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„Warum der Kindergarten unserem Kind nicht gut tat“

Ich hatte den Artikel im Juni begonnen und ganz übersehen, ihn noch auf die Reise zu schicken. Nun aber, von Amy:

Überall hört und liest man es: Der Kindergarten ist ein oder sogar der Eckpfeiler der Kindheit. Kontakt zu Gleichaltrigen ermöglichen das Erlernen sozialer Kompetenzen. Ausgebildete Fachkräfte sollen unsere Kleinen von vorne bis hinten fördern und durch die professionelle Betreuung unserer Lieblinge wird uns Eltern die Ausübung des Berufes ermöglicht, wir sind kein verschwendetes Humankapital. Juhu!

Ich finde das alles etwas übertrieben und vorBaby & Kleinkind Halt geben allem vermisse ich da die Bedürfnisse der Kinder. Gerade im Krippenbereich gruselt es mich, denn ich frage mich, wie man den Kindern bei einem Betreuungsschlüssel von 1:5 gerecht werden will. In den ersten Lebensjahren geht es vor allem um Bindung, Verlässlichkeit und Sicherheit. Was wir in unseren ersten Lebensjahren erleben, prägt uns für unser gesamtes Leben, obwohl wir uns an diese Zeit nicht erinnern können. Da frage ich mich: Fühlt mein Kind sich sicher, wenn ich es gegen seinen Willen abgebe? Empfindet es mich als verlässlich, wenn es meine Nähe braucht, um sich sicher zu fühlen, und ich gehe trotzdem? Das Konzept Geld verdienen kann es ja noch nicht begreifen.

Für mich stand jedenfalls fest, dass meine Kinder frühestens woanders betreut werden, wenn sie sich verständlich ausdrücken können. Wenn sie Sorgen haben, möchte ich diese verstehen können.

Wird der Kindergarten den Kindern gerecht?

Ich wage tatsächlich, dies zu bezweifeln. Wenn ich überlege, wie viel Platz X Kinder haben, dann sehe ich zu wenig Raum für Bewegung und zum Aus-dem Weg-gehen oder Sich-zurückziehen. Wenn ich überlege, wie viele Kinder zusammen kommen, fallen mir vor allem der Lärm und die Unordnung (damit meine ich nicht das verstreute Spielzeug) auf. Wenn ich mir den tatsächlichen Betreuungsschlüssel, der selten beim empfohlenen 1:3 liegt, anschaue, dann sehe ich ungestillte Bedürfnisse, übersehene Trauer, Angst und Sorgen…

Ja, sie tun ihr Bestes, damit es unseren Kindern gut geht, so weit es möglich ist. An Bildung wird gespart, hier zu wenig Personal, da zu viel Druck. Was das nachsichziehen kann, kannst du in diesem Artikel der Zeit Online nachlesen. Ich möchte noch kurz anmerken, dass es mir in keinster Weise darum geht, Eltern zu kritisieren, die das Angebot nutzen (müssen). Mir geht es darum, darauf aufmerksam zu machen, dass es nicht allen Kindern gut tut, in den Kindergarten zu gehen und mir geht es darum, dass sich die Zustände in den Kitas bessern. Mehr Personal und für dieses auch noch besseres Gehalt zum Beispiel.

Warum habe ich entschieden, mein Kind wieder selbst zu betreuen?

Weiter auf Mein Rabennest

***

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  1. Fricke
    November 1, 2016 um 5:02 pm

    Das beginnt schon viel viel früher (nämlich bereits bei der Zeugung)

    nur dazu komme ich vielleicht nocheinmal zurück

    hier Bspweise Vor dem Kindergarten/Grippe

    Oxytocin bei der Geburt

    Bereits seit den 60er Jahren wird das körpereigene Hormon Oxytocin in synthetischer Form als Pitucin zur Wehenförderung eingesetzt. Dieses synthetische Oxytocin ist aufgrund seiner Langzeitfolgen aber sehr umstritten und könnte, wenn die vielen Studien in dieser Richtung recht behalten, verheerende Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben. Denn: Es gibt Zusammenhänge zwischen der Zugabe von synthetischem Oxytocin bei der Geburt und späteren psychischen Schäden. Jetzt ist sogar von Autismus die Rede. Und immer mehr Geburten werden unter dem Einsatz von Oxytocin durchgeführt. Das bedeutet, dass wir es mit einem ernsthaften Problem für unsere Wirtschaft zu tun haben.

    Schnelle Geburt
    Bei einem natürlichen Ablauf leitet das Baby selbst die Geburt ein, weil schlicht und einfach die Placenta nicht mehr genügend Nährstoffe hat, und das Baby eine andere “Nahrungsquelle” braucht. Wenn allerdings die Mutter Oxytocin verabreicht bekommt und daraufhin die Wehen losgehen, erreicht das Oxytocin über die Nabelschnur auch das Kind und verhindert so seine natürliche Zusammenarbeit mit der Mutter. Die Folge ist ein Trauma, denn ein physiologischer Prozess kann nicht in “seiner Zeit” zu Ende gebracht werden. Oxytocin heißt übersetzt aus dem Griechischen sogar „schnelle Geburt“, was es wortwörtlich trifft. Wie beim Kaiserschnitt erlebt das Baby während der Geburt das Gefühl des „nicht fertig Werdens“ (siehe Blogbeitrag „Nicht fertig werden). Diese Erfahrung scheint eine bedeutende Wirkung auf die menschliche Psyche zu haben, wie Studien belegen. So wird die gießkannenmäßige Verabreichung von Oxytocin als die Basis vieler neuropsychiatrischer Krankheiten, insbesondere im Bereich des Autismus, angesehen (vgl. McCarthy M M und Altemus D M, 1997).

    Bonding wiederbeleben
    Mangelndes Vertrauen in sich selbst und andere, Aggressionen, Bindungsängste – nur einige der Spätfolgen, die das ganze Leben dieser Kinder beeinträchtigen, auch noch als Heranwachsende und Erwachsene. Dabei wäre es so einfach: Zurück zur natürlichen Geburt und einer gesunden Etablierung des lebenswichtigen Bondings nach der Geburt. Diese wichtige Mutter-Kind-Interaktion muss unbedingt wieder stärker gefördert und von allen an einer Geburt Beteiligten gefordert werden. Bis das synthetische Oxytocin wieder auf dem Rückzug aus den Kreißsäälen dieser Welt ist, bleibt mir nur, aufzuklären und mit den traumatisierten Kindern zu arbeiten.

    Quelle: Hormone, Neurotransmitter von HP Ariane Lorenz-Zappe in Kooperation mit Dr.med.D. Klinghardt, erschienen im INK Institut für Neurobiologie

    Der Trend zum Kaiserschnitt und seine Folgen fürs Kind

    Mit der Zunahme der Schnittentbindungen steigt auch das Risiko für Allergien, Asthma, Diabetes und ÜberUntergewicht bei Kindern

    Das Licht der Welt, das ein Kind in Deutschland bei seiner Geburt erblickt, ist in jedem dritten Fall der blendende Strahl einer Operationsleuchte. Zurzeit werden bei uns über 209.000 Babys im Jahr mit Hilfe des Skalpells geboren. Laut Statistisches Bundesamt haben die Kaiserschnitte 2010 einen Anteil von 31,9 Prozent an den Geburten erreicht. Damit hat sich die Zahl der Kaiserschnitte in knapp zwanzig Jahren mehr als verdoppelt (1991 lag sie bei 15,3 Prozent) – im Hinblick auf mögliche nachteilige Langzeitfolgen für die Kinder eine beunruhigende Entwicklung, warnt die Stiftung Kindergesundheit.

    „Ein wichtiger Grund für die Zunahme der Kaiserschnitte liegt in der Tatsache, dass das Risiko der Schnittentbindung für die Mutter in den letzten Jahren erfreulich abgenommen hat“, sagt Professor Sibylle Koletzko, Haunersche Kinderklinik der Universität München. Früher galt der Kaiserschnitt als großer Eingriff mit gefürchteten Risiken für Blutungen, Infektionen und Thrombosen. Mittlerweile hat jedoch der operative Eingriff seinen Schrecken verloren. „Dennoch liegt die mütterliche Sterblichkeit beim Kaiserschnitt immer noch deutlich höher, als bei der natürlichen Geburt“, betont Professor Koletzko.

    weiter hier: http://www.cleankids.de/2012/10/12/der-trend-zum-kaiserschnitt-und-seine-folgen-fuers-kind/29556

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