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Wer ist bitte Gott ?

Alles läuft zunehmend auf einen „Phasenübergang“ hinaus, der (wie in der Evolution schon immer) zu einer einerseits komplexeren, andererseits synergetisch besser funktionierenden neuen Seinsordnung führt, jeweils auf dem Weg über zunehmend chaotische Zwischenzustände, die gleichzeitig die „Antriebsenergie“ hierfür liefern … eine grobe Landkarte, in eher wissenschaftlicher Sprache.

Und zwar exponentiell ansteigend, wie es auch Peter Russell (Die erwachende Erde, Global Brain) schon seit Anfang der 80er Jahre beschreibt:

Alle etwa 4 Jahre verdoppelt sich die Anzahl der Menschen,
die sich mit „Bewusstseinsentwicklung“ im weitesten Sinn beschäftigen.

Bei mir fing dieser Prozess auch vor ca. 30-40 Jahren an, vermutlich sogar unbemerkt schon viel früher – genau kann ich das gar nicht sagen. Zeitweise fühlte ich mich damit recht allein, aber dennoch auf einer richtigen Spur.

Na gut … ein paar Aphorismen zum Hineinspüren, und auch, um meine innere Landschaft kurz anzudeuten:

Life is not a problem to be solved,
life is a mystery to be lived.
(Osho)

„Umarme“ dich, und deine Wahrnehmung der Welt – alles, was ist.
Liebevolles Verstehen über den Verstand hinaus …

Auch eine mögliche Formulierung:

Nicht ich bin in der Welt,
sondern die Welt ist in mir …
und das macht den ganzen Unterschied.

Ich möchte anknüpfen an den Beitrag „Ist das Leben ein Spiel oder verspielen wir es?“ (Essay von Franz K.) und einen Beitrag von mir hier zitieren, den ich in einem spirituellen Forum vor längerer Zeit mal augenzwinkernd geschrieben habe … und ich bitte darum, es ebenfalls augenzwinkernd zu lesen – es ist nicht ernst, aber aufrichtig … ein Versuch, eine „Tantrische Genesis“ nachzuerzählen, im Rahmen der Frage:

WER BITTE IST GOTT

Ich bin, der ich bin … ja, hallo erst mal … ihr Menschen seid schon komisch – ihr wollt mich unbedingt benennen … dabei rede ich doch ständig mit euch durch alles was ihr seid, da bräuchte es ja Tausende und noch mehr Namen … na gut, vielleicht fällt es euch dann ja leichter, mit mir zu reden, solange ihr mich noch nicht voll in euch selbst erkannt habt. Ist schon in Ordnung so – auch das werdet ihr noch verstehen …

Mal sehen, was für ein Name wär denn für euch passend … da fällt mir ein: Ach, wie gut, dass niemand weiss – nein, lassen wir das, das war doch woanders … wie wär’s mit GOTT? Kurz und prägnant, das hat was. Ist aber eigentlich egal, dieser Name ist so sinnvoll und so sinnlos wie jeder andere auch …

Wie ist es eigentlich soweit gekommen, das mit euch Menschen und mir?

Da muss ich, glaube ich, ein wenig ausholen, damit ihr das versteht – für mich ist das zwar alles zeitlos präsent, aber ihr Menschen versteht nur die Zeit … schließlich hab ich das ja auch so eingerichtet:

Ganz früher, da war ich ganz all-ein – d.h. ausser mir gab’s nix. Gar nix. Und gleichzeitig war ich alles. Wirklich alles. Demzufolge war ich auch all-umfassend und all-mächtig und all-wissend und so weiter … ich kann euch verraten, das ist auf Dauer ziemlich laaaangweilig. Denn ausser der Zeitlosigkeit versteh‘ ich ja schließlich auch die Zeit, nicht wahr? Und die vergeht und vergeht … und doch passiert ja nix, wenn du gleichzeitig zeitlos bist.

Nun ja, hab ich mir gedacht, da gibt es eigentlich nichts Besseres als Spielen. Aber wie hätte ich das tun können? Mit mir selber spielen ging ja nicht so ohne weiteres, und sonst war niemand mehr da: Ich musste irgendeinen Dreh finden, so dass ich mich vor mir selbst verstecken konnte, und gleichzeitig irgendwie vergessen, dass und wo ich mich verstecke, sonst hätte ich mich ja sofort wieder gefunden, und schon wär das Spiel aus. Langweilig. So gehts also nicht.

Daher hab ich mir gedacht: Als erstes brauch ich ein Transportmittel, damit ich mich von mir selbst in verschiedene Richtungen entfernen kann, sonst kann ich mich ja gar nicht wiederfinden, nicht wahr? Und gleichzeitig muss ich in jedem Transportmittel komplett vorhanden sein, sonst kann ich mich, der ich ja all-ein bin, auch nicht wiederfinden – vielleicht würde ich sonst irgendwas anderes als mich finden … aber nein, das geht ja auch nicht, weil ich eh‘ schon alles bin.

Also, ganz klar: Ich bin dann, wenn ich das schaffe, in jedem einzelnen Transportmittel vollständig vorhanden und versteckt … aber klar schaff ich das, ich bin ja all-mächtig!

Nun, da hab ich dann erstmal ein paar Photonen gemacht, mich in jedes einzelne reingesetzt und bin durchs All gesaust, in alle möglichen Richtungen. Und da das Universum rund, d.h. unbegrenzt und in sich geschlossen ist, konnte ich mich auch nicht verfehlen – früher oder etwas später hab ich mich immer wieder selbst getroffen. Und immer, wenn ich mir dann irgendwo begegnet bin, konnte ich mir herzhaft jauchzend „Halloooo!“ zurufen, und hab mich gefreut, mich wiederzusehen.

Das war jedesmal eine Feier, ein Feuerwerk (klar, sind ja Photonen) und ein Riesenspaß, so Karussell durchs Universum zu fahren! Wunder-voll. War mir aber noch nicht genug – es war immer noch viel zu schnell vorbei und gleichzeitig schon wieder da, Lichtgeschwindigkeit ist halt doch ziemlich flott …

Da ich all-wissend bin, weiss ich natürlich, dass jedes Spiel durch seine Spielregeln hervorgerufen und bestimmt wird … also hab ich, nachdem ich den Dreh erst mal richtig raus hatte, wie ich Regeln in Formen ausdrücken kann, Schicht um Schicht von immer neuen Formen auf immer neuen Ebenen entstehen lassen, jede nächste auf der vorhergehenden aufbauend, und alle Schichten waren natürlich sowohl verschieden als auch innigst miteinander verbunden, da ich ja nach wie vor in allem einzelnen komplett vorhanden war – schließlich bin ich ja all-ein und unteilbar, und jetzt gleichzeitig noch in jeder Form einzeln. Alles zusammen heisst dann „individuell“.

Und so spielen von Anbeginn alle individuellen Formen harmonisch miteinander, gehen auf immer neuen Ebenen in verschiedene Richtungen auseinander und finden sich dort auch wieder. Manchmal müssen sie dabei vortäuschen, dass sie Gegner sind, und sich bekämpfen oder gar zerstören, aber das ist wirklich nur Täuschung … wenn ich spiele, dann spiele ich ganz und aufrichtig, aber nicht ernst – sonst wärs ja kein Spiel!

Und so hab ich das Universum zu einer Spielwiese von ständig neu aufblühendem und aufeinander aufbauendem Formenreichtum unermesslicher Schönheit gemacht … ich will jetzt nicht die ganze Geschichte in allen Einzelheiten ausbreiten, das wär erstens viel zu lang und gar nicht in irgendeiner begrenzten Zeit zu machen, da es unbegrenzt ist, und zweitens ist es auch Teil meines Spiels, dass ihr euch bemüht und das verstehen lernt … aber eines verrate ich euch noch:

Immer wenn zwei unterschiedliche Formen wechselseitig mich in sich „erkennen“ und verstehen, dass sie beide ich sind, entsteht ein unbegrenzt Größeres, und ist dennoch nach wie vor „nur“ ich, denn ich bin ja schließlich all-umfassend, vorher wie nachher. Paradox, aber wahr … dieses Eintauchen in das ozeanische Gefühl des unbegrenzten Aufblühens nennt ihr Menschen auf eurer Ebene meistens „Liebe“, und eine der schönsten Spielarten hierbei ist das Spiel von Mann und Frau, wenn ich und ich uns wiederfinden in unserem zeitlosen Sein, das keine Grenze kennt …

***

Vielleicht sollte ich noch bemerken, dass ich mich keineswegs als „esoterischen Spinner“ o.ä. sehe … (ich bin Biophysiker und Bodyworker, beides letztlich auf einer Grundlage von Kontemplation bzw. Meditation, soweit sich das in Kürze beschreiben lässt.)

