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Immer mehr Licht – und trotzdem tappen wir im Dunkeln

Bevor es mit dem abschließenden Teil des Zukunftsvierteilers weitergehen wird, ein kleiner Ausflug in den Lichterreichtum unserer Welt, dessen Entwicklung im Laufe der Menschheitsgeschichte allerhand Erhellendes, hinsichtlich der menschlichen Entfremdung von der Gemeinschaft des Lebens, zu bieten hat.

Nachdem die EU-Technokraten, im Rahmen von Energieeinsparung, die Glühbirne nahezu aus unserem Leben verbannt haben, folgt nun, mit der Verbannung von Halogenleuchten, der zweite Streich. Im Gegenzug dazu soll die Verbreitung von energiesparenden LEDS und, in Kürze, OLEDS zügig vorangetrieben werden. Viele werden das begrüßen, zum einen, weil Energiesparen doch eine sinnvolle Tätigkeit ist und, zum anderen, weil insbesondere LEDS eine schier unendliche Anzahl von Anwendungsmöglichkeiten aufweisen, die durch OLEDS noch um ein Vielfaches übertroffen werden, sind diese doch großflächig nutzbar, sehr biegsam, dünn, leicht, …, kurz, der Traum aller Technologiebegeisterten und all jener, die sich endlich einen 10 Quadratmeter großen Fernseher an ihre Wohnzimmerwand tapezieren können. Man werfe nur einen Blick in asiatische Metropolen, um zu erahnen, wohin der in allen Farben blinkende Hase läuft, oder betrachte ein paar Nachtaufnahmen des Fotografen Vincent Laforet – oder sollte ich eher Nacktaufnahmen schreiben, damit der Link auch angeklickt wird!?
Doch es bleibt, trotz aller hell erleuchteten Offensichtlichkeit, etwas Wesentliches in der Entwicklung des Lichts, welchem wir EINEN uns aussetzen, arg im Dunkeln. Daher ein Blick zurück.

Unser Verhältnis mit dem Licht begann, von Natur aus, mit dem Licht der Sonne. Lange folgte nichts Neues, bis das Feuer in unser Leben kam. Wir trugen es fort, hüteten es hier und dort und zogen mit ihm von Ort zu Ort. Wieder geschah lange nichts. Was dann folgte, zeigt die hier verlinkte Grafik. Was sie jedoch verschweigt sind die, im Folgenden, dargelegten Veränderungen im Laufe der dargestellten Entwicklung: 

  1. die Lichtquelle benötigt im Einsatz immer weniger Energie und gibt weniger Wärme ab,
  2. das Tempo neuer Lichtquellenerschließungen unsererseits nimmt zu,
  3. der Trend, die Nacht zum Tage zu machen, beschleunigt sich,
  4. die Helligkeit der Nächte nimmt, global betrachtet, zu, ebenso die Ausbreitung dieser Helligkeit,
  5. die Herstellung bzw. Verfügbarkeit des Lichts ist mehr und mehr an spezielle Produktionsprozesse gebunden, die Einzelnen immer weniger zur Verfügung stehen – ein Feuer machen kann jeder, eine LED basteln aber nicht – wodurch die Abhängigkeit, von den Produzenten des Lichts, zunimmt,
  6. die Lichtquelle wird immer ungebundener von Ort und Zeit und ist somit jederzeit und überall einsetzbar,
  7. wir Menschen sind immer weniger dem natürlichen täglichem und alljährlichem Zyklus des Sonnenlichts ausgesetzt,
  8. wir unterliegen einem rapiden Verlust von UV- und Infrarot-Anteilen im Licht – so hat die Sonne beide zu bieten, in Abhängigkeit von Tages- und Jahreszeit, OLEDS jedoch bieten nichts von beidem.

Alle Punkte zusammengefasst, und insbesondere der letzte (!), ergeben, dass, mit dem ersten Feuer, sich die Menschheit seitdem in EINEM Degenerationsprozess befindet. Warum? Weil jeder menschliche Körper, neben allen anderen irdischen Lebensformen, den ANDEREN, im Zyklus des Sonnenlichts und seines sich wandelnden Spektrums tickt, umso mehr aus diesem sich stets wandelnden Takt geratend, je mehr wir uns vom Sonnenlicht entfernen bzw. isolieren. Die gesamte Zellkommunikation, die Proteinsynthese, sowie die Entfernung schadhafter Proteine, wird erst über das Sonnenlicht ermöglicht – und insbesondere durch dessen nächtliche Abwesenheit. Jene Zeit, die wir mehr und mehr künstlich zum Tage machen, mit Licht, welches immer öfter und überall scheint, wo die Sonne, von Natur aus, nicht derart scheint. Unsere sogenannten Zivilisationskrankheiten sind im Grunde Lichtmangelfolgen. So haben wir zwar reichlich Licht, aber es ist nicht das Licht, welches Lebendigkeit ermöglicht und das Leben am Leben hält.

