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“Was hat man denn aus dieser (Nazi-)Vergangenheit wirklich an dauerhaft Wertvollem gelernt?”

Bild: Martin Bartonitz in Amsterdam 2016

Mit Blick auf den Artikel „Hitlers Justiz ist nun auch Adenauers Justiz!“ sowie der Auflistung von Politikern mit Nazi-Historie möchte ich einen persönlichen Rückblick wagen:

Man überlege! Man bedenke!

Wer wurde denn in der Zeit der damaligen Diktatur des absoluten Übels nicht mit hineingesaugt in den Sog des Wahnsinns und der Willkür…
Wer stand nicht da und salutierte… gezwungenermaßen… denn wer damals nicht “freiwillig” mitmachte, mit sichtlichem Enthusiasmus, der war sofort suspekt, wurde beobachtet und bespitzelt. Wem konnte man sich denn wirklich anvertrauen? Das war auch so in der Lokalpolitik… und im Schulwesen auf allen Ebenen. Als gebürtiger Bayreuther (Jahrgang 1936) habe ich noch in Erinnerung, wie es damals war. Meine Lehrerin in der ersten Klasse (1942) in Feuchtwangen war absolut überzeugt von der “Richtigkeit” und “Berechtigung” des damaligen Regimes, und vom Direktor unserer Schule wurden wir auch immer wieder “belehrt” und mit der damals üblichen und erforderlichen Propaganda sehr laut, sehr gezielt und bewusst belabert, während wir Kinder gewissermaßen im Schulhof in “Reih und Glied” … “angetreten” dastehen mussten … mit ausgestrecktem Arm salutierend… bis zum Geht-nicht-mehr, bis so einige von uns in der Sonnenhitze umkippten, sich in der Hose versauten, oder kotzten. Schon Kinder wurden drangsaliert, indoktriniert, und gezwungen sich anzupassen und einzufügen. Auch wir mussten die damaligen Parolen auswendig lernen und nachplappern. Auch wir mussten die damaligen Lieder singen, und an bestimmten National-“feier”-tagen durch die beflaggte Stadt “marschieren, und die Fahnen schwingen“. So war es damals. Welche Familie war denn davon nicht direkt oder indirekt betroffen? Wer einen Beruf ausüben wollte, hatte wohl keinerler Wahl oder Ausweg, sich dem Druck und den ideologischen Forderungen der Politik zu entziehen… Und so gab es bei der nachfolgenden sogenannten “Entnazifizierung” auch die Einstufung und Bescheinigung als “Mitläufer”… gerichtlich bestätigt… “bereinigt?” … bescheinigt… Ich habe darüber schon viel geschrieben und berichtet… und es gibt noch mehr der emotionalen Bürden und Lasten in der Erinnerung, von denen man sich aber doch nicht vollkommen befreien kann…

Auch in der Nachkriegszeit gab es Folgen und Nachwehen. An der Oberrealschule in Dinkelsbühl hatten wir auch viele Lehrer, die aus ihrer ehemaligen Mitgliedschaft bei der NSDAP so mehr oder weniger keinen Hehl machten… und manche sogar Briefe noch mit dem “Deutschen Gruss” signierten. Aber es gab auch gewisse Lücken in der deutschen Geschichte, worüber nicht gesprochen wurde… (oder nicht unterrichtet werden durfte?)… Nur Wenige wagten es, uns so gelegentlich über einige Details des damaligen Horrors zu informieren. Ich habe aber auch noch in guter Erinnerung, was ich selbst gesehen und erlebt hatte! Es war für uns Schüler schon erstaunlich, daß es in der Zeit von etwa 1930 bis 1945 angeblich “keine” Geschichte gab… Da war ein “unerklärliches” Loch…. Da hieß es so mehr oder weniger: “Nie sollst du uns befragen!”… Auch mit den Eltern sprach man erst nach vielen Jahren über das damals Erlebte und Erlittene. Es ging ja nun um den sofortigen und notwendigen Wiederaufbau… nicht nur der zerbombten und verwüsteten Städte, nicht nur der Wirtschaft, sondern um die abermalige Etablierung und Festigung der eigenen beruflichen Existenz… und ebenfalls um die Regenerierung der Lokalpolitik, der Regionalpolitik, der Landespolitik, und somit auch der Politik im geteilten, und im durch die “Alliierten” militärisch besetzten Deutschland… und diese Geschichte ist ja… oder sollte nun eigentlich bekannt sein… auch wenn diverse Einzelheiten über Einzelpersonen nun erst im verspäteten Nachhinein abermals genauer belichtet und beleuchtet werden. Die weit aus wichtigere Frage wäre doch: “Was hat man denn aus dieser Vergangenheit wirklich an dauerhaft Wertvollem gelernt?”…. damit sich die Fehlerhaftigkeit, der Wahnsinn, die Willkür und der Horror nicht abermals wiederholen können!

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  1. E. Duberr
    März 29, 2017 um 10:12 am

    @ gaufürst

    Der Hinweis auf die Bibliotheken war überflüssig . Diese stellen keine ernstzunehmende Literatur über die Zeit des III. Reiches zur Verfügung .Besonders nachdem die menschenfreundlichen Sieger 40000 Titel verbrannt hatten . Sie müssen also andere Quellen finden .Wer suchet der findet . Horrido

  2. E. Duberr
    März 28, 2017 um 4:42 pm

    @ gafürst

    Er wird denn da so empfindlich , obwohl er nie angesprochen wurde . Wenn sie von persönlichen Erlebnissen sprechen , die nicht nur Sie haben , kann ich Ihnen mitteilen , daß ich im II. Weltkrieg schwer verwundet worden bin , nicht als Soldat , sondern als Kind . Ich verbrachte zwei Jahre in einem Notkrankenhaus ohne wichtigste Medikamente . Und, haben Herr Oberlehrer Narben vorzuweisen ?? Gehen sie endlich in die Bibliothek .

  3. E. Duberr
    März 28, 2017 um 4:25 pm

    @ Herr Bartonitz
    Tabu .
    Da ist es wieder ,dieses verfluchte Tabu , wir reden von Briten , Brit. Empire usw . , jedoch die wirklichen Akteure bleiben immer im Hintergrund und werden nicht genannt .. Unsere Geschichte wurde gefälscht und eifrige Staatslakeien haben die Massen so verblödet , daß sie sich für schuldig halten für Verbrechen , die sie nicht begangen haben .Der Bolschewismus , gesteuert aus der Londoner City , theoretisch begründet von dem Juden Marx ,ein Auftragsschreiber und Vetter der Rothschilds , wird also im Auftrage der Hochfinanz ( Rakowski:JENE) aktiv . Das scheint auf den ersten Blick völlig absurd und überzeugte Sozis und Kommunisten gehen an der Wand hoch , weil sie zugeben müßten , daß sie von genialen Schwerverbrechern verladen worden sind . Genial auch , wie diese Betrüger dann die Massen auf Adolf Hitler gehetzt haben : Haltet den Dieb als Methode , bis heute . Diese verblendete Meute verhindert auch in Zukunft eine gute , positive Entwicklung und sie schützt und hofiert diese Verbrecher .Alle Lehrer und in der Volksbildung tätigen müßten sich jetzt sofort einer freiwilligen Umerziehung stellen und sich mit neuen Erkenntnissen beschäftigen . Sie suhlen sich in einem Sumpf von Lügen und sind so arrogant und selbstgefällig wie man nur sein kann . Wer hat denn schon den Mut zu sagen : alles was man mir über das III. Reich erzählt hat beruht auf Lügen und Propaganda. Mein Weltbild ist ein Haufen Müll . WER ? Es kann kein Verbrechen sein , Wahrheit zu suchen und erkannte Lügen in die Mülltonne zu werfen .

