Startseite > Gesellschaft > Moral und abstraktes Denken

Moral und abstraktes Denken

Ich reblogge diesen Artikel, da es deutlich macht, wie unterschiedlich Kulturen sein können, und wie schwierig es dann ist, Jemanden aus der anderen Kultur verstehen zu können.

Der Autor hat nach vielen Jahren eigener Beobachtungen Schlüsse gezogen, die mir deutlich zu denken geben … Zuvor möchte ich aber noch einen Kommentar, den ich auf einer sozialen Plattform erhielt, hier einstellen, der die Erfahrungen des Autors noch etwas unterstreicht:

Vielen Dank, lieber Martin, für diesen hochinteressanten Beitrag. Ich habe den langen Artikel zur Gänze aufmerksam gelesen und sehe viele Übereinstimmungen mit meinen (unseren) Erfahrungen im Umgang mit Afrikanern während des nun schon 14 Jahre laufenden Hilfsprojektes in Westafrika, das wir (Sohn, Schwiegertochter und ich) gegründet haben und das bereits Teil der dortigen Gesellschaft geworden ist. Ich muß meinen Sohn fragen, der Ethnologe ist (auch Philosoph), was er von den Erkenntnissen Gedaliah Brauns hält. Es wäre eine Erklärung dafür, warum wir Moral nach unserer Wertevorstellung bei den meisten unserer einheimischen Mitarbeiter vermissen, warum Versprechungen nicht eingehalten werden, warum es kein Bewußtsein für schuldhaftes Verhalten gibt, warum der Zeitbegriff wie wir ihn kennen dort nicht existiert, usw.

An einen Mangel abstrakten Denkvermögens habe ich bisher nie gedacht, diese Betrachtungsweise ist mir völlig neu. Ich erklärte mir das von unseren Wertevorstellungen abweichende Verhalten in erster Linie mit der Armut der Leute, so nach dem Motto „Zuerst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“. Deshalb geben wir auch keine größeren Geldsummen in die Hände der Mitarbeiter, um sie nicht in Versuchung zu führen. Wobei das Wort „Versuchung“ auch wieder eines ist, das aus unserer Sprache stammt. Dort gibt es das Wort wahrscheinlich gar nicht, es wird jede Gelegenheit im Hier und Jetzt genutzt, ohne Vorausdenken, was die Folgen sein könnten (Konjunktiv! existiert auch nicht …). So haben wir gelernt in all den Jahren, das Verhalten der Afrikaner so zu akzeptieren, wie es eben ist und ihnen keine Vorwürfe zu machen oder Regeln aufzustellen, die sie ohnehin brechen würden.

Bestimmt haben auch sie gelernt, sich an unsere Vorstellungen anzunähern, jedoch immer aus der Gunst des Augenblicks heraus, und eben nicht verinnerlicht.

Daß der Autor am Ende des Artikels darauf hinweist, daß es auch „andere“ Afrikaner gibt, auf die seine Erkenntnisse nicht zutreffen, daß sein Bericht einen statistischen Durchschnitt erfaßt, hat mich beruhigt, denn ich wolle schon aufbegehren, daß ein derartiges Pauschalurteil nicht zulässig sei. Diese Erkenntnis des geringeren oder fehlenden abstrakten Denkvermögens ist aus westlicher Sicht ja ein Werturteil, das über die Menschen des ganzen Kontinents ausgestreut wird, obwohl es keines sein kann, weil es impliziert, daß es diese Werte dort gar nicht gibt. Und es ist Öl ins Feuer der bei uns herrschenden Fremdenfeindlichkeit, es ist Rassismus in Reinkultur, würde ich die Intention des Autors nicht mit höchster Aufmerksamkeit wahrnehmen.

Was mir dabei gefehlt hat ist die Betrachtung der Religionen, die durch die Missionierungen nach Afrika gekommen sind, bei den Christen wie auch den Moslems gibt es Wertvorstellungen und Moral. Hier bleibt die Frage offen, wie weit diese von den Afrikanern bereits übernommen wurden. In dem westafrikanischen Land, wo unser Hilfsprojekt läuft, ist die Naturreligion und der Ahnenkult noch weit verbreitet. Die Ahnen werden verehrt, die „Gottheiten“ ebenso. Voodoo-Priester nehmen Kontakt auf mit den Ahnen und ihr Spruch gilt, mehr als alles andere. Es gibt auch Vergebungs-Rituale, also wird durchaus auch Schuld wahrgenommen.

Es wäre interessant gewesen, diese „Moral“ aus der Ahnenwelt in die Betrachtungen des Gedaliah Braun mit aufzunehmen.

LG. Hannelore

MORGENWACHT

Wie Afrikaner sich von Westlern unterscheiden mögen

von Gedaliah Braun, übersetzt von Osimandia (erstmals erschienen auf As der Schwerter).

Original erschienen in American Renaissance Februar 2009 unter dem Titel Morality and Abstract Thinking – How Africans may differ from Westerners. Der englische Originaltext findet sich unter anderem auf dem Blog Whitelocust.

Öffentliches Plakat in Südafrika. Beachten Sie den alten Reifen und den Benzinkanister. Öffentliches Plakat in Südafrika. Beachten Sie den alten Reifen und den Benzinkanister.

Ich bin Amerikaner und habe zwischen 1976 und 1988 in mehreren afrikanischen Universitäten Philosophie gelehrt und seither in Südafrika gelebt. Als ich das erste Mal nach Afrika kam, wusste ich praktisch nichts über den Kontinent oder seine Menschen, aber ich lernte schnell. Mir fiel zum Beispiel auf, dass Afrikaner nur selten Versprechen hielten und auch keinen Anlass sahen, sich zu entschuldigen, wenn sie eines brachen. Es war, als ob ihnen nicht bewusst wäre, dass sie irgendetwas getan hatten, für das man sich entschuldigen müsse.

Ursprünglichen Post anzeigen 5.759 weitere Wörter

Kategorien:Gesellschaft
  1. E. Duberr
    April 3, 2017 um 12:19 pm

    Diese Erkenntnisse hatte man schon vor Jahrhunderten .Trotzdem waren die Menschen im Westen so dumm , sich erzählen zu lassen , es gäbe keine Rassen . Von besser oder schlechter kann nicht die Rede sein , aber von anders und vor allem anders talentiert . Dann die irrsinnigen Pläne von Coudenhove -Kalergie , Menschenzucht zu betreiben , mit dem Ziel des Afro-Eurasischen Menschen mit einem IQ von 80 Pkt. Der braune Mensch für Europa , mit dem Gendefizit , kein Vitamin A über die weiße Haut produzieren zu können . Eigenartigerweise findet man die Propagandisten für diese Pläne hauptsächlich unter Juden . Soros, Sarkotzy , Merkel , Lerner-Spectre , Kahane u.s.w. machen überhaupt kein Geheimnis daraus , daß sie Europa umzüchten wollen . In den Protokollen kann man nachlesen , daß den Menschen zukünftig nur noch Mischehen erlaubt sein sollen . Gleichzeitig läßt Israel nur noch “ RASSEREINE“ Juden einwandern und versucht fremdrassige zu vertreiben . Für Deutschland ist inzwischen der HOOTON-Plan voll wirksam. Rassist kann nur sein , wer die Existenz von Rassen nicht anerkennen will .Es sind Rassenmörder ,die die Rassen vermischen wollen .Die besonderen Charaktereigenschaften der Afrikaner haben sich nicht grundlos entwickelt . Sie müssen mit ihren Eigenschaften leben . Ob die Weißen diese Eigenschaften angezüchtet bekommen wollen , ist zu bezweifeln .Weltweit läßt sich das Chaos und Elend der Mischlingsgesellschaften beobachten . Selbst die Amerikaner sind ernüchtert .Brasilien , Venezuela , Mexiko lassen grüßen . Am schlimmsten der schwarze Staat Haiti , als Staat gescheitert . Folgen wird Südafrika und Europa steht auch schon vor diesem Problem der ANDERSARTIGKEIT von Menschen . Nur homogene Völker sind glücklich . Multikulti ist die Hölle auf Erden .

    • Martin Bartonitz
      April 3, 2017 um 1:02 pm

      Ich sehe nicht, dass die in dem Artikel beschriebenen anderen Konzepte genetisch bedingt sind. Ich sehe, dass schwarze Kinder, die kulturell keinen Kontakt zu den Kulturen ihrer Vorfahren hatten, sich vollständig in die Kultur integrieren, in der sie von Kindesbein an aufgewachsen sind.
      Was ich aber schon sehe ist, dass es aufgrund dieser unterschiedlichen Kulturen viel Aufwand bedeutet, mit einander auszukommen, und dass es um so schwieriger ist, wenn eine Seite kaum Respekt der anderen gegenüber zeigt.

  2. E. Duberr
    April 3, 2017 um 1:33 pm

    Eigenartig ist , daß die Afrikaner einen westlichen Lebensstil leben wollen . Die Weißen hingegen wollen keinen schwarzen Lebensstil leben . Im Gegenteil , sie flüchten , wenn Schwarze gehäuft auftreten .Der westliche Lebensstil hat einen furchtbaren Preis , den die Weißen auch bezahlen . Viel Schwarze Menschen wollen diesen Preis aber nicht bezahlen . Sie bevölkern die Sozialämter der weißen Staaten .Warum nur sollen wir unbedingt die Augen vor der Realität verschließen .Wir begehen Selbstmord .Die aus ihrem Kulturkreis entfernten Menschen sind nur zu bedauern .Ihre Andersartigkeit wird ihnen ständig bewußt ! Schwarze Menschen haben mir mehrfach erklärt , daß der schwarze Rassismus eine besonders brutale Erscheinung ist . Wacht auf !

  3. tulacelinastonebridge
    April 3, 2017 um 5:22 pm

    …………Eigenartig ist , daß die Afrikaner einen westlichen Lebensstil leben wollen …………

    in erster Linie, so denke ich, wollen Einwanderer in die westliche Welt, vor allen Dingen Sicherheit.
    Sicherheit für Leib und Leben, ein Grundbedürfnis das alle Mensch und auch Tiere antreibt.

  4. E. Duberr
    April 3, 2017 um 6:20 pm

    @ tuacelinast

    So ein Quatsch ! Sie wollen Sicherheit und begeben sich in Lebensgefahr ??? Die wollen einen roten BMW , eine blonde Frau ( Schlampe) und ein blaues Handy und natürlich einen regelmäßigen Scheck vom Sozialamt .

    • tulacelinastonebridge
      April 3, 2017 um 6:57 pm

      Sicherheit ist eben individuell, Herr Duberr.

  5. Sandra
    April 6, 2017 um 10:44 am

    Kümmert euch doch alle mal lieber um eure eigene Kultur – und diese hat mit Fremdbestimmung und diversen Fremdbesatzern, die kommen und gehen, nichts zu tun.

    Kultur kann man auch übersetzen in Lebensstil bzw. Art und Weise.

    Mir gefällt die Art und Weise einiger Menschen auch nicht. Aber diese gibt es in allen Nationen und ‚Rassen‘. Das jeder Körper sich an die natürlichen Lebensbedingungen anzupassen hat – sonst stirbt man nämlich, ist ja wohl normal!!!

  6. muktananda13
    April 6, 2017 um 9:15 pm

    Jeder neigt instinktiv dazu, bei Anderen anderes festzustellen und zu verurteilen. Doch jedes Vorurteil endet mit einem Selbsturteil.

    Die Welt heilt nicht, wenn die Menschen alles urteilen wegen ihrer eigenen Vorurteile, sondern wenn diese sich auflösen.

  7. Martin Bartonitz
    Dezember 28, 2019 um 9:28 am

    Claire Anna hinterließ auf Facebook den folgenden Kommentar zum Artikel:

    Warum sollte es rassistisch sein zu betrachten wie menschen sich unterscheiden in den verschiedenen Regionen der welt? der Bayer unterscheidet sich vom Preußen dem Gemüt nach. Das weiß man schon lange. Ist das jetzt Rassismus?
    Als ich gemächlich von Westen nach Osten durch Oregon fuhr fiel mir auf wie anders die menschen waren im Westen als im Osten. Im westen ist Oregon feucht und herrlich bewaldet.In den heißen Quellen baden die menschen ungeniert und plaudern mit Fremden. Ich wurde eingeladen zu einer party in einer weit entfernten Stadt von jemandem der gar nicht dabei sein würde und wurde freundlich empfangen.
    Der osten ist trocken mit Kakteen und spärlichen Büschen und vielen Steinen. Der Himmel ist weit, weit, weit…. Und dort waren die Menschen sehr wortkarg und gar nicht freundlich. Das gab mir zu denken.
    Die Bayern und Schwaben sind doch wohl fremdenfreundlicher als die Brandenburger? Die mark ist karg und sandig unstabil. Der Süden ist wärmer und der Boden ist felsig stabil.
    Klima und Umfeld bestimmen wie man sich ernährt, wie man mit einander umgeht, wie man baut…
    Wo es karg ist mag man villeicht nicht so gerne das Wenige teilen… In der wüste aber, wo jeder sterben kann ohne Gastfreundschaft ist es wieder anders…. Aber es gibt eben klare Unterschiede.
    also lehrt uns das land auf dem wir leben zu leben und zu werten. Ich denke die Beispiel sind endlos.
    Mir misfällt das Wort „fremdenfeindlich“. Es hat eine sehr negative wertung jetzt. Dabei ist es notwendig in manchen situationen, die eigne haut und heimat abzugrenzen damit man sie nicht verliert. Ist das feindlich?
    Fremdenfeinlichkeit ist einfach Territiorialverhalten. Natürlicher geht es gar nicht. Alle Tiere machen das so.
    In alten Zeiten wurde dies Verhalten geachtet. Wer in fremdes land ging, der tat es mit Vorsicht und Respekt. man wußte wo die ungefähren Grenzen waren, genau wie die Hirsche und Eulen und Adler. Das führt auch dazu daß man nicht mehr Kinderlein zeugt, als man im Territorium füttern kann.
    so war es in Nord Amerika. Die Stämme lebten im Allgemeinen in Frieden in ihren Regionen, manchmal in großer eintracht und Zusammenarbeit mit umliegenden Stämmen. Das große Morden und kriegen begann erst als die Einwanderer kamen und begannen Land zu stehlen, völlig respektlos und grausam.
    so war es auch in Europa. auch hier lebten die Stämme in Achtung – bis zur Völkerwanderung, die von Klima und Krieg und Enteignung in Bewegung gesetzt wurde. durch sie wurden die Stämme zerstört und sie wurden ersetzt durch „Künnige“ (Könnende) und ihr Gefolge, basierend auf reichen Beutezügen ins Gebiet anderer.
    Wer Fremden sein land überläßt, so wie die Indianer das anfangs taten, als sie arglos und unerfahren waren gegenüber der fremden kriegerischen und landgierigen Einwandererkultur, der verliert es.
    Die Indianer wurden dann als äußerst fremdenfeindlich dargestellt, weil sie ihr Land verteidigen wollten, die Grundlage ihres seins. Dafür wurden sie als Unmenschen dargestellt die man ohne Not gerne beiseite schaffen darf. Es wurden ihnen blutrünstige Verhaltensweisen angedichtet, die nur aus dem In-die-ecke-gedrängtsein entstanden waren.
    Wer etwas Böses aus Fremdenfeindlichkeit macht, der tut dies weil er Menschen ihres Stammesgebietes zu entledigen beabsichtigt. Es ist unnatürlich seine Lebensgrundlage verschenekn oder ohne Murren abgeben zu wollen.
    Das ist meine tief durchdachte Meinung.

  8. Martin Bartonitz
    Dezember 28, 2019 um 9:29 am

    Und Barbara Hampf ergänzte auf Facebook noch:

    Nach etlichen Jahren im intensiven Umgang mit Afrikanern, Cubanern und anderen Nationalitäten, habe ich lernen müssen, daß die Mentalitäten sehr unterschiedlich sind. Wenn man diese Unterschiedlichkeit einplant und akzeptiert erleichtert es das Miteinander ganz ungemein. Und ganz nebenbei wurde mir bewußt, daß unsere Art die Dinge zu sehen gar nicht so schlecht ist und ich dieses auch nicht missen möchte. Als Jugendliche hatte ich nämlich die deutsche Mentalität gar nicht geschätzt und mich sehr mit meinem marginalen polnischen Erbe identifiziert.

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: