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Flieht auf silbernen Schwingen … vor euch selbst.

Sommerzeit. Urlaubszeit. Zeit zum Verreisen. Sagt man nicht, dass Reisen auch bildet ? Oder bilden wir uns heutzutage nur etwas ein ? Sommerzeit ist auch die Zeit des Sommerlochs, sprich, die Meisten haben keine Zeit für Wesentliches, daher ist dieses die perfekte Zeit für diesen Artikel.

Vor Monaten brachte ich hier im Blog von Martin einen Beitrag in Umlauf, der sich auch mit Wesentlichem beschäftigte und seinerseits in einem anderen Loch verschwand, dem Prä-Weihnachts-Wahn-Loch. Dabei ging es doch um das Lebenselixir schlechthin, jenem Elixir, welches das Leben als Ganzes zu HARMONISIEREN vermag. Gemeint ist das kaltgepresste Lebenselixir, auf welches kein Patent erhoben werden kann und welches nicht, gewinnbringend für Einzelne, in den globalen Handel gebracht werden kann. Dieses Elixir besteht im Wesentlichen aus dem Vermögen der HARMONISIERUNG von zugeführtem Druck, indem Möglichkeiten gefunden werden, um diesem Druck begegnen zu können. So machen wir EINEN, wir Menschen, zunehmend reichlich Druck, indem wir Lebensräume einzig für unsere Zwecke in Anspruch nehmen und nach unseren Vorstellungen umformen, was unausweichlich dazu führt, dass all die ANDEREN Lebensformen Mittel und Wege finden müssen, damit die Gemeinschaft des Lebens als Ganzes weiter bestehen kann. Wolfgang, unser “ehemaliger Mitstreiter“ hier im Blog, beschrieb es kürzlich anderswo mit folgenden Worten:

Unterwegs traf ich zwei junge Männer, unterwegs mit einem Helikopter-Modell im Brutgebiet der Feldlerche. Ich bat sie, den Rote-Liste-Vogel nicht zu stören – sie taten es. Egal, ich sprach mit ihnen und formulierte ihnen einen Konflikt, der mir bis zu diesem Moment nicht klar geworden war.

Unser Land wird immer extensiver genutzt, bebaut, zugepflastert und mit weiteren Straßen und Eisenbahnlinien zerschnitten, Flora und Fauna auch von Stromleitungen gestört. Das ist die eine Bewegung.
Die andere Bewegung auf der Ebene des Menschen, die in seine Integrität greift, die ihn verwirrt und ängstigt – das Normale eben.

Was folgt aus diesen Bewegungen ist, dass die Tiere sich in die letzten ruhigen Gebiete verkriechen. Und was parallel dazu folgt ist, dass der Mensch zu seiner Entspannung auch in eben diese Gebiete flüchtet. Für die Tiere nicht weniger nötig, wie für die Menschen. Vielleicht verbringen der letzte Mensch und die letzte Maus [ihr Leben] auf einer einsamen Insel.

Das Wahnhafte dieser Entwicklung ist nicht aufhaltbar. Sie hat Methode, sie bleibt exponentiell – und wir müssen dankbar sein, noch ein paar Wildblumen und ein paar Vögel außerhalb von Zoos und Volieren und ausgestopft in Museen beobachten und fotografieren zu können.
Unsere Kinder/Kindeskinder werden, falls sie nicht vorher von einem mannigfaltigen Kriegssturm davon gefegt wurden, das ganz sicher nicht mehr können.

Wer glaubt, dass all die Epidemien der letzten Jahrzehnte, sei es HIV, Ebola, Influenza, Pocken, Tuberkulose, Lepra, Masern, SARS, MERS, Hunter, Lassa, EHEC, BSE, Dengue, Malaria, Polio, usw. dunklen Mächten, Verschwörungen, geheimen Plänen, oder gar von Natur aus in solchen Ausmaßen entsprungen sind, der irrt gewaltig, denn sie alle sind Folge des Eindringens von Menschen in Lebensräume, die zur HARMONISIERUNG des Lebens, mitsamt des Umfeldes und der Atmosphäre, notwendig sind. Bedingt durch dieses menschliche Eindringen und Verändern der Dynamik in diese(n) Lebensräume(n), folgen Aktionen seitens der ANDEREN zwangsläufig, allen voran durch die unscheinbarsten Vertreter der ANDEREN, die aber für die offensichtlichsten Folgen sorgen. Gemeint sind die Viren und Bakterien, sowie ANDERE Kleinstlebewesen, sind sie es doch, die, wie keine ANDERE Lebensform, das Lebenselixir verkörpern. Frank Ryan beschreibt diese Zusammenhänge in seinen Büchern an zahlreichen Beispielen sehr anschaulich und umfangreich, z. B. das Algen über den Ozeanen die Wolkenbildung beeinflussen, um für optimale Beschattung zu sorgen.

Natürlich gehören derartige Bücher nicht zur Ferienlektüre all jener, die alljährlich die Ferienflieger besteigen und in die Ferne reisen. Auch mein Roman dürfte nicht zu dieser Lektüre gehören, nicht nur des folgenden Zitates wegen:

Ein Flugzeug erschallt in der Ferne des Himmels. Ein metallenes Zäpfchen, mit starren Flügeln. Bereits eingeführt in die moderne Zivilisation, vor einhundert Jahren. In der zunehmend energieräuberischen Hoffnung, die Symptome des Fortschritts in den Griff zu bekommen. Oder aber, um systemischen Erkrankungen, deren Botschafter sie sind, entfliehen zu können. Horaz, einer der römischen Dichter, sprach es bereits vor ein paar Jahrtausenden aus, ohne sich der weitreichenden Möglichkeiten heutigen Fliegens bewusst gewesen zu sein:

Was suchen wir andere Länder unter anderer Sonne?
Entkommt, wer sein Land hinter sich lässt, sich selber ?

Guido Vobig – Ich LIEBE meinen Tumor – S. 12

Diese alljährliche Flüchlingswelle verdeutlicht auch die hier verlinkte Grafik. Was erhoffen sich all die Menschen denn nun in der Ferne ? Bildung allein kann es nicht sein, kann Reisen doch nur bilden, wenn aus eigenem Körpervermögen von einem Ort aufgebrochen wird, um dem Leben unterwegs zu begegnen, anstatt über die Köpfe und Formen des Lebens hinwegzufliegen und dort zu landen, wo Dienstleistungen verschiedenster Arten EINER Spezies auf EINEN warten … wozu auch gehört miteinander gewachsene Lebensräume ANDERER, die über lange, lange Zeiträume HARMONISCH aufeinander eingestimmt waren, zu zerstören, damit wir EINEN anderswo vorfinden, was wir von Reisen erwarten. Die Folge unserer Suche nach Harmonie (!), die wir uns alljährlich etwas kosten lassen und die gehörig auf Kosten ANDERER realisiert wird, ist die Verstärkung des besagten Druckes, der immer notwendiger werden lässt, was den ANDEREN alles möglich ist, um die HARMONIE (!!) zu bewahren. Und bricht irgendwo wieder eine Seuche aus, dann sind sowieso wieder Andere und die ANDEREN daran Schuld … Hauptsache, man hat endlich Urlaub, erreicht seinen Flieger rechtzeitig, und hat auf seinem ebook reichlich seichten Unterhaltungsstoff geladen.

Gruß Guido

GOLD-DNA
Die Goldene PHI(l)harmonie
Gemeinsam ins Tal
Ich LIEBE meinen Tumor

  1. Juni 29, 2015 um 1:40 am

    Unterm Strich, einem roten Faden gleich, lässt sich ‚Ich LIEBE meinen Tumor‘ folgendermaßen zusammenfassen:

    Stirbt ein Mensch, dann treibt dieser Tod den technologischen Fortschritt an, um EINEN weiteren Tod unter gleichen bzw. ähnlichen Umständen zu vermeiden.
    Stirbt eine Verkörperung der ANDEREN, dann treibt dieses den wahren Fortschritt an, der, über Feedbacks und dynamische Regelkreise, das Fortbestehen des Lebens ermöglicht.
    Immer mehr wird der technologische Fortschritt aber zur Herausforderung für den wahren Fortschritt, während der technologische Fortschritt immer mehr Raum für sich beansprucht, was die ANDEREN immer mehr unter Druck setzt mit weniger Raum auszukommen, um das Fortbestehen des Lebens zu ermöglichen. Das Erreichen eines Zenits dieser Entwicklung ist unausweichlich. Genauso, wie die zunehmende Schwächung der Spezies Mensch …

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