  4. März 28, 2017 um 2:23 pm

    All den sich selbst verherrlichen, selbst gefallenden Weisen, diesen „Siebengescheiten“… (wie dieser E. Duberr hier)… die so tun als ob sie alles wissen… Ich habe berichtet was ich persoenlich erlebt ud gesehen habe, und das war nur ein geringster Einblick und Teil davon… aber ich bin weder „dumm“ noch „propagandaglaeubig“… Nur wer diese Zeiten durchlebte weiss wirklich wovon er spricht… Infame, beleidignede, und defamierende Bemerkungen sind nur Anzeichen der Arroganz und Ignoranz. Wenn einer so hassvoll mault und meckert… und sich dabei selbst bekleckert… der erweisst sich (nach meiner Meinung) als der wirklich Dumme!

  5. März 28, 2017 um 10:12 am

    Wer Massen von Menschen beherrschen will, der erschafft eine Überidentität: das Volk und den Staat.
    Wenn der Mensch sich mit dieser Überidentität genügend identifiziert hat, dann ist es für den Schöpfer und Herrscher über diese Überidentität leicht möglich, die Verkörperungen (die Menschen), die nun die Verbund-PERSON das Volk bilden, beliebig jede gewünschte Richtung zu geben. Das ist ähnlich wie mit einem achtspännigen Pferdewagen. Einzelne Pferde würden sich nicht von Einem steuern lassen – erst der Zusammenschluss und die Einzelidentitätsaufgabe in einem Gespann, das dann mit einem Zügel gesteuert wird, macht das möglich. Wie die Aufgabe der Einzelidentität bewerkstelligt wird, ist kein Geheimnis: Milton-Experiment, Asch-Experiment, Pawlow-Experiment…

  6. E. Duberr
    März 27, 2017 um 10:39 pm

    Wer die Schuld für den Nachfolgekrieg des I.Weltkrieges , den II. Weltkrieg , beim Deutschen Volk sucht , HAT NICHTS GELERNT ! Er/ Sie macht sich schuldig und muß sich als dumm und propagandagläubig bezeichnen lassen . Wird mitschuldig an allen Verbrechen am Deutschen Volk und sollte sich aus der Volksgemeinschaft verabschieden . Gewogen und zu leicht befunden .

  7. E. Duberr
    März 27, 2017 um 8:16 pm

    In diesem Artikel wir wieder der eine Grundfehler gemacht . Der Verfasser glaubt , daß Volk hätte irgendetwas verhindern können . Völker machen keine Kriege . Das muß der Verfasser noch begreifen bevor er das Zeitliche segnet .Das ist aber ein IRRGLAUBE . Die Vernichtung Deutschlands war ein Programm des englischen Empires . Spätesten 1904 waren alle notwendigen Verträge mit den zukünftigen Alliierten beschlossen oder abgeschlossen . Die Engländer hatten den Deutschen das Lebensrecht abgesprochen . Keine Macht der Welt hätte diese Katastrophe noch verhindern können . Die albernen Rituale auf dem Schulhof und sonstiges lächerliches Imponiergehabe sind unwichtiges Theater gewesen . Es zählt nur die Tatsache , daß so viele Deutsche wie möglich umgebracht werden sollten . Es gibt 20 000 000 zu viele Deutsche , CLEMENCEAU ! Die Deutschen haben sich gewehrt , der Abwehrkampf schließlich gegen die Bestie Weltbolschewismus war glücklicherweise so erfolgreich , das die Russen nur das halbe Europa zerstören konnten . Stalin hatte sein Ziel nicht erreicht , er war der Verlierer dieses Kampfes . Deshalb hatte er auch nicht die Siegesparade abgenommen . Der DUMME WELTBOLSCHEWISMUS war gescheitert . Die Europäer sind dem Deutschen Volk zum Dank verpflichtet .Deutschland hat sich geopfert .

    • Martin Bartonitz
      März 28, 2017 um 10:49 am

      Wobei der Bolschewismus auch wieder durch die Briten gesteuert war, angefangen durch die beauftragten Werke von Marx und Engels …

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