Dr. Manfred Voss, Biophysiker

Dr. Manfred Voss, Biophysiker

Namaste
Manfred Voss

Hinweis: Dies war mein allererster Kommentar in diesem Blog

 

Kategorien:Erkenntnis Schlagwörter: , , ,
  1. Am.Selli
    April 14, 2017 um 2:41 pm

    Tommy, wie schön, mal wieder was von Dir zu lesen …! 😉

    „Wer ist bitte Gott?“
    Ob unser „Ver-Stand“ wohl jemals „be-GREIFEN“ kann, was GOTT „IST“ … ???-!!!-???
    und dann auch noch in (Nur-)Worten aus-zu-drücken ver-mag, was Sein Sein begrenzt ?
    =>alles nur „Worte“, „Be-Griff-Lichkeits-Ver-Suche“ … Ver(?!?)-Ständnis-Hilfs-Mittel …

    => Buchen-Stäbchen in Aktion …

    Aber, wenn wir IHN fragen und in uns auf Seine Ant-Wort warten-lauschen, werden wir anfangen können, (wieder?)… zu hören …
    JaH!
    ER antwortet.
    JaH!
    😉

    Allein „die Fliege“, dieses Wunder-werk, will und kann uns wirklich zum Nach-Denken bringen … 🙂
    => http://www.jesusoffenbarungen.ch/Lorber/DieFliege.html

    Ein fröhliches Licht-volles Wach-Werde-Oster-Fest
    JaH!
    … 😉 … !

  2. Tommy Rasmussen
    April 13, 2017 um 4:36 pm

    „Wer ist bitte Gott?“

    (Jesus):

    [GEJ.06_031,02] Sagte Ich: „Dieweil du ein echter Weltweiser nach Plato, Sokrates und Aristoteles bist, so muß Ich schon auch zum Teil nach ihrer Weise mit dir reden, damit du Mich leichter verstehst.

    [GEJ.06_031,03] Sieh, zwischen ,von Ewigkeit her‘, ,früher‘ und ,jetzt‘ ist eigentlich in Meinem Bestehen, wie in Meinem Sein und Dasein gar kein Unterschied, was Mein rein göttliches Ich betrifft! Und wäre es nicht also, wahrlich, da hätte Ich in diesem Menschenleibe keine Macht und Gewalt über die gesamte materielle Naturschöpfung; denn alle Kreatur samt ihrer Zeit und ihrem Raume verhält sich nur subjektiv zu Mir, ihrem Objekte; da alles aus mir ist und nicht Ich aus dem allem.

    [GEJ.06_031,04] Darum bin Ich stets das alleinige Vorangehende und Voranliegende, also das ewige Objekt, und kann nie und nirgend je Mich irgend der Kreatur gegenüber in ein subjektives Verhältnis stellen.

    [GEJ.06_031,05] Jedoch, da eben alles aus Mir ist und Ich durch Meinen Willen in allem das Inwendigste bin als das alles erhaltende, führende, leitende, ordnende und belebende Prinzip, so bin Ich der Macht Meines Willens und Meiner Weisheit nach auch ein Subjekt und bin sonach das Alpha und das Omega oder der Anfang und das Ende, wie auch das Erste und Letzte in aller Kreatur, und infolge solcher Meiner zugleich objektiven und in allem auch subjektiven Eigenschaft kann Ich hier unter euch ganz wohl als Mensch nach der Macht Meines Willens und Meiner Weisheit bestehen und dennoch dabei das ewige, allein lebendige und schaffende Objekt aller Kreatur gegenüber sein.

    [GEJ.06_031,06] Als nunmaliges, fleischmenschengestaltliches Subjekt aber bin Ich Selbst minder und untertan dem eigenen ewigen Objekte in Mir, obwohl eben durch Meine strenge Untertänigkeit eigentlichst völlig eins mit dem ewigen Objekte; denn ohne solche strengste Subjektivität dieser Meiner nun äußeren Persönlichkeit wäre eine solche innigste Einigung nie möglich.

