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Es gibt kein RICHTIG und kein FALSCH, einzig Betonungen dazwischen

Ist etwas richtig, dann kann es nicht falsch sein, und umgekehrt. Entweder, oder.
Wir benutzen beide Begriffe in einem dualen System von Gegensätzen, welches wir als Realität wahrnehmen. Allerdings ermöglicht diese Sicht nicht den Blick auf das GANZE, sondern nur auf, von einander getrennte, Teile, die nicht miteinander in Verbindung zu stehen scheinen. Ebensowenig kann daraus das Kohärenzgefühl hervorgehen, sprich, das Gefühl für die Teile in Bezug zum GANZEN und damit für jene wesentlichen Verbindungen, welche durch die Einteilung in Richtig und Falsch nicht bewusst werden können.
Besagtes Kohärenzgefühl vermittelt Möglichkeiten zur Erfüllung von Notwendigkeiten, in einem dynamischen Rahmen, der stets das gesamte Leben miteinbezieht. In diesem holistischen Sinne würde Richtig eher das Erfüllen einer Notwendigkeit und Falsch den Ausdruck einer Unmöglichkeit beschreiben. Damit aber das Gefühl für das GANZE erwirkt werden kann, müssen sowohl die Möglichkeiten, als auch die Notwendigkeiten, im Spielraum ihres Zusammenspiels bewusst werden können. Das gelingt durch verschiedene Betonungen, die zum Ausdruck bringen, wie Möglichkeiten und Notwendigkeiten gemeinsam in Einklang gebracht werden können. Das Kohärenzgefühl ist somit ein Spiel von Potenzialen, welches auf Möglichkeiten und Notwendigkeiten aufbaut und deren Zusammenspiel von diversen Betonungen den Informationsfluss bilden, der zur Lösung eines PROBLEMS beiträgt. Jenes PROBLEM, welches als Ursprung des Lebens, und jene Lösung, die als Sinn des Lebens angesehen werden können. Keine Ahnung, ob diese Behauptung meinerseits richtig oder falsch ist, doch fühlt es sich annähernd stimmig an …

Entscheidungen, die einzig aus einer Bewertung von Richtig oder Falsch hervorgehen, sind dabei eng mit dem eigenen Kontext verbunden, in dem die Entscheidungen gefällt werden, wobei die Bedeutung von Richtig und Falsch an selbiger umso mehr gewinnt, je kleiner das System ist, welches den Spielraum des jeweiligen Kontextes abbildet. Richtig und Falsch verlieren dagegen umso mehr an Bedeutung, je mehr der Kontext das GANZE, das Systemische, als Zusammenspiel aller Systeme, beschreibt. Daher mögen Richtig oder Falsch als Spielregel genügen, wenn das eigene Weltbild den Kontext der Entscheidungen bildet und diese Entscheidungen einzig Objekte selbst betreffen. Doch mag diese vereinfachte Spielregel umso problematischer sein, je mehr verschiedene solcher Weltbilder im Spiel sind. Der Kosmos, das GANZE, als Zusammenspiel aller möglichen Weltbilder, kommt daher gänzlich ohne Richtig und Falsch aus, allein schon aus dem Grund, da der Kosmos aus allen Weltbildern hervorgeht, und eben nicht eine Vorgabe ist, die unabhängig von allen Weltbildern bereits vor den Weltbildern vorhanden war, zumal im Kosmos nicht die vereinzelten Objekte im Vordergrund stehen, sondern die Beziehungen aller Objekte zueinander.

Würde das Leben als Ganzes einzig sich auf Richtig oder Falsch verlassen und entsprechend den Kosmos konstruieren, dann wäre das wesentliche PROBLEM des Lebens nicht zu lösen, allerdings ist der Mensch, wir EINEN, mehr und mehr versucht all den ANDEREN vorzuschreiben, was für das Leben richtig oder falsch ist, bestes Beispiel sind die Gentechnik und all die Entscheidungen unsererseits, die wir, aufgrund von Daten, meinen bisher gewonnen zu haben, ohne jedoch zu erkennen, dass, sowohl wir EINEN, als auch die ANDEREN, dadurch bedingt, mehr verlieren und so vom gemeinsamen Vermögen des Lebens zehren, auf Kosten aller Lebensformen. Dieses Vermögen konnte nur derart ausgebildet werden, weil kein Richtig oder Falsch über Mittel und Wege entschied, sondern besagte Betonungen, mit denen gegenläufige Potenziale zum Ausdruck gebracht werden, sind es doch diese Betonungen, die zu verschiedenen Stimmungen führen, wodurch unterschiedliche Lebensräume ausgebildet werden. Diese Stimmungen wiederum schaffen die Atmosphäre, in denen sich alle Kontexte, sprich, Spielräume, dynamisch und mittels Feedbacks, widerspiegeln. Daher die Diversität des Lebens, in der nicht die Verkörperungen von Lebewesen entscheidend für den Fortbestand des Lebens sind, sondern vielmehr die Beziehungen der Verkörperungen zueinander. Das Gesamtbewusstsein allen Lebens verkörpert sich entsprechend der Möglichkeiten und der Notwendigkeit der Fortführung des Lösungsweges. Es wäre nicht weit gekommen, hätte von Beginn an die Frage im “Raum“ gestanden: Richtig oder falsch ?

Einhergehend mit dieser Frage käme nämlich, im Falle, dass sich etwas, im Nachhinein, als Falsch herausstellen würde, die Frage nach der Ursache. Daher ist unser technologischer Fortschritt immer Ursachenforschung, die eine Verkettung von Problemen abzuarbeiten versucht, um ein Sicherheitsgefühl für weitere Entscheidungen zu entwickeln. Nur hat dieses Sicherheitsgefühl nichts mit dem Kohärenzgefühl gemeinsam, weil der wahre Fortschritt der ANDEREN keinerlei Gemeinsamkeiten mit unserem technologischen Fortschritt hat. Allerdings ist nur dadurch die Problematisierung des PROBLEMS und die Lösung dieses PROBLEMS, jenseits des Zenits der Unordnung, möglich … aber das ist EIN ANDERES Thema.

Im Mittelpunkt des Interesses der ANDEREN steht stets das Vermögen der HARMONISIERUNG, egal, in welcher Gestalt dabei die einzelnen Lebewesen auflaufen. Entscheidend sind die verschiedenen Betonungen von verkörpertem Vermögen, hinsichtlich der Bewahrung von HARMONIE. Wir EINEN dagegen bewerten diese Betonungen einzig als richtig oder falsch, ohne zudem die HARMONIE im Blick zu haben, weil uns das Kohärenzgefühl weiter abhanden kommt und stattdessen das Sicherheitsgefühl in unseren Mittelpunkt der Betrachtung rückt, vor allem je mehr wir unsere Weltbilder mit Daten füllen, anstatt verwurzelten Informationen zu vertrauen, die im Wesen des Lebens verwurzelt sind. So werden Zwischentöne extrem vereinfacht und anschließend verallgemeinert und damit immer mehr Weltbilder ohne Tiefe gemalt, in der Hoffnung die Ursachen von Problemen zu finden. Jene Probleme, die entstanden sind, weil uns das Kohärenzgefühl abhanden kommt und wir zudem taub gegenüber all jenen Betonungen werden, mit denen die ANDEREN die Notwendigkeiten der Lebensgemeinschaft realisieren.

So beurteilen wir EINEN die Handlungen von Lebewesen nur oberflächlich und verurteilen schnell, was sich, aus unserer Sicht, als falsch herausgestellt hat, während die ANDEREN sich unter allen (menschlichen) Umständen dem Wesen des Lebens, der HARMONIE, anzunähern vermögen, indem sich Stimmungen ändern, weil Betonungen für ordentlich Dynamik sorgen, was mitunter gar die Atmosphäre zu reinigen vermag, wodurch auch die Diversität aller Lebensformen, uns Menschen inklusive, ständigen Veränderungen unterworfen ist … ohne sich jedoch der Diktatur zu unterwerfen, die einzig Richtig oder Falsch kennt.

Leben bedeutet im Wesentlichen Begegnung und es lernt sich nur gemeinsam kennen, indem Annäherungen geschehen können. HARMONIE kann dabei nur (annähernd) bewahrt werden, wenn der weitere Weg dem Kohärenzgefühl folgt. Wenn aber einzig das Sicherheitsgefühl EINER Spezies den Spielverlauf beherscht, welches die Erfüllung eigener Weltbilder in den Vordergrund rückt, dann könnte man meinen, dass der Schiedsrichter auf dem Spielfeld immer mehr Partei für uns EINEN ergreift. Nun, dem Gesamtbewusstsein sei Dank, denn der Schiedsrichter ist immer unparteilich, zudem nicht käuflich, für keine Summe der Welt, egal, in welcher Währung. Obendrein ist er nicht erpressbar. Nicht umsonst hat das Gesamtbewusstsein allen Lebens dem Virom allen Lebens die Bewahrung der HARMONIE übertragen. Dieses ist mit einer der Gründe, warum die Besiedlung des Mondes oder des Mars durch uns Menschen auf Dauer nicht möglich ist … aber auch das ist EINE andere Geschichte, EINE von vielen, die einzig menschliche Erwartungen betont. So wie der Klimawandel. Dabei wandelt sich das Klima entsprechend der Möglichkeiten, mit denen das Leben Notwendigkeiten betont. Alle Wetterereignisse sind dabei Ausdruck des Vermögens, mit welchem das Leben die Atmosphäre HARMONISIERT. Klima genannt. Gäbe es nur Hochdruck oder Tiefdruck, dann würde ein Klima herrschen, als gäbe es nur Richtig oder Falsch.

Richtig und Falsch sind auch Thema meines Romans Ich LIEBE meinen Tumor, in dessen zweiter, mutierter Auflage, die in den nächsten Monaten veröffentlicht wird, die Betonung der HARMONIE für das GANZE weiter vertieft werden wird … der weiteren Annäherung wegen, nicht dagegen, um mit diversen Aussagen richtig zu liegen … oder mir sagen zu lassen, dass ich falsch liege.

Gruß Guido

GOLD-DNA
Die Goldene PHI(l)harmonie
Gemeinsam ins Tal
Ich LIEBE meinen Tumor

  1. Gerd Zimmerm
    August 1, 2015 um 4:44 pm

    Guido,
    grenzt es nicht an Betrug, sogar an Selbstbetrug?
    Sowohl! die Wähler als auch die Nichtwähler am
    Baerennasenring herum zuführen?

    Neuer Wein in alten Schläuchen?

    Ich mag nicht mehr.

  2. Ernst Duberr
    August 2, 2015 um 6:55 pm

    @ Lieber Gerd Zimmermann ,
    rede lieber von Deinem Schwanz den Du drin hast . Dann füllst Du sie /ihn und sie/er ist ausgefült , lebt auch ausgefüllt in Erfüllung einer Erfüllung die Du endlich erfüllt hast mit Deinem Füllhorn . Danach trinke Wein aus alten Schläuchen und reize alte Schläuche bis zur nächsten Verfüllung mit schlaffen Füllhorn oder Horn vom Lopshorn .Mache Deine Bocksprünge aber kürze Deine Kommentare , sonst besauf ich mich und rede nur noch dummes Zeug ………..

  3. Gerd Zimmerm
    August 3, 2015 um 12:11 pm

    Ernst

    dummes Zeug reden habe ich in der Schule gelernt.
    Hier spricht die „Logik“ des Lebens.

    Guido

    „Wenn ihr etwas nicht versteht, dann muss es doch nicht auch gleich falsch sein“

    Poetischer als Rosenstolz geht nicht mehr.

    G. Pollack ist nicht so poetisch:
    „….das Anziehung ein universelles Prinzip darstellt; zumindest in Wasser
    gilt: Alles zieht alles an.“

    Eigentlich schon, da Wasser und Bewusstsein Hand in Hand gehen.
    Und warum gehen Bewusstsein und Wasser Hand in Hand?
    Ich denke mal, im Wasser spiegelt sich Bewusstsein gut.

    Grüß Gerd
    Gruss Gerd, Grüß habe ich nicht geschrieben, egal

  4. Gerd Zimmerm
    August 3, 2015 um 12:26 pm

    Nur mal so.

    Ist es möglich, dass das Gesamtbewusstsein durch uns spricht?!

  5. Ernst Duberr
    August 3, 2015 um 12:44 pm

    Nein , der HEILIGE GEIST spricht durch uns wenn er nicht gerade Maria erfüllt, verfüllt .Nur kann ich nicht verstehen , daß er eigentlich ein weißer Täuberich ist und er nur der Überbringer des heiligen Samens war für die unbefleckte Geburt .Gerade habe ich wieder eine weiße Taube gesehen . Es ist unheimlich .Wandlungsfähigkeit ist alles .

  6. Februar 4, 2016 um 11:20 pm

    Die Goldene Phi(l)harmonie aus Sicht der Wissenschafft, die damit einen Blick auf die Wissenskunst schafft:

    http://www.slate.com/articles/arts/books/2015/08/frank_wilczek_s_a_beautiful_question_reviewed.html

    Bezieht man das Leben in all seiner Diversität mit ein, dann zeigen sich all die verschiedenen Betonungen zwischen RICHTIG und FALSCH:

    http://www.gold-dna.de/phi.html

    Der wesentliche Unterschied zwischen dem wahren und unserem technologischen Fortschritt liegt darin, dass wahrer Fortschritt keinen Zeitdruck generiert bzw. keinen Zeitdruck als Anlass nimmt, den Fortschritt weiter fortschreiten zu lassen, da wahrer Fortschritt keinen Zeitdruck kennt.

  7. Februar 23, 2016 um 11:56 pm

    Je kleiner der Kontext, desto mehr mögliche “Richtigkeiten“.
    Je größer indes der Kontext, desto weniger Möglichkeiten können “richtig“ bleiben.

    Was ist der wirklich wahre Kern des Universums ?

  8. Gerd Zimmermann
    Februar 24, 2016 um 5:15 am

    Der wirklich wahre Kern des Pudels ist

    Zeit ist ein Kunstgriff der Natur, damit nicht alles
    gleichzeitig geschieht

    Das sind Deine Worte.
    Deutsche sie doch aus.
    Bewusstsein ist statisch.

  9. März 6, 2016 um 2:50 am

    http://www.zeit.de/1994/41/erleuchtung-eines-optikers

    Schließlich, als er bei den Quantenphänomenen ankommt, zieht Zajonc sein Resümee: „Meiner Meinung nach ist es weit weniger wichtig, welche Theorie wir für wahr halten, als zu sehen, was sie alle gemeinsam haben. Jede zeigt aus einer anderen Richtung auf einen gemeinsamen Kern “ <<

    Da hätten wir es mal wieder: Beschränke alles auf das Wesentliche, aber zerstöre dabei nicht die Poesie. Nur ein Bruchteil heutiger Studien erkundet das Gemeinsame in der Verschiedenheit. Stattdessen treiben Studien ihr Unwesen, welche eine Gemeinsamkeit auf die Verschiedenheit übertragen und schauen dann, wie die Verschiedenheit darauf reagiert. Diese Herangehensweise ist quasi genau entgegengesetzt zum finden von bereits vorliegenden Gemeinsamkeiten in der Verschiedenheit.

  10. Gerd Zimmermann
    März 6, 2016 um 10:40 am

    Gott sei dank.
    Der gemeinsame Kern.

    Wie ist das zu verstehen ?

    Der Mittelpunkt des Kreises ?
    Das Rad dreht sich, die Nabe nicht, die ruhende Mitte nicht.
    Obwohl alle Bewegung aus der Mitte,der Ruhe hervorgeht.

    Das dies keinem ? Prof. der Welt bewusst, das Pendel funktioniert analog.
    Ohne die ruhende Mitte ist Bewegung unmöglich.

    Übertragen bedeutet das :

    Ein Mensch, ohne ruhende Mitte vermag nicht gut zu gehen.

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