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Warum massenhaft Schafe jubelnd den Wölfen folgen …

Unserem Glück auszuweichen haben wir alles unternommen.
Vlado Kristl

Wir hatten hier auf dem Blog schon einmal das Thema der Selbstentfremdung (siehe z.B. Dem Leben entfremdet …). Auch diesen Faden möchte ich nochmals aufgreifen und einen Text von Götz Eisenberg bringen, in dem er der Frage nachgeht, wie man es sich erklären kann, dass Massen von Menschen politischen Kräften folgen, die ihnen Schaden zufügen. Die Dressur zum Gehorsam in der frühen Kindheit und die ein Leben lang wirksame „Identifikation mit dem Aggressor“ verhindere die Entwicklung der Fähigkeit zu Mitgefühl und Solidarität– mit uns und anderen:

Götz Eisenberg, Gefängnispsychologe

Götz Eisenberg, Gefängnispsychologe

Das „falsche Selbst“ und die Wendung gegen das (eigene und fremde) Glück – .

„Früh in der Kindheit“, berichtet Theodor W. Adorno in seinem Buch Minima Moralia, „sah ich die ersten Schneeschaufler in dünnen schäbigen Kleidern. Auf meine Frage wurde mir geantwortet, das seien Männer ohne Arbeit, denen man diese Beschäftigung gäbe, damit sie sich ihr Brot verdienten. Recht geschieht ihnen, dass sie Schnee schaufeln müssen, rief ich wütend aus, um sogleich fassungslos zu weinen.“

Der kleine Theodor reagiert zunächst ganz im Sinne der Erwachsenenwelt, deren Urteile und Vorurteile er sich zu eigen gemacht hat. Die Schneeschaufler trifft seine mitleidlose Wut. Dann aber kriegt er die Kurve und er beginnt zu weinen – aus Scham wegen seiner Anpassung und aus Mitleid mit den frierenden Menschen. Der kleine Junge schlägt sich auf die Seite der gequälten Männer, in deren Leiden er sich wiedererkennt.

Reif und erwachsen werden bedeutet für die meisten Kinder und Jugendlichen, sich die beschädigte Existenz des durchschnittlichen Erwachsenen zu eigen zu machen. Unter dem Druck elterlicher Strafandrohungen und Strafen identifiziert sich das Kind mit den Normen und Werten der Erwachsenen. Ein Kind kann ohne das Wohlwollen und die Zuwendung der Erwachsenen nicht existieren, zu groß ist seine Angst vor Liebesverlust und Verlassenheit. Arno Gruen beschreibt diesen Vorgang in seinem neuen Buch Wider den Gehorsam so:

Wenn ein Kind von demjenigen, der es schützen sollte, körperlich und/oder seelisch überwältigt wird und das Kind zu niemandem fliehen kann, wird es von Angst überwältigt. Eine Todesangst sucht das Kind heim. Es kann nicht damit leben, dass die Eltern sich von ihm zurückziehen. Ohne Echo für seine ihm eigene Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit kann ein Kind nicht überleben. Es übernimmt, um seine Verbindung aufrechtzuerhalten, die Erwartungen der Eltern. Auf diese Weise wird das seelische Sein eines Kindes in seiner autonomen Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit geradezu ausgelöscht.

Das Kind unterwirft sich den elterlichen Erwartungen und wird – brav. Es lässt die Erwachsenen in sich wachsen, statt seines eigenen Selbst. Es kann nun ein Leben lang nicht aufhören, die Gefühle seiner Eltern anstelle seiner eigenen zu haben. Sein Körper wird ihm zum Fremd-Körper, die eigenen Impulse werden ihm fremd, bis es sie schließlich als bedrohlich erlebt und abwehrt. Es entwickelt notgedrungen das, was der englische Psychoanalytiker D. W. Winnicott und nach ihm Alice Miller als „falsches Selbst“ bezeichnet haben. Zu viele Bestandteile des Ich erweisen sich als Nicht-Ich, als fremd-entfremdende Introjekte, so dass der auf diese Weise herangewachsene Mensch zu keinem gelassenen Umgang mit dem Anderen finden kann und sich die Einfühlung in fremdes Elend versagt. Er verschließt sein Herz gegen Mitleid und andere weiche Regungen und macht sich zum Anwalt seiner Zerstörung.

Der Konformismus, der sich auf der Basis einer „Identifikation mit dem Aggressor“ entwickelt, ist mit Feindseligkeit und Bösartigkeit kontaminiert. Wo Ich-Einschränkung und Wunschvernichtung in früher Kindheit, in Schule und Beruf Verletzungen zufügten und Narben hinterließen, entwickelt sich panikartige Angst vor dem Anspruch auf Glück, auf Formen von Unabhängigkeit, den man in sich selbst unter Schmerzen begraben musste. Alles, was in der Außenwelt und bei anderen an aufgegebene eigene Glücksansprüche und Hoffnungen erinnert, wird abgelehnt, im Extremfall gehasst und verfolgt. No Pity for the Poor nennt der erwachsen gewordene Theodor W. Adorno die dem „autoritären Charakter“ eigene Verhärtung gegen die Leiden der Armen und Erfolglosen, der auch er in der oben geschilderten Kindheitsepisode einen Augenblick lang Raum gegeben hatte. Für einen Moment ist es in der Schwebe, auf welche Seite sich ein Mensch in seiner Entwicklung schlägt.

Der privilegiert aufwachsende Adorno entscheidet sich für die eigenen Glücksansprüche und das Lebendige, die meisten anderen wählen unter äußerem Druck den Weg der Anpassung und der Assimilation ans Tote.

Der Weg des Faschismus ist der Weg des Maschinellen, Toten, Erstarrten, Hoffnungslosen. Der Weg des Lebendigen ist grundsätzlich anders, schwieriger, gefährlicher, ehrlicher und hoffnungsvoller.

So schrieb Wilhelm Reich in seiner Massenpsychologie des Faschismus. Schon Mitte des 16. Jahrhunderts hatte der eng mit Montaigne befreundete französische Jurist und Autor Etienne de la Boétie sich über die Tyrannenverehrung seiner Mitmenschen gewundert und sie „Freiwillige Knechtschaft“ genannt:

Diesmal möchte ich nur erklären, wie es geschehen kann, dass so viele Menschen, so viele Dörfer, Städte und Völker manchesmal einen einzigen Tyrannen erdulden, der nicht mehr Macht hat, als sie ihm verleihen, der ihnen nur insoweit zu schaden vermag, als sie es zu dulden bereit sind, der ihnen nichts Übles zufügen könnte, wenn sie es nicht lieber erlitten, als sich ihm zu widersetzen.

Auch der junge Max Horkheimer macht in den 20er und frühen 30er Jahren des 20. Jahrhunderts die traurige Erfahrung, dass die Masse der Menschen sich mit ihren Unterdrückern identifiziert, statt sich mit denen zu solidarisieren, die sich gegen sie auflehnen. In seinem Buch Dämmerung schreibt er:

Auch dass die beherrschten Klassen, von den fortgeschrittensten Gruppen abgesehen, der Verlogenheit ihrer Vorbilder folgen, ist zwar schwer verständlich, aber doch hinreichend allgemein bekannt. Besteht doch die Abhängigkeit dieser Klassen nicht allein darin, dass man ihnen zu wenig zu essen gibt, sondern dass man sie in einem erbärmlichen geistigen und seelischen Zustand hält. Sie sind die Affen ihrer Gefängniswärter, beten die Symbole ihres Gefängnisses an und sind bereit, nicht etwa diese ihre Wärter zu überfallen, sondern den in Stücke zu reißen, der sie von ihnen befreien will.

Genau das können wir im Moment erneut beobachten: Statt sich im Schicksal der Griechen wiederzuerkennen und zu rufen: „Wir sind alle Griechen!“, identifiziert sich die Masse der Menschen in Nordeuropa mit denen, die den Griechen das Fell über die Ohren ziehen und sie ihrem Diktat unterwerfen wollen.

Lawrence Le Shan, der Pionier der psychologischen Krebsforschung, hat eine Methode entwickelt, um seine Patienten mit den abgewiesenen Teilen ihres Selbst in Berührung zu bringen. In ihrer ständigen Selbstzurückweisung und Selbstbestrafung erblickt er einen wesentlichen karzinogenen Faktor. Ständig hallen die Entwertungen und Verurteilungen der Eltern in den seelischen Innenräumen der Patienten nach, die sie häufig nicht nur akzeptiert, sondern sogar gutgeheißen haben. Gehorsam und loyal halten sie ihren Peinigern die Treue und geben sich selbst die Schuld.

Le Sahn schildert in seinem Buch Psychotherapie gegen den Krebs (Stuttgart 1982) eine Sequenz aus der Therapie mit Arlene.

Ich bat sie, sich an einen Vorfall in ihrer Kindheit zu erinnern, bei dem sie ihrer Meinung nach höchst ungerecht behandelt worden und sehr gekränkt gewesen war. Sie erinnerte sich an ein solches Geschehen und konnte es sich in allen Einzelheiten ins Gedächtnis zurückrufen. Am Ende hatte sie allein in ihrem immer gelegen und geweint. Arlene konnte diese Szene ganz deutlich vor sich sehen und wusste sogar noch, welches Kleid sie an jenem Tag angehabt hatte. Nun bat ich sie, sich vorzustellen, dass wir hier im Sprechzimmer eine Zeitmaschine hätten. Sie sollte sich hineinbegeben und – die erwachsene Frau, die sie heute war – in jenes Zimmer und in jenen Augenblick ihrer Kindheit zurückreisen.

Le Shan: Jetzt betreten Sie – so wie Sie heute sind – das Zimmer, in dem die kleine Arlene weinend auf ihrem Bett liegt. Sie gehen hinein, und das Kind sieht zu Ihnen auf. Was tun Sie?

Arlene: Ich würde ihr eins draufgeben!!

Das Erschrecken Arlenes über diese spontane Reaktion bildete den ersten Schritt in Richtung einer neuen Einstellung zu den zurückgewiesenen Teilen ihres Selbst.

Sozialpsychologisch gewendet bedeutet die Le Shan‘sche Methode der Zeitmaschine: Der Weg zur Solidarität mit Anderen führt über die Wiederentdeckung der Leiden des Kindes, das wir einmal waren und das wir auf dem Weg zum Erwachsenwerden zum Verschwinden und Verstummen bringen mussten. Die Dressur zum Gehorsam in der frühen Kindheit und die ein Leben lang wirksame Identifikation mit dem Aggressor verhindern die Entwicklung der Fähigkeit zu Erbarmen und Mitgefühl – mit uns und anderen.

Der Neoliberalismus fördert die zwischenmenschliche Verfeindung

Zwei Jungen begegnen irgendwo in den amerikanischen Wäldern einem aggressiven Grizzlybären. Während der eine in Panik gerät, setzt sich der andere seelenruhig hin und zieht sich seine Turnschuhe an. Da sagt der in Panik Geratene: ‚Bist du verrückt? Niemals werden wir schneller laufen können als der Grizzlybär.‘ Und sein Freund entgegnet ihm: ‚Du hast Recht. Aber ich muss nur schneller laufen können als du.
Robert Stern

Es gibt gesellschaftliche Großwetterlagen, die im Sinne eines öffentlichen Klimas Haltungen wie die eben beschriebene treibhausmäßig fördern. Es macht einen nicht zu unterschätzenden Unterschied, ob man in einer Gesellschaft aufwächst und lebt, in der Schwachen und weniger Leistungsfähigen solidarisch beigesprungen und unter die Arme gegriffen wird, oder in einer, in der sie der Verelendung preisgegeben und als sogenannte Loser zu Objekten von Hohn und Spott werden. Unter günstigen lebensgeschichtlichen Bedingungen erworbene Fähigkeiten wie die, sich in andere einfühlen zu können und sich von ihrem Leid berühren zu lassen, bedürfen dauerhafter äußerer Stützung, sonst bilden sie sich zurück und zerfallen schließlich.

Die Eigenschaften und Haltungen, die einen in der Konkurrenz weiterbringen: kalte Schonungs- und Skrupellosigkeit, Anpassungsbereitschaft, Wendigkeit, eine gewisse Gewieftheit etc. überwuchern diejenigen, die dem im Wege stehen und die man bislang als die eigentlich menschlichen angesehen hat. Der Andere, der Mitmensch, wird unter solchen Bedingungen zum feindlichen Konkurrenten, zum Überzähligen, schließlich zum Gegen- oder Nicht-Menschen, dem jede Einfühlung verweigert und Unterstützung aufgekündigt wird. Man gewöhnt sich daran, dass das Glück der einen mit dem Leid der anderen zusammen existiert: Glück ist, wenn der Pfeil den Nebenmann trifft.

Jede Gesellschaft produziert ihr gemäße Charaktere, lebt von ihnen und reproduziert sich durch sie. Erich Fromm hat für die gemeinsame Charakter-Matrix einer Gruppe den Begriff „Gesellschafts-Charakter“ geprägt. Dabei geht er davon aus, dass der grundlegende Faktor bei der Bildung des „Gesellschafts-Charakters“ die Lebenspraxis ist, wie sie durch die Produktionsweise und die sich daraus ergebende gesellschaftliche Schichtung zustande kommt. „Der Gesellschafts-Charakter ist jene besondere Struktur der psychischen Energie, die durch die jeweilige Gesellschaft so geformt wird, dass sie deren reibungslosem Funktionieren dient.“

Der seit den 1980er Jahren hegemonial gewordene Neoliberalismus hat den Sozialstaat geplündert und planiert. Er hat einen sozialen und moralischen Darwinismus etabliert, der den Kampf eines Jeden gegen Jeden ins Recht setzt, den Werten eines absolut asozialen Individualismus zum Durchbruch verholfen hat und das Gros der Bevölkerung dazu verurteilt, in einem Universum permanenter Verteidigung und Aggression zu leben. Wer Mitgefühl zeigt, droht aus dem Markt geworfen zu werden und einen sozialen Tod zu sterben. Insofern dürfen wir uns nicht wundern, dass die vom Sozialstaat propagierte Kultur des menschlichen Entgegenkommens und der Solidarität von einer Kultur der wechselseitigen Verfeindung und des Hasses abgelöst wird. Empathie und Mitgefühl befinden sich in den Gesellschaften des losgelassenen Marktes im freien Fall, weil sie von außen keine Stützung mehr erfahren, sondern mehr und mehr als Störfaktoren und Hindernisse im individuellen Fortkommen betrachtet werden.

Eine solidarische, egalitäre Gesellschaft – mit Freundlichkeit als vorherrschendem Kommunikationsstil – würde den Menschen nicht mehr so viel Bosheit einpressen, sondern Raum und Zeit für eigene Entwicklungen einräumen. Ihr Hauptaugenmerk gälte der Schaffung neuer verlässlicher Räume, in denen es Kindern möglich wäre, unter Bedingungen raum-zeitlicher Konstanz und leiblicher Anwesenheit ihrer Bezugspersonen ihre psychische Geburt zu vollenden und sich zu Menschen in einer menschlichen Gesellschaft zu entwickeln. Eine Gesellschaft, die ihre soziale Integration und den zwischenmenschlichen Verkehr auf Formen solidarischer Kooperation gründet, statt auf der letztlich a-sozialen Vergesellschaftung durch Markt und Geld, wird auch andere psychische Strukturen und andere Formen der Vermittlung von Psychischem und Gesellschaftlichem hervorbringen, für die uns Heutigen die richtigen Begriffe fehlen. Allenfalls wird man sagen können, dass der individuelle Selbstwert einen ausgeprägten Bezug zur Gemeinschaft aufweisen würde, in der der Einzelne in echter Solidarität aufgehoben wäre. Unter solch utopischen Bedingungen aufgewachsenen Menschen würde weniger Bosheit eingepresst, so dass sie nicht mehr genötigt wären, diese im sozialen Vorurteil gegen Minderheiten zu richten. Sie könnten sich diesen einfühlsam und solidarisch zuwenden.

Fundstelle: Das Rätsel der „freiwilligen Knechtschaft“

  1. Gerd Zimmerm
    Juli 21, 2015 um 9:38 pm

    wer du wirklich bist

    you toube

    schaue es dir nie an

  2. Juli 21, 2015 um 9:41 pm

    Hat dies auf D – MARK 2.0 rebloggt.

  3. Gerd Zimmerm
    Juli 21, 2015 um 9:54 pm

    warum diese höhere Intelligenz auf den St. Nimmerleinstag vertagen?
    Es macht mir weh den Tagtraeumern beim träumen zuzusehen.

  4. Der kleine Hunger
    Juli 22, 2015 um 8:11 am

    Dies ist die Sicht des Autors siehe link auf den Islam
    Parallelen in die hiesige Richtung sind sicher nicht rein zufällig.
    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article144278938/Der-unaufhaltsame-Niedergang-des-Islam.html#disqus_thread

  5. Ernst Duberr
    Juli 22, 2015 um 9:28 am

    Der Mensch ist wie er ist . Man kann Ihn nicht umerziehen .Nicht jeder Mensch hat die Möglichkeit ,im Laufe seines Lebens geläutert zu werden . Auch der Egoismus hat seine Berechtigung . Es gibt Lebensgesetze , die zum Egoismus zwingen .Das Elend einiger kann nicht nur durch Gemeinsinn aufgelöst werden . Auch die Selbsthilfe muß sich auswirken .Es kann nicht sein , daß Gemeinsinn so stark wird , daß keine eigene Initiative der Elenden mehr zur Wirkung kommt . Leider hat nicht jeder Mensch die Chance, seine Überheblichkeit und Arroganz durch eigenes , erlebtes Elend , ABZULEGEN . Es stellt sich überhaupt auch die Frage , ob „die große Kraft „, die Natur , andere Verhältnisse will als die , die wir täglich beobachten können .Die Natur experimentiert auch mit uns ! Alle Zustände , die wir durchlaufen , können also naturgewollt sein . Deshalb , packen wir es an ,beginnen wir bei uns selbst . Selbstbefreiung ist die größte Aufgabe des Menschen .BILDUNG , BILDUNG , HERZENSBILDUNG .Die Dummheit ist unsere größte Schwäche und sie scheint unheilbar zu sein .

    • Juli 22, 2015 um 1:03 pm

      „Man kann Ihn nicht umerziehen .“, hm, aber genau das ist doch das große Programm unserer Sieger gewesen: Die Mentalität Schillers sollte uns ausgetrieben werden.

      • Juli 23, 2015 um 7:06 pm

        Wer Leute „umerziehen“ will, offenbart damit genau den Mangel an Toleranz, Offenheit und Verständnis, der beklagt wird. Wer Leute „umerziehen“ will, spielt Gott, um den Menschen nach seinen Vorstellungen neu zu schaffen. Und wie soll das gehen? Soll man die Leute zu sozialer Integration und Freundlichkeit zwingen?
        Unter dem Deckmantel der „Freilegung der ursprünglichen Menschennatur“ die Gehirne waschen? So wie man früher Kindern mit Seifenwasser den Mund ausgespült hat, wenn man sie beim Lügen ertappt hat?

        Die „Umerzieher“ und solche, die mit Umerziehern sympathisieren, sollen bei sich damit anfangen und andere in Ruhe lassen.

  6. luna
    Juli 22, 2015 um 1:33 pm

    „“Das Kind unterwirft sich den elterlichen Erwartungen und wird – brav.““

    Wenn ein Kind „brav“ ist, muss das doch nicht unbedingt ein Zeichen von Unterwerfung sein, das ist m.E. auch eine Frage des Temperaments und des Charakters.

    Im Übrigen, wenn ich hier Artikel lese, in denen es um Kinder geht, frage ich mich jedes Mal in welchem Jahrhundert wir uns eigentlich befinden, „Dressur zum Gehorsam“ gibt es doch schon seit Beginn der „antiautoritären Erziehung“ (also fast 50 Jahre) kaum mehr; heutzutage stellt es sich mir ohnehin eher so dar, als hätten sich die Eltern den Kindern unterworfen, und „Ich-Einschränkung und Wunschvernichtung“ ist inzwischen wohl eher Egozentrik und Größenwahn gewichen.

    Und dann klingt bei dem Artikel auch durch, dass Charaktereigenschaften von den Umständen / der Gesellschaft abhängen bzw. nach Bedarf an- und aberzogen werden können, das sehe ich anders, ich denke, die sind im Wesentlichen angeboren.

  7. Ernst Duberr
    Juli 22, 2015 um 1:36 pm

    Lieber Gerd Zimmermann, lieber kleiner hunger ,

    ich bemühe mich seit einiger Zeit , zu verstehen , was Ihr zu sagen habt .Anscheinend fehlen mir die geistigen Fähigkeiten , in eure Gedankenwelt einzutauchen . Ihr habt wahrscheinlich eine Bewußtseinsstufe erklommen , die mir verschlossen ist . Könnt Ihr mir helfen ? Ich nehme gern guten Rat an .Ich weiß , daß ich die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen habe . Ich bitte euch , in klaren Sätzen zu schreiben , keine Andeutungen in das unsichtbare Nichts zu machen , denn die Welt , die ich erfassen kann , ist auch so schon komplex genug .Mir ist tatsächlich klar , daß es in dieser Welt Dinge gibt , die ich nicht begreifen kann .Z.B den elektrischen Strom von dem Z. dauernd redet . Ich weiß das diese Kraft existiert und daß sie tatsächlich am anderen Ende einer Leitung ankommt , wenn ich die Regeln einhalte . Auch weiß ich , daß ich der Schwerkraft körperlich unterworfen bin .Da ich aber ein geistiges Leichtgewicht bin , bitte ich euch jetzt um Hilfe . Vielleicht ist es ein Abenteuer , aber ich möchte endlich auch in diese höheren Schwingungen oder kosmischen Zonen eintreten , die Ihr schon so umfassend begriffen habt . Aber bitte , schreibt in einfachen Sätzen , so daß ein zwölfjähriger Mensch euch verstehen kann !

    • Der kleine Hunger
      Juli 22, 2015 um 5:19 pm

      Lieber Ernst Duberr,

      auch wenn Sie sich als 12jähriger outen, wird aus Ihnen noch lange kein 12jähriger.

      Wenn Sie meine Kommentare nicht verstehen, schieben Sie das doch nicht Gerd Zimmermann in die Schuhe und umgekehrt gilt das Selbige, sie sind doch keine 5jährige die Ihren kleinen Bruder das Spielzeug wegnimmt, nur um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Ich bin nicht Ihr Bruder, alles klar !!

  8. Ernst Duberr
    Juli 22, 2015 um 1:48 pm

    Sehr geehrter Herr Bartonitz ,
    vielen dank für Ihren Hinweis auf SCHILLER . Man kann gar nicht genug von Schiller bekommen und ich werde jetzt sofort Beethovens Vertonung hören . Ich möchte geschillert werden .

  9. Ernst Duberr
    Juli 22, 2015 um 5:51 pm

    @ kleiner hunger

    Ich wollte sie doch nicht verärgern . Ich rief um Hilfe !

    • Der kleine Hunger
      Juli 22, 2015 um 6:13 pm

      Lieber Ernst Duberr,

      Sie können mich nicht ver-ärgern und wenn Sie Hilfe benötigen, so sollten Sie daraus kein Ärgernis machen, es konnte allenfalls dazu führen, das man Sie nicht für Ernst nimmt.

  10. x
    Juli 22, 2015 um 7:42 pm

    Wir finden eine Beziehung zueinander, die uns entspricht.
    Die Rollenbezeichnung Mutter heißt, ich habe eine Mutter-Kind-Beziehung. Ich habe viele Beziehungen und Rollen.

  11. Ernst Duberr
    Juli 22, 2015 um 10:04 pm

    @x . Die Welt ist wirklich rätselhaft ,hier schreiben Menschen , die nicht direkt ausdücken wollen , was sie meinen .Das ist ein Problem . ich hatte nicht die Gelegenheit , eine Ausbildung zum Irrenarzt zu machen . Das behindert mich natürlich sehr ,. trotzdem werde ich weiterhin versuchen , zu verstehen , was Menschen so von sich geben . Noch wurde nicht nur gegrunzt , es erscheinen immerhin noch Sätze. Gute Nacht Marie , das Geld liegt auf dem Leuchter .- Verstehe ich auch nicht , hat vielleicht was zu bedeuten . Freudscher Versprecher oder so ähnlich ……………

  12. Ernst Duberr
    Juli 22, 2015 um 10:16 pm

    @x . Mir ist nicht klar was sie sagen wollen . Waren sie vorher auf einer Seite von Profamlia oder glauben auf einer Seite für Partnervermittlungen zu sein . Oder wollen sie unbedingt ein Kind haben . Ich kenne einen Uhrmacher der sich rührend um ein Kind kümmern würde , nicht nur um die notwendige Zeugung .

  13. Der kleine Hunger
    Juli 22, 2015 um 10:27 pm

    Lieber Ernst, so langsam kommt der Ernst aus Ihren Worten, will sagen, Sie haben Ihren Humor (wieder?) gefunden. Das soll von Meinserseite keine Belustigung sein, aber ich bin entzückt und das Geld auf auf dem Leuchter, Sie meinten sicher auf dem Nachttisch, da steht aber meist auch eine Lampe. In diesem Sinne, Marie heisst ja auch Geld oder Zaster, oder meinten Sie Marie die sich für Geld verkauft. Wortgewaltig.

    Nun noch kurz zu Ihren obigen Einwänden. Haben Sie den Eindruck das sich Themen einfahren haben oder liegt das an der momentanen Hitze, sprich Temperaturen? Ich würde sagen, es liegt am Kühlwasserstand.

    • Der kleine Hunger
      Juli 22, 2015 um 10:28 pm

      eingefahren

  14. Ernst Duberr
    Juli 23, 2015 um 12:40 am

    der kleine hunger .
    Der kühlwasserstand ist es wohl nicht .Eher der Übermut oder der Ritt auf dem Vulkan oder das sich Reiten lassen vom Teufel .Vielleicht geht es dem Esel zu gut und er geht auf das Eis und alle Kühlwasser umhüllen Ihn in Hülle und Fülle. Aber wahrscheinlich ist es auch der
    Spaß und deshalb trinke ich jetzt auf IHR Wohl , auf meine Marie , und denke an Marie die ich einst verkannte als ich sie erkannte ,für sie entbrannte und sie mit meiner Marie entspannte .Himtassall , mesavehimtalktalklongmeribelongsmallhungerlonginternet .

  15. x
    Juli 23, 2015 um 7:59 am

    Feststellungen
    Alle Beziehungen haben Einfluß auf dich und umgekehrt.
    Für viele direkte Beziehungen gibt es Rollenbezeichnungen.
    Eine Definition von Rollen, deren Anerkennung und Akzeptanz kann zur Identifizierung von Basisprinzipien helfen. Jedoch wirken sich alle geführten Beziehungen auf jede einzelne (Rolle) aus. Wenn es eine Norm gibt, dann ist dies die Norm.

    Ich empfinde vorgegebene Rollenmuster über Rollenbezeichnungen und deren Mißbrauch vergleichsweise wie eine von Fukushima ausgehende Verseuchung. Leider ist es so, daß eine Reinigung mehr Schäden anrichten würde, als den Ort einfach zu verlassen.

  16. x
    Juli 23, 2015 um 10:31 am

    Es gibt Beziehungen und Rollen.
    Für was benötigen wir Rollen? Zur Kommunikation und Orientierung.
    Ich kann eine Beziehung zu Mineralien haben. Damit dies von anderen anerkannt wird, müßte ich mich schon als Mineraloge (Experte) bezeichnen. An meiner Beziehung ändert sich nichts, jedoch an der Wertschätzung und Identifikation. Wenn ich keine meiner Beziehungen priorisiere, da ich nicht in der Lage bin, dies zu tun, kann ich alle führen, mir aber keine Rollenbezeichnung geben. Auf eine Gewichtung und Bemessung der Bewertung Anderer (Differenzen) kann ich daher keine Rücksicht nehmen. Ich kann Begrifflichkeiten zur Orientierung verwenden, jedoch ist das Verständnis individuell geprägt von der Bedeutung, die dem beigemessen.

  17. Juli 23, 2015 um 11:20 am

    Der letzte Abschnitt ist an Grausligkeit schwer zu überbieten. Das Leben als guter Mensch muß ja ungeheuer hart sein, das die schlechten Menschen aber auch gar nicht auf die herzguten hören wollen. Ist ja geradezu „gemein“.

  18. Ernst Duberr
    Juli 23, 2015 um 12:37 pm

    Wie wollen wir guten Menschen den Beweis antreten , daß wir gut sind, ohne die schlechten Menschen ! ?

    • Juli 23, 2015 um 2:47 pm

      Ab wann ist denn ein Mensch gut und ab wann schlecht? Da braucht es doch immer einen Kulturrahmen. Für so manchen Indigenen sind wir alle hier wohl der schlechte Menschen, da nicht im Einklang mit der Natur …

  19. Gerd Zimmerm
    Juli 23, 2015 um 3:12 pm

    ich bin begeistert.
    B3geistert in so FERN, dass ich das “ Menschschein“ nicht mehr vom LEBEN
    trenne.

    Hesses Sittharda war Baum, Wurzel, Stein und Wasser zu gleich.

    Buddha.

    Wer ist (war) Buddha?

    Buddha wahr nicht, Buddha ist.
    Anders, Leben war nicht, Leben ist.

    Leben existiert nicht, wenn es nicht WAHRG3NOMMEN wird.

    Unterstelle ich dem Leben noch BEWUSSTE Wahrnehm7ng

    oh „Gott“

    dann währe ja die Wahrnehmung eine Bewusstwerdung
    ein Bewusstsein, welches sich SELBSTBEWUSST ist.

    Und weiter ins Tal, ich liebe meinen (T)Humor.
    Den Vogel auch, denn der bin ja ich.
    Auch die Sandkörner und die Sterne am Himmel.
    Vorausgesetzt ich kann sie Wahrnehmen.😕
    Bewusst wahrnehmen.

    Durch Bewusstsein.😊😈😇

    Ist vielleicht doch BEWUSST SEIN
    (Gesamtbewusstsein)

    die Krone der Schoepfung¿
    😈😈😈😃😃😃😀😀😀😇😇😇

    Möglich ist ES.

  20. x
    Juli 23, 2015 um 3:21 pm

    Mag sein, es gibt Unterschiede, wie man lernt.
    Ich lerne über ein echtes Interesse, einer Beziehung zu irgendwas. Ich setze diese Beziehung in Bezug. Nach einem Thema folgt ein anderes.

  21. Gerd Zimmerm
    Juli 23, 2015 um 3:23 pm

    Wir sind nicht „WIR“
    Wir sind Wir.

    Das Ganze.
    Sorry.
    Gesamtbewusstsein.

    Befreit von Nullen und EINSEIN.
    Auch vom EGO,
    was uns so teuer und wichtig erscheint, noch.

    • luna
      Juli 23, 2015 um 3:52 pm

      @ Gerd

      „“Befreit von Nullen und EINSEIN.
      Auch vom EGO,
      was uns so teuer und wichtig erscheint, noch.““

      Es gibt kein Ego, das ist nur ein illusionäres Konstrukt; das allerdings ist notwendig, damit sich jemand um den Körper kümmert, der hier rumläuft.

      Davon befreien muss man sich also nicht, das ist ein Missverständnis (ich sag ja, das kommt dabei raus, wenn man ständig die Ebenen vermischt), es geht nur darum zu verstehen, dass es real nicht existiert.

  22. Gerd Zimmerm
    Juli 23, 2015 um 3:28 pm

    Mister X

    bloeder Spruch

    Lernen, lernen nochmals lernen.
    Lenin?

    Wann fangen wir an?
    Morgen? Nein heut3!!!

    Die Energie gibt mir die Kraft.

  23. Gerd Zimmerm
    Juli 23, 2015 um 3:35 pm

    Ich bin besoffen.
    Vor Glück.

    Aber Wasser findet auch so seinen Weg.

    Wasser im elektrischen Universum.
    Genial. Genius. Genie.
    Störe (zerstöre?) meine Kreise (nicht).

  24. Gerd Zimmerm
    Juli 23, 2015 um 3:40 pm

    “….als den Ort einfach zu verlassen…“

    So ist das im Fieberwahn, neue Sonne.

Comment pages
  1. Juli 21, 2015 um 8:11 pm

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