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Materielles versus spirituelles Weltbild, oder: gibt es eine unsterbliche Seele?

Ich verfolge sehr gespannt und genauso skeptisch, da ohne eigene Erfahrungen, was uns über so manche Religion, wozu ich auch die „esoterische Szene“ zählen möchte, zum Thema Reinkarnation berichtet wird. Dazu gehört auch das Thema der Mehrdimensionalität, womit ich die Wahrnehmungen meine, die so Mancher von Kindesbein an beherrscht und die Andere im Erwachsenenalter durch viel Übung erreichen, und die über das hinaus gehen, was unsere fünf Sinne uns an Eindrücken von der Realität/Wirklichkeit liefern.

So berichtete ich z.B. von Mario Walz, der, seit er sich bewusst ist, via Gedanken mit unterschiedlichen Wesen sprechen kann, und erst vor Kurzem in seinem Buch Schöpfungsgeschichte 3.0 – die 13 Dimensionen des Seins nieder schrieb, was ihm diese Wesen unabhängig voneinander als Weltbild erzählten. Ich sprach mit einer jungen Frau, die von sich berichtet, schon immer und jeder Zeit aus ihrem Körper austreten zu können, um sich in den Dimensionen zu bewegen. Sie sieht jene Wesen, von denen Mario in seinem Buch berichtet. Ich sprach mit einem ehemaligen Abt, der seit seiner Kindheit via Meditation selbst Rückführungen durchführen konnte, und so auch mit einem Wesen in Kontakt treten konnte, das irgendwann auf die Frage, ob er denn einen Namen hätte, sehr herablassend mitteilte: „Nenn´ mich doch einfach Gott!“

Wenn wir Menschen in der Lage sind, durch Training auch ohne Augen sehen zu können (siehe), sollten wir dann nicht auch durch Übung mit unserem Höheren Selbst, also unserer unsterblichen Seele in Kontakt treten zu können? Ist der Mensch also doch nicht das im materialistischen Weltbild vergängliche und einmalige Wesen, sondern eines, das wie Alles im Kosmos schwingt, sprich eine Phase auf der materiellen Ebene (hier auf Erden in einem menschlichen Avatar Erfahrungen sammelt) und eine weitere Phase in einer anderen Dimension (Mario spricht von der 5. Dimension) durchläuft (siehe dazu unbedingt auch hier).

Der folgende Artikel versucht zu erklären, was das Höhere Selbst ist, und wie man sich trainieren kann, mit diesem in Kontakt zu kommen. Ich freue mich über jeden Erfahrungsbericht, aber auch sonstige kritischen Stimmen zu diesem Weltbild. Denn ich las, dass der Mensch in Meditation seinen Schutz herunter fährt und so den Zugang durch andere Wesen erst ermöglicht. Als könnte das, was uns hier als Höheres Selbst geschildert wird, nur ein Dämon sein, der sich in das Denken des vergänglichen menschlichen Wesens einklingt und vorgibt, seine Seele zu sein? Also moderne Rattenfängerei der Satanisten (siehe z.B. hier), die hier die Welt seit einigen Tausend Jahren unsicher machen sollen?

Wer und was ist das Höhere Selbst? (Quelle)

Es gibt einen Aspekt von uns, der unsichtbar ist, aber dennoch sehr real. Dieser Dimension, welche ein so integraler Teil von jedem Einzelnen von uns ist, wurden viele verschiedene Namen gegeben: das Höhere Selbst, das Heilige Selbst, das Innere Selbst – all diese Bezeichnungen können aber nicht befriedigend beschreiben, was diese Dimension wirklich ist.

Mit der Entdeckung deines Höheren und Höchsten Selbst geht jedoch ein inneres Wissen einher, das wohl am besten diesen mysteriösen unsichtbaren Teil von uns erfassen kann.

Dein Höchstes Selbst zu entdecken ist das Herzstück eines spirituell ausgerichteten Lebens und ist der Schlüssel zu höherem Bewusstsein.

Seit Anbeginn der Zeiten waren die Menschen angesichts der Schöpfung von Ehrfurcht erfüllt: Die Sonne, der Mond, die Jahreszeiten, Wind, Feuer, eine Blume, die Geburt eines Kindes….die Liste ist endlos.

Aber so wundervoll und erstaunlich diese Dinge auch sein mögen – es ist die unsichtbare Welt, die uns mehr als alles andere in ihren Bann zieht.

Selbst 1

Wir kommen in dieses Leben und wissen nicht, warum wir hier sind, woher wir kommen oder wohin wir gehen. Wir leben unser tägliches Leben und tun permanent alltägliche Dinge, aber tief in unserem Inneren wissen wir, dass wir nicht für immer hier sind.

Viele Menschen werden sich ihrer spirituellen Dimension niemals wirklich bewusst. Es scheint so, als hätte die Faszination für die physische Welt in uns eine Einseitigkeit hervorgerufen für das, was wir sehen, anfassen, hören und riechen können.

Die Allgemeinheit glaubt, dass das, was wir mit unseren Sinnen erfassen können, real sei, nicht aber das Unsichtbare.

Trotz dieser Tatsache enthüllt die moderne Wissenschaft mehr und mehr neue ‘Wahrheiten’ über diese ‘unsichtbaren Welten’.

Die neuesten Entdeckungen in der Quantenphysik legen die Erkenntnis nahe, dass in Wahrheit die ‘unsichtbare Welt’ das einzig Reale ist.

Eine uralte spirituelle Wahrheit besagt, dass wir nicht ‘menschliche Wesen sind, die eine spirituelle Erfahrung machen, sondern spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen’.

Selbst 2Nicht unser physischer Aspekt ist das, was wir wirklich sind, sondern der nicht-physische Teil, der die eigentliche Essenz von uns Menschen ist. Wenn du auf dein Leben zurückschaust, wirst du feststellen, dass dein eigentliches Selbst sich nie wirklich gewandelt hat, im Unterschied zu deiner Erscheinung, deiner Persönlichkeit und fast allen physischen Merkmalen. Mit ein wenig Innenschau wirst du bald entdecken, dass dein Körper eigentlich nichts anderes als eine ‘Garage’ für deine Seele ist.

So viele Menschen glauben, dass Spiritualität etwas ist, was außerhalb ihrer selbst liegt. Oder dass Gott jemand sei, den man suchen gehen muss oder den man in einem Gebäude, einem Berg-Retreat oder in einer Organisation findet.

Das Höhere Selbst, dieser unsichtbare Teil von dir, ist nichts anderes als die Präsenz Gottes in dir. Tief in Jedem von uns ist dieser göttliche Funke von dem Ort, von dem wir herkommen.

Diese unsichtbare Dimension in uns ist mit einer höheren Realität verbunden – mit Gott. Wenn du damit in Berührung kommst, wirst du erkennen, dass es eine Weisheit gibt, die viel grösser ist als das, was im Reich der physischen und der materiellen Welt existiert, die so sehr von rationalem Denken und analytischer Beobachtung dominiert wird.

Wenn du dich mit diesem Höheren Selbst wieder verbindest, verbindest du dich mit deiner Quelle. Höheres Bewusstsein ist ein Gewahrsein deines Höheren Selbst. Es ist ein spirituelles Bewusstsein, welches die physischen Begrenzungen transzendiert. Einfach dadurch, dass dieses Bewusstsein nicht durch die physische Wahrnehmung limitiert ist.

Diese Welt der Unendlichkeit ist nur erfahrbar für dich, wenn du beginnst, aus deinem Höheren Selbst heraus zu leben. Dein Höheres Selbst ist nicht einfach ein Teil von dir, sondern das BIST DU. Es ist dein Wahres Selbst.

Selbst 3Alles an dir, was du sehen, anfassen und mit den Sinnen erfassen kannst, verändert sich ständig, aber dein Höheres Selbst altert nie. Es war schon immer ‘da drin’ und hat herausgeschaut – ein ruhiger Beobachter.

Du bist ein spirituelles Wesen.

Du musst nur deinen Verstand (mind) zur Ruhe bringen und tief in dich hineinschauen um zu entdecken, wer du wirklich bist.

Im Neuen Testament betonte Jesus diese große Wahrheit, als er sagte: ‘Wisst ihr nicht, dass ihr alle Götter seid?’

Und vor noch nicht so langer Zeit wurde ein indischer Weiser gefragt, ob er Gott sei. Er antwortete: ‘Ja, das bin ich…aber ihr seid das auch. Der einzige Unterschied zwischen mir und euch ist der, dass ich es weiß und ihr nicht’.

Sich mit dem Höheren Selbst verbinden

Das Höhere Selbst ist jener Teil von uns, der uns direkt mit den Spirituellen Ebenen verbindet. Es ist ewig, unendlich weise und transzendiert unser Alltagsbewusstsein. Es ist in Kontakt mit dem Göttlichen, weil es Teil von ihm ist. Kontakt mit dem Höheren Selbst zu erreichen und die Tiefe seiner inneren Weisheit zu erfahren ist das Ziel der spirituellen Suche in all ihren Erscheinungsformen.

Jeder von uns ist mit dem Göttlichen verbunden. Das Höhere Selbst in uns übersteigt das Verständnis unseres Verstandes. Es ist der Unsterbliche Wesensteil in uns, zu dem all die großen Genies und Lehrer der Geschichte Zutritt hatten. Es ist auch die Quelle für alle großen Erfindungen, Kunstwerke, es ist der Ort der Magie und Wunder in unseren Leben. Aus dieser Quelle erhalten wir Hinweise und Hilfe für ein sinnvolles und glückliches Leben.

Selbst 4

Hier sind die einige Hinweise, die dir helfen können in Kontakt mit deiner schöpferischen, Göttlichen Kreativität und deinem Höheren Selbst zu kommen:

Nicht Egoistische Selbstliebe, Glaube und Hoffnung

Der erste Schritt ist zu glauben, dass du ein Höheres Selbst hast, mit dem du in Kommunikation treten kannst! Dann erwarte und zweifle nicht daran, dass diese Verbindung jeden Tag etwas besser wird und arbeite auch unablässig daran deine Wahrnehmungsfähigkeit zu steigern. Ohne diese drei wichtigen Voraussetzungen – Nicht Egoistische Selbstliebe, Glaube und Hoffnung, ist es schwierig überhaupt etwas im Leben zu erreichen, selbst auf einer körperlicher Ebene.

Betrachte dieses Ziel jeden Tag und verfolge dieses Ziel mit Nachdruck. Lasse es zu deiner Gewohnheit werden, einen regelmäßigen, inneren Dialog mit deinem Höheren Selbst zu pflegen. Versuche mindestens jeden Morgen und Abend dies als Teil deiner seelisch-geistigen Hygiene zu tun.

Den Blick auf die Welt verändern

Wir sind meist mit einem materialistischen Weltblick erzogen worden, in dem die Rolle des Geistes vernachlässigt wird.

Um einen lebendigen Kontakt mit dem spirituellen Bereich herstellen zu können brauchen wir unser ganzes Selbst – also unser Bewusstsein, Unterbewusstsein und Überbewusstsein – das in Übereinstimmung ist mit unserer Bestimmung.

Bei allen wichtigen Aktivitäten im Alltag ist es notwendig die Spielregeln und die Naturgesetze zu befolgen damit du zu den gewünschten Ergebnissen kommst. Um dein Höheres Selbst erfolgreich zu kontaktieren ist es ähnlich. Du solltest die Grundregeln, das Wissen und ein richtiges Verständnis der geistigen Gesetze haben, um darin erfolgreich zu sein.

Suche dir deshalb Schriften und Lehrer, die dein Verständnis des Universums erweitern können und dir die fundamentalen Bereiche des Bewusstseins erschließen, damit du hinter die Illusion der materialistischen Realität und Dimension sehen kannst.Selbst 5

Einsamkeit und Stille

Nehme dir regelmäßig Zeit und suche dir einen ruhigen Ort, wo du ganz für dich alleine bist. Setze dich ruhig hin und löse dich von allen Erwartungen. Tue absolut nichts, auch wenn du dich dabei anfänglich unkomfortabel fühlst. Bleib dabei und lass nicht locker! Gib deiner inneren Stimme Raum und Zeit um sie vernehmen zu können. Dies kann irgendwann in einer ruhigen Zeit im Verlaufe des Tages geschehen. Es kann auch ein synchronistisches Ereignis vorkommen, wo dir jemand genau das erzählt, was du zu hören brauchst, oder du wirst plötzlich einen Gedankenblitz haben.

All die großen Genies der Geschichte haben diese Einsamkeit und die Ruhe für sich selbst regelmäßig gesucht.

Meditation

In der Meditation, arbeitest du daran deine Gedanken zu beherrschen, das innere Geschwätz zum Schweigen zu bringen und nutzlose Erwartungen loszulassen.

Du kreierst ein reines Gefäß – für das Höhere Selbst – um dieses füllen zu können. Deinem Atem zu folgen ist eine großartige Hilfe in der Meditation, ebenso wie die Konzentration auf die Flamme einer Kerze. Oder visualisiere eine Lichtkugel, die sich in deinem Solarplexus befindet und deinen ganzen Körper mit Energie und Heilung erfüllt.

Es gibt viele Praktiken, die du studieren und gebrauchen kannst.

Tagebuch

Schreib deine Gefühle, Emotionen, Träume, und  Einsichten jeden Tag in ein Tagebuch. Dies wird dir helfen in einen nahen Kontakt mit der Tiefe deiner Gefühle zu kommen. Du kannst so auch dem Höheren Selbst Fragen stellen, und später aufschreiben was auch immer du an Einsichten und Antworten bekommst.

Wenn du dies regelmäßig machst – es kann auch nur stichwortartig und kurz sein – dann wirst du staunend sehen was für ein interessantes Tagebuch über deine innere Entwicklung entsteht.

Innerer Dialog

Beginne damit einen inneren Dialog mit deinem Höheren Selbst herzustellen.

Entscheide dich, in regelmäßigen Kontakt mit deinem Höheren Selbst zu treten, auch während des Tages. Frage dein Höheres Selbst immer wieder um einen Nahmen mit dem es angesprochen werden möchte.  Sag zu Deinem Höheren Selbst: „Ich weiß du bist da und ich möchte dir zuhören und dich besser kennen lernen. Bitte fange an mit mir zu sprechen und führe mein Leben.“
Mach dir keine Sorgen, falls der Dialog am Anfang total einseitig ist. Ist es nicht so, dass du während Jahrzehnten keinen Kontakt hattest? Es braucht eine Weile um die Spinnweben wegzufegen. Mach einfach weiter mit diesem Gespräch, so wie wenn du mit einem alten Freund sprichst. Rede, stelle Fragen zu deinen Ideen, zeige deine Hoffnungen – fange an, den Antworten zuzuhören. Sie werden kommen! Und sei dankbar und positiv deinem Höheren Selbst gegenüber.

LebenslektioSelbst 6nen

Sehe dein Leben als eine Mysterienschule.  Glaube daran, dass dein ganzes Leben, alle Ereignisse, Situationen und Leute ganz genau so in Erscheinung treten, dass du genau das lernen kannst, was du gerade lernen solltest. Geh so an das Leben heran, wie wenn alles genau darauf ausgelegt ist, dir Gutes zu tun. Was immer gerade in deinem Leben geschieht, egal ob gut oder schlecht, frage dich was dabei deine Lektion ist. Selbst wenn unfreundliche Leute und Situationen erscheinen, betrachte es als Herausforderung die dir beim Wachsen helfen kann. Wenn du anfängst das Leben als Drama zu sehen, in welchem du die Hauptrolle spielst und selbst auch noch der Dichter bist der das Drama schreibst, dann wird die Rolle deines Höheren Selbst in deinem Leben klar werden. Schreibe all das in deinem Tagebuch auf, was du herausgefunden hast.

Träume

Erwarte, das dein Höheres Selbst in deinen Träumen zu dir spricht. Bevor du ins Bett gehst, mache ein paar Streck- und Beugeübungen damit dein Körper sich entspannt. Stelle deinem Höheren Selbst eine Frage und warte auf die Antwort. Wenn du aufwachst, erinnere dich an deine Träume so gut du kannst und trage alles in dein Journal ein. Wenn du es nicht gewohnt bist, dich an Träume zu erinnern, braucht es Zeit und Nachdruck. Wie auch immer, mit Geduld wirst du anfangen dich an deine Träume zu erinnern und wirst Antworten von deinem Höheren Selbst erhalten.

Aufmerksamkeit

Richte deinen Blick darauf, immer mehr und mehr in der Gegenwart zu leben, im Jetzt! Wenn du isst, sei dir bewusst was du isst, wenn du gehst, sei dir bewusst, dass du gehst. Der einzige wirkliche Moment ist jetzt. Die Vergangenheit ist für immer vergangen, und die Zukunft hat noch nicht begonnen.

Arbeite daran, deinen Geist von Sorgen, Illusionen und Erwartungen zu befreien.

So kannst du dich von deinem gedanklichen Durcheinander lösen welches meist aus der Vergangenheit oder den Spekulationen über die Zukunft kommt. Indem du dein Gedankendurcheinander klärst schaffst du freien Raum für dein Höheres Selbst.

Geduld

Erinnere dich, dass du möglicherweise dein ganzes bisheriges Leben ohne wirklichen Kontakt mit der Quelle gelebt hast. Deshalb braucht es Zeit, zu lernen, den Kontakt wieder herzustellen. Alles was von höherem Wert ist, braucht Zeit und Übung. Sei wachsam und übe diese Schritte jeden Tag – und du wirst die Antworten erhalten die du brauchst .

Erinnere dich: Das Höhere Selbst möchte mit dir in Kontakt sein. Tatsache ist, dass selbst so zu sprechen, als ob jemand getrennt sein könnte von seinem Höheren Selbst eigentlich ein Widerspruch ist.

Das Höhere Selbst BIST DU. Das WAHRE DU! Also trete in bewusstem Kontakt mit DIR!

Quellen:
http://in5d.com/who-is-this-higher-self-2/
http://in5d.com/ten-steps-to-contacting-your-higher-self/

Ergänzendes Video zum Thema:
Alan Watts: Mein wahres Selbst & das Erwachen

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  1. Juni 11, 2015 um 6:58 pm

    Armin Köhler zum Artikel auf Facebook:

    Das sogenannte „Höhere Selbst“ ist nichts anderes als das EGO.

    Eine Maske, eine falsche Identität und eine Falle, in die all Jene tappen, die nicht bereit sind, den ultimativen Preis für das Frei-Sein zu zahlen: die absolute, nicht-rückgängig-machbare Zerstörung der Identifizierung mit sich „selbst“. Soetwas wie das „Selbst“ gibt es nicht. Das ist die süße satanische (ins Dunkel weisende) Verführung derer, die nicht bereit sind zu sterben.

    Sterben ist das Auflösen der Identifikation mit sich … SELBST.

    Wahr ist, dass dieser Organismus einzigartig ist. Wahr ist aber auch, dass er darin nichts, absolut NICHTS Besonderes ist. Das zu Erkennen ist wohl das Schwierigste auf dem Weg zum Frei-Sein… zu erkennen, dass dieses „ich“ überhaupt nicht existiert… außer als Gedanke.

    • tulacelinastonebridge
      Juni 11, 2015 um 7:07 pm

      Ja, was welcher Begriff darstellt, sollte man sich vor einer Diskussion schon einigen.

      Artikel les ich später.

      Martin, schön das du wieder was von Dir hören lässt. 🙂

      • Juni 11, 2015 um 7:08 pm

        Hatte mir eine kleine Verschnaufpause gegönnt 🙂

        • tulacelinastonebridge
          Juni 11, 2015 um 7:09 pm

          Sei dir gegönnt, also so im nachhinein. 🙂

      • tulacelinastonebridge
        Juni 11, 2015 um 7:08 pm

        Vergessen, mein Kommentar war gleich auf den ersten Satz bezogen…..Das sogenannte “Höhere Selbst” ist nichts anderes als das EGO.

    • der kleine hunger
      Juni 11, 2015 um 8:35 pm

      Wer ist „Armin Köhler“? Was für eine arme Sau, hat sich halt den falschen Körper gewählt *lach Vielleicht mal die Transgender Richtung einschlagen 😉

      Ein voll komplexes in sich selbst erhaltenes System als „nicht´s besonderes“ zu bezeichnen, ist bezeichnent für diese „Spezies“. Dann steig doch aus und fahr zum Himmel lach

  2. Juni 11, 2015 um 7:00 pm

    Camillo Friedrich Schrimpf ergänzt auf Facebook:

    Im Deutschen müsste es zunächst „Das Ich“ heißen. JG Fichte wollte sein ICH in Gott vernichten. . . . Der Spiritus weht wo er will, aber bei den meisten Menschen führt das bloß zu einer Blockade (der Ich-Entwicklung). Sie verbleiben in Regression. Die Träumerei ist eine lustvolle Entschädigung. Bei wenigen kommt es zu einer Ich-Entwicklung etwa durch INTUITION. Das Glück haben nur wenige und man kann sich zunächst nicht darauf verlassen . . .

  3. Juni 11, 2015 um 8:09 pm

    Udo Rohner ebenfalls auf Facebook:

    Ob ein Aspekt meiner Existenz den manche Zeitgenossen als Seele bezeichnen mögen tatsächlich unsterblich ist, oder nicht, das spielt für mein persönliches Leben überhaupt keine Rolle.

    Die auf Erfahrung beruhende innere Gewissheit hingegen, dass ich als geistiges Wesen jenseits meiner Körperlichkeit existent bin, geleitet mich durch meinen Alltag.

    Das dadurch geprägte Empfinden und Erleben wiederum, gibt mir keinerlei Anlass die Möglichkeit einer unsterblichen Form des Seins auszuschließen.

    Lassen wir uns überraschen ….. wir werden es „erleben“ 🙂

    • der kleine hunger
      Juni 11, 2015 um 9:01 pm

      Hört sich schonmal nach Vernunft an 😉

      Zitiere mal an dieser Stelle und füge lediglich hinzu:

      „Jedem seine Wahrheit“, meine ist, das es keine gibt *lach. Alles Lüge (Wäre ja auch zu „Ödi-pussi“- langweilig) Ätsch Bätsch.

      „Die Vernunft hat immer existiert, nur nicht immer in der vernünftigen Form. Der Kritiker kann also an jede Form des theoretischen und praktischen Bewußtseins anknüpfen und aus den eigenen Formen der existierenden Wirklichkeit die wahre Wirklichkeit als ihr Sollen und ihren Endzweck entwickeln.“ (Marx an Ruge, MEW 1, Seite 345)

      https://monokel.files.wordpress.com/2008/02/moers-dativ-2.jpg%3Fw%3D317%26h%3D292

      • der kleine hunger
        Juni 11, 2015 um 9:03 pm

        ne das hier.

  4. tulacelinastonebridge
    Juni 11, 2015 um 10:12 pm

    Bericht gefällt sehr. Danke!

    Und hier ein Link, ebenfalls über Erleuchtung…..

    https://nebadonia.wordpress.com/2015/06/11/erzengel-gabriel-11-juni-2015-uber-erleuchtung/

  5. X
    Juni 12, 2015 um 8:59 am

    In der Mitte von Allem ist der Gleichgewichts- und Orientierungssinn. Es ist kein Wunder sondern ein natürlicher Vorgang – die Wertigkeit der Mitte, wenn Blinde wieder sehen, Taube wieder hören, Lahme wieder gehen, Krumme sich begradigen, geistig umnächtigte erwachen etc.

  6. X
    Juni 12, 2015 um 9:15 am

    Es ist Zeit zu wählen, wohin ein jeder gehen möchte, ohne die Mitte die trotzdem da oder mit da sie immer da.

  7. der kleine hunger
    Juni 12, 2015 um 5:58 pm

    Letzenendes ist diese „Diskussion“ (und diese wird ja nicht „nur“ hier geführt – also nicht persönlich nehmen) nicht´s anderes als der Versuch ein Weltbild zu generieren welches sich dann im „aussen“ manifestieren soll. Nicht´s „neues“ also.
    Die Nationalsozialisten haben nicht´s anderes gemacht und ALLE haben fein mitgemacht.
    Das vereinzelt Wiederstand gab, war lediglich die REaktion auf das was selbige mit verursacht haben. Es wird nicht gelingen, da hilft auch kein „Machiavelli für Frauen“ lach

    Die Abläufe UND Inhalte sind letzendes die Gleichen (wie bereits gesagt, nicht´s neues also, weil NEU kann sich nicht aus ALT generieren und zu MEHR reicht es eben nicht.

    Energetisch wird das Ganze schon lange nicht mehr versorgt auch wenn Einige meinen, irgendwelche kosmischen Geschehnisse würden zu einem energetischen „Aufrüsten“ eingeleitet. Wer also auf irgendwelche Veränderungen wartet (hofft) der darf ruhig bis zum „St.Nimmerleinstag“ warten.

    Ich „zitiere“ mal:

    • der kleine hunger
      Juni 12, 2015 um 6:03 pm

      „Widerstand“ ist bewusst so geschrieben, denn „Wider dem Stand“ war und ist es keinesfalls, sondern lediglich ein geänderter „Standes-dünkel“.

  8. luna
    Juni 12, 2015 um 9:49 pm

    Zum Artikel an sich möchte ich nichts mehr sagen, denn da ich nicht mehr nachvollziehen kann, wie man an die Existenz einer Seele glauben kann, erscheint mir der ganze Text relativ absurd (obwohl ich das alles fast genauso auch mal geglaubt habe).

    Nur bei diesem Satz:

    „“Aber so wundervoll und erstaunlich diese Dinge auch sein mögen – es ist die unsichtbare Welt, die uns mehr als alles andere in ihren Bann zieht.““

    ist mir gerade der Gedanke gekommen, dass es sich dabei schlicht um Todessehnsucht handeln könnte.

    Und hier:

    „“Das Höhere Selbst, dieser unsichtbare Teil von dir, ist nichts anderes als die Präsenz Gottes in dir.““

    „“Erinnere dich, dass du möglicherweise dein ganzes bisheriges Leben ohne wirklichen Kontakt mit der Quelle gelebt hast.““

    stellt sich mir die Frage, wozu ein Höheres Selbst nötig ist, wenn man ohnehin schon die „Präsenz Gottes“ ist und wie man ohne Kontakt zur „Quelle“ leben kann, wenn man selbst die „Quelle“ ist?

    • Juni 12, 2015 um 10:50 pm

      „und wie man ohne Kontakt zur “Quelle” leben kann, wenn man selbst die “Quelle” ist?“

      Das scheint mir ein springender Punkt zu sein 🙂

      • tulacelinastonebridge
        Juni 12, 2015 um 11:59 pm

        Es geht um das Bewusstsein, ist es mir bewusst und kann ich es fühlen.

  9. tulacelinastonebridge
    Juni 13, 2015 um 11:02 am

  10. der kleine hunger
    Juni 13, 2015 um 11:51 am

    Du willst „etwas“ „fühlen“ weil Du nicht fühlst, da kannst Dir Mantras und der gleichen in Deinen Koppe reinknallen wie Du willst.

    • tulacelinastonebridge
      Juni 13, 2015 um 12:50 pm

      Wenn du nicht´s weißt, fängst zum Pöbeln an, hatten wir ja grad genug Beispiele, von solchen wie Dir, auf Nebadonia, na Gott sei Dank ist da jetzt schluss damit.

      • der kleine hunger
        Juni 13, 2015 um 1:36 pm

        Ach @Tula, deine Geschichten erzähl Dir selber, Du bist einfach nur ein armes altes Weibel und versuchst Dir Aufmerksamkeit und Mitleid zu erhaschen, das weist doch selber. Wissen tust das was Du Dir in Deine Birne reinknallst und das war es auch schon. Präoperatorischer Totalschaden.

        • tulacelinastonebridge
          Juni 13, 2015 um 1:42 pm

          Auf Nebadonia hat es so geendet, indem wir nicht mehr dort schreiben und die Pöbler jetzt mit sich selber pöbeln können.

          Mir bleibt wohl auch nur dieser Schritt, hier auf dem Blog nicht mehr zu schreiben.

          • der kleine hunger
            Juni 13, 2015 um 2:00 pm

            Ach schreibst wieder unter dem Synonym „wir“ sehr schön. Was schreibst denn so ausser links und Deine vorpubertäre Sichtweise und das willst dann als was verkaufen?

            Merkst doch selber, so wie Du nicht mehr argumentieren kannst (das kannst nämlich überhaupt nicht) veruschst Du Hass und Unfrieden zu stiften indem Du Andere Diffamierst und Dich stetig auf das „Wir“ berufst.

            Das ist kein Pöbeln, sondern erkennen, AUS Deinem Verhalten lässt sich erkennen, das Du einen Totalschaden hast. Was ist daran Pöbelei?

            Und aus Deinem begrenzten „Wortschatz“ ziehst dann irgendwelche Begriffe heraus um Dich wieder in´s rechte Licht“ zu rücken. Meine Güte @Tula, deine Verhaltensweisen sind sowas von durchschaubar, die kannst an ner 6jährigen schon erkennen und genau das bist Du.

          • Juni 13, 2015 um 6:17 pm

            Verwarnung mit Blick auf die Blog-Nettikette!

          • Juni 13, 2015 um 6:16 pm

            Das wäre schade. Gerne werde ich den/die Pöbler nochmals bitten, die hier vergezogene Nettikette zu beachten, und sollte es dann so weitergehen, werde ich auch ein weiteres Mal sperren.

  11. Juni 13, 2015 um 7:36 pm

    Der Dualismus von Geist und Materie verdankt sich der ursprünglichsten aller Religionen, dem Animismus, und zwar nicht, weil der Mensch in angeblich höhere spirituelle Sphären eingebettet ist, sondern weil unsere Vorfahren sich Feuerflammen, Regenbogen, ziehende Wolkenformationen, Sonnenfinsternisse und Sternschnuppen nicht anders als mit „Geistwesen“ erklären konnten und diese „Welterklärung“ auf alle Phänomene der Natur übertrugen.

    Dieser Dualismus von Geist und Materie durchzieht die ganze Menschheitsgeschichte, ohne dass er je aufgelöst wurde. Er ist eine der Plagen, die Pandora in ihrer Büchse hatte. Der Dualismus wird auch nicht aufgelöst, wenn behauptet wird, dass Geist die Materie „kreiert“, so als würde Geist über der Materie stehen. Es ist dieselbe alte Verachtung gegenüber der Materie und dem Körperlichen, bloß in neuer, etwas raffinierterer Verkleidung. Es gibt keinen „Bewusstseinswandel“ und auch keinen „Paradigmenwechsel“, es ist seit 30.000 Jahren haargenau die immer gleiche alte Leier.

    Die Begriffe „Geist“ und „Materie“ sind bloße Konstrukte (= Hirnfürze), geboren aus einer Denkweise, die unbedingt einen Teil von sich als unsterblich imaginieren muss. Es gibt jedoch weder geistlose Materie, wie die Wissenschaftler uns verklickern wollen, noch gibt es immateriellen Geist, wie die Spirituellen behaupten. Es gibt nur die untrennbare Einheit von beidem: das Lebendige. Das ist die einzige Wirklichkeit. Die Trennung des Lebens in zwei Bereiche, von denen jeder für sich genommen tot erscheint, ist ein Trick, damit manche/viele Menschen sich ungeheuer wichtig nehmen können.

  12. der kleine hunger
    Juni 13, 2015 um 7:50 pm

    „Egozentrismus
    Ab ca. 4 Jahren (intuitive [anschauliche] Phase) vermindern sich zwar einige „logische Irrtümer“, dennoch ist das Denken sehr egoistisch und stark dominiert von der Wahrnehmung. Das Kind denkt egozentrisch: Es hat seine Ansicht und hält seine Ansicht für die einzig mögliche und somit auch für die einzig richtige Ansicht.
    „Ein egozentrisches Kind ist unfähig, sich die Sichtweise anderer zu eigen zu machen.“ Lefrancois (1994, 131)
    „Egozentrismus meint hier nicht Ichbezogenheit, sondern die Schwierigkeit, sich eine Szene aus der Sicht eines anderen vorzustellen.“ Zimbardo & Gerrig (1999, 465)
    Es sei angemerkt, dass Egozentrismus NICHT mit Egoismus zu verwechseln ist, sondern die eigene Sichtweise des Kindes meint.

    Das Kind hält seine (aktuelle) Ansicht für die einzige Ansicht, nicht für eine unter vielen.“

    —————————oder auch „hängen geblieben“………………………….

    • der kleine hunger
      Juni 13, 2015 um 7:57 pm

      ups,

      war unter Herrn Bartonitz platziert, gilt allerdings allgemein also kein Problem.

      @fingerphilosoph,

      „Hirnfürze“ würde ich das auch nennen aber ich darf nicht lach

      Ich sag mal so, die Trennung hat ja einen gewichtigen Grund, das festhalten an an sich dogmatischen Lebensweisen vorallem in Hinblick auf die sog. Sexualität.

      Ich schreib das auch mal hier hin.

      Es gibt keinen Sexualtrieb

      Ekel dient unter anderem dazu, sich vor Infektionen zu schützen. Man(n) sollte also seinem naturgegebenen Instinkt folgen. Der sog. “Sexualtrieb” ist ein Ammenmärchen mit dem explizit dieser Instinkt ausgeschaltet werden soll um der sog. Norm nach Nachkommen zu erzeugen. Jeder der sich dieser Norm aus naturgegebener Sicht verweigert erfährt sofort eine Wahrnehmung niederster Instinkte die sich im Bereich der “Fadenwürmer” ab-spielt.

      Gesellschaftlich wird dieser natürliche Instinkt determiniert und verkehrt. Dafür wurden bestimmte Regularien ersonnen welche bei Verweigerung sämtliche Register der Diffamierung ziehen.

      Es gibt keine Sexualität, sondern Sexualität stellt lediglich ein Dogma dar, welches sich auf die Natur beruft und gleichzeitig gegen die Natur agiert.

      Sex ist keine Sexualität, keine dogmatische Regulierung. Männchen und Weibchen haben keinerlei Potenz, sie sind Inpotent, und der rein sexualisierte Akt als solcher stellt lediglich einen Mechanismus dar, indem zwei Komponenten (siehe 2Komponenten- Kleber System) zusammengeführt werden. Die Komposition dessen, ist Lebens-aufgabe und kein regulativer Lebens-ablauf.

      Da sich jedoch Impotenz im Zweierpack potenziert und sich gegenseitig Potenz zu erkennt (rein dadurch das selbige sich ihrer Potenz versichern) ist auch durch eine Zusammenführung von Komponenten dieser Art, wiederrum Impotenz vorgezeichnet und das Ergebnis dieser Zusammenführung verfällt wiederrum einer Monotonie anheim.

      Des Menschen Aufgabe ist nicht seine Vermehrung, seine zahlenmäßige Expansion, sondern seine qualitative Erhebung aus dem Tal der Toten, respektive dem Nicht-zustand zwischen Sein und Nicht Sein oder auch der entgültige Schritt hinaus in´s Leben, raus aus der Halbheit, raus aus der Zwitterhaftigkeit, weder Tier noch Mensch zu sein.
      Homo und nicht Homo Sapiens o.ä.

  13. Juni 14, 2015 um 8:34 am

    „Ein egozentrisches Kind ist unfähig, sich die Sichtweise der anderen zu eigen zu machen …“

    Nicht nur ein egozentrisches Kind ist dazu unfähig. Ich kann immer nur das, was ich selber bin, an die Stelle des Anderen projizieren. Ich kann immer nur MICH SELBST an die Stelle des Anderen versetzen und an seiner Stelle aus MEINEN Augen gucken. Das kann man kognitiv über Gedanken oder empathisch über Gefühle tun. Aber egal, auf welchem Weg man vorgeht, es bleibt trotzdem Projektion, in einem Fall projiziert man Gedanken, im anderen Gefühle. Aber ebensowenig wie MEINE Gedanken die Gedanken des Anderen sein müssen, so wenig müssen MEINE Gefühle die des Anderen sein. Und bei sorgfältiger Beobachtung sind sie das auch häufig nicht.

    Man kann einen Anderen seinem Wesen nach nicht verstehen. Welterfassung ist immer phänomenologisch, nie ontologisch. Daraus folgt, seinen Egozentrismus als solchen zu erkennen und anzuerkennen und damit gleichzeitig die Unfähigkeit, den Anderen oder das Ganze ontologisch zu erfassen. Nur auf diesem Weg kommt man dazu, seine eigene Ansicht zu vertreten und andere Ansichten stehen zu lassen, auch wenn sie nicht der eigenen Ansicht entsprechen. Nur so kommt man zu veritabler Vielfalt und nicht zu faulen Kompromissen, in denen ja doch bloß unterschiedliche Ansichten zu einem sinnlosen Einheitsbrei vermanscht werden.

    Ich bin auch Egozentriker, eventuell der Gattung „reflektierender Egozentriker“. Und das vertrete ich auch so.

  14. Juni 14, 2015 um 8:59 am

    „Die Trennung hat einen gewichtigen Grund: Festhalten an dogmatischen Lebensweisen, vor allem im Hinblick auf die sog. Sexualität.“

    Ich für meinen Teil benutze statt „Sexualität“ den Begriff „Lebenswillen“. Aber ja, der Lebenswille ist ein durch und durch erotisches Verhältnis zu allem, was ist. Die Erotik: das ist der Tanz des Unvereinbaren miteinander, das durch den Tanz eben doch vereinbar wird. Ein Paradoxon. Und das fühlt sich sehr lebendig an. Deshalb ist Leben auch Lebens-aufgabe.

    „Gesellschaftlich wird dieser natürliche Instinkt determiniert und verkehrt …“
    So ist es.

    „Sexualität als Dogma, welches sich auf die Natur beruft und gleichzeitig gegen die Natur agiert …“
    Ja.

    Die qualitative Erhebung aus dem Tal der Toten, respektive dem Nichtzustand zwischen Sein (Materie) und Nicht-Sein (Geist) kann nur erfolgen, wenn der Dualismus als genau die Illusion erkannt wird, die den Nichtzustand erzeugt. Um ins Leben hinaus zu gehen, muss man das Leben zuerst mal wollen und wertschätzen. Der Hauptstrom aller menschlichen Regungen insgesamt geht meiner Beobachtung aber nicht in Richtung Leben, sondern dahin, dass Mensch lieber zu einem Maschinenwesen mutieren will. Tja, dann muss das wohl bis zum bitteren oder wie auch immer Ende durchgezogen werden.

    • Juni 14, 2015 um 9:09 am

      Der Hauptstrom aller menschlichen Regungen insgesamt geht meiner Beobachtung aber nicht in Richtung Leben, sondern dahin, dass Mensch lieber zu einem Maschinenwesen mutieren will.

      Hm, woran machst Du das fest, dass der überwiegende Teil der Menschheit zu einer Maschine transhumieren will?

      p.s.: in der 17. Strophe der Prophezeiung des Johannes von Jerusalem ist es scheinbar auch ein Thema?

      • Juni 14, 2015 um 10:13 am

        Thomas Schichtar gerade auch Facebook:

        Ich glaube nicht an Religion, sondern eher was ich sehe. Und ich sehe die Auflösung des Menschen durch die Maschine. Es wird Nano-Sonden geben, die bis in dein Gehirn vordringen. Die durch Fernsteuerung dein Verhalten steuern, wie heute das Fernsehen, nur in dir drin. Es werden Menschen geboren, die geklont und designt sind, um bessere Menschen zu werden und hunderte Jahre leben werden, wenn nicht gar Tausende. Und die Joysticks werden die haben, die glauben etwas Gutes wollen, indem sie den Menschen zu einer willenlosen Kreatur machen, ohne eigenen Willen, ohne eigene Bedürfnisse, ohne eigene Träume und ohne wirklichem Menschsein.

      • Juni 14, 2015 um 11:35 am

        „Woran machst Du fest, dass der überwiegende Teil der Menschheit zu einer Maschine transhumieren will?“

        Der überwiegende Teil der Menschheit ist abhängig von immer komplexer werdender Technik. Im Umkehrschluss: Nicht Mensch dominiert Technik, sondern Technik dominiert Mensch.
        Was auch heißt: Die Technik übernimmt die Fähigkeiten, die Mensch mal hatte, während Mensch diese Fähigkeiten verliert.
        Neue Fähigkeiten, die Mensch sich vielleicht erwirbt, bestehen darin, im Rahmen einer von Technik dominierten Struktur zu „funktionieren“.
        Da wir uns zunehmend in einer nur noch technischen Umwelt bewegen, während Natur zur implementierfähigen Kulisse verkommt, verändert sich unser Denken. Wir denken zunehmend technisch: Der Mensch zählt nur, wenn er in der Gemeinschaft (der Maschine) wie ein Bauteil funktioniert (Kooperation). Über Pränataldiagnostik (Qualitätskontrolle) wird im Vorfeld aussortiert, was sich nicht als Bauteil verwenden lässt. Mittels Bearbeitung wie Schleifen, Fräsen, Zerspanen (Erziehung) werden die Rohlinge (Kinder) passend gemacht. Jedes Bauteil kann entweder repariert werden (Psychotherapie, Medizin) oder ist durch ein anderes ersetzbar. Eine Maschine hat kein natürliches Geschlecht (Gender-Debatte). Bauteile, die nicht mehr funktionieren, wie sie sollen, werden dazu angehalten, sich künftig selbst auf den Müll zu schmeißen (Sterbehilfedebatte).
        Technik hält Einzug in unsere Körperlichkeit: Cochlea-Implantate, Herzschrittmacher, bionische Beine, Hirnschrittmacher, Herz-Lungen-Maschinen, Exoskelette etc. etc.. Auch Medikamente gehören in diesen Kontext, denn Medikamente sind bloß Technik auf chemischer Basis: es geht ums Funktionieren von Abläufen, nicht um Heilung. Mach doch mal eine Umfrage, wieviele Leute heute KEINE Medikamente nehmen.
        Gewinn machen all diejenigen, die den Prozess der Verwandlung des Menschen in eine Maschine fördern. Dazu gehören natürlich auch die Betreiber von Internet-Plattformen. Erfolgreich sind heute die Vorantreiber der technischen Entwicklung.
        Der Ruf nach totaler Abhängigkeit wird immer größer. Es ist der Staat, der die Probleme regeln und die Leute versorgen soll. Dazu gehört auch der Ruf nach dem bedingungslosen Grundeinkommen. Es bedeutet in Wahrheit keine Unabhängigkeit, wie Du vielleicht glaubst, sondern totale Abhängigkeit, weil es die Leute unfähig macht, für sich selbst zu sorgen. Der Unterschied von einer Maschine zu einem Öko-System ist der, dass in einer Maschine kein Bauteil für sich selber sorgen kann und für sich genommen keinerlei Bedeutung hat.

        • Juni 14, 2015 um 11:40 am

          Danke für Deine klaren Ausführungen dazu. Und ja, so gesehen nachvollziehbar und ein schönes neues Thema für den Blog. Ich werde den Text heute haben als eigenständigen Text zur weiteren Diskussion auf die Reise bringen.

          VG Martin

          • Juni 14, 2015 um 3:10 pm

            Ich finde den Beitrag vom kleinen Hunger „Die Mär von den Weltbildern“, der grad oben steht, gut und wichtig. Wäre doch schade, wenn der sofort nach unten rückt, kaum dass Du ihn reingestellt hast.
            Ich fände es gut, wenn dieser Artikel noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit bekommt.

          • Juni 14, 2015 um 4:37 pm

            OK, dann warte ich noch mit der Veröffentlichung Deines Textes 🙂

  15. der kleine hunger
    Juni 14, 2015 um 9:10 am

    Das Mär von Weltbildern

    Gesellschaften konstituieren sich in Sprache, nicht in Bewusstsein.

    Reine Abstraktionen bedingen eine begrenzte Weltsicht uns somit eine bedingte (vorgegebene Sichtweise in deren Begrenzung sich der Einzelne selbst begrenzt)

    Ob reine Abstraktionen für das sog. denken notwendig sind lasse ich mal offen.

    Vielleicht mal darüber in klaren werden, daß Wörter wie Seele, Liebe, Sprache reine Denkakte bezeichnen. Die Sprache als solche gibt es nicht. Wenn wir es genau nehmen, gibt es auch die Einzelsprache nicht. Auch sie ist schon ein theoretischer Begriff, abstrahiert aus der Summe der Sprachhandlungen ganz bestimmter Menschen.
    Ein weiteres Phänomen, die Etikettierung, Katalogisierung (Schubladen) welche der eigenen Begrenztheit dazu dient, sich seiner Begrenztheit nicht gewahr zu werden oder sich aus dieser Begrenztheit heraus bildet. Somit wird die eigene Begrenztheit zum eigenen Gefängnis und Andere zu deren Insassen, ob sie nun wollen oder nicht. So schließt sich Gesellschaft als solche selbst ein und dafür schafft sie sich sogar noch eigene Regularien und ihre eigenen Wärter.
    Weil sie die Wörter haben, glauben sie, sie hätten auch die Wirklichkeit, auf die sie verweisen.
    Gefährlich sind solche „abstrakten Denker“ (Denkbehinderte) deshalb, weil sie versuchen Anderen (insbesonder Kindern) ihren Verstand zu vernebeln und sie in ihr eigenes Gefängnis zu überführen.

    Hier weiter als eigenständiger Artikel.

  16. Garten-Amsel
    Juni 14, 2015 um 2:35 pm

    Danke an Martin für diesen „Frage-Auf-Wurf“ !

    Aber ich empfinde die Angriffe auf Tula UNTER ALLER SAU !!!
    Auch sie hat das Recht auf ein Geschätzt-und Geachtet-Sein.
    Sie ist eine sehr große Lebens-Kostbarkeit !
    JaH!
    und wenn irgendjemand Probleme mit IHRER An-Sicht hat und sich daran stößt, sollte er sich mal fragen,WARUM ?!?… !!!
    Aber diese -nicht nur zur Schau getragene- Ver-Achtung hat sie wirklich NICHT ver-dient.

    Pfui !!!

    Morgen-Licht-GeH-Danken

    Be-reinigt die Dunkel-Stellen
    in euren Seelen.
    (Die Dunkel-Stellen sind Licht-Freß-Zellen)
    Steht auf und seht:
    * MEIN LICHT kommt.
    Kommt !
    (JvN)
    und geht
    be-freit und heiter
    fröhlich si(e/n)gend immer weiter!
    *JaH!

    Be-reinigt die Dunkel-Stellen
    in euren Seelen.

    Ohne Reinigungs-GeH-Walt
    gewinnt Licht keine GeH-Stalt
    Es ver-sing/kt,
    wenn es auf Freß-Löcher trifft.
    Darum:

    Be-reinigt die Dunkel-Stellen
    in euren Seelen.

    Und wenn ihr das nicht könnt,
    laßt euch helfen, sie zu reinigen.
    .
    Die Reinigungs-Bitte
    in eurer Herz-Mitte
    ist der erste Schritt
    in diese Be-Richtig-ung
    und zieht Be-FREI-ung nach sich.

    Be-reinigt die Dunkel-Stellen
    in euren eigenen Seelen.
    Jeder in seiner
    und ICH auch in meiner.

    Es werde Licht !
    * JaH! *
    Und
    „ES WIRD.“
    ~V~… +j-Ah+j-Ah+j-Ah+… ~V~
    JaH !

    und 😉 :
    Gerhard Schöne – Der Laden
    #https://www.youtube.com/watch?v=Ny9Q5SyM2A8&list=PL8OMgoFeVbORbCB9gk-0VrKrUuQfJkgAa&index=2

    • der kleine hunger
      Juni 14, 2015 um 2:59 pm

      Vielen Dank lieber Vogel, Piep Piep, sehr lobender Beitrag oder sollte man schreiben „Preisgekrönter“? Ich sag mal so, geh mal den Jacobs-weg und ich mach mir mal ne große Tasse Dallmayr und nen Keks dazu. grunch

      [Martin: den Rest habe ich mit Blick auf die Nettikette des Blog gelöscht]

      • der kleine hunger
        Juni 14, 2015 um 7:46 pm

        Die Vogelscheuche war auch nicht sonderlich kreativ gestaltet (ist auch nicht von mir) Seinen Zweck hat sie allerdings erfüllt.

    • tulacelinastonebridge
      Juni 14, 2015 um 7:09 pm

      Garten-Amsel….eine seltene menschlich Eigenschaft, das einer für den anderen eintritt. Danke dafür und auch danke für den Gerhard Schöne inkl. des Bildes, ich hab ja immer alle Sinne dabei. 🙂

      • der kleine hunger
        Juni 14, 2015 um 7:48 pm

        Was mich angeht, trete ich jederzeit für sie ein, vorausgesetzt sie wissen überhaupt für was sie eintreten. Und für Schmeichelein dürfen sie sich gerne auf die Netikette berufen.

  17. Juni 14, 2015 um 11:37 pm

    Ich möchte nochmals den Armin Risi an dieser Stelle bringen, der sich seit Jahren damit befasst, warum uns der Glaube an den Materialismus nicht wirklich weiter bringen kann:

  1. Juni 11, 2015 um 8:11 pm

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