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Wird auch Deutschland ausgeplündert?

Dass die Finanzelite gerade fleißig dabei ist, sich die griechischen Gemeineigentümer unter den Nagel zu reißen, ist inzwischen mehr als offensichtlich (siehe u.a.). Dass aber auch in Deutschland schon fleißig solches Gemeineigentum in eben diese Hände übertragen wird, ist vermutlich den Wenigsten wirklich bewusst. Ich habe geraden den folgenden Text auf Facebook gelesen, und da kann einem schon übel bei werden:

***

Deutschland wird verkauft und verschachert
Am Beispiel der Deutschen Telekom, der Kirch-Medien-Gruppe und Buna-Werke

Als Ron Sommer (alias Aaron Lebowitsch / von der Deutschen Telekom (sprich Bundesregierung) 1995 eingestellt wurde, um das Unternehmen für die Globalisierung „reif“ zu machen, hatte das Unternehmen einen Wert von mehreren hundert Milliarden Mark. Sommer arbeitete nach besten Kräften, war extrem unbeliebt und unglaublich arrogant.

Im Jahr 2002 war er am Ende seiner ruhmreichen Karriere angelangt und hinterließ eine zugrunde gerichtete Telekom mit mehr als 100 Milliarden Euro Schulden. Viele Firmen kamen Dank Aaron Sommer in den Besitz des Telekom-Vermögens, wie z.B. die ehemaligen Eigentümer der amerikanischen Telefongesellschaft VoiceStream. VoiceStream wurde von Aaron für die deutsche Telekom um etwa 60 Milliarden Euro erworben, war aber höchstens 8 Milliarden Euro wert.

VoiceSteam wird wieder an die ehemaligen Eigentümer zurückgegeben, kostenlos, versteht sich.

Aaron Sommer musste (endlich) gehen, hinterließ einen bankrotten Konzern und erhielt dafür auch noch eine Abfertigung (laut Der Spiegel) in der Höhe von mehr als 65 Millionen Euro (umgerechnet 894,4 Millionen Schilling). Diese Summe sei dem Telekom-Chef bereits einen Tag vor der entscheidenden Aufsichtsratssitzung von Aufsichtsratsvorsitzenden Hans Dietrich Winhaus zugesagt worden, da sich Aaron Sommer auf den Standpunkt gestellt hatte, dass ihm neben dem Gehalt für die Restlaufzeit seines Vertrages auch noch eine zugesagte Verlängerungsoption über drei weitere 3 Jahre ausbezahlt werden müsse.

Außerdem stünden ihm für die nächsten fünf Jahre „wenigstens 4,5 Millionen Aktienoptionen zu“, die Sommer mit einem Wert zwischen „150 und 375 Millionen Euro“ (2,06 bis 5,16 Milliarden Schilling) beziffert haben soll. Nach langen Diskussionen habe Winhaus zugesichert, Sommer „mehr als 65 Millionen Euro“ zu bezahlen. Dabei hätte es nach Ansicht der Berliner Anwaltskanzlei Mock&Partner eine Reihe von Gründen gegeben, Sommer ohne Abfindung aus seinem Amt zu entlassen, denn Finanzminister Eichel habe klare Hinweise darauf gehabt, dass die Bilanzen der Telekom wegen einer Falschbewertung des Immobillenvermögens und des überhöhten Kaufpreises von VolceStream „nicht ordnungsgemäß“‚ seien.

Auf eine mögliche Einschaltung des Bundesrechnungshofes und die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung habe der Finanzminister jedoch verzichtet.

Dann tauchte der US-Milliardär Haim Saban auf und kaufte einen Großteil der bankrottgegangenen Kirch-Medien-Gruppe. Vor diesem Deal intervenierte US-Präsident George W. Bush persönlich bei der deutschen Regierung und stellte fest, dass er erwarte, dass Haim Saban ohne große Umschweife den Zuschlag bekommen würde: „Die amerikanische Botschaft in Berlin hat beim Bundeskanzleramt und über das Münchner Generalkonsulat auch bei der bayrischen CSU-Regierung wegen des Verkaufs der Mediengruppe Kirch interveniert. (siehe u.a.)

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung fragte die US Vertretung nach, warum nicht ernsthaft mit dem amerikanischen Medien-Milliardär Haim Saban verhandelt werde.“ (Süddeutsche Zeitung, 16. Jänner 2003) Dass Saban auch noch Milliarden Zuschüsse für die Übernahme der Kirch-Medien-Gruppe erhält, darf angenommen werden, und ob er für die Kirch Medien-Gruppe unter dem Strich wirklich etwas bezahlt, wird bezweifelt. Saban unterstützt den Krieg gegen den Irak (Focus 12/2003). Gleichzeitig stellte Saban fest, daß ihm die deutsche Politik nicht gefällt.

Auf die Frage, ob er den deutschen Kanzler unterstützen werde, antwortete er: „Ich besitze die amerikanische und israelische Staatsbürgerschaft. Daher ist es mir nur in diesen beiden Staaten erlaubt, am politischen Prozeß teilzunehmen“ (Focus 13/2003). Saban fungiert künftig als Vertreter israelischer Interessen in der deutschen Medienlandschaft. „Er bewundert Shimon Peres, spendete für Ehud Barak und ruft einmal wöchentlich den Hardliner Ariel Sharon an … Sabans Umgebung rühmt sich gern ihrer Verbindungen zum israelischen Geheimdienst Mossad, erinnert sich ein Insider.“ (Der Spiegel 12/2003)

Noch ein Beispiel: der Verkauf der deutschen Buna-Werke an den US-amerikansichen Chemieriesen Dow-Chemical. Als Dow-Chemical auf sein „Kaufangebot“ für die Buna-Werke (Kauf um Nullpreis plus Forderungen nach nicht rückzahlbaren Förderungsmilliarden) von der Treuhand eine kühle Absage erhielt, bat das Unternehmen die US-Botschaft um Intervention.
Nach einem Gespräch mit Johannes Ludewig, einem der damals engsten und einflußreichsten Kanzlerberater, erhielt Dow-Chemical den Zuschlag und zusätzlich eine Sechs-MilliardenMark-Förderung.

Zudem kam eine Förderung von der EU in der Höhe von 10 Milliarden Mark, die vorher vom deutschen Finanzminister Waigel an die EU transferiert worden war. Darüber hinaus durfte Dow 16.000 der 18.000 Mitarbeiter der Buna-Werke entlassen und braucht auf Jahrzehnte hinaus keine Steuern zu bezahlen. Zusätzlich erhält Dow Zuschüsse für den Stromverbrauch in Millionenhöhe.

Da sich solche Fälle in Deutschland offensichtlich immer wieder wiederholen (Vorstandsdirektor der staatlichen Bank WestLB in Düsseldorf nimmt dem deutschen Steuerzahler 1,7 Milliarden Euro ab und erhält zum ‚Abschied“ eine Abfertigung von 3,25 Millionen Euro = umgerechnet 44,72 Millionen Schilling), stellt sich die Frage: Wie blöd sind wir?
Quelle: Inter Info August 2003

***

Auch auf die Gefahr hin, dass man mir den folgenden Link übelnehmen wird und die Antisemitismus-Keule geschwungen werden wird (einfach mal GANZ nüchtern auf die Fakten schauen und filtern), so möchte ich auf diesen Artikel verweisen, der aufzeigt, wie die Befreier Deutschlands sich nach dem Krieg an den Befreiten bedient haben, und das bis heute auch noch:

Ein Überblick über Rothschilds Raubzüge im Deutschland der Nachkriegszeit

Und aktuell wird daran gearbeitet, die durch Steuergelder gebauten Autobahnen, also auch Gemeingut, ebenfalls der Finanzelite zu übergeben:

Autobahn-Privatisierung: Das haben wir erreicht
Über ein Jahr haben wir gemeinsam versucht, die Autobahn-Privatisierung zu verhindern. Was wir erreicht haben und warum Konzerne immer noch Gewinn mit unseren Straßen machen können, erfährst Du hier.