    [GEJ.06_031,07] Und das bewirkt Meine unmeßbare Liebe zum Objekte und Seine gleich unmeßbare Liebe zu Mir, und also bin Ich und der Vater eine Liebe, eine Weisheit, ein Wille, ein Leben und eine Macht, außer der es in der ganzen ewigen Unendlichkeit keine mehr gibt und geben kann.

    [GEJ.06_031,08] Ich bin daher hier ebenso in Zeit und Raum, wie auch außer Zeit und Raum gegenwärtig.

    [GEJ.06_031,09] Daß Ich nun mit euch in Zeit und Raum bestehe, das sehet ihr; daß Ich aber zugleich Meinem Innern nach auch außer Zeit und Raum bestehe, das lehren euch Meine Werke, die Ich nicht zu wirken vermöchte, so Ich Mich auch mit Meinem Göttlichen nun in Zeit und Raum befände. Denn das Zeitliche und das Räumliche ist und bleibt ewig fort und fort begrenzt, ist somit nicht vollkommen und vollendet; nur das Außerzeitliche und Außerräumliche ist in allem unbegrenzt, somit vollkommen und vollendet. Daß es aber also ist und nie möglich anders sein kann, will Ich dir das Gesagte noch durch mehrere Beispiele erläutern, und so habe denn wohl acht darauf!“

    Kapitel

    [GEJ.06_032,01] (Der Herr:) „Siehe, da ist ein Weizenkorn in seiner ganzen Einheit und Einfachheit! Seine Bestimmung ist offenbar eine zweifache. Erstens dient es als Nahrung dem Menschen, und zweitens ist es als Samenkorn sich selbst dienend zu seiner eigenen Fortpflanzung und Vermehrung. Als Nahrung teilt es dem menschlichen Leibe und durch ihn dann auch dem formell substantiellen Leibe der Seele seine vielfachen Spezifika mit und vegetiert sogestaltig in ein höheres und freieres Sein hinüber. Wie dieses ist und geschieht, das werdet ihr erst in eurer Wiedergeburt im Geiste genauest erfahren, wenn hier auch nicht ganz vollkommenst – weil unter dem Einflusse dieser Sonne nichts völlig Vollkommenes existieren kann und jedes Wissen und Erkennen mehr oder weniger ein Stückwerk ist –, aber desto vollkommener dann jenseits, wo auch ihr euch eurem Geiste nach außer dem Einflusse der Zeit und des Raumes befinden werdet und euer Schauen, Erkennen und Wissen kein Stückwerk mehr sein wird.

    [GEJ.06_032,02] Aber wir wollen hier dieses Weizenkorn bloß als Samenkorn ein wenig näher in Augenschein nehmen und daraus ersehen, wie das Göttlich-Geistige, wenn gewisserart auch subjektiv scheinend, aber im Grunde dennoch objektiv außer Zeit und Raum seiend sich eben in diesem Korne befindet.

    [GEJ.06_032,03] Sieh, das ist ein Weizenkorn, das auf einem Halme gewöhnlich 3 Ähren, jede mit etlichen 30 Körnern, zum Vorscheine bringt! Nun, legst du dieses Korn in ein gutes Erdreich, so wird es dir im nächsten Erntejahre schon sicher 100 Körner der ganz gleichen Art und Gattung als Lohn für deine Mühe bringen. Du nimmst aber nun diese neugeernteten 100 Körner und legst sie wieder in ein gutes Erdreich, und du wirst im nächsten Erntejahre offenbar schon 10000 ganz gleiche Körner ernten. In wieder einem nächsten Jahre wirst du schon 100 mal 10000, also 1000 mal 1000 Körner ernten, was schon eine bedeutende Masse dieses Getreides ausmachen wird.

    [GEJ.06_032,04] Um alle diese vielen Körner weiter für ein künftiges Jahr in die Erde zu setzen, wirst du schon ein bedeutendes Stück Feld nötig haben. Zur Ernte wirst du dann offenbar schon hundertmal soviel Körner erhalten, als du erhalten hast in der Vorjahresernte. Um aber noch weiters für ein nächstes Jahr das ganze große Körnerquantum wieder fruchtbringend auszusäen, wirst du erstens schon eines hundertmal größeren Ackers bedürfen und darauf schon zehn volle Milliarden von gleichen Körnern ernten; und setzest du das noch also zehn Jahre fort, so wirst du dadurch schon eine solch ungeheure Masse von Körnern erhalten, daß du für ihre künftige Aussaat schon nahezu einen halberdgroßen Acker vonnöten hättest.

    [GEJ.06_032,05] Die weiter ins Endlose gehende, im stets gleichen Verhältnisse sich mehrende Vervielfachung der Körner kannst du dir selbst auf weitere hundert, tausend und noch mehr Jahre ausdehnen, und du wirst durch die Rechnung finden, daß nach nur etlichen hundert Jahren schon mehr denn tausendmal tausend Erden viel zuwenig wären, um der ungeheuerst großen Menge von Weizenkörnern als Acker zu dienen. Und siehe, solch eine Vermehrung kann bis ins Allerunendlichste fortgesetzt werden! Wäre aber das wohl möglich, wenn in diesem einen Korne, und gleichermaßen auch in allen andern Körnern, nicht schon diese endloseste Anzahl durch das innewohnende Göttlich-Geistige, Außerzeitliche und Außerräumliche vorhanden wäre?! Sicher nicht!

    [GEJ.06_032,06] Was aber in diesem Weizenkorne vorhanden ist, das ist in allen Samen und Gewächsen, in allen Tieren und ganz besonders gottähnlichst im Menschen vorhanden, darum er denn auch vernünftig und verständig werden kann, eine Sprache hat und Gott als seinen Schöpfer anfangs ahnen und später reiner und reiner erkennen, lieben und seinen eigenen Willen dem erkannten göttlichen völlig unterordnen kann.

    [GEJ.06_032,07] Und das ist dann als das Reingeistige im Menschen und als Gottähnliches ebenfalls außer Zeit und Raum; denn wäre es ein Zeitliches und Räumliches, so könnte der Mensch weder sich noch Gott je erkennen, und der Mensch wäre da jeder Bildung gänzlich unfähig, käme nie zu einer Vernunft, zu einem Verstande, er bekäme nie und nimmer eine noch so allerleiseste Ahnung von Gott, könnte Ihn noch weniger je erkennen, Ihn lieben und seinen Willen Ihm unterordnen, und er wäre dann bloß die äußerste, tote Schale des Eies, hätte kein Leben in sich und am allerwenigsten ein außerzeitliches und außerräumliches ewiges Leben.

    [GEJ.06_032,08] Ich meine nun, diese Sache, die dich gar so gedrückt hat, insoweit sie für den puren Verstand erklärbar ist, hinreichend klar erläutert zu haben. Es kommt nun auf dein Urteil an, ob du alles das auch so ganz im rechten Lichte aufgefaßt zu haben glaubst, oder ob dir noch etwas Unklares dabei vorkommt. Sollte dir noch etwas dunkel sein, so kannst du reden; hast du aber alles richtig verstanden, da lassen wir die weiteren Erörterungen darüber beiseite, trinken Wein und essen dazu etwas Brot.“

    Kapitel

    [GEJ.06_033,01] Da sagte Philopold: „Herr, ich und sicher wir alle danken Dir aus dem innersten Grunde unseres Herzens für diese gar so großartige, allerherrlichste und mir nun völlig klar gewordene Aufklärung über die Lehren der alten Weisen! Ja, jetzt ist mir die Sache einleuchtend, klar und verständlich, während sie mir früher offenbar als ein barster Unsinn vorkommen mußte! Freilich werde ich das alles erst dann ganz klar einsehen und begreifen können, wenn ich allen materiellen Elementes bar sein werde.

    [GEJ.06_033,02] Es ist aber nun genug, daß ich es einsehe, wie man, zwar mit in Zeit und Raum seiend, dennoch völlig außer Zeit und Raum gar wohl und eigentlich der vollsten Wahrheit nach sich befinden kann. Nur eines möchte ich von Dir noch erfahren mit ganz wenigen Worten, und das bestünde darin, wo sich denn dann örtlich der Himmel und wo ebenso die leidige Hölle, von der ich auch schon vieles gehört und gelesen habe, befinden. Es heißt: Die werden auffahren in die Himmel, und die werden hinabgeworfen werden in die Hölle. Wo und wie ist das ,Hinauf‘, und wo und wie das höchst bedauerliche ,Hinab‘?“

    [GEJ.06_033,03] Sagte Ich: Siehe, hier auf dem Stuhle, auf dem du nun sitzest, kann irdisch ganz fest nebeneinander Himmel und Hölle sein; im Reiche des Geistes aber trennt sie dennoch eine unabsehbare Kluft! – Siehe noch mehr:

    [GEJ.06_033,04] Hier, wo Ich nun bin mit euch, ist der höchste Himmel, und das heißt ,oben‘, und eben hier auch die tiefste und böseste Hölle, und das heißt ,unten‘.

    [GEJ.06_033,05] Die materielle Räumlichkeit macht keinen Unterschied, sondern allein die geistige, die mit der materiellen, wie du gesehen hast, durchaus nichts gemein hat; denn im Reiche der Geister macht nur das Lebenszuständliche eine rechte und wahre Entfernung aus. Das Irdisch-Räumliche kann da nie eine Bedeutung bekommen. Um euch das noch mehr verständlich und anschaulich zu machen, will Ich euch einige Bilder geben.

    [GEJ.06_033,06] Seht, hier auf einer und derselben Bank säßen zwei Menschen beisammen! Der eine ist ein frommer Weiser, dessen heller, lichtvoller Geist in gar sehr viele Geheimnisse der Wirkungen der Gotteskräfte in der Naturwelt eingeweiht ist; der andere aber ist ein verstockter Bösewicht und ruht seine Glieder nur darum auf derselben Bank aus und läßt sich wie ein ehrlicher Mensch auch Wein und Brot geben zur Stärkung seiner Kräfte, damit er im Freien dann wieder desto leichter etwas Böses verrichten kann. Wie nahe sind irdisch-räumlich die beiden Menschen da beisammen, und wie unendlich weit sind sie im Geiste voneinander entfernt!

    [GEJ.06_033,07] Es sei aber, daß da unser Weiser bei uns hier auf dieser Bank sitze, und gleicherweise aber säße irgend tausend Tagereisen weit von hier ein anderer, so wären diese beiden gleichen Weisen irdisch-räumlich doch sicher sehr weit voneinander entfernt; aber im Reiche des Geistes wären sie dennoch zuallernächst beisammen, wie es auch in Meinem Reiche buchstäblich also der Fall ist.

    [GEJ.06_033,08] Aus dem aber geht wieder ganz klar hervor, daß der Himmel für jeden guten Menschen gerade da sein wird, wo er sich eben befindet, und alle Guten und Reinen seinesgleichen werden sich sofort in seiner nächsten Nähe befinden. Denn da heißt es nicht: ,Siehe, hier oder dort, etwa über allen Sternen, ist der Himmel und etwa tiefst irgend unter der Erde ist die Hölle!‘ Solches alles hängt nicht von dieser Zeit und von diesem Raume ab und hat kein irgend äußerliches Schaugepränge gleich einer eitlen Tempelzeremonie, sondern es ist inwendigst im Menschen selbst.

    [GEJ.06_033,09] Wie hiernach des Menschen Inneres beschaffen sein wird, so auch wird jenseits beschaffen sein die Welt, die er sich aus sich selbst schaffen und dann in ihr und auf ihr leben wird, gut oder schlecht.

    [GEJ.06_033,10] Alle, die in der Wahrheit sind und also im wahren Lichte aus Meinem Worte durch den lebendigen Glauben und durch ihr Tun danach, deren dieser Erde im vollendetsten Maße ähnliche Welt in Meinem Reiche wird dann auch Licht und Wahrheit sein für ewig im zunehmenden Verhältnisse; die aber eigenwillig im Falschen und daraus im Bösen sein werden, deren Welt wird dann auch gleich sein ihrem Innern im zunehmenden Verhältnisse. Denn gleichwie ein recht guter Mensch stets besser wird, ebenso wird ein böser Mensch stets schlechter und dadurch zuständlich entfernter von dem Guten, wie solches schon auf dieser Welt ganz klar zu ersehen ist.

    [GEJ.06_033,11] Sehet hin nach jenen Menschen, die ihr Hochmut stets mehr und mehr erfüllt mit der brennenden Herrschsucht! Wenn sie durch ihre tyrannische Macht viele tausendmal tausend Menschen zu den elendsten Sklaven gemacht haben, dann sammeln sie noch größere Kriegshorden zusammen, fallen in die Reiche der anderen Könige ein, besiegen sie und nehmen ihnen Land, Völker und Schätze. Und haben sie sogestaltig eine ganze halbe Welt erobert und unglücklich gemacht, so dünken sie sich dann schon Gott gleich und erheben sich wohl sogar über Denselben, lassen sich anbeten und bedrohen jeden mit den peinlichsten Strafen, der es wagte, einen anderen Gott als nur so einen zcar anzubeten und ihm allein zu opfern, wie wir davon an dem babylonischen Könige Ne bouch kadne zcar (,Es gibt keinen Gott außer mir, dem Könige!‘) ein sprechendes Beispiel haben und nun an den Hohenpriestern, Pharisäern und Schriftgelehrten, die sich nun auch für die alleinigen Götter halten und Mir nach dem Leben trachten, daß es in einer Zeit sogar zugelassen wird, daß sie diesen Meinen Leib töten werden, – aber freilich nur auf drei Tage lang; dann aber werde Ich aus Meiner höchst eigenen Macht wieder auferstehen, und über sie wird dann erst fallen das Gericht und ihr Ende.

    [GEJ.06_033,12] Aus dem könnet ihr alle mit den Händen greifend klar ersehen, daß der Böse auch stets böser wird, gleichwie der Gute stets besser, nur mit dem Unterschiede, daß dem Bösen ein Maß gesetzt ist, wo es heißt: ,Nur bis hierher, und dann um kein Haar weiter!‘ Denn dann muß stets ein großes Strafgericht folgen, durch das die Bösen wieder zu einer Besinnung gebracht werden können, und daß möglicherweise doch einer und der andere eine bessere Richtung einschlagen könne.

    [GEJ.06_033,13] Wie es aber also, wie Ich es euch nun gezeigt habe, in dieser Welt zugeht, ebenso geht es in der Hölle zu, nur mit dem Unterschiede, daß dort – im allgemeinen Geisterreiche – die Guten, Demütigen, Geduldigen und auf Gott Vertrauenden ausgeschieden sind für ewig, und somit allein die Bösen in der Hölle durchgängig ihr falsches, arges, wennschon gänzlich nichtiges Getriebe haben; nichtig darum, weil ihr Licht Falschheit, Trug und ein vollkommen nichtiger, leerer Schein ist gleich dem Traume eines besoffenen reichen Schwelgers und Prassers.

    [GEJ.06_033,14] Ich meine, daß ihr alle auch in dieser Sache nun im reinen seid, und so wollen wir den noch übrigen Teil dieser Nacht ganz heiter und fröhlich zubringen! Hat jemand noch irgendein Anliegen, so haben wir nun bis gen Ostern Zeit; denn bis dahin will Ich bei Meinem Freunde Kisjonah verbleiben. – Bist du, Philopold, nun im klaren?“

    [GEJ.06_033,15] Sagte Philopold: „Jetzt wohl; denn Du hast uns das Unbegreiflichste derart klar und begreiflich gemacht, daß mir nun in dieser Hinsicht gar keine Frage mehr übriggeblieben ist, und ich meine, daß das auch alle hier Anwesenden gar wohl begriffen haben. Ja, das hast aber auch nur Du, o Herr, uns also erklären können; denn alle Weisen würden sich dabei wohl ihre Weisheitszähne stark beschädigt haben. Unseren Dank kannst Du ohnehin in unseren Herzen lesen.“

    [GEJ.06_033,16] Hier sagten auch unsere Judgriechen: „Wahrlich, das kann nur Der also erklären, der mit Seinem Geiste alles durchdringt und eigentlich alles in allem ist! Das ist für uns noch der größte und stärkste Beweis für Deine rein göttliche Sendung. Die Zeichen wirken zwar vieles, so sie in Deiner Art gewirkt werden, aber nur für schon vielerfahrene Menschen; aber sie nehmen sie dennoch gefangen. Das Wort aber belebt und macht die Seele frei und ist darum mehr wert denn tausend Zeichen, die nicht beleben, sondern nur gefangennehmen das Gemüt, das sie mit Angst erfüllen. Darum Dir auch unsern Dank für diese Deine weiseste Lehre!“

    [GEJ.06_033,17] Sagte Ich: „Ganz gut geurteilt! Morgen wird sich noch manches finden lassen; aber jetzt trinket und seid heiter bis zum Aufgange! Des Schlafes werden wir alle in dieser Nacht nicht bedürfen.“

    http://jesusoffenbarungen.ch/Lorber/GrossesEvangeliumJohannis6.html
    http://jesusoffenbarungen.ch/Lorber/
    http://www.j-lorber.de/

    !!!:

    [GEJ.06_033,11] „… Hohenpriestern, Pharisäern und Schriftgelehrten, die sich nun auch für die alleinigen Götter halten und Mir nach dem Leben trachten, daß es in einer Zeit sogar zugelassen wird, daß sie diesen Meinen Leib töten werden, – aber freilich nur auf drei Tage lang; dann aber werde Ich aus Meiner höchst eigenen Macht wieder auferstehen …“

    Frohe Ostern!

  3. Gerd Zimmermann
    Februar 7, 2017 um 8:51 pm

    Manfred

    ich kenne Deinen ersten Text noch gut.

    Meine Denke:

    Das 1. Hermetische Gesetz:
    Das Universum ist Geist

    Meine Interpretation:
    Alle Dinge sind von Gott, dem Heiligen Geist oder dem Gesamtbewusstsein
    geschaffen.
    Ausserhalb von“Gott“ existiert nchts, weshalb Guido sagt, dass das Universum
    in uns ist.

    Das Universum ist von Gott, dem Heiligen Geist oder dem Gesamtbewusstsein
    nicht trennbar. es ist EINS.

    Nur und einzig der Mensch (kein Ausserirdischer) hat Zugang zu Gott,
    dem Heiligen Geist oder dem Gesamtbewusstsein.

    Wie kann man das interpretieren?
    „Der Mensch ist ICH, wenn er weiss das ICH er bin.“

  4. E. Duberr
    Februar 6, 2017 um 3:30 pm

    @ kristallklar5

    Es gibt keinen freien Willen ! Der Wille ist das Ergebnis einer Idee von außen . Die kommt unwillkürlich und unkontrolliert . Also soll der große Meister , wenn es ihn gibt , uns doch die Ideen eingeben , die ihm gefallen . So , muß ich ihm abartige Neigungen unterstellen .

  5. Februar 5, 2017 um 10:54 pm

    Ja, das „Sich-Wiederfinden“ wird in deinem Text gut beschrieben. Was mir ein wenig fehlt, ist die Zielrichtung. Nach meinem Erleben sollen wir uns entwickeln. Denn wenn ich über problematische Lebensphasen nachgedacht habe, habe ich immer festgestellt, wie sehr ich daran gewachsen bin. Und dann hatte ich das Gefühl, dass diese Probleme notwendig waren, damit ich daran wachsen konnte. Von daher habe ich den Eindruck, dass es unsere Aufgabe ist, immer mehr wir selbst zu werden. Auch wenn du vielleicht hinzufügen würdest, dass wir dabei erkennen, wie sehr wir mit anderen verbunden sind. Was mich stört bei der Gottesfrage ist, dass die Menschen ihm die Schuld an den Problemen geben, die einige Menschen anderen bereiten. Aber im Grunde ist es doch so, dass die Menschen kein Interesse daran hatten, Gottes Willen zu tun. Und jetzt beschweren sie sich, dass die Lage ernst ist. Klar, er hätte alle einfach vernichten können. Aber dann gäbe es nicht die Chance, dass der eine oder andere freiwillig auf den Gedanken kommt, dass es doch besser wäre, wie Gott sich das so vorgestellt hat, liebevoll statt egoistisch zu sein. Denn Egoismus und Boshaftigkeit sind nur eine Ausprägung von Dummheit, vor allem wenn man langfristiger denkt. Und mein Eindruck ist, dass Gott keine Marionetten möchte, sondern freie Menschen, die seinen Willen als die beste Lösung akzeptieren, als die ideale Lebensweise…

  6. E. Duberr
    Februar 5, 2017 um 5:24 pm

    Wenn jemand Ihn sieht und er in einem Fahrzeug daherkommt , vielleicht ein roter BMW, melde er ihn bei der Polizei , damit ich Kontakt aufnehmen kann.

  7. E. Duberr
    Februar 5, 2017 um 5:19 pm

    Falls es IHN gibt , möge ER sich doch endlich vorstellen sich seinen Schandtaten stellen .

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