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Aufruf zum Boykott der Fußball WM 2022 in Katar

Boykott WM Katar 2022Ging mir schon meine Begeisterung für das Zuschauen der Fußballspiele der #WM2014 in Brasilien aufgrund wenig schöner Begleitumstände gründlich abhanden, (ich hatte nur mit halbem Auge während eines Gesprächs mit einem Arbeitskollegen an der Bar eines Hotels sitzend das 7:1-Spiel der deutschen gegen die brasilianische Mannschaft geschaut sowie das Endspiel), so werde ich die WM 2022 in Katar vollends ignorieren. Warum? Die Arbeitsbedingungen zum Bau der Stadien in Katar weisen eine klare Sklaverei aus. Inzwischen gehen auf jedes vorgesehene Spiel 62 Tote, sprich mehr als 1400 Arbeiter sind inzwischen gestorben.

Unser Ex-Arbeits- und Sozialminister Norbert Blüm drehte illegal in Katar, um Bilder der Verhältnisse aufzunehmen:

Was mag sich da wohl unser „Kaiser“ Franz Beckenbauer angeschaut haben, wenn er nichts gesehen haben will:

Die folgende Dokumentation beschäftigt sich mit den Korruptionsvorwürfen angesichts der Vergaben der WMs an Katar und Russland:

Sie gibt Entscheidern, Opfern und Insidern eine Stimme. Denen, die versucht haben, die FIFA von innen heraus zu reformieren und denen, die an eine Kehrtwende zum Guten im System Blatter nicht glauben können. Wie funktioniert das System Blatter, das er selbst seit Jahrzehnten auch zum eigenen Nutzen mit aufgebaut hat? Wie sieht er selber sich und seine Rolle? Und welche Position vertreten seine Mitbewerber um das hohe und mächtige FIFA-Amt?

Der Film zeigt, was die FIFA auszeichnet. Und was sich ändern müsste, damit der Fußball wieder zur schönsten und auch saubersten Nebensache der Welt wird.

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  1. Mai 24, 2015 um 10:20 am

    Gerade auch noch gefunden:

    Die umstrittene Fußball-WM 2022 im kleinen Golfstaat Katar wird nach dem alarmierenden Bericht über „moderne Sklaverei“ mit zahlreichen Todesfällen von Gastarbeitern auf den WM-Baustellen immer mehr zu einem Politikum. Der Fußball-Weltverband FIFA – seit der unter dubiosen Umständen zustande gekommenen Vergabe an den Wüstenstaat ohnehin in der Dauerkritik – gerät vor seiner Exekutivsitzung am 3./4. Oktober weiter unter Druck.

    Die Rufe nach Konsequenzen werden jedenfalls lauter. „Ich frage mich, ob die Aspekte wie die Verlegung der WM (vom Sommer in den Winter), die Menschenrechte und die Störung des Sportkalenders nicht so groß sind, dass es die FA (englischer Fußballverband) in Betracht ziehen sollte, nicht zu spielen“, sagte das englische Parlamentsmitglied Damian Collins der Tageszeitung Guardian. Er regte eine internationale Kooperation von Politikern auch mit Blick auf die Korruptionsvorwürfe rund um die Vergabe der WM an. „Die FIFA versteht und respektiert nur Geld. Die einzige Macht der FA ist, nicht anzutreten.“

    Fundstelle: Boykott-Aufrufe gegen Katar

  2. Mai 24, 2015 um 4:12 pm

    Immerhin rührten sich die Sponsoren schon, aber viel geholfen hatte es noch nicht:

    Zuvor hatten schon die FIFA-Topsponsoren Coca-Cola und Visa den Fußball-Weltverband aufgefordert, sich entschiedener gegen Menschenrechtsverstöße in Katar einzusetzen. „Wir erwarten von der FIFA, dass sie diese Probleme weiterhin ernst nimmt und auf weitere Fortschritte hinarbeitet“, teilte der US-Getränkekonzern am Mittwoch mit. „Wir sind weiterhin besorgt über die Berichte aus Katar“, hieß es auch vom Kreditkarten-Unternehmen Visa. Man bitte die FIFA dringend, alles Notwendige zu tun, um Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligen zu schützen.

    Fundstelle: Sponsoren setzen FIFA wegen Katar-WM unter Druck

  1. Mai 24, 2015 um 11:12 am

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