fox hatte sich dabei auf Diplomaten aus verschiedenen Ländern berufen. Sofern das keine vorsätzliche Lüge aus dem Hause Murdoch ist, sondern eine auf Tatsachen gründende Indiskretion, dann sehen wir hier in seiner krassesten Form den Schwenk unserer – nach wie vor sozialdemokratisch bestimmten – Außenpolitik. Für mich erklärt sich dieses Verhalten mit dem Druck der Vereinigten Staaten, Deutschland nur dann als ständiges Mitglied in den Weltsicherheitsrat aufzunehmen, wenn es sich gegenüber seiner aktuellen Politik wohlgefällig zeigt …

MM: Ihr jüngstes Buch „Erst Manhattan, dann Berlin“ geht von der Gefahr eines erfolgreichen Terroranschlages in Deutschland aus. Wie kommen Sie darauf?

Auserwähltheit

W.E.: Als Antreiber der menschlichen Geschichte nehme ich unter anderem wie bereits erwähnt messianische Netzwerke wahr. Es gibt Ereignisse, die ausschließlich von diesen radikalen Sekten gesteuert wurden, darunter die Ermordung des israelischen Staatschefs Rabin. Gerade auf die explosive Lage im Mittleren Osten, die sie zum prophezeiten Armageddon vorantreiben wollen, gelingt es ihnen, stärksten Einfluss auszuüben. Einerseits über die Schiene Israel, wo führende Politiker wie
Benjamin Netanjahu vor schwerwiegenden Entscheidungen den Rat okkulter Rabbiner einholen. Auf der anderen Seite haben in Amerika im Gefolge von George W. Bush bekennende christliche Fundamentalisten das Weiße Haus erobert. Wöchentlich werden endzeitliche Schriftgelehrte hierher und ins Pentagon geladen, um in bizarren Bibelsitzungen Politiker und Militärs für das Tagesgeschäft zu instruieren. Wesentlich länger schon ist diese gefährliche Vision von der Auserwähltheit vor Gott in einflussreichen Kreisen des britischen Establishments verbreitet.
Viele Freimaurerlogen, die bekanntlich das öffentliche Leben im Vereinigten Königreich stark prägen, sind von der Idee … befangen, dass die Mission des Judentums, die Welt ihrem geoffenbarten Ende entgegenzuführen, mit der Kreuzigung Jesu beendet und auf die Briten übergegangen sei.

MM: … Sie nennen oft christliche und jüdische Gruppen in einem Atemzug…?

W.E.: Den christlichen und jüdischen Gruppen gemein ist die Tatsache, dass sie sich auf die Bibel berufen, Prophetien referieren, deren Inhalt sie sich als politischen Auftrag zu eigen machen, oder mittels Entschlüsselungscodes geheime Doppelbedeutungen aus der Heiligen Schrift herausarbeiten. Hier wie dort wird 9/11 anhand von Bibeltextstellen als erfüllte Prophetie betrachtet. Hier wie dort wird über das Kommen eines Parallelereignisses, nennen wir es 11/9, getuschelt. Immer wieder genannt
wird ein atomarer Anschlag … und Berlin. Als mein Buch im November 2005 auf den Markt kam, schien dieses Schreckensbild noch in weiter Ferne zu liegen. Heute ist das anders, die Warnungen von neokonservativen Politikern und staatstragenden Medien erreichen uns nun auch wöchentlich in deutscher Sprache. Stil und Inhalt gleichen der Propaganda in den USA: Wenn es zu dem großen Knall kommt, so lautet das ´briefing´ für den gutgläubigen Michel, werden die Täter Muslime sein. Das mag dann vielleicht wirklich stimmen, aber wer im Terror-Hintergrund die alles in Gang haltenden Strippen zieht, davon erfahren wir aus guten Gründen herzlich wenig.

MM: Unter anderem behaupten Sie, dass die Interessen von extremen Fanatikern, die im missbrauchten Namen des Islam agieren, sich erstaunlich oft mit den Interessen der Falken überschneiden. Wie erklären Sie das?

Symbiosen

W.E.: Sie meinen die Symbiose zwischen radikalen Muslimen und Geheimdienstlern? Nehmen wir das bekannteste Beispiel: Osama bin Laden und Al Kaida. Beide sind Geschöpfe der amerikanischen Geopolitik. Als das Weiße Haus beschloss, noch in der Amtszeit Ronald Reagans, den Kalten Krieg zu gewinnen, war ein zentraler Eckpfeiler dieses Unternehmens der Plan, den Russen in Afghanistan ein neues Vietnam zu bereiten. Zu diesem Zweck stampfte das Pentagon mit Milliardenbeträgen eine
islamistische Bürgerkriegsarmee aus dem Boden, deren Aufgabe darin bestand, der Moskautreuen Regierung in Kabul die Hölle heiß zu machen. Das gelang, und als die Russen „zu Hilfe“ kamen, waren sie in die Falle getappt. Der verlustreiche Afghanistankrieg war ein dicker Nagel zum Sarg der Sowjetunion.
Und die Totengräber dort, das waren die Mudschaheddin. Die Sammel- und Durchgangsstelle der muslimischen Afghanistankämpfer nannte man Al Kaida. Ihr Organisator war Osama bin Laden, der unter dem Namen Tim Osman auf den Gehaltslisten des CIA stand. Er und seine Leute wurden in Amerika ausgebildet, bezahlt und bewaffnet. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion soll diese Zusammenarbeit durch eine Attentatsserie von Al Kaida gegen amerikanische Einrichtungen beendet worden sein. Mir erscheint das als ein vorgeschobenes Alibi, hinter dem die Zusammenarbeit fortdauerte. Fakt ist, dass Washington das kommunistische Riesenreich nicht niederrang, um die Menschen dort zu befreien, sondern um sich die dortigen Märkte und Ressourcen zu erschließen.
Und die Hauptressource, auf die man es abgesehen hatte, war das Erdöl, welches in den südlichen Teilrepubliken der alten UdSSR gefördert wird. Diese muslimisch geprägten Regionen suchte man nun durch Putsche, Bürgerkriege und bezahlte Aufstände vom russischen Einflusssystem loszulösen.
Und wer taucht nun wieder als zentraler Aktivposten in diesen Kämpfen auf, die fast ausschließlich den geopolitischen Erfordernissen der Amerikaner entgegenkamen? Richtig, die bärtigen Gotteskrieger bin Ladens. Die tummelten sich übrigens bald auch auf dem Balkan, als die USA dort seit Mitte der 1990er Jahre geostrategische Interessen ausmachten. In diesem Zusammenhang
– das belegen Untersuchungsberichte des USKongresses
– arbeiteten die Amerikaner als echte Verbündete
mit Al Kaida; Hand in Hand.
Die Regierung Clinton schrieb nach außen hin Osama bin Laden als „Most wanted Terrorist“ zur Fahndung aus und gab dafür astronomische Ergreifungssummen aus. Was die Wirklichkeit hinter all diesem Tamtam war, durften verschiedene islamisch regierte Staaten erfahren, als sie in Washington mit der Nachricht vorstellig wurden. „Der Gesuchte befindet sich gerade in unserem Land. Wollen Sie ihn tot oder lebend?“ In jedem dieser Fälle wurde die Auslieferung seitens der amerikanischen Regierung hintertrieben. Der besonders hartnäckig auf eine Auslieferung drängende Sudan erhielt als Denkzettel sogar ein Luftbombardement, mit der herausfordernden Begründung, das Land unterstütze den Terrorismus.
Währenddessen unterhielt Osama alias Tim unter den Augen der amerikanischen und englischen Agentenwelt offizielle Büro und Wohnadressen in London. 1996 war er Gast des Britischen Auslandsgeheimdienstes MI6, der den umtriebigen Hansdampf als Subunternehmer für ein Attentat der Al Kaida Zelle „Libyan Islamic Fighting Group“ auf Muammar Gaddafi anstellte. Gerade hatte der libysche Staatschef seinerseits eine stattliche Summe auf die Ergreifung bin Ladens ausgesetzt.
Ich könnte die Koalitionsgeschichte zwischen Al Kaida und dem geheimdienstlich-militärischen Komplex des Westens noch lange fortführen. Sie reicht bis in die Zeit des 11. September. So enthüllten in Frankreich die regierungskontrollierte Radiostation „Radio France International“ und die Tagszeitung „Le Figaro“, dass sich Osama bin Laden noch im Juli 2001 im amerikanischen Krankenhaus von Dubai einer Nierenbehandlung unterzog – wobei er vom örtlichen CIA-Kontaktmann am Krankenbett besucht wurde. Nachschlag gefällig? Anfang Juli 2002, also nach den Terrorflügen von New York und Washington, meldete das amerikanische Time-Magazin mit Bezug auf hochrangige europäische Geheimdienstkreise, dass der spirituelle Kopf des Al Kaida Netzwerkes, Abu Qatada, mit seiner Frau und seinen Kindern im Norden Englands lebt. In einem abgesicherten Haus, das ihm – zusammen mit einer ansehnlichen Bezahlung – der britische Geheimdienst zu Verfügung stellt.
Bin Laden, Al Kaida, die Mudschaheddin sind allesamt Kinder der USA. Die Taliban sind eine direkte Folge. Und wenn man es genau nimmt, haben diese Gruppen vom Anfang bis zum Ende im Interesse der USA gearbeitet. Sie tun es heute noch, wenn man der Pentagon-Story Glauben schenkt, dass bin Laden-Leute hinter dem 11. September stecken. Warum? Nun, das neokonservative Machtzentrum in Washington hatte die Eroberungsfeldzüge gegen Afghanistan und den Irak fest auf ihrem Plan, als Bush die Macht ergriff. Sie wussten aber, dass so ein offenkundig imperiales Unternehmen nur dann international durchsetzbar war, wenn es vorher – so schreiben es die Neokonservativen im Jahr 2000 – zu einem neuen Pearl Harbor käme. Begreifen Sie? Die Truppen standen bereit und 9/11 war der Türöffner in den Krieg. Nun will man den Iran aufrollen. Der amerikanische Geheimdienstapparat ist finanziell reich, aber schwerfällig und geistig arm – sie wiederholen sich gern. Die Welt darf sich also schon mal auf den nächsten Türöffner vorbereiten.

MM: Warum gab es nicht schon eine Terrorprovokation vor Beginn des Irakkriegs?

Das Emotionskonto

W.E.: Weil der Irakeinsatz gefühlsmäßig noch dem 11. September zugeschlagen werden konnte. Die Erinnerung an die Gewalt des 11. September war damals noch sehr präsent. Sie hatte dem Weißen Haus ein übervolles Emotionskonto beschert, von dem Bush nach wie vor abbuchen konnte. So zog das Schreckensbild, dass „der Massenmörder amerikanischer Zivilisten, Osama bin Laden, tatsächlich oder zumindest sinnbildlich in der Nähe von Bagdad lauern würde“. Der Wortlaut stammt  übrigens von dem amerikanischen Exsenator Gary Hart, der heute selbst vor einem durch die CIA provozierten oder gar fabrizierten Terroranschlag warnt. Der zweite Teil der zum Krieg hinleitenden Propagandalügen war den Massenvernichtungsmitteln gewidmet, mit denen Saddam angeblich das westliche Bündnis – und Israel – bedrohte.
Das wiederholt sich jetzt. Die Massenvernichtungskampagne läuft bereits auf vollen Touren. Die Al Kaida Kampagne bezeichnenderweise nicht. Sie hätte es auch schwer. Die „Wirfangen-Bin“ Eroberungsfeldzüge beginnen nach Afghanistan und Irak langsam durchsichtig werden. Hierzulande wirkt außerdem die Kampagne der rot-grünen Schröderregierung gegen den Irakkrieg nach, die auch Zweifel an der Authentizität des 11. September gesät hat. Trotz allem Engagement gelten wir in den Vereinigten Staaten nach wie vor als unsicherer Kantonist.
Das ist es, was mir Sorge bereitet. Eine Anschlagsserie mit schmutzigen Atombomben in Amerika und Deutschland, deren Spuren man in den Iran legte, würde den Falken im Weißen Haus augenblicklich sehr zupass kommen: Erstens würde die deutsche Öffentlichkeit, die Regierung, ja selbst die Opposition langfristig an die US-Politik gebunden. Zweitens liefert ein Angriff mit ABC-Waffen Cheney & Co. genau jene rauchenden Colts, nach denen sie im Irak vergeblich suchten; und noch dazu den Kriegsgrund, um ihre Kriegspläne gegen Teheran in die Tat umzusetzen. Drittens bietet eine solche Tat an, die USVerfassung außer Kraft zu setzen – wodurch die Neokonservativen 2008 ihrer sicheren Abwahl entgingen…

MM: Sie schreiben ja nicht nur über die Gegenwart sondern auch über die Vergangenheit und behaupten, dass es bestimmte Interessen gab, die Hitler vereinfacht ausgedrückt, am Leben hielten. Gibt es Ihrer Meinung nach einen Roten Faden durch jene Geschichte bis heute?

Der Kriegsgarant

W.E.: Es gibt einen roten Faden, ganz konkret, was das politische Schicksal bestimmter Führer anbelangt. Nehmen wir wie vorgeschlagen Hitler. In den 1920er Jahren hatten die späteren Siegermächte und mit ihnen ein ganzer Sack voll Eliten Interesse am Aufstieg einer Person, die das nationalsozialistische Programm ausfüllte. Sie müssen sich in die damalige Zeit zurückversetzen: Im Kreml war Lenin zur Macht gekommen. Sein Verstaatlichungsregime stellte für die Kapitalisten dieser Welt das Schreckgespenst schlechthin dar. Führende Unternehmen wie der Mineralölkonzern Shell hatten in Russland Unsummen investiert, die nun mit einem Schlag verloren waren. Wie der amerikanische Automobilkönig Ford gab auch der Chef der Shell große Summen an Hitler, in der Hoffnung, dass dieser an die Macht kommen und die Sowjets in einem Krieg niederringen würde. Auf die gleiche Karte setzten einflussreiche Teile der britischen Konservativen, denen die Wirksamkeit von Lenins antikolonialistischer Kampagne ein Dorn im Auge war. Indien, Ägypten, Irland, das halbe Empire befand sich in Aufruhr, weil die Roten die Schätze des Zaren zur Finanzierung der Weltrevolution einsetzten. So fand, wie gesagt, auch Hitler Unterstützung von englischer Seite. Und schließlich gab es noch die Karte, die „stechen“ sollte: Den unausgesprochenen ComSymptomatologische mon Sense zwischen Roosevelt und Stalin, dass ein im Herzen Europas entzündeter Krieg letzten Endes nur jenen Mächten helfen würde, die über das größte Hinterland verfügten: Amerika und Russland. Wenn sie zusammenhielten, das war klar, würden sie einen neuen Weltkrieg gewinnen und sich in der Mitte eines abgekämpften und ruinierten Europas die Hände reichen. Genau das passierte. Die Mittel, mit denen Roosevelt das zusammenbrechende Sowjetregime nach 1941 am Leben erhielt sind atemberaubend. Aber sie haben sich verzinst, denn die USA konnten ihre Stützpunkte in alle Welt tragen und England als Weltmacht ablösen. Das ist der Grund, warum Hitler so grundlegend wichtig für dieses Spiel war. Sein Autarkieprogramm, welches auf die Eroberung der Sowjet-Ukraine setzte, garantierte den Krieg, während die politische Physiognomie des Nationalsozialismus dessen Drahtziehern ein entwickeltes Feindbild bot, eine sich ständig neu aufbauende Argumentationsplattform, die zum Krieg führen „muss“. Und so lange Hitler lebte, blieb der Krieg in Gang. Nach Pearl Harbor brachte jeder neue Tag in Hitlers Amtszeit die Amerikaner und Russen einen Kilometer näher in das Herz Europas.

MM: … und heute …?

US-Steigbügel für Ahmadinedschad

W.E.: Amerika verfolgt in seiner imperialen Strategie heute gegenüber dem Iran die gleiche Politik wie damals gegenüber Deutschland. Wie soll das Weiße Haus einen Krieg gegen einen saturierten, sich dem Westen zuwendenden Staat begründen? So was geht nicht, und das war die Situation in Deutschland in den 1920er Jahren, so wie es auf die iranische Entwicklung vor der Präsidentschaft Ahmadinedschad zutraf. Von dessen Aufstieg versprachen sich die US-Geopolitiker das, was ihnen schon das Emporkommen des „Führers“ frei Haus geliefert hatte: Ein funktionelles Feindbild. Aufrüstung … Antisemitismus … Antimodernismus … Eroberungsgelüste. Ob stimmig oder nicht, die Parolen muten vertraut an. Auch manches Ziel: Shell finanzierte die NSDAP, weil man durch Hitler an die Ölquellen Russlands kommen wollte. Und heute? Nach dem „World Factbook“ der CIA besitzt Iran mit 133 Gigabarrels weltweit die zweitgrößten Reserven an konventionellem Rohöl. Es gibt genügend Strategiepapiere der Neokonservativen, die zeigen, dass man es genau auf diese Ressource abgesehen hat. George W. Bush ist selbst im Ölgeschäft, so wie ein Teil seiner Administration über Öllobbyverbände erst in die Politik gefunden hat; sie alle können den Wert dieser bereits seit Jahren mit amerikanischen Fahnen abgesteckten Claims sehr gut ermessen.
Das ist der Grund, warum das Weiße Haus die Präsidentschaftswahl Ahmadinedschads so behände unterstützte. Im Vorfeld dieser schicksalhaften Abstimmung lancierte man über Wochen die Meldung, das Pentagon schicke von Irak und Afghanistan aus amerikanische Kampfflugzeuge in den iranischen Luftraum, um für einen künftigen Krieg die Standorte von Radarabwehrsystemen auszutesten. Es liegt auf der Hand, dass der Entrüstungssturm im Iran die anstehende Abstimmung zuungunsten der aufstrebenden prowestlichen Reformer beeinflusste.
Ebenso wie die Tatsache, dass die Perser in einer merkwürdigen Koalition, die vom Weißen Haus bis in linke europäische Kreise reichte, massiv zum Wahlboykott aufgerufen wurden. Viele Linke und Liberale hielten sich daran. Die Traditionalisten auf der anderen Seite hatten wenig Grund, diesen Aufrufen Folge zu leisten. Heraus kam der Sieg der Rechten, was mir als Zweck der Übung erscheint.
Ist der iranische Staatschef damit ein Agent des amerikanischen Imperialismus? Nein, er ist es genauso wenig, wie Hitler. Aber ohne es zu wollen spielt er ihr Spiel. Vielleicht, das wäre in der Tat fatal, aus einer Perspektive des „Gott mit uns“. Während Hitler und sein Umfeld weitgehend frei von religiösem Empfinden waren, ist Ahmadinedschad wie Olmert in Israel oder Bush in den USA der Führer einer Nation, die sich als integraler Bestandteil göttlicher Vorhersehung versteht. Und so wie die Evangelikalen in der amerikanischen Regierung fest von der zweiten Wiederkunft Christi überzeugt sind, so wie das konservative politische Establishment Israels vom Kommen des Messias träumt, so erwarten die schiitischen Ayatollahs den himmlischen Herabstieg ihres eigenen Verkünders, des Mahdi. Das Problem liegt im Kleingedruckten: Die irdische Geburt jeder dieser Heilsgestalten ist auf einer Welle von Blut verkündet.
Erst die globale Vernichtung verheißt die Erlösung. Erst das Ende bringt den Anfang.

MM: So ganz schlüssig ist das aber nicht, denn nach jener Logik müsste der Iran den Atomwaffensperrvertrag kündigen, die Juden aus dem eigenen Land vertreiben und auch sonst alles tun, was den Krieg beschleunigt.

W.E.: Dass Teheran sich im Vergleich zu Washington eher passiv verhält, steht außer Frage. Das widerspricht nicht einer angenommenen Mahdi-Observanz, da die muslimische Überlieferung ihrer Anhängerschaft einem breiten Verständnis nach das kriegerische Vorpreschen verbietet. Nichtsdestoweniger wird sein Kommen erwartet und mit Freude aufgenommen. Das lässt gefühlsmäßig wenig Raum, der sich abzeichnenden Katastrophe, die mit seinem Erscheinen ja verbunden ist, mit aller Macht entgegenzuarbeiten.

MM: Kann es nicht sein, dass die USA – wie jede Großmacht in der Geschichte der Großmächte – mit dem Iran erstmalig auf einen Gegner gestoßen ist, den zu besiegen zumindest ideologisch nicht so einfach ist, denn die Sympathien für Ahmadinedschad sind selbst in Deutschland – natürlich nur hinter vorgehaltener Hand – nicht gering, und das trotz Bild-Zeitung?

Perspektiven

W.E.: Die Entscheidung fällt leider auf den Schlachtfeldern und nicht wie im alten Indien an den Pforten der Universitäten. So wird Amerika für den Fall, dass  Armageddon noch aufgehalten werden kann, allenfalls irgendwann an China scheitern. Aber das ist Zukunftsmusik.
Im militärischen Sinne hat der Iran für sich alleine genommen nicht den Hauch einer Chance gegen die USA. Vielleicht würden sie es in offener Feldschlacht, in einem Kampf Mann gegen Mann schaffen, wer weiß. Aber so einem Kampf stellen sich die Amerikaner seit Dutzenden von Jahren nicht mehr. Warum auch? Wenn es sein muss, bombardieren sie ihren Gegner aus 10 oder 20 Kilometern unerreichbarer Höhe so lange, bis sich das Land unter ihnen in ein einziges Dresden oder Hiroshima verwandelt hat. Dann erst erscheinen die mutigen „BefreiungsSymptomatologischeTruppen“ auf der Bildfläche. Die einzige Chance des Iran ist die Einschaltung Russlands. Aber selbst dieser Eventualfall wird den Krieg nicht gewinnen helfen, denn ein Kräftemessen Washington-Moskau führt mittelfristig zum biblischen Endzeitszenario Gog gegen Magog. Das Ergebnis ist dann ein globaler nuklearer Holocaust. Ohne Sieger.

