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Tanz des Geistes mit der Materie – Kapitel: Sexualität und Spiritualität

Markus Merlin

Markus Wantscha (alias Markus Merlin)

Sexualität ist der gemeinsame Tanz männlicher und weiblicher Energien, der Tanz des Geistes mit der Materie und ist als eine heilige Handlung gedacht, an der alle Ebenen und Aspekte des menschlichen Seins beteiligt sind.

Der folgende Text ist die Fortsetzung des ersten Teils des Buchs Tanz des Geistes mit der Materie – oder: Das ganzheitliche Sein von Markus Wantscha alias Markus Merlin, in dessen Einleitung er feststellt, dass unser Denken in Dualität uns daran hindert, unser höheres Selbst wahrzunehmen. Dagegen würden wir das leicht schaffen, wenn wir im Sinne der Kelten ganzheitlich, non-dual die Wirklichkeit beträchten, wir mit unserem wahren Selbst in Zwiesprache kämen. In dem folgenden Text befasst sich Markus mit unserer Sexualität und wie wichtig diese für ein erfülltes Leben ist und was auch hier schief gehen kann.

SEXUALITÄT UND SPIRITUALITÄT

Sexualität und Erotik werden durch viele Vorurteile, Ängste und Manipulationen belastet. Tatsächlich sind sie natürliche Aspekte des ganz normalen Lebens und sollten spontan und selbstverständlich gelebt werden. Die spirituelle Seite der Sexualität ist vollständig in Vergessenheit geraten. Auch das unschuldige Erkunden von Sexualität genau wie der kindlich-spielerische Aspekt sind abhanden gekommen.

Fast alle Religionen der Welt wie auch die römischen „Christen“ haben zum Zwecke der Machtentfaltung der Funktionäre den weiblichen Teil der Schöpfungsenergie dramatisch unterbewertet oder gleich ganz entwertet und nur einen Teil der Wahrheit in ihre neue Religion übernommen. Das uralte Mysterium der Großen Göttin schien verloren – aber ohne dieselbe geht es nun mal nicht. So sind die Geheimnisse und auch die spirituelle Komponente der natürlichen Sexualität beinahe in Vergessenheit geraten. Und nicht nur das – Sexualität wurde auch noch zur „Erbsünde“ stilisiert und verteufelt.

Für viele Generationen und mehr als 1000 Jahre wurde so einer der kraftvollsten und schnellsten Wege zur Gotteserkenntnis als teuflisch hingestellt. Ursprünglich ist Sexualität weit mehr als ein körperlicher Akt zur „Triebabfuhr“ oder zum Kindermachen. Sexualität ist der gemeinsame Tanz männlicher und weiblicher Energien, der Tanz des Geistes mit der Materie und ist als eine heilige Handlung gedacht, an der alle Ebenen und Aspekte des menschlichen Seins beteiligt sind. Darüber hinaus hat die Sexualität das Potential göttlicher Schöpfungskraft – sie schafft neues Leben – und transzendiert somit die irdische Existenz und die Person.

KÖRPER, HERZ UND VERSTAND

Lust und sexuelles Begehren sind im Körper ganz natürlich eingewurzelt. Die Befriedigung dieser Bedürfnisse ist deshalb ein elementares Grundbedürfnis. Das menschliche Bewußtsein sucht sich einen Weg, wie die Sexualität ausgedrückt und gelebt werden soll. Wenn das Herz die Führung übernimmt, kann nichts mehr schief gehen.

Sexuelle Vereinigung ist natürlicherweise ein Akt, der den ganzen Menschen erfaßt und begeistert. Körper, Geist und Seele geraten in Resonanz mit dem lebendigen Sein. Wird sie zur reinen Triebbefriedigung, ist deine Seele in diesem Akt nicht wirklich präsent und du schneidest dich selbst von der wahren Bedeutung und dem vollen Erleben der Sexualität ab. Aus ganzheitlich polarer Sicht ist das ein Kurzschluß.

