Startseite > Gesellschaft > Wir unterbrechen das laufende Programm für …

Wir unterbrechen das laufende Programm für …

__________________________________________________________________

… eine kurze Werbeeinblendung. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

cover2

Bestellung

Infos zum Roman

Blog

Vielen Dank und nun weiter im Programm.

Gruß Guido

_________________________________________________________________

  1. Juni 15, 2015 um 3:47 am

    Sorry Martin für den “Missbrauch“ Deines Blogs als Werbefläche, aber da dieses nun mein 100. Beitrag auf Deinem Blog ist, wollte ich mir selbst ein kleines Geschenk machen 🙂

    Liebe Grüße
    Guido

  2. Juni 15, 2015 um 8:57 am

    Immer gerne 🙂

    Ich bekomme es diese Woche auch. Bin schon gespannt 🙂

    VG Martin

  3. Juni 15, 2015 um 8:51 pm

    Wer es gar nicht abwarten kann und vor Amazon nicht zurückschreckt … bittesehr, die ebook-Fassung:

    http://www.amazon.de/LIEBE-meinen-Tumor-Guido-Vobig-ebook/dp/B00ZPSGD8U/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1434392553&sr=8-2&keywords=guido+vobig

    Die anderen Anbieter folgen nun im Stundentakt …

    Gruß Guido

  4. Juni 16, 2015 um 9:29 am

    Auf einmal Amazon, auf einmal Werbung: Was ist denn jetzt hier los? Wurde in diesem Blog nicht immer eine Anti-Haltung gegen derart kapitalistische Machenschaften vertreten? Gelten eure eigenen Worte also nicht für euch selber?

  5. Juni 16, 2015 um 5:22 pm

    @ figerphilosoph

    Unser Ältester hat ein Smartphone. Warum ? Um auch die Schattenseiten dieser Technologie selbst zu spüren bekommen. Sprächen wir als Erwachsene einzig Verbote aus und würden wir es generell verbieten, wäre das Verbot und alles, was wir Eltern über Smartphones erzählen, für das Kind zu abstrakt. Ohne Begegnung, kein Bewusstwerden. Gleiches gilt für das Treiben des Zeitgeistes im Allgemeinen. Warum nutze ich das Internet und Google ? Weil ich dadurch im Treiben des Zeitgeistes, welches als Ausdruck einer Problematik unausweichlich ist, das Treiben des Zeitgeistes bewusst werden lassen kann, durch seine eigenen Möglichkeiten, die anders eingesetzt werden, als es vom Zeitgeist angedacht war.
    Amazons kapitalistische Macht zeigt sich nicht nur dadurch, dass Amazon als erstes Unternehmen Wind von neuen Produkten bekommt. Mein Buch war ebenfalls zuerst bei Amazon, vor allen anderen Händlern, online, gleiches gilt für das ebook. Ich kann das nun doof finden, oder aber ich nutze Amazons Möglichkeiten für meine Möglichkeiten, die sich, u. a., gegen das expansive kapitalistische Treiben und gegen das zerstörerische Treiben des Zeitgeistes richten. Dieser Weg kann aber nur in kleinen Schritten, sozusagen unter dem Radar des Zeitgeistes, begangen werden. Mein Buch ist mein kleiner Beitrag dazu.

    Zur Werbung: Ich sehe es eher als kleinen Gag an. Denn nichts ist auf einer werbefreien Seite auffälliger als ein klein bisschen Werbung 😉

    Und BUCH7 bleibt trotz alledem mein Onlinebuchhändler der Wahl … den ich übrigens nur fand, weil mir Amazons Vormachtstellung immer bewusster wurde. Und auch Buchhändler vor Ort sind immer einen Besuch wert.

    Gruß Guido

    • Juni 16, 2015 um 7:47 pm

      Kohärenz entsteht für mich, wenn Handlung und Worte übereinstimmen. Wenn jemand, der gegen Amazon Stellung bezieht, ausgerechnet über Amazon veröffentlicht, hat er meiner Ansicht nach ein Problem mit der Glaubwürdigkeit. Und ich erinnere mich noch deutlich an eine Diskussion hier auf diesem Blog, wo ich euch gefragt habe, was ihr an Amazon denn so verwerflich findet und ihr mir hier erklärt habt, warum ihr Amazon boykottiert. Es gibt außer Book on demands andere Anbieter, die nicht über Amazon gehen. Lulu fällt mir da spontan ein.

      Lass Dir mal von Amazon die Liste der Bücher zeigen, die allesamt gegen das kapitalistische Treiben sind. Du findest Dutzende von Titeln. Kein einziges dieser Bücher ist gegen den Zeitgeist, sondern ebenso Ausdruck des Zeitgeists wie die Bücher, die sich für den Kapitalimus aussprechen, und ich schätze mal, das sind weitaus weniger Titel.

      Weißt Du, was passiert, wenn Leute so ein Buch gegen das kapitalistische Treiben lesen? Sie haben ihr Gewissen beruhigt und alles geht weiter, wie gehabt. Ich verfolge dieses Spielchen bereits seit den 70er Jahren, als ich noch dran geglaubt habe, dass die Leute meinen, was sie sagen, und sich an ihre eigenen Worte halten.

      Mit der Argumentation, die Du hier bringst, kann im Übrigen jede beliebige Handlungsweise begründet werden. Sorry, Guido.

      • Juni 16, 2015 um 11:02 pm

        “Mit der Argumentation, die Du hier bringst, kann im Übrigen jede beliebige Handlungsweise begründet werden.“

        Einspruch, denn jede beliebige Handlungsweise geschieht jeweils in einem anderen Kontext und erwächst, wenn überhaupt, aus einer anderen Exformation. Man kann dem Zeitgeist komplett hörig sein, oder aber man wird zum Parasiten, aus Sicht der bewussten Natur, und isst vom Tisch des Zeitgeistes, solange er den Tisch deckt, denn dem Parasiten ist die Vergänglichkeit des Zeitgeistes bewusst.

        Hinsichtlich des Gewissens bin ich ganz Deiner Meinung, weshalb ich für mich immer bestrebt bin in kleinen Schritten Taten folgen zu lassen, mitunter subtil. Der große Aufschrei, der dicke Hammer ist völlig kontraproduktiv. Was meinst Du, warum ich immer wieder die Viren thematisiere ? Versteckte Offensichtlichkeit … das ist der einzig wahre (fortschrittliche) Weg zur Kohärenz …

        Gruß Guido

        • Juni 17, 2015 um 9:55 am

          Gut, ich stelle mir Deine Aussagen mal in einem anderen Kontext vor. Wärst Du in der Nazizeit ein Mitläufer gewesen, der vom Tisch des Zeitgeistes isst, sprich in die NSDAP eingetreten wäre, wohl wissend, dass Hitler den Krieg verlieren wird?

          Ich beantworte die Frage gleich selber: Oskar Schindler, der ein Mitläufer war, hat mehr Juden das Leben gerettet als von Stauffenberg, der sich mit einem Hitler-Attentat ruiniert und gar nichts bewirkt hat.

          Ich glaube, ich könnte die Rolle von Oskar Schindler nicht spielen. Die von Stauffenberg allerdings auch nicht. Tatsächlich finde ich es gut, dass all die Attentate auf Hitler schief gegangen sind, denn wäre Hitler vorzeitig umgebracht worden und nicht an sich selbst zugrunde gegangen, wäre er zum Mythos geworden, den Millionen Menschen weitergeträumt und weiter realiisert hätten.
          Am ehesten wäre ich wohl so eine Sophie Scholl, die sich um Kopf und Kragen redet und auch nichts bewirkt.

      • Juni 16, 2015 um 11:36 pm

        “Kohärenz entsteht für mich, wenn Handlung und Worte übereinstimmen.“

        Ein wahrer Satz. Gleichbedeutend mit einem Satz aus dem Roman: Beschränke alles auf das Wesentliche, aber zerstöre dabei nicht die Poesie. Dieser Satz ist der Kern des Romans, um den herum die eigentliche Metapher, welche das Buch als Ganzes ist, geschaffen wurde … Rechtschreibfehler und mancher grammatikalischer Ausrutscher inklusive:

        https://ichliebemeinentumor.wordpress.com/2015/06/11/rechtschreibfehler-und-grammatikalische-makel/

        Was wäre das Leben ohne Mutationen ?!

        Kohärenz um jeden Preis zu erzwingen ist jedoch keine Option und nicht im Sinne wahren Fortschritts.

        Gruß Guido

        • Juni 17, 2015 um 10:09 am

          Es geht nicht drum, Kohärenz zu erzwingen, sondern sich selbst den Ausdruck zu verleihen, der für einen selber passt. Damit fühlt man sich gut.

          Ob man damit was erreicht oder nicht, kann im Vorfeld nicht definitiv beantwortet werden, erst im Nachhinein. Was „wahrer Fortschritt“ ist, kann im Vorfeld ebensowenig beantwortet werden, sondern ebenfalls immer bloß aus der Rückschau.

          Wenn eine Gruppe von Menschen mit einer Rakete auf einen anderen Planeten übersiedelt und überlebt und dabei unsere Erde kaputt macht, während die anderen, die den Weg gemeinsam ins Tal wählten, nicht überleben, wird Fortschritt wohl nicht so bewertet, wie Du jetzt – ziemlich willkürlich – annimmst. Ich nehme Dir nicht ab, dass Du von allen allein weißt, worin der wahre Fortschritt besteht. Was Du als Fortschritt anguckst, ist m.E. nach Wunschdenken.
          Wenn auch Dein Wunschdenken mit meinem übereinstimmt, ist es trotzdem Wunschdenken und kann nicht als „wahrer Fortschritt“ ausgegeben werden.
          Das Einzige, was man tun kann, ist: zu seinen Wünschen zu stehen und sie zu formulieren, aber als das, was sie sind: Wünsche eben.

        • der kleine hunger
          Juni 17, 2015 um 5:03 pm

          Alle von ihm dargestellten Mutationen, die sich durchgesetzt haben, fanden in einer Umgebung statt, die nur aus einer durchaus überschaubaren Anzahl von Menschen bestand, so dass sich die neu erworbenen Eigenschaften sehr schnell in den relativ kleinen Gruppen ausbreiten konnten, wozu mitunter ganz wenige Generationen ausreichten. Heute indessen bei den Millionen und Milliarden von Menschen, die gewissermaßen neben einem Individuum mit dieser Mutation existieren, versinkt die gute Eigenschaft alsbald spurlos in dem unendlich großen Genpool. Es gibt zwar weiterhin ständig Mutationen, nur haben sie nicht die geringste Chance, sich zu verbreiten.

          Bsp.

          Hellhäutigkeit stellt einen großen Selektionsvorteil in höheren Breiten dar, da sie eine bessere Ausnutzung der vergleichsweise geringen UV-Einstrahlung während der kühleren Jahreszeit zur Vitamin-D-Produktion in der Unterhaut ermöglicht. Das würde tatsächlich ihre schnelle Ausbreitung in der Population bewirken. Andererseits ist davon auszugehen, dass der Neandertaler, der Jahrhunderttausende unter Eiszeitbedingungen im Norden überlebte, entsprechende Anpassungen besaß. Es gibt Hinweise darauf, dass die Neandertaler hellhäutig und blauäugig waren. Auch an der Übernahme von Neandertalergenen in die Population der modernen Europäer sind sich die Forscher heute weit gehend einig. Eine Vermischung der beiden Arten (Unterarten?) dürfte nur in begrenztem Umfang erfolgt sein. Der Selektionsvorteil dürfte dann aber relativ schnell zur Verbreitung der Pigmentarmut geführt haben. Im Übrigen wird unsere Evolution so lange weitergehen, wie es uns als Art gibt, wobei sie aber immer auf der Ebene von Populationen stattfindet.

          Und Populationen sind nicht Artspezifisch !!

          „Eine Population ist eine Gruppe von Individuen der gleichen Art, die aufgrund ihrer Entstehungsprozesse miteinander verbunden sind, eine Fortpflanzungsgemeinschaft bilden und zur gleichen Zeit in einem einheitlichen Areal zu finden sind.“
          (Quelle:wikipedia)

          Zu „Arial“ sei allerdings gesagt, das es hier nicht um ein begrenztes Gebiet handeln muss, sondern die Erdoberfläche als solche ist ein Gesamtariel. Man kann also auch von einer Streuung über die gesamte Erdoberfläche sprechen. D.h. allerdings nicht, das die gesamte Menschheit wiederrum zu dieser Population gehört, respektive als Gesamtheit lediglich definiert ist.

  6. Juni 17, 2015 um 7:54 pm

    Oskar Schindler ist eine echte Nuss zum Knacken und noch ein paar Überlegungen wert. Ist es richtig, in einer Gesellschaft Mitläufer – oder wie Guido sagt: Parasit – zu sein, sich vom Tisch des Zeitgeistes zu nähren und nebenher unauffällig gegen eben diesen Zeitgeist zu agieren? So wie Schindler das gemacht hat? Oder hat Sophie Scholl richtig gehandelt, indem sie ihre Meinung laut verkündet und ihren Kopf riskiert hat? „Richtig“ hier mal i.S. einer moralisch-ethischen Entscheidung verstanden.

    Es kommt wesentlich drauf an, welches Menschenbild man zugrundelegt, um diese Frage zu beantworten. Die Frage ist doch, wie sind alle die anderen Mitläufer in einem System wie dem der Nazis (oder sonstiger Mächtiger) einzuschätzen. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann man sich vorstellen, dass mal abgesehen von den Mächtigen alle anderen Menschen gutmütig, hilfsbereit und mitfühlend sind, aber aus irgendeinem Grund auf die Propagandamaschine hereingefallen sind (Martins Standpunkt 🙂 ). Man kann sich auch vorstellen, dass die meisten Menschen gutmütig und hilfsbereit sind, dass aber Ängste um das eigene Leben das Mitgefühl (mit den Juden) haben verstummen lassen. Weiter kann man sich vorstellen, dass die meisten Menschen nicht gutmütig sind und um ihrer Vorteile willen zu Verrätern werden. Außerdem kann man sich vorstellen, dass Hitler und Co. nur ein Spiegelbild der damaligen Gesellschaft waren und nur das verkörpert haben, was der überwiegende Teil der Bevölkerung sich wünschte und gern mitmachte.

    Schindler hat m.E. richtig gehandelt, wenn man ein negatives Menschenbild zugrundelegt, also von den Mitläufern das Schlechteste annimmt, nämlich, dass Hitler nur das verkörpert hat, was in der gesamten Gesellschaft als Mainstream-Denken (oder Fühlen) präsent war. In diesem Fall war Schindler die Ausnahme, der nicht im Mainstream schwamm, sondern ein eigenes Süppchen kochte. In diesem Fall war Schindler ganz allein auf sich gestellt und konnte nicht auf die Kooperation seiner Mitmenschen rechnen.

    Schindler hat m.E. nicht richtig gehandelt, wenn man ein positives Menschenbild à la Martin zugrundelegt. Wäre er als Gegenführer aufgetreten, hätte die Wehrmacht inklusive Massen sofort ihm zugejubelt, weil ja alle lieb und nett sind und niemandem etwas Böses wollen. Mit den Massen auf seinen Seiten hätte er Hitler absetzen können. Die Geschwister Scholl haben wohl an ein positives Menschenbild geglaubt, dahingehend, dass man die Massen nur aufrütteln und ihnen die Wahrheit über Hitler sagen muss.

    Nun, die Geschichte hat Schindler Recht gegeben und nicht den Geschwistern Scholl. Mit Misstrauen fährt man im Umgang mit anderen Menschen anscheinend besser.

    @ Guido
    Ist das der Hintergrund der Parasiten-Theorie? Ein negatives Menschenbild?

    Und nun habe ich ein Problem. Wenn man seiner Verhaltensweise nach ein negatives Menschenbild zugrundelegt – also als Mitläufer vom Tisch des Zeitgeists isst – wie kann man dann eine Theorie ausarbeiten, die von einem positiven Menschenbild ausgeht, also dahingehend, dass die lieben Mitmenschen die Problematik mit den Anderen begreifen und mit einem gemeinsam ins Tal hinuntergehen? Das verstehe ich nun überhaupt nicht mehr.

    • Juni 17, 2015 um 9:24 pm

      “Ist das der Hintergrund der Parasiten-Theorie? Ein negatives Menschenbild?“

      Dreh es um. Parasiten sind ein negatives Bild, welches wir Menschen eben von den Parasiten haben, weil wir die Parasiten mit menschlichen Erfahrungen und Erwartungen beschreiben. Serres schrieb ein herrliches Buch darüber. Der Parasit.

      https://www.buch7.de/store/product_details/10228534

      Gruß Guido

      • der kleine hunger
        Juni 17, 2015 um 9:37 pm

        Dann setzen sie mal ihren Joker an die richtige Stelle lach

        • Juni 17, 2015 um 10:51 pm

          Ja, der Joker. Ein unscheinbarer Kreis mit einem vertikalen Strich hindurch. Das Symbol für HARMONIE. Passt über dort, wo die ANDEREN wirken … somit überall, selbst dort wo Menschen zugegen sind. Verrückte Parasiten. Sie kommen wie Einbrecher in die eigenen vier Wände, warum nur ?

      • Juni 18, 2015 um 7:47 am

        @ Guido

        Glaubst Du im Ernst, dass Du andere Erfahrungen als menschliche beschreibst?

        Wenn Du das Bild umdrehst, dann doch nur in der Form einer Folie zu dem Bild, von welchem Menschen derzeit besetzt ist. Diese Umkehrung ist jedoch ebenfalls durch und durch menschlich.

        Ich gebe Dir ein Beispiel: In dem Moment, in dem der Mensch seine Sterblichkeit entdeckte, war die Unsterblichkeit als Komplementärfolie dar. Irgendwann wurde die Folie verdreht, seither glaubt der Mensch, dass er zumindest einen unsterblichen Kern hat.

        Egal, was Du tust, Du kommst aus Deiner menschlichen Denkweise nicht heraus. Die Viren, Bakterien und Parasiten dienen Dir doch nur als Projektionsfläche.

        Du vermittelst mir den Eindruck, als könntest Du Dich in das Bewusstsein von Viren, Bakterien und Parasiten hineinversetzen, sie quasi von innen und damit ihr Wesen erkennen. Gleichzeitig vermittelst Du mir den Eindruck, als könntest Du ebenso von innen her das Wesen des Gesamten erkennen: HARMONIE.

        Ich weiß nicht, ob Du das wirklich so mitteilen willst, bei mir kommt es jedenfalls so an. Auf jeden Fall sagst Du nicht, dass Du eine Geschichte unter vielen erzählst, sondern DIE Geschichte: die Wahrheit.

        Ich kenne mich nicht im Bewusstsein der Viren/Bakterien aus, aber ein bisschen im menschlichen Bewusstsein aus. Zu jeder Zeit gab es Menschen, die glaubten, das Übergeordnete (das sie Gott nannten) erkennen zu können. Alle diese Menschen nahmen an, dass es außer der Wirklichkeit, die wir sehen, riechen, schmecken, leben können, ein DAHINTER gibt, das irgendwelche Absichten (bspw. Kohärenz stiften, vermehren) hat, ohne jemals zu erkennen, dass sie auf diese Weise den ANDEREN bloß ihre EIGENEN Absichten verkaufen wollten. Bislang haben all diese Menschen Gott im Großen-Übermächtigen gesucht, Du präsentierst nun eine Lehre von Gott (HARMONIE) im Kleinen-Übermächtigen.

        Ansonsten bleibt es, was es ist: der Versuch, eine Religion zu stiften. Bis jetzt ist Deine Religion überwiegend beschreibend. Aber der Imperativ darin ist für mich deutlich fühlbar.

        Es scheint für mich nur eine Frage der Zeit zu sein, bis die Ge- und Verbote formuliert werden i.S. von „Die Viren/Bakterien als allmächtige Schöpfer aller höheren Lebensformen verlangen vom Menschen, wenn er langfristig überleben will, Folgendes: Du sollst ….
        Du sollst nicht ….
        Du sollst ….
        Ob Du selber so auftrittst oder erst die Apostel dieser neuen Religion ist zweitrangig.

        Es ist gut und richtig, die Aufmerksamkeit auf die kleinen Lebensformen zu lenken und auf ihre Bedeutung aufmerksam zu machen, aber bitte nicht in Form einer neuen Religion.

