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Repeace – Selbst- und Fremdbild

Ich möchte mich dieses Mal gerne an die Leser des Blogs wenden und um eine Meinung bitten. Ich finde die von Repeace entwickelte Idee, durch das Geben dreier universaler Versprechen und ihrer Visualisierung zwecks Verstärkung gut und spreche daher mit Menschen, die das Konzept, das in den Staaten entwickelt wurde, auch in Deutschland zu aktivieren. Nun ist es so, dass das, was in der einen Kultur angenommen wird, in einer anderen vielleicht das Gegenteil bewirkt.

Nun die Frage: Welche Empfindungen löst dieses Bild bei Euch aus?

friedensadler

Die Design-Idee war, ein energisches Tier als Symbol zu finden, dass sich für friedliche Konfliktlösung in der Welt einsetzt.

Kategorien:Gesellschaft
  1. Januar 6, 2017 um 8:08 pm

    Ja, ich finde dieses Icon treffend – wehrhaft von Natur, aber bewusst auf friedlichen Kompromiss bedacht. Rita Kirschner

    • Martin Bartonitz
      Januar 6, 2017 um 8:10 pm

      Danke für Dein Feedback!!

  2. Michael
    Januar 6, 2017 um 8:55 pm

    Mir erscheint der amerikanische Weißkopfadler insofern unglücklich, als dass dieser bereits von den USA als Wappentier quasi „verbraucht“ bzw. für mich negativ konnotiert ist (weltweite imperiale Kriegstreiberei).

    Den energischen Gesichtsausdruck hat Euer Symbol auf jeden Fall, jedoch sieht es für mich leider nach „Frieden mit der Brechstange“ aus.

    • Martin Bartonitz
      Januar 7, 2017 um 10:15 am

      Auch Dir Danke für Dein Feedback 🙂

  3. Martin Bartonitz
    Januar 7, 2017 um 10:03 am

    Wilma Ulrike Elmira Szoska: „Wütender Friedensadler ❤ ! Eine Karikatur.“

  4. Martin Bartonitz
    Januar 7, 2017 um 10:04 am

    Andrea Leonhardt: Ein mürrischer Greifvogel. Irritation sonst nichts.

  5. Martin Bartonitz
    Januar 7, 2017 um 10:06 am

    Halim Gabra: „As far as the use of a white eagle goes, often peace movements are associated with a dove or a symbol of docility. Associating peace with a threatening eagle holding an olive branch is brilliant.“

  6. Martin Bartonitz
    Januar 7, 2017 um 10:14 am

    Anonmy: „Der Adler wirkt für mich bedrohlich und böse. Er hat den Spross des Friedens ausgerissen. Muss aber nicht jeder so sehen: Für mich ist der (US) Adler ob der globalen Diktatur und Gewaltausübung negativ besetzt. „

  7. E. Duberr
    Januar 7, 2017 um 11:45 am

    Beide Symbole sind schon immer verbraucht gewesen . Die Taube ist aus menschlicher Sicht nicht besonders friedlich und der Adler hatte immer eine Lebensweise ,die scheinbar grausam ist ,aber seine Existenz gesichert hat .Es sollte auf Tiersymbole verzichtet werden.

  8. Martin Bartonitz
    Januar 7, 2017 um 12:03 pm

    Die griechische Gruppe hat sich als Symbol die drei Finger stehend für die drei Versprechen gegeben:

    Ich finde das unverbrauchter. Ob es aber eine Flagge der Nation braucht, die aber wie schon für Deutschland vorgestellt eigentlich auf dem Kopf steht und damit selbst wieder Unterdrückung darstellt?

