Startseite > Gesellschaft > IQ sagt nichts über unsere Intelligenz

IQ sagt nichts über unsere Intelligenz

Plutarch's Büste in Chaeronea, seiner Heimatstadt (Bild: Wikipedia)

Plutarch’s Büste in Chaeronea, seiner Heimatstadt (Bild: Wikipedia)

Der Geist des Menschen ist kein Gefäß, das gefüllt,
sondern ein Feuer, das entfacht werden will.

Plutarch

Der Geist, die Seele, die Intelligenz und das Bewusstsein der Menschen ist kaum erforscht worden. Immer noch wird das geistige Potential der Menschheit aus einem eingeschränkten, oberflächlichen, rationalistischen und materialistischen Weltbild der Naturwissenschaften heraus betrachtet.

Intelligenz wird in unserer Gesellschaft sehr einseitig erforscht und bewertet. Während sich die Eliten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zunehmend um die Erforschung künstlicher Intelligenz bemühen, wird die menschliche Intelligenz kaum erforscht. Insbesondere über die multiple Intelligenzen wissen Wissenschaftler, Neurologen und Psychologen sehr wenig. Aber auch bei der Erforschung der kollektiven Intelligenz bei Menschen steckt die Wissenschaft noch in den Kinderschuhen.

Gerade über die individuelle Intelligenz der Menschen weiß man sehr wenig. Die Erforschung der multiplen Intelligenz würde bahnbrechende Erfolge mit sich bringen, da jeder Mensch über ein breiteres Spektrum unterschiedlicher Intelligenz verfügt.

Neue Erkenntnisse im Bereich der Neurowissenschaften zeigen, dass sowohl unser allgemeines Verständnis über das menschliche Gehirn, als auch das Wissen über „menschliche Intelligenz“ veraltet ist. Das Hemisphärenmodell des menschlichen Gehirns (die unterschiedlichen Funktionen der zwei Gehirnhälften) ist dabei genauso überholt, wie die Vorstellung, dass die Intelligenz der Menschen in einige wenige Kategorien unterteilbar wäre, … wie zum Beispiel mathematische, sprachliche, technische, musikalische, emotionale und soziale Intelligenz.

Selbst führende Neurologen und Psychologen rätseln darüber, wie es sein kann, dass manche Menschen (zum Beispiel Autisten) in Mathematik, Geometrie oder Kunst über die Fähigkeit eines Genies verfügen, aber in anderen Bereichen kaum über Wissen und Kompetenz besitzen. Gerade im alltäglichen und sozialen Leben scheitern solche besonders einseitig intelligenten Menschen. Auch im Bereich der Bildung und vor allem Schulbildung hört man immer mehr über besondere Talente, die im normalen Schulunterricht kaum Leistungen bringen und sich scheinbar „verhaltensgestört“ zeigen, wenn es um die Meinung der Lehrer oder mancher Eltern geht. Aber oft (nicht immer) kommt bei näheren psychologischen Untersuchungen dieser Kinder heraus, dass diese Kinder hochbegabt bzw. hochsensibel sind. Aber anstatt dann zu verstehen, dass jeder Mensch in bestimmten Bereichen über eine gewisse Hochbegabung und Hochsensibilität verfügt, wird diesen Kindern HSP bescheinigt. Das Phänomen des HSP wird dann von einigen Menschen in unserer Gesellschaft positiv bewertet und von einigen negativ, … als würde mit diesem Kind etwas nicht stimmen, … als wäre dieses Kind irgenwie „krank“.
(Siehe: Hochsensitivität – das schwierige Leben in einer unehrlichen Welt)

Ja, das ist nun einmal so, wenn die Gesellschaft oder die Wissenschaft Intelligenz einseitig bewertet und versucht, diese zu pauschal zu definieren!

Nein, … diese Kinder sind weder Genies und Übermenschen, … noch sind sie krank, … Sie besitzen in einigen Schulfächern oder in manchen bereichen des Lebens (später auch im Berufsleben) einfach über mehr Talent, … angeborenes Talent!

