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Sahra Wagenknecht: «Bedingungsloses Grundeinkommen nicht die Lösung»

Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter

Sklave: unwirtschaftlicher Mitarbeiter (Bild: Wikipedia)

Um die Erörterung des Sinns eines Bedingungslosen Grundeinkommens als auch der Arbeit selbst ein wenig am Laufen zu halten, möchte ich einen Beitrag von Marigny de Grilleau bringen:

Schade, dass eine Sahra Wagenknecht auch hier nicht erkennt, dass die Erotisierung des Arbeitsethos, der auch schon unter Hitler erfolgreich war und als reines Herrschaftsinstrument schon immer dem herrschenden Establishment diente, nicht als das entlarvt – was es ist.

Sie will dieses Herrschaftsinstrument „Arbeit“ nicht aufgelöst wissen.

Die Infrastruktur der Bundesagentur für Arbeit mit ihren Vasalleninstituten, die man aus der Zeit des Nationalismus in die westliche Wertegemeinschaft überführt hat, wird ständig weiter ausgebaut und verfeinert. Diese Institutionen sind nicht zum Wohl einer Gesellschaft gedacht, um irgendwann ein Grundeinkommen auszubezahlen, vielmehr um mit juristisch politischem Druck, ergänzt mit der Politik des Hungers – eine entrechtete Dienstbotengesellschaft, Arbeit in sogenannten Wiedereingliederungsmaßnahmen simulieren zu lassen, quasi um das Herrschaftsinstrument „Arbeit“, dass das herrschende Establishment weiter schützt, und stützt zu „perfektionieren“. Das wird unsere Zukunft sein und keine Zukunft, die uns Existenzängste nehmen wird.

Zugegeben: Sahra Wagenknecht möchte da eine etwas humanere Lösung, doch wird sich dadurch nichts an den Verhältnissen ändern – es bleibt eben, wie es ist. Auch das Geldsystem hat sie in der Gänze nicht durchschaut. Und führt hier durch ihre Argumentation ihre Wählerschaft immer wieder aufs Glatteis. Doch ich will jetzt nicht abschweifen, ich möchte zu dem Thema „Arbeit“ Aristoteles, der den Zweck der Arbeit beschrieb und Holger Schatz hier noch einmal zu Wort kommen lassen:

Der Zweck der Arbeit ist für Aristoteles stets die Nicht-Arbeit. Arbeiten, um Arbeit zu sparen. Ein Werkzeug wird erfunden, um die anstehende Arbeit so knapp wie möglich ausfallen zu lassen. Bedeutung gewinnen diese Worte erst, wenn man bedenkt, dass sich heute die Zweck-Mittel-Relation der Arbeit ins genaue Gegenteil verwandelt hat. Heute ist Arbeit immer weniger Mittel, sondern Zweck.

Arbeit findet statt, damit weitere Arbeit stattfindet. Der Ausgangspunkt für Arbeit ist in den seltensten Fällen ein sich aufdrängender Mangel, ein Missstand, irgendetwas also, das zu einer bewussten Entscheidung für den Einsatz von Arbeit führt. Wer schon einmal Jemanden kennengelernt hat, der sich selbstständig machen will, aber noch nicht weiß, mit welcher Idee, dem wird der Gedanke nicht so fern liegen, dass wir letztlich in einer Gesellschaft leben, die einer gigantischen Arbeitserfindungsanstalt gleichkommt.

In einer Fernsehdebatte präsentierte vor nicht allzu langer Zeit der Arbeitsmarktforscher Meinhard Miegel vom Bonner Institut für Wirtschaft und Gesellschaft die an sich sympathische Idee, die Deutschen könnten doch auf eines ihrer liebsten Hobbys, die Gartenarbeit, verzichten. Allerdings, nicht um mehr wilde Gärten oder weniger Rasenmäherlärm, sondern »neue Beschäftigung« zu ermöglichen.

Der langjährige wissenschaftliche Berater des »Bündnis für Arbeit«, Wolfgang Streeck vom Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, argumentiert da schon etwas seriöser, wenn er wie jüngst in einem Gewerkschaftsmagazin für den weiteren Ausbau des Niedriglohnsektors plädiert:

Ob eine Beitragsentlastung geringerer Einkommen dazu führt, dass noch mehr Hamburger gegessen werden, geht den Arbeitsmarktpolitiker nichts an; über Geschmack sollte er nicht streiten. Wer erst politisch klären will, was „gesellschaftlich sinnvolle Tätigkeit“ ist, um dann für diese „Arbeitsplätze einzurichten“ der mag es gut meinen. Das ist aber schon das Beste, was man über ihn sagen kann.

Deutlicher kann die Absurdität eines selbstbezüglichen Systems »Arbeit« eigentlich nicht auf den Begriff gebracht werden. Hauptsache Arbeit. Was, wie und warum gearbeitet werden soll, hat nicht zu interessieren.

Michael Krosta hat das so aus formuliert:

Schade Sahra! Wo ein „Recht“ ist, wird schnell „aus dem Recht eine Pflicht“ und damit ein „wer nicht arbeitet soll auch nicht essen“ und letztlich ein „Arbeit macht frei“!

  1. Ernst Duberr
    Mai 24, 2016 um 10:19 pm

    Die im Artikel genannten Gedanken können wohl nur entstehen , wenn man noch nie wirklich hart gearbeitet hat . Wer harte Arbeit wirklich kennengelernt hat , wird alles tun um sie in Zukunft zu vermeiden . Als Folge werden immer bessere Mittel erfunden ,um Arbeit leichter zu machen . Daß es den oben Erwähnten nicht in den Sinn kommt , daß Arbeit auch Freude und Spaß bereiten kann , ist ein Beweis dafür , daß sie noch nie gearbeitet haben .Es wird wieder eine Diskussion geführt von Menschen , die nicht wissen , was Arbeit ist. Wegen der ständig wachsenden Bevölkerung bei gleichzeitiger Technisierung der Arbeitswelt stehen wir vor der Entscheidung , endlich zu akzeptieren , daß viele Menschen keine Arbeit mehr finden werden .Sie werden nicht gebraucht . Wir müssen uns .fragen was wir mit ihnen machen .Nun gibt es ja schon den Typus Mensch , der Arbeit nicht braucht um glücklich zu sein . Er beschäftigt sich irgendwie, um kein langweiliges Dasein zu führen . Werden wir ihn dafür belohnen , wenn er sich glücklicherweise vom Arbeitsmarkt fernhält , freiwillig verzichtet ?. Werden wir lernen , ihn zu achten , weil er nicht arbeiten will ? Werden wir ihm ein Grundeinkommen zahlen für sein Verzichten auf die von anderen so gewünschte Arbeit ?

    Werden wir endlich aufhören, noch mehr Arbeitslose zu importieren und solche , die wir nie wieder in Arbeit bringen können endlich EXPORTIEREN .Deutschland kann nicht die Arbeitsmarktprobleme der uns umgebenden Völker lösen . Schon gar nicht die Probleme , die völlig arbeitsferne Muslime verursachen . Die Wenigen , die noch beschäftigt werden können , sollen die Lasten für fremde Völkerschaften tragen , bis wir Zustände wie in den Ländern des Orients haben ? Wir sollten überlegen , wie wir die wenige Arbeit gerechter verteilen .Vor Allem aber auf inländische , deutsche Arbeitnehmer .

  2. Martin Bartonitz
  3. Martin Bartonitz
    Mai 25, 2016 um 7:55 am

    Auf Facebook zum Thema:

    Monika Leimbach: Wer bezahlt das Grundeinkommen für uns? Alle die Banken, Regierungen, Eliten der letzten 2 Kriege, die sich auf unsere Kosten bereichert haben! Eine Wiedergutmachung die längst fällig ist und die mit dieser Aktion, wieder normale freundliche Atmosphäre auf diesen Planeten schaffen wird.

    Stephan Erich: Das bedingungslose Grundeinkommen würde nicht nur eine gewaltige Überwachungsbürokratie obsolet machen. Es würde sich auch positiv auf die Wirtschaft auswirken. Anstatt sinnlose Bewerbungen zu vervielfältigen, damit das Jobcenter zufieden ist, würden sich die die einen im bescheidenen Geldsegen einrichten und weiterhin nichts tun. Andere würden sich vermehrt sozialen Tätigkeiten widmen, ohne ständig von einer Behörde verfolgt zu werden. Und der Rest würde nicht mehr die Gewinne von Aldi & Co. steigern, weil es keinen Grund mehr gäbe, Arbeit anzunehmen, von der man ohnehin nicht leben kann.
    Ich sehe das als eine durchweg positive Entwicklung.

  4. Ernst Duberr
    Mai 25, 2016 um 11:09 am

    Das Zahlen eines Grundeikommens ist bestimmt kein Problem . aber was werden die Menschen im Müßigang tun ? Werden sie Ihre Zeit sinnvoll nutzen ? Oder besteht auch die Gefahr . daß sie in jeder Weise VERKOMMEN ? Die schlechten Beispiele sind alle bekannt. Und Menschen ohne die leiseste Form von Lebenskampf ,
    ohne irgendeine Herausforderung ,
    ohne Verantwortung werden mit Sicherheit krank und verkommen . Glaubt man , die bildungsferneren Schichten begeistern zu können für mehr Bildung , für Kultur und soziales Verhalten ?
    Wird man einsehen , daß es Menschen gibt , die in jeder Weise sehr tief stehen , die nicht gefördert und befördert werden können, weil sie ein genetisch bedingtes , asoziales Verhalten zeigen . Einen NEUEN MENSCHEN haben auch die Marxisten nicht schaffen können , einen ÜBERMENSCHEN im Sinne Nietzsches werden wir auch nicht zu sehen bekommen . Wir belügen uns selbst, wenn wir glauben der Mensch könne mit den Segnungen eines bedingungslosen Einkommens zurechtkommen . Diese Menschen werden noch weiter abrutschen in die Tiefen unmenschlicher Abgründe .
    Man sollte einmal nachdenken über den Fall der Brücke am Kwai ( River Kwai ) . Die Offiziere der Engländer in japanischer Gefangenschaft ließen die Brücke ohne Sabotage bauen , weil sie nicht wollten , daß die Männer durch Untätigkeit und Freizeit völlig verkommen !

  5. Th. Körner
    Mai 25, 2016 um 12:57 pm

    Die Wagenknecht hat das Geldproblem schon Verstanden, es geht ihr wie Karl Marx, die fütternde Hand nicht zu beißen.
    Sie weiß genau und am besten das Privates Geld für die ganze Welt den Menschen da hält wo er ist.

  6. Martin Bartonitz
    Mai 25, 2016 um 11:31 pm
    1. Die Herrschaft der toten Arbeit

    Ein Leichnam beherrscht die Gesellschaft – der Leichnam der Arbeit. Alle Mächte rund um den Globus haben sich zur Verteidigung dieser Herrschaft verbündet: Der Papst und die Weltbank, Tony Blair und Jörg Haider, Gewerkschaften und Unternehmer, deutsche Ökologen und französische Sozialisten. Sie alle kennen nur eine Parole: Arbeit, Arbeit, Arbeit!

    Wer das Denken noch nicht verlernt hat, erkennt unschwer die Bodenlosigkeit dieser Haltung. Denn die von der Arbeit beherrschte Gesellschaft erlebt keine vorübergehende Krise, sie stößt an ihre absolute Schranke. Die Reichtumsproduktion hat sich im Gefolge der mikroelektronischen Revolution immer weiter von der Anwendung menschlicher Arbeitskraft entkoppelt – in einem Ausmaß, das bis vor wenigen Jahrzehnten nur in der Science-fiction vorstellbar war. Niemand kann ernsthaft behaupten, daß dieser Prozeß noch einmal zum Stehen kommt oder gar umgekehrt werden kann. Der Verkauf der Ware Arbeitskraft wird im 21. Jahrhundert genauso aussichtsreich sein wie im 20. Jahrhundert der Verkauf von Postkutschen. Wer aber in dieser Gesellschaft seine Arbeitskraft nicht verkaufen kann, gilt als „überflüssig“ und wird auf der sozialen Müllhalde entsorgt.

    „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!“ Dieser zynische Grundsatz gilt noch immer – und heute mehr denn je, gerade weil er hoffnungslos obsolet wird. Es ist absurd: Die Gesellschaft war niemals so sehr Arbeitsgesellschaft wie in einer Zeit, in der die Arbeit überflüssig gemacht wird. Gerade in ihrem Tod entpuppt sich die Arbeit als totalitäre Macht, die keinen anderen Gott neben sich duldet. Bis in die Poren des Alltags und bis in die Psyche hinein bestimmt sie das Denken und Handeln. Es wird kein Aufwand gescheut, um das Leben des Arbeitsgötzen künstlich zu verlängern. Der paranoide Schrei nach „Beschäftigung“ rechtfertigt es, die längst erkannte Zerstörung der Naturgrundlagen sogar noch zu forcieren. Die letzten Hindernisse für die totale Kommerzialisierung aller sozialen Beziehungen dürfen kritiklos hinweggeräumt werden, wenn ein paar elende „Arbeitsplätze“ in Aussicht stehen. Und der Satz, es sei besser, „irgendeine“ Arbeit zu haben als keine, ist zum allgemein abverlangten Glaubensbekenntnis geworden.

    Je unübersehbarer es wird, daß die Arbeitsgesellschaft an ihrem definitiven Ende angelangt ist, desto gewaltsamer wird dieses Ende aus dem öffentlichen Bewußtsein verdrängt. So unterschiedlich die Methoden der Verdrängung auch sein mögen, sie haben einen gemeinsamen Nenner: Die weltweite Tatsache, daß sich die Arbeit als irrationaler Selbstzweck erweist, der sich selber obsolet gemacht hat, wird mit der Sturheit eines Wahnsystems in das persönliche oder kollektive Versagen von Individuen, Unternehmen oder „Standorten“ umdefiniert. Die objektive Schranke der Arbeit soll als subjektives Problem der Herausgefallenen erscheinen.

    Gilt den einen die Arbeitslosigkeit als Produkt überzogener Ansprüche, fehlender Leistungsbereitschaft und Flexiblität, so werfen die anderen „ihren“ Managern und Politikern Unfähigkeit, Korruption, Gewinnsucht oder Standortverrat vor. Und schließlich sind sich alle mit Ex-Bundespräsident Roman Herzog einig: Es müsse ein sogenannter „Ruck“ durch das Land gehen, ganz so, als handelte es sich um das Motivationsproblem einer Fußballmannschaft oder einer politischen Sekte. Alle sollen sich „irgendwie“ gewaltig am Riemen reißen, auch wenn der Riemen längst abhanden gekommen ist, und alle sollen „irgendwie“ kräftig anpacken, auch wenn es gar nichts mehr (oder nur noch Unsinniges) zum Anpacken gibt. Der Subtext dieser unfrohen Botschaft ist unmißverständlich: Wer trotzdem nicht die Gnade des Arbeitsgötzen findet, ist selber schuld und kann mit gutem Gewissen abgeschrieben oder abgeschoben werden.

    Dasselbe Gesetz des Menschenopfers gilt im Weltmaßstab. Ein Land nach dem anderen wird unter den Rädern des ökonomischen Totalitarismus zermalmt und beweist damit immer nur das eine: Es hat sich an den sogenannten Marktgesetzen vergangen. Wer sich nicht bedingungslos und ohne Rücksicht auf Verluste dem blinden Lauf der totalen Konkurrenz „anpaßt“, den bestraft die Logik der Rentabilität. Die Hoffnungsträger von heute sind der Wirtschaftsschrott von morgen. Die herrschenden ökonomischen Psychotiker lassen sich dadurch in ihrer bizarren Welterklärung nicht im geringsten erschüttern. Drei Viertel der Weltbevölkerung sind bereits mehr oder weniger zum sozialen Abfall erklärt worden. Ein „Standort“ nach dem anderen stürzt ab. Nach den desaströsen „Entwicklungsländern“ des Südens und nach der staatskapitalistischen Abteilung der Weltarbeitsgesellschaft im Osten sind die marktwirtschaftlichen Musterschüler Südostasiens ebenso im Orkus des Zusammenbruchs verschwunden. Auch in Europa breitet sich längst die soziale Panik aus. Die Ritter von der traurigen Gestalt in Politik und Management aber setzen ihren Kreuzzug im Namen des Arbeitsgötzen nur umso verbissener fort.

    So beginnt das Manifest gegen die Arbeit

    • muktananda13
      Mai 26, 2016 um 8:23 am

      Absolut korrekt.
      Arbeitssucht und Arbeitsohnmacht sind das Phantom des Materialismus.
      Arbeitsbesessenheit ist ein natürlicher Vorgang , der automatisch dem materialistischen Absolutismus -Grundgedanken einer pur materialistischen gesellschaftsführenden Klasse entspringt , der mittels Gesetze und Werbung die Arbeit als Pflicht und Lebensziel propagiert.

      Arbeit als Manipulationsakt- der Grundgedanke geistigen Verfalls.

  7. muktananda13
    Mai 26, 2016 um 8:33 am

    Es gibt , von der Denkweise her, zwei Arten von arbeitenden Menschen:

    1) man lebt, um zu arbeiten,

    oder

    2) man arbeitet, um zu leben.

    Wobei Arbeit ein KÖNNEN/Dürfen,nicht ein MÜSSEN/Sollen bedeutet- und an sich ein ganz riesengroßes Spektrum an FREIWILLIGEN Aktivitäten darlegt. Solange Arbeit als Pflicht angesehen ,bzw. eingeführt wird, ist sie eine Falle.
    Die höchste ist die rein spirituell-geistige , die mittlere geistig-körperliche und die niedrigste die rein körperliche.

  8. muktananda13
    Mai 26, 2016 um 8:39 am

    Eine Herde Gewicht tragende Esel bleibt selbst beim Grasen und Schlafen ein Herde Esel.

  9. Gerd Zimmermann
    Mai 26, 2016 um 4:25 pm

    @Muktan

    Ein Geist der Arbeit verrichtet.

    Bob der Baumeister schon.

    Es gibt sehr viele Bob’s unter uns.

    Bob der Professor.
    Bob der Doktor.
    Bob der Angestellte.
    Bob der Baumeister
    und
    Bob der Zimmermann

    Ich habe erst spät verstanden das ich die Wahl habe

    Bob die Königin hätte ich zuerst gewählt

  10. Gerd Zimmermann
    Mai 26, 2016 um 4:49 pm

    Es geht auch ohne Poesie ohne das Wesentliche wegzulassen.
    Wasser.

  11. Ernst Duberr
    Mai 29, 2016 um 9:14 am

    Mit Arbeit kann man sich tatsächlich (zeitweise) den ganzen Tag versauen . Für manche ist es tatsächlich besser , den ganzen Tag mit Arbeit beschäftigt zu werden .Andere haben kein Problem damit , den ganzen Tag zu saufen . Sollen sie doch , sollen sie sich tot saufen .Eine einheitliche Lösung ist nicht zu finden. Nutze den Tag wie Du magst . Mach Kinder und vergraule Inder . Oder gehe auf den Markt ( Internet) und rede den ganzen Tag Blödsinn .

  12. Hartmut Ens
    Januar 15, 2017 um 12:30 pm

    Was ist verwerflich daran, wenn man für sein eigenen Lebensunterhalt aufkommt (= arbeitet)?

    Wer arbeitet hat mehr als der der nicht arbeitet, finde ich persönlich nicht unnormal oder gar unmenschlich…

    • Martin Bartonitz
      Januar 15, 2017 um 1:08 pm

      Und da steht die Frage nach der Definition von Arbeit:
      Arbeitet Jemand nicht, wenn er sich um die Bildung seiner Kinder selbst kümmert? Ich kann mir vorstellen, dass hierbei so manche für die Gemeinschaft zuträglichere Erwachsene entfaltet werden.
      Es gibt so viel, was zu tun wäre, nur dass es dafür keine Geld gibt. So könnte der Fluss der Gelder ganz anders gelenkt werden.
      Inzwischen werden 70% aller für Lohn durchgeführte Arbeiten völlig unnütz. Auch hier sollte der neuen Geldfluss für Abhilfe sorgen können.
      Und da gibt es noch viel mehr Potential …

  13. Werner Klee
    Januar 31, 2019 um 7:26 pm

    Die Diskussion um das Thema Grundeinkommen ist etwas eingeschlafen – zu Unrecht, die dem Thema zugrunde liegende Problematik wird mehr und mehr dringlich :
    – Allen Menschen ein Recht auf Leben zugestehen (ein grundsätzlicher humanistischer Ansatz) bedeutet, dass jeder Menschen seine existenziellen Bedürfnisse bedingungslos befriedigen kann.
    – Zur Befriedigung der existenziellen Bedürfnisse muss der Mensch Zugang haben zu den dafür benötigten Ressourcen, welche die Natur unseres Planeten Erde verfügbar macht, und die zum Teil durch menschliche Arbeitsleistung noch veredelt, also für den Menschen in geeigneter Weise nutzbar gemacht werden müssen.
    – Eine bessere Nutzung natürlicher Ressourcen hat der Mensch erreicht durch Arbeitsteilung
    und Austausch von materiellen (Produkte, Lebensraum, Rohstoffe, Energie …) sowie immateriellen (Arbeit, Wissen …) Leistungen.
    – Der Tausch von Leistungen ungleicher Art wird erheblich erleichtert durch die Verfügbarkeit eines universellen Tauschmittels „Geld“. Umgekehrt wird auch der Wert des Geldes definiert durch die Produkte/Leistungen, die dafür im Tausch erwerbbar und verfügbar sind.
    – Unsere Gesellschaft hat sich so organisiert, dass die existenziell benötigten Ressourcen und Leistungen gekauft, also im Tausch gegen Geld erworben werden.

    Die Verfügbarkeit von Geld für jeden Menschen ist also eine Voraussetzung für das jedem Menschen zugestandene Recht auf sein Leben und die notwendige Befriedigung existenzieller Bedürfnis !

    Dies ist die eigentliche Legitimation eines bedingungslosen Grundeinkommens !

    Eine weitere Voraussetzung für die Gewährleistung des Rechtes auf Leben ist die Verfügbarkeit von genügend Ressourcen und Leistungen sowie von Geld für jedermann.
    Dies hat drei Konsequenzen :

    Die Roh-Ressourcen des Lebensraums einer Gesellschaft sind begrenzt, fehlende Ressourcen sind zu erwerben im Tausch mit anderen Gesellschaften, bei denen ein Überfluss besteht. Aber auch die globalen Roh-Ressourcen unseres Planeten Erde sind nicht unendlich, sondern nur begrenzt verfügbar. Dies setzt auch der Bevölkerungszahl und damit dem Bevölkerungswachstum sowohl regional (Lebensraum einer politischen Gemeinschaft) als auch global (Lebensraum aller Gemeinschaften) eine natürliche Grenze.

    2a. Politische Massnahmen innerhalb einer politischen Gemeinschaft dürfen nicht dazu führen, dass die Motivation zur Erbringung existenziell benötigter sowie zur Gewährung eines gewünschten Lebensstandard menschlichen Leistungen (Arbeit) kompromittiert wird.

    2b. Es muss auch genügend Geld für jedermann und damit auch für die gesamte Gemeinschaft verfügbar sein, und dieses Geld muss zudem durch einen Gegenwert von verfügbaren Produkten/Leistungen gedeckt sein (eine Gemeinschaft kann also nicht einfach Geld herstellen, welches nicht durch verfügbare Produkte und Leistungen gedeckt ist, denn dadurch würde das Geld an Wert verlieren in dem Masse, wie die gesamte Geldmenge wächst.

    Ein sinnvoller Ansatz, allen diesen zum Teil gegensätzlichen Anforderungen gerecht zu werden, liegt grundsätzlich in einer bedingungslosen Verfügbarkeit der existenziell benötigten Produkte/Leistungen für jedermann, wobei die Beschaffung der dafür benötigten Geldmittel durch bezahlte Nutzung von natürlichen Ressourcen wird, sowie in der zusätzlichen Belohnung von Leistungserbringung durch Beschafffungsmöglichkeit von Lebensqualität-relevanten Produkte/Leistungen für den Leistungserbringer.

    Das Konzept FINGR (FInanzielle Nutzung der GrundRechte) ist ein Vorschlag zur Lösung dieser zum Teil gegensätzlichen Ziele. Es wird nachstehend zur Diskussion gestellt.

    • Werner Klee
      Januar 31, 2019 um 7:28 pm

      FINGR – FInanzierung der Nutzung der GrundRechte

      Aspekte und Themen:

      Legitimität
      FINGR ist die bessere Alternative zum heute gebräuchlichen Sozialhilfesystem
      (Gründe: viel weniger Aufwand für nicht-Nutzen-generierende Administration und deren Kostenfolge, einfacher, gerechter UND VOR ALLEM VÖLLIG MISSBRAUCHS-RESISTENT)

      FINGR ist sinnvoll !
      (Es entsteht ein Nutzen auch für jene, deren Einkommen über dem FINGR-Betrag liegt – dies ist wichtig, damit das Projekt mehrheitsfähig ist).

      Finanzierbarkeit bzw. finanzielle Machbarkeit und praktisches Konzept des Auszahlungsprozess
      anhand eines fiktiven Modellstaates (der jedoch der Situation in der Schweiz sowie mit einem Faktor ca 10 erweitert in Deutschland nahe kommt)

      Motivation zur Leistungserbringung des FINGR-Bezügers
      (angemessene Lebensqualität soll weiter erarbeitet bzw. verdient werden)

      Auswirkung und Nutzen von FINGR für die verschiedenen Stakeholder-Kategorien :

      gut Verdienende
      „zu wenig“ Verdienende
      Arbeitgeber
      für die FINGR-Administration
      für die staatliche Verwaltung

      Überlegungen zur Höhe des FINGR-Betrages und zum Leistungsumfang (Grundrechte-Nutzung), welche Lebenskosten der FINGR-Bezüger mit diesem Betrag abdecken kann und soll
      (Neben den bereits erwähnten Kosten für Lebensraum und Nahrung sollten m.E. sinnvollerweise auch Energie, Bildung und Gesundheitsversorgung jedermann zustehen, siehe dazu BGR Bedingungslose Grundrechte)

      Überlegungen zur Definition der GrundRechte

      Legitimität :

      FINGR basiert auf den Bedürfnissen, die aus dem in allen menschlichen Gemeinschaften üblichen (bedingungslosen) Recht auf Leben resultieren.
      Das Recht auf Leben setzt die Nutzung von lebensnotwendigen Ressourcen zwingend voraus. (das ist quasi der FINGR-relevante Aspekt des Rechts auf Leben)
      Weil diese Ressourcen nicht einfach so jedermann zu Verfügung stehen, sondern käuflich erworben werden müssen, muss also jedermann, dem ein Recht auf Leben zugestanden wird, zwingend auch mindestens soviel Geld zur Verfügung haben, damit er die lebensnotwendigen Ressourcen erwerben kann.

      Diese Verfügbarkeit von diesen Geldmitteln ist auf 2 Arten möglich:
      a man verdient es sich (im Tausch gegen Arbeitsleistung) selber
      b man verdient nicht genug, dann ist (existenziell) zwingend eine Ergänzung nötig – diese wird aus der Kasse der Gemeinschaft bezahlt.
      Das ist keine Neuerfindung des Projekts FINGR, wir kennen das bereits vom bisher dafür angewandten traditionellen Sozialhilfesystem.
      Bis zu diesem Punkt ist also nicht „Neues erfunden“ worden. FINGR will nun eine bessere Alternative zum heute üblichen Sozialhilfesystem sein, weil es alle Zielsetzungen (Vorzüge) des bisherigen Sozialhilfesystem übernimmt, aber dessen gravierende Schwächen (Administrativ-Kosten, Missbrauchsanfälligkeit) ausmerzt.

      Sinnvoll :

      Der Nutzen für „zu wenig“ Verdienende liegt auf der Hand: die Beschaffungsmöglichkeit und Nutzung der lebensnotwendigen Ressourcen wird bedingungslos gewährleistet.
      FINGR bringt jedoch auch für „Genug-Verdienende“ einen Nutzen, der zwar nicht in einem höheren Geldzufluss liegt, wohl aber in der geringeren Steuerlast, weil die Gemeinschaftskasse von den hohen Aufwendungen für die Administration der Sozialhilfe entlastet wird.
      Hinzu kommt die Tatsache, dass zwar 97 % der Menschen in der Schweiz aktuell einen existenzsichernden Verdienst haben, aber dennoch viele (50 – 70% !) keinerlei Garantien haben, dass sich dieser Zustand nicht irgendwann zum Schlechteren wenden könnte ! Die Sicherheit, in einem solchen Fall wenigstens über den FINGR-Betrag verfügen zu können, ohne der Willkür von Arbeits- und Sozialämtern ausgeliefert zu sein (allein schon der Wegfall des Zwangs zum Formularkrieg, der zwar persönlichen Aufwand, aber keinen verwertbaren Nutzen generiert, ist eine erhebliche Erleichterung und Steigerung der mentalen Lebensqualität !).

      Finanzierbarkeit und Auszahlung :

      Mit diesem Thema MUSS sich das Projekt FINGR auseinandersetzen (das alternative BGE schug Finanzierungskonzepte vor, welche die Stimmbürger nicht überzeugten, ein Steuer-unabhängiges Konzept gab es gar nicht, was den Gegnern die Möglichkeit bot, das Projekt BGE als nicht-autofinanzierbar und damit politisch nicht Mehrheitsfähig bei den Stimmbürgern zu diskreditieren.

      Grundidee: Diese Mittel werden jedem Mitglied der FINGR-Gemeinschaft (JEDEM Bürger) ausbezahlt, ohne dass dafür administrativer Aufwand zur Abklärung der Berechtigung gemacht werden (müssen).

      Die nötigen Geldmittel beschafft sich die FINGR-Kasse (vorzugsweise von der Staatsverwaltungskasse getrennt und unabhängig) mit Einkünften durch eine Nutzungsgebühr für NATÜRLICHEN Ressourcen (PZ Pachtzahlung für exklusives Nutzungsrecht von Grund und Boden, EZ Energiezahlung für das Nutzungsrecht der von der Natur gelieferten Energie, RWZ für das Nutzungsrecht der von der Natur gelieferten Roh-Ressourcen und Wasser) sowie einem Salärzahlungsanteil SZ, welche der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer vom Lohn abzieht (ähnlich wie bei heutigen schweizerischen AHV- und Quellensteuer-Beiträgen) – diese scheinbar umständliche Auszahlung eines Lohnanteils via FINGR-Kasse ermöglicht die Auszahlung des gleich hohen oder leicht höheren FINGR-Betrags an alle Bezüger ohne administrative Abklärung von Berechtigung und Betragshöhe).
      Hinweis: die natürlichen Ressourcen Energie sowie Grund/Boden sind erst für die Menschen nutzbar, wenn sie durch menschliche Arbeitsleistung veredelt (nutzbar gemacht) werden. Die Preise für die Nutzer setzen sich zusammen aus „natürlichen“ Grundkosten und den Kosten für die Veredelung.
      Die Nutzungsgebühr zugunsten von FINGR wird nur auf den Wert des natürlichen Anteils dieser Resssourcen erhoben, der Preis-Anteil für die Veredelung steht selbstverständlich dem Leistungserbringer zu.

      Zur Entlastung der FINGR-Kasse besteht für Bezüger die Möglichkeit, Ihren FINGR-Bezug frreiwillig an die FINGR-Kasse zurück zu geben.

      Hier eine Berechnung, die auf einem fiktiven Modellstaat (der jedoch der Situation in der Schweiz sowie mit einem Faktor ca 10 erweitert in Deutschland nahe kommt)

      Überschlagsmässige Berechnung : (ca Schweizer Verhältnisse)
      Gemeinschaft von 7 Mio Menschen, davon K 22,2% = 1,55 Mio Kinder 0 – 18 Jahre , R 22,2% = 1,55 Mio Rentner 63 – ..Jahre , E 55,5 % = 3,9 Mio Erwachsene 18 – 63 Jahre (erwerbstätig 3,75 Mio , nicht erwerbstätig 0,15 Mio entsprechend 3,6 % Erwachsenen-Erwerbslosigkeit) ;
      Salär Durchschnitt CHF/a 55‘200,
      für Existenz+ nötige Kosten FINGR-Berechtigung : K CHF/a 12‘000 , R CHF/a 20‘000 , E CHF/a 20‘000

      3,9 Mio E 78 Mrd CHF/Jahr , 1,55 Mio R 31 Mrd CHF/Jahr , 1,55 Mio K 19 Mrd CHF/Jahr ;

      Total FINGR-Ausgaben: 128 Mrd CHF/Jahr

      Ansatz Saläranteil-Zahlungen SZ an die Gemeinschaft (statt direkt an den Arbeitnehmer)
      3,75 Mio Saläre , Abzug für FINGR 20’000 CHF /Jahr

      Einnahmen
      – Salärzahlungen SZ der Unternehmen an FINGR-Kasse:
      75 Mrd CHF
      – Einnahmen PZ Grund-Pachtzinsen (Wert des überbauten Landes: 2 Billionen CHF; Pachtzins 3 % )
      60 Mrd CHF
      – Einnahmen EZ aus FINGR-Anteil an den Energiepreisen (20% von geschätzten 50 Mrd CHF)
      10 Mrd CHF
      – Einnahmen RWZ aus FINGR-Anteil an den Energiepreisen (20% von geschätzten 50 Mrd CHF)
      10 Mrd CHF

      Total FINGR-Einnahmen: 155 Mrd CHF

      Gemäss überschlagsmässiger Berechnung mit diesen Zahlen hat FINGR eine Finanzierungsreserve von CHF 27 Mrd CHF , auch mit realen Zahlen wäre also wohl die Finanzierbarkeit in vielen Ländern realistisch ! !
      Nimmt man hingegen für Rentner einen FINGR-Betrag von CHF 55‘000 (oder 75‘000), also für 1,6 Mio Rentner total CHF 88 (120) Mrd , dann übersteigen die Ausgaben von total CHF 200 (230) Mio die Einnahmen deutlich ! !

      Ein Hinweis an dieser Stelle: die Aufhebung der Eigentums von Grund und Boden respektive dessen Ersetzung durch ein Grundpacht-System wird mir Sicherheit selber zu einem Diskussionsthema werden. Hier sind die folgenden Überlegungen hilfreich:
      3.1. Grund ist eine natürliche Ressource, die in ihrer unveredelten Form grundsätzlich von der Natur (und nicht durch eine menschliche Leistungserbringung) zur Verfügung gestellt wird und deren Nutzung daher allen zusteht. Die Pachtvereinbarung erlaubt nun dem Pächter die exklusive Nutzung dieses Grundstücks, und dafür muss er alle jene, welche zu seinen Gunsten auf eine Nutzung ihrerseits verzichten, in geeigneter Form entschädigen !
      3.2. Grund-Pacht verschafft dem Pächter dieselben Rechte wie Grundeigentum dem Eigentümer – der einzige Unterschied liegt darin, dass die Gegenleistung für das Recht der exklusiven Nutzung des Grundes nicht durch eine einmalige, sondern durch eine wiederkehrende Zahlung (= Vergütung zugunsten aller, die dem Pächter dieses Recht auf exklusive Nutzung zugestehen) zu erbringen ist. Und es ist doch ganz einfach nur logisch, dass diese Fortsetzung des Zugeständnis des exklusiven Nutzungsrecht eben auch nach einer Fortsetzung der Gegenleistung verlangt !
      3.3. FINGR will keineswegs die Grundstückbesitzer einfach ersatzlos „enteignen“, ein solches Ansinnen wäre niemals politisch mehrheitsfähig. Einem Grundstückbesitzer, der für sein Grundstück bezahlt hat, ist diese Zahlungsleistung voll auf seine Pachtzahlungsschuld anzurechnen. Konkret: wenn der Pachtzins mit 3% des Kaufpreis definiert wird, dann wird der Eigentümer zwar zu einem Pächter, aber er hat mit der Zahlung des Kaufpreises quasi die Pacht für eine Dauer von 33 Jahren (gem. Zinseszinsrechnung ca 25 Jahre) bereits bezahlt.
      3.4. Wie bei allen Ressourcen setzt sich der Preis von Grund und Boden sowie von Energie aus einem Wert der natürlichen Ressource (die allen gehört) und dem Wert der Arbeitsleistung, die individuell gegen Entlöhnung erbracht wird und zur Nutzbarmachung und Veredelung nötig ist. Für die Energie wird der FINGR-Anteil nur auf den Wert der natürlichen Ressource erhoben, und dieser wird mit 10 % des bezahlten Preis veranschlagt.
      3.5. Wer sich die Anschaffung eines Eigenheims oder eigene Räumlichkeiten für die Arbeit nicht leisten kann oder will, kann weiterhin solchen Raum mieten. Der Mieter kann auch später den benutzten Raum erwerben, er hat ein Recht, diesen vom Vermieter jederzeit zu geregelten Konditionen zu kaufen.

      Motivation des FINGR-Bezügers zur Leistungserbringung :

      Ergänzung der verfügbaren Geldmittel zwecks Erreichen/Erhalten des bisherigen Lebensstandards anstelle eines minimalen (gerade mal Existenz-sichernden) Lebensstandards !
      Existenz-Sicherung wird damit zur Aufgabe der Gemeinschaft, aber Erhaltung der gewohnten Lebensqualität durch Leistungserbringung ist weiterhin Aufgabe jedes Einzelnen.

      Praktische Auswirkungen und Nutzen von FINGR :

      auf gut verdienende Lohnabhängige :

      Das Einkommen bleibt gleich. Nutzen: weil die Sozialhilfe noch aus der Steuerkasse bezahlt werden muss, wird die Steuerlast sinken. Einziger Effekt: der Zahlungs-eingang des Salärs (Entlöhnung/Belohnung für die erbrachte Arbeitsleistung) auf das Bankkonto erfolgt durch 2 statt nur durch 1 Zahlung (bisher nur voller Salärbetrag vom Arbeitgeber, neu ein um den FINGR-Betrag reduzierte Zahlung vom Arbeitgeber plus FINGR-Betrag durch die FINGR-Kasse). Das Eikommen erhöht sich um die Differenz FINGR-Betrag minus FINGR-Salärabzug.

      auf schlecht verdienende Lohnabhängige (Einkommen weniger als FINGR-Abzug , oder sogar 0) :

      der Arbeitgeber bezahlt das gesamte Salär an die FINGR-Kasse, keine Zahlung vom Arbeitgeber auf das Konto des Arbeitnehmers, der aber dafür den vollen FINGR-Betrag erhält – also unter dem Strich Nutzen durch mehr als der Lohn für die geleistete Arbeit, und damit genug zur Bestreitung der existenziellen Kosten.

      auf die Arbeitgeber :

      Der Arbeitgeber bezahlt das vereinbarte Salär minus FINGR-Abzug auf das Konto des Arbeitnehmers und den FINGR-Abzug an die FINGR-Kasse. Prinzipiell ändert sich für ihn überhaupt nichts, ausser dass er statt wie bisher einen zum Salär proportionalen Betrag nun neu einen fixen FINGR-Beitrag für jeden Angestellten bezahlt. Für Angestellte, die weniger verdienen als der FINGR-Abzug, wird deren volles Salär an die FINGR-Kasse einbezahlt, eine Zahlung auf das Konto des Angestellten entfällt.

      auf die FINGR-Administration :

      der FINGR-Kasse fliessen die Pachtzinsen, die Ressourcennutzungs-Zahlungen und die FINGR-ABZÜGE der Arbeitnehmer-zu – dafür ist nur ein minimaler administrativer Überwachungsaufwand nötig. Zahlungen erfolgen automatisch, an jeden Staatsbürger gleich viel – auch hier wird Nutzen generiert durch vernachlässigbar geringen administrativen Aufwand sowie Personalkosten, und vor allem durch den völligen Wegfall der aufwendigen und kostenintensiven Massnahmen gegen Missbrauch entfallen !

      auf die staatliche Verwaltung :

      das Projekt FINGR ist eigentlich nichts anderes als ein Business Process Reengineering für den Prozess „Sozialhilfe-System“ mit dem Ziel und Nutzen, die administrativen und personellen Kosten ganz massiv zu senken und die Missbrauchs-Anfälligkeit des Prozess völlig zu eliminieren – und das Resultat dieser Process Reengineerings ist dann eben ein kostengünstiges, effizientes und Missbrauchs-resistentes überarbeitetes Sozialhilfe-System, welches FINGR heisst.

      Überlegungen zur Höhe des FINGR-Betrags und zum Umfang der Leistungen, deren Kosten mit FINGR abgedeckt werden sollen :

      FINGR dient zur Existenzsicherung ! Der Betrag sollte also dafür ausreichend sein, er soll aber ausdrücklich NICHT einen gehobenen Anspruch an Lebensqualität finanzieren, denn diese Kosten sind durch den Verdienst aus eigenen Leistungen zu bezahlen.
      Eine Gemeinschaft kann grundsätzlich mit Mehrheitsbeschluss selber bestimmen, welche Leistungen als existenziell zwingend notwendig und damit FINGR-Betrags-relevant sind. Wird dieser Betrag auf 0 festgelegt, dann entspricht das faktisch einer Aberkennung des bedingungslosen Rechts auf Leben resp. lebensnotwendige Ressourcen. Wird umgekehrt ein Betrag so hoch veranschlagt, dass auch die ausgefallensten individuellen Ansprüche bezahlt werden können, dann entfällt der Anreiz zur Aufbesserung der eigenen finanziellen Möglichkeiten durch Verdienst aus eigener Leistungs-erbringung, und damit sind dann letztlich die Produkte und Dienstleistungen gar nicht mehr verfügbar, weil niemand sie bereitstellt (Situation ähnlich kommunistisches Osteuropa des letzten Jahrhunderts). Es ist wichtig, diese Betragshöhe so zu optimieren, dass FINGR finanzierbar bleibt UND für den Einzelnen die Möglichkeit erhalten bleibt, einen möglichst hohen Lebensstandard durch eigene Leistungserbringung zu generieren (ohne dass der Nachbar „den gleichen Lebensstandard hat, obwohl der dafür keinen Finger krumm macht und nur auf der faulen Haut liegt“) !

      Überlegungen zur Definition der GrundRechte

      Jedermann hat ein Anrecht, sich die Nutzung seiner Grundrechte leisten zu können – soweit mein Credo.
      FINGR ist ein Vorschlag zur Finanzierung dieser BGR (Bedingungslose GrundRechte).

      Die 10 Bedingungslosen GrundRechte :
      – Lebensraum/Wohnraum/Arbeitsraum
      – Lebensmittel/Nahrung
      – Energie
      – Gesundheitsversorgung
      – Bildung
      – Zugang zu Kommunikationsmittel
      – Freiheitsrechte, die verantwortungsbewusst zu nutzen sind
      (umfasst freie Wahl des Wohn- und Aufenthaltsortes, der Aufenthaltsort-Veränderung (Mobilität) und der Mobilität-Mittel, des Berufs, der Gestaltung von Lebensgemeinschaften, der Meinung und Meinungsäusserung*, der gesundheitsfördernden Mittel und Massnahmen, der Gestaltung des eigenen Lebens* etc.)
      – Persönlichkeitsrecht
      – Sicherheit vor Rechteverletzung
      – Politisches Mitentscheidungsrecht
      (Mitentscheidung in gesellschaftspolitischen Fragen, die einen betreffen, sowie Recht auf optimale Vertretung der legitimen persönlichen Interessen)

      Die ersten 4 Genannten sind existenzielle Rechte, die weiteren sind Rechte auf eine zeitgemäss angepasste Lebensqualität.
      Die Limiten der BGR sind so zu vereinbaren, dass gleiche BGR für alle Mitglieder einer Gemeinschaft (einige davon für Gemeinschaft aller Menschen) gewährleistet sind.
      Wenn Rechte zu einem Zielkonflikt führen, ist nach ethischen Grundsätzen eine Güterabwägung vorzunehmen und das höherwertige Recht zu priorisieren.

  14. Februar 1, 2019 um 4:58 pm

    @ danke Ernst Duberr. Die Leute kaufen jetzt schon nur Müll und Ramsch und Kitsch. Die halben Geschäfte sind mit Plunder vollgeräumt, und dieser Kram wird auch noch gekauft! Was werden die Leute erst kaufen, wenn sie noch mehr Zeit haben und „nichts zu tun“? Die wissen doch nicht mal, wie viele Beine ein Huhn hat. Von Tuten und Blasen keine Ahnung und ab Freitag Mittag in den Einkaufszentren unterwegs. Wo gehen denn die noch spazieren oder eine Wanderung machen? Bald wissen die auch nicht mehr was, 3D ist, weil sie nur in die Tablets und Bildschirme starren! Grundeinkommen ist NICHT die Lösung!

  15. Februar 1, 2019 um 5:00 pm

    Ach ja, wieviel Beine hat ein Huhn noch mal? Schnell mal googeln! Siehste?

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