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Arbeitsteilung als Ursache für überschießende Aggression

Arbeitsteilung von Charly Chaplin parodiert …

Der Blogger-Kollege fingerphilosoph hat einen bedenkenswerten Artikel auf seinem Blog veröffentlicht, den er mir erlaubt hat, auch hier noch Mals zu bringen. Geht es doch um ein wichtiges Thema: Woher kommt unsere Aggressivität und damit unsere Kriege? Stellt sich die Frage, ob das Bewusstsein über die Zusammenhänge ausreichen würden, keine Kriege mehr anzuschieben. Aber lest selbst:

Arbeitsteilung als Ursache für überschießende Aggression

Seit es Menschen gibt, soll es ungefähr 15.000 Kriege mit geschätzten 3,5 Milliarden Toten gegeben haben. Das heißt: bei 100 Milliarden Menschen, die insgesamt gelebt haben, wäre in der Vergangenheit jeder 30. durch Krieg und Gewalt umgekommen. Im 20. Jahrhundert starben 100 bis 185 Millionen Menschen in weit über 100 Kriegen. Was den Zeitraum nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute betrifft, wird von mindestens 25 Millionen Kriegstoten ausgegangen. Wie fragwürdig solche Zahlenspiele auch immer sein mögen, geben sie doch wider, womit wir es zu tun haben, wenn von menschlicher Aggression die Rede ist.

Mich beschäftigt immer wieder die Frage nach dem Ursprung dieser Aggression, für deren Ausmaß es im Tierreich keine Entsprechungen gibt. Natürlich verhalten sich auch Tiere aggressiv und Gewalt ist durchaus ein Erfolgsrezept der Evolution, wenn auch kein häufig angewandtes. Dennoch sprengt die Aggression, wie sie beim Menschen zutage tritt, diesen “natürlichen” Rahmen bei Weitem.

Die Sonderrolle des Menschen wird häufig mit dem Zivilisationsprozess in Verbindung gebracht. So behauptet Erich Fromm, dass die Kriegslust mit der Zivilisation zugenommen hat und macht dafür den Besitz verantwortlich. Je mehr Besitztümer es zu erwerben und zu verteidigen gibt, desto größer werden nach Fromm in einer Gesellschaft Habgier, Hass und Neid. Tatsächlich gibt es einige egalitär organisierte, unspezialisierte und “unzivilisierte” Jäger- und Sammlergesellschaften, die so friedlich wie Bonobos zusammenleben, wozu beispielsweise verschiedene Pygmäenstämme in Zentralafrika gehören.

Umgekehrt wird jedoch genauso behauptet, dass der Zivilisationsprozess den Menschen friedlicher mache, als er von Natur aus ist. Auch diese Aussage kann mit Zahlen belegt werden. Die höchsten Homizidraten gibt es ebenfalls in von der Zivilisation relativ unberührt gebliebenen Jäger- und Sammlerkulturen. Bei den !Kung in der Kalahari beträt sie 30 bis 50 pro 100.000 im Jahr, bei Urvölkern in Papua-Neuguinea oder im Amazonas sogar 100 bis 550. Im Vergleich dazu kommt Deutschland auf gerade mal 2 pro 100.000 und sogar die USA samt ihrem Waffenkult schaffen auch nicht mehr als 10 pro 100.000 im Jahr.

Merkwürdigerweise scheint beides zu stimmen: der Zivilisationsprozess macht die Menschen einerseits friedlicher und andererseits kriegerischer. Was kann man mit einer solchen Aussage also anfangen?

Was die friedlichen Jäger und Sammler betrifft, ist mir folgendes aufgefallen: Es sind sehr kleine Gruppen, die selten mehr als 50 Personen umfassen. In aller Regel handelt es sich um den Zusammenschluss mehrerer Kernfamilien aus Eltern und Kindern, die untereinander alle mehr oder weniger blutsverwandt sind. Gleichzeitig gibt es keine Arbeitsteilung, die den einen vom anderen existenziell abhängig macht. Frauen gehen mit auf die Jagd, Männer gehen ebenfalls sammeln, und jeder bis auf die kleinsten der Kinder ist in der Lage, für sich selber zu sorgen. Statt einer existenziellen gibt es bloß eine rituelle Arbeitsteilung wie den gemeinsamen Bau einer Hütte für Gemeinschaftszwecke. Dem Individuum kommt eine höhere Bedeutung als der Gemeinschaft zu. Mit zunehmender Bevölkerungsdichte wird diese unorganisierte, unspezialisierte Lebensweise dauerhaft unmöglich.

Jäger- und Sammlergesellschaften, in denen das Individuum einer wie auch immer organisierten Gemeinschaft untergeordnet wird,  sich also dem Gruppenzwang beugen muss, sind in aller Regel nicht friedlich. Sie werden umso kriegerischer, je weiter die soziale Organisation und der technische Fortschritt voranschreiten.

Ich glaube, dass es weniger der Besitz ist, welcher Menschen aggressiv macht, als vielmehr dieexistenzielle Abhängigkeit von anderen. Wenn mein Leben davon abhängt, dass ein anderer die übernommene Aufgabe ordentlich erfüllt, habe ich das Bedürfnis, mich in das Leben des Anderen einzumischen und zu kontrollieren, ob er seine Aufgabe auch wirklich gut erledigt. Wenn das, was ich beim Anderen sehe, nicht mit meinen Erwartungen korrespondiert, fange ich an, den Anderen zu belehren. Schließlich hängt für mich ja einiges davon ab. Durch Arbeitsteilung entsteht wechselseitige existenzielle Abhängigkeit und diese Abhängigkeit ist wiederum die Ursache für Gruppenzwang, verbunden mit Ängsten und den daraus resultierenden Kontrollmechanismen. Kommt als weiterer entscheidender Faktor hinzu, dass existenzielle Abhängigkeit sehr leicht als Machtmittel missbraucht werden kann. Das weiß und fürchtet jeder.

Die Arbeitsteilung, die letztendlich zu existenzieller Abhängigkeit vom Anderen respektive der Gruppe führt, scheint vor ungefähr 40.000 Jahren aufgekommen zu sein. Das Verhältnis vom Individuum zur Gruppe verkehrte sich. Das Individuum musste sich jetzt der Gruppe unterordnen, die das Verhalten des Einzelnen kontrollierte. Wer sich nicht adäquat verhielt, wurde aus der Gruppe ausgestoßen. Die durch den Gruppenzwang entstehende Aggression konnte aufgrund der gleichzeitigen existenziellen Abhängigkeit innerhalb der Gruppe nicht mehr ausgelebt werden und wurde deshalb vorzugsweise an anderen, das heißt fremdenGruppen abreagiert.

Ein Großteil überschießender menschlicher Aggression ist auf diesen gruppendynamischen Effekt zurückzuführen. Existenzielle Abhängigkeit macht nicht friedlich, wie der Buddhismus behauptet, sondern ganz im Gegenteil aggressiv.

Der Zivilisationsprozess bringt nicht nur die Menschen untereinander in zunehmende existenzielle Abhängigkeit, sondern führt auch zu einer Vergrößerung der jeweils interagierenden Gruppen. Wo Arbeitsteilung stattfindet, werden aus Gruppen mit fünfzig Mitgliedern schnell welche mit hundert oder zweihundert. Mit Arbeitsteilung geht Spezialisierung einher und wo Spezialisierung stattfindet, wird, um alle Bedürfnisse decken zu können, Lebensnotwendiges getauscht und gehandelt, wodurch neue Abhängigkeiten entstehen.

Der zweite Quantensprung in Sachen existenzieller Abhängigkeit vollzog sich zusammen mit der Agrarisierung, die den Menschen die Möglichkeit eröffnete, erstmals in Städten zu wohnen und große Volksstämme zu einer Einheit zusammenzuschließen. Bezahlt wurde dieser Schritt mit einer weiteren Entmachtung des Individuums, das sich fortan damit begnügen musste, bloß einen Beruf auszuüben und von vielen anderen Berufsgruppen und der dabei entstehenden Verwaltung existenziell abhängig zu werden.

Die Geschichte der Menschheit lässt sich lesen als Prozess, der immer größere Gruppen von Menschen in existenzielle Abhängigkeit voneinander bringt. Die dabei entstehenden Aggressionen können innerhalb dieser Verflochtenheit jedoch nicht abreagiert werden. Wenn irgendwo eine Gruppe ausgemacht wird, die nicht in das eigene Netzwerk gehört, kommt es zu einer explosionsartigen Entladung der angestauten Aggressionen, die Kriege eskalieren, und werden umso brutaler und zerstörerischer, je höher das angestaute Aggressionspotenzial ist.

In der Vergangenheit hat dieses Muster ganz gut funktioniert. Diese Entwicklung kommt jedoch mit der Bildung einer Weltgemeinschaft an ihr Ende. In diesem Fall gibt keine fremden Gruppen mehr, an denen sich die gruppendynamisch angestauten Aggressionen entladen können. Wenn absehbar ist, dass es nur noch eine einzige große Gruppe gibt, muss sich die in der Gruppe entstehende Aggression über den Umweg der Organisationsstruktur letztendlich gegen die Gruppenmitglieder selbst richten. Hierin haben der Krieg gegen den Terrorismus und die zunehmende Überwachung durch den Staat ihre Wurzeln.

Wieso scheint die Welt dann im Laufe dieses Zivilisationsprozesses trotzdem friedlicher zu werden?

Den Quantensprung in Sachen Frieden haben wir vor allem dem technischen Fortschritt zu verdanken, wiewohl ein oberflächlicher Blick gerade das Gegenteil suggeriert. Schließlich hatten neue Waffen und -systeme bis zum Bau der Atombombe gegenüber den vorhergehenden ein immer noch größeres Vernichtungspotenzial und die großen Kriege der jüngsten Vergangenheit haben weitaus mehr Tote gefordert als die großen Kriege in weiter zurückliegenden Jahrhunderten. Dennoch ist es so, dass gerade die Existenz der Atombombe bis heute den nächsten großen Krieg verhindert hat. Das “Gleichgewicht des Schreckens” funktioniert also. Zumindest bis jetzt.

Aber technischer Fortschritt bewirkt in Sachen Friedfertigkeit noch mehr. Wohlstand ist eine Folge technischen Fortschritts, und Menschen, denen es materiell gut geht, sind nun mal bequemer und friedlicher als solche, die ums nackte Überleben kämpfen müssen. Dass es in Ländern mit den größten Unterschieden zwischen Arm und Reich auch die meiste Gewalt und die meisten Morde gibt, liegt eben daran, dass hier noch ums nackte Überleben gekämpft wird. Wenn es einer Gesellschaft in materieller Hinsicht gut geht, fühlen sich die einzelnen Mitglieder unabhängiger voneinander. Das befreit und macht friedlich.

Zudem verlagert sich die existenzielle Abhängigkeit in der modernen Gesellschaft zunehmend auf technische Errungenschaften, die vielen zuverlässiger erscheinen als Menschen mit ihren Launen, ist die Technik doch im wahrsten Sinne des Wortes “selbstlos” und leichter den eigenen Erfordernissen anzupassen. Das Vertrauen in die Technik mildert Ängste ab. Bei manchen löst die Abhängigkeit von einer selbstgeschaffenen Technologie auch Unruhe aus, deshalb sind Veränderungen, die auf Technik zurückgehen, häufig das Thema erregter Diskussionen: Klimawandel, Peak Oil, Ozonloch, Vermüllung der Meere und was es sonst noch alles so gibt.

Letztendlich weiß der einzelne Mensch in der heutigen modernen Welt jedoch gar nicht mehr, von was und wem er nun tatsächlich abhängig ist. Was dann bleibt, ist höchstens ein diffuses Unbehagen als Ergebnis einer zersplitterten Aggression, der jede Richtung fehlt. Aus Aggression wird dann Depression, was durch den exorbitant steigenden Verbrauch von Antidepressiva bestätigt wird.

