Startseite > Gesellschaft > 5 Jahre Faszination Mensch – eine Bestandsaufnahme meiner Weltsicht

5 Jahre Faszination Mensch – eine Bestandsaufnahme meiner Weltsicht

Vor 5 Jahren, am 22.12.2010, also 2 Tage vor meinen 52. Geburtstag (nach den Mayas heißt es, dann Mensch dann in seine Phase der Weisheit einträte …), hatte ich mich entschlossen, diesen Blog zu beginnen. Der Grund war, dass ich auf meinem Weg nach mehr Erkenntnis zunehmend systemkritischer wurde und ich für bestimmte Themen eine andere Plattform als den Blog der Firma, bei der ich damals noch beschäftigt war, brauchte.

Den Titel „Der Mensch – das faszinierende Wesen“ oder kurz „Faszination Mensch“ wählte ich, da ich Licht und Schatten wahrnahm. Es faszinierte mich, wie kreativ und destruktiv Mensch gleichzeitig sein kann. Dass ein gutmütiger Familienvater bei passender Gelegenheit zu einer Bestie werden kann. Dass es fördernde Empathen auf der einen Seite gibt, wie ausbeutende Psyhopathen auf der anderen. Dem wollte ich hier weiter auf den Grund gehen.

Im ersten Jahr wühlte ich mich dann kräftig durch die Schattenseiten der Menschheit und blickte immer mehr hinter die Bühne. Nach einem Jahr wurde ich auf meinem Weg des Findens nach einer besseren Welt von weiteren Menschen begleitet, die nicht nur kritisch kommentierten sondern mit eigenen Artikel meinen Horizont erweiterten.

Die Themenvielfalt war einigen Blog-Begleitern zu groß, es fehlte ihnen der Fokus. Zudem war ich mit meiner Weiterentwicklung dem Einen oder Anderen zu langsam, auch kamen ihnen zu viele Wiederholungen. Und so gingen die Einen, dafür kamen Andere. Allen, die sich hier beteiligten, möchte ich meinen Dank aussprechen, denn sie halfen mir alle auf ihre Art, mich in meinem Tempo weiterzuentwickeln.

Was habe ich bis hier her gelernt?

So könnte es sein:

Nach viel Lektüre und vielen Gesprächen mit Menschen, die erweiterte Zugänge zu unserer Wirklichkeit haben, stelle ich fest: Unsere Wirklichkeit scheint mir rein geistiger Natur (siehe u.a., siehe auch Radikaler Konstruktivismus) zu sein. Ich vermute mich als Einzelbewusstsein, das sich getrennt vom Gesamtbewusstsein = Schöpfer fühlt. Die getrennten Einzelbewusstseine des Universums dienen dem Schöpfer, sich selbst (spielerisch?)zu erfahren. Dieses so geschöpfte Universum scheint ein multidimensionales zu sein, so wie Mario Walz (siehe Schöpfungsgeschichte 3.0) und viele Andere berichten, die ein weniger getrenntes Bewusstsein haben.

In diesen Dimensionen gibt es scheinbar Wesen, die die menschlichen Seelen (die hier einen Körper und Geist haben) fördernd genauso wie Energieraubende (Das Allsehende Auge auf der 1 Dollarnote). Diese Räuber sorgen über einige wenige menschliche „Verführer“ (siehe u.a. Goethes Faust) hier auf der Erde dafür, dass viel Angst geschürt wird. So können sie die Energien für sich nutzen (siehe auch die Anspielungen Film Matrix).

Wir leben in einer Matrix:

Vera Birkenbihl hat es in ihrem Vortrag Viren des Geistes gut dargestellt: So wie unsere Biologie via Gene übertragen wird, wird unser Denken durch Meme geistig übertragen. Die Weltbilder, die unsere Wirklichkeit bilden, werden durch unsere Kulturen geformt (In-FORM-ation). Es gibt einen kleinen Kreis von Menschen, die die Begriffshoheit besitzen und via Bildungssystem dafür sorgen, dass das passende gedacht und so entsprechend gehandelt wird (-> Erziehung und nicht Entfaltung). Am Ende des Aus-BILD-ungsprozesses sind fast alle uni-FORM-iert (warum heißen Universitäten nicht Diversitäten?), Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel. Es wird zwar viel Wissen eingetrichtert, das meiste davon aber eher unnütz, da die Mündigkeit nicht fördernd, dafür aber den Gehorsam (zuletzt nicht mehr mit Peitsche sondern mit Lob und Tadel = Zensuren), der im Hamsterrad benötigt wird („Du sollst nicht Denken, das kannst Du den Pferden überlassen, die haben den größeren Kopf“).