  9. E. Duberr
    Januar 7, 2017 um 2:54 pm

    Es ist grundsätzlich gut für den ewigen Frieden zu sein . Allgemeine Abrüstung wäre ein Segen , wenn sie wirklich allumfassend wäre .Das ist aber leider nicht kontrollierbar . Die Geschichte hat gezeigt , daß eine nur einseitig erfolgte Abrüstung direkt in den Krieg geführt hat . Die Nachbarn Deutschlands hatten vor dem II Weltkrieg nicht abgerüstet und waren hochgerüstet ! Polens Armee war größer als die Wehrmacht und Polen hat spätestens seit 1919 unerklärt Krieg gegen Deutschland geführt . Deutschland hatte für einen Krieg gegen Polen , um die ständigen Überfälle auf deutsche Gebiete abzuwehren, nur einen Munitionsvorrat von drei Wochen . Damit wurde nun endlich der Beweis geführt , daß der Pazifismus direkt in den Krieg geführt hat . Pazifisten sind Träumer , sind unrealistisch und gefährlich . Wer in Frieden leben will , muß wehrhaft sein und bleiben .Kriegsdienstverweigerer sind Feiglinge und zu verachten .Diese Äußerungen werden wieder zu großer Empörung führen und die Empörer , feige Drückeberger und Gutmenschen haben endlich die Gelegenheit , sich mit den Massenmorden der Polen vor 1939 zu befassen .

    • Martin Bartonitz
      Januar 7, 2017 um 3:26 pm

      Wenn Deine Weltsicht wirklich stimmt, dann ist die Menschheit genauso zum Aussterben verdammt, wie der Sägelzahntiger, der nicht mehr richtig zubeißen konnte, wie der Großhirsch, den sein Riesengeweih immer unbeweglicher macht. Diese beiden Bilder sollen zeigen, dass mit immer weiterer Aufrüstung alle Energie nur noch in Todbringende Waffen gesteckt wird, so dass am Ende der Mensch verhungern muss, geistig als auch sonst …
      Um da mal zu unterstreichen:

  10. E. Duberr
    Januar 7, 2017 um 3:53 pm

    Ich habe nicht die Absicht , vom Frieden träumend , von einem lieben Nachbarn erschlagen zu werden . Daß die Rüstungskosten uns verhungern lassen, ist auch eine Tatsache .Stellt man mich vor die Wahl , verhungere ich lieber und versuche vorher mich zu wehren , mit dem besten Knüpell , den ich kaufen kann .

    • Martin Bartonitz
      Januar 7, 2017 um 5:12 pm

      Da das Ergebnis am Ende das gleiche ist, wäre dann nicht ein frieliches, kooperatives Miteinander nicht ein zuträglicheres Verhalten?
      Die Zellen sind damals auch auf die Idee gekommen, sich besser mit der nächsten gut zu stehen, sonst hätten sie die komplexen Lebewesen nicht ausbilden können. Es scheint als eher natürlich zu sein, primär auf Kooperation zu schalten als auf Kampf …

  11. Januar 7, 2017 um 5:28 pm

    Wie wir uns drehen und wenden, es wird immer offensichtlicher wie sehr wir uns im Kreise drehen. Je bewusster ich mir der Welt werde in der ich lebe, umso intensiver wird der Drang nach einem Ausgang.
    Aus diesem Anlass tauchten in mir Bilder aus der Vergangenheit auf:
    Wir befinden uns auf der Geburtsstation eines Krankenhauses in NRW.
    Zwei Frauen, die ich aus einem meiner Vorbereitungskurse kannte kommen, im Abstand von wenigen Stunden, zur Geburt ihrer Kinder in den Kreißsaal. Der Grund meiner Anwesenheit war Beate, von der ich wusste, dass ihr Kind bereits im Mutterleib verstorben war. Claudia kam in der freudigen Erwartung eines lebendigen und gesunden Kindes. Stundenlang bewegte ich mich zwischen den beiden Frauen, die in jeweils eigenen Räumen ihre Geburtsarbeit leisteten, hin und her. Niemals zuvor war ich mit der Tatsache von Leben und Tod so elementar konfrontiert.
    Das war für alle Beteiligten und Zeugen eine tief prägende Erfahrung. Die Frage nach dem Sinn stand brutal im Raum. Wozu erschafft sich das Leben gleichzeitig den Tod?
    Es gibt diesen Sinn. Es gibt gültige Antworten auf diese Frage. Wer sucht nach ihnen und wer hat Interesse daran, sie zu hören?
    Was, wenn die Antwort lautet: Der Sinn besteht darin zu erkennen, dass diese „Erfindung“ in der wir wachen und schlafen, arbeiten und ausruhen, lieben und streiten, aufbauen und zerstören nicht funktioniert und dass der Plan dieses menschlichen Daseins von vornherein auf Zerstörung und Tod aus ist?
    Ich spüre zunehmend den Druck, den diese „übliche“ Lebensweise auf mich ausübt. Am liebsten würde ich mich ihr entziehen. Nur wie? Der Tod ist nicht die Antwort.
    Martin, vielleicht passt dieser Beitrag nicht hier her, dann bitte ich ihn zu löschen.

  12. E. Duberr
    Januar 7, 2017 um 6:00 pm

    Wenn ich die Natur beobachte , dann sehe ich nur Kampf ! Wir aber wollen uns immer drücken . Wäre mir auch lieber , ohne Lebenskampf und Krieg zu existieren . Die Natur entläßt uns aber nicht .Und dieser dumme Spruch : Was ist wenn Krieg ist , und keiner geht hin ? Na , dann kommt der Krieg zu Dir . Ich habe schwere Kriegsbeschädigungen , ich hasse den Krieg mit jeder Faser , ich fürchte ihn , aber ich will nie wieder wehrlos sein . Das oberflächliche Wohlstandsgelaber von vollgefressenen Bananenrepublikanern ist widerlich .

  13. E. Duberr
    Januar 7, 2017 um 6:05 pm

    @Gerd Zimmermann- Sonnenstrahl

    Dein Betrag gefällt mir . Wir finden keine Antworten .Und sie wären auch wieder alle falsch .

  14. Januar 7, 2017 um 9:18 pm

    Wozu erschafft sich das Leben gleichzeitig den Tod?

    Leben/Tod bilden eine untrennbare Einheit – aber wenn man sie schon als getrennt voneinander sehen möchte, kann man nur sagen: Leben erschafft sich nicht den Tod, sondern umgekehrt – Tod ist der Boden, auf dem Leben in jedem Moment erwächst und wieder vergeht … ein kontinuierlicher stirb-und-werde-Prozess.

    Soweit hier nur ganz kurz. Ausführlich hatte ich darüber vor ein paar Jahren hier geschrieben, und sehe es immer noch genauso.

    P.S.: Das Logo stößt mich auch eher ab – Gründe dafür wurden bereits genannt.

    • Januar 7, 2017 um 9:37 pm

      Für Manfred Voss
      Ich ziehe in Erwägung, dass diese, von dir kurze Erklärung, falsch ist, bzw. dem göttlichen Prinzip allen Lebens zuwider läuft. Führt der Tod das Leben nicht ad Absurdum? Führt das Leben den Tod nicht ad Absurdum?
      Meine Überlegungen stellen auch für mich alles auf den Kopf, sprengen alle Grenzen meines Denkens. Und wenn doch alles möglich ist…? Und wenn…

    • Februar 4, 2017 um 2:32 pm

      Sorry für völlig off-topic, aber jetzt ergänze ich auch noch ein wenig, um es aus meiner Sicht abzurunden:

      Zunächst bitte ich darum, auch den von mir oben genannten Artikel gründlich zu lesen: „Leben/Tod“ ist in meiner Sicht EINS, und am liebsten hätte ich gern EIN Wort dafür.

      Meine Sicht ist in Jahrzehnten herangewachsen, und sowohl biophysikalisch-wissenschaftlich im Rahmen von Systemtheorie und Synergetik sehr gut begründet („Dissipative Strukturen“ in „offenen“ nichtlinearen Systemen) als auch (etwas hochtrabend ausgedrückt) harmonierend mit meiner spirituellen Weltsicht … über verschiedenste Aspekte habe ich dabei hier seit etlichen Jahren immer mal wieder geschrieben, aber bis ich jetzt diverse Links hervorgegruschtelt oder einen dicken neuen Artikel geschrieben habe … wenn ich beispielsweise über „Form/Formlosigkeit“ schreibe, meine ich exakt denselben Kern, soweit ich es eben mit Worten noch ausdrücken kann. Über eine gewisse Grenze hinaus bin ich dann sprach-los (Lao-Tse zitiere ich jetzt nicht nochmal) – Formlosigkeit lässt sich nun mal nicht mit irgendeiner Form ausdrücken, man kann allerhöchstens „mit dem Finger auf den Mond zeigen“, wie es eine alte Zen-Metapher ausdrückt.

      Führt der Tod das Leben nicht ad Absurdum?
      Führt das Leben den Tod nicht ad Absurdum?

      Nein, ganz im Gegenteil: Das eine kann ohne das andere nicht existieren – es ist eine Polarität! Wie z.B. bei Elektrizität: Ein isoliertes „+“ existiert genauso wenig wie ein isoliertes „-„, es gibt beides nur aufeinander bezogen. Und zu sagen, dass ein „+“ das „-“ ad absurdum führt, oder umgekehrt – DAS wäre absurd.

      Nicht nur das – jegliche Entfaltung, jegliches Wachstum, jeglicher Heilvorgang (m.a.W. JEDER Lebensprozess) ist ohne diese Grundlage unmöglich. Wie gesagt, ein kontinuierlicher stirb-und-werde-Prozess, von sehr langsamen Schwingungen (z.B. Generationenwechsel) bis hin zu flotten Schwingungen in Sekundenbruchteilen, etwa bei biochemischen Vorgängen, oder bei Zellapoptose und -regeneration, oder oder oder … auf JEDER Lebensplattform (in allen Schichten von Mikro bis Makro) bei jedem Lebensvorgang zu sehen. Jedesmal ein dynamisches Gleichgewicht einer Polarität im Rahmen des jeweiligen Kontextes, ein ständiges Vibrieren und Schwingen auf allen Ebenen, miteinander resonierend … „die Welt ist Klang“, ein ko-operierender Akkord, stets in Richtung eines energetischen Optimums strebend.

      Das meine ich alles sehr positiv. Aber das führt jetzt hier wirklich zu weit, mag wegen einiger starker Verkürzungen auch missverständlich sein.

      Gleichzeitig erinnere ich an meine „spirituellen Disclaimer“, ebenfalls häufig hier von mir wiederholt: Jedes Konzept ist ein geistiges Werkzeug mit begrenztem Anwendungsgebiet, ich nehme sowas NIE absolut – kein Glaube ist (in einem absoluten Sinn) wahr … das gilt natürlich auch für „meine“ geistigen Werkzeuge.

      P.S.: Etwas poetischer ausgedrückt, und aus einem anderen Blickwinkel: Wer ist bitte Gott? (Das war übrigens mein allererster Kommentar hier im Blog 😉 )

      • Martin Bartonitz
        Februar 4, 2017 um 4:32 pm

        Lieber Manfred,

        vielen Dank für die weitere Differenzierung Deiner Weltsicht. Und dass Du uns nochmals auf Deinen ersten Beitrag hinweist. Gerne würde ich diesen als eigenen Artikel nochmals auf die Reise bringen. Ist das OK für Dich?

        Herzliche Grüße
        Martin

        • Februar 4, 2017 um 10:58 pm

          Klar, hab ich sicher nichts dagegen … das wäre dann nochmal der Artikel wie hier 😉

          (Manchmal habe ich den Eindruck, dass neu hinzukommende Leser in der Regel nicht in den älteren Beiträgen hier herumstöbern, obwohl es da etliche schöne und nährende/tiefergehende Gespräche zu finden gibt – aber vielleicht täusche ich mich auch.)

          Lieben Gruß
          Manfred

          • Martin Bartonitz
            Februar 5, 2017 um 12:39 pm

            Danke, ist raus 🙂

  15. Halim G.
    Januar 7, 2017 um 10:06 pm

    Friedensbewegungen sind immer mit einer Taube oder Symbole von Demut verbunden. Die Assoziation von Frieden mit einem drohenden Adler mit dem Oliven Zweig ist genial.

  16. fingerphilosoph
    Januar 8, 2017 um 10:35 am

    @ Sonnenstrahl
    „Was, wenn die Antwort lautet: Der Sinn besteht darin zu erkennen, dass diese „Erfindung“ in der wir wachen und schlafen, arbeiten und ausruhen, lieben und streiten, aufbauen und zerstören nicht funktioniert und dass der Plan dieses menschlichen Daseins von vornherein auf Zerstörung und Tod aus ist?“

    Wenn ich diese Antwort akzeptiere, gibt es zwei Möglichkeiten zum Weiterdenken:
    a. Was du „Erfindung“ nennst, bezieht sich ausschließlich auf den Menschen.
    b. Oder auf das Leben/das Sein an sich.
    Welche dieser beiden Möglichkeiten scheint Dir angemessener?

    Die Gnostiker hatten ähnliche Gedanken wie Du und haben sie folgendermaßen weitergedacht: Die Welt bzw. das Sein ist das Werk eines minderwertigen Gottes, des Demiurgen. Dieser bringt aufgrund seiner Minderwertigkeit eben nichts anderes hervor als Leid und Zerstörung. Dann aber fing ein von diesem Demiurgen geschaffenes Wesen (der Mensch) an, Geist zu entwickeln und Geist ist eben auch das Wesen des höchsten Gottes. Den höchsten Gott (reiner Geist) dauerte dieses in einer minderwertigen gefangenes Lebewesen (Mensch), deshalb schickt der höchste Gott seinen Sohn (eine Inkarnation in einem Scheinleib) und opfert ihn dem minderwertigen Gott, um die Menschheit loszukaufen. Das ist bekanntlich die Kreuzigung. Ich selber teile diese Weltsicht allerdings nicht, sondern halte sie sogar für schädlich.

    Wenn es so ist, dass ausschließlich der Mensch auf Zerstörung und Tod aus ist, könnte der Mensch im Rahmen der Evolution eine ähnliche Rolle wie das Feuer (cf. Waldbrände) spielen. Ohne Verjüngung durch das Feuer ersticken die Wälder irgendwann an sich selbst. Feuer räumt die Spielfläche des Lebens ab, dadurch kann sich das Leben verjüngen, neue Formen können entstehen, das Leben geht weiter. Es ist zwar keine schöne Rolle, die der Mensch spielt, aber vielleicht eine notwendige.

    Wenn es so ist, dass Leben/Sein nur auf der Folie des Todes möglich ist, dann stimmt womöglich die Annahme, dass dem Leben/Sein ein Einheitliches zugrunde liegt, nicht. Vielleicht ist der Kern des Universums nicht Einheit, sondern Gegensatz.
    Sein/das Universum/Leben definiert sich dann als der Versuch, das Unmögliche zu versuchen und grundsätzlich Unvereinbares doch zu vereinbaren. Im innersten Kern des Seins würde sich also ein Paradoxon verbergen.
    Es stellt sich die Frage, ob sich Liebe nicht so erfahren und verstehen lässt: als letztendlich zum Scheitern verurteilter Versuch, Unvereinbares zu vereinbaren. Das würde meiner Ansicht nach die Dynamik der Evolution erklären.

    • Januar 8, 2017 um 1:22 pm

      @ fingerphilosoph
      Meine Überlegungen verfolgen den Pfad, dass es der Wesenheit Mensch obliegt sich sein eigenes Erfahrungsfeld zu erschaffen. Die Wesenheit erfährt sich unter anderem durch Materialisation. Mit „Erfindung“ versuche ich auszudrücken, dass das Leben wie, z.B. ich es erfahre, eine Manifestation meiner Überzeugungen ist. Nun ist es mir, als individuelle Verkörperung, aufgrund meiner Überzeugungen nicht möglich diese Wesenheit in Gänze zu erfahren. Verändere ich meine Überzeugungen und erweitere mir meinen Spielraum, so verändert sich in der Folge das Ergebnis – meine Erfahrungen.
      Im Gegenteil zu den Gnostikern, kann ich mit dem Begriff des Demiurgen nichts Weiterführendes anfangen. Der Demiurg erschafft nicht den Menschen, sondern der Mensch erschafft den Demiurgen.
      Zu Jesus: Die Religionen operieren mit der Maßgabe der Schuld. Sie erklärten den Menschen zum Sünder. Die ewige Schuld! Jesus als Opferlamm. Jesus als Sündenbock. Das ist das Gefüge, in dem wir herumstrampeln. Täter und Opfer in unzähligen Variationen.
      Wir schlagen uns mit Blubberbläschen und Konzeptlosigkeiten herum. Und immer wieder gibt es Menschen, die bereit sind dieses System noch aufrecht zu erhalten. Das System rangiert unter der Überschrift: Der Mensch an sich ist begrenzt und ein Unhold.
      In meinen Gedankenkonstruktionen brechen z. Z. alle Barrieren weg. Der Tod ist nicht logisch. Zerstörung ist nicht logisch. Schöpfung ist unendlich und nicht davon abhängig zerstört zu werden, bzw. dass Zerstörung eine Voraussetzung sei.
      „Das Leben ist begrenzt.“, davon sind wir derart überzeugt, dass wir nichts anderes erfahren k ö n n e n. Ist unter diesen Voraussetzungen uneingeschränkte Entfaltung überhaupt möglich?
      (Das “ wir“ ist unpersönlich gemeint.)