MM: Und einen Rettungsanker sehen Sie nicht?

W.E.: Es gehört zu den Widersprüchlichkeiten der Demokratien, dass hier die Medien den Staat (also das Gemeinwohl) lenken, und nicht umgekehrt. So kann ein  einzelner wohlhabender Investor Wahlen beeinflussen, Entscheidungen steuern, Abstimmungen entscheiden, politische Karrieren zu Fall bringen, und braucht dafür noch nicht einmal Bürger dieses Landes zu sein. Die neokonservative Kabale aus England, Amerika und Israel nutzt diese strategische Nische intensiv. Die muslimische
Welt, die zum Teil sehr reich ist, sollte sie vielleicht nicht ihren entschiedensten Gegnern überlassen (www.muslim-markt.de).

Quelle: Symptomatologische Illustrationen – Nummer 60 – Dezember 2007/Januar 2008 6
Rundbrief für die Leser und Freunde des Lochmann-Verlags. Umschau zu Kultur, Politik und anthroposophischem Alltag

  1. Oktober 18, 2017 um 8:00 pm

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  2. Oktober 18, 2017 um 9:44 pm

    Ist es nicht gut, dass dieses System der Dinge endlich sein Ende findet?

    http://ingomar.ilp24.com/index.php?actId=52146&lang=de

  3. E. Duberr
    Oktober 18, 2017 um 10:20 pm

    Na und , wir werden diesen Mist nicht auflösen .Seit fünfzig Jahren beschäftigen mich Verschwörungstheorien . 99 % waren immer auf der richtigen Spur , doch der Misthaufen ist gleichzeitig immer größer geworden. Die Verschwörungstheoretiker haben eine unglaubliche Arbeit geleistet . Man muß sie bewundern , sie sind die wertvollsten Menschen der Welt . Die sog „Realisten“ können als Schwachköpfe erkannt werden , die 08/15 Kleinkrämer und Spießer sind das Krebsgeschwür dieser Welt .

  4. Fluß
    Oktober 19, 2017 um 8:21 am

    https://www.welt.de/vermischtes/article169330851/Wenn-die-SPD-Ortsvorsitzende-mit-einem-AfD-Funktionaer-verheiratet-ist.html

    Da wird gezeigt was geschieht wenn “ Bürger“ zu Wutbürger werden.
    Eine Familie, zwei Standpunkte. Beide reden miteinander, das Außen fühlt sich angegriffen und re-agiert.

    Hier ein kostenloses Buch als Pdf.
    https://dieunbestechlichen.com/wp-content/uploads/2017/07/Buch-Volksverraeter-SPD.pdf

    Da werden die Schand-Taten der Spd aufgezeigt und es zeigt ein-deut-ig, daß das ganz der Norm entspricht in der traditionellen PO-litik. Die gewählten Politiker verschandeln Werte, Setzen Partys, Flüge usw. ab, wie sie lustig sind. Ab und zu geht einer über die Klinge, wenn er/sie nicht pariert.

    In den Verwaltungen sitzen auch Politiker und Afd-ler beenden freiwillig den Posten, da sie bedroht werden. Im Prinzip gehts doch nur noch um die neuen AFD als Neue und die Traditionellen.
    Die Traditionellen Politiker arbeiten sich in ihrer Klicke hoch, denen gehts nur ums Wirtschaftswachstum, dem eigenem Gehalt.

    Verwaltung, Politik abschaffen – dafür kann jede Kommune eigene Räte bilden, die überprüfbar sind. Gesetze halten nur fest, diese abschaffen. Kommunen können sich selber organisieren, brauchen keinen Kanzler. Dann stimmen auch die Bilanzen und die Menschen können in ihrer Kommune abstimmen.

    Die Welt als Unternehmen basiert momentan lediglich auf Geld, dieses hält auch fest und zwingt auf. Die Natur ist Politikern doch egal.

    Und dieses Überwachungs-Gesetz fürs Netz, die Politiker sind das Netz, die gehören überwacht. Vor allem der ihr Einfluß und die Machenschaften, Vernetzungen, Vitamin B usw…. Dann haben die keine selbst vertuschten Sonder-Rechte mehr. Die gehören abgesondert, aussondiert und überwacht in Strafanstalten. Dort lernen sie Bäume pflanzen, selber anbaun und im Freien schlafen. Einfach den Spieß umdrehen.

    Und dann gäbe es nur noch Waldorf-Schulen usw…

    • Fluß
      Oktober 19, 2017 um 8:48 am

      Genauso tun Bonzen ihr Geld in ihre Stiftung, umgehen somit Steuerabgaben.
      FB-Zuckerberg tats, Soros tats… Ungarn als sein Geburtsland… Da gibts auch viele Kommentare.

      https://www.welt.de/wirtschaft/article169748287/George-Soros-spendet-80-Prozent-seines-Vermoegens.html

      “ Durch eine Riesen-Spende macht der Milliardär seine Stiftung zur zweitgrößten der USA. Sie kann damit liberale Bewegungen in aller Welt noch stärker fördern. Ein weiterer Beweggrund rückt die Wohltat in etwas anderes Licht.

      Den einen ist er ein Wohltäter, anderen gilt er als skrupelloser Spekulant. Und wieder andere, wie jüngst ein ungarischer Minister, bezeichnen ihn sogar rundheraus als „Satan“. Nur eines ist sicher bei George Soros: Der Hedgefondsmanager und Multimilliardär ist eine schillernde Persönlichkeit. Und dieser fügt er mit seiner jüngsten Entscheidung eine neue Facette hinzu.
      Denn jetzt wurde bekannt, dass Soros 18 Milliarden Dollar und damit rund 80 Prozent seines Vermögens an seine Stiftung „Open Society“ übertragen hat. Diese unterstützt in mehr als 100 Staaten der Erde Projekte, die eine offene Gesellschaft fördern sollen, also Initiativen, die für freie Medien oder Menschenrechte eintreten, aber auch Minderheitenrechte verteidigen oder den Kampf gegen Krankheiten unterstützen. Die Stiftung wird damit nach der Bill- und Melinda-Gates-Stiftung die zweitgrößte der USA.
      Durch die Tätigkeit der Stiftung hat sich der Milliardär in den vergangenen Jahren viele Feinde gemacht, vor allem in Ungarn, wo Soros 1930 als György Schwartz geboren wurde. Die dortige autoritäre Regierung wendet sich immer wieder in scharfen Worten gegen die Förderung liberaler Bewegungen und Institutionen im Land durch die Stiftung.
      Eskaliert ist der Streit in den vergangenen Monaten um die Central Europe University (CEU) in Budapest, die von Soros maßgeblich gefördert wird. Ein neues Hochschulgesetz, das praktisch genau auf diese Universität zugeschnitten war, sollte den Betrieb unterbinden. Erst vor wenigen Tagen kam indes die Nachricht, dass die beabsichtigte Schließung nun zumindest bis 2019 aufgeschoben wurde. Damit beugte sich die Regierung massivem internationalem Druck. Bislang hat sie auf die Nachricht, dass Soros nun die Stiftungstätigkeit durch zusätzliches Geld drastisch ausbauen will, noch nicht reagiert.
      Soros will drohende Steuerzahlungen umgehen… „

    • Fluß
      Oktober 19, 2017 um 12:46 pm

      http://www.eva-herman.net/unsere-nachbarin-sagt-die-afd-muss-weg-egal-wie/

      “ Eva Herman

      Unsere Nachbarin sagt, dass »die da oben« Schmuh gemacht hätten bei der Bundestagswahl. Also nicht »die da ganz oben«, sondern die weiter unten, nämlich bei der AfD. Die müssten, wie unsere Nachbarin meint, wohl Wahlfälschung betrieben haben. »Oder woher kriegen die sonst über zwölf Prozent«. Wahrscheinlich steckten die Russen dahinter, sagt sie. Oder irgendwelche Geheimdienste. Aber normal sei das nicht.
      Hhmm, hatte ich entgegenzusetzen versucht, da seien doch eine ganze Menge der Wähler inzwischen ziemlich unzufrieden mit der Bundeskanzlerin, alleine schon wegen der massiven Einwanderung seit 2015. Da wurde sie aber richtig politisch, unsere Nachbarin. Zum ersten sei die Bundeskanzlerin wiedergewählt worden, was absolut die richtige Entscheidung für Deutschland sei. Außerdem wies sie mich darauf hin, dass es sich doch wohl ganz genau nur und ausschließlich um Flüchtlinge handele, die aus dem inzwischen völlig verdorrten Afrika und Arabien zu uns kämen, und nicht etwa um Einwanderer, und dass wir diesen armen Menschen nun auch helfen müssten…… „

  5. tula
    Oktober 19, 2017 um 3:53 pm

  6. Gerd Zimmermann
    Oktober 19, 2017 um 9:17 pm

    „Da hat einmal einer, der aufgewacht ist, gesehen, wie es nicht darauf ankommt, von Demokratie zu deklamieren, sondern wie es darauf ankommt, die Wirklichkeit zu durchschauen … von wie wenigen Zentren aus die Ereignisse heute eigentlich gelenkt und geleitet werden … [Die Menschen] können ja auch nicht [auf diese Dinge] hören, denn es wird begraben von dem – nun, eben wieder von dem von der Presse beherrschten Leben … (Rudolf Steiner am 28.10.1917, GA 177).“

    „……..die Wirklichkeit zu durchschauen … “

    Auch das kann man 100 mal lesen, ohne eine Vorstellung zu haben, was mit
    Wirklichkeit gemeint ist.

    C.G. Jung spricht vom kollektiven Traum.

    Ihr habt Alpträume.

    Die Wirklichkeit zu durchschauen, versucht die Wissenschaft seit ein paar hundert
    Jahren.

    Ohne Erfolg. Geht ja auch nicht.
    Auch das steht hier im Blog geschrieben.
    Buchstaben zu einem Satz und dann zu einem Buch, sagen nichts über
    die Wirklichkeit. Nicht das Geringste.

    Sicher gehören R. Steiner und C.G.Jung zu den Mittwissern.
    Ebenfalls F. Schiller und W. Goethe.

    Lese mal Faust mit dem WISSEN, dass Goethe mit Gott das Gesamtbewusstsein
    meinte.

    Es wird dir wie Sternschnuppen oder Galaxien aus den Augen fallen,
    was man da alles mitgeteilt bekommt.

    Heute sind die Menschen unwissend wie vor Äonen.

    Goethe umschreibt Gott, ich nenne es Bewusstsein.
    Wie willst du erkennen das die Menschen heute noch dümmer sind?

    Durch die Technologie verführt.

    Kaum ein Mensch denkt noch.
    Er lässt 1 und 0 für sich denken.

    Ein Irrweg.

    Tu es dir nicht an, jammere lieber um die Zukunft.

  7. Gerd Zimmermann
    Oktober 19, 2017 um 9:31 pm

    Faust Teil II, gibt Antworten auf Götter und Pyramiden.

    Wenn man weiss, worüber Goethe schreibt.

    Wer nicht weiss, was da gesagt wird oder geschrieben steht,
    der sollte lieber die Tagesschau einschalten.

  8. Gerd Zimmermann
    Oktober 19, 2017 um 9:39 pm

    „Es irrt der Mensch solang er strebt.“

    Goethe, im Faust

    c2 ???

    Oder Wirklichkeit?

    Ich missioniere nicht.

  9. Gerd Zimmermann
    Oktober 19, 2017 um 10:05 pm

    Martin

    was haben Max Planck und Goethes Faust gemeinsam?

    Beide sagen das Selbe.

    Das kann man nicht verstehen, wenn man nicht versteht.

    Oder nichts verstehen will.

  10. Gerd Zimmermann
    Oktober 19, 2017 um 10:23 pm

    Faust

    „Nur was der Augenblick erschuf, dass kann man nützen.“

    Man muss nicht wissen warum das so ist.

    Es wurde hier jahrelang von Zeitlosigkeit geblubbert.

    Wenn man nicht weiss, was Zeit ist, wie soll man dann verstehen
    was Zeitlosigkeit ist.

    Hier im Blog aber gut erklärt, nicht als Hipp-Ergänzungsnahrung wie
    von einigen erwartet.

  11. Oktober 20, 2017 um 12:23 pm
  12. Gerd Zimmermann
    Oktober 20, 2017 um 1:05 pm

    „f…ed “

    Man müsste denken können, bräuchte man nicht so viel zu lesen.
    Owohl, die App nimmt einen auch schon das lesen ab.

    Die gesparte Zeit könnte man dann zur Zeitsparkasse bringen und
    von den Zinsen leben.

    Gruss Gerd

    (Früher, als wir noch einen Kaiser hatten, schrieb man hier immer;
    Gruss, LG, oder irgend eine Grussformel,
    heute macht man das nicht mehr, spart ungeheuere Mengen an Tinte)

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