Globalisierung und Internet führen zur Transformation

Unser Kapitalismus, der dafür sorgt, dass die Arbeit der Vielen = Zinssklaven hin zu den Wenigen = Zinsgewinner fließt, so dass Letzteren am Ende der ganze Planet gehört, wird aktuell durch die eigenen Werkzeuge von innen zerstört. Es sind dies die Globalisierung und das Internet. Die Anforderungen an die Menschen in der Produktion der Waren als auch der Dienstleistungen werden immer höher, da die Komplexität steigt. Zudem erhöht sich auch die Veränderungsgeschwindigkeit. Es lohnt sich heute kaum noch lange ein Thema vertiefend zu erlernen, da es übermorgen schon wieder veraltet sein wird. Hier braucht es einerseits Menschen mit einer hohen Auffassungsgabe (auf Gehorsam gedrillte Menschen kommen hier schnell an ihre Grenzen, da sie nur schwer über ihren eingepaukten Denkzaun kommen) und andererseits werden Entscheidungen weg von der Zentrale hin zur Peripherie gelegt. Denn die Menschen vor Ort sind nun die Experten und wissen, was zu tun ist (das deutsche Militär war eine der ersten Organisationen der neuen Zeit, die das Problem erkannt hatte und eine zuträglichere Organisationsform gefunden hat). Die Organisationen stellen sich daher zunehmend auf agile Methoden der Selbstorganisation von Teams um. Menschen, die das erfahren, lassen sich so leicht nicht mehr rumkommandieren (-> siehe auch die Idee der Wirtschaftdemokratie).

Mit dem Internet entstehen derzeit viele alternative Plattformen mit Informationen, die nicht von den Begriffshoheitlern eingesteuert werden (Stichwort: Lügenpresse, siehe). Wir können wahrnehmen, wie darüber inzwischen sehr schnell False Flag Aktionen als solche enttarnt werden und so die Ziele der Hintertanen (= die wahren Herrschenden hinter den offenbar Regierenden) nicht mehr in der gewollten Geschwindigkeit erreicht werden können. Es geht das Gerücht um, dass schon um das Jahr 2000 der geplante 3. Weltkrieg hätte beginnen sollen, es aber immer wieder ein Sandkorn mehr in diesem Getriebe gab, die diesen zu verhindern wussten.

Wir schreiten wieder auf das goldene Zeitalter zu

Ideologien waren im Dunklen Zeitalter, dem Kali Yuga, aus dem wir gerade herausgekommen sind (siehe), jene Werkzeuge, die das Teilen und Herrschen leicht machten. Diese Ideologien haben aber nun zunehmend keine Abnehmer mehr. Die Menschen erkennen, dass der Vorteil von Konkurrenz eher ein Mythos ist (siehe) und die Menschen primär eher motiviert sind, in Bindung zu gehen, gemeinsam etwas zu schaffen, eben die Kooperation als zuträglicher empfinden, was zum Wohle Aller und nicht der Wenigen führt. Dass auf dieser Welt eine große Bewegung unterwegs ist, haben wir hier auf dem Blog schon unter dem Stichwort Kulturell-Kreative erfahren. Paul Hawken brachte es hier auch gut auf den Punkt:

Ja, es finden äußerst merkwürdige Entscheidungen wie Zuletzt der Einsatz der Bundeswehr gegen den IS in Syrien statt, die auf ein Armageddon hinsteuern, wie es die Evangelikalen als reinigendes Gewitter ersehnen und mit den Fundamentalisten der anderen Religion gemeinsam am Ereignis arbeiten (siehe). Ich bin aber zuversichtlich, dass die Menschheit das notwendige Bewusstsein erreichen wird, die nächste Stufe der Holons zu erreichen: die Weltgemeinschaft in Kooperation. Damit meine ich nicht Jene Gesellschaft, die durch eine zentral Macht gesteuert werden soll, wie sie von Jenen der New World Order (siehe 1 Dollarschein) angestrebt wird.

