Startseite > Gesellschaft > Und noch so eine Verschwörung: Panama Papers … wem nützt es?

Und noch so eine Verschwörung: Panama Papers … wem nützt es?

… Die USA haben es also nicht nur geschafft, den Rest der Welt zu zwingen, ihnen bei der Jagd auf eigene Steuersünder zu helfen, sondern den übrigen Staaten der Welt auch noch deren Steuersünder abspenstig gemacht und so für den Zustrom riesiger Summen ins eigene Land gesorgt. Damit haben sie zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Sie haben die Konkurrenz empfindlich geschwächt und dazu beigetragen, dass der Zustrom von Milliarden von Dollar ins eigene Land die eigene Zahlungsbilanz aufbessert und den kränkelnden Dollar – zumindest vorübergehend — stützt.

Warum dann aber noch die Veröffentlichung der „Panama Papers?“

Mit Hilfe der „Panama Papers“ wird nun dieser Strom noch zusätzlich befördert, und zwar durch die Zurückhaltung von Informationen: Welcher Ultrareiche und welcher Politiker weiß schon, ob er nicht auch noch in irgendeiner Liste auftaucht? Was wird er tun, um seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen? Vermutlich wird er sein Vermögen so schnell wie möglich in das neue Steuerparadies USA transferieren…

Und ganz nebenbei dienen die „Panama Papers“ auch noch dazu, bisher nicht belastete unliebsame Politiker und Konkurrenten auf dem Finanzmarkt unter Druck zu setzen, denn von einem kann man wohl ausgehen: Die Zahl führender Persönlichkeiten, die angesichts der angekündigten Veröffentlichung zusätzlicher Informationen derzeit gut schlafen können, weil sie sich in der Vergangenheit nichts haben zuschulden kommen lassen, dürfte sich in Grenzen halten.

Fundstelle: Was steckt hinter den “Panama Papers”?

  1. April 15, 2016 um 7:57 am

  2. April 15, 2016 um 8:12 am

    „Es ist schon beeindruckend, welche Hyperaktivität die Bundesregierung plötzlich entfaltet. 10-Punkte Plan, Forderungen nach „weltweiter Transparenz“ und Verbot von Briefkastenfirmen. Es ist wirklich bemerkenswert, wie Sie versuchen, die Öffentlichkeit für blöd zu verkaufen. Wollen uns ernsthaft weismachen, dass sie erst durch die Panama Papers entdeckt haben, dass Briefkastenfirmen zur Steuerhinterziehung, Geldwäsche und für andere kriminelle Handlungen missbraucht werden? Während die Regierung hier den Robin Hood im Kampf gegen die großen Steuerhinterzieher gibt, hat sie real alles dafür getan, dass die Geldwäsche- und Steuerhinterziehungsmafia auch in Zukunft völlig unbehelligt ihren dunklen Geschäften nachgehen kann.“

  3. Ernst Duberr
    April 15, 2016 um 10:48 am

    Völlig egal das Ganze ! Die Reichen rauben sich von unten nach oben aus . Beim Normalbürger ist bald nichts mehr zu holen und man muß jetzt die nächste Vermögensschicht abfressen . So wird es weiter gehen , bis man nur die kleine Horde von Millionären hat , die man braucht , um genügend Strohmänner für die Verwaltung der gigantischen Vermögen vorzuhalten . Die Riesenkrake wird unsichtbar bleiben .Und das Volk darf sich freuen , endlich wird etwas gegen die Parasiten unternommen . Die Riesenkrake hat entschieden : Es gibt einfach zu viele Kleinmillionäre .Wunderbar beschrieben in den leider ungelesenen PROTOKOLLEN d. W. Z.

  4. muktananda13
    April 15, 2016 um 4:29 pm

    1% der Weltbevölkerung besitzt 99% der Weltgelder; d.h.,99% der Weltbevölkerung kämpft täglich für einen Anteil von 1% … ist das nicht ein Stück Gerechtigkeit innerhalb der Vergänglichkeitsoase?…

    …selbst diese könnte glückversprechender gestaltet werden…

  5. tulacelinastonebridge
    April 15, 2016 um 9:32 pm

    Die Parabel vom Mann in der Wüste

    Ein Mann verirrte sich in einer Wüste. Tags und nachts irrte er umher. Wie lange braucht man, um zu verhungern und zu verdursten? Das überlegte er sich beständig. Er wusste, dass man länger ohne Nahrung leben kann, als ohne etwas zu trinken. Die unbarmherzige Sonnenglut hatte ihn bald ausgedörrt. Er fieberte. Wenn er erschöpft ein paar Stunden schlief, träumte er von Wasser, von Orangen und Datteln. Dann erwachte er zu schlimmerer Qual und taumelte weiter. 



    Da sah er in einiger Entfernung eine Oase. Aha, eine Fata Morgana, dachte er. Eine Luftspiegelung, die mich narrt und zur Verzweiflung treiben wird, denn in Wirklichkeit ist gar nichts da.

    Er näherte sich der Oase, aber sie verschwand nicht. Er sah sie im Gegenteil immer deutlicher: die Dattelpalmen, das Gras und die Felsen, zwischen denen eine Quelle entsprang.
    Es kann natürlich auch eine Hungerfantasie sein, die mir mein halb wahnsinniges Hirn vorgaukelt, dachte er. Solche Fantasien hat man ja in meinem Zustand. Natürlich – jetzt höre ich sogar das Wasser sprudeln. Eine Gehörhalluzination. Wie grausam die Natur ist! Mit diesem Gedanken brach er zusammen. Er starb mit einem lautlosen Fluch auf die unerbittliche Bösartigkeit des Lebens.



    Eine Stunde später fanden ihn zwei Beduinen.

    „Kannst du so etwas verstehen?“ sagte der eine zum anderen.
    „Die Datteln wachsen ihm ja beinahe in den Mund – er hätte nur die Hand auszustrecken brauchen. Und dicht neben der Quelle liegt er, mitten in der schönen Oase – verhungert und verdurstet. Wie ist das nur möglich?“ 


    „Es war ein moderner Mensch“, antwortete der andere Beduine, „er hat es nicht für möglich gehalten.“



    Parabel von Kadidja Wedekind

    • muktananda13
      April 16, 2016 um 7:19 am

      Spitzenmäßig…

    • luna
      April 17, 2016 um 2:34 pm

      Ein moderner Mensch? Ich würde eher sagen, ein dummer Mensch.

  6. tulacelinastonebridge
    April 15, 2016 um 9:47 pm

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