Nun ich weiß, wovon ich rede, … nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch, da ich vor einigen Jahren, als ich mich als Klavierlehrer versuchte, einen Schüler hatte, der irgendwie in der Schule nicht so mitmachen wollte, wie es die Lehrer wollten, … aber er über eine gewisse musikalische Intelligenz verfügte und auch ansonsten ein sehrt aufgewecktes und intelligentes Kind war. Ich kann nicht sagen, in welchen Bereichen er noch intelligent war, und ob in ihm ein kleiner Mozart steckte, aber er hatte mehr Talent und vor allem Begeisterung fürs Klavierspielen. Ich weiß jetzt nicht, ob ihm dann von Schulpsychologen HSP bescheinigt wurde, aber seine Eltern haben sich entschieden, ihn musikalisch weiter zu fördern.

Während manche Kinder in bestimmten Bereichen viel Intelligenz, Motivation, Begeisterung, Talent und „Lernfähigkeit“ aufzeigen, gibt es auch Kinder, deren Intelligenz sehr breit gefächert ist. Sie konzentrieren sich schon instinktiv bzw. unterbewusst nicht auf eine Sache oder einige bestimmte Sachen im Leben, die sie besonders interessant finden, … Sie sind so fasziniert und begeistert von allem, was um sie herum geschieht, dass sie sich in allem verlieren und sich nicht auf eine Sache konzentrieren können. Das sind auch hochsensible Kinder, welche die Welt um sich herum ganzheitlicher und intensiver wahrnehmen. Sie schaffen es aber nicht, sich auf eine ganz bestimmte Sache zu konzentrieren.

Und was macht unsere Gesellschaft daraus:

„Das Kind hat ADHS!“

Also werden solche Kinder, wenn Sie dann in der Schule aus der Reihe tanzen oder „auffällig“ werden, als krank … oder gestört bezeichnet. Ich streite nicht ab, dass es in manchen, sehr wenigen Ausnahmefällen um gestörte Kinder handelt, … aber bei so vielen ADHS Fällen in Deutschland muss man sich fragen, wer gestört ist, … diese Kinder, … oder unsere Gesellschaft, die Intelligenz einseitig bewertet und die Kinder, genauso wie viele andere Kinder, auf die Märkte abrichtet!

Ja, die Märkte!

ADHS hilft in erster Linie den Märkten, … den Pharma-Märkten bzw. der Pharmaindustrie die fleißig Ritalin produziert! … Deshalb hat man ADHS erfunden!

„Die Märkte müssen beruhigt werden“, … oder Kinder, die sich nicht anpassen wollen in unser immer noch einseitiges und marktorientiertes Schulsystem!

Feine Gesellschaft!

Elite-Schulen? ???

Privat-Schulen, wo besonders begabte Kinder hingeschickt werden?

Ist das die richtige gesellschaftliche Antwort darauf?

Oder sind vielleicht alle Kinder begabt? ???
(Siehe: Angst oder Liebe? ALPHABET der neue Film von Erwin Wagenhofer)

Ist es nicht vielleicht so, dass unser staatliches Schulsystem keine Antwort darauf hat, mit multiplen Intelligenzen richtig umzugehen?

Soviel zu der mangelhafte Erforschung der individuellen Intelligenz beim einzelnen Menschen!

Und jetzt zu dem Phänomen „Kollektive Intelligenz“, …

Obwohl man in der IT durch die Vernetzung von Computern, Supercomputer erschaffen hat und das Internet Daten und Wissen weltweit in Millisekunden um die halbe Welt jagt, … bleibt das Wissen, die Intelligenz und das Bewusstsein der Menschen weiter „egoistisch“, … obwohl die Wissenschaft schon längst herausgefunden hat, dass es nicht nur bei einigen Tierarten zu „Schwarmintelligenz“ kommen kann.

Auch die menschliche Spezies verfügt über ein Bewusstsein bzw. eine Intelligenz, die man als „Schwarmintelligenz“ bezeichnen könnte. Nur ist die menschliche Schwarmintelligenz viel expansiver und bezieht alle Menschen auf diesem Planeten ein, … aber auch das kollektive Bewusstsein aller Lebewesen.

Deshalb spricht man auch beim Menschen von:

„Kollektiver Intelligenz“

Doch die kollektive Intelligenz der Menschheit ist nur so weit entwickelt, wie die kollektive Intelligenz von Einzellern, die zwar im ganzen Bio-System mehr oder weniger autonom oder in der Gemeinschaft gut überleben (je nachdem welchen Umwelteinflüssen sie ausgesetzt werden) aber kaum über „individuelle Intelligenz“ verfügen! … Ich möchte nicht sagen egoistische Intelligenz, da Egoismus nicht intelligent ist, sondern dumm!

