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„Essen Sie Tierleichenteile?“

Lämmer (Foto: Wikipedia)

Wenn der moderne Mensch die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient, selbst töten müsste, würde die Anzahl der Pflanzenesser ins Ungemessene steigen.
Christian Morgenstern

Ich sprach diese Woche einen Arbeitskollegen an, ob der abgenommen hätte. Ja, er hätte sich inzwischen wegen der größeren Konfektionsgröße komplett neu einkleiden müssen. Als hätte er sich entschlossen, beim Essen einen deutlichen Gang runter zuschalten. Seit 10 Wochen habe der dann auch gleich auf Fleisch ganz verzichtet. Er hätte allerdings doch zunehmend Probleme mit Schmerzen in Gelenken und im Gebiss bekommen. Vor ein Paar Tagen war er dann bei Muttern zum feiern und hätte auch beim Fleisch ordentlich zugelangt. Und siehe da, die Probleme wären wie weggeblasen gewesen.

Ähnliches erzählte mir eine gute Freundin, die sich 10 Jahre in den USA vegetarisch ernährt hätte. Dann wäre sei nach Berlin zurück gekehrt und wäre ein Paar Tage bei Muttern gewesen, die auch „ordentlich“ Fleischgerichte auftischte. Die Freundin wollte der Mutter nicht nein sagen und aß. Und auch bei ihr waren die jahrenlangen Schmerzen in den Handgelenken anschließend weg.

Auf der anderen Seite wissen wir, dass, wer sich fast ausschließlich von Fleisch ernährt, stark unter Gicht leiden wird. Ich selbst habe meinen Fleischbedarf auf einmal die Woche reduziert und fühle mich recht wohl. Ich esse dann auch keinerlei Wurst mehr. Und inzwischen gibt es richtig gute vegetarische Aufstriche, die zum Glück nicht irgendwelche Wurst simulieren soll.

Ich hatte das Essen von Fleisch einerseits reduziert, da ich selbst kein Lebewesen töten mag. Warum sollte ich dann also Tiere essen? Viel wichtiger aber erschien mir, dass viel mehr Menschen ernährt werden können, wenn weniger Fleisch gegessen wird, bzw. viel weniger Böden mit Monokulturen zugeplastert werden müssen, wo dann nichts mehr leben kann. Zudem produzieren die Tiere viel Gülle, was unsere Böden und Gewässer mit Nitraten belastet.

Es ist also wie immer ein schwierig zu entscheiden, was gut oder schlecht ist. Das möge jeder für sich selbst entscheiden, womit er gut leben kann.

Der folgende Text hat mich zu diesem Post angetrieben, da er ich nochmals zum Nachdenken anregte:

Essen Sie Tierleichenteile?

Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens zwei bis fünf Tage alter Leichnam.
Volker Elis Pilgrim, Schriftsteller

92% aller Deutschen essen regelmäßig gewürzte, gesottene und gebratene Leichenteile. In ihrem Auftrag töten Schlächter Millionen von Tieren, schneiden die Kadaver auseinander und hängen sie ab. Der Verwesungsprozess beginnt. Den Leichenteilen werden Gewürze und Geschmacksverstärker hinzu gegeben. Im Supermarkt findet der Kunde die Tierleichen unter der Bezeichnung »Fleisch« in der Kühltheke wieder: aus Muskeln wird ein »Schnitzel«, ein in Streifen geschnittener Magen heißt »Kutteln«, zermanschte und gewürzte Leichenreste werden unter der Bezeichnung »Wurst« verkauft.

Wir sind es gewöhnt, zubereitetes Fleisch zu essen – fix und fertig gewürzt und mundgerecht geschnitten. Immer weniger Menschen bringen ihr Steak oder ihre Wurst tatsächlich mit lebendigen Geschöpfen in Verbindung, die wie der Mensch Trauer, Freude, Leid und Schmerz empfinden können.

Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.
Wilhelm Busch

Unsere Art von Kannibalismus

945 Hühner, 46 Schweine, 46 Puten, 37 Enten, 12 Gänse, 4 Rinder und 4 Schafe – das ist die durchschnittliche Fleisch-Bilanz eines Deutschen im Laufe eines Lebens. Dazu kommen zusätzlich etliche Wildtiere, See- und Meeresfische.

»Töten von Tieren« – das erscheint grausam. An der Metzgertheke ein Stück Fleisch einzukaufen, ist hingegen normal. Würden wir auch Katzenfleisch kaufen, wenn es lecker angemacht wäre? – Natürlich nicht! Würden wir Hund essen oder Meerschweinchen? Nein! – Warum aber essen wir das Kalb oder das Lamm? Wenn Jeder das Tier eigenhändig umbringen müsste, würden es die meisten ganz sicher nicht übers Herz bringen – und statt dessen lieber auf ihr Fleisch verzichten. Wenn wir Tiere essen, essen wir unsere Verwandten: Längst haben Biologen eine genetische Übereinstimmung bis zu 98% zwischen Mensch und Tier festgestellt. Die moderne Wissenschaft weist in immer neuen Studien darauf hin, dass Tiere logisch denken und kreative Ideen entwickeln, dass sie eine Vorstellung von Raum und Zeit haben, dass sie wie wir Beziehungen und Freundschaften eingehen, dass sie Liebe und Trauer empfinden, ja sogar Fairness, Mitgefühl und moralisches Verhalten zeigen. Und manche Tierarten verfügen offensichtlich über Selbstbewusstsein. Moderne Verhaltensforscher kommen zu dem Ergebnis:

In den grundlegenden Fähigkeiten, die uns Menschen zu Personen machen, stehen uns eine ganze Reihe von Tieren in nichts nach. Das Denken und Fühlen von uns Menschen ist mit dem Denken und Fühlen von Tieren zutiefst verwandt.

***

Dieser Selbstversuch des Tötens zeigt auf, wie Mensch zu kämpfen hat, der noch nie ein größeres Lebewesen getötet und verarbeitet hat:

Und das zeigt, wie es in der Massenabfertigung aussieht …

  1. muktananda13
    August 8, 2017 um 11:27 pm

    Es ist durchaus wichtig was in den Mund geht, doch weit wichtiger, was aus dem Kopf rausgeht.

  2. gabrielealt
    August 9, 2017 um 7:15 am

    Nur wer stirbt liebt wirklich…

    Der Tod von allem was vorstellbar ist…ist Liebe. Nicht diese Liebe, die wir zu kennen glauben und welche immer bedingt ist. Nein, diese Liebe ist eine Traum-Liebe. Sie wird niemals Erfüllung bringen. Die wahre Liebe offenbart sich, wenn alles Bekannte geht und das Unfassbare sich auftut. Hier ist Liebe, nichts anderes als Liebe…diese Liebe ist bedingungslos.

    Fundstelle: https://www.reimundkaestner.de/app/flex/blog/preview/143893954

    • August 9, 2017 um 9:08 am

      Lasst uns bitte dies so formulieren: Liebe ist nicht das Verschmelzen zweier Wesen, sondern die Verschmelzung aller und von allem in derselben ursprünglichen Einheit.

      Und eben diese Einheit, dieser einheitliche, ungeteilte Zustand von allem, in sich selbst, nennt man Selbst, dies ist das Selbst aller Wesen , das jenseits von Zeit und Raum ist. Weder kann es beschrieben, noch gelehrt und gelernt werden. Dieser kann man nur durch bewusste Abschaltung aller mentalen, emotionalen und körperlichen Vorgänge erlebt werden.
      Allein das Zuschliessen der Augen und das innere Beobachten oder das Lauschen des „Nichts“ führt zur plötzlichen Entdeckung des Allem, der ursprünglichen und unwandelbaren Natur der Wirklichkeit, des Absoluten Zustandes .

      Der Geist ist der Schöpfer, der Erschaffer von allem, was ist.
      Der Geist erschafft ständig , aus sich selbst und in sich selbst , sich selbst. Eine dieser Kreationen, dieser Erschaffungen, bist du- so wie du nun kennst, wie du es im Spiegel betrachten kannst. Da sind Zeit und Raum Pinsel und Malleinwand, die aus der eigenen Kleidung stammen. Doch alles ist nur EIN GEDANKE. Ein unendlicher und ewig wandelbarer, gefühlter Gedanke , ein ewig lebendiger Gedanke als Projektion des Lichtes, eine Veräusserung der Verinnerlichung des Bewusstseins- Vielfalt in Einheit bei Einheit in Vielfalt.

      Es reicht jedoch niemals, sich mit Beschreibungen, Gedanken und emotionsgeladenen Konstrukten zufrieden zu geben,die einen weiteren Wirbel der Illusion, eine weitere Schicht der Unwirklichkeit um sich herum baut. Denn alles , was man um sich in Lebensspanne nach Lebensspanne, Inkarnation nach Inkarnation baut, muss und wird abgebaut werden. Der „mühevoll“ gebaute Käfig , in dem das Bewusstsein selber sich verfangen hat, besteht nur aus Gedanken. Ob in der Form der Erzählungen, also als ungeprüfte Übernahme äußerer Einwirkung oder als eigene Konstruktion, jeder Gedanke erzeugt ein energetisches Feld illusorischer Wirklichkeit , DIE JEDOCH NICHT EWIGER NATUR IST, nicht ununterbrochen, nicht unwandelbar und nicht jenseits der Zeit existent ist. Das heißt , dass jedes Wesen frei- unfrei seine eigene Freiheit oder Gefangenschaft selber bastelt und dazu beiträgt, ein koexistierendes Feld zu erzeugen und es beizubehalten , in dem das individuelle und Gesamtbewusstsein sich darin oft für Äonen aufhält. Das einzige Netz der Unwirklichkeit und des Leidens besteht aus Gedanken.Die kontinuierliche Kette von Ursache und Wirkung , der Kausalitätreaktion ist da die natürliche Folge , der Übertrag der Einheit in den Film der Sequenzen, der Teilung. Teilung ist ein dimensionales Gefühl , ein mentales Gebilde, das auch gefühlt wird, denn die Wahrnehmung erfolgt erst im Verstand, und dieser als Wunsch im Kausalbereich. Ja, auch Gefühle oder Emotionen sind Gedanken, sind die Folgen, in anderen Frequenzbereichen, der Gedanken. Alles hat seinen Ursprung in der Gedankenwelt, alles wird erst als Wunsch, als Idee, also als Gedanke geformt. Das ist eben das, was du bist: du bist deine eigene Idee, du bist deine eigene Kreation. Schöpfer und Schöpfung zugleich. Liebe das, was du wirklich bist – und das, was du zu sein scheinst, wirst du es mögen.
      Das, was du im Spiegel morgens betrachtest, ist nichts anderes als deine Erschaffung, in Zeit und Raum, als drei- und mehrdimensionales Wesen. Denn in dem Augenblicke , als du etwas dir wünscht, erschaffst du „freie Bahn“ für Möglichkeiten aus dem und im unendlichen Potential, welches das Bewusstsein selber ist. Zwar kannst du im Spiegel nur die Reflexion der groben Form sehen- was eben seit undekbaren Zeiten dich wegen der Verwechselung mit dieser eine Form so verstarrt und zum Narren gahalten hat- , dennoch bist du weit größer, feiner und mächtiger, als du selber von dir dachtest und doch im Geheimen ab und zu hofftest.
      Dein physischer Körper ist das Vehikel des Reinen Bewusstseins. Doch verwechsle nie oder hör endlich mal damit auf, dich als Fahrer mit deinem Vehikel zu verwechseln! Siehe, was daraus wurde und wird, was die Gesellschaft wurde aus aus ihr wurde. Der Mensch erzeugt die Gesellschaft und er leidet ununterbrochen darunter. Ist das nicht ein Jammer? Du könntest wollen, sie umzuformen, in dem deine Macht und DICH wieder kennst. In dem du die Wahrheit willst. Denn, sagte nicht jener Jesus, der mitten in jedem Herzen auch wirklich lebt, dass “ DIE WAHRHEIT WIRD EUCH FREI MACHEN “ ?

      Die einzige notwendige Revolution ist die Evolution des Bewusstseins:
      vom Relativen des Spiegels ins Absolute des Herzens.

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