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Die Erd-Demokratie meint: Die Erde gehört nicht dem Menschen

Vandana Shiva - Indische Nahrungsmittelaktivistin

Vandana Shiva – Indische Nahrungsmittelaktivistin

Weltentwürfe wie das militaristische rechtskonservative »Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert« (Project for the New American Century) werden von engstirnigen Menschen hinter geschlossenen Türen ausgebrütet. Demgegenüber entfaltet sich das Volksprojekt, das ich Erd-Demokratie nenne, in einer Atmosphäre des Dialogs und der Vielfalt, des Pluralismus und der Partnerschaft, des Teilens und der Solidarität.
Vandana Shiva

Auf meiner Finde nach einer besseren Welt habe ich nun das Buch Erd-Demokratie: Alternativen zur neoliberalen Globalisierung von Vandana Shiva in die Hand genommen, um mich inspirieren zu lassen. Die Autorin ist in Indien aktiv, um die Machenschaften von Monsanto und Co zu stoppen. Über 300.000 Bauernsuizide reichen (siehe z.B. hier). Ich möchte Euch am Start des Buches teilhaben lassen (er steht als Leseprobe zur Verfügung), gibt er doch den einen oder anderen Denkanstoß:

Einleitung: Die Erde gehört nicht dem Menschen

Erd-Demokratie ist sowohl eine uralte Weltanschauung als auch eine neu entstehende politische Bewegung für Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit: Erd-Demokratie verbindet das Besondere mit dem Allgemeinen, das Verschiedenartige mit dem, was wir alle gemein haben, und das Lokale mit dem Globalen. Sie beinhaltet das, was wir in Indien vasudhaiva kutumbkam (»Erdfamille«) nennen – die Gemeinschaft aller Lebewesen, die von der Erde getragen und genährt werden. Seit je haben die amerikanischen Ureinwohner und die indigenen Kulturen auf der ganzen Welt das Leben als ein Kontinuum zwischen Menschen und anderen Spezies sowie zwischen gegenwärtigen, vergangenen und zukünftigen Generationen erlebt und verstanden. Eine Rede aus dem 19. Jahrhundert, welche Häuptling Seattle zugeschrieben wird, beschreibt das Kontinuum des Lebens so: »Wie kann man den Himmel kaufen oder verkaufen – oder die Wärme der Erde? Diese Vorstellung ist uns fremd. Wenn wir die Frische der Luft und das Glitzern des Wassers nicht besitzen – wie könnt ihr sie von uns kaufen? Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig, jede glänzende Tannennadel, jeder sandige Strand, jeder Nebel in den dunklen Wäldern, jede Lichtung, jedes summende Insekt ist heilig in den Gedanken und Erfahrungen meines Volkes. Der Saft, der in den Bäumen steigt, trägt die Erinnerung des roten Mannes. […] Denn das wissen wir, die Erde gehört nicht den Menschen, der Mensch gehört zur Erde – das wissen wir: Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie vereint. Alles ist verbunden.« (Seattle 1997, 8-26)

Erd-Demokratie steht für das Bewusstsein dieser Verbindungen und der Rechte und Pflichten, welche daraus erwachsen. Häuptling Seattles Protest – »die Erde gehört nicht dem Menschen« – findet Widerhall in der ganzen Welt, wenn Menschen sich gegen die Vermarktung ihrer Nahrung, ihres Wassers, ihres Saatgutes und ihrer Diversität wehren. Dieser Widerstand gegen die Privatisierung im Namen der unsinnigen Ideologie, die sich Wirtschaftsglobalisierung nennt, ist ein Grundstein der Erd-Demokratie. Die Wirtschaftsglobalisierer sehen die Welt als etwas, das man besitzen kann, und nutzen den Markt als reine Profitmaschine. Demgegenüber beschlossen 1993 in Bangalore eine halbe Million indischer Bauern, sich der Klassifikation von Saatgut als Privateigentum zu widersetzen, welche von den TRIPS (Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights) verlangt wurde, dem Abkommen der Welthandelsorganisation WTO über handelsbezogene Rechte an geistigem Eigentum. 1993 in Seattle und 2003 in Cancún stoppten Proteste die Ministertreffen der Welthandelsorganisation. Millionen von Menschen haben kreativ, fantasievoll und mutig auf die Pläne der Wirtschaftsglobalisierer reagiert, weil sie die Erde als Familie sehen, als Gemeinschaft aller Lebewesen und als Gemeinschaft von Menschen aller Hautfarben, Glauben, Klassen und Länder.

Global operierende Konzerne wollen sich die Welt als Privatbesitz aneignen. Im Gegensatz dazu verteidigen soziale Bewegungen auf lokalem wie globalem Niveau den Planeten als Gemeingut. Privatunternehmen verstehen die Welt als globalen Supermarkt , in dem Güter und Dienstleistungen mit hohen – aber externallsierten – ökologischen, sozialen und ökonomischen Kosten produziert und zu lächerlich tiefen Preisen verkauft werden. Im Gegensatz dazu wehren sich Kulturen und Gemeinschaften überall gegen die Zerstörung ihrer biologischen und kulturellen Diversität, ihrer Lebensweisen und ihres Lebensunterhaltes. Die selbstmörderische globalisierte freie Marktwirtschaft beutet die lebenswichtigen Ressourcen der Erde aus. Sie übernutzt und verschmutzt die Umwelt und marginalisiert Millionen von Bäuerinnen, Handwerkern und Arbeitern. Im Gegenzug verteidigen und entwickeln viele Gemeinschaften resolut eine lebendige Wirtschaft, welche das Leben auf dieser Erde schützt und der Kreativität förderlich ist.

Die Globalisierung der Wirtschaft bedingt neue Einhegungen der Allmende; Zäune und Mauern, welche Menschen ausgrenzen, wo nötig mit Gewalt. Statt einer Kultur der Fülle schafft die profitgetriebene Globalisierung eine Kultur des Ausschlusses, der Enteignung und der Knappheit. Wenn die Globalisierung alle Lebewesen und Ressourcen in Waren verwandelt, besetzt sie in Wirklichkeit die ökologischen, kulturellen, ökonomischen und politischen Räume, auf die alle einen Anspruch haben. Das »Eigentum« der Reichen ist in der Enteignung der Armen begründet – es sind die gemeinschaftlichen, öffentlichen Ressourcen der Armen, die privatisiert, und die Armen selbst, die wirtschaftlich, politisch und kulturell enteignet werden.

Patente auf Leben und die Rhetorik der »Eigentümer-Gesellschaft« (ownership society), in welcher alles – Wasser, Biodiversität, Zellen, Gene, Tiere, Pflanzen – zum Besitz wird, sind Ausdruck einer Weltsicht, in der Lebensformen keinen inneren Wert und keinen eigenen Status haben. Es ist eine Weltsicht, in welcher das Recht der Bauern zu säen, das Recht der Patienten auf erschwingliche Medizin und das Recht der Produzenten auf einen fairen Anteil an den Naturressourcen ohne weiteres verletzt werden können. Der Begriff »Eigentümer-Gesellschaft« beschönigt die lebensfeindliche Philosophie derer, die – auch wenn sie »ja zum Leben!« schreien – alle Gaben dieser Erde und alle menschliche Kreativität zu kontrollieren und zu monopolisieren suchen. Die Einhegungen der Allmenden, welche in England begannen, haben Millionen von überflüssigen Menschen geschaffen. Während mit diesen ersten Einzäunungen bloß Land gestohlen wurde, werden heute alle Aspekte des Lebens eingehegt – Wissen, Kultur, Wasser, Biodiversität und öffentliche Dienste wie das Gesundheits- und das Bildungswesen. Dabei sind Gemeingüter der höchste Ausdruck einer ökonomischen Demokratie.

Die Privatisierung öffentlicher Güter und Dienstleistungen und die Monetarisierung und Kommerzialisierung der lebenswichtigen Netze der Armen ist ein doppelter Diebstahl, welcher die Menschen sowohl ihrer wirtschaftlichen wie auch ihrer kulturellen Sicherheit beraubt. Millionen, die ihre sichere Existenz und ihre Identität verlieren, werden in die Arme von extremen, terroristischen und fundamentalistischen Bewegungen getrieben. Diese Bewegungen identifizieren den anderen als Feind und konstruieren gleichzeitig exklusive, abschottende Identitäten, um sich von denen abzugrenzen, mit denen sie in Wirklichkeit ökologisch, kulturell und ökonomisch verbunden sind. Diese falschen Abspaltungen bewirken ein feindseliges und gleichsam kannibalistisches Verhalten. Der Aufstieg des Extremismus und Terrorismus ist eine Antwort auf die Grenzziehungen und die wirtschaftliche Kolonisation im Rahmen der Globalisierung. Unter agroindustriell gehaltenen Tieren hört der Kannibalismus auf, sobald Hühner und Schweine ins Freie gelassen werden. Auch Terrorismus, Extremismus, ethnische Säuberungen und religiöse Intoleranz sind unnatürliche Zustände, verursacht durch die Globalisierung; sie haben keinen Platz in der Erd-Demokratie.

Einhegungen schaffen Ausgrenzungen, und ebendiese Ausgrenzungen machen die versteckten Kosten der Wirtschaftsglobalisierung aus. Unsere erfolgreichen Bewegungen gegen die Biopiraterie von Neem, Basmati und Weizen hatten alle ein Ziel: Wir verlangten unser kollektives biologisches und intellektuelles Erbe als Gemeingut zurück. Bewegungen wie der schließlich siegreiche Kampf, den ein paar einheimische Frauen zunächst in einem winzigen Weiler namens Plachimada im indischen Staat Kerala gegen einen der weltgrößten Konzerne, Coca-Cola, aufgenommen hatten, bilden den Kern der entstehenden Erd-Demokratie.

Neue handelsbezogene Rechte des geistigen Eigentums stecken heute die biologischen, intellektuellen und digitalen Allmenden ab. Die Privatisierung schränkt beispielsweise Wasserrechte ein. Die Einhegung jedes dieser Allgemeingüter vertreibt und entrechtet Menschen. Für die meisten bedeutet das Mangel und Entbehrung. Bloß ein paar wenigen bringt es »Wachstum«. Aus marginalisierten Menschen werden überflüssige; in der schlimmsten Form führt die herbeigeführte Knappheit von lebenswichtigen Gütern zur Aberkennung der Existenzberechtigung selbst. Wenn der Gebrauch von genetisch modifiziertem Saatgut und die Praxis der geschlechtsbedingten Abtreibungen zunehmen, verschwinden ganze Gruppen von Menschen – zuerst die Frauen und Kleinbauern. Das Ausmaß und die Geschwindigkeit dieses Verschwindens sind proportional zum »ökonomischen Wachstum« unter dem Diktat der neoliberalen Wirtschaftsglobalisierung.

Auf den Straßen von Seattle und Cancún, in Häusern und auf Höfen der ganzen Welt wird in diesem Moment eine ganz andere menschliche Zukunft geboren. Eine Zukunft, die auf Einbezug, nicht auf Ausgrenzung basiert; auf Gewaltlosigkeit, nicht auf Gewalt; auf der Rückeroberung der Allmenden, nicht auf ihrer fortschreitenden Einhegung; darauf, dass wir die Schätze der Erde freigiebig teilen und sie nicht monopolisieren und privatisieren. Weltentwürfe wie das militaristische rechtskonservative »Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert« (Project for the New American Century) werden von engstirnigen Menschen hinter geschlossenen Türen ausgebrütet. Demgegenüber entfaltet sich das Volksprojekt, das ich Erd-Demokratie nenne, in einer Atmosphäre des Dialogs und der Vielfalt, des Pluralismus und der Partnerschaft, des Teilens und der Solidarität. Dank unseren Fähigkeiten zur Selbstverwaltung, unserer mannigfachen Verbundenheit mit der Erde und unserer Vielzahl und Vielfalt betrifft der Erfolg der Erd-Demokratie nicht bloß das Schicksal und Wohlergehen aller Menschen, sondern aller Lebewesen überhaupt. Erd-Demokratie handelt nicht bloß vom nächsten Protest oder vom nächsten World Social Forum; es geht auch darum, was wir in der Zwischenzeit tun. Erd-Demokratie spricht das Globale in unserem Alltag und in unserer alltäglichen Wirklichkeit an und schafft globalen Wandel, durch lokale Veränderungen. Diese Eingriffe mögen klein scheinen, aber ihr Einfluss ist weit reichend – sie betreffen die Evolution der Natur und unser menschliches Potenzial. Mit diesen Veränderungen brechen wir den Teufelskreis der Gewalt, in dem eine selbstmörderische Gesellschaft, eine selbstmörderische Wirtschaft und eine selbstmörderische Politik sich gegenseitig füttern. Erd-Demokratie führt uns hin zu einem positiven Kreis der kreativen Gewaltlosigkeit, in welchem eine lebendige Kultur eine lebendige Demokratie und eine lebendige Wirtschaft nährt.

[…]

Die zehn Prinzipien der Erd-Demokratie

Alle Spezies, Völker und Kulturen haben einen inneren Wert
Alle Lebewesen sind Subjekte und haben Integrität, Intelligenz und Identität; sie sind nicht frei verfügbare Objekte für Besitz, Manipulation, Ausbeutung oder Liquidation. Kein Mensch hat das Recht, andere Spezies und andere Menschen zu besitzen oder sich das Wissen anderer Kulturen durch Patente und andere intellektuelle Eigentumsrechte anzueignen.

Die Erdgemeinschaft ist eine Demokratie allen Lebens
Wir sind alle Mitglieder der Erdfamilie, verbunden durch das fragile Lebensnetz des Planeten. Wir alle haben die Pflicht, so zu leben, dass die ökologischen Vorgänge der Erde und die Rechte sowie das Gemeinwohl aller Spezies und aller Menschen geschützt sind. Kein Mensch hat das Recht, in den ökologischen Raum anderer Spezies und anderer Menschen einzudringen oder sie mit Grausamkeit und Gewalt zu behandeln.

In Natur und Kultur muss Diversität verteidigt werden
Biologische und kulturelle Vielfalt sind an sich schon Ziel und Zweck. Biologische Diversität ist ein Wert und eine Quelle von Reichtum, sowohl materieller als auch kultureller Art, welche ihrerseits die Bedingungen für Nachhaltigkeit schafft. Kulturelle Vielfalt schafft die Grundlagen für den Frieden. Die biologische und kulturelle Vielfalt zu verteidigen ist Pflicht aller Menschen.

Alle Lebewesen haben ein natürliches Recht auf Lebensunterhalt
Alle Mitglieder der Erdgemeinschaft, alle Menschen haben ein Recht auf Unterhalt – auf Essen und Wasser, auf eine sichere und saubere Wohnstätte, auf Sicherheit ihres ökologischen Raumes. Ressourcen, welche für diesen Unterhalt lebensnotwendig sind, müssen Allgemeingut bleiben. Das Recht auf Unterhalt ist ein natürliches Recht, weil es das Recht auf Leben ist. Diese Rechte werden nicht von Staaten oder Konzernen verliehen, noch können sie durch staatliches oder wirtschaftliches Handeln aufgehoben werden. Kein Staat und kein Unternehmen hat das Recht, diese Naturrechte auszuhöhlen oder zu unterlaufen oder die lebenserhaltenden Gemeingüter einzugrenzen.

Erd-Demokratie basiert auf lebendigen Ökonomien und auf wirtschaftlicher Demokratie
Erd-Demokratie basiert auf wirtschaftlicher Demokratie. In der Erd-Demokratie schützen und erhalten die wirtschaftlichen Systeme die ökologischen Zusammenhänge; sie sorgen für das Auskommen der Menschen und decken die Grundbedürfnisse aller ab. In der Erd-Demokratie gibt es keine überflüssigen Leute oder unwichtigen Spezies und Kulturen. Die Erd-Wirtschaft ist eine lebendige Wirtschaft. Sie basiert auf nachhaltigen, vielfältigen und pluralistischen Systemen, die Natur und Menschen schützen, die demokratisch bestimmt wurden und die auf das Gemeinwohl aller hinarbeiten.

Lebendige Ökonomien bauen auf lokale Wirtschaft
Der Schutz der Ressourcen dieser Erde und die Schaffung von nachhaltigen und befriedigenden Lebensweisen werden am sorgsamsten, kreativsten, effizientesten und gerechtesten auf lokaler Ebene erreicht. Die Lokalisierung der Wirtschaft ist ein sozialer und ökologischer Imperativ. Bloß Güter und Dienstleistungen, welche nicht lokal produziert werden können – unter Nutzung von lokalen Ressourcen und lokalem Wissen – sollen nichtlokal produziert und über weite Distanzen gehandelt werden. Erd-Demokratie basiert auf dynamischen lokalen Wirtschaften, welche die nationalen und globalen Ökonomien stützen. In der Erd-Demokratie zerstört und zerstampft die globale Wirtschaft weder die lokalen Ökonomien, noch marginalisiert sie Menschen. Lebendige Ökonomien erkennen die Kreativität aller Menschen an und schaffen Raum, damit vielfältige Fähigkeiten ihr Potenzial erreichen können. Lebendige Ökonomien sind vielfältige und dezentralisierte Ökonomien.

Erd-Demokratie ist eine lebendige Demokratie
Eine lebendige Demokratie basiert auf der Demokratie allen Lebens und der Demokratie des Alltagslebens. In lebendigen Demokratien können wir alle mitentscheiden, welche Nahrung wir essen, was für Wasser wir trinken, welches Gesundheitswesen und welche Bildung wir haben. Lebendige Demokratie wächst wie ein Baum von unten nach oben. Erd-Demokratie gründet auf lokale Demokratie mit lokalen Gemeinschaften – organisiert nach den Prinzipien der Integration, der Vielfalt und der ökologischen sowie sozialen Verantwortung. Lokale Gemeinschaften sind die höchste Autorität bei Entscheidungen, die die Umwelt, die natürlichen Ressourcen und den Lebensunterhalt ihrer Mitglieder betreffen. Autorität wird nur nach dem Subsidiaritätsprinzip an weiter entfernte Ebenen der Regierung delegiert. Selbstbestimmung und Selbstverwaltung ist die Grundlage der Erd-Demokratie.

Erd-Demokratie basiert auf lebendigen Kulturen
Lebendige Kulturen fördern Frieden und schaffen Raum für die Ausübung verschiedener Religionen und die Akzeptanz von verschiedenen Konfessionen und Identitäten. Lebendige Kulturen nähren eine blühende kulturelle Vielfalt, die sich an unserem gemeinsamen Menschlichsein und an unseren gemeinsamen Rechten als Mitglieder der Erdgemeinschaft orientiert.

Lebendige Kulturen nähren das Leben
Eine lebendige Kultur würdigt und respektiert alles Leben; sie bietet Raum für Menschen beider Geschlechter und aus allen Kulturen sowie für gegenwärtige und zukünftige Generationen. Lebendige Kulturen sind deshalb ökologische Kulturen, welche keine lebenszerstörenden Lebensweisen, Konsumgewohnheiten und Produktionsmuster propagieren, auch nicht die Übernutzung und Ausbeutung von Ressourcen. Lebendige Kulturen sind vielfältig und gründen auf Ehrfurcht vor dem Leben. Lebendige Kulturen erkennen die Vielheit von Identitäten an, welche an einem bestimmten Ort und in einer bestimmten Gemeinschaft existieren – und ebenso ein planetarisches Bewusstsein, welches das Individuum mit der Erde und allem Leben verbindet.

Erd-Demokratie globalisiert Frieden, Fürsorglichkeit und Solidarität
Erd-Demokratie verbindet Menschen zu Kreisen der Fürsorglichkeit, der Zusammenarbeit und der Anteilnahme, statt sie durch Wettbewerb und Konflikt, Furcht und Hass zu spalten. Angesichts einer Welt der Habgier, der Ungerechtigkeit und des Überkonsums globalisiert Erd-Demokratie Solidarität, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit.

  1. Mai 25, 2015 um 12:23 pm

    Hat dies auf Freiheit, Familie und Recht rebloggt und kommentierte:

    Die Menschen sind die Bewohner mit höchsten Intelligenz auf dieser Erde. Demzufolge übernehmen sie automatisch die Verpflichtung,
    sämtliches Leben zu schützen und zu pflegen. Aber keiner auf
    diesem Planeten hat das Recht auf Eigentum diesen Planeten zu
    erheben!

  2. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG
    Mai 25, 2015 um 12:26 pm

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Universum, ist nicht nur Mensch und Dödel in NWO! Ich, der im Schöpfer seinem Sinn fand, nur das Euch zu sagen! Seht Egon Tech, der Euch auf die Frequenzen und Nano-Technik verweist, der Walter Mauch, Doktor der Germanischen hinweiste, und ermodet wurde, Haider und Hüsken, wie auch Martina Pflaum und andere, oder gar das Deutsche Reich und besetzt mit Ganoven, Ihr, Ihr werdet es merken, am eigenem Körper! Siehe, ich bestohlen von „Sozial-Mitarbeitern“! Da auch noch in deren Diebischem und Zusammenarbeit aus Strafbefehl ohne Richter und Beweisen, verurteilt und dem seine Verweigerung Behinderten seine Wünsche bei deren Banken vorzutragen! Saubande!

    Glück, Auf, meine Heimat!

  3. Mai 25, 2015 um 4:34 pm

    Viele indische Bauern stehen vor dem Ruin, weil ihnen die 2002 erstmals zugelassene BT-Baumwolle, eine gentechnisch veränderte Baumwolle von Monsanto, eine katastrophale Ernte beschert hatte. Die Hoffnung auf höhere Erträge und weniger Chemieeinsatz verführte die Bauern, das vier Mal so teure Gen-Saatgut zu kaufen. Doch die erwartete Superernte blieb aus. Krankheiten und vermehrter Schädlingsbefall zwangen die Bauern zu noch mehr Einsatz von teuren Chemikalien und trieben die Bankschulden in die Höhe. Der einzige Ausweg aus dieser Schuldenfalle ist für viele Bauern der Selbstmord. In ganz Indien waren das in den letzten Jahren über 2000 Bauern. Die promovierte Teilchenphysikerin, Autorin und Kämpferin für die Umwelt — Vandana Shiva — engagiert sich seit mehr als 20 Jahren für das Lebensrecht indischer Kleinbauern und die Erhaltung der Artenvielfalt. „Monsanto — raus aus Indien“ ist die Kampfansage von Vandana Shiva an die internationalen Agrochemiekonzerne.

  4. der kleine hunger
    Mai 25, 2015 um 8:21 pm

    „“Die Erde gehört nicht dem Menschen““

    Dem kann ich nur zu stimmen. Was vermehrt er sich dann so epidemisch.

    Lesen „wir“ mal nach:

    Der letzte Zensus von Indien ermittelte für Null Uhr am 1. März 2001 eine Zahl von 1.028.737.436 Einwohnern, die sich seit 1901 (238 Millionen) mehr als vervierfacht hat. Während zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine hohe Sterblichkeit aufgrund von Epidemien und Hungersnöten eine moderate Bevölkerungsentwicklung bedingte, beschleunigte sich das natürliche Wachstum nach der Unabhängigkeit 1947. Seit 1951, als die Einwohnerzahl 361 Millionen betrug, hat sich die Bevölkerung Indiens fast verdreifacht. Die absolute Zunahme stieg zwischen jeder der Zensusdekaden an, übertraf in den 1990er Jahren mit über 180 Millionen die Gesamtbevölkerung Brasiliens und erreichte 2008 1,15 Milliarden. Damit ist Indien nach China, wo heute (2008) mehr als 1,32 Milliarden Menschen leben, das Land mit der größten Bevölkerung der Welt……..

    ….bis 2050 mit dann über 1,5 Milliarden Einwohnern China als bevölkerungsreichstes Land der Erde ablösen wird.

    http://www.berlin-institut.org/online-handbuchdemografie/bevoelkerungsdynamik/regionale-dynamik/indien.html

    Darf dann mal den aktuelleren Stand nachreichen.

    Indien: 1,252 Milliarden (2013)
    China: 1,357 Milliarden (2013)

    Quelle: Weltbank, United States Census Bureau

    hop di topti top

    Wer handelt da mit Geburten-raten lach

    Die werden dann in Raten abbezahlt.

    Man beachte:

    Epidemien und Hungersnöte bedingen eine moderate Bevölkerungsentwicklung.

    moderat

    Bedeutung

    gemäßigt, maßvoll
    Qualitativ betrachtet, brauchen sie allerdings nicht in die Ferne schauen. lach

    http://www.swupload.com/data/Band_04.pdf

    • der kleine hunger
      Mai 25, 2015 um 8:32 pm

      P.S.

      Man beachte:

      Epidemien und Hungersnöte bedingen eine moderate Bevölkerungsentwicklung.

      moderat

      Bedeutung

      gemäßigt, maßvoll
      

      Qualitativ betrachtet, brauchen sie allerdings nicht in die Ferne schauen. lach

    • Mai 25, 2015 um 10:14 pm

      Nach den Illuminierten am besten 80% reduzieren, damit es erträglicher wird …

  5. X
    Mai 26, 2015 um 6:49 am

    Der Akt des Tuns steht im Kontext: der Handel, das Handeln, die Handlung

  6. X
    Mai 26, 2015 um 7:45 am

    Was umfaßt das Tun? Alle ausgeführten Verben.

  7. X
    Mai 26, 2015 um 8:19 am

    Etwas zu sagen ist eine Sage.
    Etwas zu erzählen ist eine Erzählung.
    Etwas zu sehen ist eine Sicht.
    Etwas zu analysieren ist eine Analyse.
    Etwas zu entwickeln ist eine Entwicklung.
    Etwas zu machen ist Macht.
    Zu wirken ist Wirkung.
    Zu reden ist eine Rede. Diese kann am Anfang, begleitend und am Ende stehen.

  8. X
    Mai 26, 2015 um 8:50 am

    Was ist denn ‚das Wort‘, vergleichsweise stehend für deinen Ausdruck in der Welt?
    Ich denke und empfinde es als genau das, was jeder Einzelne daraus macht.

  9. X
    Mai 26, 2015 um 10:33 am

    Eine vereinfachte Annahme lautet z.B.:
    Das Wort ißt.

  10. Mai 26, 2015 um 11:49 am

    Erd-Demokratie:

    100 Schafe und 2 Wölfe beschließen auf demokratischem Weg mit der überwältigenden Mehrheit von 100 zu 2 Stimmen, dass es an diesem Abend für die Wölfe keine Schafe zum Abendessen gibt.
    Am nächsten Tag muss die Wahl wiederholt werden. Man hat nur 98 wahlberechtigte Schafe gezählt …

    🙂

    • Mai 26, 2015 um 2:55 pm

      Und was wären Dein Gegenentwurf?

      🙂 Martin

      • Mai 26, 2015 um 5:56 pm

        Anzuerkennen, dass Wölfe Wölfe und Schafe Schafe sind
        und die Einen nicht mit den Anderen zu verwechseln. 🙂

  11. Mai 26, 2015 um 12:21 pm

    Ist es nicht eigenartig, dass die Reden von Frieden, Fürsorglichkeit, Anteilnahme und Solidarität in unserer westlichen Welt just in dem Moment zum immer wiederkehrenden Mantra werden, in dem die demografischen Verhältnisse auf der Welt sich rapide zu unseren Ungunsten verändern? Warum ist Otto-Normalverbraucher nicht in den Zeiten der Kolonialisierung auf solche glorreichen Ideen gekommen? Warum gerade jetzt?

    Soll das Geschwätz von den „lebendigen Demokratien“ denn mal ein Appell an die Chinesen und Inder werden, dass sie nicht so mit uns umspringen, wie der westliche Mensch seinerzeit mit den Kolonien umgesprungen sind?

    Okay, lassen wir die 1,3 Milliarden Chinesen und paar hunderttausend Tibeter doch mal demokratisch darüber abstimmen, wer in Tibet das Sagen hat.

    Okay, lassen wir die 2,6 Milliarden Chinesen und Inder und die 500 Millionen Europäer und 300 Millionen Amerikaner doch mal demokratisch drüber abstimmen, wer fortan in Indien, China, Europa und Amerika siedeln darf.

    Was bedeutet dieses Reden von Frieden und Fürsorglichkeit, wenn man mal hinter die Verkleidung guckt?
    Muffensausen vor der schieren Überzahl der Anderen?
    Winseln um Gnade?
    Versuch der Gehirnwäsche aus egozentrischen Gründen?

    • Mai 26, 2015 um 2:57 pm

      Autsch. Was hat Dich gebissen?

      • Mai 26, 2015 um 6:18 pm

        Es ist eben so, dass die allseits bekannten Reden des Häuptling Seattle nicht vom Häuptling Seattle stammen, sondern aus den Federn der Ökobewegten der 70er und 80er Jahre, die diese Reden dem armen Häuptling in den Mund gelegt haben. Ebenso wie die Öko-Bewegten die Weissagungen der Cree den Cree-Indianern in den Mund gelegt haben.

        Wenn Leute anderen Leuten was in den Mund legen, was diese so gar nicht gesagt haben, dann steckt meistens eine Absicht dahinter. Und da darf man dann doch mal fragen, was für Absichten das sein könnten.

        Ich halte dieses „Wir haben uns alle lieb und teilen alles“ für die Strategie von Wölfen, die sich zur Abwechslung mal im Schafspelz versuchen 🙂

        zumal sie sich außer auf den Häuptling Seattle und auf die Cree vor allem auf die Natur berufen und Natur so nirgendwo funktioniert.

        • Mai 26, 2015 um 6:43 pm

          Also ist in Deinen Augen alles gut, wie es ist?

          Mit gut meine ich zuträglich für das Überleben von uns Menschen auf diesem Planeten?

          • Mai 26, 2015 um 7:46 pm

            Gut ist also gleichbedeutend mit „zuträglich für das Überleben von uns Menschen auf diesem Planeten“?

            Frag mal die Fische, die wir aufessen, ob sie auch der Ansicht sind, dass dies die korrekte Definition von „gut“ ist.

            Es ist nicht ehrlich, wenn Menschen im Namen der Fische oder der Lebensgemeinschaft oder der Erde Statements abgeben, die letztendlich nur dazu dienen, das Überleben von uns Menschen zu sichern.

            Oder meinst Du mit „gut“ gar zuträglich für Dein persönliches Überleben auf diesem Planeten?

            Dann wäre es nicht ehrlich, wenn Du im Namen der anderen Menschen, der Fische, der Lebensgemeinschaft oder der Erde Statements abgibst, die nur Deinem persönlichen Überleben dienen.

            Und auf jeden Fall ist es nicht ehrlich, dem alten Seattle Statements in den Mund zu legen, die er so nicht gesagt hat. Für Lügen gibt es keine Rechtfertigung. Eine „schöne neue Welt“, die auf Lügen gebaut ist, ist um keinen Deut besser als die alte.

            Ich weiß nicht, was für das Überleben der Menschen auf diesem Planeten zuträglich ist. Und ich bezweifle, dass irgendein anderer Mensch es weiß.

          • Mai 26, 2015 um 10:35 pm

            Als nochmal die Frage: Es kann alles so weiter gehen wie es ist? Du fühlst Dich wohl, so wie es ist?

        • luna
          Mai 26, 2015 um 11:17 pm

          „“Ich halte dieses “Wir haben uns alle lieb und teilen alles” für die Strategie von Wölfen, die sich zur Abwechslung mal im Schafspelz versuchen““

          Och, gegen das „teilen“ wäre nix zu sagen, das mit dem „lieb haben“ wird aber überbewertet…

          • Mai 26, 2015 um 11:25 pm

            Morgen früh kommt noch was zum Diskutieren, was den Schmusekurs „Zum Wohle des Volkes“ angeht 🙂

          • Mai 27, 2015 um 11:58 am

            Wenn eine Gruppe von Menschen gemeinsam ein Projekt durchzieht – ein Buch schreiben, einen Garten pflegen, was auch immer – dann ist es okay, wenn sich die Gruppe die Früchte dieses Projekts teilt. Wenn einer mehr als der andere getan hat, kann man sich untereinander drüber absprechen, in welchem Verhältnis geteilt wird, um diesem Unterschied in der Leistung gerecht zu werden oder man kann den Unterschied ignorieren. Wie die Gruppe eben drauf ist.

            Es ist aber absolut nicht okay, wenn Menschen, die Projekte durchziehen, die Früchte dieser Projekte mit Menschen teilen sollen, die überhaupt nichts zu diesen Projekten beigetragen haben. Wenn Menschen, die Projekte durchziehen, etwas von ihren Früchten abgeben wollen, ist es an diesen Menschen, das zu entscheiden. Kein Mensch, der nichts zu den Projekten beigetragen hat, hat das Recht, Früchte einzufordern. Genau das wird aber getan und das ist legalisierter Diebstahl.

            Es ist auch nicht okay, wenn ich von einem übergeordneten System wie Staat, Krankenkasse etc. gezwungen werde, einen medizinischen Apparat zu unterstützen, den bloß andere in Anspruch nehmen, aber ich selbst nicht. Ich möchte bspw. kein Organ von einem anderen Menschen haben, dann sehe ich es auch nicht ein, warum ich Transplantationen mitfinanzieren muss. Genau dazu werde ich aber von Staats wegen gezwungen, und es gibt genug, die das für Recht halten.

            Völlig pervers wird es, wenn das bedingungslose Grundeinkommen für jedermann gefordert wird und Menschen so tun, als hätten sie ein Anrecht darauf, von anderen Menschen versorgt zu werden. Dieses Recht haben nur Kinder und sonst niemand.

          • Mai 27, 2015 um 12:04 pm

            Ja, Freiwilligkeit sollte im Teilen sein. Ein MUSS zerstört die Gemeinschaft.
            In einer Welt, in der sich allerdings die Einen alle Ressourcen unter den Nagel reißen, so dass der große Rest Mangel leidet, da er keinen Zugang zu diesen Ressourcen hat, wäre es da nicht OK, wenn die Einen den Anderen eine Grundrente für das Okkupieren der Ressourcen zahlen?

          • Mai 27, 2015 um 3:12 pm

            Nein, es ist nicht okay, wenn die Einen den Anderen eine Grundrente für das Okkupieren der Ressourcen zahlen, denn es wäre die Aufgabe der Anderen, die Einen vom Okkupieren der Ressourcen abzuhalten und den notwendigen Teil der Ressourcen für sich zu selbst zu reklamieren.

            Ich vergleiche menschliche Arbeit gern mal mit den großen Wanderbewegungen der Tiere. Tierische Arbeit besteht darin, Tausende von Kilometern zu laufen oder zu fliegen, um vom Fressplatz zum Nachwuchsplatz zu gelangen. Nirgendwo in der Natur ist es so, dass ein Tier das andere zum Futterplatz hinträgt. Wird in Schwärmen gearbeitet, hat jedes Tier denselben Vorteil davon, keins lebt auf Kosten und zu Lasten eines anderen.

            Viele Tiere, gerade auch Säugetiere, haben Reviere, die sie verteidigen. Sie verteidigen auch ihre Fress- und Nachwuchsplätze gegen andere Interessenten derselben Art. Das ist notwendig, weil ein Fressplatz nur einer bestimmten Anzahl von Individuen Nahrung bietet. Würden die Tiere ihren Fressplatz mit beliebig vielen teilen, würden alle Mangel leiden oder verhungern. Zum Leben gehört es meiner Beobachtung nach dazu, dass die Lebewesen ihre eigene Existenz gegen Andere verteidigen.

            In der Natur überlebt nur, wer ein Interesse an seinem eigenen Leben hat und sich für die Fortdauer seines Lebens aktiv einsetzt. Wer überlebt, dann deshalb, weil er tatsächlich überlebensfähig ist. Auch da, wo Tiere in Gruppen leben, sorgt jedes Tier für sich selbst.

            Das bedingungslose Grundeinkommen bringt Individuen hervor, die nicht in der Lage sind, ihre eigenen Interessen zu vertreten und gegenüber anderen zu verteidigen, die also de facto nicht überlebensfähig sind. Wenn die Menschheit Individuen mitversorgt, die nicht selbst für sich sorgen können, ist das menschliche Großzügigkeit. Das ist aber die Ausnahme und funktioniert nur, wenn der größere Teil der Menschen sich selber versorgt. Den Großteil der Bevölkerung in den Krankenstand – denn was anderes ist das bedingungslose Grundeinkommen nicht – zu befördern, führt m. E. zuerst in die Dekadenz und dann in die Barbarei.

            Ich gebe allerdings zu, dass der Karren durch die Entwicklung, die Mensch bereits durchlaufen und die zu der jetzigen Situation mit den Superorganismen geführt hat, ziemlich tief im Dreck steckt. Ein Mensch kann sich mit einem anderen auf derselben Ebene auseinandersetzen, da haben beide eine Chance. Ein einzelner Mensch gegen eine Behörde, einen Konzern oder einen Staat sieht dagegen ziemlich alt aus.

            Behörden, Konzerne oder Staaten gibt es jedoch nur deshalb, weil eine überaus große Anzahl von Menschen nicht ihre eigenen, persönlichen Interessen vertreten, sondern lieber einem übergeordneten System oder Prinzip dienen.

            Und solange das so ist, wird sich auch nicht viel ändern.

          • Mai 27, 2015 um 3:47 pm

            Also müsste dann doch die Lösung heißen, dass sich Jene, die ausgegrenzt wurden (z.B. Hartz IV) bewaffnen sollten und sich ein Stück vom Kuchen der Vielhabenden zurückholen sollten?

          • Mai 27, 2015 um 6:44 pm

            Vor 5.000 Jahren wäre Bewaffnung vielleicht noch eine Möglichkeit gewesen, aber im Zeitalter der Atombomben und Drohnen – na, ich weiß nicht. Außerdem weiß der Hartz IV-ler ja nicht, gegen wen er die Waffen richten sollte.
            Staaten, Konzerne und Behörden sind Institutionen, die ihre Kraft ja nicht aus den paar Führungshanseln an der Spitze gewinnen, sondern aus dem Riesenheer namenloser Mitarbeiter, die nie offiziell in Erscheinung treten.
            Wenn man einen Big Boss an der Spitze beseitigt, wird der Posten einfach neu besetzt. Das bringt dem Hartz IV-ler also nix.

            Ressourcen sind jedoch nicht nur Ölquellen, Geldspeicher oder eine Kaffeeplantage, sondern mehr noch, was der Mensch selber ist: seine Fähigkeiten, seine Persönlichkeit, sein Charisma, seine Kreativität, seine Ideen.

            Ein Weg wäre also, als Hartz IV-ler Fähigkeiten oder eine Persönlichkeit auszubilden, mit denen er die Neugier von anderen Leuten wecken kann. Wenn er erst mal interessant für andere ist, ergeben sich Möglichkeiten ganz von selbst. Heutzutage findet hier „der Kampf“ statt – es geht drum, Aufmerksamkeit zu gewinnen.

            Wenn ein Mensch jedoch bloß auf Kosten der Gemeinschaft lebt und sonst nichts vorzuweisen hat, ist das halt nicht interessant und weckt keine Neugier. Und Leute, die bloß rumjammern und sich selber permanent Leid tun, wecken leider auch keine Neugier.

            Das Problem ist jedoch nicht mal so sehr der Hartz-IV-ler, sondern das Riesenheer namenloser Mitarbeiter, die dem Konzernboss mit ihrer Arbeit die Geldbörse füllen. Also nicht die Ausgegrenzten sind das eigentliche Problem, sondern die Integrierten.

          • Mai 27, 2015 um 7:45 pm

            Das mit der Aufmerksamkeiterhöhung und Potentialentfaltung ist doch auch nur ein Nullsummenspiel auf einem Arbeitsmarkt, der nur eine gewisse Anzahl von Arbeitsplätzen anbietet. Da zudem immer mehr Geld aus dem System auf Inseln verschafft wird, so dass diese Mittel fehlen, um sich gegenseitig mit Arbeit zu beschäftigen, führt das verstärkte Konkurrieren zu immer mehr Ausbrennen. Also auch nicht wirklich eine Lösung …

            Anbei mal ein Ausschnitt eines Artikels, was gerade in diesem immer besser Konkurrieren-müssens passiert:

            Getaktet von Maschinenlaufzeiten, Computern und Smartphones – unsere Gesellschaft ist auf “Speed”
            Wecker scheuchen uns morgens aus den Betten. Wir nutzen technische Erinnerungshilfen, die uns rechtzeitig informieren, dass eine Verabredung oder ein Abgabetermin näher rückt. Wir sind ständig in Eile, denn es ist viel zu tun. Kurzum, wir besitzen zahlreiche Automaten und Hilfen, die uns das Leben erleichtern sollen. Und fühlen uns mehr denn je angetrieben. Muße gilt als Stillstand. Wer nicht mithält, wird ins soziale Aus geschleudert. Es ist verdammt schwer, dann zurück in die Mitte der Gesellschaft zu kommen.
            Das Schlimmste daran ist, dass wir als faul gelten, wenn wir in diesem System nicht funktionieren. Funktionieren – das Wort sagt es schon. Wir machen uns zu Maschinen und werden zu Maschinen gedrillt. Im permanenten Vergleich zu anderen gilt es, schneller und besser zu sein. Die eigene Unzufriedenheit wächst, weil es uns immer schwerer fällt, über unsere eigene Zeit selbst zu bestimmen.
            Und wie reagieren wir? Um uns zu helfen, holen wir uns schnellere Rechner, effektivere Maschinen und rund um die Uhr verfügbare Dienste. Wir reizen die Technik bis zur Lichtgeschwindigkeit aus. Da geht noch was. Finde den Fehler!

            Und auch das:

          • Mai 28, 2015 um 8:14 am

            „Das mit der Aufmerksamkeitserhöhung und Potenzialentfaltung ist nur ein Nullsummenspiel auf dem Arbeitsmarkt, der nur eine gewisse Anzahl von Arbeitsplätzen bietet …“

            Die Hartz IV-ler haben ja gewissermaßen das bedingungslose Grundeinkommen, das Dir vorschwebt, wenn auch auf niedrigem Niveau. Sie könnten also ihr ganzes persönliches Potenzial und ihre Fähigkeiten ABSEITS der üblichen Arbeitsmärkten einsetzen und den Menschen zeigen, wie es sich ABSEITS der üblichen Wege gut lebt. Wenn den Hartz-IV-lern das gelingen würde, hätten sie die Aufmerksamkeit, von der ich gesprochen habe.
            Zumindest hätten sie meine, denn ich bin sehr interessiert an diesem ABSEITS von. 🙂

            Nicht alle, aber die meisten Hartz IV-ler führen meiner Beobachtung nach jedoch ein Leben, das ich nicht führen möchte. Nicht, weil sie kein Geld und keinen Job im herkömmlichen Sinn haben, sondern weil sie sich hängen lassen und es für ihr gutes Recht halten, auf Kosten anderer zu leben. Weil sie glauben, irgendeine übergeordnete Institution müsste ihnen eine Rundum-Versorgung bieten. Dieser Glaube an übergeordnete Institutionen erzeugt diese Institutionen aber erst. Dieser Glaube ist doch die Falle, in die die Menschen sich freiwillig hineinbegeben haben. Vorausgegangen ist dieser Entwicklung der Glaube an irgendeine imaginäre Gottheit, auf die man den Anspruch auf Rund-um-Versorgung projiziert und der man dient. Heute wird dieser Glaube auf den Staat projiziert. Bloß ist „Staat“ zunächst mal eine Abstraktion und existiert realiter nur in Form von Verwaltungsbehörden.

            An den Hartz IV-lern kann man übrigens gut ablesen, was das bedingungslose Grundeinkommen aus unserer Gesellschaft machen würde.

            Vielen Dank für den Artikel „Getaktet von Maschinenlaufzeiten“, denn genau das ist der Knackpunkt: Der Mensch verwandelt sich in eine Maschine. Ja, sehe ich auch so. Nicht, dass mir das gefällt, es erfüllt mich im Gegenteil mit nicht gelindem Grausen, aber wenn man alle rosa Brillen absetzt, läuft es leider darauf hinaus.

            Die Verwandlung des Menschen in eine Maschine ist die Entwicklung, die der Mensch durchläuft, und zwar schon seit es ihn gibt. Den „Naturmenschen“, den Du so gern heraufbeschwörst, hat es nämlich nie gegeben. Es gibt nur verschiedene Stadien auf diesem Entwicklungsweg.

            Die Frage ist, warum wir uns in Maschinen verwandeln und warum anscheinend nichts diesen Prozess aufhalten kann.

            Die Antwort, die ich darauf habe: Weil der Mensch sich von den Tieren genau dadurch unterscheidet, dass er sich mit dem Feuer eingelassen hat. Die Beherrschung des Feuers ist gleichbedeutend mit Menschwerdung und dem Prozess der Zivilisation, der vor etwa 1 Million Jahre angefangen hat und bis heute andauert.

            Was für eine Technik wir ohne Feuer hätten, kann man an den Schimpansen ablesen: Steine, um Nüsse aufzuschlagen, klebrige Stäbe, um Insekten zu angeln und Blätter, um darin Wasser zu schöpfen. Das wär’s dann. Alles andere, was wir außerdem haben, von den ersten Waffen über die gebrannten Lehmziegel bis hin zur Dampfmaschine und der Atomenergie hat in irgendeiner Weise mit Feuer zu tun. Die ganze Maschinentechnik, die gesamte Industrie ist Gestalt gewordene Feuerenergie. Aus genau diesem Grund ist die Menschheit auch süchtig nach Öl. Der übermächtige Gott, dem der Mensch dient, hat nicht hundert, sondern nur einen Namen: Feuer.

            Was für eine Gesellschaftsform wir ohne Feuer hätten, kann man ebenfalls an den Schimpansen ablesen: Wir würden wahrscheinlich in Gruppen von 30 bis 200 Mitgliedern leben, und genau das ist auch die Größenordnung, in der persönliche Kontakte noch möglich sind und in der sich die meisten von uns noch wohlfühlen.

            Was seit einer Million Jahre als Experiment der Natur stattfindet, ist die Verschmelzung einer biologischen Lebensform (Waldaffe) mit einer abiotischen Energie (Feuer). Dieses Experiment heißt Mensch. Das Feuer, mit dem wir uns eingelassen haben, verwandelt uns Schritt für Schritt in Maschinenwesen und der biologische Anteil in uns ist unglücklich damit und versucht sich zu wehren.

          • luna
            Mai 28, 2015 um 2:37 pm

            @ fingerphilosoph

            Zu HartzIV:

            Wenn man von einem Thema so gar keine Ahnung hat, ist es manchmal sinnvoll zu schweigen.

            Zu Deiner Feuer-Theorie:

            Und wieso Du den Menschen unbedingt als Mischung aus Schimpanse und Maschine sehen willst, mag sich mir auch nicht erschließen.

            P.S.

            Mir persönlich ist niemand bekannt, der sich in einer Gruppe von 30-200 Leuten wohl fühlt.

        • Mai 27, 2015 um 10:31 am

          Nichts geht immer so weiter, wie es ist. Alles, was ist, ist ständiger Fluss und Wandel. In diesem Fluss und Wandel sind wir Menschen aber bloß wie Fische. Wir schwimmen im Strom mit, aber wir können ihn nicht lenken.

          Meine Beobachtung ist, wo immer Menschen versuchen, aus dem Flussbett zu springen oder wie die Biber Dämme zu bauen, um den gesamten Strom gezielt in eine Richtung zu lenken, ist das zum Schaden der Fische, die im Fluss schwimmen. Und keiner von diesen Lenkern hat je erreicht, was er sich vorgestellt hat, sondern eher das Gegenteil davon.

          Fühle ich mich wohl, so wie es ist?

          Ich sehe, wie der Mensch die Welt und die Natur, die ich als schön empfinde, in etwas Hässliches verwandelt. Ich sehe, wie der Mensch das Lebendige in Totes verwandelt. Das fängt in der direkten Umgebung an, wo jedes Jahr Wiesen und Ackerflächen in Bau- oder Gewerbegebiet verwandelt werden. Das erfüllt mich mit Trauer und verwandelt sich in Grusel, wenn ich mal in eine der Giganto-Städte komme.

          Ich sehe, wie nicht nur in Form von Städten, sondern auch in Form von Wirtschaft und Verwaltung Superorganismen entstehen, die eine eigene Dynamik entfalten, die unserer Kontrolle längst entglitten ist. Ich beobachte, wie stattdessen immer mehr der einzelne Mensch zum kontrollierten Objekt wird, das sich nur noch im Sinne des Superorganismus äußern darf.

          Das ist, grob gesagt, die Bewegung, die ich sehe. Ich sehe aber auch, wie ausnahmslos alle Versuche, dieser Bewegung gezielt entgegenzusteuern, von der Bewegung aufgesogen werden und sie noch beschleunigen und verstärken. Und das stimmt mit der Beobachtung überein, dass keiner der Lenker, von Buddha über Jesus oder Gandhi je erreicht haben, was sie sich vorgestellt haben, sondern immer das Gegenteil davon. Seit Buddha hat sich Hass und Gier in der Welt vervielfacht, seit Jesus die Heuchelei und die soziale Kälte und Gandhi ist mitverantwortlich für den Bürgerkrieg zwischen den muslimischen und hinduistischen Indern und der Feindschaft zwischen Pakistan und Indien, die ja sogar heute noch andauert.

          Daraus ziehe ich den Schluss, dass jeder Versuch, lenkend in den Fluss einzugreifen, eine kontraproduktive Maßnahme ist.

          Es ist auch eine kontraproduktive Maßnahme, weil kein Mensch vorhersehen kann, wohin der Fluss steuert. Es ist gut möglich, dass der Fluss zu einem verwüsteten Planeten und zum Untergang des Menschen führt. Geradeso ist es aber möglich, dass der sich herausbildende Superorganismus zur Rettung der Menschheit wird. Vielleicht wird dieser Planet in tausend Jahren von einem Meteor aus seiner Bahn geworfen und der ganze Kapitalismus-Scheiß ist notwendig, damit die Menschheit sich bis dahin auf eine zweite Erde retten kann. Daher taugen Argumente, die mit der Zukunft argumentieren, nicht die Bohne was.

          Die Frage, die ich mir stelle ist: Will ich um jeden Preis überleben, auch um den, dass die Erde sich in eine Betonwüste verwandelt? Ich stelle diese Frage auch Dir. Du siehst hoffentlich, dass kein Mensch diese Frage für einen anderen beantworten und im Namen eines anderen Menschen oder gar im Namen des ewigen Wandels sprechen kann. Sondern nur jeder Mensch für sich allein.

          • Mai 27, 2015 um 10:51 am

            Vielen Dank, dass Du so ausführlich auf meine Frage eingegangen bist. Und Du fragst gegen:

            Will ich um jeden Preis überleben, auch um den, dass die Erde sich in eine Betonwüste verwandelt?

            Ich kann mir nicht vorstellen, dass Mensch in einer Betonwüste wird überleben können. Daher muss meine Antwort lauten, dass Mensch es dann verdient hätte, von der Erde zu verschwinden, um Platz für einen neuen Versuch zu machen, der Lebendigkeit zulässt. Die Betonwüste steht mir hier als Nicht-Lebendigkeit.

            Die Frage, die sich mir stellt ist, was zu unterlassen wäre, damit das Leben wieder zum Fließen gelangt. Mir scheint, dass Mensch durch immer mehr Einhegungen durch Gesetze, die im Wesentlichen Verbote sind, die Lebendigkeit reduziert und genau in diese Betonwüste hineinführt. Verkauft werden diese Gesetze mit der Absicherung des einzelnen Lebens, womit am Ende das Fließen geopfert wird. Und was nicht fließen kann, wird krank und stirbt.

            Auf dem Planet des Ungehorsams gibt es nur ein Prinzip: NEIN. Reicht es aus, wenn wir das NEIN des Anderen akzeptieren?

            VG Martin

  12. Mai 31, 2015 um 11:50 am

    @ luna

    „Warum du den Mensch als Mischung aus Maschine und Schimpanse sehen willst, mag sich mir auch nicht erschließen“

    Das menschliche Denken ist zutiefst vom Geist-Materie-Dualismus geprägt. Auf der einen Seite gibt es die Materialisten, die behaupten, dass Geist nichts anderes als die Folge von Komplexität ist. Sie erklären das anhand eines biochemischen Modells, in dem die einzelnen Elemente einander katalysieren oder blockieren, bis alle Teile soweit miteinander vernetzt sind, dass das Netzwerk sich selber stabilisiert und es zu einem Phasenübergang kommt, der dadurch gekennzeichnet ist, dass das Netzwerk insgesamt völlig neue Eigenschaften hervorbringt. In diesem Falle eben Geist oder Bewusstsein.

    Auf der anderen Seite finden sich die Spirituellen, die die Existenz von Materie bestreiten und behaupten, dass alles Geist ist. Alles Materielle ist diesen bloß Illusion. Die Spirituellen lösen den Dualismus zugunsten des Geistes auf und behaupten, dass Geist oder Bewusstsein die Materie kreiert. Die Spirituellen stehen damit in der Nachfolge der Religiösen, die zu ihrer Zeit behauptet haben resp. immer noch behaupten dass Gott die Welt erschaffen und Gott = Geist ist. Der Unterschied zwischen Spirituellen und Religiösen besteht darin, dass die Religiösen Gott/Geist als Entität sehen, die auch den Menschen erschaffen hat, während der Spirituelle sich selber als göttlich imaginiert und glaubt, dass er selber zum Bereich des Geistes gehört und zumindest teilweise Schöpfer dessen ist, was als Realität erscheint.

    Ich halte beide Richtungen, sowohl den Materialismus wie die Spiritualität, für Folgen des Bruchs zwischen Geist und Materie, dahingehend, dass keine der beiden Richtungen den Bruch überwinden kann. Sowohl die materialistische wie die spirituelle Denkweise beruhen auf Abstraktionen, die nur aufgrund des Dualismus möglich sind.

    Die Einheit aus Materie und Geist ist für mich das Leben. Es ist gleichzeitig materiell wie auch geistig, ohne dass man diese beiden Bereiche auseinander dividieren kann. Damit kann man auch nicht das Eine über das Andere setzen, weder die Materie über den Geist, wie es die Materialisten tun noch den Geist über die Materie, wie es die Spirituellen tun. Den Materialisten wie den Spirituellen ist gemeinsam, dass sie auf der Suche nach dem Unsterblichen sind. Aus diesem Grund erteilen beide dem konkreten Leben, wie es sich im Hier und Jetzt in Milliarden von Lebensformen zeigt eine Absage, weil all diese Lebensformen sterblich sind.

    Wenn nun aber das Leben die Einheit aus Geist und Materie ist und wir nicht wissen, was Leben eigentlich ist, ziehe ich den Schluss daraus, dass alle Wahrnehmung, innere wie äußere, Gefühl wie Sinneswahrnehmung nur Abbild sind. So wie das Abbild einer Kugel ein Kreis und das Abbild des Kreises nur noch ein Punkt ist, so nehmen wir Leben als Abbild war, weil wir selber bereits Abbild sind.

    Auch wenn das Abbild (der Kreis) versucht, das Original (die Kugel) zu rekonstruieren, wird das nur teilweise gelingen, denn es gibt Grenzen, die das Abbild nicht überschreiten kann. Das Original bleibt dem Abbild immer unzugänglich. Wobei aber die Rekonstruktion durchaus etwas über das Original aussagen kann wie ja auch ein Kreis eine Vorstellung von dem gibt, was eine Kugel ist.

    Ich habe verglichen, welche Rekonstruktion die bessere ist: die materialistische, die von Naturwissenschaftlern und Technologen versucht wird oder die spirituelle, wie sie in den Religionen oder der Esoterik versucht wird. Ich halte die Rekonstruktion, wie sie von den Naturwissenschaftlern versucht wird, für die sorgfältigere und adäquatere, denn die Wissenschaftler werden in ihrem Tun von dem, wie sich die Wirklichkeit zeigt, doch tatsächlich unterstützt. Es ist nun mal so, dass Wissenschaftler Sonnenfinsternisse tatsächlich vorhersagen können. Es ist nun mal so, dass heute mit Laser Operationen durchgeführt werden. Es ist nun mal so, dass Wissenschaftler die Welt mit ihren Erfindungen verändern.
    Und es ist ja schon komisch, dass einige Forscher anfangen, sich über den Frühmenschen Gedanken zu machen und kurze Zeit später „zufällig“ Höhlenmalereien entdeckt werden, die einen starken Impuls setzen, diese Gedankengänge weiter zu verfolgen.

    Während im Bereich der Spiritualität alle Aussagen immer bloß Behauptung gewisser Individuen sind. Seit Buddha sind Gier und Hass keineswegs geringer geworden und seit Jesus ist die Nächstenliebe nicht größer geworden. Eher das Gegenteil ist der Fall.
    Und ja, bei Engelerscheinungen, Channeln, Psi-Krempel etc. erweisen sich die Behauptungen überdurchschnittlich oft ganz einfach als Wahn. Mir persönlich ist kein einziger Fall bekannt, wo sich irgendsoein Phänomen tatsächlich bestätigt hat.

    Wobei es durchaus Phänomene gibt, für die die Wissenschaftler keine Erklärung haben, das steht dem nicht entgegen.

    Da mir die „materialistische“ Rekonstruktion dessen, was Leben als Einheit aus Geist und Materie ist, als die sorgfältigere erscheint, berufe ich mich lieber auf Naturwissenschaftler als auf Esoteriker. Und daher akzeptiere ich erstmal, dass der Mensch vom Affen abstammt. Und ja, aus diesem Grund interessiere ich mich für Affen und nach dem, was ich von Affen gesehen habe, halte ich es nicht für aus der Luft gegriffen, dass eine Verwandtschaft zwischen Affe und Mensch besteht.

    Ich bin dann drauf gekommen, dass das, was dem Menschen eine Sonderstellung in der Welt gewährt, der Gebrauch des Feuers ist. Ich bin der Spur des Feuers gefolgt und gehe der Frage nach, welche Rolle das Feuer zu welchem Zeitpunkt unserer menschlichen Geschichte spielt. So drängt sich mir nun das Bild auf, dass das, was Mensch ist, mit dem Feuer eine Einheit bildet und dabei ist, mit den Produkten des Feuers (eben Maschinen) zu einem Untrennbaren zu verschmelzen.

    Materie und Geist/Bewusstsein sind meines Erachtens beides Fantasiegebilde, eben Abstraktionen, die aus dem Dualismus heraus entstanden sind. Der Ursprung, die Einheit ist für mich das Leben, wie es sich konkret in allen Lebensformen äußert. Das Leben ist für mich das Wesentliche.

  13. der kleine hunger
    Mai 31, 2015 um 2:29 pm

    nochmals, es gibt kein menschliches denken, allenfalls eine denkweise über etwas was das was es denkt garnicht ist. sie denken ja auch nicht wie ein Hund, sie können allenfalls über einen Hund nachdenken, in der Retrospektive zurückzuführen auf ihre Beobachtung und interpretation ihrer Beobachtung, das macht sie immer noch nicht zum Hund und das „gedachte“ über den Hund, macht den Hund nicht aus.

    • der kleine hunger
      Mai 31, 2015 um 2:31 pm

      P.S. Ihr „menschliches denken“ über den Mensch kann NIE der MENSCH als Wesen SEIN, denn ihre Interpretation ist über etwas was sie ganricht kennen.

      Der Mensch denkt NICHT über sich, sondern er IST Mensch.

      • Juni 1, 2015 um 8:04 am

        Dem ersten Kommentar mit dem Hund kann ich zustimmen. Das Gedachte ist nicht das Wesen. Deshalb spreche ich ja von einer Rekonstruktion, die Abstraktion und Zerrbild zugleich ist. Bloß haben wir nichts anderes, wenn wir miteinander reden: alles, was sprachlich vermittelt wird, ist immer Abstraktion und Zerrbild.

        Zum zweiten Kommentar ein ja und nein: Nachdenken über sich selber funktioniert nicht genau gleich wie Nachdenken über den Hund. Nachdenken über sich selber entsteht aus der Diskrepanz zwischen einerseits Sinneswahrnehmungen und ihrer Interpretation durchs Gehirn und andererseits inneren Wahrnehmungen, die sich über Gefühle, und da vor allem Lust- resp. Unlust-Gefühle äußern. Sinneswahrnehmungen plus Interpretation entsprechen der Beobachtung mit dem Hund. Nachdenken über und Interpretation von Gefühlen entsprechen auch nicht den Gefühlen. Die Diskrepanz entsteht dadurch, dass Nachdenken/Interpretation der Gefühle nicht zu denselben Ergebnissen führt wie Nachdenken/Interpretation der Sinneswahrnehmungen. So kommt man bspw. zu der Erkenntnis, dass die Furcht, die ich beim Anblick eines Löwen verspüre, nicht identisch ist mit dem Löwen. Sondern dass die Furcht was mit Gefressenwerden zu tun hat.

        Meine Beobachtungen laufen darauf hinaus, dass jedoch auch die Gefühle keine Information über das Wesen enthalten.
        Beides, Nachdenken wie Gefühle dienen letzten Endes nur dazu, sich in der Welt zu orientieren, um zu überleben.

    • luna
      Mai 31, 2015 um 3:40 pm

      @ fingerphilosoph

      „“Das menschliche Denken ist zutiefst vom Geist-Materie-Dualismus geprägt.““

      Meines nicht. Geist und Materie ist ein und dasselbe.

      „“Die Einheit aus Materie und Geist ist für mich das Leben. Es ist gleichzeitig materiell wie auch geistig, ohne dass man diese beiden Bereiche auseinander dividieren kann.““

      Du trennst schon wieder. Geist und Materie sind nicht zwei Dinge, die zusammen eine Einheit ergeben, es ist dasselbe.

      Zu Deiner Schlussfolgerung: Sorry, da bin ich raus, ist mir viel zu kompliziert.
      Wie gesagt, ich muss nicht immer alles erklärt haben und ich muss mir auch nicht alles vorstellen können. In dem Moment, wo man versucht, sich etwas Unvorstellbares vorzustellen, ist es eh schon wieder falsch, weil begrenzt.

      „“Da mir die “materialistische” Rekonstruktion dessen, was Leben als Einheit aus Geist und Materie ist, als die sorgfältigere erscheint, berufe ich mich lieber auf Naturwissenschaftler als auf Esoteriker. Und daher akzeptiere ich erstmal, dass der Mensch vom Affen abstammt.““

      Ach jetzt verstehe ich erst, worauf Du mit Deinem Kommentar hinaus willst, entsprechend dem Geist-Materie-Dualismus, gibt es also nur zwei Erklärungen: entweder der Mensch stammt vom Affen ab, oder er wurde „von Gott erschaffen“ o.ä., und man muss sich für eine Erklärung entscheiden?

      Ich entscheide mich da nicht, denn für mich stimmt beides nicht; und was die Feuer-Sache angeht, zu dieser Theorie fehlt mir komplett der Zugang.

      „“Materie und Geist/Bewusstsein sind meines Erachtens beides Fantasiegebilde, eben Abstraktionen, die aus dem Dualismus heraus entstanden sind.““

      Ich sehe das etwas anders: Geist benötigt die Dualität, um als Materie in Erscheinung zu treten.

      • der kleine hunger
        Mai 31, 2015 um 4:16 pm

        „“Ich sehe das etwas anders: Geist benötigt die Dualität, um als Materie in Erscheinung zu treten.““

        benötigTE, um sich zu Materialisieren, um sich dematerialisieren zu können, nicht als Erscheinung sondern als EIN WESEN.

        Zur Dematerialisierung hatte ich schon was geschrieben lach

        Es lässt sich nicht´s „beamen“ was nicht EINS IST.

      • Juni 1, 2015 um 8:13 am

        Wenn Geist und Materie ein und dasselbe ist, wieso benötigt dann Geist die Dualität, um als Materie in Erscheinung zu treten?

        Sorry, für mich ist das ein Widerspruch.

        • Juni 1, 2015 um 9:34 am

          PS:
          Wenn Geist und Materie ein und dasselbe ist, könnte man nämlich ebensogut sagen: Materie benötigt die Dualität, um als Geist in Erscheinung zu treten.

          Wenn Geist die Dualität benötigt, um als Materie in Erscheinung zu treten, impliziert das die Existenz von nicht-materialisiertem Geist. Esoterischer Standpunkt.

          Wenn Materie die Dualität benötigt, um als Geist in Erscheinung zu treten, impliziert das die Existenz von nicht-geistiger Materie. Materialistischer Standpunkt.

          Weder der eine noch der andere Standpunkt überwindet den Dualismus.

          Was an diesem Bewusstsein, dass Geist die Dualität benötigt, um als Materie in Erscheinung zu treten, so neu sein soll, erschließt sich mir nicht. Ich sage das, weil Du gern davon sprichst, dass Du ein neues Bewusstsein hast und von anderen nicht verstanden wirst.
          Es handelt sich um ein alteingeschliffenes Mem, das von Generation zu Generation in leichten Variationen weiter transportiert wird.

          Leben als Prozess hat im Menschen die Dualität erzeugt, um hier einerseits als Geist und andererseits als Materie in Erscheinung zu treten. Damit sind Geist und Materie für sich genommen, jeweils Illusion. Mein Standpunkt.

          • Der kleine Hunger
            Juni 1, 2015 um 2:00 pm

            Sie gehen von einer archaischen Sichtweise aus, welche denken als geistige Leistung und Geist als etwas vom körperliche getrenntes definiert.

            Geist ist nicht getrennt und denken als solches ist keine Interpretation des Beobachters.

          • luna
            Juni 1, 2015 um 3:25 pm

            @ fingerphilosoph

            Geist kann sich ohne Dualität nicht wahrnehmen, deshalb teilt er sich scheinbar in etwas, das wahrnimmt und etwas, das wahrgenommen wird; ohne Dualität gibt es keine Wahrnehmung und ohne Wahrnehmung keine Existenz.

            Hier etwas ausführlicher:

            http://metatherapie.com/dualität/

            Und weil Du’s nicht so gerne esoterisch magst (ich übrigens auch nicht), hier noch eine wissenschaftliche Ergänzung:

            http://integrales-coaching.de/sites/geistundmaterie.html

            P.S.

            „“Was an diesem Bewusstsein, dass Geist die Dualität benötigt, um als Materie in Erscheinung zu treten, so neu sein soll, erschließt sich mir nicht. Ich sage das, weil Du gern davon sprichst, dass Du ein neues Bewusstsein hast und von anderen nicht verstanden wirst.““

            Daran ist gar nichts neu, das habe ich nie gesagt, das ist seit tausenden von Jahren bekannt.

            Und dieses „neue Bewussstsein“ von dem ich sprach, bezieht sich mehr auf „praktische“ Denk- und Sichtweisen, weniger auf metaphysische.

          • der kleine hunger
            Juni 1, 2015 um 5:22 pm

            @Luna,

            definiere doch nicht so viel mit herum. wieso soll sich Geist nicht wahrnehmen ? Wahrnehmung ist keine Sinnesaufnahme und deren Verarbeitung ! Also wer nimmt sich wahr, Geist der sich ÜBER das Körperliche ausdrückt, d.h. NICHT das Geist das körperliche dazu gebraucht !! Sondern Körper und Geist sind EINS wenn und drücken sich in EINEM aus.

            BewusstSein ist nicht Bewusstsein im Sinn dessen was sich sinnhaft wahrnimmt ! Das ist die Illusion ! (ja hatten „wir“ schon)
            und es gibt auch keinen Bewusstseinswandel oder Bewusstseinssprung, sondern es IST immer schon. (ja Gerd nur bissl ein-facher) lach

          • der kleine hunger
            Juni 1, 2015 um 5:37 pm

            Ergänzung zu:

            BewusstSein ist nicht Bewusstsein im Sinn dessen was sich sinnhaft wahrnimmt ! Das ist die Illusion ! (ja hatten “wir” schon)

            Das ist allerdings das was Du im „aussen“ wahrnimmst, sich mit den Sinnen wahrnehmende Nichtmenschen (von mir aus auch Homo Sapiens) ohne Substanz. Das ist nicht´s schlimmes ! sondern lediglich das Spiegelbild einer dessen was stattfindet. Erst in diesem ZUsammenhang könnte man von einen Bewusstseinswandel sprechen, allerdings und eben explizit in DIR ! Wie ein Fötus das die sog. Evolution bildhaft nocheinmal miterlebt, allerdings durchläuft es sozusagen im schnelldurchlauf seine eigene Entwicklung nocheinmal mit. (soweit ist Zeit auch keine Begrifflichkeit die relativ ist, sondern sie IST das was sie ist eine zeitliche Abfolge von Entwicklung. Nur und nur so ereignet sich Zeit als Wesensfaktor ! Zeitliche Begrenzung oder die sog. zyklischen Verläufe sind KEINE Zeit, sondern eine zeitliche Abfolge von Ereignissen und stellen lediglich AUS der Beobachtung und deren Interpretation Wiederholungen dar, sie sind NIEMALS Wiederholungen des Wesentlichen, der Realität. Es gibt real keine Wiederholungen ein und desselben Verlaufes, Ereignisses oder wie das Sinnhaft eingeordnet wird.

            Sämtliche darhingehenden Betrachtungen und gedanklichen Über-legungen, ob nun als Hypothese, Theorien oder mit sog. wissenschafltichen Experimenten/Analysen etc. sind gedankliche Konstrukte und die Menge an Daten davon sind schlicht und einfach FALSCH, d.h. allerdings NICHT das sie gedanklich falsch sind, sondern sie geben lediglich nur das Beobachtbare wieder und nocheinmal das ist NICHT die Realität.

          • luna
            Juni 1, 2015 um 5:43 pm

            @ Kleiner Hunger

            „“definiere doch nicht so viel mit herum.““

            Das mache ich doch nicht für mich, ich versuche nur das möglichst anschaulich weiterzugeben.

            „“Also wer nimmt sich wahr, Geist der sich ÜBER das Körperliche ausdrückt, d.h. NICHT das Geist das körperliche dazu gebraucht !! Sondern Körper und Geist sind EINS wenn und drücken sich in EINEM aus.““

            Sehe ich absolut genauso, vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt.

          • luna
            Juni 1, 2015 um 6:07 pm

            @ Kleiner Hunger

            Danke für die „Ergänzung“, war mir im Groben zwar halbwegs bekannt, muss ich aber trotzdem erst noch mal sacken lassen.

          • der kleine hunger
            Juni 1, 2015 um 6:09 pm

            @Luna,

            Pickel drückt man aus 😉

            Viel gibt es da nicht zu erklären, dem Grunde nach – garnicht´s-, denn es erklärt sich selbst. Ich gebe auch nur das wieder was ich mir wieder gebe lach

          • Juni 2, 2015 um 12:11 pm

            Das Wort „Geist“ kommt aus dem indogermanischen „gheis“ und bezeichnete ursprünglich ein Gefühl, nämlich das ambivalente Gefühl von Faszination und Schrecken, das gleichzeitig Angezogensein und Flüchtenwollen ist.
            Das bekannte mysterium tremendum et fascinosum eben.

            Dieses ambivalente Gefühl hat ebenso einen Wandel und eine Entwicklung durchlaufen wie das Wort „Geist“. Tatsächlich bezeichnet „Geist“ heute in erster Linie kognitive Fähigkeiten, die aus der Fragmentierung des ursprünglichen Gefühls heraus entstanden sind, in dem Bestreben, den unlösbaren Widerspruch (die Ambivalenz) aufzulösen. Andere Fragmente sind die Emotionen (wie Wut) oder Herzgefühle (die i.d.R. mit Liebe verwechselt werden).

            Diese kognitiven Fähigkeiten und andere Fragmente (wie die angebliche Liebe) werden in ihrer Übersteigerung in der Esoterik auf einen universalen Geist projiziert, so wie sich das Ego bei seiner Herausbildung in seiner Übersteigerung auf einen personifizierten Gott projiziert (hat).
            Dies ist der Ersatz für das ursprüngliche Einheitsgefühl, bevor es sich in einem double bind verfangen und dadurch gespalten hat.

            Da der Geist eine Entwicklung (Evolution) durchläuft und sich dabei immer weiter ausdifferenziert, kann Geist niemals gleichzeitig das Umfassende sein.
            Das ist jedoch genau die raffinierte doppelte Illusion, die der Geist erzeugt, um sich als das Allumfassende, dh. als Schöpfer der materiellen Illusion aufzuspielen und sich selbst dadurch absolut zu setzen.

            „Bewusstsein ist nicht Bewusstsein i.S. dessen, was sich sinnhaft wahrnimmt. Das ist die Illusion.“

            Ja, das ist die erste Illusion. Das allumfassende Bewusstsein, das immer schon war und unveränderlich ist, das sich durch diese erste Illusion als angebliche Nicht-Illusion herauskristallisiert, ist die zweite Illusion, geboren aus demselben kognitiven Geist des Homo sapiens, der sich dadurch verabsolutieren will.

            In seiner zunehmenden Fragmentierung (man kann auch Ausdifferenzierung dazu sagen) präsentiert der menschliche Geist sich nicht mehr nur als Spiegel, sondern als Spiegelkabinett.

            Das Spiegelspiel funktioniert nur aufgrund diverser sprachlicher Fallen, wie bspw. die, dass das Wort „Geist“ einen Bedeutungswandel bis fast ins Gegenteil seiner selbst durchlaufen hat, sodass nieimand mehr genau weiß, was das Wort eigentlich besagen soll und es damit zur leeren Hülse geworden ist, in die jeder das reinlegen kann, was er will.

          • luna
            Juni 2, 2015 um 2:44 pm

            @ fingerphilosoph

            Ich kann Dir irgendwie nicht mehr richtig folgen, ich glaube, Du denkst zu kompliziert…

          • tulacelinastonebridge
            Juni 2, 2015 um 3:16 pm

            Hi, ich hab jetzt nur das hier gelesen…..

            Das Spiegelspiel funktioniert nur aufgrund diverser sprachlicher Fallen, wie bspw. die, dass das Wort “Geist” einen Bedeutungswandel bis fast ins Gegenteil seiner selbst durchlaufen hat, sodass nieimand mehr genau weiß, was das Wort eigentlich besagen soll und es damit zur leeren Hülse geworden ist, in die jeder das reinlegen kann, was er will.

            ……..das stimmt natürlich nur begrenzt, da ein Wort allein wenig Sinn macht.

            Das Wort „Geist“ gehört in eine Wortgemeinschaft, die sich dementsprechend ausdrückt um verstanden zu werden. 😉

          • luna
            Juni 2, 2015 um 4:17 pm

            Wieso macht ein Wort allein wenig Sinn?

            Ich kann mit einem einzigen Wort oft mehr anfangen, als mit einer endlosen Abhandlung…

            😉

          • der kleine hunger
            Juni 2, 2015 um 4:30 pm

            @fingerphilosoph,

            sehr gut und nur nicht setzen, einfach weiter machen 😉

          • der kleine hunger
            Juni 2, 2015 um 4:45 pm

            P.S.
            Bzgl. „BewusstSein ist nicht Bewusstsein im Sinn dessen was sich sinnhaft wahrnimmt ! Das ist die Illusion ! (ja hatten “wir” schon)
            und es gibt auch keinen Bewusstseinswandel oder Bewusstseinssprung, sondern es IST immer schon. “

            kurz noch folgendes

            „sondern es IST immer schon“ bezieht sich NICHT auf eine Verabsolutierung des Homo Sapiens (das kann es auch garnicht, weil es sich hierbei nicht um ein Absolutum handelt), für was sich Homo Sapiens hält, ist belanglos.

          • Juni 2, 2015 um 6:55 pm

            Was Hans-Peter Dürr zu Quantenphysik, Geist und Materie sagt, gehört in den Bereich dessen, was ich als zweite Illusion bezeichne. Diese Illusion verdankt sich der Fähigkeit unseres kognitiven Apparats in immer abstrakteren Modellen zu denken. Die Abstrahiererei geht so weit, bis man Nichts über Alles zu wissen glaubt resp. Alles über Nichts.
            Die Quantenphysik ist schon fast an diesem Punkt :-).
            Diese durch Abstraktion verursachte Illusion gilt es ebenfalls zu durchbrechen.

            Was er zum Beziehungsgefüge sagt, kann ich so stehen stehen lassen. Das führt mich jedoch nicht in den Bereich des Geistes, sondern in den des Lebens als das Umfassende oder den Urgrund oder wie immer man das nennen will.

            Wobei der Begriff „Leben“ zugegebenermaßen auch eine Abstraktion ist, die alles Lebendige unter einem Begriff subsumiert. Aber von dieser Abstraktion aus führt der Weg zurück ins Konkrete, ins Hier und Jetzt.

          • der kleine hunger
            Juni 2, 2015 um 7:43 pm

            @fingerphilosoph,

            wenn´s „klick“ macht, läuft es wie geschmiert lach

            Kurz was zum „schreiben“

            Abstraktion kommt auch vor lach

            Das was mehrheitlich geschrieben wird referiert auf Aussagen die andere früher gemacht haben.
            In seltenen Fällen aus eigenen früheren Aussagen welche allerdings wiederrum nur das obige dar-stellen.
            Das schafft schonmal (im Normalfall Distanz).
            Bei den meisten allerdings wird dieses geschreibe zu einer „PingPong- Kommunikation) und bringt Nähe. Der sich Distanzierende wird somit zum Unverständlichen. Nicht weil er nicht Verstanden wird, sondern weil sich die „PingPong-Spieler“ in ihrem Diskurs/en eigene Objekte schaffen.

            „Diese Diskursobjekte sind Konstrukte wie Familie, Kindheit, Religion, Schule, Nation, Depression, Schönheit, Eigentum, Arbeit, Sprache usw. Auch wenn Diskursobjekte als gesellschaftliche Institutionen realisiert werden, bleiben diese Institutionen Konstrukte des Diskurses und beziehen ihre Bedeutung ausschliesslich aus dem Diskurs“ (Berger/Luckmann 1980).

            Sich dieser „Kommunikation“ anzupassen erfordert Druck. Die Druckausübung auf den Einzelnen führt dazu ihm gleiche „Ich- Erlebnisse“ zu verschaffen, dafür gibt es dann die sog. gesellschaftlichen Rahmen-bedingungen, die gleichsam Bedingung sind, diese „Ich -Erlebnisse“ zu generieren.

            Um diesen Diskurs nämlich zu verstehen muss ich es in Ich-Erlebnisse umsetzen, beispielsweise indem ich es mit einer selbst erlebten Situation abgleiche oder mich an früher Gelesenes erinnere. Jede Abstraktion vergrössert meine Distanz zur Wirklichkeit. Womit ich in einer Gesellschaft sprachlich operiere, bezieht sich nicht mehr direkt auf die Wirklichkeit, sondern konstituiert sich in Abstraktionen, die immer schon die Wirklichkeit interpretieren und mich dadurch von der Wirklichkeit entfremden und im „Endeffekt“ von mir selbst.

            Dadurch verliert sich der eigene Zugang zu sich selbst, mit den entsprechenden Auswirkungen, nämlich des NICHTSeins.

            Watzlawick äussert sich wie folgt:

            „Die Wirklichkeit, die im Diskurs konstruiert wird, ist nicht homogen, und sie ist nicht stabil. Aber abgesehen von unserer eigenen eng umgrenzten Lebenswelt ist die Wirklichkeit des Diskurses die einzige Wirklichkeit, die uns zugänglich ist.“

            Entfremdung und Selbstentfremdung ist Teil des kapitalistischen Systems. (nicht´s neues also)

            Nur steckt hinter dem System wiederrum System. Also nicht auf den pösen Kapitalismus schimpfen.

            Überlegen sie mal, welches System könnte das „dahinterliegende“ sein. 😉

          • der kleine hunger
            Juni 2, 2015 um 8:18 pm

            P.S. zu Dürr fällt mir noch was ein

            in einem Interview sagte er

            „In dem Maße, wie ich immer auch ein Du war, bin ich, wie alles andere auch, unsterblich.“

            Darauf kann ich nur sagen:

            Ich bin NICHT DU und unsterblich 😉

          • Juni 3, 2015 um 9:42 am

            Zwischen die Wirklichkeit als Lebendiges und die Erfahrung dieser Wirklichkeit schiebt sich die Parallelwelt des Diskurses und macht aus dem Lebendigen ein Totes (Diskursobjekte). Das wurde in diesem Blog hier ja schon von anderen thematisiert. Stichwort „cradle to grave“ statt „cradle to cradle“ und Verwandlung der Welt in Daten (Diskursobjekte).

            Gute Beobachtung zu Nähe und Distanz: was realiter Distanz schafft, nämlich der Diskurs, wird irrtümlicherweise als Nähe verstanden. Ebenso die Abstraktion: man glaubt, durch die Abstraktion das einer Gruppe (oder allen) Gemeinsame zu thematisieren, und merkt nicht, dass man das Gemeinsame dadurch gerade vernichtet, wobei das Gemeinsame die Wirklichkeit als Beziehungsgefüge ist, durchaus so, wie H.-P. Dürr es zu beschreiben versucht. (Bin gespannt, ob die Quantenphysiker irgendwann mal merken, dass sie keine Quantenphysik, sondern Quantenbiologie betreiben 🙂 )

            Neben dem begrenzten Lebensumfeld ist die Wirklichkeit des Diskurses die einzige Wirklichkeit, die uns zugänglich ist. Da hat Watzlawick Recht. „Uns“ i.S. von „Geist“. Der Schöpfer des Diskurses und seiner Objekte ist in meiner Terminologie „Geist“ (als Fragment des zerbrochenen Gefühls). Durch die Fähigkeit der Abstraktion kann sich dieser Geist zum „Ich bin Alles“ resp. „Ich bin Nichts“ erhöhen/erniedrigen. Das ist die zweite Illusion.

            Nicht nur Institutionen konstituieren sich aus Abstraktionen, sondern ebenso die gesamte Technologie, wie sie der Mensch hervorbringt und die zunehmend auch unser persönliches Lebensumfeld dominiert (Computer, Waschmaschine, elektr. Licht etc.).
            Abstraktionen über diesem institutionell-technischen Komplex spiegeln „uns“ (oder Geist) als Staat, Wirtschaft, Politik, eben als Superorganismus, in dem das, was noch lebendig am Mensch ist, zunehmend durch Funktionalität ersetzt wird. Die Verwandlungen in unserem Lebensumfeld spiegeln jedoch nur unsere eigene Verwandlung. Wir sind auf dem Weg, mit Maschinen zu verschmelzen/zu Maschinen zu werden, teils weil wir von Technologie abhängig sind, aber auch weil unser Denken und unser Körper sich durch den gewohnheitsmäßigen Umgang mit technischen Geräten wandelt und anspasst. Anpassung an die Umwelt ist nun mal eine Methode des Lebendigen. 🙂
            So verschwinden wir dank der Technik und unserer Abstraktionsfähigkeit mehr und mehr in der Welt des Diskurses. Sich aus diesem Prozess auszuklinken und zwischen Homo sapiens und Mensch zu unterscheiden, geht m.E. nicht.
            Das zeigt sich schon darin, dass wir hier das Internet benutzen, um uns über Diskurs und Wirklichkeit auszutauschen 🙂 .

            Das monetäre System respektive der Kapitalismus ist wiederum nur eine Abstraktion von
            dem, was in der Natur das Stoffwechselsystem ist. Und das Stoffwechselsystem ist in der Wirklichkeit wiederum nichts anderes als das Beziehungsgefüge.

            Wenn man sich in der Natur umguckt, sieht man, dass es sonst nirgendwo die Rückbindung der Nachkommen an die Elterngeneration gibt. Es gibt keine Versklavung der Nachkommen. Geht man vom Lebendigen als Grundstruktur aus, ist es sinnvoll, dass die Nachkommen keinerlei Verpflichtung gegenüber der Elterngeneration haben, denn nur in dieser Freiheit ist Wandel möglich und Wandel ist nun mal eben das Kennzeichen des Lebendigen. Nur in Freiheit können sich Nachkommen an wandelnde Umweltbedingungen anpassen.

            In der Geschichte vom Sündenfall wird diese Absage ans Lebendige thematisiert. Der Baum des Lebens ist gleichzeitig der Baum der Erkenntnis. Die Früchte dieses Baumes sind tabu. Kurz darauf erfährt man, dass unter „Erkenntnis“ der Geschlechtsakt verstanden wird: „Adam erkannte Eva und zeugte …“.
            Die Geschichte will wohl sagen, dass die Eltern sich nicht von ihren Kindern nähren sollen, weder physisch, indem sie die Kinder für sich (oder ihre Rente) arbeiten lassen noch psychisch, indem Eltern in ihren Kindern ihren Lebenssinn, ihr Glück oder sonstwas sehen, woraus sie ihr eigenes Ich aufbauen.

            Entfremdung ist Kindesmisshandlung, aber Kindesmisshandlung ist auch Entfremdung.

            Ich bin NICHT DU, weil im Beziehungsgeflecht jeder einzigartig und in permanentem Wandel ist. Die Dichotomie von sterblich und unsterblich habe ich aufgelöst. Ob ich sterblich oder unsterblich bin, ist einerlei 🙂

            Ich grüße Dich in Deiner Einzigartigkeit.

          • Der kleine Hunger
            Juni 3, 2015 um 3:11 pm

            Wie kommen Sie auf Unterscheidung, Unterscheidung impliziert Vergleich.
            Vielleicht später mehr.

            Ach und Einzigartigkeit ist so gesehen nicht korrekt, es impliziert getrenntheit wo keine ist, Verbundenheit erschließt sich allerdings nicht im Diskurs. Lach

            Schoene wein_achten 🙂

          • Juni 3, 2015 um 5:57 pm

            Dass Einzigartigkeit Getrenntheit impliziert, ist dasselbe Problem wie das von Nähe und Distanz, das weiter oben von Ihnen sehr schön analysiert wurde. In Wirklichkeit impliziert Einzigartigkeit Verbundenheit. Es ist der Diskurs, der die Sichtweise ins Gegenteil verkehrt.

            Verbundenheit ohne Einzigartigkeit wäre Identität.Wenn alles mit allem identisch wäre, könnten alle Strukturen, Teilchen, Wellen (was auch immer) denselben Ort einnehmen. Wenn alle Phänomene exakt denselben Ort einnehmen, würde das Universum auf einen Punkt zusammenschrumpfen, der in seiner Ausdehnung gegen Null geht. Und so kommen manche Leute auf die Idee, einen Urknall anzunehmen, bei dem das Universum aus einer Singularität entstand.

          • der kleine hunger
            Juni 3, 2015 um 6:22 pm

            Also raus aus dem Diskurs. Sie können innerhalb des Diskurses nicht über den Diskurs referieren. Das haben schon andere versucht und sind vollends gescheitert.

            Mir geht auch überhaupt nicht darum über Diskurse zu referieren, sondern einzig darum das es sie gibt und welche Auswirkungen diese auf mich haben, insoweit diese mir nicht bewusst sind. (Hinweis: Reiz-Reaktions-muster etc.)

            Gesellschaft als solche bringt keine Reiz- Reaktions-muster, sondern diejenigen die dieser Gesellschaft angehören. Das ist schon einmal ein wesentlicher Aspekt zur Unterscheidung.

            Deshalb müssen sie sich auch nicht der Gesellschaft entziehen, sondern sie können sich dahingehend offen und frei darin bewegen.

            Das ist wichtig zu wissen, meiner Meinung nach.

            Das wäre schon einmal ein wesentlicher Schritt in die Richtung sich von diskursiven Verhaltensweisen zu befreien.
            Das dies nicht jeder will, ist eine andere Sache, grundsätzlich besteht die Möglichkeit, respektive die Fähigkeit dazu ist Grundsätzlich jedem gegeben.

            Das ist wichtig zu wissen, meiner Meinung nach, weil sich hierbei schon einmal eine gewisse Ruhe einstellt. Fähigkeiten entwickeln sich immer im „Gesamtkonzept“ und Fähigkeiten sind ein wesentlicher Aspekt (wenn nicht sogar das Absolute) die sich sozusagen generieren.

            Wer sich Fähigkeiten verwehrt, verwehrt sich Gleichzeitig dem Ganzen. Und das darauf die ach so menschliche „Rücksicht“ genommen wird, ist schlicht absurd.

            Ich sprach es bereits an andere Stelle an, was sich sehr gut beobachten läßt ist eine Verwehrung dessen und das was sich daraus „ableiten“ läßt ist eine Retrospektive dessen was sich bereits ereignet hat und gleichzeitig vollzieht sich bereits das was sich noch nicht zei(ti)gt, weil es sich nicht zeigen braucht, weil es schon da ist.

            Nun wollen diejenigen etwas sehen, was ihnen verschlossen bleibt. (Gerd a sprach von „Lola rennt“), nein, da rennt keine Lola, da muss auch keiner drauf warten lach

            Soweit ersteinmal.

          • der kleine hunger
            Juni 3, 2015 um 6:25 pm

            P.S.

            Veränderung ist kein Wandel und Wandel keine Erneuerung.

            und das mit der Raupe und dem Schmetterling können sie kicken.

          • der kleine hunger
            Juni 3, 2015 um 6:29 pm

            P.P.S.

            doch noch ein Zusatz.

            „Nicht diskursive Verhaltensweisen“ sind Nicht gemeint ! Denn dann bewegen sie sich wiederrum innerhalb des Dikurses, nur eben in der Verneinung lach

          • Juni 3, 2015 um 7:05 pm

            @ der kleine Hunger

            Auf drei Kommentare von Ihnen, dreimal ein Yep!

          • der kleine hunger
            Juni 3, 2015 um 11:59 pm

            „“Wie kommen Sie auf Unterscheidung, Unterscheidung impliziert Vergleich.
            Vielleicht später mehr.““

            kurz noch was dazu.

            Innerhalb des Diskurses wird Individualität zum Unterscheidungskriterium die sich aus dem Vergleich heraus bildet. (gehe hier nicht auf Nachahmung, Kopieren etc. ein). Somit bereitet diese Art von Selbstbild (welches sich ja daraus darstellt) schon einmal von vorn herein Diskriminierung Tür und Tor (sie ist letztlich das Resultat) und durch diskursive Verhaltensweisen wird dann wiederrum versucht diese zu kompensieren.

            Dahingehend kommt es zu einer Indifferenz zwischen dem entstandenen Selbstbild und dem Diskurs, das wird dann wiederrum als Psyche etc. abgehandelt und ver-sorgt lach

            In Wirklichkeit handelt es sich um einen erkannten Widerspruch zwischen Sein und NichtSein. Nun wird versucht innerhalb des Diskurses, dieser Erkenntnis „gegenzusteuern“, das nennt man dann „wieder auf den richtigen Weg bringen“ oder auch Nächstenliebe etc. pp.

            In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um die ab-art-ige Methodik Menschen zu töten. Allein der Versuch ist nicht nur strafbar, sondern auslöschend.

          • Juni 4, 2015 um 8:10 am

            „Innerhalb des Diskurses wird Individualität zum Unterscheidungskriterium, die sich aus dem Vergleich heraus bildet.“

            Scheint mir ein typisches Kennzeichen unserer westlichen Zivilisation zu sein. Die Herausbildung eines Ich hat u.a. mit der Struktur der Muttersprache zu tun. Ich erinnere mich vage an eine Begegnung mit einem Koreaner, der Heidegger ins Koreanische übersetzen wollte und Schwierigkeiten hatte, weil es im Koreanischen anscheinend „Ich“ in Verbindung mit „Sein“ nicht gibt, also „Ich bin Student“ oder „Ich bin in München gewesen“ kann man wohl nicht eins zu eins so übersetzen. Der Unterschied zwischen Sein und Seiendem geht, wenn ich es noch recht weiß, gleich gar nicht. Sein und Nichtsein scheint also bloß in unserem Kulturkreis dermaßen ein Problem zu sein.

            Ich kenne einige Inder, die mir alle sehr individualistisch vorkommen, in dem Sinne, dass sie sich bei sich selber bleiben und sich um sich selbst kümmern, denen die Mentalität des Vergleichens aber so was von fremd ist. Zeigt sich auch daran, dass Indien an so was wie Olympischen Spielen, wo es um den reinen Länder-Vergleich geht, kein allzu großes Interesse haben (im Gegensatz zu USA, Russland, Deutschland).

            Andererseits gibt es Kräftemessen und Hierarchien auch in der Tierwelt. Man kann drüber debatieren, ob derlei Beobachtungen zur Wirklichkeit oder zum Diskurs gehören.

            Dass die Psyche/das Ich keine eigene Existenz hat, sondern als höherstufiges, reflexives Konstrukt innerhalb des Diskurses erscheint, bestreite ich jedoch nicht, nur sehe ich noch nicht klar, was da abläuft. Meinem Gefühl nach hat dieses Konstrukt außer mit der Art der Sprache noch mit dem Monotheismus zu tun, aber wie gesagt, da tappe ich noch im Nebel. Passen würde, dass das Gebot der Nächstenliebe ein Auswuchs der monotheistischen Religionen ist.

            „In Wirklichkeit handelt es sich um eine abartige Methodik, Menschen zu töten …“

            Es geht meiner Beobachtung nach darum, dass durch die Parallelwelt des Diskurses Lebendiges in Totes (abgetrennte Einheiten = Fragmentierung) verwandelt wird. Diese Parallelwelt des Diskurses mit seinen Folgen ist eine Tötungsmaschinerie.

            In meiner Terminologie drücke ich das so aus, dass der Mensch dabei ist, sich in eine Maschine zu verwandeln. Maschinen erscheinen als abgetrennte Einheiten, die man über ein Stromnetz vernetzen kann, so wie man abgetrennte Ichs über das Gebot der Nächstenliebe zu vernetzen versucht.

          • der kleine hunger
            Juni 4, 2015 um 8:46 am

            Sie setzen wieder dort an wo sie bereits waren, beim Vergleich und der Abstraktion.

            Es gibt weder eine Hirarchie bei den Tieren, noch ist ein Inder anders als ein Amerikaner. Wenn sie hier eine Unterscheidung treffen (und das tun sie) geht dieser Unterscheidung lediglich der Vergleich der Diskurs- Inhalte voraus.

            Ich sagte dies bereits an anderer Stelle. Sie zerlegen etwas und stellen diese Teile einander gegenüber und daraus entsteht der Diskurs.

            Der Mensch verwandelt sich nicht in eine Maschine, das was sie in ihrer Terminologie ausdrücken ist lediglich der Versuch etwas was es nicht gibt zu konservieren. Eine Wahnvorstellung die sich versucht um-zu- setzen. Nur gibt es da nicht´s umzusetzen, was sich nicht einmal von selbst setzen kann. lach

          • der kleine hunger
            Juni 4, 2015 um 8:52 am

            Ich bin´s lach

          • der kleine hunger
          • Juni 4, 2015 um 10:50 am

            Der Glaube, dass es in Wirklichkeit keine Unterschiede gibt und Unterschiede lediglich zum Diskurs gehören, ist Teil der zweiten Illusion, die letztendlich Vielheit der Einheit unterordnet resp. die Vielheit zugunsten der Einheit sogar negiert.

            Genau diese Unterordnung ist jedoch wieder Teil des Diskurses, nicht die Unterschiede als solche. Das Problem sind doch nicht die Unterschiede, sondern die Bewertung der Unterschiede als „besser“ oder „schlechter“.

            Natürlich gibt es nicht „den Inder“ oder „den Amerikaner“, aber es gibt Begegnungen mit Menschen, die sich Inder nennen und Begegnungen mit Menschen, die sich Amerikaner nennen. Genauso wie es im Aussehen dieser Menschen Unterschiede gibt, gibt es auch im Verhalten und in der Gesprächskultur Unterschiede.
            Wie es auch in der Struktur der Sprachen selber wieder Unterschiede gibt. Dem steht auch nicht entgegen, dass es indischstämmige Menschen mit amerikanischem Pass gibt.

            Wie Nähe und Distanz zusammengehören, dahingehend dass zunehmende Nähe gleichbedeutend ist mit abnehmender Distanz und abnehmende Nähe gleichbedeutend ist mit zunehmender Distanz, so drücken auch Differenzierung und Vereinheitlichung zwei Richtungen derselben Bewegung aus. Nähe ist dabei nicht der Distanz übergeordnet, ebensowenig wie Differenzierung der Vereinheitlichung untergeordnet ist. Das eine ist auch nicht besser oder schlechter als das andere.

            Die Wirklichkeit ist permanenter Austausch: Stoffwechsel, und das hat erheblich damit zu tun, dass, was jeweils als Verkörperung eines Beziehungsgeschehens erscheint, nicht miteinander selbstidentisch ist. In der Physik wird das am Beispiel der verschränkten Teilchen so dargestellt, dass sich diese beiden gleichzeitig entstehenden Teilchen im Spin unterscheiden.

            Ein Beziehungsgeschehen ist beides: Nähe sowie Distanz, Unterschied sowie Einheit. Der Versuch, dieses Paradoxon zu lösen, ist permanenter Austausch, sichtbar als Stoffwechsel. Das heißt, ich bekomme oder nehme vom Anderen und verwandele es in mich selbst. Ich gebe oder werde beraubt und das verwandelt sich in den Anderen.
            Das heißt, so lange ich lebe, gibt es MICH und gibt MICH auch gleichzeitig nicht wie es auch den ANDEREN gleichzeitig gibt und nicht gibt. Und trotzdem gibt es einen Unterschied zwischen MIR und dem ANDEREN. Zwischen MIR und dem ANDEREN besteht keine Identität.

            Die Unterschiede zwischen MIR und dem ANDEREN kann ich thematisieren, solange ich damit nicht das Beziehungsgeschehen (Austausch, Verbundenheit) negiere. Das Beziehungsgeschehen wird jedoch negiert, wo Unterschiede in der Wirklichkeit geleugnet und als rein sprachliches Phänomen abgetan werden. Wo es keine Unterschiede gibt, gibt es auch keine Beziehung.

            Reine Unterschiedslosigkeit, also Einheitlichkeit, bedeutet, wie schon einmal gesagt, nicht Kontinuum oder Kohärenz, dahingehend, dass alles mit allem irgendwie verbunden ist, sondern dass alles, was ist, denselben Ort einnimmt, der gegen Null geht. Also eine Singularität.

          • der kleine hunger
            Juni 4, 2015 um 11:00 am

            @fingerphilosoph,

            sie gehen vermeintlich in die Tiefe und tauchen aber sofort wieder auf und betrachten das vermeintlich „Tiefgründige“ oberflächlich. Sie sind nicht tief genug, weil sie Angst haben.
            Was sie betrieben ist nicht´s anderes als Tiefenpsychologie, nur die bringt sie nicht dahin wo sie dem Grunde nach schon sind. Sie verweigern sich, sich selbst anzuerkennen.

            http://www.spiegel.de/spiegelwissen/a-693972.html

          • Juni 4, 2015 um 11:51 am

            Diese Art von Aussagen über das Innenleben von Anderen gehören in den Bereich der Projektonen. Lernen Sie sich erst mal selber kennen, bevor Sie mir sagen, wer ich bin. Mit Leuten, die projizieren, ist eine Unterhaltung sinnlos, daher beende ich das jetzt.

          • der kleine hunger
            Juni 4, 2015 um 1:37 pm

            Kommen sie doch nicht schon wieder mit der alten Leier, gebracht hat es ihnen bislng rein garnicht´s. Und mit ihrem projizieren, wenn ich projizieren würde, würden sie platzen, also sein sie froh das ich ihnen lediglich etwas aufzeigte, nämlich nicht mich, sondern sie selbst, das sie damit nicht klar kommen, war eh klar. Unterhaltend war es eher nicht. lach

            Sehen sie es als gschenkt.

          • luna
            Juni 4, 2015 um 1:57 pm

            @ fingerphilosoph

            „“Der Glaube, dass es in Wirklichkeit keine Unterschiede gibt und Unterschiede lediglich zum Diskurs gehören, ist Teil der zweiten Illusion, die letztendlich Vielheit der Einheit unterordnet resp. die Vielheit zugunsten der Einheit sogar negiert.““

            Wieso unterordnen? Vielheit und Einheit ist dasselbe, die Einheit erscheint als Vielheit.

          • Juni 5, 2015 um 9:07 am

            @ luna

            „Wieso unterordnen? Vielheit und Einheit ist dasselbe, die Einheit erscheint als Vielheit.“

            Wenn Vielheit und Einheit dasselbe ist, gilt auch umgekehrt: Die Vielheit erscheint als Einheit.

            Nach meiner persönlichen Erfahrung gucken Leute diese beiden Sätze jedoch nicht als gleichwertig an.

            „Die Vielheit ist eine Erscheinung der Einheit“: dieser Satz erntet breite Zustimmung und wird in dieser Form weiterverbreitet, wie auch von Dir in obigem Satz.

            „Die Einheit ist eine Erscheinung der Vielheit“.
            diesen Satz hört man so gut wie nie und er fehlt auch bei Dir.

            Also meine Frage an Dich: Ist die Einheit auch eine Erscheinung der Vielheit?

          • luna
            Juni 5, 2015 um 3:15 pm

            @ fingerphilosoph

            „“Also meine Frage an Dich: Ist die Einheit auch eine Erscheinung der Vielheit?““

            Das kann man so nicht sagen, die Einheit an sich ist ja nichts, was „erscheinen“ kann, sondern „nur“ die zugrunde liegende Essenz, deshalb drückt sie sich ja (illusionär) als Vielheit aus. Wird die Illusion erkannt, erscheint die Vielheit allerdings als Ganzheit.

          • Juni 5, 2015 um 6:48 pm

            „… die Einheit an sich ist ja nichts, was „erscheinen“ kann“ ….

            Oh doch! Die Einheit kann erscheinen. Wenn man diese Erfahrung gemacht hat, vergisst man das nie wieder. Diese Einheitserfahrung ist das, was man „Leerheit“ nennt. In der Mystik taucht sie als „horror vacui“ auf. Diese Erfahrung gibt es in unterschiedlichen Intensitäten, aber wer sie gemacht hat, ist nachher nicht mehr derselbe wie vorher und denkt über zugrunde liegende Essenzen und Illusionen nochmal anders.
            Es gibt Menschen, die in der Leerheit hängenbleiben und sich dann als „Erleuchtete“ fühlen, es gibt Menschen, die diese Erfahrung zwar nicht vergessen, aber doch wieder loslassen, um ein ganz normales Leben zu führen.
            Es ist keine Sache des kognitiven Geistes.

            Ansonsten:
            Wenn Einheit als zugrunde liegende Essenz und Vielheit nur als Erscheinung (Illusion/Spiel) der zugrunde liegenden Essenz gesehen wird, stehen Einheit und Vielheit nicht gleichwertig nebeneinander, weil es im Grunde nur Einheit gibt. In dieser Sichtweise kann es Einheit ohne Vielheit geben, aber nicht Vielheit ohne Einheit. Einheit und Vielheit ist also nicht dasselbe. Und auch nicht das Hier und Jetzt.

          • der kleine hunger
            Juni 5, 2015 um 7:24 pm
          • der kleine hunger
            Juni 5, 2015 um 7:33 pm

            War ja klar das nun mit dem alten Gewäsch von „horror vacui“ und mystischen Erlebnissen argumentiert wird. Das zeigt doch nur wer da wo hängegeblieben ist. Ein 2jähriges Kind würde so etwas auch noch für wahr nehmen. Sie müssen durch die Wand aber dafür reicht es nun mal nicht. Ist wie bei den Spermien @fingerphilosoph

          • luna
            Juni 5, 2015 um 7:57 pm

            @ fingerphilosoph

            Bist Du der Ansicht, ich hätte noch nie was von „Erleuchtung“ gehört, oder weshalb der Vortrag?

            Ich halte diese Art von „Erleuchtung“ allerdings für einen Mythos und außerdem ist das nicht das, wovon ich gesprochen habe.

            Dass es sich um eine Sache des kognitiven Geistes handelt, habe ich auch nicht gesagt und im Übrigen beschleicht mich langsam das Gefühl, dass es Dir im Grunde immer nur darum geht, Recht zu behalten, deshalb reden wir auch die ganze Zeit aneinander vorbei.

          • der kleine hunger
            Juni 6, 2015 um 2:49 pm

            06/06/2015 um 14:30
            Antwort nebeltrön

            “”Einen globalen Plan zur Entvölkerung kann ich nicht erkennen.””

            @Luna,

            da muss ich Dich enttäuschen, diese Pläne gibt es, Du musst Sie nur aus einer anderen Perspektive HERAUS betrachten. Ent-völkerung, impliziert schon einmal die Förderung von Vermassung (Stichwort: Massenviehzucht) Diese Vermassung hat die Auswirkung diese Masse unterhalb einer bestimmten Form von Leben zu halten, nämlich die einer „Made“. Ich nenne dies deshalb so, weil eine ausführlichere Beschreibung des biologischen Aufbaus und der systemischen Betrachtung von Natur als solches, meine Zeit kosten würde, und die darf darf ein jeder für sich selbst verwenden.

            Nun sehen sie darin nicht eine Verschwörung, sondern vielmehr ein erweitertes Handwerkzeug der Natur als solche.

            Sie werden dieser Plage sonst nicht Herr und wer Herr im Hause ist, wissen sie doch lach

          • der kleine hunger
            Juni 6, 2015 um 3:01 pm

            P.S. Ich darf „Ihnen“ allerdings mitteilen, das dieser Plan (im übrigen sind Pläne immer nur ein Teil einer bestimmten Strategie, von mir aus dürfen sie auch „ein Teil von etwas“ sagen) bereits durchgeführt WURDE.

            Was sie sehen ist immer nur das was bereits durch-geführt WURDE. In Ihrem Bewusstsein erscheint immer nur das was bereits ist, respektive das was bereits WAHR, soviel mal zu Wahr-nehmung.

            allerdings, und da darf ich sie beruhigen, sinde diejenigen die die Pläne in die Form brachten, sprich in die Realität um-setzten, letztenendes auch nur Teil dessen was sich als Gesamtkonzept um-setzt, und das tut es von ganz alleine. Soviel zu der illusorischen Annahme das sich Illusorisch etwas ereignet, nein es ereignet sich Realistisch und das ist keine Illusion.

            Die Illusion besteht lediglich darin zu meinen zu wissen was sich TATSÄCHLICH ereignet.

            Da hilft ihnen auch kein „Hier und Jetzt“ @Fingerphilosoph. Ihr „Hier und Jetzt“ ist immer nur das Gestern. Nur sind die „ewig Gestrigen“ ganz sicher nicht diejenigen die das „Hier und Jetzt“ bestimmen, das sind die von Morgen, die sind ja schon da.

            In diesem Sinn, ziehe ich hiermit den Stöpsel ;-), den Hut ganz sicher nicht.

          • luna
            Juni 6, 2015 um 3:24 pm

            @ Kleiner Hunger

            Huch, jetzt hast Du mich aber geflasht, dachte kurz, ich bin im falschen Film… 😉
            Ok, Du liest also noch mit…

            „“Diese Vermassung hat die Auswirkung diese Masse unterhalb einer bestimmten Form von Leben zu halten, nämlich die einer “Made”.““

            „“Nun sehen sie darin nicht eine Verschwörung, sondern vielmehr ein erweitertes Handwerkzeug der Natur als solche.““

            Ok, interessante Perspektive, aber vorstellbar.

            „“Was sie sehen ist immer nur das was bereits durch-geführt WURDE.““

            Ist das nicht irgendwie logisch…?

          • Juni 6, 2015 um 3:50 pm

            @ luna

            Wenn Du die Erfahrungen, die Andere gemacht haben, als Mythos abtust, ist es nicht verwunderlich, wenn Du von Anderen nicht verstanden wirst. Dass Du von Anderen nicht verstanden wirst, hast Du selbst gesagt. Das ist weder Unterstellung noch Projektion.

            Was Dein Gefühl Dir sagt, nämlich dass es mir ums Rechthaben geht, kann ich so nicht bestätigen.

            Worum es mir ging, ist Folgendes: Ich wollte herausfinden, ob das „neue Bewusstsein“ (nicht ich bin es, der davon gesprochen hat, sondern Du) ein Phänomen des Diskurses ist oder ob was Reales dahintersteckt. Das kann man nicht, indem man nur Fragen stellt (damit bleibt man stets innerhalb des Diskurses), sondern indem man Widersprüche erzeugt und zum Widerspruch herausfordert.

          • der kleine hunger
            Juni 6, 2015 um 3:54 pm

            @Luna,

            sehr schön, endlich kommt „Logik“ mit in´s Spiel (also dem visuellen) lach

            Wir schreiben hier tatsächlich ja auch nur in die Vergangenheit hinein.

            Also kurz mal dazu

            Logisch, ist es für Dich, nur wenn Du im Diskurs bist, ist dies nicht logisch. Denn dort ist das was ist, vermeintlich erst das was am entstehen ist. Das „Augen-blick-liche“ ist das was sich im Diskurs als das kommuniziert was es meint zu sehen, sprich es meint im Augenblick etwas zu sehen, nur sieht es eben nicht´s, sondern es sieht das was es zu sehen bekommt.

            Der Diskurs besteht nur darin das der Beobachter sich wähnt der Beobachter zu sein.

            „Sie“ können das am Bsp. eines vor sich ablaufenden Filmes sehr gut logisch begreifen, nur ist es das nicht. Die Logik als solche (Ich spreche da von der Fähigkeit an sich) erkennt dies IMMER, nur ist das was unter Logik ver-standen wird, nicht die Fähigkeit als solche, sondern allenfalls das was diese Fähigkeit hervorgebracht hat.

            Sie sind immer in einer Art Retrospektive aus der HERAUS sich das Verfestigt (als Fähigkeit generiert) was an sichj schon da ist.

            Es ist einfach gesagt ein Erschaffen seiner selbst AUS der Schöpfung als solche HERAUS, wobei „Sie“ wiederrum selbst schöpfen, allerdings nicht als Schöpfer (weil das sind sie ja schon) sondern als das was IST.

            Wenn sie nicht sind, erschaffen sie auch nicht´s und schon garnicht können sie etwas erschaffen was es nicht gibt. Und das ist das was lediglich „mit-läuft“.

            Alles Fit oder ab zu MC Donald 😉 (das Eis schmeckt übrigens ganz lecker vom Dödel) lach

          • luna
            Juni 6, 2015 um 5:11 pm

            @ fingerphilosoph

            Wieso fängst Du denn ständig von diesem „neuen Bewusstsein“ an, das ist doch schon lange nicht mehr Thema, ich verstehe auch den Kontext zum „Diskurs“ nicht (ich denke, das kann im „Diskurs“ gar nicht vermittelt werden) und das was Du als „Widersprüche erzeugen“ bezeichnest, empfinde ich zunehmend als „Wort im Mund herumdrehen“… Ich weiß nicht recht, welchen Sinn das haben soll…?

            @ Kleiner Hunger

            „“Logisch, ist es für Dich, nur wenn Du im Diskurs bist, ist dies nicht logisch. Denn dort ist das was ist, vermeintlich erst das was am entstehen ist.““

            Bin mir nicht ganz sicher, worauf Du damit anspielst, wenn es dieser Satz ist:

            “”Einen globalen Plan zur Entvölkerung kann ich nicht erkennen.””

            Der war nicht von mir, den habe ich vom Sepp aufgegriffen.

            Zum Rest: Ich denke, ich erahne in etwa, was Du meinst, aber ich finde heute alles ein wenig verwirrend… 😕

          • der kleine hunger
            Juni 7, 2015 um 2:37 pm

            @Luna,

            gestern ist nicht heute, drum lasse ich das mal so stehen.

            Was anderes, Mille hat es heute sehr gut versucht zu erklären (versucht deswegen, weil es sich nicht selbst erklärt, sondern auf etwas zurückkreift, nämlich den Diskurs, sprich eine sog. wissenschaftlich-perspektivische Sichtweise), vielleicht mal hineinlesen, es bezieht sich genau auf das von gestern 😉 nur eben nicht auf das von mir.

            So nun mal nicht so viel denken, denn denken und erahnen ist nicht das was ich meine.

            Vielleicht ist ja heute ein wenig ent-wirrung bei Dir, ansonnsten geht es halt mit dem Gestrigen weiter, nur eben nicht an dieser Stelle, denn dafür ist mir meine Zeit zu Schade.

          • luna
            Juni 7, 2015 um 4:18 pm

            @ Kleiner Hunger

            Hab‘ das von Mille gelesen, ist mir zu wissenschaftlich, da bin ich mehr oder weniger raus, aber dass das was man sieht, eigentlich nur eine subjektive Interpretation der Realität ist, ist ja bekannt.

            Was ich von diesem „Dritten Auge“ halten soll, weiß ich nicht. Ich sehe jedenfalls keine Farben, Engel, Bilder oder andere Dimensionen (zum Glück), das Einzige, was ich sehen kann ist, hm, ich nenne es mal „Energie“ (im weitesten Sinne), aber auch das kann eine Sinnestäuschung sein.

            Allerdings fand ich diesen Auszug aus dem Artikel recht aufschlussreich, denn demnach wären diese Geschichten vom Erleben anderer Dimensionen (wie vermutet) lediglich Halluzinationen.

            „“Abgesehen von den multiplen hormonellen Funktionen der Zirbeldrüse (der Kontrolle des Hypothalamus, des Biorhytmus sowie Schutz vor freien Radikalen) ist sie für die Abgabe von N,N-Dimethyltryptamin (kurz DMT) verantwortlich, das auch als „Spirit Molekül” bekannt ist. Dieses Molekül ist der mächtigste bekannte halluzinogene Neurotransmitter. Er wird im Schlaf in bestimmten meditativen Zuständen und bei Nahtod-Erfahrungen vermehrt ausgeschüttet. Auch ist er in manchen halluzinogenen Pflanzen enthalten.
            Skeptiker bezweifeln den Wahrheitsgehalt von Erzählungen über das Erleben anderer Dimensionen und ziehen es stattdessen vor zu glauben, solche Erfahrungen beruhen lediglich auf chemisch induzierten Phänomenen, die nur im Gehirn stattfinden.““

            (Quelle: http://zeit-zum-aufwachen.blogspot.de/2015/06/der-biologische-beweis-fur-das-dritte.html )

            Noch was zu „“Das lief wie ein Film vor meinem inneren Auge ab““:

            Was mich schon länger beschäftigt, woher kommen diese „Filme“ und warum können manche Leute gut „visualisieren“ und andere gar nicht?

            Beim Drehbuchschreiben z.B. sehe ich den kompletten Film vor mir, fertig gedreht und geschnitten und „höre“, was die Figuren sprechen, ich könnte sonst gar nicht schreiben.

            Nur denke ich mir das ja nicht aus, woher kommt denn das?

            (Wahrscheinlich „gechannelt“ oder so… 😉 )

          • luna
            Juni 7, 2015 um 4:34 pm

            @ Kleiner Hunger

            Hab‘ das von Mille gelesen, ist mir zu wissenschaftlich, da bin ich mehr oder weniger raus, aber dass das was man sieht, eigentlich nur eine subjektive Interpretation der Realität ist, ist ja bekannt.

            Was ich von diesem „Dritten Auge“ halten soll, weiß ich nicht. Ich sehe jedenfalls keine Farben, Engel, Bilder oder andere Dimensionen (zum Glück), das Einzige, was ich sehen kann ist, hm, ich nenne es mal „Energie“ (im weitesten Sinne), aber auch das kann eine Sinnestäuschung sein.

            Allerdings fand ich diesen Auszug aus dem Artikel recht aufschlussreich, denn demnach wären diese Geschichten vom Erleben anderer Dimensionen lediglich Halluzinationen.

            „“Abgesehen von den multiplen hormonellen Funktionen der Zirbeldrüse (der Kontrolle des Hypothalamus, des Biorhytmus sowie Schutz vor freien Radikalen) ist sie für die Abgabe von N,N-Dimethyltryptamin (kurz DMT) verantwortlich, das auch als „Spirit Molekül” bekannt ist. Dieses Molekül ist der mächtigste bekannte halluzinogene Neurotransmitter. Er wird im Schlaf in bestimmten meditativen Zuständen und bei Nahtod-Erfahrungen vermehrt ausgeschüttet. Auch ist er in manchen halluzinogenen Pflanzen enthalten.
            Skeptiker bezweifeln den Wahrheitsgehalt von Erzählungen über das Erleben anderer Dimensionen und ziehen es stattdessen vor zu glauben, solche Erfahrungen beruhen lediglich auf chemisch induzierten Phänomenen, die nur im Gehirn stattfinden.““

            Noch was zu „“Das lief wie ein Film vor meinem inneren Auge ab““:

            Was mich schon länger beschäftigt, woher kommen diese „Filme“ und warum können manche Leute gut „visualisieren“ und andere gar nicht?

            Beim Drehbuchschreiben z.B. sehe ich den kompletten Film vor mir, fertig gedreht und geschnitten und „höre“, was die Figuren sprechen, ich könnte sonst gar nicht schreiben.

            Nur denke ich mir das ja nicht aus, woher kommt denn das?

            (Wahrscheinlich „gechannelt“ oder so… 😉 )

          • der kleine hunger
            Juni 7, 2015 um 4:50 pm

            Realität lässt sich nicht Interpretieren, sondern Du unterwirfst (subjektivierst) das was Du als in Realität hälst, als das was es zu sein hat.

            Warum Du Dein Drehbuch im Kopf ablaufen siehst, kommt genau daher.

            Du bist nicht Objekt der Begierde, sondern Du subjektivierst Deine Wunschvorstellung das Objekt zu sein und fällst dadurch völlig aus der Realität heraus, weil Du Deiner Rolle innerhalb derer nicht gerecht wirst, sondern Deine Rolle drehbuchartig ausführst und drehst ab.

            Ist eh schon von gestern, weist ja Filme spiegeln nie die Realität, wie auch. Reines Wunschdenken, nur denken, wie „wir“ ja wissen, ist etwas anderes und hat mit Wunsch so rein garnicht´s zu tun.

            Falls gewünscht

            oder auch als TV-Serie

            lach

          • luna
            Juni 7, 2015 um 5:27 pm

            „“Ist eh schon von gestern, weist ja Filme spiegeln nie die Realität, wie auch.““

            Das sollen meine Filme auch gar nicht, die sind ausschließlich zur Unterhaltung gedacht und deshalb eine deutlich geschönte Version der „Realität“, denn m.E. will der Zuschauer etwas anderes anderes als seinen Alltag sehen, wenn er den Fernseher anschaltet.

            Wünsch Dir was stimmt also schon irgendwie.

            Und „von gestern“ naja, natürlich ist es immer „von gestern“ wenn es erst mal gedreht ist, braucht ja alles Zeit.

            Auch in dem Moment, wo es auf dem Papier ist, ist es bereits „von gestern“, aber teilweise ist das, was ich schreibe trotzdem gleichzeitig seiner Zeit voraus.

          • der kleine hunger
            Juni 7, 2015 um 6:21 pm

            Welcher Zeit bist Du voraus lach

            Film als solcher ist bereits aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.

            Desweiteren entwickelt sich eine Kunst-form den der Film als solches darstellt, nicht innerhalb dieser Form.

            Kunst

            ist etwas ganz anderes, als das was Du Dir unter Kunst vorstellst. lach

            Der Zeit voraus, genau.

          • luna
            Juni 7, 2015 um 6:29 pm

            „“Kunst
            ist etwas ganz anderes, als das was Du Dir unter Kunst vorstellst.““

            Wo hab‘ ich was von „Kunst“ gesagt?

            Mit Kunst hab‘ ich überhaupt nix am Hut.

          • der kleine hunger
            Juni 7, 2015 um 7:08 pm

            Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit,

            die auf

            Wissen,

            Übung,

            Wahrnehmung,

            Vorstellung und

            Intuition gegründet ist.

            Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses.

            Wenn Du also Drehbücher schreibst, sind doch gewisse Vorgaben an die Herangehensweise geknüpft.

            D.h. deine „Geschichte/n“ müssen ersteinmal aufgefächert präsentiert werden. Dazu gibt es
            gewisse Phasen innerhalb des verfassens des Drehbuches, insoweit ist hier auch ersteinmal eine Vereinfachung dessen möglich was Du verkaufen möchtest.

            Ich würde sagen, dir fehlt es an Verkaufs-organisation.

            Die Branche ist eher überschwemmt von gewissen Vor und Vor Vor -leuten, die alle meinen Ahnung zu haben. Und auch ein „Bekannter“ hilft da nicht´s. Denn die sind selbst, abhängig und ein Rädchen im Getriebe ohne Mitsprache.

            Überlege Dir doch mal eine Strategie OHNE irgendjemand zu benötigen.

            und NEIN keine Businnesplan Herangehensweise, sei Kreativ.

            Oder hast echt mit Kunst nicht´s am Hut lach

          • luna
            Juni 7, 2015 um 8:21 pm

            „“Dazu gibt es gewisse Phasen innerhalb des verfassens des Drehbuches, insoweit ist hier auch ersteinmal eine Vereinfachung dessen möglich was Du verkaufen möchtest.““

            Klar, alles da vom Pitch-Paper bis zum ausführlichen Konzept + Dialogbuch der Pilotfolge.

            „“Ich würde sagen, dir fehlt es an Verkaufs-organisation.““

            Das kannst Du laut sagen.

            „“Die Branche ist eher überschwemmt von gewissen Vor und Vor Vor -leuten, die alle meinen Ahnung zu haben.““

            Das Problem (ich sagte es bereits) sind die Redakteure, die sich an ihren Posten festklammern und keinen Millimeter von ihren (aus den 80ern stammenden) Vorstellungen abweichen.

            Eine hat sich sogar mal dazu „herabgelassen“, sich mit mir zu treffen, hat aber sofort gesagt: Wir machen das und das und das auf keinen Fall, ich will eher das und das.

            Wenn sie wenigstens GENAU sagen könnten, was sie wollen, dann könnte man das liefern, aber der Punkt ist, sie wissen es im Grunde selbst nicht und hoffen, dass man es ihnen sagt. Und tut man das dann, passt es aber auch wieder irgendwie nicht.

            So kann doch keiner arbeiten, das ist bei einer Daily noch ok, aber nicht bei einer Weekly, die auch noch innovativ sein soll (aber natürlich nicht zu innovativ).

            „“Überlege Dir doch mal eine Strategie OHNE irgendjemand zu benötigen.““

            Ich hab‘ da schon oft darüber nachgedacht, aber ein Drehbuch ist nun mal kein Roman, das muss in irgendeiner Form in Bilder umgesetzt werden und dazu braucht man Geld und somit auch jemanden, der welches hat.

          • der kleine hunger
            Juni 7, 2015 um 9:17 pm

            Das würde etwas Ausführlichkeit erfordern, wie es zu dem Treffen kam und wie es abgelaufen ist.

            Was anderes.

            Ich kenne die Thematik.

            „“Ich hab’ da schon oft darüber nachgedacht, aber ein Drehbuch ist nun mal kein Roman, das muss in irgendeiner Form in Bilder umgesetzt werden und dazu braucht man Geld und somit auch jemanden, der welches hat.““

            Überlege Dir wo der Nutzen ist. Der Sender muss Werbezeit verkaufen. Das Problem ist, das die Redaktionen mit dem sog. Mediaverkauf nicht zusammenarbeiten und vorallem keine Ahnung von Mediaplanung haben.

            Lege niemanden Deine Idee vor, die wird geklaut und anderweitig als eigene „Ideenfindung“ in den entsprechenden Besprechungen präsentiert.

            Vorsicht also sich über Redaktionen etwas zu erhoffen.

            Im medialen Bereich bin ich Profi lach (nur am Rande, ich bin seit über 15 Jahren involviert)

            Nein, ich hasse diese „Arbeit“, ich nehme sie mit Humor und mit dem nötigen Abstand. Deshalb bin ich gefürchtet und gehasst 😉

            ok, also wiederrum was anderes.

            Stelle Dir mal Dein „Konzept“ nur als Synopse dar, getrennt von Deinen Protagonisten und überlege Dir z.B. welchem Produkten Du diese Geschichte gegenüberstellen könntest, sei Kreativ und denk nicht zuviel, sondern schreib es auf.

            Dann geh die einzelnen Protagonisten durch, stell Dir eine evtl. Besetzung dafür vor, von mir aus gehe weit in´s Feld, strauchle nicht vor „Unmöglichen“. Du kommst schon wieder auf den Boden lach

            Dann überlege Dir verschiedene Kombinationen

            usw. usv.

            Sei MEHR als „nur“ der Schreiber, sei ALLES.

            Du musst im Einzelnen nicht alles durchspielen oder können, sondern sei es in Deiner Vorstellung.

            Sprich nicht mit Angestellten einer Produktionsfirma, die produzieren was man ihnen sagt, auch nicht mit „Gleichgesinnten“ lach (übrigens das Schlimmste von allen), sondern sprich mit denen die sich das dann anschauen, dafür überlege Dir DEINE Zielgruppe die Du erreichen willst, formuliere sie usw. usw.

            Und erzähle NIEMANDEN wie und was Du da machst, klar !!

            Alles Diebe

            😉

          • der kleine hunger
            Juni 7, 2015 um 9:51 pm

            Zusatz

            Sei Dir im Klaren, das es sich bei all dem um die Implementierung von „Ersatzwelten“ handelt.
            Der mediale Rahmen ist eine Suggestionsmaschinerie innerhalb derer Ersatz für tatsächliches Gefühl produziert wird und letztenendes Tote am Tropf hält und umgekehrt dem Leben lebendigkeit versucht zu suggerieren, sprich die fabrizierte Illusion als leben verkauft.

            Stipulation, geh ihn ein lach

          • der kleine hunger
            Juni 7, 2015 um 10:07 pm

            Achtung, was „Wissenschaftliches“

            Audovisuelle Medien (Filme) haben sich (u.a. im Zuge der Digitalisierung) in ganz unterschiedliche mediale Milieus ausdifferenziert (Kinofilme, Industrie- und Lehrfilme, YouTube-Clips, Reality TV, Daily Soap´s etc.), in denen das audiovisuelle Material jeweils milieutypische Bearbeitungsprozesse des Übersetzens (insbesondere von Plausibilisierungskriterien) und des Rahmens durch mediale Formatierungen durchläuft. Übersetzen und Rahmen werden dabei als transitorische Akte begriffen, die in fortlaufende Prozesse der medialen De-, Re- und Neukontextualisierung eingebettet sind und je auch zu medialen Modalisierungen von Authentizitätsansprüchen, d.h. zur Produktion von Sinn, eingesetzt werden. Das Projekt zielt dabei auf die Analyse der konkreten, praxeologisch zu untersuchenden Interaktionen der Akteure in medialen Milieus, der Transformationen des Wechselspiels von Darstellung und Wahrnehmung und nicht zuletzt auch der Korporalität und Materialität dieser Prozesse.
            Es geht bezogen auf die konkreten Praktiken um die Frage, wie in den jeweiligen medialen Milieus Produktions-, Distributions- und Rezeptionsprozesse gestaltet werden, wie das Material ästhetisch den medialen Rahmungen angepasst und insbesondere auch Sinn- und Referenzansprüche auf Authentizität jeweils so übersetzt werden, dass sie stabil gehalten oder sinnstiftend als different konstituiert werden können. So wird z.B. von Ereigniszeugen mit Handykameras aufgezeichnetes audio­visuelles Material in YouTube-Clips anders verwendet als etwa in einer Kinodokumentation. Dabei geht es nicht allein nur um allgemeine Bearbeitungsprozesse, sondern vor allem um die Übersetzung von Glaubwürdigkeitskriterien in unterschiedliche mediale Milieus, deren Analyse mediale Konventionen, kulturelle Gewohnheiten und davon abweichende situationale, sich fortlaufend verändernde Rahmungen berücksichtigen muss.
            (Auszug aus einem Vortrag Uni Hamburg)

          • luna
            Juni 7, 2015 um 10:46 pm

            @ Kleiner Hunger

            @ Kleiner Hunger

            „“Das würde etwas Ausführlichkeit erfordern, wie es zu dem Treffen kam und wie es abgelaufen ist.““

            Ok, ich hatte dieser Redakteuse alle meine Konzepte geschickt, komplett mit Dialogbuch (ja, ich weiß, geht gar nicht, aber ich mache immer Sachen, bei denen alle anderen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen). Sie hat dann einiges gelesen, den Rest ins Lektorat gegeben und nachdem die sich besprochen hatten, wollte sie sich mit mir treffen, als sie in Berlin war.

            Das Treffen war ganz ok, sie meinte der „hippe, urbane Style“ würde ihr gefallen, die Dialoge wären gut und Themen sehr zeitgemäß (dabei waren alle Konzepte zu diesem Zeitpunkt schon über drei Jahre alt), aber sie würden grundsätzlich keine horizontalen Serien produzieren (was ich natürlich weiß), außerdem müsste es Primetime und Commercial Hour sein und eigentlich wollen sie sowieso nur eine Familienserie.

            Dann hat sie noch bemängelt, dass ich keine knalligen Plots hätte (so wie man bei Danni Lowinski sofort denkt „Ah, die 1€-Anwältin“). Das stimmt auch teilweise, solche Plots sind meist „behauptet“, das kann ich nicht leiden.

            Dann hat sie noch gesagt, ich soll unbedingt dranbleiben und mir einen Produzenten suchen, sehr witzig, wen denn, der müsste ja zumindest mal was produziert haben, was halbwegs in meine Richtung geht… Da kam immer nur einer in Frage, aber egal.

            „“Lege niemanden Deine Idee vor, die wird geklaut und anderweitig als eigene “Ideenfindung” in den entsprechenden Besprechungen präsentiert.““

            Weiß ich, aber ich habe damit kein großes Problem. Schade um die Arbeit, klar, aber ich hab‘ tausend Serienideen, wenn mir jemand was klaut, dann schreib‘ ich halt was Neues.

            „“Stelle Dir mal Dein “Konzept” nur als Synopse dar, getrennt von Deinen Protagonisten und überlege Dir z.B. welchem Produkten Du diese Geschichte gegenüberstellen könntest““

            Meinst Du werbe- bzw. productplacement-technisch? Das mache ich automatisch.

            „“Dann geh die einzelnen Protagonisten durch, stell Dir eine evtl. Besetzung dafür vor““

            Nächstes Problem, wer kann denn in Deutschland Comedy/Sitcom spielen? Mir fällt auf Anhieb niemand ein…

            „“sondern sprich mit denen die sich das dann anschauen, dafür überlege Dir DEINE Zielgruppe die Du erreichen willst, formuliere sie usw. usw.““

            Ich denke ich kenne meine Zielgruppe(n).

            „“Sei Dir im Klaren, das es sich bei all dem um die Implementierung von “Ersatzwelten” handelt.““

            Ist klar.

          • der kleine hunger
            Juni 7, 2015 um 11:17 pm

            „“Meinst Du werbe- bzw. productplacement-technisch? Das mache ich automatisch.““

            Das wäre nur die Refinanzierung, rein Buchalter mäßig 😉

            ok,

            du kennst Deine Zielgruppe (ZG), dann würdest Du ZG gezielt schreiben, da machen schon andere und das weltweit.

            Du musst eine neue ZG kreieren, Du bist diejenige die einen neuen Lebensrahmen kreiert, du musst ein Angebot machen, nicht bereits konzipierte Nachfrage produzieren. (siehe oben)

            Was sie brauchen, sind neue Bezugsrahmen und genau da gehen ihn die Ideen aus. Sie können nicht´s neues mehr konzipieren, allenfalls das „alte“ immer wieder aufwärmen.

            Das ist IHR Problem, weil keinerlei Kreativität mehr heranwächst, sondern nur noch Produkte Ihrer Gleich, die selber nur noch Produkte verbrauchen aber keine Produktivität mehr haben.

            Kreativität wächst nun mal nicht auf Bäumen.

            https://lh3.googleusercontent.com/proxy/9v75rM002_c5Swq2MTQA_iLiiC6fVnfAjvJ1xItoTvmcFuvbBIqBLNOtWQXWqdyL20x3WQHYFOajmyAB61Prz50OpT3j_3ZwZACpG25ch0Vysxhtb0t1bNsm-ViuZZxRYSPdNWGxVe-B%3Dw506-h337

          • der kleine hunger
            Juni 7, 2015 um 11:19 pm

          • luna
            Juni 7, 2015 um 11:42 pm

            @ Kleiner Hunger

            „“Was sie brauchen, sind neue Bezugsrahmen und genau da gehen ihn die Ideen aus.““

            Das mache ich ja, aber das wollen die nicht, erstens weil sie nur von zwölf bis Mittag denken und zweitens, weil ihnen dafür jegliche Vorstellungskraft fehlt.

            Das fängt ja schon bei ganz simplen Sachen an, ich hab‘ z.B. mal einen Genre-Mix aus Telenovela und Sitcom konzipiert. Das ist jetzt wirklich nicht gerade das Innovativste, was die Welt je gesehen hat, aber selbst das war ihnen schon zu viel. Ich weiß noch, wie die mich bei dem Pitch angesehen haben, „Schweigen im Walde“ ist noch harmlos ausgedrückt, die wussten gar nicht, was das soll.

            Naja, jetzt (fast fünf Jahre später) drehen sie ja anscheinend so was ähnliches, allerdings als Daily (was eher wieder ein Rückschritt ist), nicht als Weekly.

  14. der kleine hunger
    Mai 31, 2015 um 4:21 pm

    Schönen Frei-tag noch

  15. Gerd Zimmermann
    Juni 3, 2015 um 8:55 am

    Du kleiner, grosser Hunger
    denkst ja doch quer
    Querschläger eben
    unbequem.

    Ich halte Herman Hesse in meinen Händen, obwohl ich keine Hände besitze.
    Du Schlaubergers.

    Was die Welt im Innersten zusammenhält, lach

    ist Geist, auf neudeutsch Bewusstsein.

    lach, ohne Bewusstsein keine Wahrnehmung, lach, lach,

    lach,lach ohne Wahrnehmung kein Universum, lach, lach

    lach, lach

    Wer lacht hier über wen, lach, lach

    Im Ernst, erst wenn Du ES gedacht hast kannst Du lachen.
    Denken kommt vor dem lachen, Du Lächerlichkeit.

    Mir scheint, Du bist der Einzige, der hier noch denkt, schräg, aber
    immerhin denkend, was man von den ANDEREN nicht sagen kann.

    Quer gedacht und vernichtet, weil nicht zum Mainstrim passend.

    Ich bin so alt wie das Universum selbst.
    Ich bin sogar das Universum.
    Verkoerperlichter Geist.
    Der Spiegel im Spiegel.

    Ich bin Dankbar für das Geschenk.

    Es existiert nichts. Ueberhaupt nichts existiert. Nur das Geschenk
    des Lebens. Dieses Geschenk existiert erkannt oder unerkannt.
    Leben ist denken. Denken ist SEIN. Auch Selbstbewusstsein.
    Nicht erkennend das GANZE.
    Das Sein im Sein.

    Sein ist Sein im Sein.

    Sein ist ein unergruendliches Phänomen, aus sich selbst heraus
    zu sein.

    Geist ist aus sich selbst heraus, grosser Hunger.

    Dein Querdenker, Gerd

    • Der kleine Hunger
      Juni 3, 2015 um 9:11 am

      Ping Pong Gerd a. Auch du

  16. Gerd Zimmermann
    Juni 3, 2015 um 10:10 am

    Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel, Vorwort:
    Als junger Lateinschueler wird Josef KNECHT in die abgeschottete
    Eliteschule Kastanien BERUFEN……….

    Selbst lesen

    Nicht alles vorlesen lassen……….

    Gold-DNA, Keller Daten, sind keine Informationen, gell Dr. schnellste jetzt auch,
    dass das Ganze mehr ist.
    Das Internet wird so schnell verschwinden wie es aufgetaucht ist.
    Lach,lach.
    Ich habe noch nicht gelacht.

    Ich sollte aber lachen,
    über wen ? über mich.

    Ich treffe mich, immer mich. Immer treffe ich mich.

    Spannend das kosmische Spiel.
    Undurchschaubar. Grosser Hunger, lach.

    Leben ist nicht Evolution. Leben wird gedacht.
    Das Universum auch, ihr Querdenker.

    Es tut mir leid, dass Leben ist ohne Substanz, ohne Materie,
    aber deshalb voller Materie. Gedachter Materie.

    Universen werden immer existieren.
    Gott sei Dank.
    Wissen, vorrausgetzt, Kristalle und die liebe Sonne
    Schauberger wusste darum, Tesla auch, auch, um die
    kalte Sonne

    Warum ist die kalte Sonne Warm, weil sie kalt ist.
    Energie halt, Dr.
    Die allem zugrunde liegende Energie ist Schwingung, Dr.

    Dr, hin oder Her, ein virtueller Titel bewirkt nichsts‘

    Gruss Gerd

  17. Gerd Zimmermann
    Juni 3, 2015 um 10:15 am

    Lieber Martin
    ich wollte dich nur spiegeln

    siehe Gold DNA

  18. Gerd Zimmermann
    Juni 3, 2015 um 10:23 am

    das Ganze ist Eins, die Schöpfung war nicht, die Schöpfung ist.

  19. Gerd Zimmermann
    Juni 3, 2015 um 10:29 am

    Im Jetzt findet das Jetzt statt.
    Du Dummkopf

    Zeit ist Schein

  20. Gerd Zimmermann
    Juni 3, 2015 um 10:38 am

    Ping Long
    ich ueberlege immer noch
    Tick oder Tack
    Du Bilderberhers Karl Marx

    Deine Gerda

  21. tulacelinastonebridge
  22. Gerd Zimmermann
    Juni 3, 2015 um 3:15 pm

    Waaser
    und Bewusstsein gehen Hand in Hand, Martin,
    sollten bei Dir alle Alarmklocken angehen, im
    voll elektrischen, einfachen Universum.

    Martin, das Universum ist, ob Du willst oder nicht,
    das Universum, sorry, Multiversum, ist ewig.

    Du siehst nur einen en kleinen Teil, größer Hunger.
    Würdest Du Alles sehen, Du würdest wahnsinnig werden‘

    Alles geschieht gleichzeitig, Du Wicht.

    Siehe Gold-DNA, Du kannst nicht lesen, man vergeben dir

    Zum mit meißeln, die Pyramiden wurden niemals erbaut,
    gedacht schon

    Denke niemals darüber nach.
    Du niemals Nichtdenker.
    Du Nichdenker unter den Querlenkern, gell Martin

    Smetterling im Kreis der Greise, nein Du bist jung, wie
    das Leben selbst.

    Gruss Gerd

  23. Gerd Zimmermann
    Juni 3, 2015 um 3:33 pm

    Es tut mir so leid,
    dem Zimmerman bleibt die Axt.

    Poesie hat mich auf den Plan gerufen,
    liebe Späne zu schlagen,
    geht nicht Puppe.

    Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz

    Donnergurgler und Herz aus Gold,
    unter fernen Oliven
    mir Schwant etwas

    Nur so, eben.Martin.

    Gruss Gerd
    oder so
    gedachter Gerd ist auch dankbar

  24. Gerd Zimmermann
    Juni 3, 2015 um 3:52 pm

    Alles s3iñ geh94 gehörte d3m Se8ñuñn3hb

    Liccfhr 8ßt !eben

    g9t5es l8cht iß5 l3b3n

    ich li3b3 G9tt

    G2e

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  1. Mai 25, 2015 um 1:12 pm

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