Wo Wohlstand herrscht, können die Menschen mehr Zeit damit verbringen, sich zu bilden. Auch das dient dem Prozess der Befriedung. Gebildete Menschen, die Handel treiben oder über Ideen diskutieren, neigen weniger zu roher Gewalt als ungebildete, die in ihrem Gegenüber hauptsächlich den Konkurrenten um lebensnotwendige Güter sehen. Die Aggression nimmt subtilere Formen an, wird beispielsweise in Form eines Wirtschaftskriegs ausgetragen.  Bildung im Verbund mit technischen Errungenschaften wie Buch, Fernsehen, Computer tragen überdies dazu bei, dass angestaute Aggressionen nicht direkt an den Mitmenschen, sondern in virtuellen Räumen abreagiert werden. Das führt wiederum dazu, dass grausame Traditionen verringert oder sogar ganz abgeschafft werden.

Im Mittelalter hat sich das Volk beispielsweise an öffentlichen Hinrichtungen belustigt, und je grausamer diese waren, desto mehr fühlten sich die Schaulustigen davon angezogen. Sogar Kinder wurden zu solchen Veranstaltungen mitgeschleppt. Folter, Sklaverei, Verfolgung, Vergewaltigungen von Frauen, Gewalt gegen Kinder und Tiere: all das, was in früheren Jahrhunderten durchaus als “normal” galt, wird heute vielerorts verurteilt. Stattdessen werden den verschiedenen Gruppen immer mehr Rechte eingeräumt: Frauen, Kinder, Minderheiten, sogar Tiere werden heute durch Gesetze geschützt. Sie werden Teil des einen großen Netzwerks, das am Ende alle umfassen soll.

Gehen wir Menschen also endlich friedlicheren Zeiten entgegen? Noch sind wir keine Weltgemeinschaft, sondern unterwegs zu dieser. Noch immer sind Religionen und Nationen gruppenbildende Kräfte, die den notwendigen Nährboden für Feindbilder liefern. Doch trotz allem, was in dieser Hinsicht noch auf uns zukommen mag, wird sich die Weltgemeinschaft früher oder später etablieren, schon allein deshalb, weil die einzelnen Nationen in vielerlei Bereichen wie Finanzwesen, Verkehr und Ernährung schon zu sehr miteinander vernetzt sind. Es würde mehr Opfer fordern, wollte man diese Entwicklung wieder rückgängig machen, als wenn Nationen und Religionen schließlich überwunden werden.

In einer Weltgemeinschaft wird sich der einzelne Mensch vermutlich friedlicher verhalten, schon allein deshalb, weil er dank permanenter Überwachung gar keine andere Wahl hat. Kann die Technik ihr Versprechen einlösen und Wohlstand für alle aufrechterhalten, gibt es keinen Grund für kriegerische Auseinandersetzungen mehr und die Menschen werden die entsprechenden Eigenschaften, die sie zum Kampf befähigt hatten, nach und nach verlieren, so wie sich Zootiere in freier Wildbahn ja auch nicht mehr gegen ihre wild lebenden Artgenossen behaupten können.

Doch auch, wenn die einzelnen Menschen sich friedlicher verhalten, heißt das nicht, dass sie dann im Einklang mit der Natur leben. Im Gegenteil. Natur wird nur noch insofern eine Rolle spielen, wie sie der Nahrungsmittelproduktion und der Erholung dient. In der geeinten Welt, wie sie sich abzeichnet, wird Natur nur noch Dekoration sein und eine ähnliche Funktion wie der Kletterbaum und die hübschen Pflanzen in einem modernen Zoogehege haben. Die Weltgemeinschaft wird die Welt in einen Zoo verwandeln mit uns selbst als Insassen. Schließlich träumen wir ja seit Tausenden von Jahren vom Garten Eden und vom Paradies, und was ist das anderes als eine Zoolandschaft, in der alle wohl versorgt werden und nichts mehr zu befürchten haben?

Die existenzielle Abhängigkeit von der Natur zu Beginn unserer Menschwerdung tauschen wir am Ende gegen die existenzielle Abhängigkeit von einem selbstgeschaffenen technisch-industriellen Komplex ein. Ob dieses Großexperiment uns den Traum vom Garten Eden tatsächlich erfüllen wird, lässt sich jetzt allerdings noch nicht vorhersagen. Ich bin mir ja noch nicht mal sicher bin, ob es mir gefällt, Bewohner eines Zoos zu sein.

Autor: fingerphilosoph – Erstveröffentlichung

  1. Martin Bartonitz
    Mai 16, 2016 um 10:31 pm

    Und noch eine weitere These, was die Menschen aus ihrer Ruhe gebracht haben soll:

    Unsere gemeinsame Ursprache wurde also verändert. Warum das geschah, sagt die Bibel ebenfalls: Die Menschen waren zu mächtig, jedoch nicht für Gott, sondern für eine Gruppe, die in den ursprünglichen biblischen Schriften als „wir“ bezeichnet wurde. Wer das ist, ist eigentlich offensichtlich. Anastasia beschreibt in ihren Büchern, dass es einen Oberpriester gab, der alles daran setzte, die Gedankengeschwindigkeit der Menschen zu verlangsamen, damit er alles vorausplanen und die Menschen lenken kann. Das geschah als Erstes über die Ernährung. Die Menschen begannen, sich nicht mehr aus ihren Landsitzen zu ernähren und schnitten sich damit von ihrem „Raum der Liebe“ ab, der sie bis dahin sowohl geistig als auch seelisch und körperlich nährte. Zu Zeiten des Turmbaus zu Babel lebten viele Menschen schon nicht mehr in ihrem „Raum der Liebe“ und waren nun anfällig für weitere Manipulationen seitens der Priesterschaften. Der Oberpriester ersann noch viele weitere Mittel, um die Gedankengeschwindigkeit der Menschen zu senken. Und dazu gehörte es auch, ihre einheitliche Sprache, der die gesamte Schwingung ihrer wedischen Ahnen unterlag, zu verwirren. Seine Priester waren die Ausführenden – deshalb das „Wir“ als Urheber der Sprachverwirrung. Und die hörte mit der babylonischen Sprachverwirrung nicht auf.

    Fundstelle: Die Magie der Sprache

  2. Martin Bartonitz
    Mai 16, 2016 um 7:16 pm

    Hm, waren jene Menschen, die noch keine Schrift besaßen, wie wir sie heute kennen, kreativer und fortschreitender als es heute der Fall ist?

    Die geistigen und künstlerischen Fähigkeiten der urgeschichtlichen Menschen werden von der patriarchalen Wissenschaft drastisch unterschätzt, verzerrt und verfälscht und ihre Erforschung vernachlässigt. Das westliche Denken ist heute ganz und gar an der Ratio, am Verstand und am Fortschrittsglauben des Mannes orientiert; am wahnhaften Wachstum alles Materiellen – um jeden Preis. »Es wird behauptet, dass die Entwicklung beim »ungeistigen Frühmenschen zum logisch denkenden Vollmenschen ansetzte« (Marie E.P. König ›Am Anfang der Kultur – Zur Zeichensprache des frühen Menschen 1973, S. 12). Diese völlig falsche Prämisse beeinflusste, ja bestimmte, die gesamte Urgeschichtsforschung und wurde bis heute kaum korrigiert. Doch:

    »Offensichtlich sind es die weiblich geprägten Frühkulturen, die ein Höchstmaß an Kreativität zur Bildung sinnhaltiger Symbole entwickelten. Ohne dieses Erbe besäßen wir nur einen Bruchteil unserer ornamentalen und architektonischen Formen, unserer mythischen Bilder, Sakramente und Feste.« (Carola Meier-Seethaler ›Von der göttlichen Löwin zum Wahrzeichen männlicher Macht: Ursprung und Wandel großer Symbole‹ 1993, S.12)

    Fundstelle: Was heißt ›Urgeschichte‹

  3. Martin Bartonitz
    Mai 16, 2016 um 9:45 am

    Und noch was, was parallel zur Arbeitsteilung daher kam:

    Unter den 8000 Jahre alten Dogmen verstehe ich, ein, aus dieser Zeit, sich entwickeltes und derzeitiges, politisches, wirtschaftliches, rechtliches Geld – und Machtsystem.
    Für dessen Komplexität unser Planet Erde mit seinem Gesellschaftssystem global aus den Fugen geraten ist. Für diesen langen Entwicklungsprozess kann man nicht einen Einzelnen verantwortlich machen. Wir alle sind schuld an dieser apokalyptischen Situation. Wir haben die naturgemäße Selbstorganisation und Kooperation vor 8000 Jahren aufgegeben, für eine Fremdbestimmung durch Verbote und Vorschriften, Zwang und Gewalt in Form von Wettbewerb – Wettkampf – Kampf und Krieg und ein, sich immer verbesserndes Sklavensystem, in dem wir um unsere Freiheit beraubt werden und immer wieder um unsere Freiheit kämpfen müssen / sollen. Nur wer diese Erkenntnis für sich erlangt, kann auch nur sich selber daraus befreien.

    Fundstelle: Alles kommt aus dem Ursprung – Leben und Gesundheit ist Bewegung.

  4. Martin Bartonitz
    Mai 16, 2016 um 9:34 am

    Alexander Wölk auf Facebook zum Thema Arbeitsteuling:

    Ursache aller Inkompetenz ist der Glaube an eine „höhere Macht“, die es den Lügnern überhaupt erst ermöglicht, Macht über andere Menschen auszuüben. Man darf diesem Treiben keinen „bösen Willen“ unterstellen, denn in früheren Zeiten fehlte ja noch die wissenschaftliche Grundlage für die Natürliche Wirtschaftsordnung, in der es automatisch das Beste für alle bedeutet, wenn jeder Einzelne nur das Beste für sich anstrebt. Also gab es für die ersten Anfänge der Arbeitsteilung keine andere Möglichkeit als die Machtausübung des Menschen über andere Menschen oder Menschengruppen, und dafür bedarf es der Religion (Rückbindung auf künstliche Archetypen im kollektiv Unbewussten):

    Macht oder Konkurrenz

    Als der Prophet Jesus von Nazareth als erster Denker in der bekannten Geschichte die Grundprinzipien der Natürlichen Wirtschaftsordnung erkannte, rollte das aus der Religion entstandene zivilisatorische Mittelalter (Zinsgeld-Ökonomie) einfach über ihn hinweg. Denn die jüdische Religion, die den Kulturmenschen überhaupt erst „wahnsinnig genug“ für die Geldbenutzung (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld) machte, hatte das Denkvermögen seiner Zeitgenossen bereits soweit ruiniert, dass sie lieber weiterhin an „überirdische Hoffnungen“ glauben wollten, anstatt sich die einzig denkbare Möglichkeit bewusst zu machen, mit eigener Arbeit alle Lebensträume zu verwirklichen.

    Als dann die bis heute schlimmste Verbrecherorganisation der Welt, die „heilige katholische Kirche“, die originale Heilige Schrift des Urchristentums verbrannt und in der beschränkten Vorstellungswelt ihrer Untertanen das Genie Jesus von Nazareth zu einem moralisierenden Wanderprediger degradiert hatte, gab es vorerst keine Möglichkeit mehr, den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation zu verwirklichen. Der Jüngste Tag wurde auf den sprichwörtlichen „Jüngsten Tag“ verschoben. Aber auch in diesem Fall geschah dies nicht aus Bosheit, sondern aus purer Dummheit.

  5. Martin Bartonitz
    Mai 9, 2016 um 8:36 am

    Kurz erklärt, warum Arbeitsteilung … und über das Geld als beste nutzbare Ware, und noch vieles mehr, u.a. Steuern:

  6. Fluß
  7. Ikarus
    Februar 11, 2016 um 8:10 pm

    Die Gewalt des menschlichen Krieges ist kein aggressives Verhalten ansich, Krieg entsteht meist aus Kalkül, Aggression entsteht als Folge des Krieges, durch Propaganda, Missverständnisse, Zwang, Gier usw. Anders gesagt, beide haben unterschiedliche mögliche Ursachen insofern kann man sie nicht in einen absoluten Zusammenhang bringen.

    Kriege führen übrigens sogar Menschenaffen (auch andere Tiere und sogar Pflanzen), aber die führen eine andere Art von Krieg. Die Analyse ist leider nicht ganz gelungen, da bereits die Diskussionsgrundlage fehlerhaft ist. Man sollte mMn erst mal definieren, was Aggression ist, was Kriege sind, was Überlebenskampf ist und diese von einander abgrenzen.

    • Fluß
      Februar 11, 2016 um 9:01 pm

      … was etwas ist, hängt immer von der eigenen Wahrnehmung ab und was als kollekt. Programm vorgegeben ist.
      Für manche ist schon REGEN ne Kampfansage, während andere wegen ihrer Pollenallergie froh sind wenn die Luft gereinigter ist…
      Genauso hat es etwas mit dem Gemüt zu tun und mit der Absicht bewußt schaden zu wollen, mit Maske statt vorneherum. Dazu kommt die Sprache, Mimik, Wichtigkeit wie sich Zeit nehmen/keine haben, Egalität.

      Also deswegen ist die Frage einer Analyse egal. Kannst ja keinem deine Empfindung aufdrücken. Die selben Symptome haben oft verschiedene Ursachen…

  8. Gerd Zimmermann
    Februar 3, 2016 um 9:27 pm

    @Fluss

    Licht ist geschlechtlich

    Alles was in der Dualität ist muss geschlechtlich sein.
    Dem Ying und Yang folgend.
    Dem einfachen göttlichen Prinzip.

    Bewusstsein ist nicht geschlechtlich. ES.

    Ich habe das Gesamtbewusstsein besucht.
    Im Nichts. Da ist nichts, drumherum. Rein gar nichts. Absolut nichts.
    Nicht mal Nichts. Nicht mal nichts das das Nichts begrenzen könnte.
    Das „Nichts“ oder „Alles“ ist Alles im Nichts. Das Alles im Nichts ist
    Selbstbegrenzend.
    Ein Universum ist selbstbegrenzend.
    Die Grenzen eines Universums sind Wissen.
    Zeitgeist begrenzt sich einzig selbst.
    Wissenschaft ist einzig Mittel zum Zweck.
    Was will Wissenschaft herausfinden, was ohnin gewusst ist.
    Alles Wissen ist gewusst.
    Lichtarbeiter.
    Ja, die gibt es.
    In sieben Dimensionen, alle sind geschlechtlich.
    Wie sieben Siebe, den Veden gleich.
    Die interpretierte Erde ist am Grobkoernlichsten
    Von der Feinstofflichkeit.
    Alles was ist, ist im Bewusstsein.
    Bewusstsein schafft die Matrix.
    Die Matrix ist aber kein Bewusstsein.

    Vorsicht !!!

    Hier beginnt der schmale Grat
    zwischen Sein und Schein.

    Der Kaninchenbau des weissen Hasens.

    Einige haben den Weg verlassen, von uns, ich bin traurig darum.

    Der Karnickelbau.
    Führt er zu Alice ?

    Ja, wohin sonst.

    Du glaubst es nicht, aber an Kriege.
    Weltverschwörung, Neuschwabenland, Mittelerde, HAARP,
    Elektrosmog und Nazideutschland

    an das Gesamtbewusstsein glaubst du nicht
    wozu auch

    Ist ja zu naheliegend
    Ist ja in dir

  9. Fluß
    Februar 3, 2016 um 4:33 pm

    Die Wolke, die am frühen Abend erschien.
    Die Menschen in Leicester sahen verwundert in den Himmel, als am Nachmittag eine ungewöhnliche Wolkenformation im Himmel erschien.

    Diese Formation, die aussah wie ein Regenbogen um ein helles ovales Licht erschien gegen 17:00 Uhr in dem ansonsten dunstigen und grauen Himmel.

    Augenzeugen machten Bildaufnahmen und luden sie auf Twitter hoch. Viele kommentierten die ‚Schönheit‘ dieser Erscheinung.

    Der Wettermann vom Leicester Mercury Dave Mutton sagte, dass diese Formation die Resultat einer Kaltfront sei, die sich vom Norden in Richtung Süden bewege.

    Er sagte, dass wenn eine Kaltfront eine wärmere Front trifft, reißen die Wolken auf und erzeugen einen Spalt in der Wolkendecke.

    Der Heutige ‚Spalt‘ erschien gerade als die Sonne hinter ihm unter ging und dieses ätherische Oval aus Licht erzeugte.

    Er sagte, der Regenbogen-Effekt entsteht weil das Licht durch die Eiskristalle oder Wassertröpfchen in den Wolken gebrochen wird.

    Dave sagte: „Es wäre ein besonderer Anblick, wenn die Sonne direkt dahinter untergehen würde.“

    Jedoch merkte David an, dass es sich hierbei auch um eine polare Stratosphärenwolke gehandelt haben könnte.

  10. Fluß
    Februar 3, 2016 um 4:25 pm

    Eine Szene die an Star Wars erinnert. Die NASA veröffentlichte ein Bild, auf dem zu sehen ist was passiert, wenn der Energieausbruch eines super-massiven schwarzen Lochs sich quer durch eine Galaxie bewegt.

    Eine Zusammenstellung von Bildern, die über die Zeit von 15 Jahren vom Chandra X-ray Observatory aufgenommen wurden sieht wie der Superlaser des Todessterns aus.

    Aber keine Angst: Das Phänomen ist fast 500 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt und ist ein ganz normaler Vorgang in der Natur des Universums.

    Es zeigt „eine gewaltige Gravitationsenergie“ durch den intergalaktischen Raum wirbeln.

  11. Gerd Zimmermann
    Februar 3, 2016 um 3:35 pm

    Lichtarbeiter

    Nehmen an die Hand
    Imm3rhin

    • Der kleine Hunger
      Februar 3, 2016 um 4:16 pm

      Ich bin nicht Deine Mutter lach

  12. Gerd Zimmermann
    Februar 3, 2016 um 3:08 pm

    Kleiner Hunger

    Was begrenzt ein Vakuum

    Du bist aus dem Schneider

    Wie, kannst Du nicht ?

  13. Fluß
  14. Gerd Zimmermann
    Februar 3, 2016 um 3:00 pm

    Kleiner Hunger
    Du grosse Fresse , du nichtswissendes Nichtswissen,
    nicht einmal Einstein weist du, sonst hättest du
    Relativ erklärt.
    Kannst Du nicht, Bloedmann.
    Wichsbilder hochladen.
    Wichs dir einen ab.

    Du hast nicht einen klugen Satz von dir gegeben.
    Wichsbilder schon, wichs alleine, Wichser.

  15. Fluß
    Februar 3, 2016 um 2:53 pm

    http://mariagoras.jimdo.com/2016/01/10/das-siebte-gro%C3%9Fe-prinzip-des-kybalion-hei%C3%9Ft-duale-einheit/

    „In allem ist Geschlecht; alles hat seine männlichen und weiblichen Prinzipien; Geschlecht manifestiert sich auf allen Ebenen“

    Das Wort Geschlecht leitet sich von ‚gen‘ ab und beinhaltet Erzeugen, Gebären, Hervorbringen. Das geschieht auf Erden durch Vereinigung von den gegensätzlichen weiblichen und männlichen Kräften, auch bekannt als Yin und Yan.

    Männliche Sonnenenergie strahlt mit Macht aus und weckt weibliche Schöpfungskräfte der Erde, die ohne eigene Ansprüche, geduldig und gelassen gebiert, was in ihr lebt, und das nährt und schützt sie.

    Jede Verbindung dieser polaren Kräfte kreiert auf allen körperlichen, energetischen, seelischen und spirituellen Ebenen neues Leben. Dominiert eine Kraft die andere, behindert sie im Laufe der Zeit deren Beitrag und zerstört zukunftsträchtige Verhältnisse. Das gilt für jede Ehe, jede Partnerschaft, jede Gemeinschaft genauso wie für jede Kultur.

    Weibliche und männliche Kräfte gehören zusammen wie Ein- und Ausatmen.

    Das Urweibliche ist im Unbewussten beheimatet. Frauen begründeten einst Kulturen, die sich auf das Geistige in der Natur beziehen. Diese Naturwesen erhalten Namen und leben als Naturgötter im menschlichen Bewusstsein. Die Menschen fühlten sich von ihnen inspiriert, geleitet und beschützt, wenn sie sie verehren und ihnen dienen. Nach dem Alten Testament konnte ‚Eva‘ so vom ‚Baum der Erkenntnis‘ unbeschadet essen.

    Im Urmännlichen erwacht denkendes Bewusstsein und schafft eine selbständige Erkenntnisfähigkeit. Damit wird Umgebung als etwas Distanziertes angeschaut und eine Freiheit entdeckt, sie zu gestalten. Männer fühlen sich mit Allmacht ausgestattet und ringen und kämpfen, um ihre Vorhaben durchzusetzen. Sie schaffen Götterwelten und gesellschaftliche Kulturen, die sie hierarchisch strukturieren und autoritär ordnen.

    Das Offensichtliche der geschlechtlichen Vereinigung ist die Sexualität, deren Verhältnisse in Flora und Fauna artbedingt geregelt sind. Dient sie bei Menschen nicht nur der einseitigen Befriedigung eines Partners, entlassen dabei die Körper ihre geheimen Botschaften, die ein Verstand nicht wahrzunehmen vermag. Damit kommt es innerlich und äußerlich zum Austausch weiblicher und männlicher Energien. Das Seelische taucht dabei vollkommen in das Körperliche ein und es entfaltet sich eine spirituelle Kraft, die Neues schafft.

    Alle Schönheit in der Natur ist der Sehnsucht nach der Verbindung mit dem anderen Geschlecht gewidmet. Gäbe es sonst ein Blühen und Duften, gäbe es sonst Gezwitscher und buntes Gefieder der Hähne, gäbe es sonst Mähnen, Geweihe und ekstatisches Gebrüll männlicher Tiere? Gäbe es bei den Menschen sonst die Mode-, Kosmetik-, Vergnügungs- und Unterhaltungsindustrie?

    Sexualität beinhaltet die schöpferischste, göttlichste Kraft der belebten Natur.

    Im Kybalion heißt es: Das männliche Prinzip scheint Energie zu dem weiblichen Prinzip zu schicken und damit den schöpferischen Prozess in Gang zu setzen. Das weibliche Prinzip verrichtet auf allen Ebenen dann die schöpferische Arbeit, wobei sich in allen weiblichen Formen auch männliche und allen männlichen Formen auch weibliche Energien manifestieren.

    In der Natur benötigen Pflanzen für die Befruchtung Fremdeinwirkungen entweder durch den Wind oder durch Insekten. In der Tierwelt haben sich die geschlechtlichen Kräfte in getrennte Wesen ausgeformt. Auch wenn es hier Wechselwesen gibt, hat doch nur der Mensch die Möglichkeit durch seine Ich-Zentrierung am inneren Verhältnis der dualen Einheit selbständig zu arbeiten. Dabei entwickelt jeder sein individuelles Maß, wie sich in ihm Yin und Yan verhalten und im Äußeren ausdrücken.

    Zur Orientierung sind nachfolgend wesentlich unterschiedliche Qualitäten aufgezeigt:

    Weibliche Kräfte richtet sich nach innen. Hier erfahren sie im träumenden Zustand gegenwärtige energetische Eindrücke, die alles von dem kleinsten Atom bis zum Universum, vom Augenblick bis zur Ewigkeit umfassen. Die sinken meist ins Unbewusste, nur Weniges flackert ins lichte Bewusstsein und beleuchtet bildhafte Zusammenhänge. Weibliche Kräfte erfreuen sich am Ursprünglichen, Einfachen und Unspektakulären. Kreative Ideen fallen in ihnen zu und ein, die sie fantasievoll aufgreifen und in Bilderwelten entwickeln. Ihr Medium ist Fühlen, Empfinden und Erahnen, deren Wahrheitsgehalt sie mit dem Gefühl von Stimmigkeit prüfen. Sie nehmen empathisch wahr, gleichen mit eigenen Erfahrungen ab, erkennen ganzheitliche Zusammenhänge und erinnern auch unbewusst aufgenommene Bilderabläufe. Sie denken prozessorientiert, ganzheitlich, integrierend, synthetisch.

    Ihre Lebenshaltung drückt sich grundlegend künstlerisch aus. Sich selbst empfinden sie als wandelbar und wahr in Bezug auf den Moment. Das lässt Frauen bei Begegnungen leicht verunsichert erscheinen. Weibliche Kräfte bemühen sich um freundliche und liebevolle Beziehungen. Ihre Aufmerksamkeit gilt sozialen Prozessen, in die sie sich geduldig einfügen. Sie orientieren sich am kollektiven Unbewussten. Sie sorgen für die Bedürfnisbefriedigung anderer und sind bedacht auf Ausgleich, Harmonie und Gesundung. Sie ringen um Selbstfindung und möchten entdeckt werden. Sie gebären, nähren und schützen Werdendes.

    Männliche Kräfte richtet sich nach außen. Sie arbeiten mit Ergebnissen aus der Vergangenheit und gelangen zu Erkenntnissen, die sie tatkräftig für eine gewollte Zukunft anwenden. Sie verstehen punktuell und bewerten und entscheiden nach logischen, verifizierbaren Kriterien. Sie denken zielgerichtet linear, analytisch, abstrakt. Sie nehmen Fakten wahr, die sie erinnern, ordnen und strukturieren. Ihre Erkenntnisstreben richteen sie auf Nutzbringendes. Sie werden wach und interessiert bei neuen spannenden Möglichkeiten und Spektakulärem. Sie schöpfen aus erworbenem Wissen und entwickeln weiter. Ihre Forschungen gelten überwiegend Techniken, die von der Natur unabhängig machen. Dabei sind sie initiativ, funktional, zielgerichtet und experimentierend tatkräftig. Sie untersuchen, formen und manifestieren. Um ihre Vorhaben zu realisieren, benutzen sie alles, was ihren Zielen dient. Dafür nutzen sie auch Mensch und Natur aus, missbrauchen, vergewaltigen, versklaven, töten und vernichten.

    Ihre Lebenshaltung ist leistungs- und erfolgsorientiert. Daran messen sie ihre Wertschätzungen und die Richtigkeit ihres Denkens und ihrer Taten. Sie sorgen für eigennützige Befriedigungen. Sie bringen sich selbstbewusst zum Ausdruck und stellen sich positiv dar.

    Fühlen und Empfinden erleben sie als subjektiv, wandelbar und relativ gültig. Das verunsichert sie und erzeugt Ängste, die Kontrolle zu verlieren.

    In sozialen Zusammenhängen schaffen sie hierarchische Rangordnungen und suchen konkurrierend ihren persönlichen Standort laufend zu verbessern. Sie streben nach Dominanz, stellen Spannungen her und greifen an.

    Sie beschützen und verteidigen Weibliches.

    Es gibt derzeitig wohl nirgendwo einen Menschen, der nicht ein gewisses Maß beider geschlechtlichen Merkmale verinnerlicht hat und damit agiert und reagiert.

    Thom Hartmann (Buchtipps) entwickelt in seinem Buch, Unser ausgebrannter Planet, Von der Weisheit der Erde und der Torheit der Moderne, wie seit etwa über hunderttausend Jahren bis ins 20. Jahrhundert europäischer Zeitrechnung das Männliche sich verselbständigt und die mentale Intelligenz ausbildet. Dafür wurde die zuvor herrschende weibliche geistige Führung abgelöst und allgemein Weibliches innerlich und äußerlich unterdrückt und versklavt. Ihre ausgebildete emotionale Intelligenz verankerte sich im Unterbewussten. Heute kann sie in jedem Menschen neu belebt, ins Bewusstsein geholt und dienlich gemacht werden kann.

    Die Menschheitsentwicklung im 21. Jahrhundert erfordert endgültig beide intelligente Qualitäten in sich als Duale Einheit zu einer spirituellen Intelligenz zu vereinen, zu entwickeln und für eine innerlich unabhängige Lebensführung zu nutzen.

    Damit kann auf allen Ebenen und überall gleichberechtigte Partnerschaft im eigentlichen Sinne gelebt werden.

    Damit gibt weibliches Wahrheitsempfinden dem männlichen Denkvermögen lebenswerte Basis und Sinn und befähigt zu verantwortlichem sozialem Verhalten.

    Damit wird das globale Zusammenspiel geistig-seelisch-körperlicher Kräfte auf Erden nach geistigen Gesetzen grundlegender verstanden.

    Damit erwächst mit männlicher Macht auf dem fruchtbaren Boden weiblicher Weisheit eine Liebe, die ein friedvolles, wohlwollendes Miteinander schafft. Das vermag von den Folgen einseitiger Herrschaften zu befreien und durch gelebte Duale Einheit zu heilen.

    Viele vor allem junge Menschen, die nach sinnerfülltem Leben suchen, haben weltweit solch einen individuellen Weg bewusst oder unbewusst bereits gefunden und gehen ihn zuversichtlich und freudevoll.

    maria goras

  16. Ernst Duberr
    Februar 3, 2016 um 12:40 pm

    @ Kleiner Hunger

    Was ich schrieb , schrieb ich ohne den geringsten Einfluß irgendwelcher Theorien . Ich habe nur ureigene Beobachtungen unter „primitivsten“ Völkern und Naturmenschen beschrieben . Ich bin froh darüber , die Möglichkeit gehabt zu haben , mir eine eigene Meinung bilden zu können .Deshalb sind mir inzwischen die Theorien irgendwelcher Schreiber beinahe wurscht. Der eigene Erfahrungsschatz hat mich beeinflußt .

    • Der kleine Hunger
      Februar 3, 2016 um 1:24 pm

      Auch IHRE „ureigenen Beobachtungen“ sind Theorien, das soll SIE nicht diskreditieren.

      (Eine Theorie ist ein System von Aussagen, das dazu dient, Ausschnitte der Realität zu beschreiben beziehungsweise zu erklären und Prognosen über die Zukunft zu erstellen).

      • Der kleine Hunger
        Februar 3, 2016 um 2:22 pm

        spätlateinisch theoria < griechisch theōría = das Zuschauen; Betrachtung, Untersuchung, zu: theōreĩn = zuschauen, zu: theōrós = Zuschauer (zu: théā = das Anschauen; Schau) und horãn = sehen

  17. Ernst Duberr
    Februar 2, 2016 um 9:43 pm

    Aggression entsteht durch Populationsdruck .Werden die Populationen zu groß , werden sie aggressiv . Dabei ist es Rasseabhängig , bis zu welcher Populationsgröße Menschen friedlich zusammenleben können .Es scheint ,daß Nordeuropäer sich in kleineren Populationen wohler fühlen . Asiaten scheinen in größeren Gemeinschaften leben zu können. Deshalb haben sie sich auch stärker vermehrt . Ein Mensch aus Nordeuropa würde den Bevölkerungsdruck in einer asiatischen Gemeinschaft auf Dauer nicht aushalten . Er wurde “ ausrasten “ .Gleichzeitig gibt es diese Rassen , die diese Riesengemeinschaften regelrecht suchen .Aber insgesamt „AHNEN“ die Menschen , daß eine ungesunde Größenordnung erreicht worden ist . Es beginnt mit der fehlenden Wertschätzung des entfernteren Nachbarn und endet im offenen Kampf und Krieg . Immer wieder und notwendigerweise , damit eine angemessene Population überleben kann . Damit müssen wir uns abfinden .Es ist bitter , dieses festzustellen , aber diese Verhaltensmuster sind uralt und nicht ohne weiteres auszumerzen.Der Mensch fühlt die Endlichkeit seines Lebensraumes seine Aggressivität sichert seinen Fortbestand .

    • Fluß
      Februar 2, 2016 um 10:11 pm

      Meiner Meinung nach wird sich Kultur eingeredet.
      Oft werden dahinter Rituale und Traditionen gesteckt, die nix mit den Ahnen selber zu tun haben.
      Die Hauptverständigung läuft über Gestik/Haltung/Ton – da brauchts keine Kultur.
      Es geht lediglich drum ein gutes Klima zu schaffen, ein harmonisches.
      Es gibt viele Berufe, wo verschiedene Kulturen wunderbar zusammenarbeiten, es ist menschen-un-würdig ihnen ihre Mündigkeit abzusprechen.

      http://www.ecovillages.eu/content/category/4/13/28/

    • Der kleine Hunger
      Februar 3, 2016 um 12:37 am

      Krieg durch Populationsdruck

      Die These ist ja nun nicht´s Neues, die hat Gaston Bouthoul (Kindermord aus Staatsräson, der Krieg als bevölkerungspolitischer Ausgleich, 1973) bereits vertreten.

      „In dicht bevölkerten Hochkulturen wird der Krieg oder Bürgerkrieg unbewusst oder bewusst zur Bevölkerungs-Reduzierung eingesetzt.“

      Für diese Theorie vom Populationsdruck als Ursache für das Kriegswesen sprechen auch die Berichte über friedliche kleine Indiostämme mit geringen Mitgliedern. Hingegen entwickelten sich die patristisch verfassten Hochkulturen der Olmeken, Mayas, Inkas und Azteken zu grausamen und kriegerischen Gesellschaften.

      Da gibt es mehr Thesen/ Theorien

      von „Krieg durch Gene“
      Dieser Theorie zufolge interessiert Menschen nur das Überleben der eigenen Gene, die auch die Blutsverwandten in sich tragen (Vgl. BOYER 2002 ).

      Für eine Ethnie stellen Menschen anderer Gruppen potentielle Konkurrenten ums Überleben dar. Folglich sind Ethnien genetisch feindselig auf andere, fremde Ethnien programmiert (Vgl. SHIELDS/SHIELDS 1983, vgl. THORNHILL/THORNHILL 1983).

      über

      Krieg durch Testosteron-Hormon

      Krieg durch Mangel an Serotonin-Hormon

      Krieg als Resultat der Zivilisation

      Krieg durch menschliches Gehirn

      Krieg aus Habgier und Machtgelüsten

      und und und

      Krieg aus Langeweile

      PASCAL schrieb schon vor 350 Jahren: “ Die Männer haben nur ein einziges Bestreben: sich vom Nachdenken über das, was sie sind, abzulenken…Aus diesem Grunde finden sie solche Gefallen an der Jagd, weiblicher Gesellschaft , an Krieg und hohen Ämtern” (PASCAL 1966, S.67).

      Krieg durch Sexualunterdrückung

      Wilhelm REICH (Vgl. “Die Funktion des Orgasmus”, 1927; “Charakteranalyse”, 1933; “Massenpsychologie des Faschismus”, 1933 ) zufolge speisen sich Lustmord und Kriegslust aus unterdrückter Liebes- und Sexualenergie. Wenn ein gesundes Geschlechtsleben mit regelmäßiger Spannungsabfuhr im Orgasmus, besonders beim Manne, durch negative Sexualmoral nicht gewährleistet sei, bauen sich im Inneren des unterdrückten Menschen bio-energetische Spannungen wie Frustrationen und rebellische Impulse und Hass auf die Gesellschaft auf. Durch lebenslange Unterdrückung der Sexualität des Menschen von klein auf in patristischen Gesellschaften werden sekundäre Partialtriebe wie sadistische und destruktive Tendenzen maßlos verstärkt und suchen nach einem Ventil. Der Krieg bietet mannigfaltige Gelegenheiten zum Foltern, Vergewaltigen, Plündern und Töten.

      PRESCOTT ( Vgl. 1974, 1975 ) arbeitete kulturanthropologisches Datenmaterial über 400 Naturvölker auf und erkannte dabei auf Zusammenhänge zwischen sexueller Freizügigkeit und Gewaltpotential. PRESCOTT entdeckte, dass Kulturen, in denen Säuglinge lange gestillt, Kinder liebevoll behandelt und Jugendlichen freizügige voreheliche Sexualität gewährt wurde, außerordentlich friedfertig waren. Falls diese Gesellschaften selten einmal Krieg führten, dann verjagten oder töteten sie ihre Gegner im Kampf. Quälereien und Folterungen von gefangenen Feinden waren unbekannt. Im Gegensatz zu den patristisch verfassten Kulturen, in denen Kinder einen Mangel an körperlicher Lust ertragen mussten und innerpsychisch ein hohes Destruktionspotential entwickeln mussten, bereitete es den friedvollen Kulturen keinen Genuss, hilflosen Gefangenen Qualen und Schmerzen zuzufügen.

      Krieg durch Viehzucht und Karnismus

      Eine andersgeartete, positive Interpretation der Evolution findet sich hingegen bei PINKER (2011). Für Steven PINKER sind Krieg und Gewalt in Politik und Gesellschaft insgesamt gesehen auf dem Rückzug. Noch nie in der bisherigen Geschichte der Menschheit haben Gewalt, Mord und Krieg eine so geringe Rolle gespielt wie in unserer Gegenwart. Trotz Erstem und Zweiten Weltkrieg mit seinem unvorstellbarem Leid, den Millionen von Kriegsopfern, dem Holocaust, den Atombombenopfern von Hiroshima und Nagasaki, trotz Bürgerkrieg in Jugoslawien, Krieg im Irak, in Afghanistan, Bürgerkrieg in Syrien glaubt PINKER an einen globalen Rückgang von Gewalt und Krieg.