      • Januar 9, 2017 um 10:47 am

        Ich möchte gerne etwas ergänzen:
        Alles ist Schöpfung.
        Mehr als alles ist nicht möglich.
        Zerstörung ist ebenfalls Schöpfung.
        Das, was wir als Veränderung ansehen ist immer Neuschöpfung.
        Ein aufgeräumtes Zimmer gilt als Zustand eines Ideals.
        Jeder einzelne Schritt bis zum Chaos ist jeweils Neuschöpfung. Die Formen bleiben existent.
        Aus dem Chaos zur Ordnung ist die Rückkehr zu dem Ideal, obwohl die vermeintliche Rückkehr wiederum Neuschöpfung ist. Eine Rückkehr zum Ideal ist im Grunde nicht möglich, wohl aber die Schaffung eines Duplikates. Wir können eine Kopie anfertigen, niemals jedoch wieder das Original.
        Offensichtlich folgen wir einem Programm. Da ist ein vorgegebenes Ideal, welches wir immer wieder zu erfüllen, anstreben. Das Ideal heißt „Vollkommenheit“. Was wir nicht erkennen können, bzw. wollen ist die Vollkommenheit in allen Schöpfungen, unerheblich welche Art des Ausdruckes sie darstellen, ob brutal oder lieblich.
        Nun haben wir auf der einen Seite ein künstliches Ideal und auf der anderen Seite die schöpferische Kraft des Menschen, die aufgrund ständiger Neuschöpfungen den „Stempel“ der Unvollkommenheit trägt und somit in immer wiederkehrender Unzufriedenheit schwingt. Aus dieser Unzufriedenheit heraus wird wiederum erschaffen und so wird in ewiger Manier diese vermeintliche „Unvollkommenheit“ demonstriert. Schöpfung schöpft! Schöpfung urteilt nicht.

  17. Gerd Zimmermann
    Februar 4, 2017 um 2:58 pm

    Manferd

    „mit meiner spirituellen Weltsicht … “

    Dafür muss man sich nicht entschuldigen.
    Religion und Wissenschaft.

    Mein Gott ist der Körper des Universums.
    Mein Gott ist das Ganze.
    Für mich ist das Universum EINS.

    Thermodynamik habe ich mal studiert.
    Das geschlossene Sytem.
    Das Universum ist nicht geschlossen.
    Ein Körper ist dann tod, wenn kein Strom mehr fliesst.
    Im körper.
    Die allem zugrunde liegende Energie ist nicht endlich.
    Ohne Ohmschen Widerstand also im Bewusstsein,
    kann es keinen Tod geben.

    Lieber sterben die Menschen, als immer zu Leben.
    Wir, sind so alt wie das Universum selbst.

  18. Gerd Zimmermann
    Februar 4, 2017 um 6:24 pm

    „Ich bin, der ich bin … ja, hallo erst mal … ihr Menschen seid schon komisch – ihr wollt mich unbedingt benennen … dabei rede ich doch ständig mit euch durch alles was ihr seid,“

    Schon irgenwie cool, Manfred.

    Jener sagt, macht euch kein Bild von mir.
    Bewusstsein hat kein materielles Bild.

    ES ist.
    Ich bin der ich bin…

    Wenn ich alleine bin und rede, sind immer Zwei da.
    Einer der redet und Einer der zuhöhrt.

  19. Gerd Zimmermann
    Februar 5, 2017 um 11:38 am

    „aber vielleicht täusche ich mich auch.)“

    Lieber Manfred

    Apokalyse = Enttäuschung

    Die Wahrheit kommt ans Licht, ganz langsam.
    Wir leben in einem Traum. Siehe Salvador Dali.

    Wir Menschen und nur der Mensch, kann diesen Tagtraum lenken.
    Nichts ist so wie es scheint, die Realität ist ein Abbild der Wirklichkeit.
    Alice hinter den Spiegeln.

    Mein Studium war virtuelle Realität, nicht die Wirklichkeit.

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