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ZOMBIES … die pandemische Folge von Impfungen !?

Ja, heutzutage braucht es “starker, lauter“ Worte, um Aufmerksamkeit zu erregen. Den Viren ergeht es in dieser Hinsicht nicht anders. Auch sie brauchen immer “stärkere, lautere“ Symptome, um, als sekundäre Erreger von Aufmerksamkeit, auf primäre Unausgewogenheiten hinzuweisen.
Dabei gibt es “ZOMBIES“ tatsächlich. Sie sind überall zugegen. Sie bezeugen, dass die “(Z)eitgeistige (O)ffensive (M)enschlicher (B)eschränktheit (I)mmer (E)ssenzieller (S)pürbar“ wird. Man erkennt sie daran, dass sie vom Zeitgeist besessen sind und, ohne Gewohntes zu hinterfragen, neuen und anderen Gedanken gegenüber nicht zugänglich sind. All jene, die vom Zeitgeist noch nicht gänzlich mit Gewohntem geimpft wurden, werden von diesen “ZOMBIES“ aufgespürt, verfolgt und bloßgestellt und … einmal in die Enge getrieben … von ihnen zwangsgeimpft. Zum Wohle der Masse, wie sie sagen. Zum Wohle der gesamten Spezies, wie sie annehmen. Doch so einfach, wie es sich die “ZOMBIES“ wünschen, ist es nicht.

So hat die Immunologin Tetyana Obukhanych, Autorin des Buches Vaccine illusion, den folgenden Brief verfasst, der den “ZOMBIES“ nicht schmecken dürfte:

It is often stated that those who choose not to vaccinate their children for reasons of conscience endanger the rest of the public, and this is the rationale behind most of the legislation to end vaccine exemptions currently being considered by federal and state legislators country-wide. You should be aware that the nature of protection afforded by many modern vaccines – and that includes most of the vaccines recommended by the CDC for children – is not consistent with such a statement. … weiterlesen

Darin legt sie dar, warum wir bis zum Umfallen impfen können, ohne je den Schutz für die allgemeine Masse zu erreichen, der dem Wunschdenken der “ZOMBIES“ entsprungen ist. Dieses Wunschdenken nennt sich Herd(en)immunität und war bereits Thema eines vorherigen Dreiteilers.
Werden wir somit alle, über kurz oder lang, Opfer dieser “blutrünstigen“ Horde ? Denn, wie es scheint, haben all jene bereits verloren, die das Thema Impfen anders sehen. Diese sind offensichtlich in einer Minderzahl, die gegen diese Übermacht des Zeitgeistes, trotz aller Anstrengungen, nichts auszurichten vermag. Doch halt ! Schauen wir uns doch mal die “ZOMBIES“ etwas genauer an. Vielleicht erhalten wir dann einen Einblick dahingehend, was all jene erwarten wird, die ANDERER Meinung sind, und all jene betreffen wird, die laufend vom Zeitgeist weiter geimpft werden.

Nina Munteanu hat diesbezüglich ein paar interessante Informationen parat, sich auf World War Z beziehend, einen Film über “ZOMBIES“:

Which brings me to what this film really touches on: how Mother Nature takes care of herself and her own… whether we like it or not. The key is evolution and something called co-evolution: this is when two normal aggressors cooperate in an evolutionary partnership to benefit each other. [ … ]

“Why,” asks Ryan, “is co-evolution [and its partner, symbiosis] such a common pattern in nature?” Ryan coined the term “genomic intelligence” to explain the form of intelligence exerted by viruses and the capacity of the genome to be both receptive and responsive to nature. It involves an incredible interaction between the genetic template and nature that governs even viruses. [ … ]

World War Z: Mother Nature is a Serial Killer  …  Hervorhebungen: meine

Frank Ryan, Autor von “Virus X“ und “Virolution“, greift die Spur der “ZOMBIES“ auf:

Over time, assuming that the virus does not kill all of its new hosts, infections tend to become milder and the relationship may even become symbiotic. Ryan cites measles as an example of an infection that used to be fatal but has evolved to become less virulent. HIV, he predicts, may do the same.

Looking for trouble  …  Hervorhebungen: meine

Zuviel Englisch ? OK … es gibt auch einen lesenswerten Zehnteiler, der Frank Ryan und die “ZOMBIES“ begleitet. Dieser beginnt hier.

Und … was folgt nun aus all diesen Informationen und Spurenlesereien ? Was besagt die Aggressive Symbiose für die Realität … unter Einbeziehung des folgenden Zitats ?

The real is not one thing among others but rather gradients of resistance.
Latour

Leben ist Dynamik. Leben ist Begegnung. Das Leben wechselt seine Verkörperungen, je nachdem welche Möglichkeiten es zur Bewahrung einer Notwendigkeit realisieren kann. Davon “wissen“, allen voran, die Viren und dementsprechend verschieben und verteidigen sie Berührungszonen verschiedener Lebensformen bzw. Verkörperungen.

Ryan uses the concept of junctural zone to refer to the space in which two different species meet, which are not too dissimilar but have not had much previous contact either. This is the zone in which an aggressive symbiont might appear. HIV, Ebola, Hanta and Lassa viruses can all be seen as aggressive symbionts that have emerged in the junctural zones between humans and primates, and humans and rodents respectively. The junctural zone, one could argue, is that liminal space where difference matters. The junctural zone is thus a cruical space, a boundary or borderland, that marks the territoriality of order as distinct from that of disorder (the jungle). The junctural zone is the space of transformation, the space of warfare, indeed the space where the politics of survival can be pursued in its most aggressive form.

Joost van Loon – Risk and technological culture: Towards a sociology of virulence – S. 131-132 … Hervorhebungen: meinerseits

Zugegeben, es braucht die Verbindung der verlinkten Texte miteinander und den Rahmen meiner bisherigen Ausführungen über das Impfen und die Viren, um zu erkennen, was zwangsläufig geschehen wird, je länger der Zeitgeist dem (Ein)Impfen treu bleiben kann. Einen weiteren Hinweis liefert noch einmal Nina Munteanu in ihrer Betrachtung des “ZOMBIE“-Films World War Z:

The historian, William H. McNeill, suggested that a form of “aggressive symbiosis” played a key role in the history of human civilization. “At every level of organization—molecular, cellular, organismic, and social—one confronts equilibrium [symbiotic] patterns. Within such equilibria, any alteration from ‘outside’ tends to provoke compensatory changes [aggressive symbiosis] throughout the system to minimize overall upheaval.”
So…what triggered the zombie plague of “World War Z”? And how will humanity prevail in this new paradigm of nature?

World War Z: Mother Nature is a Serial Killer  …  Hervorhebungen: meine

Noch einen Hinweis ? Einen weiteren von vielen ! Nun, der findet sich hier. Grafik (Figure) 3 ist sehenswert und selbsterklärend.

Das primäre Problem liegt, immer offensichtlicher werdend, zumindest für Nicht-vom-Zeitgeist-Geimpfte bzw. Nicht-“ZOMBIES“, bei uns EINEN, uns Menschen selbst. Wir mischen uns in Dynamiken ein, bringen Berührungszonen durcheinander, oder betreten diese Zonen, ohne uns der Auswirkungen bewusst zu sein. Obendrein, und das macht die ganze Angelegenheit immer komplizierter, dem Zeitgeist weiter in die Hände spielend, geben wir die Schuld den ANDEREN, den Viren, aber auch den Bakterien. Wir versehen sie mit dem Etikett “Killer“, nennen sie Parasiten, ohne diesen Begriff im Kontext des Lebens als Ganzes zu sehen, und schon, welch Wunder, sind wir fein raus und die Viren die “Dummen“. Wer verstehen will, was ein Parasit wirklich ist, dem sei das Buch Der Parasit von Michel Serres empfohlen. Lesenswert in jeglicher Hinsicht.

Was wird geschehen, wenn man “ZOMBIES“ nicht mit Worten beikommen kann und, haben sie erst einmal die Fährte des Ungewohnten aufgenommen, keine Argumente helfen ? Frank Ryan gibt die Antwort, mit Hinblick auf die Viren. Gleiches wird die “ZOMBIES“ betreffen, wenn sie von Viren ganz anderer Art infiziert werden, nämlich von Ideen, die, in der Tat, für sie gänzlich ungewohnt sind. Die Minderheit, die von den “ZOMBIES“ verfolgt wird, ist bereits immun gegen diese Ideen. Die “ZOMBIES“ aber haben sich dagegen zwar impfen lassen, doch wird dieses Folgen haben. Impfungen sind gegen die HARMONISIERUNG des Lebens als Ganzes wirkungslos. Auch das zeigt sich längst bei bereits realisierten Impfungen. Erneut Tetyana Obukhanych:

Furthermore, the 2013 meeting of the Board of Scientific Counselors at the CDC revealed additional alarming data that pertussis variants (PRN-negative strains) currently circulating in the USA acquired a selective advantage to infect those who are up-to-date for their DTaP boosters (see appendix for the CDC document, Item #3), meaning that people who are up-to-date are more likely to be infected, and thus contagious, than people who are not vaccinated.

Quelle … Hervorhebungen: meinerseits

Hier zeigt sich erneut der wesentliche Unterschied zwischen einer Infektion, die sich im Kontext der Lebensgemeinschaft abspielt, und einer Impfung, die ohne diesen Kontext geschieht. Das wird an einer weiteren Impfung deutlich, die zum aktuellen Repertoire des Zeitgeistes gehört und die “ZOMBIES“ schon wieder gewohntes “Blut“ wittern lässt:

Eine halbe Million Menschen sterben im Jahr an Malaria. Zum ersten Mal steht nun ein Impfstoff für Kinder vor der Zulassung. Noch in diesem Jahr könnten Schutzprogramme in Afrika beginnen.

Quelle

Der letzte Satz des Quelltextes freut den Zeitgeist. Die ANDEREN jedoch sehen es ANDERS. Sie agieren im Sinne der Dynamik des Lebens, den Zonen entsprechend, in denen sich das Leben, stets anders, abspielt:

Warum werden manche Menschen häufiger gestochen als andere? Am süßen Blut liegt es nicht. Stattdessen spielen die Gene eine entscheidende Rolle, zeigt ein Test mit Zwillingen.

Quelle

Und was fällt uns EINEN dazu ein ? Nun, wie der letzte Quelltext es beschreibt, offensichtlich nichts Ungewohntes, sprich, Neues. Hauptsache wir EINEN können auch weiterhin dort herumtrampeln, wo ANDERE bereits am Werke sind, um die HARMONIE weiter gewähren zu können.

Gruß Guido

GOLD-DNA
Die Goldene PHI(l)harmonie
Gemeinsam ins Tal
Ich LIEBE meinen Tumor

  1. April 27, 2015 um 8:24 am

    Es gibt Themen, sogenannte Hyperobjekte, die einer allein nicht darzulegen vermag. Das Thema der Impfungen gehört dazu. Daher kann man sich der Komplexität eines solchen Themas nur gemeinsam nähern, weshalb ich auf verschiedene Quellen zurückgegriffen haben, die, jede auf ihre Art und Weise, dieses Thema bzw. damit einhergehende Themen beleuchten. Nur in der Summe dieser Unternehmung kann man dem Kern näher kommen. Aus dem selben Grund gibt es die Diversität des Lebens und gibt es, allen voran, verschiedene Virenstämme einer Gattung. So gibt es bei Masern, HIB, Influenza, Polio, … unterschiedliche Stämme einer Wildvirengattung. So wie es verschiedene Temperaturzonen der Erde gibt. Dabei liegt keinerlei Statik vor, sondern eine fortwährende Dynamik, die zu Verschiebungen, Entstehungen und Auslöschungen führt. Nur so bleibt die Anpassungsfähigkeit an einfließende Veränderungen erhalten. Doch genau dagegen richten sich Impfungen. Zudem werden Impfungen, wenn sie denn so funktionieren würden wie erhofft, diesen unterschiedlichen Stämmen nicht gerecht, was aufgrund der Dynamik nicht verwundert.

    Gruß Guido

  2. April 27, 2015 um 10:13 am

    Noch ein paar Ausführungen zur Aggression:

    http://www.gold-dna.de/gemeinsaminstal/seite3sw4.html#0050

    So betrachtet bekommt die ‚Aggressive Symbiose‘ einen ganz anderen Stellenwert in der Dynamik des Lebens.

    Gruß Guido

  3. April 28, 2015 um 3:44 pm

    Aus einem Buch, für das im Beitrag kein Platz mehr war:

    http://www.birdflubook.org/a.php?id=40

    “Epidemic diseases tend to be harbored only by those animal species that herd or flock together in large numbers. This concentration allows for the evolution and maintenance of contagious pathogens capable of rapidly spreading through entire populations. Unfortunately, this same quality—the herd instinct—is what makes these animals particularly desirable for domestication. Domestication brought these animals once appreciated mainly from afar (along with their diseases) into close proximity and density with human settlements. As a zoonoses research team concluded, “The spread of microbes from animals to humans was then inevitable.”“

    Das Buch kann auch online gelesen werden.

    Wer hat also die “ZOMBIES“ erfunden ? Der Zeitgeist, welcher Folge menschlicher Entfremdung von der Gemeinschaft des Lebens ist.

    Gruß Guido

  4. Mai 4, 2015 um 10:42 am

    „Wir mischen uns in Dynamiken ein, bringen Berührungszonen durcheinander oder betreten diese Zonen, ohne uns der Auswirkungen bewusst zu sein.“

    Stimmt, so gehen wir mit der Welt, aber auch mit anderen Menschen um. Und das Mittel dazu ist die Abstraktion. Der Zwang, in allen Phänomenen das Allgemeine (oder Gemeinsame) zu suchen und der Versuch, dieses Gemeinsame unter Vernachlässigung des Einzigartigen zu zementieren, ist die Basis für das, was derzeit als „Wissen“ allergrößte Wertschätzung erfährt.

    Die Abstraktion ist die Grundlage für Theorien und mittels Theorien kann ein Mensch dem anderen Menschen erklären, wer er ist, anstatt dass er diesen anderen Menschen für sich selber sprechen lässt. Mittels Theorien kann ein Mensch dem anderen die Welt erklären und nimmt dem anderen dadurch die Möglichkeit, die Welt selber zu entdecken. Möglicherweise spricht ja die Welt zu jedem anders.
    Die Dinge, Lebensformen und andere Menschen für sich selber sprechen zu lassen, ist eine Fähigkeit, die wir nicht haben. Das ist jetzt keine Theorie von mir, sondern eine Beobachtung 🙂

    „Aggression bezeugt die Bedeutung einer Grenze für das Bewahren der HARMONIE.“
    Was HARMONIE angeht, gibt es zwei, ich nenne es mal Ordnungspole: Nähe UND Distanz.
    In unserer Gesellschaft sind wir fast ausschließlich auf Nähe programmiert, und das heißt konkret, auf das Niederreißen oder Missachten von Grenzen. Grenzen können auf zwei Arten missachtet werden: durch Gewalt oder durch Verführung. In kosmologischen Termini ausgedrückt: Expansion oder Schwarzes Loch. Und ja, das Missachten von Grenzen erzeugt Aggressivität. Die Sucht nach Einheit („Wir sind alle eins“), die häufig unter dem Deckmantel von Liebe daherkommt, erzeugt auf der Gegenseite Aggressivität. Die Dynamik des Lebens changiert zwischen Anziehung und Abstoßung. Beides ist von gleicher Bedeutung. Vielfalt ist nur durch Grenzziehung und Abstand möglich.

    Das Zombietum ist eine Folge des Abstraktionsprozesses und dient dazu, uns den technologischen Errungenschaften, die ja ebenfalls Abstraktionen sind, anzupassen. Im Grunde ist es ganz einfach: um gut zu leben, benötigen wir lebendige Nahrungsmittel, solche die noch Vitalität ausstrahlen wie FRISCHES Obst und Gemüse. Eben Lebensmittel. Die industrielle Nahrungsmittelproduktion stellt jedoch nur tote Sättigungsmittel zur Verfügung wie Zucker, Auszugsmehle und Dosenfraß, also Tötungsmittel. Die (tote) Nahrung macht den Menschen krank, also bekommt er industriell gefertigte Pillen und präventiv Impfungen, um ihn dafür taub zu machen, wenn das Leben dann doch an die Tür klopft. Über diesen Weg der Nahrungsaufnahme mit anschließender Pillen-Korrektur verwandelt sich der Mensch selber von einer lebendigen in eine technisch-abstrakte Dynamik, die mit Individualität nicht umgehen kann. Das ist die Vorbereitung für die Mensch-Maschine-Verschmelzung, auf die unser derzeitiger Weg rausläuft. Tja, und wie es aussieht, gibt es eine Gruppe Menschen, die genau das anstreben, und eine andere Gruppe Menschen, die sich dieser Verschmelzung entziehen wollen. Möglicherweise wird die Menschheit sich aufspalten und zwei verschiedene Spezies bilden.

    Ich habe mich ungeschickt ausgedrückt: das menschliche Bewusstsein funktioniert über Dichotomien. Heiß wird nur im Unterschied zu kalt erkannt. So kann Sterblichkeit nur im Unterschied zu Unsterblichkeit erkannt werden. Erst die Idee der Unsterblichkeit erzeugt bei uns das Bewusstsein für Sterblichkeit. Dadurch erhält der Tod für den Menschen eine andere Bedeutung als der Verlust eines Weggefährten wie vielleicht bei den Elefanten. Wobei solche Aussagen über Elefanten natürlich pure Spekulation sind. Als ich über die Kriege und Mordlust der Schimpansen gelesen habe, kam mir auch schon die Idee, ob die das möglicherweise von uns abgeguckt haben. Allerdings ist dieser Gedanke sehr spekulativ und sehr mit der üblichen menschlichen Hybris verknüpft.

    • der kleine hunger
      Mai 4, 2015 um 7:44 pm

      „“Stimmt, so gehen wir mit der Welt, aber auch mit anderen Menschen um. Und das Mittel dazu ist die Abstraktion. Der Zwang, in allen Phänomenen das Allgemeine (oder Gemeinsame) zu suchen und der Versuch, dieses Gemeinsame unter Vernachlässigung des Einzigartigen zu zementieren, ist die Basis für das, was derzeit als “Wissen” allergrößte Wertschätzung erfährt.““

      Möchte dazu mal wie folgt zitieren

      „“Carl Gustav Jung definiert Abstraktion als eine Geistestätigkeit, die einmalige, unvergleichliche oder individuelle Inhalte aus einer Verknüpfung wegzieht, differenziert. Wenn man zum Objekt abstrahierend eingestellt ist, wird versucht, sich des Objekts als einzigartigen Ganzen zu entledigen und das Interesse vom Objekt abzuziehen und auf das Subjekt zurückfließen zu lassen. Laut Jung ist Abstraktion eine Zurückziehung der Libido (= Energie) vom Objekt zum subjektiven abstrakten Inhalt, was einer Objektentwertung gleichkommt. Anders gesagt ist Abstraktion eine introvertierte Libidobewegung. Das Gegenteil zur Abstraktion ist nach Jung die Einstellung des Konkretismus.“ (Quelle:wikipedia.de)

      Ich nenne das eine „Vergeistigung“ jenseits des Geistigen, eine „Vergreisung“ der schöpferischen Leistungsfähigkeit, ein Entmannung sondersgleichen. Werden sie sich darüber bewusst was Psyche im eigentlichen Sinne meint und was als Psyche ver-kauft wird, Psycho-logie ist jenseits geistiger Arbeit, sondern vielmehr dieseits der Versuch destruktive Komponenten zu füttern. Das kommt nicht von ungefähr.
      Das Krankhafte hält sich für gesund und die Macht der Gewohnheit (hier im Sinne von festhalten, starre etc.) läßt nicht gesunden.

      • der kleine hunger
        Mai 4, 2015 um 7:55 pm

        Anmerkung:

        Die ablehnende Haltung sich selbst gegenüber wird regelrecht gefördert zum einen durch das Übermaß an Masse derer und zum anderen durch die Förderung dessen was Krankhaft ist, nämlich die Strukturen in denen sich solcher Art aufgehoben fühlen und diese destruktiven Strukturen aufrechterhalten und in genau die Richtung lenken, die wiederrum die Selbst-findung unmöglich gestalten um ihren eigenen Status Quo aufrecht zu erhalten.

        • luna
          Mai 4, 2015 um 8:35 pm

          Der „Anmerkung“ kann ich nur zustimmen, man fühlt sich zuweilen echt allein unter „Zombies“ (um mal den Titel des Artikels aufzugreifen), wie konnte das nur passieren…?

          • der kleine hunger
            Mai 4, 2015 um 9:01 pm

            „“wie konnte das nur passieren…?““

            weil es vorhersehbar war lach

          • luna
            Mai 4, 2015 um 10:19 pm

            War auch mehr eine rhetorische Frage 😉

          • der kleine hunger
            Mai 5, 2015 um 4:19 pm

            sorry, gehört an diese Stelle, auch.

            Werd mal dazu etwas zitieren.

            Libido oder auch Orgon

            Freud:

            Freuds Annahme zur Libido war, dass die primäre Funktion des „Neuronensystems“ sei, Energie unverzüglich und vollständig zur Abfuhr zu bringen und die sekundäre Funktion, Energie in bestimmten Neuronen und Neuronensystemen zu speichern. Freud ging davon aus, dass Störungen der Psyche durch Verhinderung der freien Entladung dieser libidinösen Energie in der Kindheit entstünden.

            Reich:

            In einer Rede vor dem Psychoanalytischen Kongress in Salzburg (1924) beschrieb er die orgastische Potenz als die Fähigkeit, sich „den Strömen der biologischen Energie ohne Hemmung hinzugeben“, die Fähigkeit „zur vollständigen Entladung aller aufgestauten Sexualerregung durch unwillkürliche, lustvolle Kontraktionen des Körpers.“

            So ging er zum Beispiel davon aus, dass ein Mann, der zwar eine Erektion haben kann, aber während des Geschlechtsakts keine „tiefen“ Empfindungen hat, durch Gedanken übermäßig abgelenkt wird bzw. sich selbst ablenkt oder allzu sehr bemüht ist, „gut“ zu sein, und dann beim Orgasmus nur ein mehr oder minder kurzes „Aufflammen“ der Befriedigung erlebt, keine volle orgastische Potenz erreiche. Die „orgastische Impotenz“ – die Unfähigkeit zur vollständigen Energieabfuhr – bewirkt laut Reich eine Stauung der Libido, die je nach Ausmaß zu neurotischen Störungen führen kann.

            Kommentar:

            Ohne Energie ist nun mal nicht´s los, elektrisch, magnetisch hin oder her.

    • Mai 5, 2015 um 3:39 am

      “Heiß wird nur im Unterschied zu kalt erkannt. So kann Sterblichkeit nur im Unterschied zu Unsterblichkeit erkannt werden. Erst die Idee der Unsterblichkeit erzeugt bei uns das Bewusstsein für Sterblichkeit.“

      Mmh … ist nicht eher das Bewusstwerden der Sterblichkeit der Idee von Unsterblichkeit vorausgegangen ? Eine Idee fällt ja nur mit der Tür in den Raum, weil im Raum ein Sog vorhanden ist, der die Tür aufstieß. Ohne Sog kann einem keine Idee zufallen. Der Kosmos ist ja auch eine Idee des Gesamtbewusstseins, um den Lösungsweg eines PROBLEMS zu realisieren. Das PROBLEM ist der Sog.

      Gruß Guido

  5. Mai 5, 2015 um 8:11 pm

    Objektentwertung:
    Es ist sicher kein Zufall, dass die Entwicklung linearer Alphabete und Schriften zeitgleich mit der Entwicklung von Ackerbau und Viehzucht stattfand. Das war ein Quantensprung in Sachen Abstraktion. Pflanzen und Tiere wurden dahingehend entwertet, dass ihr Wert fortan ausschließlich als Nutzen in Bezug auf den Menschen definiert wurde. Die Sprachen bilden diese Entwertung in der Form ab, dass „wahre Aussagen“ nur solche sind, wo das Objekt im Grunde nichts anderes als eine Erweiterung des Subjekts ist. Schrift als fixierte Form der Objektentwertung und Mathematik als äußerste Möglichkeit der Abstraktion bilden zusammen inzwischen eine Parallelwelt zur Wirklichkeit. Diese Parallelwelt wird mit zunehmendem Zivilisationsgrad immer noch abstrakter und reduzierter. Wenn man Texte und das damit verbundene „Wissen“ für die Wirklichkeit nimmt, gibt es kein Entkommen aus der Abstraktionsfalle. Auch sonst ist es schier unmöglich, weil man in dem technisch-wirtschaftlichen Superorganismus, der sich gerade herausbildet, überall nur noch als statistische Größe gehandelt wird.

    Allein unter Zombies:
    Einsamkeit ist neben Sterblichkeit die zweite große Wirkmacht zur Erzeugung von Ängsten. Möglicherweise fürchten sich viele Menschen mehr vor Einsamkeit resp. der Verbannung aus der Gruppe als vorm Sterben und sind aus dieser Angst heraus manipulierbar. Nur wenige halten es aus, zu keiner Gruppe zu gehören und allein ihren ganz eigenen Weg zu gehen. Bei Soldaten spielt die Angst vor der Verachtung der anderen eine ebenso große Rolle wie die Angst, bei Verweigerung des Befehls getötet zu werden. Wir versichern uns andauernd unserer Zusammengehörigkeit als Menschheitsfamilie oder dgl., eben weil wir spüren, dass hinter der zunehmenden Fragmentierung existenzielle Einsamkeit lauert.
    @ luna: ist nicht auf Dich gemünzt, sondern bloß eine Assoziation, die mir bei Deinem Kommentar kam.

    Sterblichkeit:
    Wenn man (Beute-)Tiere nicht nur für bewusstlose Reiz-Reaktions-Automaten hält, muss man davon ausgehen, dass sie in irgendeiner Weise ein Bewusstsein ihrer Sterblichkeit haben, denn sonst gäbe es für sie keinen Grund zum Rennen, wenn ein hungriges Raubtier auftaucht. Genau das tun sie aber: sie rennen um ihr Leben. In der Serie „Planet Earth“ von BBC gibt es eine Sequenz, in der ein halb verhungerter Eisbär eine Walrossherde angreift, was völlig untypisch für Eisbären ist. Der Eisbär muss in irgendeiner Weise ein Bewusstsein davon gehabt haben, dass es für ihn zu Ende geht, wenn er nicht was in den Magen bekommt, sonst hätte er diese verrückte Tat wohl nicht begangen. Tatsächlich hat sie ihn dann auch das Leben gekostet.

    Die Frage ist, warum die Sterblichkeit für den Menschen also zu solch einem Problem wurde. Die zweite Frage ist, warum die Sterblichkeit just zur selben Zeit zum Problem wurde, als der Mensch anfing, mit dem Feuer zu hantieren.
    Der Mensch im Bann des Feuers beobachtet, dass Flammen an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeiten unter ähnlichen Begleiterscheinungen (Gewitter) in fast identischer Form immer wieder auftauchen. Flammen haben etwas Geisterhaftes, genau das hat dem Frühmenschen wohl die Idee von der Existenz von Geistwesen eingegeben. Tatsächlich ist es ja die zentrale Idee im Animismus, in allen Dingen eine geistige wie eine materielle Existenz anzunehmen. Hier ist die Bruchstelle, mit der die Fragmentierung begann. Die ursprüngliche Natur hat auf einmal eine Doppelung, ein Janusgesicht bekommen. Von der Idee der Geistwesen zur Idee der Unsterblichkeit ist es nicht weit, wenn man bedenkt, wie es auf den Frühmenschen gewirkt haben muss, wenn Flammen immer wieder in derselben Form von Neuem erscheinen.
    Der Mensch im Bann des Feuers macht zudem die Erfahrung, dass Feuer erlischt, wenn man sich nicht genügend darum kümmert. Ob er den Geist des Feuers hütet oder nicht, ob er selber, ob seine Gruppe deswegen überlebt oder nicht, dafür ist der Mensch auf einmal selber verantwortlich. Hier ist die Quelle von Verantwortung und Schuld.
    Wenn man für den Tod in irgendeiner Weise plötzlich selber verantwortlich ist, wird Sterblichkeit zum Problem. Der Sog entstand durch den Umgang mit dem Feuer.

    • Mai 6, 2015 um 12:35 am

      “Wenn man (Beute-)Tiere nicht nur für bewusstlose Reiz-Reaktions-Automaten hält, muss man davon ausgehen, dass sie in irgendeiner Weise ein Bewusstsein ihrer Sterblichkeit haben, denn sonst gäbe es für sie keinen Grund zum Rennen, wenn ein hungriges Raubtier auftaucht. Genau das tun sie aber: sie rennen um ihr Leben.“

      Eine der größten und weitreichensten Schwierigkeiten in der Betrachtung der ANDEREN liegt darin, dass wir EINEN uns selbst in der Betrachtung treu bleiben, sprich, uns auf die ANDEREN übertragen. Ich habe für mich den Reiz festgestellt diese Betrachtung bewusst auf den Kopf zu stellen, was unter GEMEINSAM INS TAL zusammengetragen wird. Es ist eine Idee, die aus dem Sog entstand, den das Gefühl in mir erweckte, dass wir EINEN etwas Wesentliches bezüglich des Lebens übersehen. Was uns somit als “um das Leben rennen“ erscheint, könnte auch ein Erreichen eigenen verkörperten Vermögens bedeuten, jene Grenze, die unter keinem anderen Umstand zu erreichen wäre … und mitunter sogar überschritten wird. Gleiches gilt für das “fressen und gefressen werden“, welches uns als Verlust einer Verkörperung und Gewinn einer anderen Verkörperung erscheint, und doch einzig ein dynamischer Prozess von Bewusstseinswandel ist.

      Gruß Guido

      • Mai 6, 2015 um 9:38 am

        Wenn ich mich in der Natur umsehe, sehe ich überall „fressen und gefressen werden“. Geht es nicht darum, dies als Grundbedingung des Lebens zu akzeptieren, auch ohne ein „Dahinter“ zu vermuten? Ob ich nun einen Gott, einen absoluten Geist oder einen dynamischen Prozess von Bewusstseinswandel als „Dahinter“ annehme, bleibt sich doch im Endeffekt gleich. Es ist immer der Versuch, irgendwas von mir in die Unsterblichkeit zu retten. Es ist immer Anklammern an irgendetwas, das von Dauer scheint, in diesem Fall ist das Dauerhaft-Ewige eben das Bewusstsein in seinem permanenten Wandel.

        Dabei ist zu beobachten, dass dieses „Dahinter“ selbst eine Entwicklung durchläuft. War es im Animismus eine geistige Doppelnatur in Form von: der Geist des Feuers, der Geist des Höhlenbären, der Geist dieses und jenes Baums oder Felsens, so wurde daraus, als man anfing, der Sonne und den Gestirnen Beachtung zu schenken, der Götterhimmel, aus dem schließlich ein einziger allmächtiger Gott hervorgegangen ist. Aus dem einzigen allmächtigen Gott wurde mit Isaac Newton die absolute Zeit, daraus der Laplace’sche Dämon und heute wird daraus Emergenz und ein dynamischer Prozess von Bewusstseinswandel. Das heißt, weil man das Unsterbliche trotz panischer Suche nirgendwo findet, hat der Abstraktionsprozess auch nach den Gottesvorstellungen gegriffen und wandelt diese in verschiedene immer abstrakter werdende Konzepte um.

        Ich denke schon, dass wir EINEN etwas Wesentliches gegenüber dem Leben übersehen, nämlich das Leben selbst, so wie es ist. Das Leben selbst ist ES, man kann daraus weder ein Bewusstsein noch eine Verkörperung herausdestillieren und das EINE als Bewusstsein oder das ANDERE als Verkörperung getrennt betrachten. Es ist dasselbe. Es gibt kein Dahinter. Die Trennung des Lebendigen in Bewusstsein und Verkörperung agiert immer noch in demselben Bruch, wie er im Animismus entstanden ist.

        • Mai 6, 2015 um 9:52 am

          Danke, dass du dran bleibst. Die Trennung, die ich zweifelsohne thematisiere, sehe ich als Mittel an, als Medium, um etwas zu verdeutlichen, was durch das Bildnis der Trennung an Bildhaftigkeit gewinnen soll. Es ist die Verdeutlichung einer Beziehung, jenes weiße Rauschen, welches Serres in DER PARASIT als Grundlage von Kommunikation beschreibt, als ’noise‘, als Parasit schlechthin. Mein neuer Artikel geht darauf näher ein.

          Betrachtet man die Suchen des Menschens und all sein Bewirken mal aus energetischer Sicht, dann wird offensichtlich, dass wir reichlich Energie mit diesem Suchen und Fortschreiten “verpulvern“ … obwohl die Natur an sich eher sehr sorgsam und gründlich mit ihren Ressourcen umgeht … cradle-to-cradle. Warum vermag der Mensch so zu leben und warum beschäftigen uns manche Themen seit Menschengedenken, schließlich “verbraucht“ dieses Festhalten ja reichlich Energie. Eine Laune der Natur ? Zufall ?

          Gruß Guido

        • tulacelinastonebridge
          Mai 6, 2015 um 10:16 am

          Jede lebendige Beziehung ist einem Verwandlungsprozess, einem Erweiterungsprozess unterworfen und muss sich immer neue Formen schaffen.

          Anne Morrow Lindbergh

  6. der kleine hunger
    Mai 6, 2015 um 6:46 am

    Nicht´s neues lach

    Geb nur mal ein Stichwort zu den wiederholten Auszügen

    Entelechie

    zitiere mal was

    Die Beliebigkeit hat radikal zugenommen. Unter Beliebigkeit ist zu verstehen, dass bestimmte Themen immer neu aufgegossen werden, wie ein Tee, bis er nur noch
    abgestandenes Wasser ist – neu aufgegossen und mit neuen Inhalten angereichert.

    (Hierzu der Hinweis auf „Information“ als Nachricht ohne Informationsgehalt)

    Erfordert ist die konsequente Erkenntnisarbeit mit, in und bei sich selbst.
    Erkenntnisarbeit beinhaltet alles und geht immer von innen aus. Verweigert ein Mensch also die Selbstbetrachtung, verweigert er auch die Betrachtung der Welt.
    Das heißt, heute ist es bedeutender die Zusammenhänge auf dieser Welt zu durchschauen – und sich davon ganz bewusst abzuwenden – als sich Luftschlösser in den Himmel zu bauen, nur damit man das Treiben auf dieser Welt vergäße oder sich dem nicht stellen müsse.
    So tragen diese „Wissenden“ ihr Fehl- und Halbwissen als große und ultimative Erkenntnisse vor sich her, und erkennen nicht, dass ihre Perlen unecht sind und aus der
    Nähe betrachtet jede Faszination und den Schimmer verlieren.

    Dieses Verhalten ist der Schutz, den sich jene Menschen, die nicht hinblicken wollen, selbst geben, um ihr Leben auf dieser oder einer ähnlichen Ebene prolongieren zu können – ein Verhalten, das einer bestimmten Entwicklungsstufe eines Menschen zukommt.

    Auf dieser niedrigen Ebene der Erkenntnis ist dieses Verhalten logisch, für jemanden, der jedoch den Durchblick hat, ist dieses Verhalten absolut töricht.

    • Mai 6, 2015 um 9:51 am

      Bei konsequenter Erkenntnisarbeit komme ich zu dem Ergebnis, dass Mensch erntet, was er gesät hat. Dies gilt sowohl auf individueller wie kollektiver Ebene dessen, was wir als Mensch sind. Es entbehrt nicht einer gewissen Folgerichtigkeit, dass die Menschheit sich einen unkontrollierbaren technisch-wirtschaftlichen Superorganismus erschafft, in dem der Mensch letztendlich so behandelt wird, wie er über Jahrtausende hinweg die anderen Lebensformen behandelt hat.
      Ein weiteres Ergebnis meiner Erkenntnisarbeit ist, dass man erzeugt, was man unbedingt vermeiden will. Sich bewusst von den Zusammenhängen dieser Welt abzuwenden, würde dann wohl heißen, dass man unweigerlich in diese hineingezogen wird.

      • Der kleine Hunger
        Mai 6, 2015 um 10:21 am

        Wenn sie Zusammenhänge erkennen, zieht sie auch niemand in etwas was nicht ist hinein.

        Erkenntnisarbeit endet ja nicht dort wo sie für sich das ende setzen

        • Mai 6, 2015 um 3:36 pm

          Da die Menschen Individuen sind, dürften nicht alle zwangsläufig zu denselben Ergebnissen kommen. Lassen wir es dabei bewenden.

      • luna
        Mai 6, 2015 um 7:36 pm

        @ fingerphilosoph

        „“Bei konsequenter Erkenntnisarbeit komme ich zu dem Ergebnis, dass Mensch erntet, was er gesät hat.““

        Tja, ich komme zu einem anderen Ergebnis, nämlich dass Mensch manchmal erntet, was er gesät hat, manchmal erntet er gar nichts und manchmal auch etwas völlig anderes. Und dann gibt es auch noch die Variante, dass Mensch etwas erntet, ohne überhaupt etwas gesät zu haben.

        Und jetzt?

        „“Ein weiteres Ergebnis meiner Erkenntnisarbeit ist, dass man erzeugt, was man unbedingt vermeiden will.““

        Auch dem kann ich mich nicht anschließen, das gehört wieder zu dieser „Gedanken erschaffen Realität“-Theorie, die m.E. einfach nur Humbug ist. Ich persönlich jedenfalls habe weder durch Gedanken, noch durch Emotionen, Visionen, Wünsche oder Ablehnung etc. jemals irgendetwas „erzeugt“.

        P.S.

        Hatte gerade keine Lust, „es dabei bewenden zu lassen“, warum auch, wir sind doch hier, um zu diskutieren, oder nicht?

        😉

        • Mai 8, 2015 um 1:08 am

          „Bei konsequenter Erkenntnisarbeit komme ich zu dem Ergebnis, dass Mensch erntet, was er gesät hat.“
          Tja, ich komme zu einem anderen Ergebnis …

          Ich nicht – ich erinnere an den Spruch: „Die Existenz gibt mir nicht das, was ich will, sondern das, was ich brauche …“

          Das kann natürlich im Einzelfall den Eindruck erwecken, dass ich manchmal im Rahmen meines Seins und Handelns gar nichts, manchmal etwas völlig unerwartet anderes ernte. Oder etwas ernte, was ich „wissentlich“ gar nicht gesät habe bzw. zu haben glaube. „Wunscherfüllung“ bzw. „Realitätsgestaltung“ funktioniert nicht ganz so simpel, wie z.B. in „Bestellungen beim Universum“ oder „The Secret“ beschrieben, aber sie funktioniert für mich, auch wenn es mir schwerfällt, genauer zu beschreiben, wie das geht. Und oft genug bemerke ich es auch erst im nachhinein, dass ich einen existenziellen Herzenswunsch gehabt hatte, der gerade erfüllt wurde … und außerdem, was ich hier gelegentlich schon bemerkt hatte: Die Geschenke der Existenz sind (nicht immer, aber) häufig auch stachlig verpackt.

          … das gehört wieder zu dieser „Gedanken erschaffen Realität“-Theorie, die m.E. einfach nur Humbug ist …

          Tja, meine Erfahrung ist hier eben völlig gegenteilig – und ich habe beliebig viele Beispiele dafür erfahren, manche banal, manche extrem frappierend. Ein roter Faden in meinem Leben. „Gedanken“ machen es nicht, das ist auch in meiner Sicht richtig – es geschieht in einer anderen Tiefe, mit einer (mehr oder weniger verzerrten, oder auch völlig abgeblockten) Abbildung in den Raum der Gedanken.

          Ich kann mir verschiedene Modellbeschreibungen dafür vorstellen, nicht nur banal „Wunscherfüllung“, aber das breite ich jetzt nicht im einzelnen aus, da mag jeder seine Vorstellungen anhand eigener Erfahrung entwickeln, oder auch nicht … für mich ist es eine innere dynamische Balance zwischen den Polen „Anvisieren/’Träumen‘ dessen, was für mich sein soll“ und „Loslassen/Nichtwissen/absolutes Urvertrauen“ – wie auch immer, die Basis ist für mich jeweils: Ich und die Existenz sind eins, nicht zwei. Oder auch, wie ich vor Jahren in meinem allerersten Beitrag hier im Blog formulierte (siehe hier, 3. Kommentar von oben):

          Nicht ich bin in der Welt,
          sondern die Welt ist in mir …
          und das macht den ganzen Unterschied.

          Alles in allem: Jedem das Seine. Das meine ich durchaus mehrdeutig. Und dabei lasse ich es bewenden. Ist sowieso hier off-topic.

          • luna
            Mai 8, 2015 um 5:19 pm

            @ Manfred

            Also zunächst mal: Falls Dein Kommentar belegen sollte, dass das mit dem Säen und Ernten doch funktioniert, dann hat das nicht geklappt… 😉

            Und dann: Hört doch mal auf die „Existenz“ (bzw. Gott/Universum/was auch immer) als „Person“ zu betrachten, die „Existenz“ gibt nichts, schenkt nichts, will nichts, sie existiert nur.

            Und eine „Wunscherfüllung“ gibt es deswegen nicht, kann es nicht geben, weil es keinen freien Willen gibt und ohnehin alles vorbestimmt und festgelegt ist, wenn sich also vermeintlich ein Wunsch erfüllt, dann stimmt das was sich ereignet, einfach nur „zufällig“ mit dem Wunsch überein.

            Hier ein Artikel dazu (obwohl das ja alles nix Neues ist):

            http://www.freenet.de/nachrichten/wissenschaft/ist-alles-vorherbestimmt_724672_4702462.html

            P.S.

            „“Ich und die Existenz sind eins, nicht zwei.““

            Ok, dem kann ich mich anschließen.

            P.P.S.

            „“Und dabei lasse ich es bewenden. Ist sowieso hier off-topic.““

            Ihr immer mit Eurem „off-topic“ rolleyes , solange sich ein interessantes Gespräch daraus ergibt ist das m.E. nicht so wichtig, ich meine, wenn einem zu einem Kommentar was einfällt, was jetzt nichts mit dem Artikel zu tun hat, wieso darf man das nicht schreiben?

  7. der kleine hunger
    Mai 6, 2015 um 4:07 pm

    Der Mensch ist ein Individuum, es gibt keine Menschen Individuen. Plural doppeltgemobbelt.

    Egal.

    Es ist auch nicht von einem Ergebnis die Rede gewesen, sondern von Erkenntnisarbeit. Und die endet eben für sie ganz persönlich da wo sie ein Ende setzen. Ihr Ende hat mit Anderen nunmal garnicht´s zu tun.

    Als „Fingerphilosoph“ sollten sie das doch wissen oder soll ihnen jemand dabei das Händchen halten lach

    • der kleine hunger
      Mai 6, 2015 um 8:29 pm

      Ergänzend

      Natürlich / Künstlich

      Ein Schein von Naturhaftigkeit

      Es sind die gesellschaftlichen Verhältnisse selbst, die dieses Selbstbewusstsein der vereinzelten Einzelnen produzieren. Diese Form des Selbstbewusstseins ist jenes von Individuen moderner Gesellschaften, in denen der direkte, von außen wirkende Zwang, durch die internalisierte Selbstkontrolle gesellschaftlicher Werte und Normen ersetzt wurde. Ein sich solchermaßen formierendes Selbstbewusstsein vermittelt einen falschen Schein: Das eigentlich in höchstem Maße gesellschaftlich regulierte Subjekt gibt all jene internalisierten gesellschaftlichen Zwänge und Spannungen als seine eigentliche, zutiefst eigene Natur aus. Somit essentialisiert es die eigene gesellschaftliche Determinierung und erweckt den Schein einer Naturhaftigkeit, wo keine ist. (Elias)

      Und in dieser Kunsthaftigkeit erscheint dann Natur als Symbol alles dessen, was gut, heilsam, normal und gesund, kurzum »natürlich« ist.“ In gleichem Atemzuge hat der „Künstler“ genau diese Prädikate verloren.

      Am laufenden Band, deshalb ja auch kein Individuum, sondern ein Kunstprodukt ohne Eros.

  8. Mai 7, 2015 um 7:07 pm

    Vor 10.000 Jahren hat die Menschheit mit Viehzucht angefangen und bis zur Massentierhaltung perfektioniert. Die moderne Gesellschaftsordnung, sprich Menschenhaltung, weist zunehmend Strukturen und Bedingungen auf, die denen der Massentierhaltung nicht unähnlich sind: Mästung durch Überdosis an Kohlehydrate (besonders schön bei den Amerikanern zu sehen), Gesunderhaltung durch vorsorgliches Impfen und Antibiotikagaben, das Labor ersetzt die normale Fortpflanzung durch
    künstliche Befruchtung plus Selektion des Nachwuchses, Ausgeliefertsein an die Willkür eines undurchschaubaren Systems, Verlust der Entscheidungsfreiheit, Lähmung der Lebensfreude und wenn ein Mensch außer Mist mal etwas produziert, wird es ihm zum größten Teil weggenommen, ohne dass er was dagegen machen kann. Voilà: langfristig gesät, fährt der moderne Mensch nun peu à peu die Ernte ein.

    Es gibt immer wieder Aussteiger, die gegen den Kapitalismus vorgehen, mit dem Ergebnis, dass es eben diese Aussteiger sind, die dem Kapitalismus neue Märkte erschlossen haben und erschließen, bspw. Gütesiegel, Bio-Label etc. Vom fair trade kommt so gut wie nichts bei den Bauern und Landarbeitern an, der Überschuss an Geldmitteln durch teurere Produkte fließt in die Taschen der Kontrolleure, die die Waren der Bauern und Landarbeiter prüfen.In Australien wird sogar ein Cherry-Guevara-Eis verkauft, Kirschgeschmack mit Schokolade. Tatsächlich ist es so, dass der Kapitalismus eben diese Aussteiger braucht, um weiter zu expandieren. Voilà: der Schuss ging für die Aussteiger nach hinten los. Sie arbeiten genau dem zu, was sie um keinen Preis wollen. Ganz ähnlich geht es denen, die in der Spiritualität ihr Heil suchen, um dem Kapitalismus zu entfliehen. Sie sind schon längst vom Kapitalismus wieder verschluckt worden.

    Dies als Ergänzung zu meinem Kommentar zur Erkenntnisarbeit. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass ich die Wirkungsweise dieser Mechanismen durchaus auch bei mir selbst beobachtet habe. Das wollte ich mit meinem Kommentar sagen und sonst nichts.

  9. der kleine hunger
    Mai 7, 2015 um 7:51 pm

    Das sind IHRE Erkenntnisse? Da waren schon andere vor Ihnen dabei lach

    Nenne nur mal Marx, Engels, Hegel, Eisler, Ahrendt, Wehrlhof usw.

    (Viel gelesen @fingerphilosoph 😉 )

    Wenn Sie lesen als Erkenntnisarbeit halten, na dann bitte sehr.

    Einzig Ihre Eigenbeobachtung lässt erkennen, das Sie zur Erkenntnisarbeit in der Lage sind, wenn auch im Rahmen Ihrer Möglichkeiten.

    • der kleine hunger
      Mai 7, 2015 um 7:57 pm

      P.S. Nicht das als „nächstes“ das hier kommt lach

      auch das ist Schnee von gestern.

      „Die Philosophen haben die Welt nur interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern.“(Karl Marx)

      Die Veränderung dieser Welt, ist eine Veränderung jenseits einer Veränderung.

      • der kleine hunger
        Mai 7, 2015 um 8:32 pm

        Ergänzung

        Sie haben den Finger gereicht und ich nehme mal die ganze Hand @Fingerphilosoph, nehmen Sie es ja nicht persönlich lach

        Der Auszug ist für alle da 😉

        „Genaue Selbsterkenntnis ist eine notwendige Voraussetzung dafür, sein eigentliches Wesen zu erkennen. Wer sich selbst auf den Grund kommen will, tut eventuell gut daran, die Hilfe von Lehrern in Anspruch zu nehmen, sei es in spiritueller Hinsicht oder in psychotherapeutischer. Wer sich jedoch zu lange oder für immer an einem Lehrer, einer Tradition oder Techniken festhält, wird nicht zu seinem inneren Kern kommen. Jede Autorität, jede von außen kommende und jede innere Überzeugung müssen sobald wie möglich beiseite gelegt werden, sonst kommt es lediglich zu einem Befolgen und Nachmachen. Sei dir selbst ein Licht. Nur du selbst kannst letztlich sehen, wer du bist. Dazu allerdings muss sich ein Mensch ganz genau kennen, um den Fallen seines eigenen Denkens zu entgehen. Beobachte wie du sprichst, welche Handbewegungen du machst, welche innere Stimmung in dir ist, wie sich der Körper anfühlt. Um dich selber zu erkennen, nimm vor allem wahr, wie du auf Andere reagierst. Deinen Ärger, dein Geschmeicheltsein, deine Enttäuschung. Nimm wahr, ohne zu analysieren oder zu rechtfertigen. Untersuche nicht deine Vergangenheit, sondern deine Gegenwart. Aus der gründlichen Beobachtung deiner selbst mit allen Sinnen kommt die Veränderung.“

        • Mai 8, 2015 um 12:27 am

          “Aus der gründlichen Beobachtung deiner selbst mit allen Sinnen kommt die Veränderung.“

          Woraus die Bewusstwerdung dahingehend vollzogen wird, das Vermögen des eigenen Körpers und seine Grenzen kennenzulernen. Die notwendig wird, um zu umgehen, was der Zeitgeist für wohlwollende Produkte für einen bereithält. Die jenen als Schnäppchen erscheinen, die besagtes Vermögen nicht wertschätzen können.

          Gruß Guido

    • Mai 8, 2015 um 11:14 am

      @ kleiner hunger:

      Sie sind auch schon wieder munter dabei, mir zu sagen, wer ich bin oder nicht bin, was ich gelesen habe oder nicht gelesen habe, wie weit oder nicht weit ich auf dem Erkenntnisweg bin, was für Fähigkeiten ich habe oder nicht habe. Das heißt, auch Sie wissen schon wieder besser, wer ich bin als ich selbst.

      Immer scheint es drum zu gehen, den anderen zu beurteilen, zu verurteilen, um sich auf Kosten anderer selber zu profilieren. Immer geht es darum, dass der Mensch nicht bei sich selber bleibt und aus seiner Erfahrung heraus einfach berichtet, sondern auf den anderen übergreift und damit die Grenzen überschreitet, die für einen Austausch notwendig sind. Ich habe diese Art von Diskussion inzwischen schon zu häufig erlebt, um mich darauf nochmal einzulassen. Inzwischen frage ich mich, ob es im Internet überhaupt eine andere Art von Diskussion gibt, oder ob dieses Liken und Nicht-Liken die Leute dazu zwingt, permanent andere zu begutachten und zu beurteilen, als wären die Anderen bloß eine Ware.

      • Der kleine Hunger
        Mai 8, 2015 um 12:05 pm

        Keiner sagt Ihnen wer sie sind.

      • tulacelinastonebridge
        Mai 8, 2015 um 12:15 pm

        fingerphilosoph hat schon recht. Es ist ein Bäumchen-wechsle-Dich-Spiel. Ende!

        • Der kleine Hunger
          Mai 8, 2015 um 12:28 pm

          Wen interessiert dein Kopf Kino, mich nicht tula
          Trefft euch doch mal und macht ringeringereihe.

          Wer weiß wer er ist, kommt nicht auf solche Gedanken Gaenge, der sitzt halt in der hoehle, macht doch nix.

        • tulacelinastonebridge
          Mai 8, 2015 um 12:39 pm

          Genau und da haben wir schon wieder so ein Kommentar, deine Kommentare ersticken jede Kreativität im Keim.
          Ich mein, du bist ja nicht der Einzige der diese Schiene fährt, gibt ja genug solche Kommentatoren wie Du, ganz Blogs werden dadurch kaputt gemacht, mundtot gemacht. 😦

      • luna
        Mai 8, 2015 um 5:30 pm

        @ fingerphilosoph

        „“Inzwischen frage ich mich, ob es im Internet überhaupt eine andere Art von Diskussion gibt, oder ob dieses Liken und Nicht-Liken die Leute dazu zwingt, permanent andere zu begutachten und zu beurteilen, als wären die Anderen bloß eine Ware.““

        Dein Kommentar war zwar nicht an mich gerichtet, dennoch fühle ich mich angesprochen, da ich ja kürzlich auch „gefällt mir“ unter Deinen Kommentar geschrieben habe und jetzt etwas erschüttert bin, dass sowas bei Dir offenbar als „Beurteilung“ ankommt.

        So war das sicher nicht gemeint, ich mache das sehr selten und wenn, dann soll das bedeuten, das ich mich über den Kommentar freue bzw. eine ähnliche Sichtweise habe, eine Begutachtung soll das nicht darstellen.

        P.S. @ all

        Das was Diskussionen m.E. tötet ist dieses „lassen wir’s dabei bewenden“, da fühle ich mich wirklich „mundtot“ gemacht.

        • Mai 9, 2015 um 5:42 pm

          @ luna

          Liken und Nicht-Liken hat sein Pendant im Applaus, den es im Theater für eine gelungene Darbietung gibt. Mit dem Applaus wird die Leistung des Schauspielers bewertet. Der Schauspieler muss ein Bedürfnis des Publikums befriedigen, dann wird er mit Applaus belohnt. Befriedigt er das Bedürfnis nicht, fällt er beim Publikum durch. Das ist reines Konsumverhalten.

          Das Internet scheint die Plattform zu sein, wo gleichzeitig jeder Schauspieler und Publikum ist und jeder jeden mit Smileys und Daumen-hoch bewertet. Die „Leistung“ besteht darin, zu gefallen. Gefallen tut man, wenn man den Anderen (denen im Publikum) ähnlich ist bzw. eine ähnliche Meinung vertritt wie der, der momentan im Publikum sitzt.
          Zur Diskussion trägt das nichts bei.

          Was mich angeht, möchte ich nicht weiterdiskutieren, wenn eine Diskussion übergriffig wird oder wenn sie nur noch im Leerlauf rotiert. Was ich unter „übergriffig“ verstehe, habe ich weiter oben dargelegt.

      • luna
        Mai 9, 2015 um 7:39 pm

        @ fingerphilosoph

        „“Liken und Nicht-Liken hat sein Pendant im Applaus, den es im Theater für eine gelungene Darbietung gibt. Mit dem Applaus wird die Leistung des Schauspielers bewertet.““

        Das mag so sein, ich persönlich sehe es trotzdem anders, weil ich das „Nicht-Liken“ gar nicht in Betracht ziehe (genausowenig wie ich im Theater den Schauspieler ausbuhen würde), deshalb sehe ich das „Liken“ nicht als Bewertung, sondern als Kompliment und das muss dann auch nichts zur Diskussion beitragen.

        Im Übrigen gehört das Bewerten mit Daumen hoch/runter bzw. Smileys noch zu den harmloseren Dingen, die einem im Internet widerfahren können; und was das „übergriffig“ angeht, naja ich sag’s mal so, Ihr seid hier einfach nicht besonders kritikfähig…

  10. der kleine hunger
    Mai 8, 2015 um 6:53 am

    „Ein-geimpft-e“ Information

    weiterer Auszug

    Die menschliche „Liebe“ hat kaum etwas mit Liebe zu tun hat. Sie betrachtet Verständnis, Sympathie, Mögen als Ausdruck von Liebe. Sie kriegen beigebracht, tolerant zu sein, und die Religionen predigen Mitgefühl, als könne dies hervorgerufen werden.
    Dass es nötig ist, zum Verständnis aufzufordern, ist ein Beleg dafür, dass diese „Menschheit“ sich in der Abwesenheit von Liebe befindet.

    Gesetze und Moral kommen dann, wenn keine Liebe da ist. Deshalb gibt es die Zehn Gebote, das Grundgesetz und das moralische Selbstverständnis unserer Gesellschaft. Es sind vom Denken ergriffene Maßnahmen, um ein Desaster zu verhindern.

    Das Denken hat die Nicht-Liebe erfunden, die Lüge, die Gewalt, die Gier. Ihm ist ein Dasein fremd, in dem es nur Wahrheit gibt, Liebe und Mitgefühl. Aber da Sie dem Denken verpflichtet sind, erzogen und konditioniert durch eine dem Denken unterworfene Gesellschaft, setzen Sie dieses Instrument ein, um das Schlimmste zu verhindern und erstellen Regeln. Die Liebe lässt sich aber nicht regeln oder herstellen. Wenn Ihr Bewusstsein sich nicht radikal ändert und sich dem Tieferen in Ihnen ergibt, wird es nie wissen, was Liebe ist.

    Abhängigkeit, Besitzdenken und Eifersucht prägen die meisten Beziehungen und sind nicht Liebe. Das gegenseitige Gewähren von angenehmen Empfindungen und die Vermittlung des Gefühls von Geborgenheit haben nichts mit Liebe zu tun. Wer in Beziehung ist, um geliebt zu werden, um der Einsamkeit auszuweichen oder weil er das Alleinestehen nicht schafft, liebt nicht.

    Schon als Kinder werden dazu gebracht, die Welt über das Denken wahrzunehmen, zu verstehen und zu interpretieren. Der Wert des sinnlichen Erlebens spielt eine untergeordnete Rolle. Und um die negativen Auswirkungen dieser Konditionierung im Zaum zu halten, werden sie erzogen und die Regeln der Gesellschaft und des Zusammenlebens beigebracht, deren Nichtbefolgung unter Strafe stehen. Das nennt man dann Zivilisiertheit, ein auf vernünftiger Einsicht beruhendes Verhalten.

    Das auf dem Vorrang des Denkens beruhende Weltbild kann sich eine friedliche Welt ohne Gesetze und Strafen nicht vorstellen. Kriege, Ausbeutung, Gewalt, alles Leid entstehen dadurch.

    Wer einen anderen Menschen fühlt, kann ihm nichts zu Leide tun. Diese Haltung liegt nicht nur den kriegerischen Auseinandersetzungen zugrunde, sondern ist in allen politischen, gesellschaftlichen Diskussionen zu sehen.

    Diese „Menschheit“ hat kein Überleben.

    • luna
      Mai 8, 2015 um 5:50 pm

      „“Dass es nötig ist, zum Verständnis aufzufordern, ist ein Beleg dafür, dass diese “Menschheit” sich in der Abwesenheit von Liebe befindet.
      Gesetze und Moral kommen dann, wenn keine Liebe da ist. Deshalb gibt es die Zehn Gebote, das Grundgesetz und das moralische Selbstverständnis unserer Gesellschaft. Es sind vom Denken ergriffene Maßnahmen, um ein Desaster zu verhindern.““

      Dem kann ich zwar einerseits zustimmen, ich frage mich aber trotzdem, ob es einen Unterschied machen würde, wenn es keine Gesetze, Moral, Gebote gäbe, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich die Menschen dann gegenseitig einfach abmetzeln würden o.ä…

      • Mai 9, 2015 um 10:12 am

        Sehe ich auch so. Dass diese Menschen sich nicht abmetzeln zeigte doch dieser Artikel:
        Davon, wie Kinder selbstbestimmt werden bzw. bleiben …

      • der kleine hunger
        Mai 9, 2015 um 11:09 am

        „Statt mit unserem ganzen Wesen unsere aggressive Natur zu sehen, wodurch sie vielleicht auf natürliche Weise enden würde, erdenken wir uns das Ideal eines Gegenteils und nehmen uns vor, uns zu ändern. Das Denken erliegt der Illusion, dass es sich selber objektiv anschauen und korrigierende Maßnahmen ergreifen kann. Tatsächlich ist jedoch der Beobachter identisch mit dem Beobachteten und glaubt, sich wie Münchhausen am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen zu können. Wir errichten dadurch in uns einen Konflikt, der das Problem auf keinen Fall grundsätzlich lösen kann, sondern es im Gegenteil sogar vor seiner Auflösung schützt.“

        Sie sind aggressiv und Aggression zeitigt sich nicht „nur“ im unmittelbaren von Konflikt-herden, sondern dieser „Entladung“ geht ein dauerndes aggressives Verhalten voraus. Und da müssen sie nicht „in die weite Welt“ schauen.

        Aggression beginnt bereits da wo sich sich selbst gegenüber eine Verneinung dessen stattfindet, was man einfach nicht sein will aber ist. Das Selbstbild wird somit verdrängt und ruft unwillkürlich Aggressionen hervor, die sich an denen als Aggression ausslässt welche ihrem Selbstbild entsprechen.

        • der kleine hunger
          Mai 9, 2015 um 11:14 am

          Ergänzung

          Sie können nichts wissen über das „Andere“, höchstens Vorstellungen haben, die sich aus dem Bekannten zusammensetzen. Das ganz Andere kann jedoch nicht von dem her begriffen werden, was sie wissen. Die Anwendung des Bekannten kann nicht ins Unbekannte führen.

          Deshalb werten sie, vergleichen sie, weil sie nicht´s sind, nichteinmal Geschichte.

    • Mai 9, 2015 um 10:36 am

      Danke für den Auszug, mit dessen Inhalt ich resonieren kann (wollte er schreiben, dass er mit stimmig zu sein scheint, wo ich ja dann beim Denker war).

      VG Martin

  11. Gerd Zimmermann
    Mai 9, 2015 um 7:37 pm

    „Der Kosmos ist ja auch eine Idee

    des

    Gesamt bewusst sein

    s“

    Lieber Guido, bekommst Du da nicht kalte Füße.

    Der verkörperte Mensch. Eine Idee im gedachten Kosmos.

    Nun bekomme Dich aber selber wieder ein, Du haust hier
    Dinger raus ,
    Wenn der Kosmos eine Idee ist,

    ist ja auch der Inhalt eine Idee.

    Nicht denkbar.

    Diese Idee wird abgelehnt.

    Der Kosmos eine Idee,
    ich lache mich kaputt
    eine Idee Gottes vielleicht noch.

    Wie Schiller schreibt.
    Das Universum ist eine Idee Gottes.

    Guido, gehe und lasse Dich impfen.

    Gruss Gerd

    • der kleine hunger
      Mai 9, 2015 um 8:41 pm

      Keine Idee, sondern Mittel zum Zweck. Wobei der Zweck sich als Mittel erweist.

      Sprachlich ganz einfach. aus eins mach zwei um eins zu werden. Nur ist Eins NICHT zwei und zwei nicht eins. Ganz ein-fach.

      • luna
        Mai 9, 2015 um 8:52 pm

        @ Kleiner Hunger

        Einfacher konnte man es jetzt wirklich nicht erklären… 🙂

        • der kleine hunger
          Mai 9, 2015 um 9:05 pm

          Ganz so einfach ist es dann auch nicht. Eher einfacher als einfach.

          Ich verrate Euch was. Es war als Spiel gedacht, ok. Nur ist das Spiel noch garnicht gelaufen, weil es nie beginnt. Auf was Ihr wartet, ist der Beginn. Stimmt´s

      • Mai 9, 2015 um 8:58 pm

        hihi,….

        • luna
          Mai 9, 2015 um 9:09 pm

          „“Auf was Ihr wartet, ist der Beginn. Stimmt´s““

          Nö.

          • der kleine hunger
            Mai 9, 2015 um 9:12 pm

            Nö, genau.

  12. Juni 4, 2015 um 9:24 pm

    Epidemien und Pandemien gibt es erst … seit es uns Menschen gibt ?!

    http://www.gold-dna.de/gemeinsaminstal/seite3sw5.html#0061

    Gruß Guido

  13. Gerd Zimmermann
    November 1, 2015 um 6:52 am

    Von einem der auszog das Gruseln zu lernen 😈😇

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