      Der Evolutionspsychologe Steven PINKER hat die These aufgestellt, dass Krieg und Gewalt weltweit abnehmen. PINKER von der amerikanischen Harvard University widerspricht in seinem Werk „Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit“ (Vgl. PINKER 2011) der weit verbreiteten Meinung, dass die alten Zeiten gute Zeiten gewesen seien, und dass Grausamkeit, Krieg und Völkermord Erfindungen der Neuzeit seien. Welch ein Irrtum, schreibt PINKER: Gewalt, Grausamkeit und Kriegslust seien über lange Zeiträume immer weiter zurückgegangen. Tatsächlich dürften wir in der friedlichsten Epoche leben, die die menschliche Spezies jemals erlebt hat.

      Die Aussage ist zunächst überraschend, da sie von einem evolutionär ausgerichteten Forscher kommt, der annimmt, dass die Fähigkeit des Menschen zur Gewalt eigentlich auf einer stammesgeschichtlichen Anpassung beruht. Ausführlich beschreibt PINKER die Neurobiologie des menschlichen Wutsystems, das sich seit Savannen-Zeiten nicht geändert habe und im Laufe seiner etwa 200.000-jährigen Geschichte viele hundert Millionen Todesopfer gezeitigt habe. PINKER zufolge entwickelte die Menschheit, das heißt insbesondere der männliche Teil der Menschheit, im Laufe ihrer Entwicklung außerordentlich viel Phantasie, um immer wieder neue Folterinstrumente und Waffen zu erfinden.

      Krise der Männlichkeit

      Mit seinem Buch »Die Krise der Männlichkeit in der unerwachsenen Gesellschaft« hat Horst-Eberhard RICHTER eine neue streitbare Analyse vorgelegt. Der Mitbegründer der Deutschen Sektion Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs konstatiert am Beginn des 21. Jahrhunderts ein Schwinden der Menschlichkeit in der wissenschaftlich-technischen Revolution auf der einen Seite – und gleichzeitig den Verlust der männlichen Dominanz in der Gesellschaft auf der anderen. Daraus ergeben sich für ihn Fragen, wie unter diesen Umständen ein friedliches Zusammenleben künftiger Generationen möglich sein könnte und wie sich das männliche Selbstbild verändern muss, um im gesellschaftlichen Wandel zu bestehen. Das Buch gliedert sich in drei Teile: Im ersten geht es vor allem um die Charakterisierung des Status quo, die – laut RICHTER – zunehmende Militarisierung der Politik, den Verlust moralischer Skrupel angesichts einer Anonymisierung des Todes und eine fortschreitende Herzlosigkeit der Wissenschaft. Prominente Zeugen dafür werden in Michail GGORBATSCHOW, Robert McNAMARA oder auch Andrej SACHAROW gefunden.

      Im zweiten Teil sucht RICHTER nach den historischen Ursachen des Gotteskomplexes von der Umwandlung des antiken Frauenbildes durch die Kirche bis hin zu Hexenverfolgung. Die Verdrängung femininer Werte in der Gesellschaft, so RICHTER, führe direkt hinein in die kulturelle Krise der männlich dominierten Gesellschaft. Mit realen Symptomen wie verdrängten Sexualängsten (bis hin zur Impotenz) auf der einen oder kritiklosen Allmachtsphantasien auf der anderen Seite. Die Folgen für die Gesellschaft sind verheerend: »Im Zeitalter des egozentrischen Machtwillens ist der Drang des männlichen Ichs gewachsen, seine Energie für die Konkurrenz um Herrschaft für sich zu reservieren. Die Frau symbolisiert den Energieabzug für Liebe, Familie, Gemeinschaft, für Hingabe, Aufopferung, Mitgefühl.«

      Im dritten Teil kritisiert RICHTER verschiedene Strömungen der Neuzeit. Beispielsweise den Wettlauf um die gigantischste Hochhausarchitektur, aber auch die ungezähmte Sucht nach Extremsportarten als Flucht aus der Realität. Schlussfolgerung: »Das sichtbare Leiden der Frauen ist die unsichtbare Krankheit der Männer.«Dass das Buch dennoch mit hoffnungsvollem Ausblick endet, zeugt von RICHTERs unerschütterlichem Glauben an den Sieg der menschlichen Vernunft.

      Das Misslingen einer gerechten Globalisierung, das Festhalten an der atomaren Bedrohung und die Verdrängung der Infizierbarkeit durch das Virus destruktiver Massenbewegungen sind unbewältigte Erbschaften aus dem 20. Jahrhundert. Spitzenforscher warnen vor der Ausbeutung der eigenen Errungenschaften im Dienst von Geld und Macht. RICHTER zeigt am Beispiel von Schlüsselfiguren, wie das Ringen um innere Einheit oder Spaltung, um Versöhnung oder Gewalt, um Ergebenheit oder Bemächtigung und um das Verständnis von Männlichkeit und Weiblichkeit von der Antike bis in die Gegenwart hinein verlaufen ist. Wie ist es zu dem Umschlagen von Gott-Haben zu Gott-Sein-Wollen gekommen? Wie zu der Illusion, dass männliches, auf die Wissenschaft gestütztes Allmachtsstreben durch Entsorgung von Empfindsamkeit und Mitgefühl bei der Frau ausbalanciert werden könne? Diese Illusion ist geplatzt. Die Frau wurde zur ebenbürtigen Rivalin. Aber noch lässt sich die Männerwelt von Anführern leiten, die mit Kriegen nach Drachentöter-Manier uralte Entmännlichungsängste zu besiegen versprechen.

      Quelle:
      Orientierungssuche postmoderner Pädagogik,Prof. Dr. phil. Karl-Heinz Ignatz Kerscher, 2013

    • Februar 3, 2016 um 9:37 pm

      Es gibt nur eine menschliche Rasse!

  18. Februar 2, 2016 um 12:42 pm

    Noch mals das folgende Video auch hier zum Thema Aggression. Es sei eben kein primärer Trieb sondern zeige sich erst, wenn u.a. Ungerechtigkeit empfunden wird:

  19. Februar 2, 2016 um 12:41 pm

    Dieses kleine Video zeigt sehr anschaulich, wie arbeitsteilig allein die Herstellung eines Bleistifts inzwischen ist:

  20. muktananda
    Februar 1, 2016 um 9:16 pm

    Der Grund der Aggresion ist das vorhandene große Ego.
    Dort, wo das Ego oder die Person groß geschrieben wird, dort gibt es Kampf und Krieg und Leiden.
    Da gibts Angriff, wo ein großes Ego vorkommt.
    Da gibt
    s Kriege, wo große Egos vorkommen.

    Im Land der Erkenntnis herrscht kein Herrscher , sondern ist die Harmonie zuHause.
    Im Land der Erkenntnis herrscht kein Krieg, sondern ist die Harmonie zuHause.
    Im Land der Erkenntnis herrscht kein Leid, sondern ist die Harmonie zuHause.

    Dieses Zuhause ist nicht das der Erkenntnis, sondern der Suche.

  21. Der kleine Hunger
    Februar 1, 2016 um 4:50 pm

    Menschliche Aggression ist Verhalten mit der Absicht, anderen Menschen zu schaden. Dabei die Ursache in einer instrumentellen (Gewalt, Krieg) Aggression zu suchen oder diese nochmals als emotionale Aggression zu erklären versuchen und auch noch „evolutionäre Aggression“ damit gleich zu setzen bzw. als Vergleich (Erklärung) heranzuziehen, ist absurd und geisteskrank.

    • Februar 1, 2016 um 5:55 pm

      Warum gleich wieder so aggressiv werden?

      • Der kleine Hunger
        Februar 1, 2016 um 6:16 pm

        Du „klingst“ wie Deine eigene Mutter, über die Möglichkeiten weshalb das so klingt muss ich nicht spekulieren. lach

        • Der kleine Hunger
          Februar 1, 2016 um 6:22 pm

          Musst nicht meinen, MIR würde Klang entgehen 😉

        • Februar 1, 2016 um 6:32 pm

          Woher kennst Du meine Mutter 😉

          • Der kleine Hunger
            Februar 1, 2016 um 6:46 pm

            Du “klingst” wie Deine eigene Mutter, über die Möglichkeiten weshalb das so klingt muss ich nicht spekulieren.

            Dazu muss ich Deine Mutter nicht kennen.

          • Februar 1, 2016 um 6:50 pm

            Stimmt, im Grunde spekulieren wir unser ganzes Leben …

          • Der kleine Hunger
            Februar 1, 2016 um 11:22 pm

            Sie spekulieren nicht, sie raten.

          • Der kleine Hunger
            Februar 1, 2016 um 11:34 pm

            raten

            mittelhochdeutsch rāten, althochdeutsch rātan, ursprünglich = (sich etwas) zurechtlegen, (aus)sinnen

            spekulieren

            mittelhochdeutsch speculieren = spähen, beobachten

          • Der kleine Hunger
            Februar 2, 2016 um 12:27 am

            Betriebsblindheit

            Der Begriff wird nicht nur für Abläufe innerhalb von Betrieben verwendet, sondern für jegliches unreflektierte Handeln, das auf Routine beruht.

            Als Gewohnheit (auch Usus, lat. uti „gebrauchen“) wird eine unter gleichartigen Bedingungen entwickelte Reaktionsweise bezeichnet, die durch Wiederholung stereotypisiert wurde und bei gleichartigen Situationsbedingungen wie automatisch nach demselben Reaktionsschema ausgeführt wird, wenn sie nicht bewusst vermieden oder unterdrückt wird. Es gibt Gewohnheiten des Fühlens, Denkens und Verhaltens.

            Eine Betriebsblindheit kann in der Regel nur durch Anstöße und Impulse von außen erkannt werden.

            Die moderne Hirnforschung vermutet, dass bei der menschlichen Entwicklung im ersten Lebensjahrzehnt und dabei wiederum in dessen erster Hälfte besonders günstige neurobiologische Bedingungen für elementare Lernvorgänge bestehen, mit der Folge, dass sich in diesen Lebensjahren Gewohnheiten besonders leicht und schnell ausbilden.

            Stark ausgeprägte oder starre Denk- und Verhaltensgewohnheiten können für die Kreativität abträglich sein und zu einem eingefahrenen, mehr oder weniger gedankenlosen Reagieren führen. Zudem erfordert gewohnheitsmäßiges Reagieren wegen seines reflexartigen Ablaufs wenig Aufmerksamkeit. Ausgeprägtes gewohnheitsmäßiges Reagieren kann daher zu höhergradiger selektiver Aufmerksamkeit führen und darüber zu gewohnheitsmäßiger Unaufmerksamkeit, wegen der wiederum ein gewohnheitsmäßiges Reagieren weiter gefördert wird.

            In spielerischen Zusammenhängen oder absichtlich, (1)also bewusst gelernte, insbesondere in Schule und Lehre gezielt eingeübte Verhaltensweisen werden dagegen wie alle nützlichen Gewohnheiten (z. B. in der Muttersprache reden zu können) selbst bei größter Routine als Fähigkeiten oder – vor allem bei größerer Geschicklichkeit dabei – auch als Fertigkeit bezeichnet.

            Von einer Gewohnheit zu unterscheiden ist die Gewöhnung oder Habituation. Damit ist das Phänomen gemeint, dass ein Individuum auf einen wiederholt erlebten Reiz zunehmend geringere oder im Extremfall gar keine Reaktionen mehr zeigt. Man spricht in derartigen Fällen auch von Desensibilisierung. Sie lässt sich in Form einer systematischen Desensibilisierung auch gezielt nutzen; bei Menschen muss sie allerdings meist auch bewusste Einstellungsänderungen miteinschließen.

            D.h. Die Fähigkeit als solche (hier: Lernfähigkeit) ist nicht ausgeprägt. Lediglich eine Dressur-artige Ver-mittlung von Fähigkeiten/ Fertigkeiten ist möglich.

            Folge: Volition hat keine Ausprägung und wird ersetzt durch Fremdmotivation.