Aber auch Angst, Ärger und Traurigkeit können den freien Fluß sexueller Energien verhindern. Wenn diese nicht bewußt wahrgenommen und behandelt werden, werden sie zu psychischen Reaktionen wie Widerstand und Abblocken führen. Es kann sogar sein, daß der Körper unfähig ist, Lust oder Erregung zu spüren. Ein Problem zwischen dir und deinem Partner kann sowas verursachen, es kann auch eine emotionale Verletzung sein, die du aus der Vergangenheit mit dir herumträgst. Was immer es ist, es muß auf eine sanfte und liebevolle Art gelöst werden, damit die sexuellen Energien frei fließen können.

Wenn ihr als Sexualpartner eure Herzen öffnet, begegnet ihr euch mit Vertrauen, Liebe und Sicherheit. Eure Intuition nimmt von allem Kenntnis, was zwischen euch geschieht. Sprich deine Gefühle offen aus! Du bist angenommen, wie du bist! Die Verbindung von sexueller Energie und Herzensenergie kann tiefgreifende Heilungsprozesse auslösen.

Weitere Ursachen für sexuelle Blockaden können sein, daß du im Herzen ein Bedürfnis hast, über diese körperliche Ebene der Erde hinauszuwachsen, oder auch tief sitzende religiöse Dogmen, die dein Herz daran hindern, sich für Sexualität überhaupt zu öffnen. Es kann auch ein Verlangen nach Einheit geben, das aber in Wirklichkeit eine versteckte Ablehnung der irdischen Ebene und auch der Sexualität in sich birgt.

Es kann auch sein, daß du dich an die Liebe und Harmonie erinnerst, die du erfahren hast, bevor du auf der Erde inkarniert bist. Dein Herz sehnt sich zurück nach dieser Leichtigkeit des Seins. Dadurch werden die unteren drei Energiezentren, Solarplexus, Sakral- und Wurzelchakra, die für das irdische Sein besonders wichtig sind, mehr oder weniger vernachlässigt. Das kannst du durch entsprechende Meditation ausgleichen. Das Bedürfnis und das Verlangen nach Transzendenz ist verständlich, trotzdem ist es wichtig, daß du Frieden mit deiner irdischen Existenz und deinem Ego schließt. Sonst schaffst du eine künstliche Trennung zwischen deinem höheren Selbst und deinem Ego. Man könnte es auch heimwehkrank nennen. Dein Hiersein hat aber nicht den Zweck, über die Erde hinaus zu wachsen, sondern dein Zuhause auf die Erde zu bringen. Es sollte dir klar sein, daß das eine heilige Unternehmung ist und deshalb Erotik, Lust und Begehren, die dich nach einer körperlichen Vereinigung verlangen lassen auch einen spirituellen, ja heiligen Aspekt aufweisen. Auch dein Verstand kann dich durch moralische oder spirituelle Glaubenssätze religiöser Art davon abhalten, deine Sexualität zu genießen. Besonders in „vergeistigten Kreisen“ mit dualem Denken wird der materiell-körperliche Aspekt des Lebens zumeist als negativ und sündhaft gesehen.

Freude und Vergnügen an der Sexualität werden deshalb abgelehnt, weil sie die „Vergeistigung“ angeblich behindern. Besonders dual denkende spirituelle oder religiöse Menschen haben deshalb häufig einen Mangel an Respekt für den Körper und das Materielle an sich. Erst wenn sie das duale Denken überwinden, können sie erkennen, daß der Tanz des Geistes mit der Materie etwas Heiliges ist. Mit ausgewogener Sexualität kannst du über die materielle Realität hinauswachsen, mit Körper, Geist und Seele die Ekstase suchen und in Resonanz geraten mit dem lebendigen Sein. Spirituelle Sexualität integriert alle Ebenen des Seins!

MATERIE UND GEIST VEREINEN

Sind zwei Menschen auf liebevolle Weise intim, schwingen sich alle Zellen ihrer Körper auf ein höheres Energieniveau ein … und sie beginnen zu tanzen. Die Zusammenführung von männlicher und weiblicher Polarität zu einer ganzheitlichen, energetischen Einheit ist eine unerschöpfliche Energiequelle. Sie spiegelt die ursprüngliche göttliche Trinität wieder. Nach einem liebevoll-erotischem Zusammentreffen mit deinem Partner, an dem du ganz und gar mit Körper, Geist und Seele beteiligt warst, fühlst du dich friedvoll, glücklich und stark. Du spürst die Einheit mit Allem, was Ist. Eure Körper und eure Seelen wurden von der Energie der Liebe überflutet und ihr habt in diesem Moment die unendliche Kraft des Seins an sich gespürt. Die göttliche Liebe hat Einlaß gefunden.

Wenn die polaren männlichen und weiblichen Energien auf dem Höhepunkt einer solchen sexuellen Zusammenkunft zusammenfließen, entsteht neues Leben. Wenn ein Kind auf diese freud- und lustvolle Weise gezeugt wird, kann es keinen liebevolleren Empfang auf dieser Erde haben. Deine Sexualität ist nicht nur ein natürlicher Anteil von dir – sie ist als lebenschaffende Kraft wirklich heilig. Man kann aber auch das Heilige in den Schmutz ziehen und für alle möglichen Zwecke missbrauchen…..

HINDERNISSE

In den letzten 2000 Jahren wurden Frauen in fast allen Bereichen der Gesellschaft unterdrückt, ausgenutzt und benachteiligt. Das findet auch heute noch fast überall auf der Erde statt. Nicht nur in Bezug auf Sexualität hat sich diese Unterdrückung in großem Stil verbreitet. Das hat nicht nur Auswirkungen auf sehr viele Frauen, auch die globale Frauenseele leidet durch diese Mißhandlungen und Ungerechtigkeiten. Die tiefen emotionalen Wunden werden viel Zeit, Liebe und achtsame Fürsorge brauchen, um heilen zu können. Nichts geschieht ohne Grund. Auch hinter Unterdrückung und Gewalttaten steckt immer eine Geschichte. Sexuelle Gewalt hinterläßt jedoch ausgesprochen tiefe Spuren und beeinträchtigt das menschliche Wesen auf nahezu allen Ebenen.

Die männliche Sexualität ist zumeist vom Kopf her blockiert. Es ist die Furcht davor, sich auszuliefern. Aber auch auf der Herzebene setzt sich oft Angst fest. Angst vor intensiver emotionaler Nähe. Tief sitzende Ängste, sich ausgeliefert zu fühlen, sich seinen Gefühlen einfach hinzugeben, das blockiert Männer – auch wenn sie sich aktiv sexuell betätigen. Solche Männer beteiligen sich dann nicht seelisch an der Vereinigung, es bleibt bei bloßer Triebbefriedigung. Auch hier braucht es viel Zeit und Liebe, um mit achtsamer Fürsorge diese Blockaden zu lösen. Es ist wichtig, offen über solche inneren Blockaden zu sprechen. Sich darüber auszutauschen, was man gerade fühlt und empfindet. Wenn man sich in einer Partnerschaft wirklich vertraut, kann man ohne Scham die „verklemmte“ Situation aufklären und mit Liebe und Geduld die Blockaden lösen.

Unsere Gesellschaft hat uns alle Möglichen Sperren eingebaut, damit wir den freien Fluß von Sexualität und Erotik in die spirituelle Ebene gar nicht erst für möglich halten. Liebe, Geduld und die Sehnsucht nach Vereinigung mit deinem Partner werden dir helfen, deine Sexualität in ihrem ursprünglichen Sinn zu verwirklichen. Es macht jedoch keinen Sinn, sich in irgendeiner Form zu überwinden. Sexualität muß fließen, du sollst sie mit liebevoller Aufmerksamkeit genießen.

Die männlichen und die weiblichen Energien möchten wieder zusammenfinden und den Tanz des Geistes mit der Materie in Freude, Kreativität und Ekstase zusammen tanzen.

Geist Materie weiblich männlich

SEXUALITÄT, MAGIE UND SPIRITUELLE ENTWICKLUNG

Im Anfang war der Urgrund des Seins, das Wesen, das nicht genannt werden kann. Es ist nicht „Gott“, obwohl man es als göttlich bezeichnen könnte. Es enthält „Alles, was Ist“, was wir als Universum bezeichnen und auch das, was wir uns gar nicht vorstellen können. Dieses „Wesen“ ruht in sich selbst.

Als es noch keine Zeit und keine Materie gab, faßte das „Wesen“ den Entschluß, sich auszudrücken – der Beginn dessen, was wir Universum nennen. Die Zeit begann, das „Wesen“ brachte zwei weitere Wesen hervor, eines eher weiblich gepolt, das andere eher männlich gepolt, die Geburt der Polarität, Plus und Minus, Nordpol und Südpol genannt, die Voraussetzung für die Entstehung von Materie war geschaffen. Vielleicht verursachte das Auftreten von Polarität sogar den Urknall, so es den wirklich gegeben hat. So entsteht erstmals Materie, das „Wesen“ beginnt, sich auszudrücken. Die Ausdruckskraft des Wesens bringt nach und nach immer komplexere und kompliziertere Ansammlungen von Materie hervor, das Universum entsteht, immer im Gleichgewicht gehalten von der Urkraft der Polarität.

Um sich noch besser ausdrücken zu können, brachte das „Wesen“ nun das Leben ins Spiel. Lebensformen entwickelten sich, wiederum getrieben von der Kraft der Polarität, die sich nun sehr viel komplexer als Sexualität ausdrückt. Die Liebe des „Wesens“ zu sich selber zeigt sich in den höheren Formen der Erotik, der Selbstliebe und der transpersonalen Nächstenliebe. Immer ist „Alles, was Ist“ Ausdruck oder Brennpunkt des „Wesens“, fraktaler Teil des Ganzen.

Der so entstandene „Mensch“ ist somit – nach unserer eigenen Erkenntnis – derzeit das wohl am höchsten entwickelte Fraktal des „Wesens“, was ja auch in den Weltreligionen öfters erwähnt wird. In diesem System ist „Der Mensch“ bestehend aus dem weiblich gepolten Teil, der Frau und aus dem männlich gepolten Teil des Mannes zusammen „Eins“, fraktales Spiegelbild der ursprünglichen Trinität.

In der derzeitigen Entwicklungsphase hat sich die Selbstliebe zum „Egowahn“ entwickelt, die Möglichkeiten der Machtentfaltung des Einzelnen (halben) Individuums werden über die Interessen der ganzheitlichen Entwicklung gestellt und mit Gewalt durchgesetzt.

Das Bewußtsein der Polarität und der ursprünglichen Trinität wird gezielt durch duales Denken und vorsätzliches Trennen der Pole verschleiert, die weitere Entwicklung blockiert.

Dem entgegen steht besonders die alte keltische Sichtweise – und offensichtlich auch die modernen quantenphyskalischen Entdeckungen – für die Erkenntnis des Göttlichen im manifesten Universum, die untrennbare Einheit dieser materiellen Welt mit der geistigen Anderswelt. Dementsprechend ist für die keltische Kosmologie alles spirituell, was näher zur Erkenntnis des Göttlichen führt.

Die Kelten der alten Zeit hatten mit der Sexualität wohl weniger Probleme als wir heute, denn den alten Schriften nach waren sie zwar zum Teil verheiratet, lebten jedoch ihre Sexualität völlig offen. Die Unvereinbarkeit von Leben, Sex und Spiritualität tauchte also erst später auf. Als „man“ erkannte, daß Religion ein ungeheuerlicher Schlüssel zur Machtentfaltung ist, wenn man weiß, wie man ihn benutzen muß. Enthaltsamkeit als höchstes Ideal schwächt jeden, der so etwas folgt, bis zur Kraftlosigkeit oder zur Psychose. Solche Leute sind maximal manipulierbar.

Darum ist es für den Tanz des Geistes mit der Materie unerläßlich, daß man seine erotischen und sexuellen Bedürfnisse kennt und schätzt, statt sich in der Rolle des Kaninchens vor der angriffslüsternen Schlange (!) wiederzufinden. Sexualität ist eine der wesentlichen Ausdrucksformen des lebendigen Seins, zuständig für Begeisterung, Energie, Freude, Ausdauer und Beharrlichkeit. Sexualität, Spiritualität und Magie – diese Dreiheit beschreibt das eigentliche Wesen der Sexualmagie. Die bewußte Nutzung und Umwandlung der Sexualenergie in der Kenntnis der spirituellen Dimension zum Zwecke magischer Wirkungen. Die spirituelle Seite ist wichtig, um die ganze „Sache“ nicht wieder in pure Egobefriedigung abrutschen zu lassen, sondern auf die transpersonale Ebene zu heben. Hier ist erfahrene Anleitung nützlich, um nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten – mit möglicherweise heftigen bis unerwarteten Folgen.

Es ist die eigene Seele, oder auch das höhere Selbst, die den für die Suche auslösenden Impuls gibt.

Um weiter zu kommen, ist die Kenntnis der wirksamen Mechanismen sowie der Einsatz des Bewußtseins vonnöten, um bewußte Kenntnis der spirituellen und sexuellen Zusammenhänge und Phänomene und ihrer Auswirkungen zu erlangen.

Sinnvolle Änderungen, Bewußtwerdungsprozesse wie auch Bewußtseinswachstum sind nötig, das spirituelle Element der Sexualität wieder zu aktivieren und so den göttlichen Aspekt wieder ins tägliche Leben integrieren zu können. Für die Entwicklung von Bewußtsein muß man aktiv etwas tun. Bewußtsein entfaltet sich, weitet sich zum Licht und öffnet sich für neue Erfahrungen. Die neue Sex-Kultur stellt die Dinge wieder an ihren seit Urzeiten angestammten Platz und macht Schluß mit Schuldgefühlen, Tabuisierung, Hysterie, und Unbewußtheit, die allesamt Ausdruck von gezielter Manipulation sind. So legen wir die höheren Ausprägungen der Sexualität, die seit Anbeginn der Schöpfung in der Materie innewohnend sind, wieder frei, und bringen sie zu voller Entfaltung: zum Tanz des Geistes mit der Materie.

Diese Welt wäre eine völlig andere, würde Geld und Macht im Dienste des Göttlichen eingesetzt werden und nicht im Dienst von durchgeknallten Ego-Wahn-Anhängern mit ihren unersättlichen Machtansprüchen sein.

Gerade die vielgescholtene und oft mißbrauchte Sexualität kann ihre große Kraft zu einer göttlicheren Welt beitragen. Würden wir mehr Energie darauf verwenden, das Göttliche in uns selbst zu entdecken, zu fördern und zur Entfaltung zu bringen, würden sich all diese anderen Sorgen und Schwierigkeiten wie von selbst erledigen.

Alles, was ist, ist aus dem Göttlichen entstanden. Deshalb findet man das Göttliche auch in sich selber, ja die Begegnung mit einem Partner ist immer auch eine Begegnung des Göttlichen mit sich selber, weil jedes Wesen ein Fraktal des Göttlichen ist. Deshalb ist das Problem vieler Beziehungen und auch das Problem der Welt mit ihren vielen Menschen und Völkern eine gestörte Wahrnehmung des Göttlichen.

Jeder Ego-shooter betrachtet sich selbst als Mittelpunkt des ihm bekannten Universums, wenn nicht gleich selber als „Gott“. Deshalb leben wir in ständigen Konflikten, die diese eingebildeten Affen miteinander austragen.

Wir müssen uns also auf die Suche nach dem Original machen. Der kürzeste Weg führt direkt über unsere Seele nach innen, da müssen wir nicht weit suchen. Auch „Außen“ lauert das Göttliche überall. Es liegt an uns selber, ob wir weiter in der Dualität verharren und alles als „Gut“ oder „Böse“ beurteilen – wir sollten stattdessen aus jeder Gelegenheit eine Stufe auf der Treppe zum Göttlichen machen. Wer weiß, vielleicht ist „Liebe auf den ersten Blick“ ein kurzes Aufleuchten des Göttlichen im Anderen? Vielleicht ist es auch bloß ein Verkaufsgespräch, in dem der göttliche Aspekt durchschimmert.

Wenn einem langsam bewußt wird, daß ein anderes Leben möglich ist, wird es notwendig, mit den „Alten Sachen“ klar Schiff zu machen. Freiheit von Anhaftungen und Konditionierungen aus der Vergangenheit ist angesagt. Auch das ist ein spiritueller Akt.

Dazu gehören auch die gesellschaftlichen Konditionierungen des Sexuallebens. Sexualität ist eine heilige Gabe, die uns mit ungeheuren Energien von Lust und Freude begeistern kann. Dazu muß mit religiösen Tabus, Heuchelei und Verschlossenheit aufgehört werden. Das geht nicht mit Verdrängung, sondern mit der bewußten Auseinandersetzung mit allen Wesensteilen. Nur indem man seine Bedürfnisse einfach lebt, genießt und mit seinem Partner vorbehaltlos teilt, nähert man sich langsam wieder seinem eigenen, göttlichen Selbst.

Die alte Prägung los zu werden, bedarf einer bewußten und ausdauernden Anstrengung. Die innere Ganzheit finden ist das Ziel der spirituellen Suche. Ohne entsprechende Partner bleibt man zwangsläufig bei der Hälfte stecken. Ist es aber erst mal gelungen, das duale Schwarz-Weiß-Denken zu durchbrechen, findet man eine leuchtend bunte Welt, in der es alle Farben gibt – wo früher Angst und Beschränkung war, können vielfältige Beziehungen ungeahnter Intensität und intimster, auch und gerade spiritueller Erfahrung wachsen. Die innere Einheit mit allem, was Ist – mit dem Göttlichen an sich – wird offenbar werden.

Fortsetzung: DAS GANZHEITLICH NON-DUALE SEIN – Teil 1

Web-Seite: Markus Merlin

Facebook-Seite: Tanz des Geistes mit der Materie

  1. Gerd Zimmermann
    Juli 18, 2016 um 3:49 pm

    Sexualität das Ganzeinheiliche Prinzip des Lebens.

  2. Gerd Zimmerm
    Juli 17, 2015 um 8:28 pm

    Guido

    jetzt verstehe ich das Schweigen der Laemmer.

    Die lesen alle begeistert deinen Roman.

    Gruss Gerd

  3. Gerd Zimmerm
    Juli 17, 2015 um 7:59 pm

    Von WIR Bewusstsein kann noch gar keine Rede sein.
    Als WIR bezeichnen wir eine Menschenansammlung .

    Gemeint ist aber ein Universum
    oder zwei
    oder drei…..

    UPS

  4. Gerd Zimmerm
    Juli 17, 2015 um 7:52 pm

    Licht lässt sich auch zum Laser bündeln.
    Aber solang kaum jemand das Geheimnis des Lichts erkennt,
    sollte man lieber das Gottesteilchen suchen
    denke ich.

    Gruss Gerd

    • Der kleine Hunger
      Juli 17, 2015 um 7:59 pm

      • Der kleine Hunger
        Juli 17, 2015 um 8:05 pm

        Man sollte es nicht meinen 😉

        Die aktuelle Ausgabe der Zeit

  5. Gerd Zimmerm
    Juli 17, 2015 um 7:33 pm

    Fingerphilosoph

    Lichtschwerter
    ja, wie mit Taschenlampenlicht kaempfen ,
    wer es verstehen
    will,

    Gruss Gerd

  6. Gerd Zimmerm
    Juli 17, 2015 um 5:41 pm

    Arthur der Engel, von der Schutzengelbrigade,
    er existiert wirklich, ein Arthur davon bist Du

    Guido

    Wenn ich mich wider treffe,
    gebe ich mich wieder bei mir ab.

    LG Gerd

  7. Gerd Zimmerm
    Juli 17, 2015 um 5:19 pm

    Guido, Guido, ALTER Freund
    Du bist ja noch schräger drauf als wie ich.
    (kein Grammatikfehler)

    Dein Roman, Seite 344,

    “ Die Reaktivierung des sechsten Sinns?
    (Anmerkung, ist sechs mal sieben 42?)
    Die Fähigkeit die Toten zu sehen?
    (Anmerkung, haben sie wirklich gelebt?)
    Sind nicht alle Verkörperungen , im Grunde,
    die Toten, die nun anders und ANDERS kostümiert sind?
    Im fortwährenden Maskenball des Lebens den wir Menschen
    für bare Münze halten.
    Nicht den dynamischen Symbolgehalt wahrnehmend , der uns
    mit seiner Offensichtlichkeit zum Versteckspiel verleitet.
    Sehen wir es nicht, weil wir uns den Zahlen verschrieben haben?
    (Anmerkung, oder dem Kontostand, alle Bankdaten der Welt werden
    in der Schweiz Atombomben sicher gespeichert.
    Ohne Strom (Energie) gibt es all die Billionen nicht mehr.)
    Noch immer zählend?“

    Guido, wenn jemand deine Texte liest,
    schlimmer noch, gar versteht,
    dann Gnade Dir Gott 😇

    Gruss Gerd

  8. Gerd Zimmerm
    Juli 17, 2015 um 4:42 pm

    Sex, eigentlich keiner, dafür aber jede Menge.
    Siehe Adam Douglas, Per Anhalter durch die Galxis

    Wenn Bewusstsein selbst geschlechtslos ist,
    ES, das Bewusstsein, nicht der oder die,
    entsteht in der Dualität das Partnerschaftsprinzip.
    Selbst Licht ist geschlechtlich.

    Danke. Ich könnte vor Geilheit 5 mal um das Universum rennen.

    Guido, was meinst Du?

    6 bezieht sich auf Liebe und Harmonie
    unter Ausschluss der Anderen

    und 9 bezieht sich auf das GANZE?

    Dein Zeitgefühl möchte ich mal haben.

    Gruss Gerd

    Bauanleitung für den Kosmos?
    Hat doch Lego oder Logus laengst erfunden.

    Ja,
    Eigentum ist Diebstahl
    deshalb ist Diebstahl Eigentum

  9. Juli 17, 2015 um 1:41 pm

    Nun, man kann die Darlegungen auch etwas ANDERS gestalten und, neben Liebe und Harmonie, noch LIEBE und HARMONIE ins Spiel bringen … aber das hat Zeit bis nächstes Jahr 🙂

    Projekt Universum. Bauanleitung für den Kosmos.

  10. Juli 17, 2015 um 10:33 am

    Geist wird in diesem Artikel mit männlicher Energie und Materie mit weiblicher Energie identifiziert. Gleichzeitig ist von einem Anfang die Rede, dahingehend, dass Zeit und Raum von einem „Wesen“, das einen ENTSCHLUSS GEFASST hat, geschaffen wurden. Einen Entschluss zu fassen ist ja nun wohl eine geistige Tätigkeit. Am Anfang stand also eine geistige-männliche Tätigkeit. Es ist also wieder mal „männlicher Geist“,der die „weibliche Materie“ hervorbringt, um sich selber auszudrücken. Womit sich hinter den süßlich-verständnisvollen Worten derselbe alte männliche Chauvinismus wie eh und je versteckt.

    In der typisch „psychologischen Umkehrung“ wird gleichzeitig jedoch die Unterdrückung der weiblichen Energie beklagt. Haha!

    Es gibt für sich genommen weder Geist noch Materie. Das sind bloß Wörter, die keine Entsprechung in der Wirklichkeit haben. Geist und Materie für sich genommen, sind reine Gedankenkonstrukte, Illusionen. Es gibt weder einen Anfang noch ein Ende und damit auch keinen „Urknall“. Der Urknall ist eine mathematische Rekonstruktion, so wie man den Prozess der Ebbe rein mathematisch auch soweit zurückrechnen kann, bis man zu der Feststellung kommt, dass es auf der Erde kein Wasser gibt. Was dabei übersehen wird, ist der Umschlagpunkt, der aus Ebbe wieder Flut macht.

    Die Urknall-Theorie ist eine abstraktere Nacherzählung der biblischen Schöpfungsgeschichte. Hier wie dort gibt es Schöpfung aus dem Nichts, hier wie dort gibt es vier Elementarkräfte oder Wechselwirkungen. Hier wie dort gibt es die Zeit als lineare Abfolge von Schöpfungsmomenten. Hier wie dort gibt es Unbelebtes und Belebtes und das Belebte erscheint erst als Folge des Unbelebten.

    Alles, was ist, ist Bindungs- oder Plasmageschehen (s. mein letzter Kommentar) Und natürlich spielt im Rahmen dessen, was Bindungungen sind, Sexualität eine große Rolle.

    • Der kleine Hunger
    • Der kleine Hunger
      Juli 17, 2015 um 4:49 pm

      Ich halte doch eher den genannten „männlichen Chauvinismus“ als eine „psychologische Umkehrung“ des weiblichen Chauvinismus“ der sich als „Weibisch“ im Sinne von Mann/Frau zeitigt und weder mit dem weiblichen Prinzip, noch mit dem männlichen Prinzip auch nur annähernd etwas zu tun hat. Es wird ständig versucht ein Gedankenkonstrukt zu erzeugen, welches Wesentlich eine Verklärung des weiblich/männlichen Prinzip darstellt. Allein durch die Verdrehung in zwei PrinzipIEN wird der wesentliche Charakter negiert. Es vollzieht sich also eine Verklärung des Eigentlichen unter Zuhilfenahme oder besser gesagt unter dem Deckmantel der sog. Aufklärung. Und dazu werden alle Register der ge(f)normten Begrifflichkeiten verwendet und damit um sich geschmiessen ohne eine Funken eigener Erfahrung was letzendes sich hinter diesen Begrifflichkeiten überhaupt steht, sprich es werden theoretische Abfassungen dazu verwendet um sich seiner reinen theoretischen Kenntnisse nicht bewusst werden zu müssen. Ein Armutszeugnis par excellence, für diese Gattung/repsektive Menschentyp.

      Ach und Wantscha alias Merlin, (allein die Namensgebung als solche ist schon absurd) erzählen Sie doch mal von Ihren praktischen Erfahrungen oder suchen Sie über theoretische Betrachtungen Ihre Befriedigung oder was treibt Sie da an?

      • Juli 17, 2015 um 5:41 pm

        Ja, das Chauvinismus-Spielchen kann man in beide Richtungen spielen. Und steigt dabei die Stufenleiter der Abstraktion, sprich Theoriebildung hinauf. Theorien sind Schwerter, mit denen man Artus spielt und rumfechtet. Wahlweise auch Spiegel, mit denen man böse Königin und Schneewittchen spielt.

    • Der kleine Hunger
      Juli 17, 2015 um 4:52 pm

      Der Begriff „Kopffickerei“ wurde hier schoneinmal verwendet, ich leihe mir den lediglich mal an dieser Stelle aus.

      Das hört sich dann so an lach

    • Der kleine Hunger
      Juli 17, 2015 um 7:16 pm

      Text gefällt mir gut, nehme mal einen Satz heraus

      „Was dabei übersehen wird, ist der Umschlagpunkt, der aus Ebbe wieder Flut macht.“

      Nur in der Veränderung erschließt sich Gefühl als das was es IST, fernab oder auch losgelöst aller Betrachtungsweisen.

  11. Ernst Duberr
    Juli 17, 2015 um 9:49 am

    Alle Achtung ! Der Artikel verdient eine Auszeichnung . Der Schreiber beschreibt viele Dinge die wir vielleicht immer geahnt haben , aber zu häufig mißachtet haben .Nichts kann man hinzufügen . Er macht Hoffnung . Nur ein Wort zum Schluß will ich wagen : Wann trennen wir uns von den Religionen , die uns so krank machen ? Vielen Dank..

  12. Juli 17, 2015 um 8:58 am

    Hat dies auf D – MARK 2.0 rebloggt.

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