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Doppelmoral: Aufforderung zu einem Verbrechen

Ich möchte aufgrund der seitens unserer Medien und Politiker weiterhin zu beobachtenden Kriegshetze nochmal einen Artikel zum Thema bringen, der auf Kritisches Netzwerk veröffentlicht wurde, und aufzeigt, mit welcher Doppelmoral unsere Hinter- und Obertanen uns Untertanen mit ihrer Medienmacht ein weiteres Mal hinter´s Licht zu führen versuchen, um uns für einen weiteren Krieg zu motivieren, aber lest selbst:

Führende Zeitungen hetzen zum ‚Schwersten Internationalen Verbrechen’ auf – von Jim Naureckas (Quelle)

Nachdem die New York Times John Boltons „Bombardiert den Iran, um die iranische Bombe zu stoppen“ (3/26/15; FAIR Blog)  gedruckt hatte, nach Joshua Muravchiks „Krieg gegen den Iran ist wahrscheinlich unsere beste Option,“ (3/13/15) brachte der altgediente investigative Reporter Robert Parry das in exzellenter Weise auf den Punkt (Consortium News, 3/28/15):

Wenn zwei bedeutende Zeitungen in, sagen wir Russland, groß aufgemachte Artikel brächten, in denen offen die unprovozierte Bombardierung eines Landes, sagen wir Israels, befürwortet würde, würden die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und die Medien wüten mit Verurteilungen wegen „Aggression,“ „kriminellem Verhalten,“ „Wahnsinn“ und „Verhalten, das nicht in das 21. Jahrhundert passt.“

Aber wenn das amerikanische Zeitungen machen – die New York Times und die Washington Post – und es sich beim angegriffenen Land um den Iran handelt, dann zuckt niemand in der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und in den Medien mit der Wimper. Diese hetzerischen Artikel – diese Aufforderungen zu Mord und Bruch des Internationalen Rechts – werden sozusagen als normale Diskussion angesehen in dem Land des Exzeptionalismus.

Sich für Krieg einzusetzen ist nicht wie sich für die meisten anderen politischen Vorgangsweisen einzusetzen, weil Krieg ein Verbrechen ist, wie der Friedensaktivist David Swanson ausführt. Krieg wurde 1928 durch den Kellogg-Briand-Pakt geächtet, in dem die Vereinigten Staaten von Amerika, die Sowjetunion, China, Britannien, Deutschland, Frankreich, Japan und 55 weitere Länder „die Zuflucht zum Krieg zur Lösung internationaler Kontroversen verurteilten und diesem als Instrument der Politik in ihren gegenseitigen Beziehungen abschworen.“

Die Angeklagten in Nürnberg wurden verurteilt und gehängt, weil sie die Politik betrieben hatten, die auf den Seiten von Washington Post und New York Times befürwortet wird.

Kellogg-Briand bildete die Grundlage für die Anklage wegen „Verbrechen gegen den Frieden“ beim Nürnberger Tribunal gegen Naziführer, von denen einige gehängt wurden für „Planung, Vorbereitung, Anbahnung oder Durchführung eines Angriffskriegs.“ In Nürnberg stellte der oberste Ankläger der Vereinigten Staaten von Amerika Robert H. Jackson fest:

Einen Angriffskrieg zu beginnen ist daher nicht nur ein internationales Verbrechen, es ist das schwerste internationale Verbrechen, das sich von anderen Kriegsverbrechen nur dadurch unterscheidet, dass es in sich das gesamte Übel des Ganzen enthält.

Der Geist von Kellogg-Briand floss in die Bildung der Vereinten Nationen ein, deren Charta ihre Unterzeichner verpflichtet, dem Krieg und der Drohung mit Krieg abzuschwören:

Alle Mitglieder sollen in ihren internationalen Beziehungen Abstand nehmen von der Drohung mit oder dem Einsatz von Gewalt gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit eines jeden Staates.

Krieg zu befürworten, wie es Washington Post oder New York Times auf ihren Kommentarseiten getan haben, ist also die Aufforderung zu einem Verbrechen – „dem schwersten internationalen Verbrechen,“ wie Jackson festgestellt hat. Wie würden wir reagieren, wenn führende Zeitungen Artikel bringen, in denen ausgeführt wird, dass Genozid die beste Lösung für einen internationalen Konflikt ist – oder dass Lynchen die Antwort auf Probleme im Inland ist? Einen unprovozierten Angriff gegen ein anderes Land zu fordern liegt genau auf dieser Ebene.

Jim Naureckas

Erstveröffentlichung auf Kritisches Netzwerk

Kategorien:Politik Schlagwörter: , ,
  1. Gerd Zimmermann
    April 6, 2015 um 2:13 pm

    Es gibt ein Buch

    Krieg und Frieden

    ja,ja aus den kremelland

    feiert erst mal krieg
    wenn ihr krieg fertig gefeiert habt
    weckt mich zum frieden
    sonst habe ich das happy-end
    total verpennt

  2. Gerd Zimmermann
    April 6, 2015 um 2:29 pm

    Sich auf den Mond zu setzen und dem Treiben auf der Erde zu folgen,
    vollkommen teilnahmelos, spannend, wer da was steuert.

    Sich neben ein Universum zu setzen und zu schauen, wer da was steuert.

    Eine Frage des Bewusstsein, der Wahrnehmung.

    Bin ich im falschen Blog, ach hier geht es um Krieg.

    SORRY.

    • luna
      April 6, 2015 um 6:49 pm

      🙂

  3. luna
    April 6, 2015 um 6:45 pm

    „“Ich möchte aufgrund der seitens unserer Medien und Politiker weiterhin zu beobachtenden Kriegshetze nochmal einen Artikel zum Thema bringen, der auf Kritisches Netzwerkveröffentlicht wurde, und aufzeigt, mit welcher Doppelmoral unsere Hinter- und Obertanen uns Untertanen mit ihrer Medienmacht ein weiteres Mal hinter´s Licht zu führen versuchen, um uns für einen weiteren Krieg zu motivieren““

    So wie ich das sehe, versuchen sie nicht „uns“ für einen Krieg zu motivieren, das brauchen sie gar nicht, wenn sie den wollen, dann ziehen sie den sowieso durch, sie suchen bestenfalls eine Rechtfertigung bzw. versuchen die Menschen darauf einstimmen.

    „“Wenn zwei bedeutende Zeitungen in, sagen wir Russland, groß aufgemachte Artikel brächten, in denen offen die unprovozierte Bombardierung eines Landes, sagen wir Israels, befürwortet würde““

    Ich würde mal spontan vermuten, die US-Regierung würde begeistert in die Hände klatschen, das wäre für die doch ein weiterer Grund für einen Krieg gegen Russland.

    „“Aber wenn das amerikanische Zeitungen machen – die New York Times und die Washington Post – und es sich beim angegriffenen Land um den Iran handelt, dann zuckt niemand in der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und in den Medien mit der Wimper.““

    Wieso sollten die mit der Wimper zucken, die Medien werden ja wohl von der Regierung angewiesen solche Artikel zu schreiben.

    P.S.

    Wer ist eigentlich „uns“?

    Ich gehöre da nicht dazu, denn erstens betrachte ich mich nicht als „Untertan“ und zweitens gibt es auch keine Möglichkeit mich für einen Krieg zu „motivieren“; mal ehrlich existieren allen Ernstes Menschen, die aufgrund solcher Zeitungsartikel schreien: Juhu, lasst uns den Iran angreifen? Ich habe bekanntermassen keine allzu hohe Meinung über den geistigen Zustand der Menschheit, aber mit der Vorstellung, jemand könnte derart manipuliert und verblödet sein, habe ich trotzdem Schwierigkeiten. Ich jedenfalls habe noch nie jemanden getroffen, der Krieg in irgendeiner Form befürwortet hätte.

    P.P.S.

    Ich persönlich bevorzuge es gar keine Zeitung zu lesen, anstatt über die „bösen“ Medien zu schimpfen, spart eine Menge Zeit, Ärger und Energie.

    „Wenn Du die Zeitung liest, weisst Du nicht, was in der Welt passiert. Du weisst nur, was in der Zeitung steht.“

    😉

  4. der kleine hunger
    April 6, 2015 um 7:12 pm

    „“Ich jedenfalls habe noch nie jemanden getroffen, der Krieg in irgendeiner Form befürwortet hätte.““

    Kriege wurden noch nie befür-wortet, allenfalls wurden sie als von der Masse als Not-wendig erachtet, die Gründe der Notwendigkeit die wurde ihnen geliefert. Es ist eine Fehleinschätzung zu meinen, nur Aufgrund von Friedenszeiten anzunehmen das kein Krieg gewollt wird. Alles nur eine Frage der Umstände. Das war immer schon so und auch heute ist Krieg wenn auch unterschwellig immer eine Option wenn sich die eigenen Umstände entsprechend ändern. Wohlstand „verteidigt“ sich immer unter der Flagge keinen Krieg zu wollen allerdings schließt das Krieg nicht aus.

    Vorne herum (wie man so „schön“ sagt) wird das keiner sagen allerdings wird er dann auch nichts sagen wenn Krieg ist. Auch das zeigt ein Blick in den „Rück-spiegel“.

    Krieg als solcher ist lediglich eine Ansammlung von nicht erfüllten Gelüsten, Frust erzeugt den Krieg zu sich selbst, der sich dann lediglich anderen gegenüber entlädt und um so mehr Frustration erzeugt wird (im Gesamtgefälle) um so höher die Bereitschaft Kriege zu führen. Die Kriegsgefahr geht von JEDEM Einzelnen aus. Im „großen“ wie im „kleine“. Gewollt oder nicht das stellt sich dann im Nachinein ja immer so dar.

    Krieg wollen sie allenfalls nicht vor der eigenen Tür, denn da würde er nur störend wirken, allerdings sind die Tendenzen aus reiner langer Weile und erhöhtem Frustrationspegel schon so, daß ein Krieg durchaus als eine „Disneyland-Veranstaltung“ durchaus auch im eigenen Land angesehen wird, so wie es in Exjugoslawien der Fall war und immer noch ist.
    Bissl totschiessen und dann wieder gut.

    • der kleine hunger
      April 6, 2015 um 7:25 pm

      P.S. Nur kurz ein paar Worte zur NATO.

      In der Balkankrise respektive dem Exjugoslawien war es der NATO zu verdanken das dort nicht noch mehr Massenmorde geschehen sind.

      Was dort alles passiert ist und eben NICHT durch militärische Grundeinheiten, sondern durch ganz normale Durchnitts“menschen“, die sich zum Teil zwar Militärisch gaben, allerdings woher denn rekrutiert ??!!

      Was dort für ein Aggresionspontenzial und an Potenzial zu Grausamkeiten sich nur Ansatzweise gezeitigt hat, sprengt alle Vorstellungskraft und zeigt einzig auf, das NICHTS etwas daran ändern kann und das betrifft keinesfalls nur die Balkanstaaten.

      Nun komme keiner mit „der Mensch ist grausam“ o.ä. nein frage sich ein jeder woher diese Grausamkeit kommt und finde er für sich eine Antwort oder auch nicht.

      • April 6, 2015 um 10:13 pm

        So weit ich vernahm, hat der Exzess erst so richtig mit dem Bombardement durch die NATO begonnen …

        • der kleine hunger
          April 6, 2015 um 10:21 pm

          Ah Herr Bartonitz, die Bomben waren der Grund sich gegenseitig abzuschlachten. Ok, wenn sie das so vernommen haben, bitte sehr.

    • luna
      April 6, 2015 um 8:26 pm

      „“Kriege wurden noch nie befür-wortet, allenfalls wurden sie als von der Masse als Not-wendig erachtet, die Gründe der Notwendigkeit die wurde ihnen geliefert.““

      Schon, aber es muss doch langsam mal durchschaut werden, dass diese Gründe nur vorgeschoben bzw. künstlich inszeniert wurden und außerdem, dass das Volk noch nie von einem Krieg profitiert hat.

      „“Krieg wollen sie allenfalls nicht vor der eigenen Tür, denn da würde er nur störend wirken, allerdings sind die Tendenzen aus reiner langer Weile und erhöhtem Frustrationspegel schon so, daß ein Krieg durchaus als eine “Disneyland-Veranstaltung” durchaus auch im eigenen Land angesehen wird““

      Klingt zwar logisch, und dass Menschen sich aus reiner Langeweile Krieg wünschen habe ich auch schon mal gehört, aber irgendwie bin ich davon ausgegangen, die Zeiten hätten sich geändert.

      Aber anscheinend ist das doch nicht so, wenn Ego-Shooter oder Paintball o.ä. nicht mehr ausreichend sind, um Frust und Langeweile zu kompensieren, dann muss es wohl um echtes Menschenleben gehen…

      https://www.freitag.de/autoren/ernstchen/wider-die-langeweile

      „“frage sich ein jeder woher diese Grausamkeit kommt und finde er für sich eine Antwort oder auch nicht““

      Ich finde keine Antwort, ich habe sogar lange Zeit ernsthaft geglaubt, dass Menschen grundsätzlich „gut“ sind und dass es sich bei den „Bösen“ um psychisch kranke Einzelfälle o.ä. handelt, irgendwann musste ich dann einsehen, dass ich da wohl nicht ganz richtig lag…

      • der kleine hunger
        April 6, 2015 um 9:11 pm

        „“Schon, aber es muss doch langsam mal durchschaut werden, dass diese Gründe nur vorgeschoben bzw. künstlich inszeniert wurden und außerdem, dass das Volk noch nie von einem Krieg profitiert hat.““

        Die vorgeschobenen bzw. künstlich inszenierten Gründe sind doch genau das was das Volk braucht. Es braucht für und vor sich eine Rechtfertigung. Was ist denn das Volk?? Das was sich territorial als Mengeneinheit organisiert hat und anderen territorial orgnisierten Mengeneinheiten gegenübersteht. Nichts weiter als eine vergrösserte Sippe, Rudel das sich Humanoid darstellen (klingelt´s?)

        Du gehst bei Menschen von einer Gemeinsamkeit aus, Menschheit ist KEINE Art !!

        Volk ist lediglich ein künstliche Organisationsbegrifflichkeit.
        Be-völkerung wäre angebrachter, da Volk ein Begriff ist der den Begriff Elite erst ermöglicht da er in Abgrenzung zum Volk erst entsteht.

        Also Bevölkerung eines begrenzten Territoriums.

        Profitiert eine Bevölkerung von einem Krieg? Schau in den Rückspiegel. Die Frage lässt sich doch nicht grundsätzlich verneinen. Die Frage ist doch lediglich welche Bevölkerung daraus Profit schlägt.

        Krieg hin oder her. Es ging um die Grundaussage das es falsch ist davon auszugehen das keiner Krieg will respektive ein Kriegs-grund erst gefunden werden muss.

        In den Köpfen herrscht immer Krieg, für Frieden ist der Fried-hof da.

        • luna
          April 6, 2015 um 9:47 pm

          „“Nichts weiter als eine vergrösserte Sippe, Rudel das sich Humanoid darstellen (klingelt´s?)

          Du gehst bei Menschen von einer Gemeinsamkeit aus, Menschheit ist KEINE Art !!““

          Ja, das hast Du schon oft gesagt und theoretisch ist mir das auch klar, aber ich krieg‘ das einfach nicht verinnerlicht.

          Und das Wort „Volk“ klang in meinen Ohren auch schon falsch, aber ich wusste kein anderes, auf „Bevölkerung“ bin ich jetzt nicht gekommen.

          „“Krieg hin oder her. Es ging um die Grundaussage das es falsch ist davon auszugehen das keiner Krieg will respektive ein Kriegs-grund erst gefunden werden muss.

          In den Köpfen herrscht immer Krieg, für Frieden ist der Fried-hof da.““

          Wie gesagt, irgendwie klingt es logisch, aber so richtig will das bei mir einfach nicht ankommen.

          • der kleine hunger
            April 6, 2015 um 10:02 pm

            Ich hatte heute bereits an anderer Stelle einiges gepostet.

            Logik ist kein Maßstab sondern lediglich ein Instrument welches sich der Verstand bedient (Achtung: Verleugne nicht Deinen Verstand, Du weist was ich meine !) 😉

            Ankommen muss garnichts, ist nämlich schon da.

            Geb mal ein Stichwort.

            Selbstregulation (auch hier bitte NICHT mit diesem Pseudokram „Selbst“ in Verbindung bringen) Mit Selbst bist DU gemeint.

          • luna
            April 6, 2015 um 10:24 pm

            „“Geb mal ein Stichwort.

            Selbstregulation (auch hier bitte NICHT mit diesem Pseudokram “Selbst” in Verbindung bringen) Mit Selbst bist DU gemeint.““

            Ok, mit dem Stichwort kann ich was anfangen.

      • April 6, 2015 um 9:13 pm

        Hier ist Zeitgeist am Werk, dem von der Gesellschaft eine Bühne geschaffen wurde. Wir hatten das Thema mal angerissen:

        https://faszinationmensch.com/2014/09/01/von-atombomben-und-all-den-anderen-katastrophen/

        Mit Gut und Böse hat das im Grunde nichts zu tun.

        Gruß Guido

  5. Helga Müller
    April 6, 2015 um 9:17 pm

    „Führende Zeitungen hetzen zum ‚Schwersten Internationalen Verbrechen’ auf – von Jim Naureckas (Quelle)“

    Und mir fällt ein sogenannter Historiker ein, der momentan im DLF und mit Suchmaschine in den vergangenen Wochen in diversen Printmedien etwas sagte, was dann auch gedruckt wurde.
    Aber er sagt immer noch, daß 11/9 durch einen ein Islamisten kam und daß wir TTIP brauchen….
    Es muß ein Gekaufter sein, den die Macht nun als Orakel nutzt- der aber tatsächlich öffentlich das Versaubeutelte der sogenannten westlichen Werte einordnen und harmonisieren darf.

  6. tulacelinastonebridge
    April 6, 2015 um 11:23 pm

    Aha Krieg, es geht um Konditionierung, eine Mensch der sich von Konditionen befreit hat, hat wohl kein Interesse mehr am Krieg.

    …..Konditionierung

    Konditionierung durch die Eltern ist die größte Sklaverei der Welt. Wenn das Kind falsch aufgezogen wird, läuft die gesamte Menschheit schief. Das Kind ist der Samen. Wenn der Samen von wohlmeinenden Menschen vergiftet und verdorben wird, von Menschen, die es gut meinen, dann gibt es keine Hoffnung für ein freies, menschliches Individuum.

    Wenn das Kind nicht von Anfang an konditioniert wird, dann hat man Angst, dass es so intelligent wird, so wachsam und bewusst, dass sein gesamter Lebensstil rebellisch wird. Und niemand mag Rebellen, jeder wünscht sich fügsame Menschen.

    Eltern lieben das fügsame Kind. Aber vergiss nicht, das rebellische Kind ist das intelligente Kind. Das rebellische Kind wird nicht respektiert oder geliebt. Die Lehrer lieben es nicht, die Gesellschaft zollt ihm keinen Respekt. Es wird zermalmt.

    Genies sind selten, und das nicht, weil Genies selten geboren werden. Genies sind selten, weil es sehr schwierig ist, dem Konditionierungsprozess der Gesellschaft zu entkommen. Nur hin und wieder schafft es ein Kind, sich aus dessen Fängen zu lösen. Wenn dem Kind gestattet und geholfen wird, seine Individualität ungehindert zu entwickeln, werden wir in einer wunderschöne Welt leben. Dann wird es zahlreiche Buddhas geben, zahlreiche Menschen wie Socrates und zahlreiche Menschen wie Jesus. Es wird eine enorme Vielfalt an Genies geben. Osho……

    Lg

    P.S.Die Menschheit wird sich schon befreien, geht ja gar nicht anders. Das Leben selbst befreit sich.

  7. Gerd Zimmermann
    April 6, 2015 um 11:26 pm

    Habe gerade Reinhard Mey gehoert, Was in der Zeitung steht

    .

    Irgendwie scheint der erwachsener zu sein.

  8. Sandra
    April 7, 2015 um 8:12 am

    Doppelmoral und die Frage der Freiheiten und Sicherheiten
    Zum Freiheiten unfallfrei nehmen, benötigt man Sicherheiten (Redundanz). Ausgangspunkt ist immer meins/Meins und das des Anderen, der Energiekontext im Kleinen und Großen.

    Praxisbeispiel zur Architektur:
    Insel Röm – der breiteste Strand Europas
    Dieser soll und wird frei zum ‚besiedeln‘ und bespielen belassen. Daher gilt die Regel, das alle abends den Platz räumen und jeden Tag das Spiel von vorn beginnt. Dies verhindert eine feste Besiedlung, Bebauung, zivile Verwilderung. Einige achten auf ihr Material, ihr fahrerisches Können, die Veränderlichkeit des Untergrundes und bewegen sich dementsprechend – parken im sichern Bereich, fahren weit vor, testen das Potential, erweitern ihre Fähigkeiten spielend. Übertreibungen können dazu führen, sich im Sand festzufahren. Über das Risiko machen sich einige vorher Gedanken, viele nicht – verlassen sich auf Andere. Die städtlichen Abschlepper mit Lizenz nehmen 260 Euro, ein kleiner Privater 20 Euro. Andere werden daher bekämpft (machen den Preis kaputt). Gibt es Leute mit entsprechenden Fahrzeugen, die andere freiwillig ohne Gegenleistung abschleppen, kann dies jedoch nicht verhindert werden – zudem kann dies ein Spaß für alle Beteiligten sein.

    Um sich Freiheiten zu nehmen, muß man rechnen können und sich entsprechende Sicherheiten aufbauen.
    Beispiele:
    Frauen neigen dazu, der Familie den Rücken frei zu halten – nehmen dies -sich selbst- aber oft zu wichtig. Initial durch ein hohes vertretbares und unterstütztes Ziel, z.B. Vorbereitung auf einen Ultramarathon, kann die Aufgabe losgelassen und lockerer gehandhabt werden.

    Redundante Konfiguration von Werkzeugen:
    z.B. Arbeit teils mit Ortsgebundenheit, teils ohne.
    z.B. Aufbau Expeditionsmobil (Unterbau + abnehmbarer Aufbau).
    z.B. Energie Altfahrzeug mit hohem Spritverbrauch kann sinnvoll sein, mit der Kostenersparnis kann man x Kilometer fahren. Zudem haben Oldtimer keine Plakette, können in alle Innenstädte und international fahren (unabhängig von Dieselqualität).
    z.B. Dekadenter Luxus kann Freiheitsräume bieten, z.B. Waschmaschine. Inbetriebnahme nur phosphatfrei, da das Wasser wieder aufbereitet und selbst getrunken werden will. Erlernen von Eigenverantwortung + weniger Gepäckmitnahme erforderlich. Reduziert Eigenbedarf in bestimmten Bereichen …

    Auf eine Beschreibung, wie das alte römische Stadthaltermodell aussieht, verzichte ich ob der Kenntnis.

  9. Sandra
    April 7, 2015 um 8:41 am

    Echt öko (ökonomisch und ökologisch) kann durchaus anders aussehen, als die Vorstellung davon – mit vernünftigem Luxus und daher ohne Verzicht geht es eben auch.

  10. Sandra
    April 7, 2015 um 9:00 am

    Bevor da jemand auf andere Ideen kommt:
    Ja, ich habe gelernt, die Tür hinter mir zu zu machen – auch wenn ein Kind noch heult oder kränkelt. Dies dient meiner Sicherheit und der meiner Familie – meinem Sicherheitsgefühl, da ich mich dadurch zunehmend vertrauensvoll auf andere verlassen kann und mich fallenlassen in das Kooperationsgefühl der gegenseitigen Rückendeckung – Stärkung.
    Eine gute gemeinsame Basis ist die Voraussetzung für Freiheit. Allein kommst du nirgendwo hin.

  1. April 6, 2015 um 12:13 pm

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