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Die da Oben …

Ja, ja,
Die da Oben,
die sich eigennützig lieben,
und sich unentwegt selber loben,
die sich stets selbstsicher, selbstbewusst,
auf die Schultern klopfen,
während sie mit den Kleinen da Unten
nichts als Unfug treiben,
und hier dauerhaft herumtoben…
während sie im eignen Sündensuppentopf
selbstgenügend rühren,
sich selbstgesundend sättigen,
und dann wohlbeleibt
keinerlei Not leiden,
und keinerlei Hunger spüren.
Ob es wirklich so ist?
Keiner weiß es.
Sind Unwissen und Ignoranz
nur wohltuende Ruhekissen?
Was ist wirklich wahr.
Was geschieht in Wirklichkeit?
Die Schlauen, die Gauner, die Schurken und Schergen,
sind tückisch und schleierhaft.
Sie vertuschen, vertauschen, verdunkeln, und verdecken.
Sie verneinen und verstecken.

An wen kann man sich vertrauensvoll wenden?
Auf wen kann man sich wirklich verlassen?
Wer ist nicht bereits ein auserwähltes,
viel gequältes, viel geschundenes Opfer
der von oben gelenkten,
geleiteten, dirigierten Unehrlichkeit?

Gerhard A. Fürst
14.10.2016

Kategorien:Gesellschaft Schlagwörter: ,
  1. Fricke
    Oktober 15, 2016 um 10:02 pm

    Wer rechtschaffen sein will, verlasse den Hof“ (Exeat aula, qui vult esse pius). Der römische Dichter Lucan (39-65) hat ihn geprägt.

    Lang lang ist´s her 😉 oder sollte man sagen, nicht´s hat sich geändert.

    Als Intellektueller, der sich den Bildungs- und Wissenschaftsidealen des Humanismus verpflichtet fühlte, schildert Ulrich von Hutten den Hof als Heimstätte von Heuchelei und Schmeichelei, von Ausschweifung, Lasterhaftigkeit, von Ehrgeiz und Korruption.

    (Anders als „Engagement“ ist Ehrgeiz eher auf den eigenen Nutzen als auf altruistische Ziele gerichtet.)

    Die Höflinge würden den treulosen und betrügerischen Gefährten gleichen, die ehedem mit Odysseus das große Meer befuhren. „Jener“, beteuert Misaulus, „ist wohl durch seine eigene Eingebung ihrem Anschlag entkommen oder durch die Güte der Götter deren Nachstellungen entgangen“.

    Winde, die am Hof alles korrumpieren, seien „Gunst, Mißgunst, Habsucht, Ehrgeiz, Ausschweifung, Liebschaften, Armut und andere Laster dieser Art“. Kein Wind sei stürmischer als der die Rolle des Nordwindes spielende Ehrgeiz, welcher „das Schiff hin und her wirft“ und den „Sinn des Menschen am Hofe zer-rüttet“. Das „Streben nach trügerischem Ruhm“ sitze „zäh in den Herzen aller Höflinge fest“. Um in ihrem Auftreten und in ihrem Lebensstil andere zu übertreffen, würden Höflinge viel Geld ausgeben. Was sie kauften, richte sich nicht nach ihren jeweiligen lebensnotwendigen Bedürfnissen, sondern folge ihrem Verlangen nach glanzvoller Selbstdarstellung. Castus, so der eindringliche Rat des Misaulus, solle deshalb das unberechenbare Meer des Hoflebens meiden, um der höfischen Knechtschaft (aulica servitus) zu entkommen und ein freier, unab-hängiger Mensch zu bleiben.

    Schmeichelei und Liebedienerei seien die größten Pestseuchen.

    Manche würden auf so weibische Art schmeicheln, daß sie ihre Schmeicheleien nicht nur durch ihre Worte, sondern auch durch ihre Gebärden zum Ausdruck brächten. Bei solchen Gestalten sei das Gesicht das verlogenste Kennzeichen der Seele.

    An den durch und durch korrupten Menschentyp der Schmeichler habe der Philosoph Antisthenes erinnern wollen, als er sagte, daß es, so es denn unvermeidlich sein sollte, besser sei, unter Raben zu fallen als unter Schmeichler. Die Raben nämlich würden nur die Toten, die Schmeichler hin-gegen die Lebenden verschlingen. Höflinge würden nicht anders leben als das Gesindel von Freiern im Haus des Odysseus.

    Unter Höflingen herrsche keine ehrliche, vertrauenstiftende Offenheit. Sie würden sich wie Schauspieler aufführen, bei denen Denken und Handeln auseinanderfielen. Ihre Freund-lichkeit sei verlogenes Theater. Zuinnerst seien sie darauf bedacht, ihren Kollegen, denen sie wortreich ihre Freundschaft angedient hätten, nach Kräften zu schaden. Ihre überschweng-lichen Freundschaftsbekenntnisse seien leeres Geschwätz.

    Höfling zu sein, komme einem Leben in würdeloser Knechtschaft gleich.

    http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de/MRK/SH10.htm#_ftn10

    An ihren Gesichtern sollt ihr sie erkennen.

    • Fricke
      Oktober 15, 2016 um 10:41 pm

  2. Martin Bartonitz
    Oktober 15, 2016 um 8:00 pm

    Die für mich beste Tagesenergie mit Alexander Wagand und Jo Conrad, die Deine Ansicht stark unterstreicht. Eine extrem breite Sicht auf das, was gerade seitens der Hintertanen in unserer Welt an Events veranstaltet wird. Sehr erhellend, jedenfalls für mich … #NWO, #Syrien, #Migration, #Person, #Trump, #Clinton, #DeutscheBank, #Bargeld, #Geldsystem, #Schuldgeld, #Fleischproduktion
    „Das ist alles eine Farce!“, und wenn wir das so beurteilen, so Alexander, dann wird es bald eine Ende damit haben, so wie es auch Armin Risi auch in seinem Buch Der multidimensionale Kosmos / Machtwechsel auf der Erde: Die Pläne der Mächtigen, globale Entscheidungen und die Wendezeit. beschreibt:

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