Ja, die Menschheit ist eine einzigartige Spezies im Universum, die sich aber noch nicht darüber klar geworden ist, dass sie sowohl über eine individuelle Intelligenz verfügt, die extrem vielseitig ist, … als auch über eine kollektive Intelligenz.

Man sagt auch dazu: „individuelles Bewusstsein“ und „kollektives Bewusstsein“

Weder das „individuelle Bewusstsein“, noch das „kollektive Bewusstsein“ ist beim Menschen gänzlich erforscht worden, … da Bewusstsein die expandierende und feinstoffliche Seele der Menschen umfasst und weit über unser Gehirn hinausgeht.

Doch gerade die Naturwissenschaften reduzieren Bewusstsein und Intelligenz auf das Gehirn aller Lebewesen, ohne überhaupt zu wissen, dass unsere Seelen über Wissen und Urwissen verfügen. Auch unsere DNA verfügt über eine Intelligenz, aber Intelligenz bzw. „Bewusstsein“ geht weit über die menschliche DNA und das menschliche Gehirn hinaus.

Die meisten Naturwissenschaftler verleugnen heute leider die Existenz der menschlichen Seele und wissen auch nicht, was „Bewusstsein“ wirklich bedeutet. So wissen Sie auch nicht, dass Bewusstsein schon vor den Menschen existiert hat!

Schade!

Ja, sowohl das Universum als auch die menschliche Seele blieb und bleibt selbst den klügsten Wissenschaftlern der Welt weiter ein unlösbares Geheimnis!

Gott sei Dank!

Yunus Barbaros Kuru, auf auf Facebook, Quelle

 

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: , , , ,
  1. Kristallklar 56
    Februar 4, 2017 um 11:11 pm

    Stimmt auffallend. Ich hatte immer schon meine Zweifel an den Intelligenztests angemeldet. Mein Argument war, dass einer, der die Sprache nicht beherrscht, schon nicht den Test lösen konnte, umso weniger jemand, der aus dem Urwald kommt und andere Fähigkeiten zum Überleben erlernen musste als wir. Die Intelligenztests messen lediglich den Grad der Konditionierung auf unser System…

  2. Februar 4, 2017 um 11:27 pm

    Die Intelligenztests messen lediglich den Grad unserer Konditionierung auf unser System. Stellt euch vor, wie es wäre, wenn ein Mensch aus dem Urwald so einen Test ablegen müsste. Er hätte allein schon Probleme mit der Sprache. Aber auch bei den Aufgaben hätte er Schwierigkeiten, weil die vertrackte Denkweise hinter den Fragen einfach nicht zu den Anforderungen in seinem Leben passt. Er kann vielleicht die Tiere seiner Umwelt einschätzen und vorhersagen, wie das Wetter sich verändern wird. Aber er weiß nicht, was bei irgendwelchen Zeichenfolgen logischerweise als Nächstes kommen muss. Intelligenz kommt von „intelligere“ = einsehen. Wenn man Dinge wahrnimmt und dann Zusammenhänge erkennt, wenn man Schlussfolgerungen ziehen und sein Handeln darauf einstellen kann, ist man aus der üblichen Sichtweise heraus intelligent. Dass wir anders denken und wahrnehmen in einer größeren Gruppe, hat vielleicht auch mancher schon beobachtet. Und ich setze viel Hoffnung darauf, dass die Menschen insgesamt ihren Wunsch nach Frieden in ein kraftvolles Herbeidenken von Frieden münden lassen. Die Schwarm-Intelligenz schwächen wir aber durch Angst oder durch die Beschäftigung mit negativen Dingen, bei denen wir nicht wirklich etwas zur Lösung beitragen können (wie beispielsweise Filmen, in denen alle möglichen Leute erschossen werden).

  3. Gerd Zimmermann
    Februar 5, 2017 um 11:25 am

    Eine Eiche kann bis zu 600 Liter Wasser am Tag im Sommer gebrauchen.
    Das Wasser klettert nicht durch die Gravitatin im Baum hoch.

    Ein Herz pumt etwa 7000 Liter Blut am Tag und das für einen APPEL
    und ein Ei.

    Man muss viel studieren um wenig zu wissen.

    info.kopp-verlag.de/…/indischer-yogi-seit-ueber-7-jahren-ohne-nahrung-und-wasser.html

  1. No trackbacks yet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: