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Bezahlte Forentrolle: Die Tastaturkrieger der Regierung

Troll-Verkehrszeichen beim Trollstigen (Wikipedia)

Sie unterwandern, beleidigen, zersetzen und diffamieren: bezahlte Forentrolle, die im Auftrag von Regierungen, Pharma- und Energielobbys in Foren, Blogs und in Kommentaren unter den Artikeln ihr Unwesen treiben. Das Ziel: Den Wahrheitsfluss über „unliebsame” Themen zu stören oder zu unterbinden.
Seit vielen Jahren nun betreibe ich intensive Recherchen im Internet und habe mich oft gewundert, warum gerade bei bestimmten Themen die Diskussionen ins Leere laufen oder aggressiv ausarten. Auch konnte ich nicht verstehen, dass Menschen unglaublich ignorant zu sein schienen, selbst wenn man ihnen die Wahrheit sprichwörtlich auf dem Silbertablett überreichte. Mit der Zeit erkannte ich, dass es sich dabei nicht immer um bloß erhitzte oder ignorante Gemüter handelte, die nur verschiedener Meinungen waren. Nein, es kristallisierte sich immer ein bestimmtes Muster heraus, wonach brisante Themen, die vom Mainstream meist ignoriert werden, oft ins Lächerliche gezogen wurden und jene Personen, die Informationen preisgaben, meist mit billigen Sprüchen und klischeebehafteten Beleidigungen gezielt und wiederholt attackiert wurden. …
Quelle

Aus gegebenem Anlass habe ich nun ein zweites Mal einen vermutlich solchen Troll ausgeschlossen. Ich mag Zensur gar nicht, denn Kritik dient dem Feedback, dem nochmals darüber nNchdenken. Wenn aber zu offensichtlich destruktiv agiert wird, und ganz besonders dort, wo der Mainstream kritisiert wird, kann es einen Blog nur weiter bringen, wenn einem solcher Störenfried Hausverbot erteilt wird.

Don´t feed the troll!

Ich wünsche nun wieder allen Lesern eine bereichernde Lektüre und den Mitgestaltern ein konstruktives miteinander Streiten.

Kategorien:Gesellschaft
  1. E. Duberr
    Dezember 21, 2016 um 11:00 am

    Habe ich diese Säuberung überlebt ? Ich unterstütze Sie in jeder Weise , selbst wenn ich betroffen sein sollte ! Machen Sie weiter . Frohes Fest und nach dem Feste feste Feste , feste feste .

    • Martin Bartonitz
      Dezember 21, 2016 um 6:33 pm

      Bei Ihren Kommentaren muss ich zwar auch immer wieder schlucken. Hier habe ich aber das Gefühl, dass sie echte Denkanstöße setzen, während Trolle doch eher Treibsand bereiten …

  2. Dezember 21, 2016 um 3:29 pm

    Es stimmt. Ich habe gelernt, dass Kommentare abzugeben, und versuchen, ein Konstruktives Dialog zu foerdern, eine grosse Verantwortung ist. Es ist leicht durch nicht relevante Kommentare, vom Inhalt der geteilte Information abzulenken, und ein „Thread“ zu ruinieren. Es fuelht sich dann an wie ein Strand voller leere Bierdosen und Zigaretten.
    Es gibt Menschen die zynisch sind, und die Hoffnung aufgegeben haben. Wir brauchen dringend Menschen und Ideen die uns zusammenbringen, die Zynikern und die apathische heilen koennen, denn, wie Pete Seeger sagte „Participation is what will save the world“ oder Jane Goodall „The greatest threat to human kind is Apathy.“

  3. Dezember 21, 2016 um 4:03 pm

    Na ja, wenn ein Blog auf gesunde Weise „lebendig“ sein will, wird wie bei jedem lebendigen System auch ein funktionierendes Immunsystem benötigt. Zensur ist wohl eher sowas wie eine Autoimmunerkrankung, wenn der Blogbetreiber „allergisch“ auf jede abweichende Meinung oder Kritik reagiert. Die richtige Balance dabei zu finden, ist sicher nicht immer einfach, manchmal schon.

    Aber vielleicht ist dieser Vergleich reichlich schräg 😉

    • Martin Bartonitz
      Dezember 21, 2016 um 6:31 pm

      Ne, passt! Mir gefällt der Vergleich recht gut.

  4. Fluß
    Dezember 21, 2016 um 6:33 pm

    Bei dem Outbut im Blog – warum nicht ein Forum?
    Dann hätte Themenbezogen geschaut werden können und nicht ständig ein neuer Beitrag mit Verlinkung, denn die Verlinkungen klickt kaum jemand an.
    Thema ist InFORMatIONs-Sam(Same/Keim)mlung – G.V. als Auto-r hier beschreibt es in den Extra-Beiträgen.
    Jada schrieb ich, als sie meinte daß ihr Blog zu viele Beiträge hätte, daß es ihre *Präsenz
    ist und somit bekam sie ihre Reinigung, da sie nur hochschwingendes möchte. Sie schreibt im Monat ein paar Beiträge und läßt drauf antworten, das wars meistens. Geben dann andere Tips oder unterhalten sich, dann ist das niedrigschwingend für sie – also halte ich mich da kaum noch auf.
    Jeder Anbieter entscheidet also selber, wie.
    Der Troll-Begriff ist ein Begriff der Hilfs-Losigkeit/Ohn-Macht.

    • Martin Bartonitz
      Dezember 21, 2016 um 8:52 pm

      Ohnmacht? Ein Blogg-Betreiber hat doch zumindest die Hausmacht, ist also nicht wirklich ohnmächtig. Und welche andere Taktik könnte zum Schutz gegen einen Troll angewendet werden, dem nur daran liegt, ein Forum zu untergraben, als ihn stummzuschalten?

      Hier noch ein Hinweis über die Taktiken von Trollen, und dann bitte mal reflektieren, welche der Taktiken hier im Blog erkennbar waren:

      Taktiken von Trollen

  5. Michael
    Dezember 22, 2016 um 10:39 am

    Danke für deine Konsequenz, Martin. So liest sich die Kommentarabteilung gleich deutlich angenehmer. Von ellenlangem „Copy&Paste“ ohne Themenbezug sowie Anfeindungen hat wohl kaum jemand etwas.
    Ich freue mich auf den Spaziergang am sauberen Sandstrand. 🙂

  6. Frank Bolhaar
    Januar 20, 2017 um 9:31 pm

    Es würde schon viel helfen, wenn wir alle nur noch unter unserem Klarnamen erscheinen und diskutieren. Mal ehrlich: Wer von uns, würde gerne mit einem maskierten Mitmenschen diskutieren, dessen Antlitz und Mimik nicht sichtbar wären?

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