Nachtrag vom 19.10.2017:

Sieht so aus, dass die Plünderung Deutschlands am stärksten war?

Fundstelle: Deutsche belegen beim Vermögen den letzten Platz

  1. Martin Bartonitz
    Oktober 15, 2017 um 2:45 pm

    Und auch das passt ins Bild:

    Der Ausverkauf der DDR
    Die Geschichte der Treuhand
    Den Menschen in der DDR etwas davon zurückzugeben, was sie in 40 Jahren erarbeitet haben – das war ursprünglich die Idee hinter der Treuhand. Am Ende blieben horrende Schulden. Was war passiert?
    Die meisten Investoren kamen aus dem Westen, und Banken aus der Bundesrepublik verdienten an den Krediten. Vieles, was damals passierte, sehen wir noch immer: Die Gesellschaft zahlt, wenn ein paar Wenige unkontrolliert verdienen. „Man hätte schon etwas mehr auswählen können, wenn man mehr Zeit gehabt hätte“, so Klaus Klamroth, Treuhand-Direktor von 1990 bis 1992.

    Treuhand verscherbelte zu Spottpreisen
    Stattdessen gab es Massenentlassungen. Die Wirtschaft wurde hofiert, Alternativen gäbe es nicht, hieß es. Die Treuhand wickelte ab, verscherbelte rund 50.000 Immobilien, fast 10.000 Firmen und mehr als 25.000 Kleinbetriebe zu Spottpreisen. „Das musste, sollte in einem Tempo passieren, das natürlich jeden, der dort gearbeitet, völlig überfordert hat“, erklärte Thomas Kujus, Produzent des Dokumentarfilms „Goldrausch“ von 2011, der aus der Sicht ehemaliger Treuhand-Manager die Geschichte des riesigen Ausverkaufs der volkseigenen Betriebe erzählt. Auf die ganzen menschlichen Aspekte sei keine Rücksicht genommen worden, so Kujus. …

  2. Oktober 15, 2017 um 3:00 pm

    Ich habe eine einfache Frage nur.

    Wem gehören heute die Deutsche Post und die DB?

    • Martin Bartonitz
      Oktober 15, 2017 um 3:18 pm

      Hi Thom, hast Du dazu einen guten Link?

      • Oktober 15, 2017 um 4:01 pm

        Hi Martin, eben nicht.

        Ich habe verschiedentlich Wind bekommen, dass DB und Post privatisiert seien, habe aber zu wenig Stichfestes, um es als Tatsache behaupten zu können.

        Der Unterschied ist marginal.

        So Marionetten an der umgeleiteten Spree die Verantwortung für Post und DB haben, setzen sie Määh Dorn oder ein anderes Genie ein, der sorgt dafür, dass die Bahn an die Wand knallt, so wie er es mit der bis zu seiner Herrschaft florierenden S Bahn Berlins gemacht hat. Hauptsache: Bahn und Post kapott.
        So sie privatisiert sind, läuft es aufs Gleiche raus: Aussaugen und verrecken lassen.

        Wir reden hier „nur“ von Auswüchsen. Um Genesung zu erlangen, müssen Deutsche aufstehen, gewisse Institutionen ausräuchern, eine Verfassung sich geben, einen Friedensvertrag aushandeln, eigenes Geld drucken, die Kettenhunde bei den Atomschächten und Drohnen ausser Landes verweisen. Und ein paar Starkpigmentierte dazu.

        Schnell gesagt, ich weiss.
        Denn Zweierlei braucht es: Den feurigen Willen einer Mehrheit. Männer, welche Führungsqualität aufweisen.

        Kommt natürlich gleich der ganze Sauhaufen und schreit: Aha, der Kuhschweizer will uns einen neuen Hitler auf den Hals hetzen.

        Wer so schreit, hat sich mit der Geschichte Deutschlands nicht auseinandergesetzt, nicht mit Hitler, nicht mit der Zeit des Nationalsozialismus, sondern glaubt kuhäugig oder zähnefletschend die von den Siegern in die Schulbücher und 100001 Filme und 10000001 Radio – und TV Sendungen gepackten Lügen.

  3. Martin Bartonitz
    Oktober 15, 2017 um 7:44 pm

    Was über die Finanzelite zu wissen gilt:
    „Es ist wichtig zu verstehen, dass die FED eine private Organisation ist … zur Versklavung der Menschheit“:

  4. E. Duberr
    Oktober 16, 2017 um 10:39 am

    Deutschland ist Beuteland ! Seit mehr als hundert Jahren . Um diese riesigen Raubzüge durchführen zu können , braut man ein System wie die Demokratie . Nur dafür wurde die Demokratie entwickelt . 600 Volkszertreter in der Quasselbude können mit 600 Millionen aus der Portokasse bestochen werden . Und wenn man Ihnen 3 Mio pro P. in die Tasche schiebt , dann reicht immer noch die Portokasse einer deutschen Großbank . Wer wird da nicht schwach . angesichts der Profite , die gemacht werden können , kann man dies Beträge auch locker verzehnfachen . Geld spielt keine Rolle ! Nur in einer DUMMOKRATIE ist dieser gigantische Betrug am Volk möglich . Aber das Volk ist auch schuldig . es beherrscht nicht einmal die vier Grundrechenarten und geht auch noch zur Wahl und bestätigt die korrupten Volksverderber . Jede Privatisierung lebenswichtiger Betriebe ( Bahn , Wasser . Strom usw. ) ist ein Verbrechen am Volk . Es ist auch unglaublich unwirtschaftlich . Die verrotteten Betriebe werden regelmäßig wieder zurückgegeben , damit das Volk sie wieder sanieren kann . Danach beginnt eine neue Runde . Das Volk verdient es , wegen seiner DOOFHEIT , abgezogen zu werden .

  5. E. Duberr
    Oktober 16, 2017 um 11:06 am

    Rothschild und seine Strohmänner . Es ist doch grotesk , wenn man glaubt , daß in Rußland ein kleiner Verkäufer des Kaufhauses Gum in weniger als fünf Jahren zum Multimilliadär aufsteigen kann , ohne das diese Person als Stohmann benutzt wurde . Alles was diese Person benötigte , war das mosaische Glaubensbekenntnis und die „richtige“ Abstammung . Rußland ist das Land der Strohmänner , genauso Amerika . ( Vorsicht Antisemitismus ) Aber es sind eben keine Eskimos ( Oh, Oh , Innuit) , die weltweit räubern . An ihren Handlungen sollt ihr sie erkennen . Sie haben den Auftrag , die Völker zu fressen , auszurauben ! S O steht es geschrieben . Basta !

  6. Oktober 16, 2017 um 11:21 am

    Hat dies auf haluise rebloggt.

  7. Oktober 16, 2017 um 8:15 pm

    Hat dies auf pinocchioblog rebloggt.

  8. E. Duberr
    Oktober 16, 2017 um 9:35 pm

    Der nächste Raubzug gilt der deutschen Rentenkasse . 32 Milliarden Reserven in der Kasse plus der laufenden Einnahmen . Alles zum Verballern für die Zockerbuden der Hochfinanz . Irgendein deutscher Professor wird dann begründen , dass das die beste Lösung für die Altersversorgung sei . Spätestens dann müßte es einen Volksmarsch auf Berlin geben . Die Verbrecher werden nicht ruhen , bis der letzte Fritz splitternackt am nicht vorhandenen Hungertuch nagt .

  9. Martin Bartonitz
    Oktober 17, 2017 um 11:55 am

    Und weiter mit Österreich:

  10. Martin Bartonitz
    Oktober 19, 2017 um 8:11 am

    Sieht so aus, dass die Plünderung Deutschlands am stärksten war?

    Fundstelle: Deutsche belegen beim Vermögen den letzten Platz

  11. Martin Bartonitz
    Oktober 19, 2017 um 8:15 am

    Und das auch noch: Altersarmut

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