            Falls Sie das an Ihren Hund erinnert, so stellt dies keine Zufälligkeit dar. *lach

  22. Fluß
    Februar 1, 2016 um 4:48 pm

    Also will man einiges zum Gruppen-Verhalten sehen, dann sich mal mit dem Politiker Bosbach beschäftigen. Ich seh ihn meistens in der einen Talkshow und er gab mal zu, daß er die Partei nich wechseln wolle – auch wenn sich da viele verschiedene Meinungen tummeln .
    Außerdem ist er Familien-Mensch und hat seit Jahren Krebs.

    Bei dem kleinen Gruppen-Gefüge ist die Frage, inwieweit denn die Gene gekreuzt werden, ist ja von den Romas bekannt.

    Die Eskimos/Inuits dachten schein-bar, daß es nix anderes gäbe, sie waren ja alleine in nem großen Um-Kreis.
    Andererseits heißt es, daß die Sprache die der Inner-Erde entspricht. Viele A`s usw. Außerdem hat ein Wort mehrere in sich, wie ein Bild was sich aus mehreren Wörtern/Abschnitte Hologramm zusammensetzt. Erzählt ja auch Anastasia.

    Im Text wird nix übers Gehirn und den Gehirn-Wellen geschrieben. Und den Träumen der Indianer…

    • Fluß
      Februar 2, 2016 um 1:48 pm

      … außerdem hat er einen Defibrillator der mal als „nicht geschütztes Hilfsmittel“ querschlug – geht dabei oft um die Elektroden einer bestimmten Firma. Einmal im Körper kleben sie sich fest.
      Gibt mitlerweile viele Politiker, die mit Hilfs-Mitteln rumlaufen. Da die Geräte einstellbar sind, sind sie auch auslesbar und veränderbar.

      • Fluß
        Februar 2, 2016 um 2:02 pm

        Interview mit dem „Heiler“ Daskalos: Die Lehre | Nachruf

        Wirkliche Kommunikation und Heilung sind nur möglich durch Einstimmung auf das Selbst, auf andere und auf Gott, sagt der christliche Mystiker Spyros Sathi, der unter dem Namen Daskalos bekannt ist.

        Er ist einer der größten lebenden christlichen Mystiker, trotzdem ist Spyros Sathi – eher bekannt als ‚Magus von Strovolos‘, als ‚Meister‘, oder einfach ‚Daskalos‘ (‚Lehrer‘) – in diesem Land (Amerika), relativ unbekannt.

        Obwohl er in seinem Heimatland Zypern seit seinem siebten Lebensjahr gelehrt hat, hat der 84-Jährige nie zuvor öffentlich in den Vereinigten Staaten gesprochen oder einem amerikanischen Journalisten ein Interview gegeben. Wie es Kyriacos Markides in seiner dreiteiligen Biographie beschreibt, sind Daskalos` Übungen legendär und meines Wissens unter zeitgenössischen christlichen Lehrern einzigartig. Es handelt sich um eine Art metaphysischer Praktiken, die man eher mit dem Hinduismus, mit tibetischem Buddhismus oder Schamanismus in Verbindung bringen würde als mit westlicher Tradition. Zum Beispiel bedient Daskalos sich häufig der Praxis der ‚Exomatose‘, wodurch er bei vollem Bewußtsein seinen Körper verlassen und zu weit entfernten Orten und Dimensionen reisen kann, um anderen beizustehen, wobei er von ‚unsichtbaren Helfern‘ begleitet wird.

        Er sagt von sich, daß er sich seiner vergangenen Leben bewußt sei (in einem, so sagt er, war er der Wärter der Räume, in denen Jesus während seiner Aufenthalte bei den Essenern schlief) und daß er in der Lage sei, diese Inkarnationen willentlich wieder aufzusuchen.

        Von Daskalos wurde berichtet, daß er Hunderte von Heilungen bewirkte, die in der Öffentlichkeit stattfanden, wie in der folgenden Situation, die ein italienischer Journalist in Markides` Biographie beschreibt:

        Vor den Augen mehrerer Zeugen heilte Spyros Sathi einen dreijährigen Jungen aus England von Polio. Ich starrte neugierig die Frau aus England an, die ihr Kind hielt. Erst als sie den Jungen Spyros Sathi in die Arme legte, bemerkte ich, daß dessen linkes Bein mit einer Plastikschiene bedeckt war. Es war atrophiert und deutlich kürzer als das andere Bein… Spyros Sathi saß mit dem Kind in seinen Armen auf einem Stuhl und fing an, mit einem sehr süßen Ton in seiner Stimme zu ihm zu sprechen. Während er das tat, begann er, sanft über das kranke Bein zu streichen. Er zog einige Male daran, wie um es zu verlängern… Zehn, zwanzig Minuten mußten vergangen sein; ich kann mich nicht erinnern. Meine Augen hatte ich teils auf Spyros Sathi, teils auf das Kind fixiert. Plötzlich zeigte das Kind ein schmerzverzerrtes Gesicht. An diesem Punkt stellte er den Jungen auf die Füße, gab ihm einen leichten Klaps auf den Po und sagte, ‚Jetzt lauf, mein Junge.‘ Und das Kind fing an, im Raum umherzulaufen. War es ein Wunder? War es Suggestion? Man kann beliebige Schlüsse daraus ziehen. Ich beschreibe nur, was ich gesehen habe.‘

        Trotz dieser ihm nachgesagten Kräfte weist Daskalos den Mantel eines Wundertäters zurück. ‚Das sind Phänomene, mehr nicht‘, beharrt er. ‚Wenn wir wüßten, wie die Natur arbeitet, würden wir sie nicht Wunder nennen.‘ Wie die meisten echten Mystiker, hat Spyros Sathi ein äußerlich unauffälliges Leben geführt. Er ist 1910 im griechischen Teil von Zypern, nahe der Stadt Strovolos, geboren und verbrachte seine Jahre als Staatsbeamter, Familienvater und Christ. Hinter dieser weltlichen Fassade aber war Sathi ein völlig anderer. Er versammelte einen Kreis von Schülern (die Erevna- oder ‚Wahrheitssucher‘) um sich in der Stoa, einem besonderen Raum in einem Anbau seines bescheidenen Heims. Daskalos unterrichtete die Gruppe in esoterisch christlicher Weisheit, Kontemplation, Exomatose und der Entwicklung heilerischer Fähigkeiten. Eine solch große Seele würde in den meisten Kulturen als Mahatma, Schamane oder Curandero verehrt werden, Daskalos aber wurde vom orthodoxen Klerus in Zypern abgelehnt. Es wurden Anstrengungen unternommen, ihn als ‚Magier mephistophelischer Ausmaße‘ aus der Kirche zu exkommunizieren, so Markides. Mit der Zeit, als Daskalos` Ruf zunahm und die Harmlosigkeit seiner Arbeit offensichtlich wurde, ließ die Kirche diese fehlgeleiteten Beschuldigungen fallen. So harmlos auch seine Arbeit sein mag, das gnostische System jedoch, das Daskalos lehrt, ist fast undurchdringlich für Jemand, der nicht in seine Terminologie und Bildsprache eingeweiht ist, wie Tausende von uns während der zwei ausverkauften Vorträgen erfahren mußten, die Daskalos in der Stadthalle in New York City hielt. Er trat auf eine Bühne, auf der Hunderte Briefe und Photographien von Anhängern verstreut lagen, die Heilung suchten, führte uns in das Vaterunser, und sprach dann eine Stunde lang über den Ursprung des Universums, die psychonoetischen Ebenen, die ‚Geist-Über-Substanz‘, die heiligen Erzengel, die ‚unendliche absolute Seinsheit‘ (Gott), und die Mission des Joshua Emmanuel, des Christus. Während der große Mann im grauen Anzug auf geheimnisvolle Weise von Thema zu Thema streifte, versuchten viele von uns, obwohl durchaus versiert in Metaphysik, recht erfolglos dem Schwung seines Geistes zu folgen. Ich verließ beide Vorträge fasziniert, verwirrt, und überzeugt davon, daß Daskalos auf einer Ebene wirkt, die nur von wenigen erreicht wurde. Solch einen Mystiker zu interviewen, ist alles andere als einfach, wie ich am nächsten Tag in einem Hotel in der Stadtmitte Manhattans herausfand. Ängstlich, wie ich bereits war, wurde ich noch weiter überrascht, als dieser erstaunliche Mensch meine Hand ergriff und mir ganz unspektakulär mitteilte, daß er meine Gedanken lesen könne und genau wüßte, was ich fragen wollte. Nachdem er diesen Vorteil in den Raum gestellt hatte, ignorierte er viele meiner Fragen und erlaubte seinen Ausführungen, ihrem eigenen, selbstdiktierten Rhythmus zu folgen.

        Common Boundary (Zeitschrift ‚Allgemeine Grenze‘):

        Es interessiert mich, was Sie darüber sagten, daß Sie die Gedanken anderer Leute wahrnehmen. Ist das eine konstante Erfahrung für Sie ?

        Daskalos: Das ist mir seit meiner Kindheit passiert; für mich war es etwas Natürliches. Ich wußte nicht, daß die Anderen anders waren.

        CB:Wann wußten Sie zum ersten Mal, daß Sie ein Lehrer sind?

        D: Warten Sie einen Moment. Laßt uns dieses Wort ‚Lehrer‘ klarstellen. Der Lehrer ist Joshua Emmanuel, der Christus. Kein menschliches Wesen hat das Recht, sich selbst Lehrer zu nennen. Ich habe alle diese sogenannten Titel zurückgewiesen, die mir in verschiedenen Büchern verliehen wurden. Wir nennen die Mitglieder unseres Systems ‚brüderliche Führer‘, allen anderen brüderlichen und schwesterlichen Führern gleichgestellt. Viele Hindus nennen mich Swami, Yogi, aber das ist unnötig. Und ganz bestimmt nicht das Wort ‚Magus‘, um Gottes Willen.

        CB:Sie sagten, Sie waren ein Junge zur Zeit Joshuas ?

        D: Ja, ich kam im Alter von 10 Jahren zur Schule der Essener und war zum Rabbinat bestimmt. Joshua war in einer Zeit, in der er viele Schüler unterrichtete – er hatte viele Anhänger. Da ich ein Novize der Essener war, hatte ich das Glück, mich um die Räume zu kümmern, in denen er vier Tage eines Monats lebte, und ihm nahe zu sein, ihn innig zu lieben und anzubeten. Können die Menschen einander durch die menschliche Sprache verstehen? Nein- es ist die armseligste Art von Verständigung. In einigen hundert Jahren werden menschliche Wesen in der Lage sein, auf bessere Weise miteinander zu kommunizieren.

        CB: Bis zu welchem Alter waren Sie dort?

        D: Als ich 17 war, wurde er gekreuzigt. Diese 7 Jahre waren die beste Inkarnation, die ich je hatte. Ich habe drei oder vier vergangene Inkarnationen als ägyptischer Hohepriester und ich erinnere mich, als ob es meine Sprache wäre, an die Hieroglyphen und ihre Bedeutung. Ich habe diese Information an Ägyptologen gegeben. Obwohl ich also sehr seriöse Inkarnationen hatte, war mir sogar als einem Jungen von 10 Jahren bewußt, daß ich in Joshua etwas sehr Hohem nahe war.
        Ich hatte damals bereits meine Fähigkeiten der Exomatose (Reise außerhalb des Körpers), und Joshua wußte das. Er lehrte diese Dinge, aber das Größte, das er mich lehrte, war Demut. (Wir wurden hier von einem Assistenten unterbrochen, der mich anwies, keine weiteren ‚persönlichen‘ Fragen mehr zu stellen)

        CB: Lassen Sie uns über das Leiden sprechen. Wir scheinen in einem sehr dunklen Zeitalter zu leben – die Hindus nennen es das Kali Yuga. Jeden Tag gibt es Gerüchte über die Apokalypse und Armageddon. Ist es nur unsere Wahrnehmung, daß wir in einem dunklen Zeitalter leben, oder sind wir tatsächlich am Ende eines Zyklus der Geschichte?

        D: (die Frage mißbilligend) Das ist keine Entschuldigung! Gott hat uns alles im Überfluß gegeben – frische Luft zum Atmen für Jeden, die Übersubstanz des Geistes, so daß wir Gott erreichen können. Christus hat uns gelehrt, wie wir sie benutzen können! Was hindert den Menschen, Vernunft und Liebe einzusetzen, um sich selbst von dem aktuellen Zustand des Leidens zu befreien? Diese Gewohnheiten werden als Entschuldigung vorgebracht.

        CB: Ich stimme zu, aber Viele finden es einfacher, dem Zustand der Welt einem göttlichen Plan die Schuld zu geben.

        D: Sehen Sie (er beugt sich vor und schaut mir tief in die Augen), Ich bekomme viel von Ihren Gedanken mit (lacht). Sie sind hierhergekommen, um mit mir über Psychologie zu sprechen. Aber was ist Psychologie? Was sind Psychometrie, Psychotherapie und Psychiatrie? Menschen gebrauchen das Wort ‚Seele’—Psyche, und zerstören seine große Bedeutung. Meinen Sie mit ‚Seele‘ das Verhalten der Persönlichkeit? Das ist nicht ganz korrekt. Das Verhältnis zwischen Seele und Persönlichkeit ist komplex. Die Persönlichkeit mag sündig sein, aber die Seele ist nicht sündig. Sie ist Gott. Die Seele kann nicht verletzt werden. Sie haben nicht eine Seele; Sie sind eine Seele. In unserem System sprechen wir von etwas anderem, das wir die permanente Persönlichkeit nennen. Das ist der Zustand zwischen Zeit- und Ort-Inkarnationen, der keinen Namen hat, außer dem Ich-bin-Ich. Diese permanente Persönlichkeit geht tatsächlich in die Seele ein. Dieses Ich-bin-Ich, das aus dem grobmateriellen Körper scheidet, erinnert sich an alles.

        CB: Ich erinnere mich aber nicht an meine früheren Inkarnationen.

        D: Das ist Teil der göttlichen Gnade, den Menschen die Möglichkeit zu geben, voranzugehen, ohne Reue über die begangenen Sünden zu fühlen. Die Menschen mißverstehen die Gnade Gottes.

        CB: Wollen Sie damit sagen, daß Unwissenheit eine Form der Gnade ist?

        D: Ja. Natürlich hat Unwissenheit viele Bedeutungen. Aber wenn Sie sich auf Ihre permanente Persönlichkeit einstimmen, dann werden Sie sich erinnern. Dann sind Sie aus Ihrer Unwissenheit heraus. Lassen Sie uns über das Heilen sprechen. Psychotherapie und alle Formen von Heilung nutzen die Geist-Übersubstanz, das Prinzip, das der Existenz zugrundeliegt. Der Geist bewegt sich als Energie durch Sie hindurch und wird dem Mitmenschen gegeben, damit er geheilt wird. Aber wer tut die Arbeit? Einige sogenannte Psychotherapeuten sagen, daß sie Erfolge haben. Ganz bestimmt haben sie die, aber haben sie ihre eigene Ego-Persönlichkeit nicht geheilt und sagen weiterhin ‚Ich, Ich, Ich habe das getan‘, und meinen damit ihre Persönlichkeit. Sie tun überhaupt nichts! Es ist Er, der die Heilung bewirkt, nicht Ich. Das ist die große Wahrheit. Sie müssen Ihr Bewußtsein leicht machen, damit diese Vitalität, die ich Ihnen schicke, Ihnen helfen kann, das zu entdecken: Keiner kann geheilt werden, der dessen nicht würdig ist.

        CB:Würdig!

        D: Ja. Kein Psychotherapeut hat das Recht, sich Heiler zu nennen, weil der Heiler Gott ist. Ein Mittler! Ja, bei vielen Gelegenheiten habe ich gelernt, wie ich diese ätherische Vitalität bekomme und sie einem anderen gebe. Aber diese Heilungen hängen nicht von meinem Willen als Persönlichkeit ab, sondern vom Willen Gottes. Es hat Fälle gegeben, wo diese ätherische Vitalität durch mich hindurch und wieder zurückgeschickt wurde. Wenn das drei Mal hintereinander geschieht, höre ich auf. Es ist nicht der Wille Gottes, daß Heilung auftritt.

        CB: Also können Sie nicht voraussagen, was passieren wird?

        D: Bevor ich eine Person treffe, weiß ich nicht, ob es geschehen wird, aber wenn meine Aura die seine berührt, fühle ich sofort, ob er geheilt wird oder nicht. Dann schicke ich ätherische Vitalität. Atrophierte Beine werden länger- alle Arten von Dingen geschehen, die man Wunder nennt. Aber ich wiederhole, sie sind keine Wunder. Sie sind Phänomene. Das ist die ganze Wahrheit. Nichts hängt von mir ab; es ist alles Gott.

        CB: Mit anderen Worten, alle diese Phänomene liegen im Bereich des Möglichen jedes Menschen

        D: Wenn sie nicht möglich wären, wie könnte es denn getan werden?

        CB: Für begabte Menschen wie Sie, scheint das auf der Hand zu liegen. Aber nicht jeder ist sich bewußt, solche Fähigkeiten zu haben.

        D: Es ist wahr, daß ich diese Dinge seit der Kindheit hatte. Meine Mutter wußte es, und jeder wußte es. Aber ich habe immer gedacht, es wäre etwas, das Jeder tun könnte. Vielleicht ist es in meinem Fall die Arbeit von vielen Inkarnationen, die Verschmelzung meiner permanenten mit der Seelenpersönlichkeit. Wer kann es sagen! Was ich weiß ist, daß es nicht nur die Gunst Gottes ist. Man muß verdienen und gewinnen, was man hat.

        CB: Wenn wir von Gott sprechen, wie können Skeptiker und Atheisten an ihren Zweifeln über die Existenz des Göttlichen arbeiten?

        D: Ich glaube nicht, daß es Atheisten gibt; es gibt nur Menschen, die sich selbst täuschen. Oft haben sie viel von Gott in sich, ohne es zu wissen. Ich habe einmal mit dem Botschafter von Rußland gesprochen. Ein sehr berühmter Mann und ein guter Denker. Plötzlich sagte er ‚Mein Gott, mein Gott‘. Ich sagte ‚Oh, glauben Sie an Gott!‘ . Diese Frage verwirrte ihn, und er bat mich, zu erklären, was Gott sei. Ich sagte, er könne es Liebe nennen, Verständnis, ein Gefühl in der Seele. Ich gab ihm das Beispiel eines reichen Mannes, der sich selbst einen Christen nennt, aber der stiehlt und gierig ist, und andererseits eines armen Schluckers, der nie von Gott spricht, aber der sein Stück Brot, das er hat, mit einem hungrigen Kind teilt. Obwohl weder der Mann noch das Kind ihren Hunger stillen werden, wird der Mann das Gefühl von Befriedigung in seiner Seele haben und viel von Gott in sich. Der Botschafter schien immer noch nicht zu verstehen. Ich sagte, ‚Wenn ich Sie frage, was Elektrizität ist, kann es sein, daß sie es nicht wissen. Aber Sie wissen, was sie tun kann.‘ Er sagte, ‚Ich verstehe immer noch nicht, obwohl ich es will!‘ Ich sagte, ‚Durch Innenschau werden Sie verstehen, Euer Exzellenz.‘

        CB: In Ihrem System betonen Sie, daß das Gehirn und der Geist nicht dasselbe sind.

        D: Eine Batterie ist nicht Elektrizität! Wenn ich über schwierige Dinge meditieren muß, gehe ich aus meinem Körper heraus und benutze den Geist direkt, nicht das Gehirn. Einer meiner Schüler war in Amerika, wo in einer Kaffeebar eine Schlägerei ausbrach. Jemand zog ein Gewehr und schoß und die Kugel zerstörte einen großen Teil seines Gehirns. Sie nahmen die Kugel heraus, und die Ärzte in Amerika sagten, wenn er überlebte, wäre er nicht imstande zu gehen, sprechen oder zur Toilette zu gehen. Der Junge war um die 26. Zwei Ärzte brachten ihn zu uns nach Zypern zurück. Ich begann zu versuchen, seine Seele aufzurufen, die Kontrolle zu übernehmen. Ich kann nicht sagen, daß es nicht sehr schwierig gewesen wäre; es war schwierig. Wissen Sie, was passiert ist! Der Junge, der nicht sprechen konnte, als er ankam, sagte den Ärzten: ‚ Ich will aufstehen und gehen.‘ Sie wollten es ihn nicht versuchen lassen, aber ich habe ihnen gesagt, sie sollten ihn alleine lassen. Dieser Mann arbeitet heute in Zypern und niemand weiß, daß er einen solchen Unfall hatte. Die orthodoxe Wissenschaft weiß sehr wenig über das Leben. Man nennt solche Ereignisse Wunder. Nein! Sie sind Phänomene, sie in der Gnade der absoluten Über-Intelligenz erscheinen, die wir Gott nennen.

        CB: Es wird berichtet, daß Sie sich willentlich durch Zeit und Raum bewegen können, bei vollem Bewußtsein.

        D: Ja, ich kann das, aber nicht mit meinem menschlichen Geist (lacht). Sie haben gerade etwas erwähnt, das die Menschen nicht verstehen- Bewegung. Was ist Bewegung? Sie sagten ‚in der Zeit bewegen‘, und implizieren damit, daß es Bewegung in Zeit und Raum gibt. Aber wenn Sie sich auf das kosmische Gedächtnis einstimmen, auf die höheren Ebenen des noetischen Plans, und Sie etwas in der sogenannten Akaschachronik sehen wollen, trifft dies nicht zu. Wenn ich will, kann ich durch die Einstimmung meines Geistes in einigen Minuten alles wissen. Es ist schwierig, offen über diese Dinge zu sprechen, aber es gibt in der menschlichen Natur göttliche Kräfte, wenn man weiß, wie es sich anfühlt, Gott zu sein.
        Durch Exomatose ist man in der Lage, Erfahrungen von anderen Orten und Zeitabschnitten zu erlangen. Man ist in der Lage, sich an alle vergangenen Inkarnationen und alles in den Inkarnationen zu erinnern. Vorher erinnert man sich an nichts.

        CB: Vermehrt das Ihren Schmerz?

        D: Ja. Aber es ist auch eine göttliche Segnung. Ich stimme mich oft auf vergangene Inkarnationen ein. Jede ist wie ein Buch, das ich geschrieben habe. Es ist auf meinem Regal.

        CB:Wieviele waren da?

        D: Hunderte. Es spielt keine Rolle. Ich kann aufstehen und sie wieder lesen, wieder leben, nichts ist verloren. Ich gehe in ein Leben hinein und sehe Dinge. Christentum gründet nicht auf Dogmas. Christentum beruht nur auf zwei Anweisungen: Liebe Gott mit Deinem ganzen Herzen, Seele und Intelligenz; und liebe jedes andere Wesen, wie Du Dein eigenes Selbst liebst: nicht wie auf einem Fernsehbildschirm, sondern dreidimensional. Man befindet sich in einer dreidimensionalen Welt, aber man kann nichts ändern, wie ein Sänger auf einer Plattenaufnahme nichts ändern kann. Aber die göttliche Gnade ist so, daß man die Lektionen dessen verstehen kann, was man sieht.

        CB: Ein inkarnierter tibetischer Lama sagte mir, daß es der Geist der Weisheit, nicht der weltliche, biographische Geist ist, der von Leben zu Leben weitergeht.

        D: Er spricht über die Seelennatur. Viele kraftvolle tibetische Lamas sind zu mir gekommen. Vor einigen Jahren traf ich den Panchin Lama, der in Athen war, auf dem Weg nach London. Das war ziemlich interessant. Erstens, woher kannte er mich. Nicht von meinem grobstofflichen Körper. ‚Zufällig‘ war ich im Haus eines Freundes einen Kilometer vom Aufenthaltsort des Panchin Lamas entfernt, ohne daß ich wußte, daß er in Athen war. Jemand rief an und sagte, daß der Lama sehr erfreut wäre, wenn ich ihn besuchte. Ich ging hin und fand ihn in einem großen Raum mit einem gelben Teppich. Er war in einer Orange-farbigen Robe, saß auf einem Kissen. Ich zog nach seinem Brauch die Schuhe aus und setzte mich neben ihn. Er hielt seinen Rosenkranz in seiner Hand und überreichte sie mir. Ich nahm meinen Rosenkranz aus meiner Tasche und gab sie ihm. Wir saßen fünf Minuten lang da und sahen uns an. Kein Wort in irgendeiner Sprache der Welt wurde gesprochen. Er wollte mir meinen Rosenkranz zurückgeben, und ich zeigte ihm, daß er ihn behalten sollte, weil die Perlen kostbar seien. Ich stand auf und zog meine Schuhe an. Der Gastgeber sagte zu mir: ‚Warum gehen Sie, ohne überhaupt seine Stimme gehört zu haben?‘ Ich sagte ihm, daß wir mehr gesagt hatten, als Menschen sich in fünf Jahren täglichen Kontakts sagen können. ‚Ich habe ihm soviel Liebe gegeben, und soviel Liebe von ihm bekommen, daß ich glücklich bin.‘
        Also, was ist das? Können Menschen einander durch menschliche Sprache verstehen? Nein- es ist die ärmste Form menschlicher Kommunikation. In einigen hundert Jahren werden die Menschen in der Lage sein, auf bessere Art zu kommunizieren. Zum Beispiel, wenn Sie mir sagen ‚mein Haus‘ kann ich, indem ich mich auf Sie einschwinge, genau wissen, wie Ihr Haus aussieht. Aber Jemand, der sich nicht einschwingen kann, wird nicht wissen, was Sie meinen. Er wird denken, daß Ihr Haus ist wie sein Haus. Also, wenn man das Wort ‚Haus‘ in der gesprochenen Sprache sagt, bedeutet es nichts.
        Wenn Menschen die Ebene unserer Lehre erreichen, werden sie in der Lage sein, weitaus klarer zu kommunizieren. Aber auf dieser Ebene gibt es keine Geheimnisse oder Heuchelei, weil man die Gedanken der Mitmenschen kennt.

        CB: Sie können den Geist Anderer lesen!

        D: Es ist nicht Lesen. Wenn man sich einschwingen kann, weiß man einfach alles. Diese Lehren waren Mystikern vergangener Jahrhunderte bekannt und werden der kommenden Wissenschaft bekannt werden.

        CB: Das bringt uns zur Frage des zeitgenössischen christlichen Mystizismus. Viele Westler, die nach mystischem Training hungern, gehen zu den Buddhisten oder den Hindus oder Sufis auf der Suche nach Unterweisung und Inspiration. Wo sind die erleuchteten christlichen Mystiker von heute?

        D: Sie haben das Neue Testament. Lesen Sie es. Studieren Sie es. Sie brauchen nichts sonst. Ich hatte einen Schüler, ein Schullehrer in Zypern, der fünf Jahre in unseren Zirkeln war. Er sparte und sparte, um nach Indien zu gehen. Schließlich bekam er ein Jahr frei und kam zu mir und sagte: ‚Daskale (die vertraute Anrede), ich gehe nach Indien.‘ Ich halte nie Leute davon ab, etwas zu tun. Wie auch immer, er ging zu einem Guru und saß nahe bei ihm. Der Guru war sehr machtvoll und lehrte ihn viele Dinge. Gegen Ende des Aufenthalts fragte der Guru ihn: ‚Warum bist du hierhergekommen?‘ Er sagte: ‚Das frage ich mich auch. Ich habe nichts gelernt, was mich nicht auch mein Lehrer in Zypern gelehrt hätte.‘ Der Guru sagte : ‚Geh zu ihm und versuche zu verstehen, was er sagt, nicht was du verstehen willst.‘ Das ist der Punkt: Fokussiere dich nicht auf das, was du willst, daß die Lehren bedeuten, sondern auf die Lehren selbst. Sogar wenn du den größten Lehrer hast, wenn du nicht bereit bist, zu verstehen, was er sagt, wird es keinen Nutzen haben.

        CB: Sind Sie der christlichen Kirche von heute gegenüber kritisch, wo Frauen keine ordinierten Priesterinnen sein, Homosexuelle nicht heiraten dürfen, und so weiter?

        D: In unseren Tagen ist alles entstellt. Christentum gründet sich nicht auf Dogmen – das sind menschliche Schwächen. Alle Dogmen enthalten in sich die Schwächen derer, die regieren. Wahres Christentum basiert auf zwei Anweisungen: Liebe Gott mit deinem ganzen Herzen, Seele und Intelligenz; und liebe jedes andere Wesen wie dich selbst. Was nicht so ist, ist kein Christentum für mich.

        CB: Wenn Sie mit Jemandem arbeiten, der stirbt, können Sie dieser Person beim Übergang helfen?

        D: Mit Tod meinen Sie Wandel. St. Paul sagt, ‚Ich sterbe jeden Tag.‘ Sie kamen als Spermatozoe in dieses Leben. Der Same wurde Schwangerschaft, ein Junge oder ein Mädchen, das auf dem Boden spielt. Wo sind diese Kinder jetzt? Tot. Was bedeutet ‚tot‘? Nicht länger existent in der grobstofflichen Welt. Was werden Sie in 30 Jahren sein, wenn Sie auf dieser Ebene noch leben? Keine einzige Zelle Ihres Körpers wird noch ‚Sie‘ sein. Du stirbst ununterbrochen. Materie hinein, Materie hinaus. Wie die orthodoxe Wissenschaft jetzt herausgefunden hat, wird Materie nicht zerstört, sondern transformiert in etwas anderes und etwas anderes. Als Persönlichkeit ändern Sie sich auch die ganze Zeit. Aber Ihr Ich-heit, Ihr Atma, ist die gleiche. Mit der Zeit drückt diese Ich-heit sich auf den verschiedenen Ebenen des Bewußtseins aus. Entsprechend dem Gesetz der Dualität, haben Sie zwei Persönlichkeiten: die veränderliche Persönlichkeit und die permanente Persönlichkeit, die Ich-heit. Das Ziel unseres Systems ist es, den Menschen zu helfen, den Unterschied zu erkennen, das Ding zu finden, das du bist und das Leben ist. Also existiert der Tod nicht. Es gibt einen Übergang, vom grobstofflichen Körper in die psychische Welt.

        CB: Können Sie wissen, wann Sie Ihren Körper verlassen werden?

        D: Natürlich.

        CB: Eine letzte Frage. Wird Jesus wiederkommen?

        D: Erinnern Sie sich daran, daß Joshua gesagt hat, ‚Ich bin‘, nicht ‚Ich war‘. Er ist heute hier, und jeder kann sich auf die Christheit einstimmen. Früher oder später werden alle Menschen diese Wirklichkeit in sich selbst erkennen.

        Written Material © Mark Matousek, Common Boundary.

  23. Fluß
    Februar 1, 2016 um 4:00 pm

    Ein Baby lebt auch noch in den Theta-Wellen.
    Und es ist ihm egal, wer da ist – da es neu-gierig und offen ist —> am Ent-Decken.

    Immerhin darf es ja seit Jahren Links-Händer geben. Meine Tochter ist eine und in meiner weiblichen Linie gibts Vererbung von Schreibschwierigkeiten. Ich wurde als Kind (lange her) gezwungen doch richtig zu schreiben. Ich wuchs sehr selb-ständig mit der Natur auf, was rechte Gehirn-Hälfte bedeutet ❤ ⭐

    Was vielen fehlt ist der Be-Zug zur Natur. Text les ich später.

    • Der kleine Hunger
      Februar 1, 2016 um 4:53 pm

      Sehr bedenklich sein Gehirn in zwei Teile zu spalten. Eine wissenschaftliche Feststellung, dass bei Menschen eine Zweiteilung auffällig ist und daraus den Schluss zu ziehen, dass dies der Normalität entspricht und dieses wiederum zur Norm erklärt, ist geisteskrank.

  24. Februar 1, 2016 um 3:42 pm

    Und noch eine Schärfung, die er in einem Kommentar ergänzte, als ich zu seinem Artikel feststellte, dass Babies ohne Aggression daherkommen und das Urvertrauen der Grund sei:

    Jedes Lebewesen will leben und dazu gehört, dass es sein Leben verteidigt und sich zum Leben nimmt, was es braucht. Jedes Lebewesen muss töten, um selber leben zu können. Für die friedlichen Bonobos beispielsweise sind kleinere Affenarten gesuchte Leckerbissen, auf die sie Jagd machen.

    Babies und andere Jungsäuger müssen noch nicht für sich selber sorgen, müssen noch nicht töten, deshalb ist der Aggressionstrieb bei den Winzlingen auch noch nicht besonders aktiv. Nicht mal bei einem Leoparden.

    Ein Baby weiß nicht, dass es von der Fürsorge der Mutter abhängig ist. Werden seine Bedürfnisse von der Mutter adäquat befriedigt, entwickelt dieser Mensch später das normale Aggressionspotenzial, das er braucht, um sich im Leben zu behaupten. Gibt es in der Beziehung von Mutter und Kind Störungen, dahingehend, dass die kindlichen Bedürfnisse nicht adäquat befriedigt werden, kann sich der Aggressionstrieb u.U. nicht normal entwickeln. Manchmal kommt es zu überschießenden Aggressionen, häufiger aber wohl eher zu einem mangelhaft ausgebildeten Aggressionstrieb. Wer zu wenig Aggressionen hat, wird zum Spielball der Agressionen anderer und vermehrt damit unter dem Strich aggressives Verhalten. Wer sich nicht angemessen verteidigt, dem wird auf der Nase rumgetanzt.

    Jean Liedloff präsentiert ein Bild von Naturvölkern, wie es der westlich-zivilisierte, einer idealisierten Naturromantik anhängende Leser gern haben will. Auch wenn die Kinder bei den Yequanas paradiesisch heranwachsen, ist es doch so, dass gerade bei den südamerikanischen Naturvölkern die meisten Stammesgruppen regelmäßig übereinander herfallen und im Schnitt ein Drittel dabei gewaltsam getötet wird. Die Kranken werden von den Gesunden ausgesetzt und im Stich gelassen. Passiert im Stamm ein Unglück, wird ein Mitglied des Stamms zum von einem bösen Geist besessenen Sündenbock erklärt und umgebracht.

    Der springende Punkt ist, dass die (tödliche) Aggression in der arbeitsteiligen Welt nicht länger bloß der Nahrung, den Fressfeinden und dgl. gilt, sondern auf einmal den Artgenossen. Das ist schon bei Naturvölkern so. Wenn Menschen, was ihre Nahrung betrifft, von anderen Menschen existenziell abhängig werden, richtet sich die tödliche Aggression auf einmal gegen Menschen. Nicht gegen die Mitglieder derselben Gruppe, von der man abhängig ist, denn damit würde man ja die eigene Existenz gefährden, sondern gegen Mitglieder einer Gruppe, die man als “fremd” bewertet und die als Projektionsfläche für die innerhalb der eigenen Gruppe angestauten Ängste dient.

    Der erwachsene Mensch in der arbeitsteiligen Welt weiß im Gegensatz zum Baby, dass er von anderen Menschen existenziell abhängig ist. Er weiß: wenn die anderen Menschen aufhören wie Rädchen im Getriebe zu funktionieren, steht er morgen ohne Nahrung da. Deshalb entsteht automatisch das Bedürfnis, die Anderen zu kontrollieren. Kontrolle führt bei den Anderen zu einer Verweigerungshaltung und macht aggressiv. Das macht wiederum noch mehr Kontrolle und schließlich einen Überwachungsapparat notwendig.

    Wenn der Mensch sein eigenes Leben bedroht sieht, wird er aggressiv. Das ist eine ganz normale Reaktion und im Grund gar nichts Schlechtes. In einer Welt, in der der einzelne Mensch immer weniger für sich selber sorgen kann/darf, nimmt das Gefühl der Bedrohung kontinuierlich zu. Seit der Mensch Ackerbau und Viehzucht erfunden hat, sind die Ängste einerseits, die Kontrollmechanismen andererseits mit zunehmender Abhängigkeit permanent gewachsen.

    Erst wenn Menschen zugeben, dass sie aggressiv sind, können sie lernen, mit ihren Aggressionen umzugehen. Solange sie so tun, als wäre jeder Krieg bloß ein Versehen oder das Ergebnis von Manipulation und Gehirnwäsche, solange sie ihre Aggressionen also verleugnen und verdrängen, werden diese sich immer wieder mit Gewalt Bahn brechen.

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