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Tanz des Geistes mit der Materie – Kapitel: Das ganzheitlich Non-Duale SEIN – Teil 2

Markus Merlin

Markus Wantscha (alias Markus Merlin)

Erstens: ICH BIN, ausgedrückt als DU, eine Meiner göttlichen Eigenschaften. Zweitens: MEINE IDEE von dir, eine Meiner Eigenschaften, die sich in Erd-Verhältnissen ausdrückt – oder DEINE SEELE. Drittens: MEIN VERKÖRPERTER GEDANKE von dir, der den Tempel deiner Seele gestaltet – oder DEIN SEELEN-KÖRPER, in dem du wohnst. Diese drei bilden den göttlichen oder transpersonalen Teil von dir, das unsterbliche Drei-in-Einem – dich, Meinen latenten, doch vollständig formulierten Gedanken, als Mein Bild und Mir gleich gestaltet.

Der folgende Text ist die Fortsetzung der ersten drei Teile (1,2, 3) des Buchs „Tanz des Geistes mit der Materie – oder: Das ganzheitliche Sein“ von Markus Wantscha alias Markus Merlin. In der Einleitung hat er feststellt, dass unser Denken in Dualität uns daran hindert, unser höheres Selbst wahrzunehmen. Dagegen würden wir das leicht schaffen, wenn wir im Sinne der Kelten ganzheitlich, non-dual die Wirklichkeit beträchten, wir mit unserem wahren Selbst in Zwiesprache kämen. Im zweiten Teil befasst sich Markus mit unserer Sexualität und wie wichtig diese für ein erfülltes Leben ist und was auch hier schief gehen kann. Im dritten Teil geht es dann näher auf unser höheres SELBST ein. Der folgende Teil setzt dies nun weiter fort. 

DER AUSDRUCK ICH BIN

der ursprüngliche Denker, der eine und einzige Denker. Wie schon erklärt wurde, der Mensch denkt nicht – durch seinen Organismus denke Ich. Der Mensch meint, er denke; aber bevor er zur Anerkennung von Mir in sich erwacht ist, nimmt er nur die Gedanken auf, die Ich in sein Gemüt ziehe oder inspiriere, und indem er ihre wahre Bedeutung und Absicht mißversteht, setzt er eine persönliche Konstruktion auf sie, und durch die so erweckten eigennützigen Wünsche schafft er sich selbst alle seine Schwierigkeiten und verursacht all sein Leid. Diese scheinbaren Fehler, falschen Konstruktionen und Eingriffe des Menschen sind in Wirklichkeit nur die Hindernisse auf seinem Weg, die überwunden werden müssen, damit er durch ihre Überwindung schließlich einen Körper und ein Gemüt entwickeln kann, stark, klar und fähig genug, um vollkommen und bewußt Meine Idee auszudrücken, die ewig in seiner Seele wirkt.

Der Mensch ist nur der Organismus, den Ich so zubereite, um durch ihn die Vollkommenheit Meiner Idee zu offenbaren. Er schafft durch die Persönlichkeit mit ihrem Körper, Gemüt und Intellekt die Möglichkeit, durch die Ich diese Idee vollkommen ausdrücken kann. Das physische Gehirn ist die Voraussetzung, daß Ich die Idee denken und in den äußeren Ausdruck sprechen kann. Ich pflanze in des Menschen Gehirn eine Idee – irgendeine Idee. Diese Idee würde wachsen, sich entwickeln und schnell zur vollständigen äußeren Erfüllung reifen – wenn der Mensch das nur geschehen ließe, sein Gemüt und all seine Gedanken, sein Herz und all seine Wünsche ganz Mir übergeben würde und Mich als die vollkommene Erfüllung dieser Idee hervorkommen ließe.

Dem menschlichen Verständnis ist ein Wort das Symbol einer Idee; das heißt: es bedeutet eine Idee, verkörpert sie und stellt sie dar. Du selber bist ein Wort, das Symbol einer Idee – kannst du das verstehen? Ebenso ist es bei einem Diamanten, einem Veilchen, einem Pferd. Wenn du die Idee hinter dem Symbol erkennen kannst, dann kennst du die Seele oder die Wirklichkeit der Manifestation, die als Mensch, als Diamant, als Pferd, als Veilchen in Erscheinung tritt. Darum bedeutet ein Wort, das gebraucht wird, eine Idee – eine unentwickelte und nicht offenbare Idee – die jedoch darauf wartet, in dieser oder jener Form ausgedrückt oder gedacht und ausgesprochen zu werden. Das Wort, das im Anfang war und das in Mir war, war so nicht nur eine Idee, sondern es war der Ausdruck Meiner Idee von Meinem Selbst in einem neuen Zustand oder unter einer neuen Bedingung, die du Erdenleben nennst. Diese Idee war Ich, Mein Selbst, weil sie Teil von Mir war, bisher in Mir noch unentwickelt und nicht offenbar; denn sie war von der Substanz und Essenz Meines Seins, das selbst eine Idee ist, die eine Original-Idee.

Durch die lebendige Tätigkeit Meiner Idee erschuf Ich alles, indem es in den Ausdruck gedacht und gesprochen wurde. Nichts im irdischen Leben konnte oder kann je ausgedrückt werden, ohne daß es Meine Idee als primäre und fundamentale Ursache und als Prinzip seines Seins hat. Meine Idee ist also jetzt im Prozeß der Entfaltung, mit anderen Worten: sie wird in den äußeren Ausdruck gedacht – einige nennen das Evolution. So ist es bei der Blume, wenn die Knospe aus dem Stiel hervortreibt und sich schließlich zur Blüte öffnet – sie gehorcht dem Drängen, Meine Idee auszudrücken, die in ihrer Seele verborgen ist.

Geradeso will Ich alle Meine Ausdrucksformen entwickeln und entfalten; vereinigt und vollständig werden sie schließlich Meine Idee in aller Herrlichkeit ihrer Vollkommenheit aus ihren Seelen herausbilden. Um Meine Idee auszudrücken, bedürfen diese Formen gegenwärtig vieler Arten von Sprachen, von der einfachsten bis zur Kompliziertesten, zusammengesetzt aus einer fast unendlichen Zahl von Worten. Aber wenn Ich Meine Idee völlig zu Ende gedacht oder Meine vielen Ausdrucksformen vervollkommnet habe, dann wird Meine Idee aus jedem Wort hervorleuchten, weil jedes tatsächlich ein vollkommener Teil oder eine vollkommene Phase Meiner Idee ist, alle so gewählt und geordnet, daß sie wirklich wie ein Wort sein werden, das die erhabene Bedeutung Meiner Absicht ausstrahlt. Dann werden alle Sprachen in eine Sprache aufgegangen sein und alle Worte in ein Wort; denn alle Formen werden Fleisch geworden sein und alles Fleisch ein Fleisch: die jetzt vollendete Form für den vollkommenen Ausdruck Meiner Idee in einem Wort – Mein Selbst. Dann wird Mein SELBST, nunmehr fähig, durch diese vollendeten Worte ausgedrückt zu werden, durch seine Ausdrucksformen hindurchstrahlen, durch die Persönlichkeit, ihren Körper, ihr Gemüt und ihren Intellekt; und das Wort wird Fleisch geworden sein oder es wird das Fleisch SEIN. Das bedeutet: Alle Worte werden sich durch die erneuernde Kraft Meiner innewohnenden Idee durch das Fleisch entwickelt haben.

Dabei haben sie es gewandelt und vergeistigt, geläutert und so transparent gemacht, daß in der Persönlichkeit nichts mehr von irdischer Natur zurückgeblieben sein wird, was den allumfassenden Ausdruck hindert. Dann kann Mein Selbst vollkommen hervorleuchten und völlig offenbar werden. So verschmelzen wiederum alle Worte und alles Fleisch in ein Wort, DAS WORT, das im Anfang war.

DIE MATERIALISIERUNG

Ich sagte dir, daß die Erde und alles, was zu ihr gehört, nur die äußere Manifestation Meiner Idee ist. Sie befindet sich jetzt in dem Prozeß, in den vollendeten Ausdruck gedacht zu werden. Wenn du Mir in dir erlaubst, alle deine Betrachtungen über die innere Bedeutung Meiner Idee zu leiten, werde Ich dir nicht nur zeigen, wie du durch Denken irgend etwas erschaffen kannst, was du erschaffen möchtest, sondern auch, wie du ins Dasein kamst und in deinen gegenwärtigen Zustand der Manifestation. Mein Bewußtsein ist die innere Essenz von allem Raum und allem Leben. Es ist die wirkliche Substanz Meines Alles-umfassenden und Alles-enthaltenden Geistes. Sein informierendes und belebendes Zentrum ist überall, seine geistige und räumliche Begrenzung nirgends. Allein im Reich Meines Geistes lebe und wirke Ich und habe Mein Sein. Er enthält und er erfüllt alle Dinge, und jede seiner Vibrationen und Manifestationen ist die Äußerung irgendeiner Phase Meines Seins. Sein bedeutet ausdrücken, mit anderen Worten: in Erscheinung treten. Du kannst dir „Sein” nicht ohne Ausdruck vorstellen. Darum drücke Ich, das Alles ist, Mich dauernd und unaufhörlich aus.

Was könnte Ich anderes ausdrücken, als Mein Selbst, da Ich alles bin, was IST? Mich – Mein Selbst – kannst du noch nicht sehen oder verstehen, aber du kannst verstehen, wenn Ich dich mit einer Idee inspiriere. Da ICH Alles bin, was Ist, muß also diese Idee, die unmittelbar von Mir kommt, Teil oder Phase Meines Selbst im Sein oder im Ausdruck sein. Jede Idee – einmal im Reich Meines Geistes geboren wird unmittelbar Wirklichkeit, denn in der Ewigkeit Meines Seins gibt es keine Zeit. In dir jedoch erschafft eine Idee zuerst einen Wunsch, den Wunsch, diese Idee auszudrücken. Dann erzwingt der Wunsch das Denken, Denken verursacht Tätigkeit, und Tätigkeit bringt Ergebnisse hervor – die Idee in tatsächlicher äußerer Erscheinung. In Wirklichkeit habe Ich keinen Wunsch, denn alles bin Ich, und alles ist aus mir. Ich brauche nur zu denken und das Wort zu sprechen, um Ergebnisse hervorzurufen. Doch ist der Wunsch, den du in dir fühlst, von mir, weil er aus Meiner Idee geboren ist. Ich pflanzte sie nur deshalb in dein Gemüt, damit sie durch dich in den Ausdruck kommen kann. Was du auch wünschst – es kommt von mir: Ich klopfe an die Tür deines Gemüts und kündige Meine Absicht an, Mein Selbst in dir oder durch dich zu offenbaren in der besonderen Weise, die durch diesen Wunsch angezeigt wurde. Was die Persönlichkeit des Menschen Wunsch nennt, ist aber die notwendige Aktion Meines Willens, der den Ausdruck Meiner Idee in die äußere Erscheinung, d. h. ins Dasein drängt. Es ist die Notwendigkeit Meiner Idee von Meinem Selbst, zu sein oder sich auszudrücken. Darum kommt jeder wirkliche Wunsch, den du fühlst, jeder Wunsch deines Herzens, von Mir und muß notwendigerweise irgendwann in der einen oder anderen Form erfüllt werden. Jedoch, da ICH keinen Wunsch habe, weil ICH alles bin, brauchte Ich – nachdem diese Idee geboren war, Mein Selbst in diesem neuen Zustand auszudrücken – nur zu denken, d. h. Meine Aufmerksamkeit auf Meine Idee zu richten oder zu konzentrieren und auf Meinen Willen, daß sie in den Ausdruck kommt. Sogleich setzten sich die kosmischen Kräfte Meines Seins durch das Konzentrieren Meines Willens in Schwingung, zogen dann die notwendigen Elemente aus dem ewigen Vorrat Meines Geistes heran, und – mit Meiner Idee als Kern – vereinigten, formten und gestalteten sie um ihn diese Elemente zu dem, was die Gedankenform eines Planeten genannt wird. Sie füllten sie mit Meiner Lebens-Substanz – Meinem Bewußtsein – und statteten sie mit allen Möglichkeiten Meines Wesens aus.

Die nächste Stufe war, Wege oder Ausdrucksmittel zu entwickeln und vorzubereiten, durch die Ich die mannigfaltigen Phasen, Möglichkeiten und Kräfte Meiner Idee ausdrücken konnte. Die äußere Erscheinungsform dafür waren die Mineral-, Pflanzen- und Tierreiche. Jedes von ihnen entfaltete in der Reihenfolge, in der es in Erscheinung trat, stufenweise höhere und vielfältigere BewußtseinsStadien. Das ermöglichte mir, die unzähligen Phasen und die Mannigfaltigkeit Meines Wesens immer klarer auszudrücken.

Aber es fehlte noch das entscheidende und höchste Mittel des Ausdrucks. Bis zu diesem Punkt drückte zwar jedes irgendeine Phase Meines Wesens vollkommen aus, jedoch waren alle vorhandenen Mittel und Wege sich Meiner nicht bewußt. Sie waren Ausdrucksmittel nur in der Weise, wie ein Draht Wärme, Licht und Kraft vermittelt. Die Voraussetzungen waren nun da für die Erschaffung von Mitteln, durch die Meine göttlichen Eigenschaften bewußten Ausdruck erlangen konnten, bewußt nicht nur ihrer Beziehung zu mir, sondern auch ihrer Fähigkeit und Macht, Meine Idee auszudrücken. Der Zeitpunkt war da, daß du und deine Brüder und Schwestern als menschliche Ausdrucksformen ins Dasein geboren wurden. Ebenso wie alle anderen Ausdrucksmittel tratet ihr in Erscheinung als Antwort auf Meinen konzentrierten Gedanken, in dem Ich all die unendliche Vielfalt Meiner Eigenschaften in wirklichem Ausdruck als wesenhafte Formen sah.

Jede stellte vorwiegend eine besondere Phase Meines Wesens dar, und jede war sich meiner, ihres Schöpfers und Bildners, bewußt. Ich sah dich in vollkommenem Ausdruck, ebenso wie Ich dich jetzt sehe – das wirkliche Du, eine Eigenschaft Meines Selbst – vollkommen. Dieser Tempel, Mein Bild und Mir gleich, aus Meiner Gedankensubstanz gebildet, die Meine Idee umgibt und umkleidet, ist folglich dein wirklicher Körper. Er ist deshalb unzerstörbar, unsterblich, vollkommen. Er ist Mein vollständiger, verkörperter Gedanke, der Mein lebendiges Wesen enthält und auf die Zeit wartet, da er in den äußeren Ausdruck kommen und materielle Form annehmen kann.

So halten wir nun fest:

Erstens: ICH BIN, ausgedrückt als DU, eine Meiner göttlichen Eigenschaften. Zweitens: MEINE IDEE von dir, eine Meiner Eigenschaften, die sich in Erd-Verhältnissen ausdrückt – oder DEINE SEELE. Drittens: MEIN VERKÖRPERTER GEDANKE von dir, der den Tempel deiner Seele gestaltet – oder DEIN SEELEN-KÖRPER, in dem du wohnst. Diese drei bilden den göttlichen oder transpersonalen Teil von dir, das unsterbliche Drei-in-Einem – dich, Meinen latenten, doch vollständig formulierten Gedanken, als Mein Bild und Mir gleich gestaltet.

DER TRAUM

Diese Botschaft soll dich zu der Erkenntnis erwecken, was du bist, zur Erkenntnis deines wahren Selbst. Die Absicht ist, dir erneut Mich, dein göttliches oder auch höheres Selbst, bewußt zu machen, so bewußt, daß du nie wieder von diesem anderen Selbst getäuscht wirst, deinem Ego, von dem du dir eingebildet hast, du wärest es. Es hat dich so lange gelockt und dich mit seinen unbefriedigenden Sinnesfreuden, mit seinen mentalen Zerstreuungen und erregenden Vergnügungen gefüttert, bis du geglaubt hattest, du wärest „es“. Bevor du deine wirkliche Persönlichkeit finden kannst, mußt du unbedingt dein Ego genau erkennen; dieses Ego erschufst du, indem du dich als wirklich und von deinem höheren Selbst getrennt dachtest und es dann dadurch lebendig erhieltest, daß du ihm die Macht gabst, dich auf diese Weise zu verführen und zu täuschen. Ja, dieses selbstgeschaffene Ego mit seinem nur selbstsüchtigen Stolz und Ehrgeiz und seiner eingebildeten Macht, mit seiner Liebe zum Leben, zum Besitz und mit seiner Neigung, für weise oder gut gehalten zu werden. Dieses Ego ist aber nichts anderes als deine menschliche Persönlichkeit, die nur geboren wurde, um als abgelöste Identität zu sterben, und als solche hat sie nicht mehr Wirklichkeit oder Dauer als ein Blatt, der Schnee oder die Wolke. Ja, du wirst mit diesem kleinlichen persönlichen Ego konfrontiert werden und mit vollkommener Klarheit all seine niedrige Selbstsucht und seine menschlichen Eitelkeiten erkennen. Wenn du dich dann Mir zuwenden und in einfachem Glauben und Vertrauen fragen willst, wirst du begreifen, daß Ich, der unendliche Teil von dir, immer in dir lebe und dir auf diese Weise all die Illusionen deiner EgoPersönlichkeit deutlich mache, die dich während so vieler Zeitalter im Bewußtsein von mir, deinem herrlichen, göttlichen Selbst, getrennt haben. Diese Einsicht wird sicher kommen, wenn du anerkennen kannst, daß diese Botschaft von Mir ist, deinem höheren Selbst, und wenn du dich für sie entschieden hast. Dir, den Ich zu solcher Entschlossenheit inspiriert habe, werde Ich jede Illusion zur rechten Zeit verschwinden lassen, und du wirst Mich wirklich erkennen, deine wahre Persönlichkeit entwickeln und mich durchscheinen lassen. (lat. per-sonare für „durchtönen“).

Dein Denken nach diesen abstrakten Grundsätzen zu üben, wird dich nicht schädigen – im Gegenteil, diese Übung braucht dein Denken. Denn erst, wenn du Meine Absicht begreifen kannst, kannst du Meine Idee aufnehmen und korrekt interpretieren, sobald Ich dich von innen inspiriere. So wird dein Denken von Mir vorbereitet, nicht damit du mehr äußeres Wissen erlangst, sondern Mein inneres Wissen empfangen und denen weitergeben kannst, die Ich dir zu diesem Zweck zuführen werde. Bitte mich, dein eigenes wirkliches Selbst, in deinem Inneren, um wahres Verständnis und lies aufmerksam das, was folgt.

Im Verlauf unserer Betrachtung, wie Meine Idee sich entfaltet, sind wir dort angekommen, wo dein ICH BIN, das sich in deinem unsterblichen Seelenkörper oder in dem durch Mein Denken erschaffenen Gedankenbild manifestiert, nun fähig ist, eine substantielle Gestalt anzunehmen, eine Form, die für den ErdAusdruck Meiner Eigenschaften geeignet ist. Dieser Wandel von einer mentalen zu einer sterblichen Form fand nach der Art und dem Prozeß allen Denkens und allen Erschaffens statt. Zwar warst du in menschlicher Gestalt, doch dein Ausdruck war noch so völlig ganzheitlich, daß du, obwohl du dir deiner bewußt warst, noch ganz auf Mich nach innen blicktest, um inspiriert und geführt zu werden.

Das war der erste Zustand, zu dem du erwachtest, als du in den Erd-Ausdruck kamst. Dieser Zustand stellt noch die himmlische Phase allumfassenden Bewußtseins dar oder jenen Zustand, in dem du noch bewußt Eins mit Mir warst, doch jetzt in ein sterbliches Ausdrucksmittel eingeschlossen. Ich will dich an die Rolle erinnern, die der Wunsch und seine Beziehung zu Meinem Willen im ErdAusdruck spielt: wie er dein Interesse auf das Äußere richtet und bewirkt, daß du Mich in dir vergißt. In Wirklichkeit schlaft ihr immer noch, und alles von jenem Tage an bis heute, einschließlich aller scheinbaren irdischen Ereignisse und Zustände, ist nur ein Traum gewesen. Weiter wirst du die Notwendigkeit verstehen, daß diese scheinbaren Erdeinflüsse euch zu tragen auferlegt wurden, um euer Bewußtsein von den rein geistigen Freuden abzulenken und es in diesem neuen Traumzustand zu halten; denn ihr mußtet ein menschliches Gemüt entwickeln, damit ihr durch seine natürlichen selbstsüchtigen Neigungen völlig darauf ausgerichtet würdet, eure irdische Aufgabe des sterblichen Ausdrucks zu lernen. Und du wirst die Weisheit verstehen, daß Ich diesen Einfluß durch die Schlange der Selbstsucht hatte, die Gestalt, die Ich sie in eurem Denken annehmen ließ, zuerst in eurem passiven, fühlenden, aufnahmefähigen Teil, erzeugt durch den Wunsch, den sterblichen Agenten Meines Willens, der die Motive und die Kraft für den weiteren und vollständigen Ausdruck Meiner Eigenschaften auf Erden schaffen sollte.

Und schließlich wirst du die Notwendigkeit verstehen, daß der Wunsch seinen ganzen Bann über euch, die Menschheit, legte, damit eure himmlische oder allumfassende Natur so lange in tiefem Schlaf gehalten würde, bis ihr in eurem Traum, durch den freien, aber unwissenden Gebrauch Meines Willens von der Frucht des sogenannten Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse schmecken und reichlich essen konntet. Dadurch konntet ihr lernen, genau zu unterscheiden und zu erkennen, wozu seine Frucht wirklich dient, und auf diese Weise die Kraft erlangen, die so gewonnene Erkenntnis weise und vollkommen nur zum Ausdruck Meiner Idee zu gebrauchen. Ebenso kannst du jetzt vielleicht verstehen, wie ihr in eurem Traum mehr und mehr von diesem trügerischen ErdenZustand eingefangen und an ihn gebunden wurdet. Zuerst habt ihr gelernt, Gut und Böse zu unterscheiden. Nachdem ihr das von dieser neuen und verlockenden Welt gelernt hattet, starb in euch das Wissen von der Wirklichkeit hinter dem allem. Du kannst jetzt vielleicht verstehen, wie ihr so in eurem Bewußtsein das Gefühl der Trennung von Mir erschuft. Du kannst nun vielleicht einsehen, warum dies alles sein mußte, warum ihr, die Menschheit, den paradiesischen Zustand des nicht persönlichen Bewußtseins verlassen und euer Selbst völlig in den Erd-Illusionen dieser Traumwelt verlieren mußtet.

Ihr mußtet fähig werden, ein persönliches oder Selbst-Bewußtsein zu entwickeln, das imstande ist, Meine Vollkommenheit ganz auszudrücken. So wurde eure menschliche Persönlichkeit geboren, und seit ihrer Geburt habe Ich euch gedrängt, sie dadurch zu nähren, zu fördern und zu stärken, daß Ich euch mit Sehnsüchten, Hoffnungen, Trieben und Bestrebungen erfüllte, mit all den verschiedenen Äußerungen des Wunsches. Sie sind nur die menschlichen Phasen Meines Willens, die an der Vorbereitung und Entwicklung eines Mediums arbeiten, eines Ausdrucksmittels, das fähig ist, Meine Eigenschaften auf der Erde vollkommen auszudrücken.

In eurem Suchen nach den günstigsten Bedingungen für die Äußerung eurer besonderen Eigenschaften breitetet ihr euch nach und nach über die Oberfläche der Erde aus. Dabei belebtet und erwecktet ihr die schlafende Intelligenz in allen Lebensformen, mit denen ihr in Berührung kamt, zu vollerem und aktiverem Ausdruck ihrer besonderen Phasen Meiner Idee. So wurden die verschiedenen Sprachen der Erde gebildet. Jede enthielt viele Worte, die alle im menschlichen Denken aus dem Wunsch geboren waren, in irdischen Worten die unendlichen Phasen Meiner im Innern ständig pulsierenden Idee auszudrücken. Je mehr aber das menschliche Denken bestrebt war, Meine Idee in dieser Weise – in Worten – auszudrücken, um so größer und ärger war das Versagen.

Zu gegebener Zeit wird das Erwachen kommen, daß alle Worte nur Symbole einer Idee sind und alle Ideen, welcher Art auch immer, nur Phasen der einen Idee: Meiner Idee von Meinem Selbst im Ausdruck. Ohne das Bewußtsein, daß Mein Wille die eine und einzige Quelle der Inspiration ist, ist jeder Wunsch, diese Idee in Worten auszudrücken, nutzlos. Ebenso ist jeder Wunsch, diese Idee in lebendiger Tätigkeit auszudrücken, vergeblich und fruchtlos und wird nur in Fehlschlag, Enttäuschung und Demütigung enden, wenn ihr euch nicht völlig auf Mich konzentriert.

ZUR GANZHEIT FINDEN

Aus diesem Zustand werdet ihr erst ganz erwachen, wenn ihr wieder völlig Meiner in euch bewußt werdet und euch, den Menschen, nicht länger als den äußerlich einen, sondern als zwei erkennt: einen aktiven, denkenden, aggressiven Teil, deshalb Mann genannt, und einen passiven, fühlenden, aufnahmefähigen, gebärenden Teil, genannt Frau.

Du weißt, daß das, was du suchst, direkt hinter dem Schleier existiert. Du weißt, daß du dich mit einer bestimmten Person treffen wirst, und du erkennst, daß das eine bestimmte Zeit erfordern wird. Du erkennst, daß die fehlende Ganzheit dich unvollständig sein läßt. Wenn du dich unvollständig fühlst, kannst du dich nicht auf die Vision der Ganzheit konzentrieren, die für dich genau die Dinge anziehen kann, die du benötigst, um deine Ganzheit herzustellen. Jeder Mensch sucht seine Ganzheit, sein polares Gegenstück, um die eigene Ich-Bin-Ganzheit zu ergänzen, so daß sie, wenn beide als ein „ganzer Mensch“ in ihrer vollen Kraft zusammen sind, dem Ganzen dort dienen können, wo es sich ergibt. Wenn du dir der Tatsache bewußt bist, daß du im wahrsten Sinne des Wortes in irgendeiner Weise unvollständig bist, daß dir dieses oder jenes fehlt, so mußt du dir der Ganzheit deiner ICH-BIN-Gegenwart und deiner vollständigen und ewigen göttlichen Einheit mit deiner anderen Hälfte bewußt werden. Du mußt ein Gefühl des Friedens angesichts deiner derzeitigen Ich-Bin-Ganzheit verspüren – und das kannst du, weil dieser Friede bereits jetzt und hier in deinem Bewußtsein für dich gegenwärtig ist. Durch diese bewußte, göttliche Haltung des Seins wirst du jede Person und alle Umstände in dein Leben ziehen, die für die Erfüllung der Verwirklichung Meiner Ideen erforderlich sind. Dazu kann die physische Gegenwart deiner Zwillingsseele gehören oder auch nicht. Doch das ist nicht wirklich bedeutsam, denn du selbst bist bereits Eins mit deiner Zwillingsseele. Deshalb kannst du niemals wirklich allein sein. Diese Aussage übersteigt Raum und Zeit, alle Entfernungen und alle Illusionen und Täuschungen. Sie schenkt dir Frieden und Harmonie. Durch das Wissen der Ganzheit ziehst du von deiner ICH-BIN-Gegenwart alle Tugenden, Faktoren und Talente, jegliche Unterstützung und Fülle, Schönheit und Freude sowie alle Weisheit auf dich, die du benötigst, um die Person zu sein, die du wirklich bist. Wenn du zu dieser Person geworden bist, werden sich die Menschen auf Grund ihrer eigenen Bedürftigkeit von dir magisch angezogen fühlen. Deine Aura strahlt das aus, was diese Menschen brauchen. Daher kommen sie, um gesättigt zu werden. Sie kommen zu dir, um deinen Rat zu suchen. Sie kommen, weil du etwas besitzt, was sie selbst nicht haben. Es ist das: „ICH BIN – Wir sind eins, wo immer ICH BIN. Weder Zeit noch Raum können uns trennen, denn wir sind Eins in Allem was IST.“

Das ist der Schlüssel zur Vereinigung mit deiner Zwillingsseele – der Ausgangspunkt für ewiges Glück. Denke daran, daß das bloße Fehlen der Qualität der Freude und des Glücks dich im Äußeren mehr berauben kann, als du dir vorstellen kannst. Denke also in dem Moment, in dem du merkst, daß du ein wenig traurig wirst und anfängst, Selbstmitleid zu empfindest, deine Laune zu sinken droht – denke genau in diesem Moment: „Vielleicht habe ich den Kontakt zu meiner Zwillingsseele verloren – ich werde mich sammeln, ich werde mich konzentrieren, so daß ich Ich selbst sein werde. Meine Zwillingsseele wird mich suchen und finden.“ Frage dein höheres Selbst, gehe hinaus und finde die Menschen, die zu dir gehören, für den Dienst an der Welt. Fang heute noch an, mach dich auf und handle. Du findest deine Zwillingsseele nur, wenn du handelst.

GUT UND BÖSE

In dem paradiesischen Zustand, bevor eure irdische Mission begann, traft ihr auf den Baum, dessen Frucht die Erkenntnis von Gut und Böse genannt wird. Ihr hattet noch keine Persönlichkeit, denn ihr hattet noch nicht von dieser Frucht gegessen. Nachdem ihr einmal dem Wunsch nachgegeben hattet – dem irdischen Agenten Meines Willens – in demselben Augenblick, als ihr gegessen hattet, wurdet ihr aus dem Paradies-Zustand herausgetrieben wie das Küken aus der Schale oder die Rose aus der Knospe, und ihr wurdet in völlig neue und fremde Zustände verwickelt. Denn anstatt Herrschaft über die niederen Reiche zu haben und von ihnen mit allem, was ihr brauchtet, versorgt zu werden, mußtet ihr jetzt den Boden bestellen, damit er Frucht hervorbringe, und im Schweiße eures Angesichts euer Brot erarbeiten. Nachdem ihr diese irdische Aufgabe auf euch genommen hattet, wurde es jetzt für euch notwendig, völlig in alle Verhältnisse des Erdenlebens einzutreten, um ein Gemüt zu entwickeln und einen Körper zu vervollkommnen, fähig, Meine Idee auf Erden vollständig auszudrücken.

Als ihr so aus eurem ganzheitlichen oder Paradieses-Zustand gefallen oder herausgetreten wart, ergabt ihr euch völlig der Verlockung dieser materiellen Welt. Da ihr jetzt dem Wunsch erlaubt hattet, euch ganz zu leiten, wart ihr nicht mehr fähig, die Wirklichkeit oder die Seele der Dinge zu erkennen; denn ihr hattet einen physischen Körper angenommen, eine irdische Hülle mit einem menschlichen Gehirn, was auf euer Seelen-Bewußtsein wie ein Schleier wirkte und eure Sicht trübte und euer Denken so umwölkte, daß alles durch euer nunmehr begrenztes menschliches Verstehen falsch gefärbt und entstellt wurde. In diesem TraumZustand seht ihr alles dunkel wie durch einen Nebel. In diesem alles einhüllenden Nebel könnt ihr die Dinge nicht in ihrer Wirklichkeit sehen, sondern nur ihre verschwommene Erscheinung, die euch nun jedoch das Wirkliche selber zu sein scheint. So ist es mit allem, was ihr mit euren Traumaugen seht, mit den beseelten und auch den unbeseelten Dingen, mit allem, was ihr mit eurem menschlichen Gemüt erfaßt habt, so war es sogar mit eurem eigenen Selbst und mit dem Selbst der anderen um euch. Da ihr so nicht mehr die Seele der Dinge sehen könnt, sondern nur ihre verschwommenen Schatten, wuchs die Vorstellung in euch, diese Schatten sind wirkliche Substanz und die Welt um euch besteht aus dieser Substanz und ist von ihr erfüllt.

Euer Intellekt vernebelt und verzerrt alles wie eine unvollkommene Linse und läßt es euch als wirklich erscheinen, indem er euer Bewußtsein unaufhörlich mit diesen Myriaden von Illusionen aus eurer Traumwelt beschäftigt. Nun ist der Intellekt eine Schöpfung des Wunsches und wird ganz von ihm gesteuert und ist nicht, wie viele annehmen, eine Fähigkeit der Seele. Mit anderen Worten: dieser Nebel ist also die umwölkte Linse eures menschlichen Intellekts, der eurem Bewußtsein jedes Bild, jede Idee und jeden Impuls, die Ich von innen inspirierte oder von außen heranzog, falsch darstellt und deutet. Meine Idee in euch aber drängt immer nach äußerem Ausdruck, während Ich euer Bewußtsein zu ihrer Anerkennung erwecke. Aber nur dadurch, daß ihr die Erinnerung an euren göttlichen Zustand verloren hattet und euer ganzes Bewußtsein sich auf diese irdischen Zustände konzentrierte, konnte Ich euer menschliches Gemüt und euren Willen und alle eure Fähigkeiten entwickeln und euren menschlichen Körper mit der Stärke und den Kräften versehen, die es Mir ermöglichen, Meiner göttlichen Idee auf Erden vollkommenen Ausdruck zu geben, was schließlich sein muß.

So verursachte der Wunsch nach Befreiung von Schwierigkeiten, daß durch eure Fehler und Leiden die Idee des Bösen in eurem Gemüt aufkam. Waren diese Schwierigkeiten nicht da, inspirierte der Wunsch die Idee des Guten. Allen Erscheinungen der Dinge und Umstände legtet ihr diese Wertung von Gut oder Böse bei, je nachdem, ob sie den Wunsch, Meinen Agenten – in Wirklichkeit Mein menschliches Selbst oder euch in eurer menschlichen Persönlichkeit – zufriedenstellten oder nicht. Alle diese Umstände und Erfahrungen in dem Leben, in das ihr eintratet, waren nur durch den Wunsch herbeigeführte Ereignisse und waren für euch gut, wenn sie euch gefielen, und böse, wenn sie euch nicht gefielen. Sie sollten in euch gewisse Eigenschaften der Seele beleben, die euch befähigen würden, die Wahrheiten zu erkennen, die Ich im Inneren zu diesem Zeitpunkt eurem Bewußtsein einzuprägen wünschte. Das scheinbar Böse war der negative Aspekt der Frucht des Baumes, die euch durch ihr liebliches Äußeres und die Süße des ersten Genusses immer dazu verlockte, zu essen und bis zum Überdruß zu genießen oder bis ihre schädigenden Auswirkungen sich zeigten, zum Fluch wurden und schließlich Ernüchterung brachten. Das diente dazu, euch zur Umkehr zu zwingen, zurück zu mir, eurem wahren Selbst. Nun konnte die Ego-Persönlichkeit durch das so entstandene neue Bewußtsein die Essenz der Frucht gewinnen und sie in die Substanz und das Gewebe der Seele aufnehmen, indem sie das duale Denken überwand.

Das höhere Selbst hat sich in den Ausdruck gedrängt und erlaubt euch jetzt durch eure Anerkennung und euren Gehorsam gegenüber seinem Drängen, die beglückenden und natürlichen Auswirkungen des neuen Bewußtseins zu genießen und die äußeren Vorteile Meiner liebenden Inspiration und Führung zu empfangen. Dieses du, das vom Wunsch durch all diese Erfahrungen geführt wird, ist nur deine menschliche Ego-Persönlichkeit, die vom höheren Selbst trainiert, entwickelt und zubereitet wurde, so daß sie ein vollkommenes Instrument für deinen Gebrauch zum Ausdruck Meiner Idee werden konnte, die immer ihre Vervollkommnung im Körper zu offenbaren sucht. Alles tat dieses höhere Selbst, indem es eure menschliche Persönlichkeit nicht nur zwang, von der Frucht des sogenannten Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, sondern auch von ihr zu leben, bis ihr alles sogenannte Böse gesehen und erkannt und in ihm den Keim des sogenannten Guten entdeckt hattet, ihn aufnahmt und ins rechte Licht rücktet. Von dieser Zeit an wußtet ihr, daß Gut und Böse keine wirkliche Existenz haben, und nur relative Begriffe sind, die äußere Bedingungen von verschiedenen Gesichtspunkten her darstellen, oder daß sie nur unterschiedliche äußere Aspekte einer zentralen inneren Wahrheit sind, deren Wirklichkeit das ist, was du zu erkennen, zu sein und auszudrücken suchst.

In neuerer Zeit habt ihr den Nebel oder das Blendwerk abgelöst, die durch den Intellekt und euer Ego über euer Gemüt gezogen waren. Auf diese Weise unterwarft, steuertet, vergeistigtet ihr den Intellekt selbst und klärtet ihn, bis ihr jetzt zu erwachen beginnt und durch die immer dünner werdenden Schichten gelegentliche Schimmer von Mir seht, der einen großen Wirklichkeit in allem. In all dieser Zeit tat das DU, das allwissende, allumfassende ICH BIN in euch, dies alles bewußt und vorsätzlich; aber nicht in der Absicht, um nur Kenntnis von den irdischen Zuständen und Bedingungen zu erlangen, wie es euer Intellekt so laut und gebieterisch erklärt, sondern damit ihr ernten könnt, was ihr in den vergangenen trüben Zeiten gesät habt.

Ihr könnt jetzt Meine vollkommene Idee auf Erden offenbaren, so wie ihr sie jetzt aus eurem geistigen Ursprung erfassen könnt. DU, erinnere dich, bist das große allumfassende ICH – ICH BIN in diesem allem am Werke, BIN in unaufhörlich wechselnder äußerer Erscheinung, BIN jedoch im Inneren ewig derselbe. Das endlose Fließen der Jahreszeiten – der Frühling mit seinem geschäftigen Säen, der Sommer mit seinem warmen, ruhevollen Reifen, der Herbst mit seinem reichen Ernten, der Winter mit seiner kühlen, friedvollen Fülle, Jahr um Jahr, Leben um Leben, Jahrhundert um Jahrhundert, Zeitalter um Zeitalter – sie sind nur das Ausatmen und Einatmen Meiner Idee, wie Ich sie weiter inspiriere durch die Erde und durch dich, Meine Eigenschaft, und durch all Meine anderen Eigenschaften während des Prozesses, die Vollkommenheit Meiner Natur im äußeren sichtbaren Zustand zu entfalten.

Ja, Ich tue es durch dich, da du ein Ausdruck von Mir bist, da allein durch dich, Meine Eigenschaft, Ich Mein Selbst ausdrücken kann, Ich SEIN kann. ICH BIN, weil du bist. Du bist, weil ICH Mein SELBST zum Ausdruck bringe. ICH BIN in dir, wie die Eiche in der Eichel ist. Du bist ICH, wie der Sonnenstrahl die Sonne ist. Du bist ein Fraktal, eine Phase von mir, die Mich zum Ausdruck bringt. Du, eine Meiner göttlichen Eigenschaften, versuchst beständig, Meine Vollkommenheit durch deine sterbliche Persönlichkeit auszudrücken. So wie ein Künstler innerlich das vollkommene Bild sieht, das er malen will – seine Hand aber kann mit den groben Mitteln von Pinsel und Farbe die wahre Beschaffenheit und Wirkung, die er sieht, nicht ganz darstellen – so seht ihr Mich in eurem Selbst und wisst nun, wir sind eins, seid aber immer durch die Unvollkommenheit der irdischen Beschaffenheit eurer menschlichen Persönlichkeit mit ihrem animalischen Körper, ihrem sterblichen Gemüt und selbstsüchtigen Intellekt verhindert, Mich vollkommen auszudrücken. Dennoch – Ich erschuf euren Körper, euer Gemüt und euren Intellekt, um Mein Selbst durch euch zum Ausdruck zu bringen. Den Körper machte Ich nach dem Bild Meiner Vollkommenheit. Das Gemüt gab Ich, um euch über Mich und Meine Werke zu informieren. Den Intellekt gab Ich, um Meine Idee zu vermitteln, wie Ich sie dem Gemüt inspirierte. Bald ist die Zeit da, in der euch die äußeren Gewohnheiten nicht mehr ablenken werden, und Meine Wirklichkeit euch in all der Herrlichkeit ihrer Vollkommenheit in eurem Inneren enthüllt werden wird.

ENTFALTUNG

Absichtlich habe Ich jetzt das gesamte Wie und Warum dieser Zusammenhänge nicht klar dargelegt; denn Ich habe für dich eine Inspiration von innen bereit, mit einer weit umfassenderen Sicht von der Entfaltung und Entwicklung Meiner göttlichen Idee und ihrem letzten vervollkommneten Ausdruck, als es hier beschrieben ist.

Ich versuche, in dir ein Verständnis zu erwecken, daß ICH in deinem Inneren BIN, und dein menschliches Bewußtsein mehr und mehr veranlasse, ein Kanal zu werden, durch den ICH Mich ausdrücken kann. Ich will dir stufenweise die Wirklichkeit Meiner Idee dadurch enthüllen, daß Ich die Illusionen der Zeitalter, die Mich vor dir verborgen haben, eine nach der anderen auflöse. Dadurch wird es Mir möglich, auf der Erde Meine geistigen Eigenschaften in all ihrer menschlich-göttlichen Vollkommenheit durch euch zu offenbaren.

Hier kann ICH dir nur einen Schimmer Meiner Wirklichkeit geben; aber genau in dem Ausmaß wie dir klar wird, was enthüllt worden ist, wird dir von innen mehr gezeigt werden und das weit herrlicher, als dir dies jetzt scheint. Denn sobald Meine Idee im Inneren endlich und vollkommen durch ihre Hülle von Fleisch strahlt, wird sie dich zwingen, Mir zu folgen. Weit über alles hinaus, was dein menschliches Gemüt und dein Intellekt jetzt erfassen kann. Bevor du dir all dessen bewußt werden und es wahrhaft verstehen kannst, mußt du und deine menschliche Persönlichkeit Mir ermöglichen, es zu enthüllen: du mußt dich nach innen Mir zuwenden als der einen und einzigen Quelle, du mußt dich Mir uneingeschränkt überlassen, absolut leer vom Ego, mit dem Gemüt und dem Herzen, so einfach und vertrauend wie dem eines Kindes. Wenn nichts von deinem Ego-Bewußtsein verbleibt, das Mich hindert, dich bis zum Überfließen mit Meinem Bewußtsein zu erfüllen, dann und nur dann kann Ich dir die Herrlichkeiten Meiner wirklichen Absicht unmittelbar deuten, wofür diese ganze Botschaft nur die äußere Vorbereitung ist. Jetzt ist für dich die Zeit gekommen, einiges davon zu begreifen. Ich habe genug enthüllt, um dich vorzubereiten, Meine Stimme zu erkennen, die in deinem Inneren spricht. Darum werde Ich jetzt fortfahren, jene Phasen Meiner Idee, die du unmittelbar nicht klar empfangen konntest, deinem Bewußtsein stärker einzuprägen.

Was dich hier als Wahrheit anspricht, ist nur eine Bestätigung dessen, wofür Meine Idee bisher von innen um Ausdruck gerungen hat. Was nicht anklingt, und was du nicht als dein eigen anerkennst, übergehe es, denn das bedeutet, daß du es jetzt noch nicht aufnehmen kannst. Jede Wahrheit, die Ich hierin äußere, wird weiterschwingen, bis sie die Gemüter erreicht, die Ich angeregt habe, sie zu empfangen. Denn jedes Wort ist erfüllt von der zwingenden Macht Meiner Idee, und für jedes Gemüt, das die hierin verborgene Wahrheit aufnimmt, wird diese Wahrheit eine lebendige Wirklichkeit, denn sie ist jene Phase Meiner Idee, für deren Ausdruck dein Gemüt jetzt würdig und fähig ist. Da alle Gemüter nur Phasen oder Teile Meines unendlichen Gemüts sind, das sich in verschiedenen Formen sterblicher Natur offenbart, so spreche Ich – wenn Ich auf diesen Seiten zu deinem und zu anderen Gemütern rede – zu Meinem sterblichen Selbst, denke ICH mit Meinem unendlichen Gemüt, dränge Ich Meine Idee in den irdischen Ausdruck. Du wirst bald Meine Gedanken denken können und dir bewußt sein, daß Ich im Inneren unmittelbar zu deinem menschlichen Bewußtsein spreche. Dann wirst du nicht mehr nach diesem Buch oder irgendeiner anderen Meiner äußeren Offenbarungen greifen müssen – ob gesprochen oder geschrieben – um Meine Absicht zu spüren. Denn Ich bin in dir, und bin Ich du, und du bist Eins mit mir, der Ich im Bewußtsein eines jeden Gemüts lebe und Mich durch dessen Bewußtsein ausdrücke. Ich lade dich ein, in Mein AllBewußtsein einzutreten und dort mit Mir zu bleiben, genauso wie Ich innerhalb Meiner Idee in deinem Gemüt bleiben werde. Dann werden alle Dinge dein sein, wie sie jetzt Mein sind, da sie nur der äußere Ausdruck Meiner Idee sind und nur aufgrund des Bewußtseins bestehen, das Ich ihnen gab, als Ich sie ins Dasein dachte. Alles ist eine Sache des Bewußtseins – deines bewußten Denkens. Allein weil du denkst, von Mir getrennt zu sein, bist du es. Dein Gemüt ist ein Brennpunkt Meines Gemüts. Was du dein Bewußtsein nennst, ist Mein Bewußtsein. Ohne Mein Bewußtsein, das in dir ist, kannst du nicht einmal denken, viel weniger atmen oder existieren – kannst du das einsehen? Du weißt, daß du ICH bist, daß wir nicht getrennt sind, daß wir unmöglich getrennt sein können; denn wir sind EINS – Ich in dir und du in Mir – und wirklich – in dem Augenblick, da du dir dessen bewußt bist, in dem Augenblick bist du mit Mir eines Geistes. Du bist, was du zu sein glaubst. Nichts in deinem Leben ist wirklich oder hat irgendeinen Wert für dich als allein das, wozu dein Denken und Glauben es gemacht hat. Darum denke nie mehr, daß du getrennt von Mir bist, und bleibe mit Mir in Meinem Reich, wo alle Macht, alle Weisheit und alle Liebe – die dreifaltige Natur Meiner Idee – nur auf Ausdruck durch dich warten!

Jetzt habe Ich viel hiervon gesprochen und dem Anschein nach dasselbe mehr als einmal gesagt, aber mit verschiedenen Worten. Das habe Ich vorsätzlich getan und dabei Meine Absicht von verschiedenen Seiten beleuchtet, damit du schließlich dazu gebracht würdest, Mein Wesen zu begreifen – es ist in Wirklichkeit dein Wesen. Ja, Ich habe viele Wahrheiten wiederholt und Ich werde es weiter tun. Du magst es für ermüdend und unnötig halten; aber wenn du sorgfältig liest, wirst du bemerken, daß Ich jedesmal, wenn Ich eine Wahrheit wiederhole, irgend etwas zu dem, was schon gesagt wurde, hinzufüge, und daß dein Gemüt jedesmal stärker und bleibender beeindruckt wird. Damit wird Meine Absicht erfüllt, und deine Seele wird bald diese Wahrheit verwirklichen.

Du wirst jedes Wort lieben, du wirst lesen und wieder lesen, viele Male, und dadurch all die erstaunlichen kostbaren Weisheiten empfangen, die Ich für dich bereit halte. Diese Schrift und ihre Botschaft wird dir dann nichts anderes als eine Quelle der Inspiration sein oder eine Tür, durch die du in den wesenhaften Zustand eintreten und mit Mir in deinem Inneren liebende Gemeinschaft halten kannst, da Ich dich alles lehren werde, was du zu wissen verlangst. Von vielen Gesichtspunkten aus habe Ich den wesenhaften Zustand dargestellt, damit er dir so vertraut werde, daß du ihn unfehlbar von allen geringeren Zuständen unterscheiden kannst und lernen magst, bewußt und willentlich in ihm zu leben. Wenn du bewußt in ihm bleiben kannst, so daß Meine Worte, wann und wo sie gesprochen werden, stets Aufnahme und Verständnis in deinem Gemüt finden können, dann will Ich dir erlauben, gewisse Fähigkeiten anzuwenden, die Ich in dir erweckt habe. Diese Fähigkeiten werden es dir ermöglichen, immer klarer die Wirklichkeit der Dinge zu sehen, nicht nur die angenehmen und liebenswerten Eigenschaften in der Persönlichkeit der Menschen deiner Umgebung, sondern ebenso ihre Schwächen, Irrtümer und Unzulänglichkeiten. Aber du bist nicht deshalb befähigt, diese Fehler und Unzulänglichkeiten zu sehen, damit du deinen Bruder kritisierst oder verurteilst, sondern damit Ich in dir einen endgültigen Entschluß erwecken kann, diese Fehler und Unzulänglichkeiten in deiner eigenen Persönlichkeit zu überwinden. Merke dir: du würdest sie bei anderen nicht beachten, wären sie nicht noch in dir selbst. Denn Ich in dir hätte es dann nicht nötig, deine Aufmerksamkeit auf sie zu lenken. Da alles zum Gebrauch da ist und nur zum Gebrauch, laß uns untersuchen, wie du bisher die anderen Fähigkeiten, Gaben und Kräfte angewandt hast, die Ich dir gab. Du mußt einsehen: Ich habe dir bis jetzt alles gewährt. Alles, was du hast oder bist, scheine es gut oder böse, Segen oder Leiden, Erfolg oder Fehlschlag, Reichtum oder Mangel, habe Ich dir gewährt oder zu dir gebracht. Warum?

Zur Anwendung – um dich zur Erkenntnis und Anerkennung von Mir zu erwecken, dem Geber von allem – denn all das ist gut.

Ja, alles, was du erhältst, muß angewandt werden. Bist du dir dessen nicht bewußt, dann nur deshalb, weil du Mich noch nicht als den Geber anerkennen kannst. Als solchen konntest du Mich erst aufrichtig anerkennen, als du ICH BIN, den Geber, erkanntest. Deine Persönlichkeit war tatsächlich von dem Versuch so in Anspruch genommen, sich von vielem, was Ich dir gegeben hatte, zu befreien oder es gegen anderes, das du für besser hieltest, auszuwechseln, daß du nicht einmal träumen, noch viel weniger anerkennen konntest, daß Ich, dein eigenes höheres Selbst, der Geber bin. Jetzt erkennst du Mich als den Geber an, als den inneren Geist und Schöpfer aller Dinge in deiner Welt und in deinem Leben, sogar deiner gegenwärtigen Einstellung gegenüber allem. Beides ist Mein Tun, denn es ist nur die äußere Phase des Prozesses, den Ich benutze, um Meine Idee von deiner inneren Vollkommenheit auszudrücken. Diese Vollkommenheit entfaltet sich – da sie Meine Vollkommenheit ist – stufenweise aus deinem Inneren heraus. In dem Maße, wie du dies mehr und mehr erfaßt, wird dir der wahre Sinn und die Anwendung von Dingen, Umständen und Erfahrungen, die Ich sende, enthüllt werden. Denn dann wirst du beginnen, Meine Idee im Inneren flüchtig aufleuchten zu sehen, und wenn du diese Idee kurz siehst, fängst du an, Mich – dein eigenes, wirkliches Selbst – zu kennen.

Bevor du Mich jedoch wahrhaft kennen kannst, mußt du lernen: alles, was Ich dir gebe, ist gut, es ist zur Anwendung da, zur Anwendung durch Mich; du persönlich hast daran keinen Anteil oder ein tatsächliches Anrecht darauf. Nur wenn du Allem diesen Sinn gibst, wird es dir echten Segen bringen. Vielleicht drücke Ich durch dich herrliche Sinfonien in Klang, Farbe oder Sprache aus, die sich – entsprechend der menschlichen Ausdrucksweise – als Musik, Bildoder Dichtkunst darstellen und andere so bewegen, daß sie dir als einem Großen des Tages zujubeln. Ich mag durch deinen Mund sprechen oder dich inspirieren, viele herrliche Wahrheiten zu schreiben. Sie führen dir womöglich viele Nachfolger zu, die dir als einem ganz ausgezeichneten Prediger oder Lehrer begeistert zustimmen. Vielleicht sogar heile Ich durch dich verschiedene Krankheiten, befreie von Besessenheit, mache Blinde sehend und Lahme gehend und vollbringe andere erstaunliche Werke, die die Welt Wunder nennt. Ja, das alles kann Ich durch dich wirken, aber es bringt dir persönlich absolut keinen Nutzen, wenn du nicht diese Harmonien des Klanges in jedem deiner gesprochenen Worte gebrauchst und anwendest, so daß sie allen Hörern wie liebliche Musik des Himmels erscheinen – und wenn nicht dein Sinn für Farbe und Proportion sich in deinem Leben so zeigt, daß nur freundliche, erhebende, helfende Gedanken von dir ausgehen, die beweisen, daß die einzig wahre Kunst die ist, Meine Vollkommenheit in allen Meinen menschlichen Ausdrucksformen klar zu sehen und der belebenden Kraft Meiner Liebe zu erlauben, durch dich in die Herzen der Hörenden zu fließen und ihrer inneren Schau Mein dort verborgenes Bild zu zeichnen. Ebenso bringt es dir keinen Gewinn – ganz gleich, was für erstaunliche Wahrheiten Ich durch dich spreche oder Werke Ich durch dich vollbringe – wenn du, du selbst, diese Wahrheiten nicht täglich, stündlich lebst und diese Werke nicht als ständigen Hinweis auf Mich und Meine Macht dienen läßt, die Ich immer uneingeschränkt auf dich, geliebter Mensch, und auf euch alle ausströme, um euch in Meinem Dienst zu gebrauchen.

Ja, gerade du, der mit Mir so zu wirken sucht, du sollst viel Wunderbares tun, damit deine Menschenbrüder zur gleichen Anerkennung von Mir angeregt und erweckt werden. Ich will gerade durch dich das Leben vieler, mit denen du in Berührung kommst, beeinflussen und bewegen: du wirst sie zu höheren Idealen inspirieren und erheben und so ihre Denkweise und ihre Haltung den Mitmenschen und dadurch Mir gegenüber ändern. Ja, euch alle, die ihr mit Mir zu wirken sucht – ganz gleich, was für Gaben ihr habt – will Ich zu einer lebendigen Kraft zum Besten der Gemeinschaft werden lassen, einer Kraft, die die Lebensweise von vielen ändert, ihre Neigungen und Bestrebungen inspiriert und formt. Das alles zusammen wird ein umgestaltender Einfluß inmitten der weltlichen Aktivität, in die Ich euch stellen will. Wahrscheinlich werdet ihr dann nichts davon wissen. Ihr sehnt euch vielleicht immer noch, mit Mir zu wirken und hungert nach einem tieferen Bewußtsein von mir, denn ihr glaubt, ihr tut nichts, macht noch viele Fehler und versäumt es, mit euren höchsten Idealen mit Mir im Einklang zu leben. Dabei erkennt ihr nicht, daß dieses Sehnen und Hungern der Zugang ist, durch den Ich Meine geistige Macht ausgieße. Sie wird von euch benutzt, ohne daß ihr euch dessen bewußt seid, daß Ich in eurem Innern sie anwende, um Meinen Plan in eurem Herzen und Leben auszuführen und in den Herzen und Leben Meiner und eurer anderen Selbstheiten. Ihr werdet sicher in die Verwirklichung all dessen hineinwachsen und ihr werdet es durch die praktische Anwendung von Allem in Meinem Dienst beweisen. Ich werde euch allmählich die Kraft und die Fähigkeit geben, Meine Macht, Meine Weisheit und Meine Liebe bewußt allumfassend als Ausdruck Meiner göttlichen Idee anzuwenden, die ewig danach strebt, durch euch ihre Vollkommenheit zu offenbaren. Darum wirst du bald einsehen: auch deine menschliche Persönlichkeit mit all ihren Fähigkeiten, Kräften und Kenntnissen – die in Wirklichkeit Meine sind und durch dich wirken und sich offenbaren – dient ganz und gar Meinem Gebrauch; wirklicher Erfolg und Befriedigung können nie anders als in dieser Anwendung gefunden werden. Denn wie die Saat die Ernte hervorbringt, entwickelt diese Anwendung die Fähigkeit, bewußt alle Meine geistigen Kräfte im letzten vollkommenen Ausdruck Meiner Idee zu gebrauchen. Dies kann aber letztlich nur durch deine menschliche Persönlichkeit ausgedrückt werden!

WEGGEFÄHRTEN

Laß uns nun einiges, was Ich dir gegeben habe, untersuchen, besonders das, wo du Mich noch nicht als den Geber anerkennen kannst. Vielleicht hältst du gerade die Stellung im Leben, die du jetzt innehast, nicht für die geeignetste, um Meine in dir drängende Idee auszudrücken. Wenn das so ist, warum wechselst du dann nicht diese Position gegen eine deiner Wahl? Allein die Tatsache, daß du es nicht kannst oder tust, beweist, daß diese Position gerade jetzt am besten geeignet ist, um in dir bestimmte Eigenschaften zu erwecken, die für Meinen vollkommenen Ausdruck notwendig sind. Es beweist auch, daß Ich, dein eigenes Selbst, dir erlaube, darin zu bleiben, bis du Meinen Plan und Meine Absicht erkennen kannst, die in der Macht verborgen sind, mit der diese Position deinen Gemütsfrieden stören soll und dich dadurch unbefriedigt läßt. Sobald du Meine Absicht erkennst und beschließt, Meine Sache zu deiner Sache zu machen, dann und nur dann will Ich dir die Kraft geben, aus dieser Position in eine fortgeschrittenere zu gehen, die Ich für dich vorgesehen habe.

Vielleicht meinst du, dein Mann oder deine Frau passe überhaupt nicht zu dir oder sei nicht fähig, bei deinem „geistigen” Erwachen zu helfen, sondern sei nur ein Hindernis und Nachteil. Insgeheim magst du sogar ein Verlassen oder den Wunsch erwägen, du könntest diesen Partner aufgeben für einen anderen, der mit deinem Streben und Suchen sympathisiert, sich mit dir darin vereint und darum deinem Ideal näher zu sein scheint. Wenn du willst, kannst du davonlaufen. Aber du weißt, daß du nicht vor deiner eigenen Persönlichkeit davonlaufen kannst, daß du in selbstsüchtigem Verlangen nach einem „geistigen” Partner nur einen anziehen würdest, der dich zwingt, vielfach länger und härter unter all den Illusionen des Gemüts zu suchen, bevor du wieder zum Bewußtsein Meiner Stimme erwachen kannst, die in deinem Inneren spricht. Denn ein gleichgesinnter und verständnisvoller Gefährte würde nur den persönlichen Stolz und das selbstsüchtige Verlangen nach „geistiger” Macht in dir nähren und die egoistische Seite deines Wesens weiter entwickeln. Ebenso könnte ein liebender, vertrauender, nachgiebiger Gefährte nur Selbstsucht und Eitelkeit fördern, solange du im Bewußtsein Meiner allumfassenden Liebe noch nicht beständig bist – während womöglich ein tyrannischer, mißtrauischer, nörgelnder Gefährte gerade die Seelen-Disziplin stärken kann, die du noch brauchst.

Wüßtest du es nur: gerade dieser eine ist dein richtiger Seelengefährte und in Wirklichkeit ebenso wie du eine Eigenschaft Meines göttlichen Selbst, zu dir gekommen, um dich zu belehren. Erst wenn du deine eigene Persönlichkeit geklärt hast, damit Meine heilige Liebe sich ausdrücken kann, kannst du von jeglichen Bedingungen befreit werden, die dir jetzt vielleicht so viel Beunruhigung des Gemüts und Seelenkummer verursachen. Diese Seele, dieser Gefährte deiner Seele, dieser andere Teil von Meinem und deinem Selbst, ist zu dir gekommen und sehnt und bemüht sich, durch dich die allumfassende Liebe hervorzurufen, die zarte, achtsame Fürsorge für andere, die Gelassenheit des Gemüts und den Frieden des Herzens, die stille, beständige Meisterung des Selbst. Das ganz allein kann die Tore öffnen, damit diese Seele in die Freiheit ihres eigenen herrlichen Seins heraustreten und für dich ihr eigenes wahres Selbst sein kann. Erst wenn du diese Seele in all ihrer göttlichen Schönheit frei von irdischer Bindung sehen kannst, wird es dir überhaupt möglich sein, das Ideal, das du suchst, zu finden und anzuerkennen.

Nur Meine Idee von deinem vollkommenen Selbst strebt nach Ausdruck und Offenbarwerden durch deine Persönlichkeit, und das läßt dich in dem Partner, den Ich dir gegeben habe, scheinbare Unvollkommenheiten sehen. Sobald du jedoch aufhörst, außen nach Liebe und Sympathie, nach Verständnis und geistiger Hilfe auszuschauen, und dich völlig Mir im Inneren zuwendest, wird die Zeit kommen, daß die scheinbaren Unvollkommenheiten verschwinden, und du wirst in deinem Partner nur die Widerspiegelung von selbstloser Liebe, Güte und Vertrauen finden, ein beständiges Bemühen, den anderen glücklich zu machen, was dann strahlend und unaufhörlich aus deinem eigenen Herzen scheint. Erinnere dich, Ich werde unmittelbar aus dem Inneren viel klarer sprechen, wenn du dich nur vertrauensvoll an Mich um Hilfe wendest. Denn immer bewahre Ich Meine heiligsten Geheimnisse für die, die sich Mir in tiefem, dauerndem Vertrauen zuwenden, so daß Ich jedes ihrer Bedürfnisse befriedigen kann und will.

Dir jedoch, der das noch nicht kann, sage Ich: wenn dein eigenes Selbst dich nicht hierher stellte oder dir diesen Gefährten bestimmte, warum bist du dann hier? Und warum hast du diesen Gefährten? Denke daran! Ich, das Alles was IST, das Vollkommen-Eine, mache keinen Fehler. Ja, aber die Persönlichkeit tut es, sagst du. Und gerade deine Persönlichkeit wählte diesen Partner und hat vielleicht keine bessere Lage verdient. Was, wer veranlaßte deine Persönlichkeit, gerade diesen einen zu wählen und gerade diese Stellung im Leben zu erlangen? Wer suchte diesen einen aus und stellte ihn dorthin, wo du so wählen konntest?

Wer oder was veranlaßte, daß du unter allen Ländern in diesem Land und unter allen Städten der Welt in dieser Stadt genau zu dieser Zeit geboren wurdest? Warum nicht in irgendeiner anderen Stadt und hundert Jahre später? Tat deine Persönlichkeit das alles? Beantworte dir selbst diese Fragen aufrichtig und genau, und du wirst erkennen, daß Ich, dein eigenes Selbst, alles tue, was du tust, und Ich tue es gut. Ich tue es, indem Ich Meine Idee ausdrücke, die immer sucht, sich in äußerer Form durch dich, Meine lebendige Eigenschaft, als Vollkommenheit zu offenbaren, so wie sie im Ewigen, im Inneren ist.

Andere haben dich vielleicht glauben machen wollen, dein wahrer Seelen-Gefährte müsse irgendwo auf dich warten – höre auf, nach ihm auszuschauen; denn er existiert nicht außerhalb von dir in irgendeinem anderen Menschen, sondern in deiner eigenen Seele. Denn was in dir aufschreit nach Ergänzung, ist nur dein inneres Empfinden von mir, der sich nach Anerkennung und Ausdruck sehnt.

Ich bin es, dein eigenes göttliches Ebenbild, dein höheres Selbst, der geistige Teil von dir, deine andere Hälfte, mit der und nur mit der allein du zuerst vereinigt sein mußt, bevor du vollendet das ausdrücken kannst, wozu du zur Erde kamst.

Zweifle nicht: wenn du zu Mir in völliger Hingabe kommen kannst und dich um nichts anderes als um Vereinigung mit Mir bemühst, dann werde Ich dir die Innigkeit dieser inneren Gemeinschaft erschließen, die Ich schon lange für dich bereit gehalten habe.

Fortsetzung folgt in Kürze

Web-Seite: Markus Merlin

Facebook-Seite: Tanz des Geistes mit der Materie

  1. Gerd Zimmerm
    Juli 28, 2015 um 7:34 pm

    Ein Zyklus vergleibar einem Kreis.
    Vergleichbar mit Pi und Phi (dem Mittelpunkt).

    Kaum jemand vermag diesen Satz zu interpretieren.

  2. Gerd Zimmerm
    Juli 28, 2015 um 7:49 pm

    Schauberger

    Der Vogel fliegt nicht, er wird geflogen,
    der Mensch denkt nicht, er wird gedacht.

    Nur mal so

  3. Gerd Zimmerm
    Juli 30, 2015 um 10:19 am

    Ausser Bewusstsein existiert nichts.
    Schau mal in den Sternenhimmel.

    Unglaublich !!!

    Das ist bewusste Wahrnehmung.
    Ohne Wahrnehmung existiert kein Universum.

    Wahrnehmung ist bewusstes SEIN.

  4. Gerd Zimmerm
    Juli 30, 2015 um 10:32 am

    Bewusstsein verfügt keiner materiellen Substanz.
    Materie wird gedacht.

    Mega geil.
    Was?!

    Ich, jedenfalls bin Dankbar.

    Dankbar für
    Das Leben, das Universum und den ganzen Rest.

  5. Gerd Zimmerm
    Juli 30, 2015 um 10:54 am

    Kriege

    Kriege, sind einzig Kriege
    gegen sich selbst.
    Ungewinnbar.

    Wo ist Wolfgang?
    Und all die ANDEREN
    findet sie

    Einsam ins Tal
    kann nicht funktionieren

    Alles ist EINS

  6. Gerd Zimmerm
    Juli 30, 2015 um 11:19 am

    Allein die Akzeptanz fehlt uns.

    Anzuerkennen das ALLES EINS ist.

    Das Ego bewegt uns dazu.

    Gebe es auf und Du wirst wider frei sein.

    Du bist immer frei, denn die Gedanken sind frei.

    Du legst Dir Fesseln an. Selbstgeißelung.
    I-Pad, I-Phon, Andreoid, Facebook inklusive.

    Gehe mal in den Wald.
    Und werde wieder EINS mit Dir.

  7. Gerd Zimmerm
    Juli 30, 2015 um 12:01 pm

    Ich habe eine sehr wundersame Gabe.
    Oder ist es nur die Rückbesinnung?!

    Zurück in die Zukunft?!

    Zurück in die Raum und Zeitlosigkeit.

    Dorthin wo ALLES beginnt?!
    Zurück zur Quelle?!
    Zur Quelle allen Seins?!

    Nein.

    Phi und Fibonacci
    werden sich niemals berühren
    aber sie werden sich nahe kommen
    viel näher als mancher zu glauben meint,

    Denn sie sind EINS

  8. Gerd Zimmerm
    Juli 30, 2015 um 12:09 pm

    Das Physikalische und das Geistige sind auf das Innigste miteinander
    verbunden.

  9. Gerd Zimmerm
    Juli 30, 2015 um 12:18 pm

    Wer nur Materie zu sehen vermag
    Sieht

    sehr
    sehr

    Wenig

  10. Gerd Zimmerm
    Juli 30, 2015 um 12:29 pm

    Ein Spiegelbild welches dir vorgehalten wird,
    empfindet du als dein Gleichnis.

    Schau hinter den Spiegel.

  11. Gerd Zimmerm
    Juli 30, 2015 um 12:46 pm

    Es klingt der irdischen Welt (noch) entrückt.
    Kein (etwas) Mensch wird geboren, ohne kosmische Eltern zu haben.

  12. Gerd Zimmerm
    August 3, 2015 um 7:36 pm

    Warum, oder wofür spannst Du mich so auf die Folterbank?

    Der, DER DU durch mich Dich sprichst.
    Ich bin mir dessen im Gesamtbewusstsein.
    Aber es macht weh, sehr weh.
    Auch wenn mein Blut dein Blut, also kein Blut und somit alles Blut ist.

    Gruss Gerd

  13. Gerd Zimmerm
    August 4, 2015 um 7:23 pm

    Mir ist vollkommen bewusst
    die Hermetik. Die 7 Gesetze.

    Das All ist Geist.

    Ich vermag dieses Gesamtbewusstsein zu finden.

    Es ist ueberall und in Allem zu finden.
    Einverstanden, Raum und Zeitlosigkeit ist scher vorstellbar.
    Aber betrachte es doch als deine Mitte.

    Deine „Mitte“ bewegt sich nicht, es ist die Nabe am Rad. Du drehst dich
    darum.
    Alles, alles was ist dreht oder bewegt sich um die Ruhe.

    Hast du schon einmal eine Galaxis betrachtet?
    Das in der Mitte ist kein schwarzes Loch.

    Es ist mehr. Sehr viel mehr.
    Sogar mehr als der Dreh- und Angelpunkt.

    Es ist Bewusstsein und das GANZE nennen wir

    GESAMTBEWUSSTSEIN

    unglaublich. Von Multiversen Rede ich heute nicht.

    Will Martin seines Doktorhutes nicht berauben.
    Martin, oeffne dich einfach nur.
    Aber, Guido meint, es ist eine Gratwanderung.

    Versuch macht klug.

    Gruss Gerd

  14. Gerd Zimmerm
    August 4, 2015 um 7:54 pm

    Angenommen die Welt oder der Kosmos wäre im Geist.
    Was würde sich aendern?

    Nichts, absolut gar Nichts.

  15. Gerd Zimmerm
    August 4, 2015 um 8:06 pm

    Gut, es aendert sich nichts ist gelogen.

    Ein Universum ist zyklisch.
    Alles ist zyklisch.
    Tag und Nacht ist ein Zyklus.

    Leben und Tod auch, aber das ist nur die halbe Wahrheit.
    Du kannst nicht sterben.
    Du kannst nur Leben.

  16. Gerd Zimmermann
    Juli 18, 2016 um 4:12 pm

    „MEINE IDEE von dir“

    Schauberger wird direkt:

    Ein Mensch denkt nicht, er wird gedacht.

  17. Gerd Zimmermann
    Juli 18, 2016 um 4:17 pm

    Ein Mensch in HARMONIE mit dem göttlichen Selbst, redet nicht über
    Demokratie, er hat Wissen darum.

  18. Gerd Zimmermann
    Juli 18, 2016 um 5:08 pm

    Bewusstsein ist ALLES was ist.
    Bewusstsein ist Wissen, Allwissen.

    Bewusstsein manifestiert sich in Materie.
    Keine Materie bringt Bewusstsein hervor.

    Dieser kleine Schritt ist die Lösung des Problems.

    Bewusstsein verfügt über Energie.
    Das Universum ist virtuell, darin ist weder im Äther noch in der Bewegung
    von Galaxien Energie zu finden.

    Nullpunkt Energie ist eine Vision.
    Vakuum Energie ebenso.

    Der Wissenschaft ist es gelungen eine Minierde zu bauen und sie mit einer
    Atmosphäre zu umgehen. Im Weltraum setzte man diese Modellerde dem Vakuum aus.

    Wo war die Atmosphäre im Vakuum.

    Die Antwort gibt sich jeder selbst.

  19. Gerd Zimmermann
    Juli 18, 2016 um 5:56 pm

    Ich bin nicht Luther, ich will das Bild der Wissenschaft nicht reformieren.

    Mir ist es egal was die Wissenschaft glaubt, mir ist es egal wie viele Religionen
    es gibt und welcher Gott der Wahre ist.

    Mir ist es egal welche Demokratie demokratisch ist.

    Mir ist es egal ob Dorfgemeinschaften Öko Wirtschaften.
    Mir sind Freimaurer egal.
    Mir sind Regierungen und Gesetze egal.

    Eins ist mir nicht egal, Bewusstsein.

  20. Gerd Zimmermann
    Juli 18, 2016 um 6:01 pm

    Wir sind alle Schauspieler im kosmischen Drama. Einer wird sich dessen
    bewusst ein Anderer nicht.

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