Menschen sind die einzige Spezies, die helle genug ist, um künstliches Licht zu erschaffen, und dumm genug, sich ihm auszusetzen”, sagt Dr. Jack Kruse, der es wie kein Zweiter versteht Licht in besagtes Dunkel zu bringen, durch welches wir, hinsichtlich der Bedeutung des Sonnenlichts für das Leben, massenweise tappen. Anbei ein paar Beispiele von zahlreichen weiteren, die sich mit diesem Thema befassen:

IS OUR RETINA OUR METRONOME?

THE “DARK KNIGHT” OF REGENERATION?

CAN YOU SUPPLEMENT SUNLIGHT?

SEMICONDUCTION REGENERATES TIME FOR CELLS

Wie aber kann es sein, dass unsere Spezies technologisch immer mehr Fortschritt zu bieten hat, obwohl wir Menschen degenerieren? Werden wir nicht immer innovativer, leben wir nicht immer länger, kommen wir nicht immer besser mit Umwelteinflüssen zurecht? Wo also steckt die Degeneration? In Einsteins berühmter Formel E = m ⋅ c² ! Häh? Auflösung folgt, doch zuerst ein kleiner Abstecher in den Wald.

Wo liegt der lebenswichtigste Unterschied zwischen Bäumen, die der Sonne entgegenwachsen und unseren Turmbauern bzw. Hochhinausbaufantasien? Während Bäume, um wachsen zu können, einzig die Energie im Einzugsgebiet ihres baumischen Körpervermögens nutzen, im Kontext der Lebensbedingungen und anderer Lebensformen in ihrer Umgebung, nutzen unsere Turmbauer den Raub von Energie, um immer höher, auf Kosten des Umfeldes und erst recht auf Kosten der Umwelt weit jenseits der Baustelle, bauen zu können, als es ihnen möglich wäre, wenn sie nur nutzen würden, was, den Bäumen entsprechend, im Umfeld, ohne Energieraub, an Ressourcen zur Verfügung steht.
Aber konkurrieren Bäume nicht um das Sonnenlicht, wie Turmbauer um Rohstoffe, Einfluss, Geld, Prestige, Höhe? Nö, denn Bäume konkurrieren keineswegs um möglichst viel Sonnenlicht, entsprechend wachsend und über ANDERE hinauswachsend. Sie ermöglichen vielmehr die größtmögliche bzw. möglichst artenreiche Resonanzfläche, zum Zwecke der HARMONISIERUNG der Lebendigkeit des Lebens. Bestes Beispiel sind die naturbelassenen, ursprünglichen Wälder, insbesondere die Regenwälder des Äquators. Täten die Bäume konkurrieren, wie menschliche Turmbauer, wäre es längst, weit vor der ersten Kerze, die ein Mensch entzündete, um das Leben geschehen gewesen. Natürliche Vegetation ist, im Licht der Sonne, gemeinsam bestrebt konkurrenzlose Wälder zu bilden. Erbauer künstlicher Türme sind dagegen verblendet, weil sie sich im Erfolg ihrer Raubzüge sonnen und die Konkurrenz in den Schatten stellen wollen.

Bedingt durch unseren Energieraub, der unseren gesamten Fortschritt seit Anbeginn des ersten Schrittes anfeuert, Konkurrenzdenken inklusive, erhält Einsteins Formel erst ihre Gültigkeit, fasst sie doch elegant und übersichtlich den gesamten Entfremdungs- bzw. Degenerationsprozess der Spezies Mensch, im Lichte unserer technologischen Errungenschaften, zusammen – bis hin zum vermeintlichen Energiesparprogramm von Regierungen und der Förderung von LEDS, dem (L)EBENS(E)NERGIE(D)EFIZIT(S)YNDROM.
Die Formel nun im Einzelnen:

E steht für den Energiehunger des militärisch-industriellen Komplexes, auch bekannt unter Megamaschine oder Gigamaschinerie.

m steht für die Masse an Menschen, die durch neue Technologien zum Energiesparen beim Licht bewegt werden soll.

c steht für die Geschwindigkeit, mit der das Sonnenlicht durch künstliches Licht ersetzt werden wird – als Quadratur des natürlichen Kreislaufes des Lebens, daher .

Wie gut die Formel funktioniert zeigt sich beim aktuellen Stand künstlichen Lichts, den OLEDS, wobei das O für Organisch steht und zuvor erwähntes Defizitsyndrom so zum Symptom bzw. Problem des Lebens an sich wird. Diese Form der Beleuchtung wird beinahe schon als Sonnenlicht beworben, da ihr Farbspektrum dem der Sonne einigermaßen nahe kommt, aber gänzlich befreit ist von UV- und Infrarot-Anteilen. Doch gerade diese Anteile des Sonnenlichts sind, in ihrer zyklischen Variation, wesentlich für das Leben. Insbesondere durch ihre nächtliche Abwesenheit, damit dann all jene Zellreparaturen ermöglicht werden, die erst durch das Licht der Sonne am Tage, vor allem morgens, ihr gesamtes HARMONISIERENDES Potenzial erreichen können. Dumm nur, dass, durch die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten dieser OLEDS bedingt, ihr Licht uns in naher Zukunft überall und jederzeit begleiten wird, ohne dass man einen Schalter dafür betätigen muss, schließlich ist unsere Technologie doch schon so smart, dass sie uns längst auch Beleuchtungsvorlieben von unseren Augen ablesen kann, die umso zahlreicher von Brillen und Kontaktlinsen bedeckt sind, je weniger wir unsere Beziehung zum Sonnenlicht pflegen. So wird uns ihr künstliches Licht so selbstverständlich (er)scheinen, wie das Sonnenlicht. Allerdings nicht nur am Tage drinnen, sondern vor allem in der Nacht draußen und drinnen. Erleuchtete Nächte werden mehr und mehr zur Gewohnheit und Dunkelheit zum Schreckensbild aller technologisch erleuchteten Menschen werden. EINES von immer mehr  Bildern, zu dem inzwischen auch die natürliche Geburt gehört. Die Folge wird sein, dass wir Menschen immer weniger in Resonanz mit dem Leben als Ganzes ticken werden. Zumal wir seit längerem schon nicht mehr ganz richtig, sprich, kohärent ticken.Vielleicht EINER der Gründe, warum etwas Wesentliches uns oft in den Wald zieht.
Technokraten, nicht nur jene in der EU, sind bezüglich des Nicht-richtig-Tickens keine Ausnahme, sondern bereits die gesellschaftstaugliche (DIN-)Norm. Sagt man ihnen, sie sollen ihre LEDS und OLEDS dorthin stecken, wo die Sonne nicht scheint, dann nicken sie nur zustimmend und meinen genau das täten sie doch gerade, des Energiesparens wegen.

Technokraten gehören zum Stammpersonal der Gigamaschinerie, Abteilung Optimierung. Weshalb sie dieses Perpetuum mobile namens Energieeinsparung ersonnen haben. EINE solche Apparatur ist nicht realisierbar? Von wegen!
Wenn der Masse in immer kürzeren Zeitabschnitten weisgemacht werden kann, dass neue Leuchtmittel Energie einsparen, dann sollte man sich fragen, was mit der eingesparten Energie geschieht. Es gibt nämlich gar keine eingesparte Energie, nirgends. Das vermeintlich Eingesparte wird nur anderswo anders zum Einsatz kommen. Zum Beispiel in der Gigamaschinerie, die weitere moderne Leuchtmittel für den globalen Massenmarkt produziert, welche der Masse verkauft werden, wobei diese Masse aber durch den Einsatz dieser Produkte immer weiter degeneriert. Doch keine Sorge, sagen die Experten aus der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, spezialisiert auf Verdunklung des Offensichtlichen, für jedes Symptom moderner Zeiten hat die Gigamaschinerie EINE Lösung parat. Doch auch diese entziehen der Masse weitere Lebensenergie, welche dem Maschinenkomplex zugeführt wird. E = m ⋅ c² … die Formel für EINEN Hunger, der sich selbst nährt und dadurch immer hungrig bleibt. Sag ich doch – EIN Perpetuum mobile.
Offensichtlich ist, dass unser technologischer Fortschritt Lebendigkeit zunehmend als Konkurrenz betrachtet. Es liegt, nicht minder offensichtlich, am Licht, in welchem diese Betrachtung stattfindet.

Gruß Guido

GOLD-DNA
Die Goldene PHI(l)harmonie
Gemeinsam ins Tal
Ich LIEBE meinen Tumor

 

  1. Gerd Zimmermann
    September 4, 2016 um 10:16 am

    Guido

    Licht.

    Licht ist so ein komplexes Thema, dass ES das gesmte Leben, nicht nur hier
    auf der Erde, sondern den gesamten Kosmos betrifft
    .

    Seit Edison die Glühbirne erfunden hat nahm Kunstlicht bahnbrechend Einzug
    in unser Leben. Dem technologischen Fortschritt sei Dank.

    Dann kam der Laser, Lichtleiterkabel und Energiesparlampen.
    An der Kabellosen übertragung von Energie, sprich Licht, wird fieberhaft
    gearbeitet.

    Nun liegt ES aber in der Natur der Dinge, dass man Energie überhaupt nicht
    kabellos übertragen muss, da alle Energie an jedem Ort der Erde ausreichend
    vorhanden ist.

    Mehr zu diesem Thema wenn ich Erfinder werde.
    Meine Erfindungen werden kostenlos sein und der Gemeinschaft zur Verfügung
    stehen. Eigentlich sind ES ja nicht meine Erfindungen, da sie schon von meinen
    Ziehvätern erfunden wurden.

    Kunstlicht, den natürlichen Zyklus von Tag und Nacht aufheben ist doch GEIL,
    so hat man mehr vom Leben.
    Das Leben ist so kurz, da sollte man schon mal Gas geben.
    In so einer Neonnacht sieht die Welt doch viel schöner aus.
    Vor allem die Frauen in wiesser Kleidung, ein paar Drinks dazu und die Erde
    ist rund wie ein Buslenker.

    Der Zeitgeist jedoch, der steht im Schatten, sprich im dunkeln.
    Die Dollarzeichen in seinen Augen so gross wie 25 Fussballfelder.

    Wie sagt der Volksmund, da wo Licht ist, da ist auch Schatten.
    Ich hoffe niemand muss seinen Schatten abgeben wie in Haruki Murakamis
    Roman.

    Wir EINEN entfremden uns von den ANDEREN immer mehr, sprich von der
    EINheit des Lebens.

    Vielleicht liegt ES daran, dass wir vergessen haben was das Leben eigentlich
    ist.
    Sonne, Mond und Sterne führen kein Eigenleben, sie sind eingewoben in das
    kosmiche Orchester.

    Die Goldene Phi(l)harmonie spielt und kein Mensch wird die erste Geige spielen,
    Diese Stelle wird ein Anderer einnehmen.

    Eine Lichtgestalt welche alle Gestalten verkörpert, unsichtbar versteht sich.

    Wir wissen nicht um Licht, noch kennen wir sein Geheimnis.

    Ein bekanntes Geheimnis ist, dass Sonnenlicht für das Leben auf der Erde
    verantwortlich ist.
    ES ist wie beim Kuchenbacken, man benötigt mehrere Zutaten.

    Also man nehme eine Sonne, eine Erde und einen Mond.
    Die Erde muss gut durchwässert sein. Die Hefe mutiert zum Menschen.

    Damit alles gut zusammenpasst bekommt der Mensch eine DNA.
    Diese DNA wird durch das Licht der Sonne beeinflusst.
    DNA arbeitet mit Licht und fertig ist der Kuchen.

    Dann kommt jemand daher, nennen wir ihn Zeitgeist und sagt;
    jeden Tag den gleichen Kuchen , wie langweilig.

    Und er erfindet eine Erfindung, er ersetzt natürliches kostenloses
    Sonnenlicht durch LED Licht.

    Die Menschen sind begeistert, endlich mal ein anderer ein vielfarbiger
    Geschmack und sie sind bereit ihr letztes Hemd für das Neue letzt Stück
    Kuchen zu geben.

    Gruss Gerd

  2. September 4, 2016 um 4:56 pm

    EINE der sich weiter ausbreitenden Lichtmangelkrankheiten ist z. B. der Diabetes, wie bereits an anderer Stelle beschrieben:

    https://faszinationmensch.com/2016/05/02/hey-suesse-ich-hab-kein-problem-mit-dir/

    Wenn die Nahrung nicht mehr zum natürlichen Lichtzyklus passt, zieht es nun mal Probleme nach sich … aber auch hier hat die Gigamaschinerie ja reichlich Produkte zu bieten, um das Problem zu “lösen“. Hauptsache man muss sich als Betroffener nicht mit dem eigentlichen Problem … und eventuellen Umstellungen der gewohnten Lebensweisen … beschäftigen. Auch Google forscht ja fleißig in diese Richtung, nur nicht in Richtung des eigentlichen Problems, weil dessen Lösung dem Konzern keine weitere Energie zuführen würde:

    https://www.eyeglass24.de/blog/wissenswertes/google-contact-lens/

  3. Gerd Zimmermann
    September 4, 2016 um 7:41 pm

    Diabetes und Sonnenlicht habe ich noch nicht im Zusammenhang betrachtet.

    Jetzt könnte ich querdenken und die Photosyntese als Vergleichsmodell
    heranziehen.

    Wir Menschen werden durch Sonnenlicht zwar nicht grün aber braun.

    Leben kommt aus dem Wasser, sagt man.
    Leben ohne Sonnenlicht könnte gar nicht erst entstehen, alle Energie des
    Lebens stammt von der Sonne.

    Schon wieder Energie.
    Was ist diese sogenennte LEBENSENERGIE überhaupt?
    Und woher kommt sie?

    Gruss Gerd

  4. September 5, 2016 um 11:17 am

    Da muss ich wieder mal an das Schlussbild denken, das uns in der Bibel als „Erlösung“ und „Zielpunkt göttlicher Herrschaft“ genannt wird: die restlos von goldenen Kristallmauern umgebene Stadt, die weder der Sonne noch des Monds als Lichtquellen bedarf, denn es ist Gott selbst (das EGO?), der sie erleuchtet: „Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen keiner Leuchte und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit (Offenbarung 22,5).

    Es ist dies das große „innere“ Bild der Menschheit, das in seiner Umwendung in die Außenwelt nun konkret und damit sichtbar wird. Die Vision, die sich in der Innenwelt des menschlichen Kollektivs, des Gesamtbewusstseins (!) 🙂 erhoben hat, konkretisiert sich in der Wirklichkeit als künstliche Elektrizität, als Stromnetz, als LEDs und OLEDs, als technisch-industrieller Moloch. Diese Stadt am Ende der Offenbarung ist das, was den Menschen vorantreibt, auch den östlichen, denn es stimmt ja, wenn Du die östlichen Megametropolen als Lichtorgien beschreibst. Der Mensch imaginiert sich nicht in die Natur, ins Paradies, in den Garten, zurück, sondern er imaginiert sich in diese goldene Stadt hinein, in die man „die Pracht und den Reichtum der Völker“ bringen wird. Das lässt nichts Gutes erahnen, wenn man denn bloß popeliges Mitglied eines der „Völker“ ist.

    Ich frage mich, woher diese Vision kommt. Es ist nicht die Vision eines biologisch-körperhaften Wesens, denn für das Naturhaft-Ungeordnete ist in dieser Stadt kein Platz. Das angeblich lebendige Wasser ist klar wie Kristall. Physikalisch-tote Kristallstruktur, nicht die Winzlebewesen, die naturhaft billiardenfach im Wasser wuseln. Nicht vier Ströme wie im Paradies, sondern nur noch ein einziger. Vielleicht handelt es sich ja gar nicht um Wasser, wie wir es kennen, sondern um einen elektromagnetischen Strom. Rechts und links des Stroms, sauber angeordnet, Bäume des Lebens, die sich nicht mehr an den Naturzyklus halten und mehr an Reproduktionsfabriken erinnern als an „echte“ Bäume, da solche ohne Sonnenlicht ja rasch zugrunde gehen. Was passiert hier also?

    Andreas Weber schlägt vor, die Außenwelt – das, was wir wahrnehmen -, symbolisch-poetisch zu betrachten. In dieser symbolisch-poetischen Wahrnehmung entspricht die Natur unserer Seele, unserem Gefühlsleben, und Artenvielfalt entspricht dem Reichtum unserer Seele. Und immer gibt es Ort, so tief verborgen, dass sie nicht erforscht werden können. Und immer gibt es das Geheimnis, die Überraschung, das Staunen.

    Diese Entsprechung von Innen und Außen, das ist es, was ich zutiefst empfinde.

    In derselben symbolisch-poetischen Wahrnehmung ist die goldene Stadt reiner Geist, reines Bewusstsein. Das Biologisch-Körperlich-Lebendige, das Dunkle und Schmutzige, aus dem wir als Menschen herkommen, ist überwunden. Der Schlamm, das Fleisch und das Blut sind reinen, glänzenden, kristallinen Strukturen gewichen. Es ist derselbe Mythos wie der in der Geschichte von König Midas, der alles, was er anfasst, in Gold verwandelt und dabei verhungert. Die Nacht und der Tod sind abgeschafft und, wie es aussieht, auch die Frau. Es ist der Traum des Transhumanismus. Der Traum des Menschen, der sich über seine Herkunft aus der Natur erhebt und sie hinter sich lässt.

    Du sprichst von DEGENERATION des Menschen und Du hast Recht, wenn Du den Menschen als bios, als körperlich-lebendiges Wesen siehst, das in Stoffwechselkreisläufe eingebettet ist. Der Mensch lebt allem zuwider, was die Weisheit der Natur ihn lehren könnte und wird, als bios betrachtet, wird er von Generation zu Generation schwächer, kränker, unfähiger. Neulich habe ich gelesen, dass heutige Jungs über 20% weniger Körperkraft verfügen als ihre Väter im selben Alter.

    Ich sehe es allerdings nicht als gegeben an, dass der Mensch seinem Wesen nach „bios“ ist. Vielleicht ist Degeneration das falsche Wort. Vielleicht geht es um Umwandlung. Vielleicht waren die Lebewesen, die das Wasser verließen, um an Land zu leben, in den Augen der Fische ebenfalls degeneriert. Die Augen der Fische sind eine Sichtweise, die der Vögel eine andere. Was geschieht wirklich? Ich weiß es nicht.

    Vielleicht besteht das Schicksal des Menschen darin, sich in der Verschmelzung mit dem Feuer in eine intelligente, seelenlose Maschine zu verwandeln. In der symbolisch-poetischen Wahrnehmung ist eben diese Umwandlung zu beobachten, und zwar von allem Anfang an. Deshalb verwandelt sich überall, wo Menschen auftauchen und sich vermehren, die Umwelt. Sie verliert ihren Naturcharakter, das Paradieshafte, und wird zu einer Stadtlandschaft mit weit verzweigten Straßennetzen und quadratischen Ackerflächen der Monotonie. Im Gegenzug, als letztes Aufbegehren unserer einstmaligen Naturhaftigkeit, entstehen Naturparks, die jetzt ausgerechnet durch die Grünen und Ökobewussten gefährdet sind, da diese nun überall in Naturparks ihre doofen Windräder aufstellen müssen und so auch die letzten Rückzugsorte vernichten.

    Ja, die Seele stirbt, um dem Bewusstsein Platz zu machen. Deshalb stirbt die Natur. Vielleicht ist es zu kurz gegriffen, dieses Bewusstsein allein mit dem menschlichen EGO zu identifizieren. Vielleicht gibt es so was wie den „Geist des Feuers“, der in den Menschen Gestalt annimmt, und das und nichts anderes ist die Megamaschine. Dann ist die ganze Entwicklung von einer erschreckenden Folgerichtigkeit. Noch ist der Mensch nicht soweit, der goldenen Stadt seine Seele voll und ganz zum Fraß vorzuwerfen. Noch versuchen viele, wenigstens einen Teil ihrer Seele zu retten.

    Der jetzige Datensammelwahn ist nichts anderes als der Versuch, den Widerständigen auch noch den letzten Teil ihrer Seele zu entreißen. Die Megamaschine lässt sich nicht stoppen. Die Welt verwandelt sich in Stadt und Wüste, in tote Gerippe und Asche, in Einsen und Nullen. Da Feuer immer an sich selbst zugrunde geht, geht vielleicht auch die Megamaschine eines Tages an sich selbst zugrunde. Vielleicht erhält sie sich auch ewig, wie die Vision der goldenen Stadt das vorsieht. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich die goldene Stadt und den Gott, der sie erleuchtet, für den Tod der Seele und damit für den wahren Tod halte. Aber ich sehe keinen Weg, was ich von mir aus tun könnte, um den Fängen des goldenen Molochs zu entkommen. Möglicherweise ist die Sache mit dem Zenit nur ein Trost, an den Du Dich klammerst, weil Du die Möglichkeit, dass der transhumanistische Moloch die Welt übernehmen könnte, nicht ertragen und deshalb nicht zulassen kannst. Ich würde gern an den Zenit glauben, aber mir ist das nicht möglich. Es wäre eine freudige Überraschung, wenn Du Recht haben solltest.

    Wenn Du Recht haben solltest, dann müssten jedoch zuallererst die Religionen mit ihren diesbezüglichen Visionen aus der menschlichen Innenwelt verschwinden. Und das geht nur über die Desidentifikation mit dem Feuer. Der Mensch müsste wieder ein areligiöses Wesen werden. Womit natürlich gleichzeitig die Naturwissenschaften als Kind der Religionen verschwinden würden. Nicht-religiös und nicht-wissenschaftlich: was bleibt vom Menschen dann noch übrig?

    • September 5, 2016 um 9:30 pm

      “ … was bleibt vom Menschen dann noch übrig?“

      Wenn Metamorphose, wie Andreas Weber schreibt, das Fremde im Eigenen ist und im Schmetterling die Raupe nicht mehr ersichtlich ist, bei unverändertem Genom, dann sollte doch EINE ANDERE Welt möglich sein …

      Sicher, der Zenit ist EIN Hoffnungsträger, aber lieber EINE solche Hoffnung, als komplette Resignation und feindliche Übernahme durch den herrschenden Zeitgeist.

      Dein Kommentar ist eine Augenweide und mal wieder Quelle der Inspiration. Beinahe zu aussagekräftig, um hier als Kommentar in der Masse unterzugehen. Wäre einen eigenen Artikel wert …

      • Martin Bartonitz
        September 5, 2016 um 9:59 pm

        Ball gefangen 🙂

  5. Gerd Zimmermann
    September 5, 2016 um 12:26 pm

    @ „die weder der Sonne noch des Monds als Lichtquellen bedarf, denn es ist Gott selbst (das EGO?), der sie erleuchtet: „Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen keiner Leuchte und nicht des Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit (Offenbarung 22,5).“

    Fingerphilosoph

    Aus meiner Sicht ist jedes Wort in diesem Satz wahr, nur lese ich ihn nicht so
    wie er dort geschrieben steht sondern auf meine Art anders.

    Ich lese ihn so und benutze anstatt Gott das Wort Bewusstsein.

    Bewusstsein ist Licht, mit Licht werden alle Dinge geschaffen, ob Sonne, Erde
    oder Kosmos.
    Der Mensch der das göttliche Bewusstsein oder Licht in sich selbst findet, wird
    sich des Kosmos vollkommen bewusst.
    Der Mensch als verkörpertes Bewusstsein kann dieser „Schöpfergott“ selbst sein,
    wenn der Mensch sich selbst erkennt.
    Der Mensch verfügt über Fähigkeiten, da wagt er heute noch nicht in seinen
    kühnsten Träumen zu träumen.
    Von Ewigkeit zu Ewigkeit, Zeit ist in der Wirklichkeit zeitlos.
    Dies muss so sein, da Bewusstsein statisch ist, sprich ES bewegt sich nicht.

    Gruss Gerd

  6. September 5, 2016 um 10:20 pm

    MAN SOLLTE SICH MIT EINFACHEN WORTEN BEGEGNEN UND ,AUSTAUSCHEN UND DANN
    DAS THEMA MIND, ( HEILIGENSCHEIN KUGELFORMEN)UM DEN KOPF,UND DIE HERZ KUGEL ALLES TEIL EINER SEELE,BEIDES ENTWICKLUNGSNOTIG ISTMIT HILFE VIELER LEBEN,DIE ERFAHRUNGEN DARIN ABSPEICHERN DAMIT VOLLKOMMENHEIT
    AN WACHSEN KANN, DANN IST MAN REIF AUF ANDEREN SCHULUNGSPLANETEN FUR DIE NACHSTE SCHULUNGSEBENE, WO MAN UFOS BAUT,INTERSTELLAR REIST,UND JUNGEREN SEELEN AUF JUNGEREN ZIVILISATIONEN AUF DIE BEINE HILFT, SO WIE ES WAR UNTER MAYA,EGYPTEN,UND CHINA,….Ein grosser bogen gespannt alles in einem satz gesagt.darum geht es,dafur sind wir hier, und lernen fur die Seelenausbildung, die die Korper wechselt, so wir wir das hemb jeden tag. grusse gunther

  7. September 5, 2016 um 10:22 pm

    Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

  8. Gerd Zimmermann
    September 5, 2016 um 10:47 pm

    Gunther

    Dein Kommentar gefällt mir.

    Ja, die Erde als eine Art Lernplanet zu betrachten ging mir auch schon mal durch den Sinn.

  9. Gerd Zimmermann
    September 5, 2016 um 10:54 pm

    „Ball gefangen“

    Das Tor scheint immer kleiner zu werden.

    Dies macht ES in Wirklichkeit nicht, ES wird immer Grösser.

  10. Gerd Zimmermann
    September 5, 2016 um 11:13 pm

    @ Guido

    „Wenn Metamorphose, wie Andreas Weber schreibt, das Fremde im Eigenen ist und im Schmetterling die Raupe nicht mehr ersichtlich ist, bei unverändertem Genom, dann sollte doch EINE ANDERE Welt möglich sein …“

    Wie kommst Du auf die Idee, dass zwei verschiedene Lebensformen ein und
    das selbe Genom besitzen?

    Ich betrachte eine Raupe als eine Lebensform.
    Einen Schmetterling betrachte ich als eine andere Lebensform,
    eher so bunt und irgendwie frei.

    Und nun sollen beide das selbe Genom besitzen?

    Ich wünscht ich wäre Biophysiker geworden, ich hätte ES herausgefunden und
    den Nobelpreis erhalten.

    Ich hätte der Welt die Antwort gegeben, warum Raupen fliegen können.

  11. Gerd Zimmermann
    September 6, 2016 um 12:19 am

    Martin

    ich lege Dir diese eineinhalb Stunden ans Herz,
    oder wer sonst noch ein Interesse hat

  12. November 19, 2016 um 10:06 pm
  13. Gerd Zimmermann
    November 20, 2016 um 10:33 am

    „damit man nur ein einzelnes Kabel zur Lampe ziehen muss. “

    Wenn sie mitbekommen, dass es zur Energieübertagung kein Kabel
    braucht, geht auch das Licht wieder an.

  14. Dezember 9, 2016 um 3:50 am

    Nur mal eines von vielen Beispielen, wo wir im Dunkeln tappen, trotz immer mehr Licht:

    http://invidis.de/2014/03/lighting-norwegian-cruise-line-inszeniert-seine-schiffe-mit-led/

    “Besonders die Energieeffizienz der LED-Technologie schätzt Schmees: „Mit jeder neuen Schiffsgeneration setzen wir eine immer höhere Anzahl von LED ein.“ Das spare immer mehr Energie.“

  15. Nobody
    Dezember 9, 2016 um 3:59 pm

    „Nur mal eines von vielen Beispielen, wo wir im Dunkeln tappen, trotz immer mehr Licht:“

    Max Planck Institut für Hirnforschung in Deutschland.
    Immer mehr Licht. Ein Gehirn denkt. Ein Gehirin ist Materie. Ein Atom wurde noch niemals
    gezeigt. Aber ein Atom denkt.So klug möchte ich auch sein.
    Ein Atom existiert nicht, zeige es mir , aber es denket, du bist oberklug.
    Zeige mir was denkt, Atome denken, zeige mir Atome, wie das kannnst du nicht,
    was kannst du dann?
    Du zeigst mir keine Atome aber Bewusstsein im Gehirn. Ein Gehirn besteht nicht aus
    Atomen, zeige mir ein Atom.
    Doppel Nobell. Klatsche .
    zeige mir ein Atom, nicht zwei, ein Atom, zeige mir ein Atom.
    das Kannst du nicht.
    Warum nichcht

  16. Dezember 15, 2016 um 1:33 pm

    Eine der aussagekräftigesten Übersichtsarbeiten hinsichtlich unseres modernen Lebenswandels und des damit einhergehenden Lichtmangels seitens der Sonne:

    https://www.jackkruse.com/reality-3-wake-september-2016-ends/

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