        Du redest häufiger mal von der Bildhaftigkeit der Welt und von Verkörperungen. Dreh es doch einfach mal um: Der Mensch kann die Welt nicht ontologisch, sondern nur phänomenologisch erfassen. Er kann die Welt nicht in ihrem Wesen begreifen, sondern nur in ihren Erscheinungsformen. Deswegen ist die Welt aber noch lange nicht bloß Erscheinung (Illusion, Bild), sondern der Mensch ist in seinen Erkenntnismöglichkeiten begrenzt. Er bleibt es auch, wenn man anstelle der sinnlichen Wahrnehmungen plus Interpretation durch den Verstand das Gefühl plus Interpretation durch den Verstand setzt. Ansonsten ist es nur eine neue, zugegebenermaßen raffinierte Variante des üblichen menschlichen Allmachtswahns, der sich jetzt aus dem Kleinen herleitet (passt übrigens auch für die Quantenphysik).

        • Juni 18, 2015 um 11:58 pm

          Man könnte nun meinen, dass auch Du einzig in bisherigen Denkstrukturen weiterdenkst. Ob ich andere Erfahrungen als menschliche beschreibe ? Hihi, was ist denn der Mensch ? Der Virologe Villareal prägte den Satz: Ex virus omnia (from virus everything). Befasst man sich länger mit Viren und betrachtet sie als Teil des Gesamtbewusstseins, dann wäre das Leben im Grunde die Gedankenwelt besagten Gesamtbewusstseins. Und bitte jetzt nicht das Gesamtbewusstsein mit Gott oder einer anderen, übergeordneten Entität gleichsetzen. Das ist ja auch eine dieser gewohnten Schablonen.
          Der Mensch ist für mich das Boot, in welchem der viral verkörperte Teil besagten Gesamtbewusstseins über das Meer der Möglichkeiten segelt, um gemeinsam Neuland zu erreichen. Der Kontext dieser Darlegung geschieht ebenfalls im Roman. Mir geht es ja nicht ums Rechthaben, ums Lorbeeren-einheimsen, für was auch immer, mir geht es um besagte Aufbrechung des Gewohnten. Deine Reaktionen manchen meiner Texte gegenüber, erinnert mich an die Reaktion meiner Frau auf das Buch: https://ichliebemeinentumor.wordpress.com/2015/06/18/ich-liebe-diesen-roman/

          Sicher kann man die Welt ANDERS denken und empfinden, indem man ganz bewusst bisher Gewohntes weitestgehend versucht zu umschiffen, egal, welchen Wind die Gesellschaft einem entgegenbläst. Man muss aber dafür bereit sein, was einem dann begegnet und es nicht sofort wieder über Bord werfen. Die Erkenntnismöglichkeiten des Menschen sind begrenzt ? Sicherlich. Aber es geht um die Entwicklung in kleinen Schritten und zwar gemeinsam. Es geht um die Beziehungen der Erscheinungsformen zueinander. Um das Beschränken auf das Wesentliche, ohne die Poesie zu zerstören.

          Viren/Bakterien sind keine allmächtigen Schöpfer. Sie bewahren im Grunde aber das Wesentliche des Lebens, sie verkörpern den Kern des Lebens, ähnlich der Grammatik einer Sprache.

          • Juni 19, 2015 um 7:56 pm

            Den Begriff „Gott“ hast dieser Tage Du ins Spiel gebracht, nicht ich. Ich erinnere mich an einen entsprechenden Kommentar von Dir, weiß aber nicht mehr, an welcher Stelle Du davon gesprochen hast.

            Dass alles was ist, Gedanken Gottes sind, ist ja nun nicht gerade neu, sondern eine oft und oft wiederholte Lehre. Das habe ich an anderer Stelle auch schon erklärt. In der Scholastik und Renaissance hat das Tradition. Dort wird die Schöpfung (Wirklichkeit, Natur) als Buch aufgefasst, in dem Gott seine Gedanken notiert hat. Durchaus so, dass Gottes Gedanken sich als Natur/Wirklichkeit realisieren. Der Mensch kann dieses Buch lesen und so an Gottes Gedanken teilhaben. In regelmäßigen Abständen kommen Varianten dieser Grundidee, die dann für was völlig Neues gehalten werden – das durchzieht unsere ganze westliche Geistesgeschichte.

            Worin unterscheidet sich davon jetzt Deine Feststellung, dass das Leben die Gedankenwelt des Gesamtbewusstseins ist? Gott wird oft mit Geist oder Gesamtbewusstsein identifiziert. Für mich sind das nur jeweils andere Wörter. Ich kann hier zwischen den Aussagen von Dir und den alt bekannten keinen Unterschied erkennen. Um so weniger, wenn Du sagst, dass die Viren die Grammatik der Sprache des Lebens darstellen.
            Leben ist keine Sprache. Sprache wird u.a. definiert über Sprecher und Hörer. Ohne Sprecher und Hörer macht eine Sprache keinen Sinn. Es gibt aber keinen Sprecher und keinen Hörer.

            Was mich irritiert, ist, wenn zwischen Leben und Gesamtbewusstsein ein Unterschied gemacht wird, so als wäre das Gesamtbewusstsein das Gehirn und das Leben die Gedanken, die von diesem Hirn gedacht werden. Natürlich können die Gedanken nicht vom denkenden Hirn getrennt werden, und trotzdem sind Gedanken etwas anderes als das Hirn. Du kannst es auch meinetwegen umgekehrt darstellen, als wäre das Gesamtbewusstsein das Immaterielle und das Leben das Materielle. Wie herum Du das siehst, ist völlig wurscht. Es ist auch völlig wurscht, ob Du „Leben und Gesamtbewusstsein“ oder „Geist und Materie“ sagst.

            Egal, wie herum Du das formulierst, es wird damit immer ein Bruch beschrieben. Du hast noch immer einen Schöpfer und ein Geschöpftes, eine Ursache (Gesamtbewusstsein) und etwas, was aus dieser Ursache hervorgeht (Leben als Gedanken).

            Diesen Unterschied gibt es aber meiner Ansicht nach auf existenzieller Ebene überhaupt nicht. Dieser Bruch selbst ist die Illusion, die die Gedanken in uns Menschen hervorbringt.
            Diese Gedanken erzeugen eine Parallel- oder Diskurswelt, worüber hier ja auch schon heftig diskutiert wurde. Dieser Parallelwelt verleiht der Mensch aber in Form seiner Aktivitäten (Technologie, Bürokratie, Wirtschaft) anschließend eine reale Form und so nimmt der Bruch schließlich doch Gestalt an. Die Illusion ist wie ein falsches Rezept, nach dem Du einen Kuchen bäckst. Das falsche Rezept nimmt in einem misslungenen Kuchen durchaus Gestalt an.

            Der Bruch wird von Dir nicht geschlossen oder überbrückt. Er bleibt in Deiner Arbeit, wie ich sie verstehe, weiterhin bestehen. Und daher ist das, was Du sagst, überhaupt nicht neu. Du stehst mitten in der alten Tradition. Neu ist bloß, dass Du die alte Tradition anhand von Viren und Bakterien erläuterst. Das ist mir so noch nicht begegnet.

            Zwischen Beziehungen und Erscheinungsformen gibt es keinen Unterschied. Beziehungen SIND Erscheinungsformen. Deshalb ist ein Blick in die Zukunft nicht möglich (ich habe von Dir auch schon Zukunftsprognosen gelesen!), sondern nur das Gewärtigsein innerhalb sich ständig wandelnder Beziehungen/Erscheinungsformen.

    • Juni 17, 2015 um 10:59 pm

      “Ist das der Hintergrund der Parasiten-Theorie? Ein negatives Menschenbild?“

      Welch eine Ironie, oder ?! Wir EINEN vermögen uns kaum mehr vorzustellen, dass der Mensch auch ANDERS kann. Ebenso fällt es vielen von uns EINEN immer schwerer, dass das unscheinbarste verkörperte Bewusstsein jenes ist, welches den roten Faden der GESCHICHTE des Lebens in den “Händen“ hält und am ehesten noch verkörpert, was viele von uns EINEN in Gotteshäusern suchen. Das beste Versteck ist die Offensichtlichkeit, das wird immer offensichtlicher. Wird das Versteck dadurch nicht zugleich auch immer “besser“ ?!

  7. der kleine hunger
    Juni 18, 2015 um 7:57 pm

  8. Juni 19, 2015 um 8:54 pm

    Meiner Meinung nach kann man sehr wohl eine Aussage über die Zukunft machen … und zwar genau eine, nämlich die des Zenits. Das ergibt sich aus der HARMONISIERUNG des GANZEN, wenn denn daran etwas dran ist 🙂 . Die Tage werde ich bei den UPDATEs zu GOLD-DNA mal etwas Näheres dazu schreiben …

    Gott ist ein Zustand, nicht der fortwährende Schöpfer. Besagter Zustand der Kohärenz besteht nicht mehr. Daher auch die fortwährende Rolle der Religion als realisierte Suche nach Gott. Je mehr Kohärenz, desto weniger göttlicher Zustand, wobei Gott eine Metapher ist, die einen Zustand beschreibt, der nicht mit Worten beschrieben werden kann. Warum nur ? Der Zenit ist das Maximum an Dekohärenz ! Was bedeutet das für die Metapher Gott ?

    Viren sind für das Gesamtbewusstsein das, was Wasserstoff für die Realisierung der Realität ist, auch wenn der Vergleich etwas hinkt.

    Der Bruch, den Du thematisierst, ist notwendig und beschreibt keineswegs eine Parallelwelt, weil ein Zustand verweltlicht wird. Es bestehen ja nicht zwei Welten. Dieser Zustand wird maximal verlangsamt, damit das eigentliche PROBLEM möglichst lange ausgelebt werden kann. Daraus ergibt sich die “Größe“ des Universums von aktuell 13,8 Mrd. Lichtjahren. Dieser Bruch ist die “Rolle“ des Menschens, zwecks Problematisierung des PROBLEMS, an dessen Lösung das Leben als Ganzes gemeinsam wachsen wird. Wie eine Pflanze. Deren Zenit zeigt sich nach der Blüte, wenn neuer Samen ausgebildet wird, in denen die Erfahrungen der Pflanze bis zum Zenit eingebunden sind. Der Kosmos ist wie diese Pflanze … und “gemeinsam ins Tal“ bedeutet die Lösung des PROBLEMS als Saat zu verpacken …

    • Juni 20, 2015 um 8:18 am

      „Man kann sehr wohl eine Aussage über die Zukunft machen … und zwar genau eine, die des Zenits ….“

      Das führt dann dazu, dass es für die Weltverbesserer ständig „fünf vor zwölf“ ist, jaja. 🙂

      „Der Zenit ist das Maximum an Dekohärenz!“
      Das sagen die Physiker auch. Die nennen Dekohärenz bloß Entropie. Und gehen davon aus, dass vollständige Entropie im Kosmos in etwa 30 Milliarden Jahren erreicht sein wird. Jaja, da ist es bis zum „Zenit“ ja noch etwas hin.
      Mit dem „Zenit“ bist Du übrigens voll im gewohnten Mainstream-Denken, das Du ja durchbrochen haben willst 🙂
      Es ist meinem Empfinden nach schon eine gefühlte Ewigkeit „fünf vor zwölf“. Mit diesem „fünf vor zwölf“ bin ich aufgewachsen und es geht mir inzwischen gründlich auf den Keks. Wenn ich diese meine Erfahrung auf Dich projiziere, kann ich schon verstehen, dass Du es endlich mal „fünf nach zwölf“ haben willst. 🙂
      Trotzdem ist und bleibt das Wunschdenken.

      Wenn ein Zenit angenommen wird, wird ein Anfang und ein Ende angenommen. Zumindest einer Entwicklungsphase. In meinem Weltbild gibt es weder Anfang noch Ende. Die Größe des Universums von 13,8 Mrd. Lichtjahren ergibt sich ebenfalls nur aus der Prämisse eines Anfangs als Punkt Null. Anfang und Ende ergeben sich wiederum nur aus einer Linearität des Denkens.

      „Dieser Bruch ist die „Rolle“ des Menschen … “
      Natürlich haben wir als Menschen wieder mal eine Sonderrolle im Großen Ganzen. Ich finde es schon interessant, wie wir für unseren Größenwahn (im Universum etwas ganz Besonderes zu sein) immer wieder neue Nischen finden, wie oft wir diese Nischen andererseits auch immer wieder demontieren. Der Mensch ist wie ne Katze, die mit ihrem eigenen Schwanz Fangen spielt 🙂
      Nein, wir stehen nicht im Mittelpunkt des Universums. Nein, die Sonne dreht sich nicht um uns. Nein, wir sind nicht etwas grundsätzlich Anderes als Affen. Nein, wir haben nicht die Aufgabe, dem Gesamtbewusstsein durch eine Sonderrolle auf die Sprünge zu helfen. Nein, das Universum wird sich auch nicht durch uns „bewusst“.

      „Besagter Zustand der Kohärenz besteht nicht mehr“ Ja, weil wir angefangen haben, mit dem Feuer rumzuhantieren. Feuer zerstört Kohärenz. Das ist sein Wesen. Über das Warum und Wozu kann man keine Aussage machen, es sei denn, man erhebt sich über das Ganze.
      Es gibt Feuer, das dient dem Erhalt (Metabolismus). Es gibt Feuer, das dient der Verjüngung (Ökosystem). Es gibt Feuer, das erschafft (Licht). Es gibt Feuer, das den Tod bedeutet (sterbender Planet). Wo an welcher Stelle nun der Mensch genau steht, vermag niemand, der Mensch ist, zu sagen. Das ist unser blinder Fleck. Die Erhebung über das Ganze ist ein Wahn.

      Wenn Menschen Aussagen über das Gesamte machen, meinen sie häufig „Ich“ und trauen sich aus irgendeinem Grund nicht, „Ich“ zu sagen und als „Ich“ in der Welt zu sein. Wenn Du sagst, die Viren halten unsere menschlichen Dekohärenz-Spielchen nicht mehr aus, stellt sich mir das so dar, dass DU unsere menschlichen Dekohärenz-Spielchen bald nicht mehr aushältst und das kann ich sehr gut verstehen.

      Du hast Dein Wissen über Viren aus Büchern. Diese Texte interpretierst Du. Die Texte wurden von Virologen geschrieben, die Viren per Elektronenmikroskop und Färbetechniken beobachten. Was die Virologen schreiben, ist eine Interpretation dieses Beobachtungsvorgangs. Was Du machst, ist also die Interpretation einer Interpretation, die mit Viren, wie sie in echt sind, überhaupt nichts zu tun haben müssen. So stellt sich die Frage, was Du denn überhaupt erzählst. Und ja, Du erzählst meiner Ansicht nach was über Dich und weder was über die Viren noch über das Gesamte.

      Beobachtungen mit dem Elektronenmikroskop kannst Du Dir so vorstellen: Du sitzst mit einem Tonband vor einem Urwald, in den Du nicht hineinkannst. Du hast im Zoo mal einen Elefanten tröten hören, deshalb glaubst Du, dass alles Tröten aus dem Urwald von Elefanten kommt. Du legst fest: Tröten ist gleich Elefanten. Das Tröten kann aber auch von anderen Tieren kommen, Vögeln beispielsweise. Es kann auch sein, dass ein Alphornbläser im Urwald übt, weil seine Frau das Ding nicht mehr mitanhören konnte. Es kann sein, dass Tiere andere Tiere imitieren. Es kann aber auch sehr gut sein, dass die im Urwald mitbekommen haben, dass Du mit dem Tonband vor dem Urwald sitzst und Tröten hören willst. Also wird im Urwald schnell ein Orchester zusammengestellt, das Dir was vortrötet, damit Du endlich zufrieden bist und von Deinem Beobachtungsposten wieder abziehst und Tröten ansonsten gar nicht zu den „natürlichen“ Beschäftigungen im Urwald gehört.

      Gut möglich, dass es Viren in der Form, wie Du sie beschreibst, in der Natur gar nicht gibt, sondern nur unter dem Elektronenmikroskop.

    • Juni 20, 2015 um 10:32 am

      „Der Zenit ist das Maximum an Dekohärenz. Was bedeutet das für die Metapher Gott?“

      Das Maximum an Dekohärenz bedeutet in Deiner Logik, so schätze ich mal, den allmächtigen Gott. Da Gott aber keine für sich bestehende Entität, sondern eben eine Metapher oder gar ein Zustand ist, bedeutet es, dass die Technik (als Metapher für alles, was Dekohärenz erzeugt) in diesem Moment absoluter Alleinherrscher ist.

      Technik als absoluter Herrscher, das heißt: Entweder bilden die Menschen die Zellen im „Herrscherkörper“, wobei ein allgegenwärtiges „Immunsystem“ in Form von totaler Überwachung die nicht konform funktionierenden Zellen (= einzelne Menschen) vernichtet, bspw. in Form von Mini-Drohnen als „Fresszellen“. Oder die Menschen sind soweit „vermaschinisiert“, dass der Unterschied zwischen dem Herrscher und seinen Zellen gar nicht erkennbar ist.

      Das ist wie das Spiel mit dem biologischen Bild, das wir von uns haben: Manch einer stellt sich vor, dass ER aus 30 Billionen Zellen besteht, während man gleichzeitig sagen dass, dass er eben diese 30 Billionen Zellen IST. Beides sind aber nur VORSTELLUNGEN in unseren Köpfen.

      Die Vermaschinisierung ist nun das Thema, das ich für MEINE Erzählung gewählt habe und ich spiele mit beiden Möglichkeiten: dass die Menschen von einem Maschinengott (Technik, die sich verselbständigt hat) vollständig beherrscht werden oder dass DER Mensch (als Gesamtheit) zum Maschinengott geworden ist.

      Du projizierst das Bild von der Pflanze mit der Samenbildung auf das GESAMTE. In der Wirklichkeit, die uns umgibt, gibt es jedoch Pflanzen, die Samen bilden und solche die KEINE Samen bilden (sei es, weil sie sich nicht über Samenbildung fortpflanzen, sei es, weil bspw. ein Gift oder Witterungseinfluss die Samenbildung verhindert). Die Aussage, dass das GESAMTE einer samenbildenden Pflanze entspricht, ist total WILLKÜRLICH. Zumal Du auch biologische Bilder durcheinanderwirfst. Bakterien pflanzen sich bspw. nicht über Samenbildung fort und Bakterien bilden ein Grundelement Deiner Erzählung.

      Du wählst aus verschiedenen Möglichkeiten (Vorstellungen), die zur Verfügung stehen, eine Möglichkeit (ein Bild, eine Vorstellung) aus. Für diese Wahl gibt es aber keinen hinreichenden Grund, außer einem: die HOFFNUNG, dass trotz gegenteiliger Anzeichen im Grunde alles in bester Ordnung sein möge. Du verkaufst Hoffnung als Wirklichkeit. So funktionieren Religionen.

      Meine Erzählung läuft so, dass ich versuche, den Punkt zu beschreiben, wo der Mensch (als Gesamtheit) im Moment steht. Meine Erzählung will ich absichtlich nicht auf willkürlichen Hoffnungen aufbauen.

      Ich stelle eine Kosmologie (eine Theorie vom Gesamten) auf, aus dem alleinigen Grund, um mich gegen die Menschen, die mich mit ihren Kosmologien überfahren zu wehren und gegen diese eine Grenze zu ziehen. Ich habe genug davon, dass Andere sich auf das Gesamte beziehen, um mir zu sagen, wer ICH bin und welche „Rolle“ ich im Gesamten zu spielen habe. Wer ICH bin, will ich selber herausfinden.
      Sobald mir die Menschen ihrerseits als Ichs auf Augenhöhe begegnen, brauche ich keine Kosmologie mehr, sondern kann sagen, was MIR gefällt und wie ICH MEIN Leben organisiere. Wer mir mit einer Kosmologie kommt, dem antworte ich mit meiner Kosmologie.

  9. Juni 19, 2015 um 9:03 pm

    Noch ein Nachgedanke: Man kann das Gesamtbewusstsein als endliche Ressource ansehen, dem unendliche Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Diese Möglichkeiten werden als Kosmos realisiert, während sich das Gesamtbewusstsein entsprechend verkörpert, aber eben endlich ist. Daher die sich wandelnde Dynamik der Lebensformen, daher das Kommen und Gehen von Lebensformen, Menschen inklusive …

  10. der kleine hunger
    Juni 20, 2015 um 10:04 am

    „Tröten“ herrlich lach

  11. der kleine hunger
    Juni 20, 2015 um 11:32 am

    @fingerphilosoph, @Guido

    Inhaltlich (mal abgesehen von der Sprach-wahl) sprecht Ihr genau das Gleiche lach
    Ping Pong, nur eben mal „mit der einen Hälfte“, mal mit der Anderen.

    EIN Hirn setzt sich nun mal nicht aus zwei Hälften zu-sammen.

    • der kleine hunger
      Juni 20, 2015 um 11:35 am

      Ergänzung

      Der allg. Gleich-stellung wegen

    • Juni 20, 2015 um 12:27 pm

      Das stimmt, denn ohne verbindende Brücke und den Kern des Hirns läuft nix …

      • der kleine hunger
        Juni 20, 2015 um 5:19 pm

        Falls sie mögen,

        schreiben sie doch ein paar Sätze im Anschluß

    • Juni 20, 2015 um 6:44 pm

      Die kleinen, hungrigen Balljungen müssen sich doch auch einbringen können. Deshalb. 🙂

  12. Juni 20, 2015 um 7:53 pm

    Noch eine letzte Bemerkung zu dieser Diskussion: Unter umgekehrten Vorzeichen sind Kohärenz und Dekohärenz dasselbe. Zunehmende Kohärenz ist abnehmende Dekohärenz und abnehmende Kohärenz ist zunehmende Dekohärenz. Wie Ebbe und Flut. Wenn man zunehmende Ebbe oder abnehmende Flut konsequent zu Ende denkt, wäre irgendwann alles Wasser verschwunden. Wenn man zunehmende Flut oder abnehmende Ebbe konsequent zu Ende denkt, wäre irgendwann die Erde überflutet. Absolut genommen, bedeutet Kohärenz ebenso das ENDE wie Dekohärenz. Es gibt keinen Grund, das Eine gegenüber dem Anderen zu bevorzugen oder Kohärenz über Dekohärenz zu setzen.

    Beobachten kann man folgendes: Je mehr von Kohärenz (wahlweise Verbundenheit oder Nächstenliebe, Gemeinschaft oder Kooperation) GESPROCHEN wird, desto mehr verwirklicht sich Dekohärenz als die REALITÄT, in der wir leben. Daher mein Vorschlag: Wie wär’s, wenn wir mal aufhören, von Kohärenz, Verbundenheit, Nächstenliebe, Gemeinschaft oder Kooperation zu reden und stattdessen Dekohärenz, Abgrenzung, Monadentum, Indivualismus und Eremitentum in den MIttelpunkt unserer verbalen Betrachtungen stellen? Wir haben aus den Augen verloren, dass dieses ebenso positive Werte sind wie Kohärenz und Verbundenheit.

    PS: Von Kohärenz und Verbundenheit, Gemeinschaft und Nächstenliebe REDEN wir seit über 2.000 Jahre. Positiv von Dekohärenz und Abgrenzung zu reden, wäre hingegen mal was Neues.

    • Juni 21, 2015 um 1:08 pm

      Nun, Nächstenliebe wurde ja nun auch reichlich instrumentalisiert. Dass das Leben aber eher auf Kooperation und Symbiose baut, um die Möglichkeiten des Lebens auszuleben, und Konkurrenz zwar eine Option der Notwendigekit, aber keineswegs alleinige Triebfeder ist, das wird auch in Frank Ryans Buch DARWIN’S BLIND SPOT ersichtlich:

      http://www.jonathanpegg.com/pages/content/index.asp?PageID=188

      • Juni 21, 2015 um 8:18 pm

        Aristoteles definiert „Seele“ als das Streben nach Sein. Das Lebendige strebt nach Sein. Entsprechend will jedes Lebewesen sein, dauern, sich entfalten, sich ausbreiten, sich fortpflanzen. Jedes Lebewesen folgt diesem seinem Antrieb. In diesem Sinne ist jedes Lebewesen höchst egoistisch.

        Aus diesem Egoismus der Lebewesen heraus entstehen Kooperation, Symbiose und Konkurrenz. Es sind Meta-Eigenschaften, die das System charakterisieren, in das die Lebewesen eingebunden sind. Es sind nicht die originären Eigenschaften der Lebewesen selbst.

        Kooperation und Symbiose entstehen nicht, weil die Lebewesen altruistisch sind, sondern egoistisch. Kooperation und Symbiose haben keine andere Ursache als Konkurrenz.
        In aller Regel ist eine Beziehung beides gleichzeitig, sowohl Kooperation wie Konkurrenz und oft man weiß nicht mal genau, was was ist.

        Offensichtlich glaubt nur der Mensch, dass er Meta-Eigenschaten des Systems inkarnieren und sein Streben nach Sein auf individueller Ebene bremsen muss. Oder anders: Menschen bremsen ihre Mitmenschen mit diesem Glauben aus, und warum wohl? Damit sie sich selber besser ausbreiten und entfalten können.

        • Juni 21, 2015 um 8:29 pm

          Sobald Lebewesen in ein System eingebunden sind hat der Zeitgeist seine Finger im Spiel und damit der, von uns EINEN ersonnene, Fortschritt. Unsere Vorstellung vom Immunsystem spiegelt diese Sicht sehr gut wider und damit einhergehend unsere Vorstellung, dass Epidemien und Pandemien ein Produkt der Natur sind.

          “Kooperation und Symbiose haben keine andere Ursache als Konkurrenz.“

          Nein. Konkurrenz wird erst zur Notwendigkeit, wenn die Kooperation an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stößt. Konkurrenz ist Folge von drohender ENTHARMONISIERUNG.

          • Juni 22, 2015 um 7:11 am

            Ich habe mich im vorigen Kommentar auf ein Ökosystem bezogen und da geht es nicht um Fortschritt. Den Austausch von Bodenlebewesen und Wurzeln bspw. kann man sowohl als Kooperation wie als Konkurrenz interpretieren.
            Alles ist Beziehung und in diesen Beziehungen ist jedes Lebewesen darauf bedacht, sich selbst zu entfalten und zu verbreiten. Es ist nicht darauf bedacht, den ANDEREN zur Verbreitung zu helfen. Wenn ein Lebewesen ANDERE bei deren Verbreitung unterstützt, ergibt sich das als Nebeneffekt aus dem EIGENEN Lebenswunsch.

            Es stimmt, dass unsere Vorstellung vom Immunsystem nicht aus sorgfältiger Beobachtung dessen was ist, hervorgeht, sondern überlagert ist von zeitgeistigen Kontroll- und Herrschaftsgedanken. Ich halte das, was „normalerweise“ übers Immunsystem erzählt wird, für falsch, eben weil ich an mir selber und in meinem Umfeld andere Beobachtungen mache. Ich lese grad „Der dritte Schimpanse“, wo die These aufgestellt wird, dass Epidemien eine Folge der Sesshaftwerdung und Landwirtschaft sind. Klingt so weit einleuchtend.

            Konkurrenz wird nicht erst Notwendigkeit, wenn Kooperation an Grenzen stößt. Konkurrenz und Kooperation bilden eine Einheit. Es sind Gegenspieler, die sich mit mehr oder weniger Erfolg ausbalancieren. Kooperation basiert auf Gemeinsamkeit und Konkurrenz auf Abgrenzung. Das Leben ist beides: Gemeinsamkeit und Abgrenzung. Beides ist gleich wertig und gleich wichtig.

            Ein Krebsgeschehen ist in erster Linie mangelnde Abgrenzung. Erstens entdifferenzieren sich Krebszellen, geben also erworbene Strukturunterschiede wieder auf, ent-individualisieren und teilen sich daher schneller,, und zweitens mangelt es den angeblich „gesunden“ Zellen an Widerstandsvermögen gegen das Eindringen der krebsigen Zellen. Krebszellen sind Zellen, die ANDERE Zellen nicht als ANDERE erkennen.
            Krebszellen sind genau die Zellen, die Fortschritte machen, wenn sie von den ANDEREN Zellen nicht durch Widerstand abgeblockt werden. So gesehen, ist das, was wir für Fortschritt halten, an sich krebsig. Wenn man sich dann fragt, wohin dieser Fortschritt eigentlich geht, dann ergibt sich: in Richtung Unsterblichkeit. Solange Krebszellen genug Nahrung finden, sind sie unsterblich und wandeln alles in sich selbst um.

            Im „dritten Schimpansen“ wird die Agrarisierung übrigens genau als ein solches Geschehen beschrieben. Die Bauern hatten mehr als doppelt so viele Kinder wie die Jäger und Sammler und vertrieben durch schiere Masse die Jäger/Sammler, obwohl der einzelne Bauer schwächer und kränker war als der einzelne Jäger/Sammler.
            Als Grund wird angegeben, dass die Jäger/Sammler ihren Nachwuchs vier bis fünf Jahre herumtragen, bis dieser mit der Gruppe Schritt halten kann und deshalb nur alle vier Jahre neuen zeugen, während Bauern im Schnitt alle zwei Jahre Nachwuchs hatten.

  13. der kleine hunger
    Juni 20, 2015 um 8:07 pm

    „Positiv von Dekohärenz und Abgrenzung zu reden, wäre hingegen mal was Neues.“

    Find ich gut, ich fang schon mal an lach

    • der kleine hunger
      Juni 20, 2015 um 8:09 pm

      Die „maskuline“ Fassung 😉

    • luna
      Juni 20, 2015 um 8:57 pm

      „“Von Kohärenz und Verbundenheit, Gemeinschaft und Nächstenliebe REDEN wir seit über 2.000 Jahre. Positiv von Dekohärenz und Abgrenzung zu reden, wäre hingegen mal was Neues.““

      Ich finde das auch gut, dieser Gemeinschafts- und Nächstenliebe-Scheiß ist eh nur geheuchelt. Und weil ich das schon immer wusste, habe ich mich auch schon immer abgegrenzt. Mit den meisten Menschen will man ohnehin nicht wirklich was zu tun haben.

      Zum Glück wohne ich in der Großstadt, da hat man wenigstens seine Ruhe.

  14. der kleine hunger
    Juni 21, 2015 um 11:34 am

    Das Mär der Abstammung

    Werd hier keinen Vortrag über Evolutionismus halten, bin da eher undogmatisch. Das Evolution nicht linear verläuft, dürfte auch in diesen Kreisen bekannt sein, bzw. aus diesen Kreisen selbst kommen.

    Das es für mich keine Menschheit als solche gibt, sagte ich schon. ein Überbegriff aus der Sozialisation heraus. (auch recht)

    Das sich allerdings in jedem Einzelnen auch biologisch be-trachtet, individuelle Prozesse vollziehen, steht wohl ausser Frage. Und somit stellt sich, zumindest für mich, nicht die Frage nach einer wie auch immer definierten Abstammung, weil diese schlicht obsolet ist.

    Nur so, als Sonntagslektüre 😉

    Herkunft deutscher Wölfe erforscht Gen-Analyse gegen die Mär vom bösen Wolf
    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/herkunft-deutscher-woelfe-erforscht-gen-analyse-gegen-die-maer-vom-boesen-wolf-13130656.html

    • der kleine hunger
      Juni 21, 2015 um 11:48 am

      P.S. Falls jemand daran zweifelt, das „Er“ kein Kuscheltier ist, nur soviel.

    • luna
      Juni 21, 2015 um 2:59 pm

      Weil wir beim Thema „Wolf“ sind, da fällt mir dieses Buch ein, das ich vor einigen Jahren gelesen habe.

      http://www.gentleman-blog.de/2012/02/02/philosoph-und-wolf/

      Ob ich das jetzt empfehlen kann, weiß ich nicht, ich fand so einiges ziemlich fragwürdig, vor allem was die Haltung des Wolfs (sofern es überhaupt einer war) anbelangt, den philosophischen Aspekt habe ich als recht trivial in Erinnerung, ich weiß noch, dass ich dem Autor den Philosophen nicht recht abgenommen habe; aber wie auch immer, vielleicht interessiert es ja jemanden.

      • der kleine hunger
        Juni 21, 2015 um 4:48 pm

        „Der Philosoph und der Wolf“ lach

        Gentleman- Site lach

        Was hat das mit dem Thema „Wolf“ zu tun? „Wir“ sind nicht auf den Hund gekommen“.

        So gehts den „Welpen“ wenn sie vergessen was sie sind. Dann wird aus ihnen ein zahmes, leicht zu bändigendes Arbeitstier. Nur Gentleman light ist eher die Variante der absorbierten Tussi. Aber bitte gerne. Auch der sog. „Rauhbeiner“ ist letzendes nur ein kastrierter Haushund, mit oder ohne Aggressionspotenzial, je nach Ausführung unterschiedlich zu händeln.

        Bitte kein „wir“, danke.

  15. der kleine hunger
    Juni 21, 2015 um 1:41 pm

    Was ist denn Leben aus ihrer Sicht können sie lediglich aus Zuständen heraus auf Leben schliessen. Und diese Zustände definieren sich wiederrum daraus, dem etwas gegenüber zu stellen. Ihr denken besteht lediglich daraus Zustände mit einander zu vergleichen, welcher Art und in welcher Weise auch immer.

    Das ist ein Zustand an sich, den sie nur entrinnen können, wenn sie sich dieses Zustandes ent-ledigen. Ich schrieb es schon weiter oben, das Gehirn besteht nicht aus zwei Seiten (betrachten sie dies metaphorisch oder auch figur-ativ)

    Sie bestehen nicht aus verschiedenen Komponenten, das hat als solches schon keinen Bestand. Sie bestehen oder sie fallen raus, so einfach ist das.

    Die Zeiten diskursiver Modalitäten ist längst vorbei.

    • Juni 21, 2015 um 5:01 pm

      Wessen Denken?

      • der kleine hunger
        Juni 21, 2015 um 5:15 pm

        eine philospohische Frage oder lediglich wer damit gemeint war? Guido.

    • der kleine hunger
      Juni 21, 2015 um 5:14 pm

      P.S. Interessiert vielleicht fingerphilosoph bzgl. seiner „Maschinenmenschen“.

      Wenn man sich heutige Haarfarben anschaut (z.b. durch Lichtwellenmessung) stellt man fest, das sich das Spektrum synthetisiert hat (chemie) d.h. in der Chemie „Aufbau einer Substanz aus einfacheren Stoffen“.

      Ich habe mir das selbst mal angeschaut am Bsp. von sog. „Blondtönen“. Und tatsächlich konnte man erkennen, das sich die „natürliche“ Haarfarbe mit der die Probanden „zur Welt“ kamen, lediglich im Bereich der künstlich erzeugten „Frisörfarben“ bewegte.

      Das würde im ersten Moment für den Friseur sprechen lach

      Daran erkennt man also das sich bei der heutigen Fortpflanzung nicht mehr auf das Nuancenreichtum der Natur konzentriert (Vielfalt) sondern diese regelrecht nicht mehr statt findet. D.h. das hier keine Potenz mehr vorliegt.

      Nur mal so nebenher, neine @luna, bitte keine Frisurempfehlungen, danke 😉

      • Juni 21, 2015 um 5:58 pm

        Technologischer Fortschritt schwächt die Spezies Mensch und treibt ihr die Antifragilität aus.

        • der kleine hunger
          Juni 21, 2015 um 6:38 pm

          sie schwächt es vielleicht, sicher nicht den Mensch als solchen lach und was bitte heisst „Anti-fragilität“ austreiben? Allenfalls treibt sie sie voran und ist somit ein Bestandteil selektiver Gestaltung.

          Nochmal:

          Masse ist kein qualitativer Aspekt und Qualität wiederrum lässt sich nicht erzwingen.

          Allenfalls köönten sie schreiben, technologischer Frotschritt fördert Fragilität und dadurch erhöht sich der Druck „antifragilität“ als solche zu beschleunigen.

          Auch das sagte ich bereits. Weder der sog. technische Fortschritt, noch eine Fortpflanzung bewirken das was leben als solches bewirkt.

          Techn. Fort-schritt und Fort-pflanzung bedingen sich letzenendes und das hat mit Leben als solches nichts zu tun.

          Dazu brauchen sie nur einen Blick in ihre nähere Umgebung zu werfen. Da werden sie keinen Fortschritt erkennen. Wer da auf der Strecke bleibt, dürfen sie sich gerne selbst ausmalen.

          Da gibt es kein zurück.

          zitiere mal

          „Der wichtigste Aspekt dieses Konzepts ist, dass es keine ständig exakte Gleichheit impliziert: der Organismus repliziert sich nicht (seine Nachkommen sind keine exakte Kopie des Organismus) sondern er reproduziert sich (behält Ähnlichkeit mit sich selbst). Das bedeutet, dass es keinen generellen Bauplan oder eine einzigartige Hierarchie gibt, sondern dass kleinere Einheiten ähnlichen Bauplans zusammenarbeiten, um das generelle Verhalten des Organismus zu bestimmen.“

          lesen sie mal hier.

          http://www.welt.de/debatte/die-welt-in-worten/article106160412/Was-die-Wirtschaft-von-der-Evolution-lernen-kann.html

          • Juni 21, 2015 um 8:24 pm

            Der Beitrag in der WELT ist Murks. Antifragilität ist Leben als Ganzes. Antifragilität entzieht sich der Beweisbarkeit mittels Systematisierung, da einzig das Systemische antifragil ist. Gerade die Endgültigkeit durch den Tod ist für das verkörperte Leben eine Notwendigkeit, um antifragil bestehen zu können.

            Technologischer Fortschritt schwächt Mensch(en) und bewirkt die Intensivierung antifragilen Ausdrucks des Lebens selbst, welches jedoch eher in den ANDEREN zum Ausdruck kommt. Damit auch in uns EINEN, weil ANDERE in uns EINEN wirken, nur lassen wir auch dieses in der Regel nicht weiter zu, sobald wir davon Wind bekommen und es als Angriff auf uns EINEN deuten. Ein Angriff jedoch, den der technologische Fortschritt erst ausgelöst hat. Die gesamte Palette der Domestizierung von wilden Tieren bis zur heutigen Massentierproduktion macht dieses sehr deutlich.

          • der kleine hunger
            Juni 21, 2015 um 8:45 pm

            Ob der nun murks ist, überlasse ich ihrer Interpretation.
            Was mir auffällt ist ihre Widersprüchlichkeit und diese zeitigt sich offensichtlich (wie schreiben sie so schön? Im Zeitgeist)

            Nunmal nicht Widersprüchlich mit Widerspruch verwechseln, denn der steckt in jeglicher Aussage, kommt immer nur darauf an, wer da nun Ping Pong spielt.

          • Juni 22, 2015 um 7:36 am

            „Antifragilität ist Leben als Ganzes“: Da kann man auch einfacher sagen: „Das Leben endet nie“. SEIN ist gleichbedeutend mit Leben, und Leben ist sowohl Gemeinsamkeit (realisiert als Bindungen resp. Austausch jedweder Art, wozu auch die physikalischen und chemischen gehören) als auch Abgrenzung (realisiert als Raum).

            Ob technologischer Fortschritt die Intensivierung antifragilen Ausdrucks bei den ANDEREN bewirkt, ist eine Möglichkeit. Eine andere Möglichkeit ist, dass die ANDEREN nicht in der Lage sind, uns EINEN den entsprechenden Widerstand entgegenzusetzen und wir deshalb auf eine Katastrophe statt auf einen Zenit zusteuern.
            Katastrophe heißt, dass Bindungen und Abgrenzungen (Strukturen) in großem Ausmaß aufgelöst werden. Zenit überschreiten heißt, dass an den bisherigen Strukturen unter gegenteiligen Vorzeichen weitergebaut wird. Es ist beides drin und dazuhin auch noch Neues, das wir uns gar nicht vorstellen können.

          • Juni 22, 2015 um 5:31 pm

            “Eine andere Möglichkeit ist, dass die ANDEREN nicht in der Lage sind, uns EINEN den entsprechenden Widerstand entgegenzusetzen und wir deshalb auf eine Katastrophe statt auf einen Zenit zusteuern.“

            Dazu genügt es BIRD FLU zu lesen: http://www.birdflubook.org/g.php?id=5 oder sich die Arbeiten von Günther Witzany anschauen: http://www.biocommunication.at/modules/publications/index.php?id=1:1

            Die Antwort dürfte eindeutig sein.

            Ich sehe Leben eher als Verkörperung von Bewusstsein zwecks Problematisierung und Lösung eines PROBLEMS. Ein Prozess der durchaus endlich ist, aber sich unendlich fortsetzt, zwecks Intensivierung der Problematisierung und der Lösung. Jeder dieser Prozesse ist ein Kosmos für sich:

          • Juni 22, 2015 um 6:49 pm

            Naja, ich finde das halt ein bisschen von hinten durch die Brust ins Auge. Und mit Implikationen, die halt völlig aus der Luft gegriffen sind, wie bspw.:

            Ohne Problem würde sich das Bewusstsein also gar nicht verkörpern. Was soll unverkörpertes Bewusstsein sein? Gibt es irgendwo auch nur den Hauch einer Möglichkeit der Wahrnehmung von unverkörpertem Bewusstsein, um eine solche These zu prüfen?
            Die Antwort, dass die Gefühle Dir das sagen, lasse ich nicht gelten, denn es gibt auch keine unverkörperten Gefühle. Wie denn auch?

            Warum einen künstlichen Gegensatz von verkörpertem und unverkörpertem Bewusstsein postulieren?
            Warum soll unverkörpertes Bewusstsein, so es denn existieren sollte, auf einmal ein Problem haben?
            Und was für ein Problem soll das überhaupt sein? Das müsste ja allmählich mal ersichtlich werden.
            Wie kann etwas Verkörpertes ein Problem problematisieren, das im Unverkörperten entstanden ist? Wenn Du Dich in einer virtuellen Welt tummelst, löst Du damit ja auch keine Probleme in der Wirklichkeit.

            Warum soll ein endlicher Prozess sich unendlich fortsetzen? Wenn man die Lösung hat, warum soll sich das Problem plus Lösung dann noch intensivieren.

            Alles, was Du sagst, ist hochgradig spekulativ. Eine spekulative These sollte aber dann doch wenigstens in sich konsistent sein, denn sonst unterscheidet sie sich nicht von Willkür resp. Beliebigkeit.

            Wenn Du in eine These Begriffe wie „unverkörpertes Bewusstsein“ und „Problem“ einführst, musst Du wenigstens erklären, was das ist. Wenn Du Deine These wesentlich auf einem „Problem“ aufbaust, musst Du wenigstens erklären, wie und warum dieses Problem entstanden ist.

            Bis jetzt stellst Du bloß eine Reihe von Behauptungen auf, und behaupten kann man alles.

          • Juni 22, 2015 um 8:23 pm

            Dem könnte ich entgegenhalten, dass ich das bereits in den letzten Jahren anhand meiner Texte getan habe und sämtliche Begriffe mit Inhalt gefüllt habe. Somit läge es nicht an mir mich immerzu zu wiederholen, sondern an den “Interessierten“ sich die Mühe zu machen all das zu lesen. Wobei ich immer wieder angemerkt habe, dass es mir nicht um die Beweisbarkeit geht, sondern um den Einklang mit einem Gefühl, welches ich als Kohärenzgefühl auffasse, sprich, der Stimmigkeit mit dem GANZEN. Was ich schreibe soll eine schrittweise Annäherung an das GANZE sein … mehr nicht 😉

            Die WAHRHEIT kann im Grunde nur jenseits der Beweisbarkeit liegen, weil Beweise nur für ein System gelten können, nicht aber für das Systemische, welches alle Systeme in sich vereint. Das Systemische ist für sich der einzige Beweis, den es bedarf, indem es ist, was es ist. Wahrscheinlich kommt direkt vor unserer Todesfurcht, und dem damit einhergegenden Unsterblichkeitswahn, der Wahn der Beweisbarkeit, mit dem wir uns selbst Steine in den Weg legen. Vielleicht kann das Gesamtbewusstsein nur unverkörpert die WAHRHEIT wirklich wahrnehmen, wahrgenommen als besagtes Kohärenzgefühl.

            “Warum soll ein endlicher Prozess sich unendlich fortsetzen? Wenn man die Lösung hat, warum soll sich das Problem plus Lösung dann noch intensivieren.“

            Weil pro “Durchlauf“ des Kosmos immer weniger Unordnung verbleibt, während die Möglichkeiten weiter intensiviert werden mit dieser Altlast umgehen zu können. Ausführlich beschrieben hier: https://faszinationmensch.com/2014/03/19/schwarze-pflanzen-als-zeichen-des-fortschritts/ . Worauf baut unser gesamter Fortschritt auf ? Auf Energieträgern, die nicht menschlicher Natur sind, die besagte Altlast sind.

          • der kleine hunger
            Juni 22, 2015 um 7:59 pm

            Zitiere mal

            „Es ist heute allgemeine Einsicht, daß Forschungsprogramme und Theorien eingebettet sind in Menschenbildhypothesen, die ein Vorverständnis über den Gegenstand schaffen, ja diesen Gegenstand als Ausschnitt oder Aspekt der Realität erst bestimmen. Da dies, bewußt oder nicht, eine Bestimmungs- oder Definitionsleistung im voraus ist, bleibt sie innerhalb des Forschungsprogramms selbst einer direkten empirischen Uberprüfung entzogen. Solche definitorischen Kernannahmen bestimmen die Forschungsfragen, die Wahl von Beschreibungs- und Erklärungsmodellen, die Datenerhebungs- und Auswertungsstrategien, und sie leiten vor allem die Interpretation der Befunde. Kernannahmen wirken selektiv und generativ: Sie bestimmen, was gefragt, gesehen, untersucht wird und wie interpretiert wird.“

            http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/PSYCHOLOGIEENTWICKLUNG/Menschenmodelle.shtml

          • der kleine hunger
            Juni 22, 2015 um 8:06 pm

            P.S.

            und/ oder

            man fragt garnicht was es mit XXX auf sich hat, sondern überlegt umgekehrt, wie muss ich mir XXX zurechtkonstruieren, damit die Beweisabsicht passt.

            Gibt es unendliche Bsp. lach

          • Juni 23, 2015 um 4:22 am

            Dem kann ich wiederum entgegenhalten, dass ich eine ganze Reihe von Deinen Texten gelesen habe und versuche, sie zu begreifen.
            Das tu ich, weil es mich interessiert, was Du schreibst. Aber ich bin nicht mit allem einverstanden. Außerdem habe ich bis heute nicht begriffen, was das PROBLEM, welches mittels Verkörperungen gelöst werden soll, denn sein soll.

            Wenn ich hier Kommentare schreibe, ist das eine kritische Auseinandersetzung mit Deinen Texten. Texte sind nicht dazu da, dass man sie eins zu eins übernimmt und „ja, super“ sagt und sie liked, sondern dass man mit ihnen arbeitet. So verstehe ich das zumindest.

            Ein Punkt ist beispielsweise, dass Du das sogenannte Kohärenzgefühl überhaupt nicht hinterfragst. Das ist für Dich die Quelle der WAHRHEIT. Aber DEIN Kohärenzgefühl sagt DIR anscheinend einige Sachen, die MEIN Kohärenzgefühl MIR nicht sagt. Zum Beispiel sagt DIR DEIN Kohärenzgefühl, dass das Bewusstsein des Lebens endlich ist und die Diversität des Lebens damit begrenzt. So erklärst Du Tod und Sterblichkeit. DEIN Kohärenzgefühl sagt DIR, dass es unverkörpertes Bewusstsein gibt. DEIN Kohärenzgefühl erzählt DIR etwas von einem Problem.

            MEIN Kohärenzgefühl sagt MIR, dass es zwischen Bewusstsein und Leben keinen Unterschied gibt. Es sagt mir, dass es KEIN unverkörpertes Bewusstsein gibt. Es sagt mir, dass Wahrnehmung und Verkörperung untrennbar sind und jede Trennung, die hier vorgenommen wird, aus dem kognitiven Geist kommt. Mein Kohärenzgefühl sagt mir, dass die Einheit aus Bewusstsein und Verkörperung das Leben und Leben die einzig schöpferische Kraft ist, die es gibt. Was wiederum heißt, dass Leben weder aus unbelebter Materie hervorgeht, wie das die Wissenschaft annimmt, noch irgendein unverkörpertes Bewusstsein sich verkörpert, wie das die Esoterik annimmt, sondern dass beide Standpunkte nur die Produkte des eingeschränkt funktionierenden kognitiven Apparats sind.

            Dieser Apparat ist funktionalistisch und auf Nutzen und Zwecke hin orientiert, und deshalb gerät seine Weltsicht immer funktionalistisch und zweckorientiert. Mein Kohärenzgefühl sagt mir, dass das, was DEIN Kohärenzgefühl DIR sagt, ebenfalls funktionalistisch und zweckorientiert ist, und der Zweck des Lebens besteht darin, ein Problem zu lösen.
            Technik ist der Versuch, ein Problem zu lösen, wo gar kein Problem ist, und deshalb sagt mir MEIN Kohärenzgefühl, dass DEIN Kohärenzgefühl technisch ausgelegt ist oder ich es eben doch mit einem kognitiven Apparat zu tun habe und nicht mit einem Gefühl.

            Mein Kohärenzgefühl sagt mir, dass Leben keinen solchen Zweck wie Problemlösen hat, sondern einfach IST. Mein Kohärenzgefühl sagt mir, dass das Wesen des Lebens permanenter Wandel IST und dieser Wandel nichts mit der Mangelsituation (Begrenztheit) zu tun hat, die DU postulierst. Mein Kohärenzgefühl sagt mir, dass ich durch und durch sterblich bin und dass es nichts gibt, was ich in irgendein ominöses unverkörpertes Gesamtbewusstsein hinein retten muss.
            Mein Kohärenzgefühl sagt mir, dass die Idee eines unverkörperterten Gesamtbewusstseins ein Resultat der Angst vor der Endgültigkeit des Todes und des Unsterblichkeitswahns ist.

            Mein Kohärenzgefühl kann nichts damit anfangen, das Leben nur als das Abarbeiten von Altlasten aufzufassen.

            Alles, was DEIN Kohärenzgefühl DIR sagt, kommt meinem Kohärenzgefühl viel zu technisch vor: Problemlösen, Funktionieren, Altlasten, Ordnung und das komischerweise, wo Du doch gleichermaßen der Meinung bist, dass Technik verantwortlich für Dekohärenz und Unordnung ist.

            So, und nun haben wir also zwei unvereinbare Kohärenzgefühle gegeneinander stehen. Welchen Schluss kann man daraus ziehen? Dass man sich über rein subjektive Theorien, die auf Kohärenzgefühlen beruhen, gar nicht austauschen kann? Sondern dass das jeweilige Kohärenzgefühl jeden zu einer fensterlosen Monade macht und sieben Milliarden unterschiedlichen Weltsichten hervorbringt?
            Oder auch wieder bloß zur Gruppenbildung beiträgt, wie es die Religionen tun?
            Oder dass das Kohärenzgefühl auch nicht „richtiger“ ist als das kognitive Denken?

            Ist das also die WAHRHEIT?

            Und es tut mir Leid: ich sehe keinen Unterschied zwischen dem, was die Kirche über Gott sagt, und dem, was Du übers Gesamtbewusstsein sagst. Und ja, die Kirche beruft sich auch auf das innere Wissen, das Gewissen und die Subjektivität. Die Kirche sagt auch, dass die WAHRHEIT allein bei Gott (als dem Unverkörperten resp. der Einheit) ist.

            Dass es ein unverkörpertes Bewusstsein geben soll, ist für mich nicht mehr als eine abstraktere Variation des Geisterglaubens, den körperlos erscheinende Flammen, Wolken, Regenbogen etc. in unseren Vorfahren entstehen ließen. Unverkörpertes Bewusstsein ist der Endpunkt der Abstraktion. Wenn überhaupt etwas Probleme macht, dann eben dies, dass der Mensch einem Wahn zu abstrahieren erlegen ist.

          • Juni 23, 2015 um 4:48 am

            PS: Du sagst, dass die Altlast darin besteht, dass der Mensch nicht-menschliche Energieträger benutzt. Das kann aber nicht DAS PROBLEM sein, weshalb es in Deiner Weltsicht das Leben gibt.

            Ja, der Mensch ist von Anfang an eine Art Cyborg, denn er ist die Symbiose mit dem Feuer (als Quelle nicht-menschlicher, ja sogar nicht-biologischer Energie) eingegangen. Menschen, die kein Feuer benutzen, gibt es nicht. Die bloß Faustkeile herstellenden Vorfahren ordnen wir nicht unter MENSCHEN ein, sondern unter AFFENMENSCHEN.
            Alle Ureinwohner, egal wo auf der Welt, benutzen Feuer.

            Dass der Mensch das Feuer benutzt, ist jedoch kein kosmologisches Problem, sondern ein menschliches. Es sei denn, der Mensch erzeugt im CERN ein schwarzes Loch. 🙂

      • luna
        Juni 21, 2015 um 6:02 pm

        @ Kleiner Hunger

        „“Nur mal so nebenher, neine @luna, bitte keine Frisurempfehlungen, danke 😉 „“

        Keine Sorge, hatte ich eh nicht vor… 😉

  16. der kleine hunger
    Juni 21, 2015 um 5:47 pm

    Sonntags-gedichte

    heute: Erich Kästner

    “Einst haben … “ … http://talfeldverlag.homepage.t-online.de/satire2.html

    Erich Kästner: Der synthetische Mensch

    “Professor Bumke hat … “ … http://www.lueb-pietron.de/kaestner-text.html

  17. Juni 21, 2015 um 5:56 pm

    Mit Kästner-Zitaten wäre ich etwas vorsichtig im Netz:

    http://www.wiwo.de/finanzen/steuern-recht/streitfall-des-tages-wenn-ein-kaestner-zitat-hunderte-euro-kostet/5930106.html

    Habe mir erlaubt das zu ändern.

  18. der kleine hunger
    Juni 22, 2015 um 4:31 pm

    Sie gehen davon aus das sich die Menschheit sozusagen als Konstante in das Gesamt geschehen eingeschaltet hat und diese Konstante somit eine Bedeutung erfahren hat, sprich Leben als solches beeinflußt. Ich sage ihnen, das tut sie eben nicht, sie ist keine Konstante..

    Weiterhin stellen sie die „Anderen“, dem „Einen“ gegenüber. (Siehe dazu einen bereits verfassten Kommentar)

    Selbst wenn sie ein Miteinander, sprich „Anderen + Einen) postulieren, wird daraus immer noch keine Konstante.

    Ich sag ihnen auch warum, meiner bescheidenen Meinung. Weil Mensch eine Variable im Gesamtkontext darstellt.

    Der Denkfehler (und hier meine ich nicht falsch als solches) beruht darauf, das sich darauf versteift wird, Mensch als solcher sei konstantiert, sprich in seiner Aus-formung das was Mensch über sich selbst interpretiert.

    Mensch ist keine Interpretation seiner selbst, sondern die Ausformung der Gesamtheit als formbare Größe AUS dem Ganzen.

    Dafür müssen sie allerdings nicht beim Affen anfangen, sondern bei der „ersten Zelle“.
    Besser noch, sie fragen sich, soweit sie sich von ihrer eigenen Interpretation verabschieden, denn erst dann erklären sie sich selbst.

    Alles was sie sind, sind sie nicht und alles was sie nicht sind, brauchen sie auch nicht erklären.

    Muss man nicht, aber kann man anschauen.

    • Juni 22, 2015 um 5:36 pm

      Da haben Sie mich missverstanden. Von EINER derartigen Konstante habe ich nicht gesprochen. Ich brachte nur den Gedanken ins Spiel, dass das Bewusstsein des Lebens endlich ist, soll bedeuten, dass die Diversität des verkörperten Lebens nicht unendlich zahlreich verkörpert werden kann. Um neue Verkörperungen zu realisieren müssten demnach erst andere Verkörperungen aufgelöst werden, sprich, sterben. Das bezieht sich nicht nur auf die Menschen. Am ehesten könnte es mit dem Speicherplatz einer Rekursion verglichen werden, auch wenn dieser Vergleich seine Schwächen hat:

      http://www.gold-dna.de/update6.html#up117

      • der kleine hunger
        Juni 22, 2015 um 6:27 pm

        Holla, viel Inhalt in wenigen Sätzen (bezieht sich auf ihren Kommentar). Den Gedanken haben sie woher? lach

  19. Dr. Quantum
    Juni 23, 2015 um 6:36 am

    @ der kleine Hunger

    Für einen Zyniker, der anderen Menschen zu Geschlechtsumwandlung rät und sie auf die Ebene der Nematoden herab deklariert, ist neben Ihrem durchschnittlichen und von Eklektizismus geprägten Anschauungen, kaum etwas dabei, das Sie selbst zu Tage gefördert haben. Schon tausend mal gedacht, mannigfaltig abgehandelt, schlicht und pubertär.

    In ein paar Jahren werden Sie verstehen, – falls Sie bis dahin nicht dement wurden oder sich sonstwie zu Fall brachten. Denken Sie an Ihre, ohnehin beschädigte, Reputation, bevor Sie die Impulskontrolle verlieren, wegen narzisstischer Kränkung. 😉

    Tach auch.

    • luna
      Juni 23, 2015 um 1:31 pm

      Ach weißt Du @ Dr. Quantum, angesichts Deines boshaften Verhaltens mir gegenüber, finde ich die Idee mit der Geschlechtsumwandlung gar nicht mal sooo abwegig…

      • der kleine hunger
        Juni 23, 2015 um 4:51 pm

        @luna,

        das ist kein boshaftes Verhalten, sondern die Bosheit an sich. Wenn Du davon ausgehst das da noch etwas ausser dieses Verhalten ist, dann ist das reine Wunschvorstellung.
        Verhalten ist lediglich exemplarisch Ausdruck des inneren Zustandes. Bosheit als solche impliziert innere Verwesung.

        Ach und bzgl. „nicht´s neues“ @Dr. Quantum, wer sagt ihnen überhaupt das es etwas neues gibt, sind sie auf der Suche? Dann schauen sie mal in die aktuellen Discountkataloge, vielleicht ist ja etwas für sie dabei.

        http://www.kaufda.de/Branchen/Discounter

        Und „Neues“ würden sie eh nicht verstehen, dafür müssten sie an sich arbeiten, dann kommt das „Neue“ ganz von selbst. Ich befürchte allerdings bei ihnen ist nicht nur der Karren stecken geblieben, vielleicht mal beim ADAC nachfragen, der gelben Engel wegen.

        • luna
          Juni 23, 2015 um 5:07 pm

          @ Kleiner Hunger

          „“das ist kein boshaftes Verhalten, sondern die Bosheit an sich. Wenn Du davon ausgehst das da noch etwas ausser dieses Verhalten ist, dann ist das reine Wunschvorstellung.““

          Nö, davon gehe ich nicht mehr aus, es ist eher umgekehrt. Ich war darauf nicht vorbereitet (weil ich Bosheit sonst eben hauptsächlich von Frauen kenne), deshalb war ich zuerst etwas schockiert.

          • der kleine hunger
            Juni 23, 2015 um 5:22 pm

            @luna,

            da liegst ja auch nicht verkehrt lach, deshalb ja „Geschlechtsumwandlung“, das war kein Spaß, sondern lediglich exemplarisch.

  20. Der kleine Hunger
    Juni 23, 2015 um 2:16 pm

    Reputation wie niedlich. Ihnen empfahl ich den Gedanken an eine geschlechtsumwandlung, ihrer Stimme wegen, offensichtlich hört man daraus, daß sie sich nicht wohl fühlen in ihrer Haut. Somit doch ein wohl eher eine Empfehlung meiner Seite, und diese auch noch völlig ohne kostennote.

  21. Dr. Quantum
    Juni 23, 2015 um 7:13 pm

    @ der kleine Hunger

    Arbeiten Sie an Ihrer Deckung.

    Ähm, … Kasse oder Privat? 🙂

    • der kleine hunger
      Juni 23, 2015 um 7:30 pm

      Vorsicht Spiegel, fetzen sie das mit sich aus.

      • der kleine hunger
        Juni 23, 2015 um 7:39 pm

        @luna,

        nein das ist nicht Angela Merkel lach sondern Peer Steinbrück, du siehst also es ist wirklich schockierend 😉

        Nochmal, das steht lediglich exemplarisch.

      • Dr. Quantum
        Juni 23, 2015 um 7:50 pm

        @ der kleine Hunger

        Ihre Unbeholfenheit lässt auf eine „irreversible Rückenlage“ schließen.

        Nun tun Sie mir fast leid. 🙂

        Guten Tag

        • der kleine hunger
          Juni 23, 2015 um 8:44 pm

          du langweilst einfach nur, geht das in deinen kopf?

  1. Juni 15, 2015 um 4:11 am

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: