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Der Krieg gegen das Bargeld eskaliert!

Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.
Warren Buffett – Original engl.: ”There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” – im Interview mit Ben Stein in New York Times, 26. November 2006)

Der Film In Time (Trailer) hat sehr nachdrücklich aufgezeigt, in welche Welt uns diese Oligarchen (siehe: Steht am Ende eines nach Profit strebenden Systems die Oligarchie?) führen wollen: Totale Kontrolle! Auch Georg Schramm hatte schon das Thema dieses Krieges der 1% gegen die 99% in einer Laudatio hervorragend in seiner Paraderolle dargestellt (siehe). In seinem Buch Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen: Der Weg in die totale Kontrolle macht Norbert Häring eine wichtige der Waffen der Eliten, die gerade in Stellung gebracht wird, deutlich (ich schrieb hier darüber). Er hat nun auf den NachDenkSeiten nachgelegt und auf aktuellere Fakten hingewiesen:

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Norbert Häring (Foto: Homepage)

Der Krieg gegen das Bargeld ist hervorragend international koordiniert. Weniger als eine Woche nachdem die indische Regierung über Nacht die Nutzung von 80 Prozent des Bargelds verbot, erklärte die US-Großbank Citigroup, sie werde künftig in ihren Filialen in Australien Ein- und Auszahlungen von Bargeld nicht mehr akzeptieren. „Diese Umstellung auf bargeldlose Filialen unterstreicht unser Engagement für den digitalen Zahlungsverkehr“, kommentierte Janine Copelin, Chefin für Retailbanking der Citigroup. Nur einen Tag später veröffentlichte die Schweizer Großbank UBS eine Analyse, in der sie die australische Regierung auffordert, es Indien nachzutun und die größeren Geldscheine aus dem Verkehr zu ziehen. Was erleben wir hier? Zu dieser Frage sprach Jens Wernicke mit dem Wirtschaftsjournalisten und Autor zahlreicher populärer Wirtschaftsbücher Norbert Häring, der argumentiert, von der Öffentlichkeit weitgehend unbeobachtet ebneten die Eliten mehr und mehr den Weg in die totale Kontrolle, an dessen Ende die Bürger ihre soziale Existenz nur noch sicherstellen könnten, wenn die Zustimmung der Mächtigen hierzu besteht.
Zum Artikel

Und auf einen weiteren Artikel möchte ich noch hinweisen, der Bezug zum Zitat von Warren Buffet nimmt:

Ausgerechnet Buffett profitiert am meisten von Trumps Sieg

Er hatte Hillary Clinton im US-Wahlkampf unterstützt – doch jetzt macht ihn Donald Trump noch reicher. Investoren-Legende Warren Buffett profitiert von dessen Sieg – und zwar in Milliardenhöhe. Starinvestor Warren Buffett hat den künftigen Präsidenten Trump im Wahlkampf bekämpft. Nun zählt er zu den größten Profiteuren der Trump-Euphorie an den Börsen. Eins haben Buffett und Trump gemeinsam. Ein schwarzer Tag für Amerika: Als solchen hatte Warren Buffett vorab den 8. November bezeichnet. Für den Fall, dass die US-Bürger an diesem Tag Donald Trump zum Präsidenten wählen würden. Jenen Kandidaten, den der Multimilliardär Buffett persönlich bekämpft hatte. Der 8. November war für Buffett dann tatsächlich ein schwarzer Tag. Politisch jedenfalls. Wirtschaftlich dagegen war der 8. November zugleich ein Tag, an dem der Ausnahme-Investor in der Liste der Superreichen noch weiter nach oben kletterte. Die Wahl seines erklärten politischen Gegners zum US-Präsidenten hat Buffett sieben Milliarden Dollar vermögender gemacht und in der Liste der Superreichen mit 71,1 Milliarden Dollar auf den zweiten Rang nach oben katapultiert. Nur Microsoft-Gründer Bill Gates vereint mit 88,5 Milliarden noch mehr Vermögen auf sich. WEITER: https://www.welt.de/finanzen/article159708625/Ausgerechnet-Buffett-profitiert-am-meisten-von-Trumps-Sieg.html

Übrigens heißt es, dass die wahren Superreichen nicht in der genannten Liste genannt, denn ihr Reichtum, das die Familien über Jahrhunderte, wenn nicht gar seit Jahrtausenden angesammelt haben, soll doch deutlich höher liegen. Siehe dazu den Artikel Wir kommen unseren wahren Weltenlenkern immer näher: Das Komitee der 300

Der Mensch ist allerdings kreativ und findet Wege, nicht das Geld der privaten Banken nutzen zu müssen. Siehe z.B. aktuelle in Spanien:

Die sogenannten Sozialwährungen, also der Tausch von Dienstleistungen und Produkten gegen ein alternatives Zahlungsmittel zum Euro, erfreuen sich in Spanien immer größerer Popularität.
Quelle: Hasta la vista, Euro! In Spanien boomen Alternativ-Währungen

Oder siehe am Beispiel Griechenland, wie solidarische Bündnisse entstehen in dieser Beilage einer Zeitung.

Da bekommt der alte Spruch immer mehr Bedeutung:

Nur Bares ist Wahres!

Oder kommt doch zunehmend die Erkenntnis, dass es auch wieder ein Leben ohne Geld geben kann:

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  1. Martin Bartonitz
    Dezember 3, 2016 um 8:10 pm

    Die Wachstumshysterie, die von Politikern und Wirtschaftsweisen gleichermaßen geschürt wird, beruht einzig auf der Annahme, es sei dauerhaft möglich, den wachsenden Zinsanspruch des Vermögens aus dem Wachstum des Volumens der Realwirtschaft zu befriedigen. Weil reale Wirtschaft aber eher linear wächst, während die Wachstumskurven des Geldes exponentiell verlaufen, ist die grundsätzliche Unmöglichkeit dieses Gedankens hinlänglich bekannt, wird aber dessenungeachtet von den Verantwortlichen solange geleugnet, wie die Schere zwischen Geldmengenwachstum und Leistungswachstum mit aller Gewalt noch geschlossen werden kann. Der als „Sparen“ bezeichnete Raubbau in den öffentlichen Haushalten und Sozialsystemen, den wir derzeit erleben, ist nichts als der Versuch, den Geldhunger von Zins- und Zinseszins auf Kosten des Lebensstandards der Bevölkerung zu befriedigen. Dies wird jedoch bestritten.

    Die Tatsache, dass sich viele Einrichtungen der öffentlichen Wohlfahrt, der Kultur und der Wissenschaft schon heute nicht mehr finanzieren lassen und dass wir den größten Kahlschlag in den Sozialsystemen erleben, den es seit 1929 gegeben hat, wird – völlig unhaltbar und realitätsfremd – wahlweise entweder der Faulheit der Arbeitslosen oder fehlenden Kindern und zu lange lebendenden Alten, oder aber einer angeblich zu kurzen Wochen- und Lebensarbeitszeit, zu hohen Löhnen oder allen vorgeblichen Ursachen zugeschrieben: Vor dem Moloch Zins aber, der uns auffrisst, werden die Augen fest geschlossen.

    Egon W. Kreutzer – Wolf’s wahnwitzige Wirtschaftslehre
    Band III – Über das Geld, Seite 282 f.
    EWK-Verlag Kühbach-Unterbernbach 2005
    ISBN: 3-938175-16-8

  2. Martin Bartonitz
    Dezember 3, 2016 um 8:12 pm

    Wir werden also, bei sonst gleichen Verhältnissen, jenes Land als auf der höheren Stufe volkswirtschaftlicher Entwicklung stehend zu bezeichnen haben, in welchem der Mittelstand am meisten vertreten ist. Wo aber der Mittelstand sich in fortschreitender Auflösung befindet, dort haben wir eine dem Verderben direkt entgegenreifende Entwicklung vor uns und zwar um so sicherer, je größer der Reichtum ist, welcher diesen Auflösungsprozeß des Mittelstandes begleitet.

    Gustav Ruhland
    Die Wirtschaftspolitik des Vaterunser.
    Berlin 1895, Seite 64

  3. Werner Klee
    Dezember 3, 2016 um 9:28 pm

    Ich erlaube mir, bei allem Respekt mit Autor Norbert Häring nicht ganz einverstanden zu sein:
    Er reduziert die Möglichkeiten von Alternativen zum Bargeld einzig auf Banken-bezogenes Geld.

    VISION:
    Elektronisches Geld als Zahlungsmittel ist grundsätzlich auch mit iWallets denkbar, die unabhängig von Bankinstituten funktionieren und deren einzige „Bezugszentrale“ die staatliche Nationalbank ist (auch das Papier- und Hartgeld wird durch staatliche Nationalbanken ausgegeben und bezüglich Menge und Tauschwert kontrolliert – insofern würde sich also überhaupt nichts ändern).

    Konkret sind iWallets nichts anderes als private Einmann-Banken (der 1 Mann ist der Besitzer) in Form eines Taschenrechners mit einer kontaktlosen Near-Feld- oder auch Wide-Aera-Kommunikationsmöglichkeit mit anderen iWallets, Hard-und Software für die Identitätsüberprüfung und die Zahlungseingaben des Bediener/Besitzers sowie einem Speicher für 3 Konten: ein Zahlungs-Eingangskonto ZEK, ein Zahlungs-Ausgangskonto ZAK und ein Konto für Staatssteuern SSK, welches durch automatische iWallet-itnerne „Überweisung“ eines per Steuerfuss festgelegten prozentualen Anteils von Zahlungseingängen und von Zahlungsausgängen gespiesen wird.
    (Die Idee dahinter: die für die staatliche Steuerforderungen relevante Wirtschaftskraft des Steuerzahlers wird am besten durch dessen Zahlungseingänge UND ZAHLUNGAUSGÄNGE definiert. Steuerzahlungen sind dann nicht mehr eine Bestrafung für Einkommen durch Leistungserbringung, sondern eine Art Nutzergebühr für das vom Staat zur Verfügung gestellte Universal-Tauschmittel Geld)

    Die Bezahlung beim Kauf oder Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung würde wie folgt von statten gehen: Beispiel mit Produktwert CHF 100.- , Steuerfuss 5%
    Beim Kauf :
    Bezahlung von eigenem iWallet1 durch Abzug von ZAK1 CHF 105.-
    davon interne Überweisung iWallet1 an SSK1 CHF 5.-
    Überweisungen bei fremdes iWallett2 100.- , (CHF 100.- an ZEK2 und CHF 5.- an SSK2)
    Beim Verkauf :
    Zahlungseingang auf Wallet1 durch Zuweisung auf ZEK1 CHF 95% und SSK1 CHF 5.-
    Abzug beim fremden iWallet2 CHF ZAK CHF 105.-
    davon interne Überweisung beim fremden iWallet 2 auf SSK2 CHF 5.-
    Damit wäre Steuerbetrug ausgeschlossen (Steuerbetrugs-Kandidaten sind daher wahrscheinlich die entschiedensten Gegner einer solchen Neuerung)

    Die Initial-Speisung des iWallet-Zahlungseingangs-Konto ZEK könnten durch einen Rücktransfer von Bargeld (sowie von Bankguthaben) an die staatliche Nationalbank erfolgen.
    Traditionelle Bankgeschäfte würden danach in genau gleicher Weise funktionieren wie Kauf und Verkauf.

    Wenn das ZAK auf 0 steht, würde automatisch eine Überweisung von ZEK erfolgen UND dabei zugleich automatisch das SSK an die staatliche Steuerkasse überwiesen.
    Sogar eine Überziehungsmöglichkeit des Zahlungsausgangs-Konto ZAK wäre möglich, indem ein Negativ-Kontostand (durch einen vom Besitzer festgelegten Wert) zugelassen wird.

    Ein solches Konzept wäre mit den heutigen technischen Möglichkeiten per sofort realisierbar, und auch die Sicherheit ist mit heutigen Technologien mindestens so hoch wie für Papier- und Hartgeld.

  4. Volker
    Dezember 4, 2016 um 3:01 am

    Bargeld abschaffen und nur noch mit Karte bezahlen?

    Seid Ihr Euch eigentlich im Klaren darüber, was das für Folgen für uns alle hat? NEIN! Ohne einen Cent Bargeld in der Tasche hängt Ihr Überleben buchstäblich nur noch an der Karte! Ohne Strom können Sie sich ja noch nicht mal ein Brötchen kaufen, denn durch Naturkatastrophen und Blitzeinschläge in Kraftwerke kann der Strom überall mal ausfallen. Sogar Tage- und Wochen lang! Und was machen Sie dann?
    Wie Sie inzwischen seit Jahren wohl auch mit bekommen haben, soll eine Neue Welt Ordnung (NWO) aufgebaut werden, also nur eine Welt-Regierung. Damit Ihr erst mal klar seht, diese eine Welt-Regierung hat als erste vor die Menschheit zu dezimieren!
    Die Hälfte der Menschen sollen weg. Wenn jetzt in Deutschland, vielleicht noch in Frankreich, Spanien oder Italien das Bargeld abgeschafft wird, dann sitzen Sie in der Falle! Wieso?
    Ganz einfach: Terroranschläge werden zu 95% von den Geheimdiensten wie z. B. CIA, Mossad usw. selbst inszeniert und dann irgendwelchen anderen Regierungs-Staaten oder Terroristen in die Schuhe geschoben. Somit könnten auch Kraftwerke plötzlich leicht lahm gelegt werden. Nur eine Granate in einem offenen Kraftwerk, oder Transformator-Umschalt-Werk geschmissen und ganz Hamburg z. B. ist Tagelang oder Wochen lang ohne Strom und die Supermärkte werden geschlossen.

    Sie sagen sich sicher, ach was, Strom wird immer da sein. Die Kranken-Häuser sind ja auch dagegen gerüstet, mit deren Generatoren, wenn mal der Strom ausfällt. Und die Kraftwerke und Supermärkte sicher auch!? Wie lange laufen denn die Generatoren? Tagelang? Wochenlang? Bis der Tank alle ist natürlich. Aber ohne Strom laufen auch nicht die Pumpen in den Tankstellen, keiner kann mehr Benzin kaufen. Sie können auch nicht ins nächste Dorf zum Supermakt fahren, denn das wird gerade gestürmt von Leuten die noch Benzin im Tank hatten. Die Telefone und Handys sind lahm gelegt, die Medien und Fernseher sind ebenfalls totenstille und Nachts ist es in der Stadt zappenduster.
    Die Jagd nach Lebensmittel und Getränke beginnt, eine Katastrophe mit unbekannten Ausmaß läuft an, Supermärkte werden geplündert. Hungersnöte sind dann an der Tagesordnung und die Anarchie nimmt unaufhaltsam ihren Lauf.

    Wer jetzt noch immer noch fuer die Abschaffung des Bargeld ist, der ist schon als Idiot indoktriniert worden, hat seine Seele verkauft, kann ohne wiederstand mit RFID geschippt und damit jederzeit ausgeknippst werden! Im Arztbericht lesen dann die Angehoerigen, leider an Herz und Kreislaufstoerungen gestorben.
    Sagt mal, wie lange wollt Ihr hier noch auf der Erde bloed und bescheuert rum laufen, oder noch schlimmer, als Skalve von der NWO sich in den Tod treiben lassen?

    • Dezember 4, 2016 um 1:47 pm

      „… Ohne einen Cent Bargeld in der Tasche hängt Ihr Überleben buchstäblich nur noch an der Karte! …“

      Das gilt auch umgekehrt:

      Ohne „Karte“ (oder iWallet) in der Tasche hängt Ihr Überleben buchstäblich nur noch am Geldbeutel !

      Und was ist, wenn Sie den Geldbeutel verlieren und nicht zurückerhalten ?
      Die Karte können Sie immerhin noch sperren, und beim iWallet wird der Fremdzugriff durch die Identifikation verunmöglicht (was technisch ohne weiteres machbar ist).

      Die Chance, dass eine Karte oder ein iWallet im Fundbüro abgegeben wird (weil der Finder damit eh nichts anfangen kann), ist viel grösser als bei anonymem Bargeld !

  5. Fricke
    Dezember 4, 2016 um 1:04 pm

    Der Grad an Aufgeklärtheit wird prinzipiell nicht bezeugt durch einen Wissensstand oder das Vorhandensein und die Verbreitung bestimmter Kenntnisse. Sie wird es vielmehr durch die allgemeine Fähigkeit der Menschen, sich, >im ganzen genommen<, in bestimmter Hinsicht ihres eigenen Verstandes ohne Leitung eines andern sicher und gut zu bedienen.
    Genau das aber war und ist bei den allermeisten AufklärerInnen gerade nicht der Fall. Solche geben sich allerdings formal gerne als VordenkerInnen aus. sie wissen schon, die Intellektuellen AufschneiderInnen.

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