 

  1. kekabe
    Dezember 23, 2015 um 3:49 am

    Vielen Dank für diesen Beitrag! Ich bin mir sicher, dass hier Worte für etwas gefunden wurden, was sich langsam und beständig in den Menschen emporhebt und nach Ausdruck strebt…oft ohne, dass der Einzelne es so konkret FORMulieren kann. Einen Tag vor Weihnachten solch eine Zusammenfassung präsentiert zu bekommen, ist wie…tja, wie Weihnachten. 🙂
    Danke für Ihre Arbeit, Ihr Streben und herzliche Grüße!

  2. Manfred Voss
    Dezember 23, 2015 um 4:00 pm

    Lieber Martin,

    erstmal Danke für Dein Blog mit all seinen Facetten, was u.a. auch mir ermöglicht hat, gelegentlich beizutragen – d.h., nach innen zu lauschen, mich zu fokussieren und meine im Laufe meines Lebens gewonnenen Erkenntnisse auf dieser Plattform auszudrücken, so aufrichtig wie mir möglich ist … was dann möglicherweise auch andere anregt, das eine oder andere bei sich selbst zu hinterfragen, sich in irgendeiner individuellen und einzigartigen eigenen Form lebendig zu ent-wickeln, und zu wachsen. Letzteres liegt natürlich nicht in meiner Hand – in der lebendigen Natur gibt es nur Originale, keine Kopien, und auch die eigene Geschwindigkeit ist dabei völlig individuell. Meine Metapher hierzu: Ich ziehe nicht an einem Grashalm, damit er schneller wächst 😉

    Ich lese hier nach wie vor regelmäßig mit, auch wenn ich z.Zt. kaum schreibe. Nun ja, kommt bei mir immer wieder mal vor, kann sich auch wieder ändern … keine Ahnung.

    Bewusstseinsentwicklung, inneres Wachstum o.ä. … wie auch immer man das bezeichnen möchte, es ist und bleibt kein Zuckerschlecken für die „persona“, für jeden Einzelnen: Es ist ein „stirb-und-werde“-Prozess, mit einer möglichen Spannweite von relativ sanft bis hin zu ziemlich brutal. Viel hängt davon ab, inwieweit das natürliche Urvertrauen in den ersten Lebensjahren verletzt oder unterstützt wurde. (Von genetischen Defekten in Form von Psychopathie mal abgesehen, obwohl ich dies auch als ein dickes Problem ansehe: Wie kann man ein Zusammenleben entwickeln, in welchem Psychopathie deutlich erkannt und außer Kraft gesetzt wird, indem man derartig defizitären Menschen keine Macht mehr gibt, sich auszudrücken und andere auszubeuten.)

    Ich begleite gerade einen Freund von mir, der sich seit etwa einem Jahr in einem heftigen Prozess innerer Umwandlung befindet – das volle Programm: Panikattacken, immer mal wieder ernstgemeinte Selbstmordgedanken, Depressionen, auch Jammern gehört dazu etc., zwischendurch (und deutlich zunehmend häufiger) auch ein Loslassen und Ankommen im Hierjetzt – ein extremes Hin- und Herkippen zwischen „Kopf-Terrorist“ und „Herz-Freund“ … und so allmählich wird auch für ihn der rote Faden dieses Prozesses sichtbar – was ihm allerdings dennoch erstmal nichts hilft, wenn wieder mal die Angst über ihn herfällt, völlig unberechenbar, das entzieht in diesen Phasen jegliche Lebensenergie – wenn er „bei sich“ ist, kann er die Panik nicht mehr verstehen, und wenn die Angst da ist, ist ein Loslassen völlig undenkbar …

    Das Einzige, was ich dabei tun kann, ist: Präsent sein, in schlimmen Momenten gut zureden, und ihn darüber hinaus in seinem praktischen Alltag unterstützen, indem ich immer mal wieder das tue, was er gerade nicht kann. Warum ich das alles tue? Keine rechte Ahnung, außer: Es fühlt sich richtig an …

    Als ein allgemeines Resümee von mir, was ich hier auf Deiner Plattform des öfteren auszudrücken versucht habe:

    Ich sehe eine „verdrehte“ Dynamik bei menschgemachten Strukturen (im Gegensatz zu „natürlichen“ Vorgängen) beinahe überall wirksam, so dass alles Mögliche im Zusammenleben und in der Gesellschaft energetisch VÖLLIG auf dem Kopf steht … was ich mittels der Yin-Yang-Symbolik auszudrücken versucht hatte. Letztlich eine konsequente Folge einer tiefsitzenden grundsätzlichen Angst des (illusionären) Ego vor dem eigenen Nichts – der „schwarze Diamant“ im Zentrum des eigenen Seins, und das fiktive kleine Ego wehrt sich deswegen mit ALLEN Mitteln und schlägt in Panik um sich, indem es möglichst ALLES kontrollieren und bestimmen möchte, auch auf die Gefahr hin, dass der „erotische Tanz des Lebens mit sich selbst“, d.h. alles Lebendige dabei kaputtgeht … gleichzeitig sehe ich das als ein notwendig sich offenbarendes Übergangsstadium hin zu einer „Synergie“ auf einer nächsthöheren Lebensplattform in einer fraktalen Schichtung. Sozusagen kollektive „Krankheit als Chance“ 😉

    Jedenfalls, wenn diese grundsätzliche Angst NICHT individuell von jedem Einzelnen angenommen, „umarmt“ und integriert wird, ändert sich im wesentlichen nichts – aber wenn es angenommen wird, kann man auf dem Rücken dieses (nunmehr befreundeten) Angstdämons in jede Schlacht reiten, symbolisch gesprochen … derartige Prozesse habe ich seit etwa drei Jahrzehnten in vielen Bodywork-Sessions begleiten, miterfühlen und beobachten können. Sowohl bei mir selbst, als auch bei vielen anderen. Ein existentiell schwieriger „Münchhausen-Job“ für jeden: Sich am eigenen Schopf aus dem eigenen Sumpf ziehen.

    Lieber Martin, ich wünsche Dir weiterhin alles Gute ! (Und allen anderen auch 😉 )

    Lieben Gruß
    Manfred

    • Dezember 23, 2015 um 4:27 pm

      Lieber Manfred,

      schön wieder von Dir zu lesen, und dann gleich mit einer Zusammenfassung Deiner hier getriggerten Erkenntnisse und dem Sahnehäubchen Angstintegration oben drauf. Und da es keinen Zufall zu geben scheint, las ich heute dazu noch einen Artikel, den ich Dir gerne auch noch anbieten möchte:

      Das äußere Licht beleuchtet Unterschiede.
      Als Kind fürchtete ich ein wenig die einsetzende Dunkelheit. Der tagsüber so geliebte kleine Wald, in dem wir Fußball und Indianer spielten, verwandelte sich dann in ein dunkles Etwas: Je dunkler und schwärzer er wurde, umso bedrohlicher wurde er. Dies irritierte mich: Wie konnte es sein, dass die gleichen Bäume, Büsche und Sträucher, die ich tagsüber als so angenehm empfand, die mich sogar zu begrüßen schienen, wenn ich mit dem Ball unterm Arm bei ihnen angelangt war, mich plötzlich bedrohten, mir Böses wollten? …

      Auch Dir alles Gute und ein paar besinnliche Tage zum Jahreswechsel!
      Martin

  3. Gerd Zimmermann
    Dezember 24, 2015 um 12:04 am

    Lieber Martin,

    alles Gute zum Geburtstag.
    Und ein langes Leben.
    😆😆😆

    LG Gerd

    • Dezember 24, 2015 um 12:12 am

      Hi Gerd, Du bist dieses Mal sogar der erste Gratulant: Danke!! Martin

  1. No trackbacks yet.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: