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Der Mensch, ein faszinierendes Wesen – der Schale zweiter Teil

Immanuel Kant 1791 (Foto: Wikipedia)

Im ersten Teil lag die Betrachterperspektive noch auf der äußeren Schale. Wenn wir uns vom Diktat der Zeit gelöst haben und die gerissene emotionale Bindung durch Selbstliebe wieder aufgenommen haben, ist es an der Zeit, tiefer zum WesensKern vorzudringen.

Wie der Tag die Nacht für seine Existenz benötigt, benötigt der Mensch auch zweierlei: Herz und Verstand! Die Moderne hat diesen gleichförmigen Rhythmus gestört, die Nacht wird zum Tag gemacht – immer stärker legen wir unseren Fokus auf den Verstand. Was in der Zeit der Aufklärung bitter nötig war und zu folgendem Leitspruch – aus der Feder von Immanuel Kant – führte:

Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.

Verkam doch dieser Leitsatz in den letzten Jahrzehnten zu einer blinden Konditionierung des Verstandes. Alle Energie des modernen Menschen floss in die Ausbildung seiner Ratio.

Das Ergebnis ist die völlige Entwurzelung, die Verwirrung des Menschen. Nicht mehr die Vernunft steuert den Menschen, er versucht sein Leben ausschließlich auf den Verstand zu bauen. Je mehr er aber zu verstehen versucht, desto größer wird sein Unvermögen, den WesensKern zu fassen, der den Mensch zum Menschen macht.

Unzählige Kinder, die aufgrund der elterlichen FürSORGE im Gymnasium ihren Weg zu bestreiten versuchen, können ein leidvolles Lied davon singen. Dies ist nur ein Beispiel von vielen, bei denen gewonnene Freiheitsgrade, wie die unverbindliche Grundschulempfehlung von ‚grün-rot‘ in Baden-Württemberg, es den Eltern nicht leichter macht.

Auch die moderne Möglichkeit der Neurobiologie legt ihren Fokus auf die Prozessen im Gehirn und leitet durch die Beobachtung ihre vermeintlichen Rückschlüsse ab. Das Herz spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle – wie sollte es auch anders sein? Wir können nur messen, was wir im Ansatz begreifen und bei unseren Emotionen stehen wir noch ganz am Anfang. So klammern wir lieber aus, was uns ausmacht, um so zu einem „wissenschaftlich vollständigen Bild“ zu kommen – das mit der Lebenswirklichkeit nur bedingt übereinstimmt: man konzentriert sich nur auf den Tag und ignoriert die Nacht.

Was ist denn so schlimm, wenn wir uns auf einen Aspekt konzentrieren, und diesen dann perfektionieren? Also den Verstand zum höchsten Gut erheben?

Es mag für den wissenschaftlich gebildeten Menschen, der lieber für sich forscht, bestimmt wirtschaftlich besser sein, alle Emotionen zu beseitigen und alle Energie in seinen Verstand zu leiten. Er hinterlässt jedoch seine emotionale Entwicklung im Stadium eines Kleinkindes. Egozentrik, Gewissenlosigkeit, Egoismus, Sturheit sind die möglichen Folgen des dann rebellierenden emotionalen Kindes im äußerlich erwachsenen Menschen.

Ein weiterer Aspekt ist der, dass wir für emotionale Manipulationen nicht gewappnet sind. Solange wir unseren emotionalen Teppich nicht soweit gefestigt haben, dass er uns trägt, fallen durch dessen grobmaschiges Netz von außen kommende Einflüsse direkt hindurch. Bilder können uns jederzeit in die gewünschte Richtung lenken, fehlt uns doch der gesunde Umgang mit ihnen, den wir jedoch nur erhalten können, wenn wir uns ausreichend Zeit nehmen, neben dem Verstand auch unser Herz zu bilden.

Für einige mag ein gangbarer Weg sein, sich allen emotionalen Einflüssen zu entziehen. Dies mag von außen betrachtet wirksam sein. Im Inneren schadet eine solche Strategie mehr als sie nutzt. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis der angesammelte „Müll“ an die Oberfläche kommt, um dann alles unkontrolliert zu zerschlagen. Es gleicht der freizügen Geldpolitik bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Zinsen nicht mehr beglichen werden können. Aktuell steht Japan mit seiner Abenomics-Politik vor genau diesem Szenario. 43% des Haushalts fließen in die Bedienung der Zinsen … es brodelt gewaltig und nicht nur dort!

Was wir wieder brauchen ist ein Gleichklang des Verstandes mit unseren Emotionen.

Gleichklang heißt, seinen Verstand mit seinen Emotionen harmonisch zu verbinden. Jahrelang wurde uns aber nur beigebracht, ausschließlich den Verstand zu gebrauchen und die Emotionen zu unterdrücken: „Ein Junge weint nicht!“.

Um unsere Kinder für die Zukunft gut zu wappnen, hecheln wir von einem BildungsEvent zum Nächsten, von einem Erziehungsratgeber zum nachfolgenden und verlieren auf diesem „BildungsWeg“ das, was uns eigentlich am wichtigsten sein sollte: unsere eigenen Kinder. Statt die Emotionen mit dem Verstand zu verbinden und das zu tun, was für eine natürliche Entwicklung selbstverständlich ist, ist unser Geist nicht mehr fähig zu sehen. Konzepte und Modelle ersetzen den Verstand mit allen (Spät-)Folgen.

Dabei ist längst nicht gesagt, dass diese Eigenschaften, zu denen wir unsere Kinder konditionieren, in dem wir Konkurrenz statt Kooperation fördern und sozial, wie auch asozial, frei nach unserem Nutzen definieren, eine bessere Zukunft versprechen. Das, was wir damit nähren, ist lediglich das EGO der Kinder – die Nahrung jedoch ist vergiftet.

Man kann sich am einfachsten selbst vor Augen halten, wohin dies führt, in dem man stets bei einem der Burger-Ketten seine Mahlzeit zusammenstellt – sich von industrieller Massen-Nahrung ernährt. Der Magen und die Verdauung stellen sich darauf ein, tun ihre Arbeit. Was jedoch auf der Strecke bleibt, ist der Genuss. Es ist lediglich die Befriedigung des Schein-Hungers, der zählt, der durch die entsprechenden Nahrungsergänzungsmittel erst gefördert und verstärkt wird. Ein solch trainierter Magen hat kein Empfinden mehr – keinen Bezug mehr zu gesunder Nahrung, ist er doch damit beschäftigt, den vollgestopften Magen schnell wieder zu leeren, um Platz für die nächste Ladung zu schaffen. Nicht anders geht es unserem EGO, wenn dessen Nahrung genau so einseitig und achtlos hineingestopft wird.

Erst durch die harmonische Verbindung, welche durch zyklische Bewegungen sichtbar werden – z.B. der Zyklus von Tag und Nacht, von Frühling-Sommer-Herbst-Winter – erhalten wir wieder Kontakt zu unserem WesensKern, in dem unsere Seele wohnt.

Erst wenn wir ein Bewusstsein entwickeln, welches den Verstand und das Herz zu verbinden weiß, sind wir in der Lage, Kontakt mit uns selbst aufzunehmen – in diesem Zustand SIND wir, unser SEIN kommt zum Vorschein.

Haben wir erst einmal erkannt, welches Vermögen in uns schlummert, und haben wir die Achtsamkeit entwickelt, diese Prozesse werden zu lassen, so haben wir das gefunden, was wir mit Glück bezeichnen. Es ist wunderbar mit anzusehen, wie sich Bewusstsein und Unterbewusstsein den Ball zuspielen. Wie sich beide als Partner verstehen und in kreisförmigen Bewegungen immer höher schrauben. Grenzenlos scheinen die Möglichkeiten, denn solange wir mit beiden Beinen auf der Erde stehen – also geerdet sind – ist nach oben unbegrenzt Raum. Wir müssen nur heraustreten aus unseren Denk-Gebäuden, raus in die freie Natur!

Es ist ´der Zeit, die oft verzagt, und nicht mehr ihren Herren mag.
Nun werde Mensch, aus ganzem Herzen, zu stillen all die ganzen Schmerzen.

Euer Roland ForbergerErstveröffentlichung

  1. Der kleine Hunger
  2. Ernst Duberr
    Oktober 5, 2015 um 12:42 am

    Gehe in den Wald und lausche , verhalte Dich ruhig und versuche wahrzunehmen was man dir sagen will . Wenn du Wissen willst , gehe in die Natur und bemerke deine vorhandene Unfähigkeit zu lauschen ,wenn du dich bemühst ,wirst du irgendwann empfangen werden . Wenn du ungeduldig bist gehe nach Haus in das Elend der Betriebsamkeit und sterbe langsam und unerhört .

    • Der kleine Hunger
      Oktober 5, 2015 um 2:06 pm

      Ernst Duberr,

      interesannt wäre doch, was Sie empfangen haben. Lassen Sie mal hören.

      • Der kleine Hunger
        Oktober 5, 2015 um 2:07 pm

        P.S. Aber nur wenn Sie nicht im Sterben liegen, will ja nicht stören.

  3. Oktober 5, 2015 um 6:25 am

    Die in diesem Artikel festgelegte Prämisse besteht darin, dass Herz und Verstand zwei voneinander unabhängige Entitäten, Strömungen, Modi, Erfahrungsweisen oder was auch immer sind. Diese Prämisse ist schon mal falsch. Deshalb ist die Schlussfolgerung, die darin besteht, wenn man Herz und Verstand harmonisch in Einklang miteinander bringt, sei alles gut, ebenfalls falsch.

    Der Verstand ist in jedem Fall bloß der willfährige Diener der Gefühle oder anders: der Verstand ist Ausdruck der Gefühe. Je nachdem, wie ein Mensch gefühlsmäßig drauf ist, liefert der Verstand ihm die zu den Gefühlen passenden, logisch klingenden und scheinbar objektiven Argumente. Der Verstand ist automatisch immer im Einklang mit dem dominierenden Gefühl.

    Wer Bielefeld mag, wird Argumente finden, warum es sich, scheinbar objektiv gesehen, lohnt, in Bielefeld zu wohnen. Wer Bielefeld nicht mag, wird Argumente finden, warum man Bielefeld, scheinbar objektiv gesehen, meiden muss. Mal abgesehen davon, dass Bielefeld gar nicht existiert 🙂 .

    Wenn Wissenschaftler Tierversuche für notwendig halten, um angeblich damit „Menschen mit neuen Medikamenten zu helfen“, dann verbirgt sich hinter diesem anscheinend menschenfreundlich-logischen Argument bloß eine sadistische Ader, die ja wohl aus dem Gefühlsbereich und nicht aus dem Verstand kommt. Wenn Wissenschaftler sich gefühlsmäßig von den untersuchten Objekten trennen, dann deshalb, weil sie beliebig über die Objekte verfügen wollen. Herrschsucht und Machtstreben sind Gefühle, denen der Verstand mit sog. wissenschaftlichen Argumenten Ausdruck verleiht.

    Wenn angeblich der Verstand über das Gefühl dominiert, dann stecken in Wahrheit zwei gegenläufige Gefühle dahinter, wobei ein Gefühl dann übers andere dominiert. Es wurde in diesem Blog schon mehrmals drauf hingewiesen, dass Entscheidungen auf neuronaler Ebene als Aktionspotenzial ja bereits gefällt sind, ehe sie als Gedanke im Hirn ankommen.

    Was den Menschen erst zum „Monster“ macht, ist nicht der Verstand, sondern dasjenige Gefühl, das sich des Verstandes bedient, um sich als etwas anderes zu inszenieren, als es ist. Herrschsucht, Angst und Hass treten ja nicht als das auf, was sie sind, sondern verkleiden sich als Fürsorge, Menschenfreundlichkeit oder Liebe. Dass Herrschsucht, Angst und Hass sich als Fürsorge und Liebe verkleiden, liegt wiederum daran, dass der Mensch davon besessen ist, „gut“ zu sein. Die meisten Menschen können sich nicht eingestehen, dass sie eben nicht bloß „gut“ sind. Das passt nicht ins Selbstbild. Gut sein zu müssen, ist der eigentliche Wahn, in dem die überwiegende Anzahl der Menschen befangen ist.

    • Oktober 5, 2015 um 9:27 am

      Was den Menschen erst zum “Monster” macht, ist nicht der Verstand, sondern dasjenige Gefühl, das sich des Verstandes bedient, um sich als etwas anderes zu inszenieren, als es ist. Herrschsucht, Angst und Hass treten ja nicht als das auf, was sie sind, sondern verkleiden sich als Fürsorge, Menschenfreundlichkeit oder Liebe. Dass Herrschsucht, Angst und Hass sich als Fürsorge und Liebe verkleiden, liegt wiederum daran, dass der Mensch davon besessen ist, “gut” zu sein. Die meisten Menschen können sich nicht eingestehen, dass sie eben nicht bloß “gut” sind. Das passt nicht ins Selbstbild. Gut sein zu müssen, ist der eigentliche Wahn, in dem die überwiegende Anzahl der Menschen befangen ist.

      Hier kommen wir der Spur auf den Grund, warum so viele Kritiker der Grünen diese als GUTMENSCHEN bezeichnen. Bei diesem Begriff sträubt sich was in mir, wird doch das GUT hier in den Dreck gezogen. Dennoch verstehe ich Deine Argumentation und hier schließt sich mir der Kreis. An der Formulierung der Menschenrechte, die wie eine Monstranz vor dem nächsten Krieg hergetragen wird, sind nachweislich die Freimaurer beteiligt gewesen. Diese meinen auch, die Welt mit ihren Taten verbessern zu können. Dabei dürfen auch solche Mittel wie die Atombomben geworfen werden, denn das negative Beispiel mag die Menschen daran hindern, Kriege dieser Art führen zu wollen. Aus diesem Geist ist allerdings eine besondere Sorte GUTMENSCHENTUM zu erahnen, die wahrlich nichts GUTES erwarten lässt, will sie doch eine zentrale Steuerung, um den Menschen auch noch im Kleinsten zu seinem Besten steuern können, damit auch ja nichts in ihrem Sinne schief laufe …

      Gerade noch gefunden:

      • Oktober 5, 2015 um 11:00 am

        Hinter den Grünen verbirgt sich die Sorte GUTMENSCHEN, die ihre Herrschsucht und ihre Ängste als bewusste Fürsorge für den Planeten ausgeben und versuchen, die Leute in ihrem Sinne umzupolen und gehirnzuwaschen. Die tragen ihre Fürsorge und ihr Nachhaltigkeits-Dogma auch wie eine Monstranz vor sich her und versauen jetzt die letzten Naturgebiete mit ihren Windräder-Wahn.

        Wieso konstruierst Du da einen Unterschied? Ich sehe keinen.

        • Oktober 5, 2015 um 11:39 am

          Wo habe ich einen Unterschied konstruiert, bzw. was ist der Unterschied?

          Die Nachhaltigkeit kommt uns übrigens nun mit der Agenda 2030 so richtig heftig ins Haus. Denn nun sollen alle Menschen nachhaltig in ein Leben in der westlichen Welt gelangen. Die 400 Millionen US-Amerikaner leben im Schnitt so, dass wir 5 unserer Erden bräuchten, wenn alle Menschen so konsumieren wie sie. Im Vergleich verbrauchen die Europäer 2 Erden. Aber der Wachstum für den fortwährenden Zinsdienst für die Habenden braucht eben Nachhaltigkeit des Verbrauchs. Und so wird Nachhaltigkeit dieser GUTMENSCHEN zum Garaus unserer Erde …

      • Der kleine Hunger
        Oktober 5, 2015 um 3:35 pm

        huuu, was für eine schööööööööne Aufzählung, Gegenüberstellung und laaaaaaaangmütige Darstellung.

        Was ist ein Mensch, jenseits von „Gutmenschentum“, und „Ein guter Mensch“? Ein Böser? Da wären die Rollen ja wieder verteilt und alles bleibt wie es ist lach

        • Oktober 5, 2015 um 3:44 pm

          Jo 🙂

        • Der kleine Hunger
          Oktober 5, 2015 um 4:20 pm

          „Gutmenschentum“ v. “ Der gute Mensch“ (hüstel)

          Während das „Gutmenschentum“, ein leerer Eimer ist, in den wahllos die Ideologie gefüllt werden kann, die gerade en vogue ist und von der behauptet wird, dass sie “gut” sei, sind „Gute Menschen“ nichts anderes als „affektive Gutmenschen“, die sich einfach für gut halten. Es gehört zu ihrem Selbstbild. Sie hinterfragen nichts und verfolgen keine Ziele, sie bilden einfach die unterstützende Masse, die auf die Führung durch Führer (vermutlich Opportunisten, also zweckrationale Gutmenschen) warten. – Wasserträger- .

          Von den „Gutmenschentum“ (sein es nun opportunistische, zweckrationale Gutmenschen) sind sie entsprechend nur dadurch zu unterscheiden, dass sie keinerlei Vorstellung und Zweck mit ihrem “Gutsein” verbinden. Sie sind halt so … gut. hüstel

          Buchtipp, dazu
          Die Sakralität von Herrschaft. Herrschaftslegitimierung im Wechsel der Zeiten und Räume

          Franz-Reiner Erkens*

          • Oktober 5, 2015 um 4:36 pm

            Aus der Rezension zum Buch:

            Auch die mit der jeweiligen Religion konkurrierenden Weltanschauungen, auf die sich die großen diktatorischen Regime des 20. Jahrhunderts beriefen, waren Systeme mit totalitärem Anspruch die sich gleichsam pseudoreligiös überhöhten und ihren jeweiligen Führer zur charismatischen Heilgestalt stilisierten, indem sie auf den überlieferten Fundus sakraler und herrschaftlicher Repräsentation zurückgriffen. Durch die nationalsozialistische Selbstinszenierung erschien Hitler wie ein von Gott gesandter „Vollstrecker göttlichen Geschichtswirkens“, Lenin dagegen wurde gemäß der russischen Vorstellung von der Unversehrtheit des Heiligenkörpers wie ein Religionsstifter einbalsamiert und zur Verehrung in einem eigenen Mausoleum ausgestellt, während der Duce Mussolini um das Jahr 1929 in die Akklamationsgesänge der auf antike Gebräuche zurückgehende laudes regiae einbezogen und dabei nach der einleitenden Anrufung Christi als dritter Segenswunschempfänger nach dem Papst Pius XI. und dem König Victor Emanuel III. genannt worden war. Doch waren solche Entwicklungen nicht nur auf Europa beschränkt gewesen. So wurde beispielsweise Mao Tse-tung (Mao Zedong) als Schöpfer der kommunistisch geprägten so genannten Volksrepublik China in das Zentrum eines Sonnenkultes gerückt und gleichsam als irdischer Gott verehrt.

          • Der kleine Hunger
            Oktober 5, 2015 um 4:48 pm

            Möchte an der Stelle auch an Max Weber erinnern und filmchen gibt es auch.

          • Oktober 5, 2015 um 5:39 pm

            Wenn ein Mensch keine Vorstellung und keinen Zweck mit seinem Gutsein verbindet, dann verbindet er auch kein Selbstbild damit. Ein solcher Mensch ist nicht gut, sondern ist jenseits von gut und böse.

            Bis ein Gutmensch daherkommt, um dem guten Menschen zu sagen, dass er gut ist, indem er wie oben die Eigenschaften des guten Menschen auflistet. Damit zieht der Gutmensch den guten Menschen auf die dunkle Seite der Macht, sprich das Gutmenschentum. Und schon ist das Paradies jenseits von gut und böse für den guten Menschen futsch.
            Es sei denn, er ist blind und taub oder des Lesens nicht mächtig.

            Der böse Mensch ist übrigens fein raus. Er kann vom Bösmenschentum nicht in derselben Weise mit einer solchen Liste aus dem Paradies katapultiert werden, denn der böse Mensch ist böse, unabhängig ob er damit Vorstellungen oder Zwecke verbindet.

            Da dem bösen Menschen und dem Bösmensch sein Selbstbild sowie das Bild, das andere sich von ihm machen, egal sind, ist er zumindest in dieser Hinsicht ja nicht anfällig für Korruption.

          • Der kleine Hunger
            Oktober 5, 2015 um 7:32 pm

            Jenseits von Gut und Böse gibt es nur Böse, ein Schelm der Böses dabei denkt 😉

          • luna
            Oktober 5, 2015 um 7:38 pm

            „“Bis ein Gutmensch daherkommt, um dem guten Menschen zu sagen, dass er gut ist, indem er wie oben die Eigenschaften des guten Menschen auflistet. Damit zieht der Gutmensch den guten Menschen auf die dunkle Seite der Macht, sprich das Gutmenschentum. Und schon ist das Paradies jenseits von gut und böse ist für den guten Menschen futsch.““

            Das funktioniert doch gar nicht, wer „jenseits“ ist, der ist „jenseits“, da gibt es für den „Gutmensch“ keine Angriffsfläche mehr.
            Im Übrigen finde ich beide oben angeführten Listen lachhaft, denn im Grunde geht es beiden nur darum, gut dazustehen. Dem „Gutmensch“ vor anderen und dem „guten Menschen“ vor sich selbst.

          • Der kleine Hunger
            Oktober 5, 2015 um 7:48 pm

            Ich zitiere mal

            Böses
            Inbegriff für alles, was nicht gut respektive ethisch falsch ist

            ergo ist gut, was moralisch, sittlich ist

            Dementsprechend ist „ein guter Mensch“, ein von moralischen, sittlichen Begriffen, freier Mensch und somit unmoralisch, unsittlich, somit Böse.

            Alles Andere sind „Gutmenschen“ und wie Sie schon schreiben, vom „Gutmenschen“ erzogen, gut zu sein uns somit unfreie Menschen, die freiwillig !! dem „Gutmenschen“ dienen.

            Sie sind nicht´s weiter als Karikaturen, Witzfiguren oder auch Schießbudenfiguren.

          • Der kleine Hunger
            Oktober 5, 2015 um 8:00 pm

            Ergänzung

            Davon abgesehen, gibt es wirklich böse Menschen und böse meint hier Bösartig und dem ist nur der böse Mensch zu begegnen, denn er erkennt diese, jenseits jeglicher moralischen, sittlichen Begriffe und nur genau deswegen weil er frei davon ist und nicht der dienende „Gutmensch“.

          • Oktober 5, 2015 um 8:03 pm

            Der Freimaurer lernt im 27. Grad seine moralischen Gerüste zu vergessen, um leichter auch Böses tun zu können. Vordergründig zum Guten der Menschheit …

          • Der kleine Hunger
            Oktober 5, 2015 um 8:12 pm

            Das Problem des „Suchenden“ innerhalb seiner eigenen Mauern, nicht das des Freien.

            Freimaurer sind nicht das was Sie unter Freimaurer kennen, die bauen keine Tempel.

          • luna
            Oktober 5, 2015 um 8:35 pm

            „“Davon abgesehen, gibt es wirklich böse Menschen und böse meint hier Bösartig und dem ist nur der böse Mensch zu begegnen, denn er erkennt diese, jenseits jeglicher moralischen, sittlichen Begriffe und nur genau deswegen weil er frei davon ist und nicht der dienende “Gutmensch”.““

            Ja, dem würde ich mich anschließen. Diejenigen die nicht „frei“ sind, interpretieren das Verhalten anderer immer nach ihren Vorstellungen von Moral und Sittlichkeit und können deshalb nicht sehen, was wirklich ist.

          • Oktober 6, 2015 um 8:37 am

            Jedes Baby ist jenseits von gut und böse, weil es mit Begriffen wie „gut“ und „böse“ zunächst überhaupt nichts anfangen kann. Natürlich können jedem Baby Vorstellungen und Zwecke eingeimpft werden, und das geschieht ja auch: das nennt man Erziehung. Also ist jenseits von gut und böse eben kein sicherer Ort, wo es für Gutmenschen keine Angriffsflächen gibt.

            Nachdem so gut wie jedem Kind in unserer gutmenschlichen Kultur Vorstellungen und Zwecke eingeimpft werden, folgt bei manchen anschließend der Prozess der Bewusstwerdung dessen, was da passiert. Der halbe Prozess ist in etwa so, wie Martin es mit seiner Liste dargestellt hat. Manche von den manchen belassen es dabei.

            Der Kleine Hunger beschreibt meiner Ansicht nach jedoch den vollständigen Prozess. Wenn man die Sache weiterverfolgt und -denkt, muss man zu eben diesem paradoxen Schluss kommen.

            Ich stelle hier noch einen Gedanken, der mir in diesem Zusammenhang gekommen ist, zur Diskussion: Sind Jesus und die meisten Weisen dann etwa auf halbem Weg der Bewusstwerdung stehengeblieben, wenn sie sagen, dass der erleuchtete Mensch wieder wie ein Kind werden soll?

            Meiner Ansicht nach suggerieren diese angeblichen Meister doch etwas Falsches: Die Erkenntnis dieses ins Paradoxon führenden Zusammenhangs von Gut und Böse führt eben nicht in den Status eines Kindes zurück, das sich ja gerade dadurch auszeichnet, dass es durch Erziehung korrumpiert werden kann. Die Erkenntnis führt doch tatsächlich dazu, dass jenseits von gut und böse nur Böse gibt.

            Weiterer Gedanke: Buddha, Jesus, Krishnamurti, Gandhi und wie all die Typen heißen, glauben doch alle von sich, dass sie auf der „hellen“ Seite der Macht stehen, oder etwa nicht? Das heißt doch, dass sie gar nicht bis zur Erkenntnis des Paradoxons vorgedrungen sind.

            Mein „Anschauungsunterricht“ ist übrigens „Star Wars“: Irgendwann ist mir aufgefallen, dass die „Guten“ (die Jedhi Ritter) sich in nichts von den „Bösen“ unterscheiden. Beide Seiten kämpfen mit denselben Mitteln für dieselben Zwecke. Der Unterschied besteht nur in der Festlegung, dass die Jedhi Ritter eben die „Guten“ sind, weil sie Begriffe wie „Freiheit“, „Liebe“ etc.im Mund führen. Aber dabei handelt es sich um reine Begrifflichkeiten, weil es nicht um die Freiheit von Moral und Ethik geht, sondern im Gegenteil darum, moralisches und ethisches Verhalten wenn nötig auch mit Gewalt durchzusetzen. Was jeweils unter Moral und Ethik verstanden wird, gehört jedoch in den Bereich der kollektiven Absprache und wird wiederum als Vorstellung und Zweck in die Kinderköpfe eingeimpft. So schließt sich der Kreis des „Guten“.

          • Der kleine Hunger
            Oktober 6, 2015 um 12:09 pm

            Der fünfzehnjährige Gymnasialschüler Freud schrieb in sein Aphorismenheft,

            “der schlimmste Egoist sei der Mensch, dem es noch nie in den Sinn gekommen ist, daß er ein Egoist sei”.
            

            Viele Menschen erreichen diese Weisheit des fünfzehnjährigen Freud nicht einmal im hohen Alter und glauben wirklich, daß sie ohne eigene Bedürfnisse sind, nur weil sie sie nicht kennen.

            Die Verachtung für den “Egoisten” beginnt sehr früh.
            Ein Kind, das die bewußten oder unbewußten Wünsche der Eltern erfüllt, ist ein »gutes« denn; wenn es sich aber weigert, dies immer zu tun und eigene Wünsche hat, die den elterlichen zuwiderlaufen, wird es als egoistisch und rücksichtslos bezeichnet.
            Den Eltern fällt es meistens nicht ein, daß sie das Kind brauchen, damit es ihre (egoistischen) Wünsche erfülle, sondern sie sind des festen Glaubens, daß sie es erziehen müssen, weil es ihre Pflicht sei, ihm bei der ~Sozialisation zu helfen.
            Will ein so erzogenes Kind die Liebe der Eltern nicht verlieren (und welches Kind kann sich das leisten?), so wird es sehr früh »teilen«, »geben«, »Opfer bringen* und »verzichten« lernen, lange bevor ein echtes Teilen und ein wahrer Verzicht überhaupt möglich geworden sind.

            Ein Kind, das neun Monate lang gestillt wurde, will nicht mehr an der Brust trinken, man muß es nicht erst dazu erziehen, auf die Brust zu »verzichten«.
            Ein Kind, das lange genug »egoistisch«, »habgierig«, »asozial« sein durfte, bekommt von selbst einmal spontane Freude am Teilen und Geben; ein für die Bedürfnisse der Eltern erzogenes* Kind erlebt diese Freude vielleicht nie, auch wenn es mustergültig und pflichtbewußt teilt und gibt und darunter leidet, daß die anderen nicht auch so »gut« sind wie es selbst.

            Erwachsene werden versuchen, ihren eigenen Kindern diesen »Altruismus« wieder so schnell wie möglich »beizubringen«, was bei begabten Kindern sehr leicht ist.

            Aber um welchen Preis!

            Das Wort »Egoismus« verliert seine Eindeutig keit, wenn man genauer hinschaut. Ähnlich verhält es sich mit dem »Respekt für die Anderen« den man oft den »ichbezogenen« Menschen ab spricht.
            Wenn eine Mutter sich selbst und ihr Kind vom ersten Tag seines Lebens an respektieren kann, braucht sie dem Kind niemals »Respekt beizubringen«, es wird gar nicht anders können, als sich und den anderen Menschen ernstzunehmen. Aber eine Mutter, die seinerzeit von ihrer Mutter nicht als das, was sie war, ernstgenommen wurde, wird versuchen, sich mit Hilfe der Erziehung Respekt zu verschaffen.

            Auch die anderen moralisierenden Bewertungen verlieren ihre Selbstverständlichkeit, wenn man ihrem Ursprung nachgeht:
            Die übliche Gegenüberstellung von Selbstliebe und Objektliebe entspringt der naiven, unkritischen Alltagssprache.
            Auf dem Boden einer reflektierenden Haltung ist es nämlich undenkbar, daß man andere Menschen wirklich liebt (und nicht nur braucht), wenn man sich selber so, wie man ist, nicht lieben kann. Und wie soll man das
            können, wenn man von Anfang an nicht die Möglichkeit hatte, seine eigenen wahren Gefühle zu leben und sich so zu erfahren.

            Den meisten Menschen bleibt ihr wahres Selbst tief und gründlich verborgen. Wie kann man etwas lieben, das man nicht kennt und das nie geliebt worden ist? Viele begabte Menschen leben völlig ahnungslos über ihr wahres Selbst, vielleicht verliebt in ihr idealisiertes, angepaßtes, falsches Selbst – es sei denn, die Depression signalisiert ihnen den Verlust, oder sie werden in der Psychose brüsk mit ihrem wahren Selbst konfrontiert, indem sie wie einem Fremden hilflos ausgeliefert sind.

            Schauen sie einfach mal, die aktuellen Geschehnisse/ die Vergangenen (als stetige Wiederholungen) aus dieser Perspektive heraus an und sie werden verstehen wie überhaupt zwei Seiten entstehen können, sie bedingen sich nämlich nicht, sondern sie haben ein und denselben Hintergrund.

          • Der kleine Hunger
            Oktober 6, 2015 um 12:10 pm

            „der schlimmste Egoist sei der Mensch, dem es noch nie in den Sinn gekommen ist, daß er ein Egoist sei”.

          • Der kleine Hunger
            Oktober 6, 2015 um 2:02 pm

            Zu ihren „Weisen“ ein kurzes Zitat

            „Nur wenige Menschen sind fähig, konkret und real zu denken. Den anderen bleibt dann der Glaube. Sie warten darauf, daß ein Stärkerer die Er-Lösung bringt. Wer sich diesen Schwachen gegenüber als starke und wissende Autorität ausgibt und behauptet, etwas zu ihrem Wohl zu tun, hat die Pflicht, sich über die entscheidenden Fakten zu informieren. Wenn er dies nicht tut, wenn er diese Pflicht vernachlässigt oder ignoriert […], handelt er destruktiv, weil er Schwäche und Vertrauen der Gläubigen mißbraucht und diese auf gefährliche Weise verwirrt.“
            (Alice Miller, Abbruch der Schweigemauer, S.140)

            Sie können selbst nicht zwischen denken und fühlen unterscheiden und das müssen sie um überhaupt fühlen und denken zu können.

            Die Verquirlung ist der Ursprung der Emotionen, als gefühltes denken oder anders gesprochen „emotionales Argumentieren“ welches im Absoluten endet, in der endlosen Verteidigung der selbst aufgestellten Dogmen und somit gegen jeglichen wahren Fortschritt, denn Weisheit beruht nicht auf dem Absoluten sondern der Zweifel ist der Wahrheit Anfang (das wusste schon Descartes)

            Und für den „Weisen“ gilt das Selbe, sie sind selbst noch Kinder die Erwachsen spielen und entspricht eher einem Pseudoskeptiker.

            Der Pseudoskeptiker ist auch im Erwachsenenalter noch ein »kognitiver Fremdling«, der große Angst davor hat, eine neue Sichtweise, die seiner bisherigen widerspricht, überhaupt zuzulassen.
            Dahinter verbirgt sich das kindliche Alles-oder-Nichts-Prinzip: »Wenn ich nur ein wenig Zweifel zulasse, wird meine ganze Welt einstürzen.«
            Die einzige Rechtfertigung für die Ansichten entsteht daher aus dem Glauben daran, der rein emotional abgestützt wird. Sollten die Tatsachen im Widerspruch stehen, wird grundsätzlich emotional argumentiert.

            Der Pseudoskeptiker ist in seinem Denken immer noch das Kind, das dem emotionalen Zwang, mit den irrationalen Ansichten seiner Eltern konform zu gehen, nachgibt.
            Je weiter der Pseudoskeptiker in den sog. Hierarchien aufsteigt, desto mehr wird er zu einer Autorität für andere Pseudoskeptiker. Seiner Pflicht, sich vorbehaltlos über die Tatsachen zu informieren, kommt er nicht nach, da er sich selbst nicht erlauben kann, zu zweifeln. Das hieße nämlich, die eigenen Gefühle als falsch zu verstehen. Aber die erlernten „Gefühle“ sind dem Pseudoskeptiker alles, was er hat, um sich eine Weltsicht zusammenzusetzen.
            Wenn er sich nicht in die emotionalen Abgründe begeben will, in denen sich die Wahrheit über seine Kindheit und das Verhalten seiner Eltern verbirgt, hat er keine Chance, aus dem Teufelskreis von falschem Pflichtgefühl, Autoritätshörigkeit, emotionalem Argumentieren und dem Verfechten irrationaler Ansichten auszubrechen.

            Pseudoskeptizismus ist ein tiefsitzendes emotionales Problem. Es kann nicht durch logisches Argumentieren überwunden werden. Der Pseudoskeptiker muß sich seiner Lage bewußt werden und sich dem daraus entstehenden Gefühlstumult stellen. Das ist eine sehr persönliche und äußerst schwierige Aufgabe; vielleicht eine unlösbare Aufgabe.
            Für denjenigen, der sich in einer Diskussion mit einem Pseudoskeptiker befindet, ist die Sachlage klar: Man befindet sich in einer Situation, in der es kein Gewinnen gibt, da den Pseudoskeptiker kein Argument der Welt und kein empirischer Beweis jemals umstimmen wird. Seine Sicht der Dinge hängt nur von seinen eigenen Emotionen ab und diese Emotionen kann ihm niemand als falsch nachweisen. Man steht diesen Leuten als echter Skeptiker so gegenüber, wie man auch anderen Gläubigen gegenübersteht: Machtlos.

            Der Pseudoskeptiker gleicht Behauptungen immer mit seinen erlernten „Gefühlen“ ab und ordnet sie danach in Richtig und Falsch. Er fühlt, daß etwas wahr oder falsch ist, und das gibt ihm eine Sicherheit und Arroganz, die nicht nur fehl am Platze ist, sondern auch äußerst abstoßend auf echte Skeptiker wirkt. Hier prallt man auf einer viszeralen Ebene aufeinander und jeder Dialog wird in kürzester Zeit in eine Schlacht der Emotionen ausarten. Denn dort fühlt sich der Pseudoskeptiker zuhause.

            Die unbändige Emotionalität, ohne sachliche Auseinandersetzung mit den Fakten, führt dazu, daß Pseudoskeptiker einem wirklich unter die Haut gehen können. Sie haben keine Probleme damit, wenn sie sich in eine Ecke gedrängt fühlen, zu diffamieren. Das Gegenüber zu einer emotionalen Äußerung zu bewegen und damit jede rationale Diskussion möglichst schnell entgleisen zu lassen, ist das höchste Ziel. In die gleiche Richtung zielen alle Argumente, die dem Gegenüber unterstellen, einfach ein Laie oder Amateur zu sein, der keine Ahnung habe und seine Meinung lieber für sich behalten solle. Die Experten würden schon wissen, was richtig ist. Es ist das argumentum ad verecundiam, das sie in ihrer Autoritätshörigkeit mehr als alles andere für ein echtes Argument halten. Wenn das nicht zieht, bleibt noch die Beleidigung, das argumentum ad hominem.

            W. Widerworte beschreibt das „Phänomen“ wie folgt:

            „Der Ton, den der Unterwürfige gegenüber dem Unerschrockenen anschlägt, ist das bekannte Gemisch aus Süffisanz und Arroganz.“

            Ende der Durchsage……………

          • Der kleine Hunger
            Oktober 6, 2015 um 3:07 pm

            Kleiner Einblick in den aktuellen Stand der konkret und real „Denkenden“, also die wirklich daran glauben es zu tun 😉 oder anders ge(s)prochen

            ein Gläubiger Neudenker lach

            Alltag

            Erste Gehversuche oder doch eher da kommt nicht´s mehr…………..

          • Oktober 7, 2015 um 8:36 am

            Wenn man den Begriff „Selbst“ durch „Wille zum Sein“ oder „Lust am Sein“ ersetzt, ergibt sich für mich Folgendes:

            Wenn es pure Lust ist, welche den Lebewesen und Dingen ihr Sein verleiht, führt das zu einer Welt der Fülle, ja Überfülle. Alle Lebewesen, die es gibt, WOLLEN sein, weil es lustvoll ist, zu sein. Es macht sogar Lust und Freude, sich anzustrengen, um zu sein. Es bedeutet Glück für Lebewesen, sich unter möglichst widrigen Umständen zu behaupten und selbst in der Wüste und im Eismeer noch abstruse Lebensmöglichkeiten zu verwirklichen. Aus purer Lust und Überfülle heraus entstehen die kompliziertesten Formen und Verwicklungen: die Vielfalt des Seins. In dieser Welt behaupten sich diejenigen Lebewesen, die am meisten Lust am Leben haben, denn diese Lebewesen sind kreativ, um sich auch an veränderte Umweltbedingungen irgendwie anzupassen. Die Lust am Leben und am Sein verwirklicht sich in der Anpassung und der Entwicklung von immer wieder Neuem und Überraschendem.
            Bei wem die Lust am Sein nicht so stark ausgeprägt ist, der verschwindet bald wieder aus der Welt.
            Das ist es, was ich sehe, wenn ich mich in der Natur bewege. Ich sehe Überfülle, Kreativität, Lust. Ich sehe Lebewesen, denen es etwas bedeutet, dass sie sind.

            Dem gegenüber steht die Möglichkeit/Vorstellung, dass Lebewesen ins Sein gezwungen werden, bspw. aufgrund eines energetischen Ungleichgewichts. In der Physik gibt es so eine Vorstellung, dass virtuelle Austauschteilchen real werden, wenn sie ihre „Energieschuld“ irgendwie vorzeitig ausgleichen können, bspw. indem sie zufällig von einem Energieblitz getroffen werden. In dieser Vorstellung ist Sein ein Mangel resp. die Folge eines negativen Ereignisses. Sein entsteht in dieser Vorstellung aus Zwang und damit aus einer Unlust. Sein ist gleichbedeutend mit Zwang.

            Auf die Menschen übertragen: es gibt sicher Kinder, die aus der Überfülle und der Lust am Sein heraus entstehen. Es gibt aber auch sehr viele Kinder, die ins Sein gezwungen werden aufgrund eines „energetischen Ungleichgewichts“ der Eltern oder der ganzen Gesellschaft, in die die Kinder hineingeboren werden.
            Meiner Beobachtung nach gibt es mehr Zwangskinder als Lust- und Glückskinder.
            Für die Zwangskinder ist die Unlust das beherrschende Lebensgefühl. Für diese Menschen ist Nicht-Sein das „wahre Glück“.

            Frauen, die sich sich nur dann vollwertig fühlen, wenn sie ein Kind geboren haben, zwingen ein Kind ins Leben, inzwischen teilweise mit hohem technischen Aufwand. Frühgeburten, die eigentlich nicht leben WOLLEN, werden mit hohem technischen Aufwand zwangsweise am Leben erhalten. Sehr viele setzen auch Kinder in die Welt, damit sie ihre verqueren Vorstellungen von Liebe abreagieren können. Stichwort Helikopter-Eltern.

            Menschen sind überdies die einzigen Lebewesen, die Kinder in die Welt setzen, um als Alte später versorgt zu sein. Wenn Kinder von vornherein die Sklaven der Alten sind, ist das eine Katastrophe. Das und nur das ist Egoismus.

            Das heißt für mich allerdings, dass es kein „SELBST“ gibt, das bei allen Menschen gleich ist. Für die Einen ist das Selbst reine Lust und Freude, für viele ist dieses Selbst aber auch purer Schmerz und Zwang. Zwischen diesen beiden Polen gibt es wahrscheinlich für jeden eine individuelle Mischung aus Freude und Leid, und irgendwo mittendrin gibt es den Kipp-Punkt von einem Plus an Freude zu einem Plus an Leid.

  4. Gerd Zimmermann
    Oktober 5, 2015 um 10:16 am

    @Mal abgesehen davon, dass Bielefeld gar nicht existiert 😊

    Fingerphilosoph, ich bin begeistert. 😇
    Wer um Bielefeld weiss, hat auch Wissen
    um ein menschliches Gehirn.

  5. x
    Oktober 5, 2015 um 1:28 pm

    Was tust du, wenn du weißt, das das Fundament auf das du baust falsch ist, nichts als Treibsand? Wie baust du dir ein Neues? Ein ordentliches Fundament muß der Wahrheit entsprechen. Sonst trägt es dich nicht, hält nicht was auch immer du dir davon versprichst. Machst du dir die Mühe?

  6. x
    Oktober 5, 2015 um 1:41 pm

    Wie gehst du mit dem vegetativen Immunsystem um? Dies bildet überall die Grundlage für alles Andere. Du setzt es einfach voraus. Du meinst, es wäre unzerstörbar? Ist es nicht. Leider. Doch bevor du es entgültig vernichtest und alles Leben auf Erden zerstörst, wird es dich vernichten.

  7. Gerd Zimmermann
    Oktober 5, 2015 um 3:49 pm

    Ein Universum zerbricht

    Frage die Ziegel

    „Wir sing zwei mal gebrannt.‘

    Frage den Sand

    “ Ich bin zweimal gewaschen.“

    Frage den Zement

    „Ich war nicht dabei.“

    Modernste Forschung vermag Elektromagnetismus,
    eine Kraft, keine Energie, Energie ist ja Masse
    im Quadrat der Lichtgeschwindigkeit

    zu beschreiben

    eine Kraft hat einen Vektor,
    wie Schwerkraft, von innen kommend
    nach innen wirkend.

    Treffen drei Vektoren, oder Kraftstaebe auf einen Nullpunkt
    (Mechanik), ist der dritte Stab ein Nullstab.

    Soviel zum bauen ohne Geist.

  8. Gerd Zimmermann
    Oktober 5, 2015 um 4:03 pm

    Cool finde ich die Erklärung der Wissenschaft, wohin diese
    elektromagnetische Kraft im Vakuum wirkt, dieser
    Kraftvektor,

    Energie ist ja Masse,
    allgemein anerkannt

    das kannst Du weder erklären noch beweisen

    aber es ist Chick dabei zu sein .

  9. Gerd Zimmermann
    Oktober 5, 2015 um 4:27 pm

    Körper, Seele, Geist

    haben wir schon mal drei,
    die Triniti

    bezeichne Gehirn als die Ratio
    das Herz als die Harmonie

    weit, zu weit entfernt von der HARMONIE

    dem GANZEN

    ES gibt weitaus mehr zu entdecken als Zins und Zinseszins.

    Ein kollektiver Alptraum, wie C.G. Jung postuliert
    und Prof. Dürr es mit dem WIRKS untermauert.

    ES gibt WESEN welche wesentlich deutlicher werden.

    Der Zimmermann vor ca. 2000 Jahren sagt;
    sie sind schockiert
    wenn sie es erfahren…….

    aber ihr habt anderes zu tun

  10. x
    Oktober 5, 2015 um 5:17 pm

    Was verspricht man sich davon, die eigene Basis, den eigenen Körper, auszubeuten, zu mißbrauchen, zu belügen, zu betrügen, zu hintergehen, zu kontrollieren, zu bezwingen, zu beherrschen etc? Er stellt automatisch die Kooperation ein.
    Und nur, weil es alle Anderen genauso machen, heißt es nicht, das man es auch so tun muß.

  11. Gerd Zimmermann
    Oktober 5, 2015 um 5:38 pm

    Ein Freund erzählte mir von einer Fliege, welche auf einem Rad lief und
    meinte immer geradeaus zu laufen.

    Als ich den Stolz und das Ego der Fliege ablegte,
    erkannte ich, die Fliege läuft ja im Kreis.

    Nichts anderes ist gemeint mit schau vom Mond aus zu.

  12. Gerd Zimmermann
    Oktober 5, 2015 um 5:53 pm

    Mit gegangen, mit gefangen, mit gehangen

    die eigene Körperlichkeit meine ich,
    ohne Nivea for men.

    Aber Gott sei Dank gibt es an dieser Stelle einen
    Notausgang, im Haus des Lebens,
    im Universum, eingehüllt in ein absolutes Vakuum

    gibt ES keinen Notausgang mehr
    wegen des Druckunterschiedes

  13. x
    Oktober 5, 2015 um 6:37 pm

    Es gibt nur Einen, der dir die volle Wahrheit über dich selbst vermitteln kann. Dein Körper.

  14. Gerd Zimmermann
    Oktober 5, 2015 um 7:25 pm

    Ein Hinweis in eigener Sache ab 21.12.20XX

    können alle Bürger der ehemaligen Bundesrepublik Deutschland
    Reisepässe für interstellare Reisen erhalten.

    Flüchtlinge, ihre Partnerinnen und Kinder
    sind von der Regelung des Galaktischen Rates
    nicht ausgeschlossen.

    Auch Angela darf uneingeschränkt reisen.
    Nur sollte Angela nicht sagen; Masse ist Energie.

    Sonst bekommt Sie einen Masse reichen
    Energetischen Stern geschenkt

    mit dem Quadrat der Lichtgeschwindigkeit
    wächst der Impuls in Quadro

    also Vorsicht

  1. Oktober 4, 2015 um 10:45 pm

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