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Bräuchten wir nicht einmal die „Goldene Regel“, wenn wir EIGENWILLIG wären?

Hannelore Vonier hat schon so manche Denkblockade bei mir eingerissen, und mit dem folgenden Artikel schaffte sie es wieder. Dieser Artikel setzt sich kritisch mit der Goldenen Regel „schade nicht“, von der ich meinte, dass sie doch reichen sollte, auseinander. Nach der Lektüre kommt die Frage, die ich im Titel stelle, hoch:

Bräuchten wir nicht einmal die „Goldene Regel“, wenn wir EIGENWILLIG wären?

Hannelore stellt die Hypothese auf, dass, wer EIGENWILLIG ist, sich nicht beherrschen lässt.

Wenn wir noch einen Schritt weiterdenken, müsste dann nicht gelten:

Wer sich nicht beherrschen lassen will, der will auch keinen Anderen beherrschen.

Könnte die Welt besser werden, indem wir unseren Kindern den EIGENWILLEN beließen?

Hier ist der Artikel von Hannelore, die wie ich, ihre Artikel unter eine CC-Lizenz gestellt hat, mit der ausdrücklichen Bitte um Verbreitung:

Schade nicht – Die Goldene Regel hinterfragt – von Hannelore Vonier

“Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu!”

Die sogenannte “Goldene Regel” ist eine der wichtigsten Richtlinien des Patriarchats. Sie garantiert, dass Menschen als ‘gleich’ gelten und nicht als einzigartig.

Wenn man die Leute glauben macht, dass alles was sie wollen, das Gleiche ist, das auch ihre Mitmenschen verlangen, und dies als ihr Recht[1] betrachtet, dann sind “die Andern” der Maßstab, und nicht sie selbst.

Derartig konditionierte Männer und Frauen sind dankbare Konsumenten.

Festgelegte Schablonen – von Kleidergrößen, Gesundheitstabellen, Wohneinheiten, Ausbildungsplänen bis zu gesetzlichen Regelwerken – gewähren billige Massenabfertigung in Sachen Bedürfnisbefriedigung.

Indigene Völker sind anspruchsvoller. Sie bemühen sich, die persönlichen Bedürfnisse und individuellen Wünsche der Einzelnen zu erfüllen. Eine Gemeinschaft, die daran gewöhnt ist, dass jede Frau, jeder Mann und jedes Kind eigenwillig im besten Sinne ist, kann nicht beherrscht werden. Herrschaft verlangt Unterwürfigkeit und extreme Anpassung an vorgegebene Normen.[2]

Die “Goldene Regel” oder die “Moral der Gegenseitigkeit” ist in den Schriften aller patriarchaler Religionen (den sogenannten “Weltreligionen”) zu finden. Sie wird als das ausgeprägteste Prinzip von moralischer Unerbittlichkeit angesehen. Eine Verdichtung aller längeren Listen von Verordnungen (wie die Zehn Gebote der Bibel) in einem einzigen Prinzip.

Die Herkunft der Goldenen Regel

Anglikanische Christen bezeichneten Matthäus 7,12[3] seit 1615 als eine “golden rule”.[4] Der Begriff ‘golden’ – von höchstem Wert in Nationen mit einem Gold- und Geldsystem – zeigt seine patriarchale Herkunft. Für Indigene oder Indios hat Gold nicht die Bedeutung wie in kapitalistischen Staaten. In einen “Goldrausch” geraten ausschließlich patriarchale Menschen (Z.B. die spanischen Konquistadoren in Südamerika, und überall, wo Eroberer Gold fanden).

Geht die Goldenen Regel davon aus, dass ich weiß, was andere wollen?

Die Regel scheint nahezulegen, dass ich von meinem Bedürfnis ausgehe und es 1:1 auf mein Gegenüber übertrage. Aber wir sind nicht geklont. Das, was ich will, muss nicht vom Anderen gewollt sein – kann ihm/ihr schaden oder zumindest unangenehm sein. Die Regel wird zum Instrument der Selbstkontrolle, die uns in der “Zone des Normalen” hält.[5]

Die Goldene Regel stammt aus frühgeschichtlicher Zeit, in denen Religionen mit einer allmächtigen Vaterfigur (später im Deutschen “Gott” genannt) etabliert wurden. Der Wille dieser Überväter gilt als allgemein bekannt – er steht ja in den heiligen Büchern. Es ist nicht nötig, sich in Andere einzufühlen, man muss nur “Gottes Wille” befolgen, und damit ist die Moral der Goldenen Regel erfüllt.

In das Mahabharata des Hinduismus wurde vor ca. 3700 Jahren geschrieben:

Dies ist die Summe aller Pflichten: Tue keinem anderen das Leid an, was bei Dir selbst Leid verursacht hätte.

Unter der Überschrift “Vom Tun des göttlichen Willens” in Matthäus 7,12 steht in der Lutherbibel von 1984:

Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.

Die Lehre vom Mittleren Weg 13, 3 (Konfuzius, um 500 v.u.Z., China):

Ein Wort, das als Verhaltensregel für das Leben gelten kann, ist Gegenseitigkeit [Reziprozität]. Bürde anderen nicht auf, was Du selbst nicht erstrebst.

In der Version des Hinduismus ist von Pflichten die Rede. In der Bibel von Gesetz. Konfuzius empfiehlt das “Geben-und-Nehmen”-Prinzip (ebenfalls eine zwingende Verpflichtung, vgl.  Geben und Nehmen-Prinzip, eine Tugend?).

Wenn ein Leitsatz auf den ersten Blick vernünftig aussieht, bei genauerem Hinsehen aber an moralische Pflichten und Gesetze geknüpft ist, Anordnungen “von ganz oben” – von der Herrscherklasse, die “Gottes Wille” vorschiebt und diese Anordnungen im Zweifelsfall mit Gewalt durchsetzen kann – kommt mir das verdächtig vor.

Der deutsche Philosoph Immanuel Kant bringt die Bedeutung und den wahren Grund der Goldenen Regel in seinem Kategorischen Imperativ auf den Punkt:

Handle stets so, dass die Maxime deines Handelns jederzeit Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung sein könnte.

Heute werden Leute, die “allgemein Handeln” dem Mainstream zugeordnet, den Normalen, Angepassten. Sie heißen auf Englisch sheeple, auf deutsch Schlachtvieh. Für Individualismus ist bei Kant kein Platz.

Selbstjustiz

Was ist im Patriarchat das Allerwichtigste? Besitz.

Wer nicht in der Lage ist, sich materiellem Besitz zu beschaffen, kann nicht überleben. Wäre es anders, würden sich die Menschen nicht für Geld verdingen. Wer besitzt, will sein Eigentum schützen. Die Leute haben Angst um ihren Besitz; sie versehen ihre Häuser und Autos mit Alarmanlagen. Sie legen Lebensversicherungen für lebendes Eigentum an, für den Fall, dass der Tod einen Menschen mit sich nimmt.

In noch ursprünglich lebenden Gesellschaften ohne Eigentum sind diese Vorkehrungen nicht nötig.

Als das Patriarchat entstand, war der Umgang mit Besitz neu. Je mehr Jemand hatte, desto größer war seine Angst, es nicht schützen zu können. Seine Güter waren begehrtes Ziel für Plünderer und Diebe.

Da es keine Versicherungen gab, griff man als Besitzender zur Selbsthilfe: Man nahm Rache.

Das Wort rächen geht auf mhd. rëchen, ahd.  rëhhan, älter *wrëhhan, got. wrikan zurück und heißt ‘verfolgen’. Die germ. Wurzel wrek (vgl. Rache, Recke, Wrack) mit der Grundbedeutung ‘verfolgen’ bzw. ‘vertreiben, besonders um Strafe zu üben’ ist verwandt mit aslow. vragu ‘Feind’, lit. vàrgas ‘Not’ (Not leiden), die eine ig. Wurzel werg wreg voraussetzen.[6]

(Tieferen Einblick hierzu gibt die Serie “Die Entstehung des Patriarchats“, speziell die Artikel Hirtentum und Besitz kommen in die Welt und Freund-Feind-Polarität)

Die Rache ist eine Form der Selbstjustiz und ein Prinzip zur Sühnung[7] von Verbrechen. Es gilt hierbei das “Talionsprinzip”[8]: Das Opfer oder seine Vertreter vergelten dem Täter “Gleiches mit Gleichem”, d.h. er sühnt sein Vergehen.

Eine Sonderform des Talion ist die “Spiegelstrafe”. Sie spiegelt das vorausgegangene Vergehen: Dem Täter wird ein gleichartiger Schaden zugefügt, wie der, den er zugefügt hat.

Gewaltmonopol des Staates

Die Spiegelstrafe, bzw. das Talionsprinzip gehen auf die ältesten Gesetzesbücher zurück, wie den babylonischen Codex Hammurapi (ca. 1700 v.u.Z.) oder den 200 Jahre älteren Codex Eschunna. Beide Strafrechtstraditionen haben sich in der hebräischen Tora, dem seit 1000 v.u.Z. entstandenen ältesten Teil der Bibel, niedergeschlagen. Dort findet man die sogenannte Talionsformel: „ein Leben für ein Leben, ein Auge für ein Auge, ein Zahn für einen Zahn, … Wunde für Wunde, Strieme für Strieme“ oder abstrakter: „Maß für Maß“.

Ein auf Schädigung oder Vernichtung des Verbrechers ausgerichtetes Vergeltungsdenken blieb in der Rechtsgeschichte und in der Moral der Religionen bis heute erhalten. Tradiert und popularisiert im Volksmund durch die Goldene Regel und die Märchen-Überlieferungen.

Eine Regel wird aufgestellt, weil man das Übertreten dieser Regel erwartet. Ansonsten bräuchte man die Regel nicht.

Geschichtlich sicherte sich der Staat (= Kombination von Regierung und Religion) mehr und mehr das Gewaltmonopol, indem er das Vergeltungsrecht in Besitz nahm. Wobei das Definitionsmonopol für “richtig” und “falsch” ebenfalls beim Staat liegt.

Die römische Justitia

Die römische Justitia ist blind. Sie muss alle Menschen gleich behandeln und kann Individuen nicht voneinander unterscheiden.

Wird die Goldene Regel übertreten, geschieht das, was ihrem Inhalt nach zu vermeiden ist: Dem Täter wird Schaden zugefügt. Entsprechend dem Rechtsgrundsatz “Gleiches mit Gleichem” vergelten. Das erklärt die Waagschale in der Hand der römischen Justitia.

Und um uns Glauben zu machen, dass dieser Umgang mit Konflikten “objektiv” sei, hat die “Göttin der Gerechtigkeit” die Augen verbunden. Ohne Ansehen der Person, Jeder wird gleich behandelt.

Doch wie ich schon sagte: Wir sind nicht geklont.

—–

Quelle: Schade nicht – Die Goldene Regel hinterfragt

  1. März 9, 2012 um 4:35 pm

    Jarumir Khan auf Facebook passend zu Thema Unterdrückung des eigenen Willens:

    .. laut dem Internetsender Russia Today (RT) wird die Zahl auf täglich in Deutschland lebenden von 1-2 Mill. Opfern ausgegangen und die Zahl der Täter dürfte noch viel größer sein. Siehe hierzu den Film von „RT“ im Netzt und im Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing http://rt.com/Top_News/2010-02-23/germany-work-discrimination.html und im Vergleich die deutschen Medien und wie letztere ihre Opfer nur noch schlechter machen: http://www.abendzeitung.de/nuernberg/lokales/160455 .

    125 in erster Linie sind sämtlicheG7 und einige G20-Staaten, hier am B. Deutschland/USA von diesen Erkrankungen betroffen und letztere sind auch Ausdruck einer untergehenden kapitalorientierten Wirtschaft- und sozialen Verhaltensform, die in erster Linie durch das organisationale Mehrwertprinzip, rücksichtslose Ausbeutung von körperlichen, psychischen und kriegerischen Auseinandersetzungen(Aufrüstung, Atom-Tests durch atomare Atomexplosionen, wo nicht mal genaue Analyse gemacht worden sind. ) bestimmt werden. Auf die kriegerischen Zerstörungen und ihren verheerenden Auswirkungen auf das menschliche Nervensystem, weisen auch die meisten ärztlichen Verbände hin, (gerade Neurologen) leider ohne positive Wirkung auf die politisch militärischen Führungen. Denken sie nur an die 2 Atombomben in Hiroshima und Nagasaki, (siehe hierzu den Dokumentarfilm im Anhang „Atomic wounds“ 10.6 ) an die Giftbomben in Vietnam (Agent Orange) und Gaza und Libanon (Phosphorbomben verursachen äußere und innere Verbrennungen) oder an die damaligen und immer noch andauernden jetzigen Kriege in Irak, die die NATO in Afghanistan und Pakistan führt. Nicht vergessen darf man auch die Bedrohungen und Bomben von Terroristen. Neben der ökonomischen und kriegerischen Zerstörung von Sachgegenständen werden durch Kriege zu allererst die Grundeinheiten aller biologischen Nervensysteme samt der Pflanzenvielfalt im Kriegsgebiet vernichtet.
    Siehe hierzu den Link: http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rzte_f%C3%BCr_die_Verh%C3%BCtung_des_Atomkrieges
    und ein praktisches Beispiel von Zerstörungen durch die Israel-militärische Kriegsführung Anfang 2009 angerichteten Schäden in Gaza, wodurch 20000 palästinensische Frauen und Kinder nun in Zelten notdürftig hausen müssen, weil ihre Wohnungen zerbombt worden sind. Durch die Kriegsschäden sind automatisch auch die traumatischen, nervlichen Belastungen/ z.B. starke Konzentrationsstörungen, Angstzustände und starke Depressionen bei den Kindern gestiegen, sodass ein Schulunterricht, der für die Zukunft notwendig ist, praktisch unmöglich geworden ist. Der Goldstone- Bericht ( http://de.wikipedia.org/wiki/Goldstone-Bericht ) geht z.B. von einer geplanten Zerstörung der Lebensgrundlagen der Palästinenser durch die israelischen Kriegshandlungen aus: http://www.youtube.com/watch?v=TTsMPADl0sk Dennoch sehen wir nicht nur am militärisch- israelischen Konflikt immer wieder das gleiche strategisch-militärische Vorgehen gegenüber arabisch stämmigen Menschen in Nah-Ost, denn überall wo US- oder Nato-Kampftruppen sich beteiligen, werden Kriege zur Neuordnung der Welt betrieben und internationales Völkerecht gebrochen oder in den Gesetztestexten zu Gunsten der westlichen Welt neu geschrieben oder verändert (Siehe zu Kriege zur Neuordnung der Welt hierzu besonders: Wolfgang Scheler, Ernst Woit, 2004). Erinnern möchte ich auch in diesem Zusammenhang an die Rechtslage des völkerechts-widrigen Krieges der USA 2002 in Afghanistan, wo der angesehene Rechtswissenschaftler Herr Prof. von Bar http://www.elsi.uos.de/privatelaw/vonbar/ in einem Seminar 2003 diesen Krieg als „völkerechswidrigen“ erklärt hat. Es ist zu vermuten, dass sich diese Kinder nie mehr in ihrem Leben von diesen Schrecken erholen werden. Die oben genannten B. gehen in erster Linie auf menschliche Aggressionen, also Verhalten zurück, wie Charles Darwin schon am aggressiven Verhalten von Tieren (z.B. Katzen) beobachtet hatte und annahm, das es auch beim Menschen genetische, gleiche Prinzipien und Verhaltensmuster geben muss. Man denke hier, um einen Artverwandten zu nennen, an das Horden- u. Hierarchiewesen, insbesondere an das aggressive Verhalten von und in seinen technischen Apparaten enthalten und hat sich im Prinzip nicht verändert und natürlich nicht die Technik an sich. Hierauf hat der kürzlich verstorbene Joseph von Weizenbaum in seinem Buch „Kurs auf dem Eisberg, die Verantwortung des Einzelnen und die Diktatur der Technik“ ausgiebig hingewiesen. Dieses Buch hat sich bei vielen Menschen memetisch in das kollektive Bewusstsein manifestiert. Dennoch gibt es, wie Weizenbaum sagt, auch die Hoffnung, dass Menschen sich durch Demonstrationen gegen die Oligarchie wehren: http://www.ilmarefilm.org/W_D_4_69.htm
    126 siehe auch hierzu das Video: http://vimeo.com/5927680

  2. März 9, 2012 um 5:04 pm

    Reblogged this on SunnyRomy.

  3. Dr. Manfred Voss
    März 9, 2012 um 9:48 pm

    Sehr schön. Irgendwie hab ich darauf gewartet (naja, ist vielleicht etwas übertrieben), und wollte das Thema bei passender Gelegenheit ansprechen. In einem anderen Forum hatte ich mal sinngemäß formuliert:

    „Solange du nicht weisst, wer und was du wirklich bist, wirst du nur eine unfreie Marionette sein … und wenn du weisst, wer du bist, und wo du bist, wirst du eine „freie Marionette“ sein.

    Klingt widersprüchlich, ist aber mal wieder „nur“ ein Paradox 😉 – die Strömung der Existenz zu erspüren, wie sie durch dich hindurchgeht, dich formt, dich mitnimmt und dich auch ständig verändert … das sind die „Marionettenfäden“, denen niemand entkommen kann – sie sind Voraussetzung der eigenen Existenz. Und sowohl aktiv als auch entspannt/mühelos mitzugehen … ‚wei wu wei‘ – genau das bedeutet: ‚Ich und die Existenz sind Eins, nicht Zwei‘.“

    „Sich selbst zu er-hören“ … die ultimative Liebesbeziehung zu sich selbst. Klingt dem einen oder anderen vielleicht nach Egoismus und Ichbezogenheit, aber so wie ich es wahrnehme und meine, ist es das Gegenteil.

    Anders ausgedrückt: „ganz bei sich sein“ – eine tiefe Entspannung in das eigene Sein, in die tiefe heilsame Stille, die in jedem von uns ist und uns mit dem Ganzen und damit auch untereinander verbindet. Dann ist gleichzeitig Achtsamkeit und Verehrung des Ganzen da. Paradox.

    Da löst sich dann auch der Widerspruch zwischen „freier Wille“ und „Determinismus“ auf.

    Und nein, wir bräuchten dann auch die „Goldene Regel“ nicht, und Anarchie = Herrschaftslosigkeit wäre die höchste (und „selbstverständliche“) Blüte von Meditation, wie ich Osho mal das gleiche mit anderen Worten hab sagen hören (und hier auch schon mal irgendwo erwähnt hatte).

    In uralten spirituellen Traditionen (aus matriarchalischer Quelle?) ist dies auch bekannt (Taoismus, Tantra). Z.B. erinnere ich mich an:

    „Wenn das Tao verlorengeht, erscheinen Weisheit und Güte.
    Wenn Weisheit und Güte verloren gehen, erscheinen Anstand und moralische Regeln.
    Wenn Anstand und moralische Regeln verloren gehen, …“

    Weiss nicht mehr, wie es weitergeht – auf jeden Fall geht es schrittweise hin zu „immer weniger kohärenten Ordnungszuständen“.

    Illusion oder praktikable Vision? Letzteres, meine ich zu wissen, da ich in kleinerem Umfang Beispiele für kohärentes Verhalten einer Gruppe von Menschen, die jeweils einfach nur ganz bei sich waren, des öfteren erlebt habe …

    Aber solange, bildhaft gesprochen, ein Bein gebrochen ist (solange die innere Verbindung des einzelnen Individuums zum Ganzen unterbrochen/eingeschränkt ist), benötigt Mensch Gipsverband und evtl. Krücken (Anstand und moralische Regeln).

    Gruß
    Manfred

    P.S.: Wenn ich vor etlichen Jahren solches geäußert habe, bin ich ganz schön schräg angeschaut worden …

    • März 9, 2012 um 11:04 pm

      Sehr einverstanden, Manfred.

      Hier der komplette 38. Vers aus dem Tao-Te-King, der die ganze Sache auf den Punkt bringt:

      Der Meister bemüht sich nicht um Macht;
      deshalb ist er wahrhaft mächtig.
      Der Gewöhnliche greift ständig nach der Macht;
      Deshalb hat er nie genug.

      Der Meister tut nichts,
      doch er lässt nichts ungetan.
      Der Gewöhnliche tut immer irgendetwas,
      doch noch viel mehr bleibt zu tun übrig.

      Der Menschenfreundliche tut etwas, doch etwas bleibt
      ungetan.
      Der Gerechte tut etwas und vieles bleibt noch zu tun.
      Der Moralist tut etwas, und wenn niemand reagiert,
      krempelt er die Ärmel hoch und wendet Gewalt an.

      Wenn das Tao verloren geht, herrscht die Rechtschaffenheit.
      Wenn die Rechtschaffenheit verloren geht, herrscht die
      Moral.
      Wenn die Moral verloren geht, herrscht das Ritual.
      Das Ritual ist die bloße Hülle des wahren Glaubens, der
      Beginn des Wirrwarrs.

      Daher beschäftigt sich der Meister
      mit der Tiefe und nicht mit der Oberfläche,
      mit der Frucht und nicht der Blüte.
      Er hat keinen Eigenwillen.
      Er wohnt in der Wirklichkeit
      und lässt alle Illusionen los.

      Hier wird dem „Eigenwillen“ völlig widersprochen…

      Auch ich hatte ein eigenartiges Gefühl bei dem Gedanken: „Überlassen wir alles dem „Eigenwillen“ und dann ist es schon gut.“

      Das ist m.E. nicht stimmig.

      Eigenverantwortung und, wie Du, Manfred, sagst Eigenliebe ist wohl die richtigere Lösung… Dann können wir die Goldene Regel vergessen, ja.

      Übrigens ist die Eigenliebe keine einfache Sache. Sie erfordert Arbeit und unbedingte Ehrlichkeit zu sich selbst. Aber erst, wenn ich in der Lage bin, mich selbst zu lieben, bin ich auch fähig, jeden und alles zu lieben. Erst dann habe ich die vollkommene Akzeptanz gelernt, die unbedingte Voraussetzung für Liebe ist.

      Und diese Eigenliebe hat nichts mit dem selbstverliebten Narziss zu tun, der sich in sein SpiegelBILD verliebt. Er liebt also ein BILD, das er von sich sieht, nicht sein SELBST, das er tatsächlich IST. Er bleibt an der Oberfläche und geht nicht in die Tiefe

  4. März 9, 2012 um 11:43 pm

    “Übrigens ist die Eigenliebe keine einfache Sache. Sie erfordert Arbeit und unbedingte Ehrlichkeit zu sich selbst. Aber erst, wenn ich in der Lage bin, mich selbst zu lieben, bin ich auch fähig, jeden und alles zu lieben. Erst dann habe ich die vollkommene Akzeptanz gelernt, die unbedingte Voraussetzung für Liebe ist.“

    Und erst dann ist die Menschheit fähig zum Schwarm zu werden, statt einzig von individuellen Vorstellungen zu schwärmen.

    Gruß Guido

    • federleichtes
      März 10, 2012 um 12:26 am

      Seeeehr gut, Guido.
      Wenn ich das um eine Kleinigkeit ergänzen darf: Allein die Idee, es gäbe zwei verschieden laufende Entwicklungen entspricht nicht einer vollkommenen Akzeptanz: Es gibt zwar eine Polarität, aber nur EINE Entwicklung – von Bewusstsein.

      „Eigenliebe“ entwickeln ist echt eine Nummer starker Tobak für sich. Sollten wir darüber mal ein paar Worte mehr verwenden?

      Ich traf mal eine Entscheidung, das „Selbst“ zu definieren: Das Ich verbunden mit der (göttlichen) Ordnung. Sprechen wir in diesem Sinne über Liebe, hieße es besser „Selbstliebe“ – das Übereinstimmen mit der Ordnung UND mit seinem eigenen Sein-Tun-Haben.

      Vorhin, das möchte ich eben mal los werden, hatte ich eine Idee:

      Das Chaos bekämpfen ist nicht gleichbedeutend mit dem Schaffen von Ordnung.

      Gibt es da eventuell ein Missverständnis? Oder kam mir ein schräger Gedanke?

      Gruß
      Wolfgang

      PS.
      Zur von den Kranichen demonstrierten „Schwarmintelligenz“ muss ich fairerweise sagen: Sie waren bereits sehr lange unterwegs – und kamen gerade an einen Punkt, wo sie sich neu (wo ist Norden) orientieren mussten.

      • März 10, 2012 um 2:19 am

        “Das Chaos bekämpfen ist nicht gleichbedeutend mit dem Schaffen von Ordnung. “

        Chaos bekämpfen lässt Platz für weitere reaktive Unordnung, die aus diesem Kampf hervorgehen kann. Das Schaffen von Ordnung entspricht dagegen dem Abbau von reaktiver Unordnung, hin zur Optimierung.

        Die Göttliche Ordnung, um das zu vervollständigen, ist die aktive Ordnung, frei von jeglicher Unordnung. Liebe, in der Tat. Es ist das Bewusstein allen Lebens in Kohärenz, jedoch ohne Lebensform, und somit hüllenlos und ohne Kostümzwang …

        Ein reales Bild trägt umso mehr noch bzw. bereits von dieser Göttlichen Ordnung in sich, je genauer sich die Goldene Zahl Phi darin wiederfindet, bzw. der Goldene Schnitt. Der Goldene Schnitt der Tageslänge teilt zum Beispiel den Tag in ca. 9 Stunden Schlaf und ca. 15 Stunden Wachsein.

        Gruss Guido
        http://www.gold-dna.de

    • März 11, 2012 um 7:18 pm

      Dass das mit dem Erreichen der Eigenliebe was länger dauern kann, und dass am Ende dann das richtig Gutes dabe erreicht wird, das hat Charlie Chaplin in seiner Rede zu seinem 70. Geburstag schon auf den Punkt gebracht:

  5. Dr. Manfred Voss
    März 10, 2012 um 12:00 am

    Ja, so meinte ich das. Danke Euch beiden.

    Gruß
    Manfred

  6. federleichtes
    März 10, 2012 um 12:57 am

    Wieder mal ein interessantes Thema, Martin.
    Ich hab’s gerade bei Hannelore gelesen. Und einen Punkt entdeckt, den ich für zentral halte:
    Die Rache als Wirkung auf den Raub als Ursache:
    Der Besitzende wird bestohlen – dem Dieb folgt die Strafe auf dem Fuße.

    Aber diese „Rechnung“ stimmt nicht.
    AM ANFANG raubte der Besitzende dem Volk – das ist das Vergehen, und es bleibt – bis heute – straflos.

    Verflüchtigten sich nicht die meisten sozialen Probleme, würde man die Kausalkette mal neu definieren?

    Die „Goldene Regel“ ist für die Tonne.
    Sie sagt dem Armen, er solle dem Reichen nichts wegnehmen – aber was sollte der Reiche dem Armen nehmen?
    Und hielten sich die Reichen und die Regierenden und die Kirchenbande an diese Regel, dürften sie das alles nicht tun, wozu sie da sind, es zu tun: Chaos gesellschaftsfähig zu machen.

    Fällt mir der Polizist ein, der auf Demonstranten einprügelt – auch eine Goldene Regel?.
    Hannelore weist zu Recht auf dieses gesellschaftspolitsche Schmankerl hin.

    Wolfgang

  7. März 10, 2012 um 3:11 am

    “Indigene Völker sind anspruchsvoller. Sie bemühen sich, die persönlichen Bedürfnisse und individuellen Wünsche der Einzelnen zu erfüllen. Eine Gemeinschaft, die daran gewöhnt ist, dass jede Frau, jeder Mann und jedes Kind eigenwillig im besten Sinne ist, kann nicht beherrscht werden. Herrschaft verlangt Unterwürfigkeit und extreme Anpassung an vorgegebene Normen.“

    Und immer mehr Menschen in der ach so zivilisierten Welt meinen frei zu sein und sind es gar nicht, während indigene Völker das Wesen der Kohärenz von Bewusstsein in sich tragen und dadurch Freiheit für alle realisieren:

    http://www.gold-dna.de/update6.html#up114

    Widersprechen sich Individualität und Kohärenz nicht ? Nein, denn Kohärenz bedeutet die Resonanz verschiedener Frequenzen … oder Individuen, die allesamt das gleiche Ziel haben.
    Die Resonanz gleicher Frequenzen schafft nur einen monotonen Ton, die Resonanz verschiedener Frequenzen dagegen eine Sinfonie:

    http://www.elraanis.de/frontend/newspaper_show.php4?activ_cat1=2&activ_id=50

    Gruß Guido

    • März 11, 2012 um 6:25 pm

      Die Resonanz gleicher Frequenzen schafft nur einen monotonen Ton, die Resonanz verschiedener Frequenzen dagegen eine Sinfonie.

      Daher wird es Innovation kaum in der Monotonie des Standards geben können. Es braucht die Unterschiede, damit durch die Differenz Neues erdacht werden kann.

    • Dr. Manfred Voss
      März 13, 2012 um 12:59 pm

      „… Die Resonanz gleicher Frequenzen schafft nur einen monotonen Ton, die Resonanz verschiedener Frequenzen dagegen eine Sinfonie“

      Erinnert mich an Max Bense (http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Bense), der versucht hat, ästhetisches Empfinden des Menschen mittels Informationstheorie anzuschauen und zu verstehen. Grob gesagt: Bei einer optimalen Mischung von bekannter, völlig vorhersehbarer Struktur („Monotonie“) und Überraschung durch Unvorhergesehenes („Chaos“) empfinden wir etwas als ästhetisch und schön … naja, geht vielleicht in eine etwas andere Richtung.

      Manfred

      • März 13, 2012 um 1:24 pm

        Trifft jedenfalls VOLL meinen Kern, Manfred.
        Ist doch genau das Schöpfungsmuster, wie sich Leben dynamisch darstellt:
        Innerhalb einer (tragenden) Ordnung das integrierte Chaos, destruktiv dem Konstruktiven dienend.
        Das erleben wir pur in der Natur – und in meinem Haushalt gestaltet es sich ebenso (obwohl alle Räume rechteckig sind, gibt es keine Ecken).
        Lebenskunst – das Chaos ignorieren und Ordnung schaffen?

        Mit diesem Hauhechel-Bläuling-Männchen grüßen Dich
        Susanne und Wolfgang

      • Dr. Manfred Voss
        März 13, 2012 um 3:00 pm

        🙂 mal wieder ein wunderschönes Bild zum Genießen – Danke.

        „… Lebenskunst – das Chaos ignorieren und Ordnung schaffen?“

        Ich meine, beide existieren in vollem eigenen „Recht“ und bedingen und ergänzen auch einander, also würde ich eher sagen:

        Chaos integrieren im Hinblick auf Ordnung 😉

        Gruß
        Manfred

  8. März 11, 2012 um 12:10 am

    Und von der Goldenen Regel zur Goldenen Zahl Phi, dem Wesen des Goldenen Schnitts:

    Anhand unserer bisherigen Betrachtungen, komme ich zu der Schlussfolgerung, dass »Schönheit dort entsteht, wo (maximale) Symmetrie sich mit (maximaler) Asymmetrie zu einem harmonischen Ganzen verbindet.«

    Diese Eigenschaften finden wir im goldenen Schnitt wieder. Ф schafft es, zwei ungleiche Teile zu erzeugen, die aber wieder in sich selbst aufgehen und sich selbst aus sich heraus neu erschaffen
    können.

    Ф verbindet zwei, sich ergänzende Gegensätze zu einem harmonischen Ganzen.

    http://www.mk-stern.de/downloads/der%20goldene%20schnitt.pdf

    Gruß Guido

    • März 11, 2012 um 7:59 pm

      Auf Faebook dazu:

      Lotar Martin Kamm: Das wirkt aber heftigst wie ein „Prestige-Objekt“…;-)…erst verbannen sie den Wald, um ihn anschließend hoch droben zu präsentieren?? Och mein Bauch rebelliert da unbedingt !

      Michael Frisch: Martin, vor allem muss die entzerrung von arbeitsplätzen konsequent angegangen werden.
      es nicht sein, dass arbetisplätze in callcenter in aller welt ausgelagert werden, solche jedoch die in homeoffice erledigt werden können jeden tag mehrere stunden ins jeweilige büro erfordern.
      das ist – rückständig und – inkonsequent!
      Das obige Beispiel vom vertikalen wald kann man nur als krank empfinden!

  9. März 11, 2012 um 2:54 pm

    Vermutlich macht es Sinn zu bestimmen, was man hier unter „Eigenwilig“ versteht…
    Sicherlich nicht den unnachgiebigen Willen, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen – was mitunter schädlich ist.

    Aber den eigenen Willen, der eigenen natürlichen Intuition zu vertrauen, das macht Sinn. Weg von der eingeschlagenen (falschen) Richtung der Gesellschaft, die trotz aller Erkenntnisse weiter auf den Abgrund zugeht, obwohl es Zeit zur Umkehr wäre. Das skizziert unsere heutige Situation des wirtschaftlichen Handelns und auch den Umgang mit Mensch und Natur. Nur wer sich traut anders zu handeln, sich der gültigen „Ordnung“ widersetzt und eine andere Lebensstrategie für sich sieht und auch lebt- der bleibt sich und dem eigenen Willen treu, somit ist er/sie authentisch und lebt die eigene Wahrheit und nicht dass, was andere vorgeben.

    Der optimalste Zustand wäre, wenn die eigenen Entscheidungsfindungen in eine positive Richtung gehen. Ist dass nicht der Fall, sollte man nachjustieren, immer auf der Suche nach dem besten Lebensmodell – nicht für sich als EGO., sondern orientiert am Ergebnis für alle.
    Manchmal habe ich den Eindruck, das wir sehr oft viel zu kompliziert denken und dadurch alles viel schwieriger machen, als es tatsächlich ist.

    Die kindliche Naivität, die Dinge ganz einfach beim Namen nennt, vollkommen unverfälscht und noch unbelastet von Strategien und taktischen Überlegungen könnte uns Erwachsenen manchmal auf die Sprünge helfen, wenn wir den Wahrheitskern entdecken und annehmen würden, unberücksichtigt von irgendwelchen Profitbestrebungen.

    Ich bin davon überzeugt, wir wären viel glücklicher und unsere Umwelt gesund, wenn wir nur das konsumieren würden, was lebensnotwendig ist. Wir sollten einträchtig mit der Natur leben – deren „Kind“ wir sind. Die Technik, das Wissen was wir haben, könnten wir dazu nutzen gesund zu leben und die ganze Menschheit zu ernähren. Mental sollten wir danach trachten, die Gesetzte der Natur und des göttlichen Prinzips zu erforschen und zu leben. Darin ist alles enthalten, was wir benötigen. Wir hätten dann wieder Zeit zum Leben, Zeit für unsere Familien, Zeit für uns selbst und somit mehr Lebensqualität, trotz Verzicht auf unnötigen Luxus.

    Menschen, die sich bewusst gegen den heutigen Konsumterror stellen und EIGENWILLIG in selbst gewählter „Armut“ leben, haben meinen größten Respekt. Das ist nicht einfach, da man sicherlich oftmals in eine Ecke gedrängt wird, in der man nicht stehen möchte, insbesondere von den angeblich gebildeten Personen – der selbst ernannten Oberschicht – die zu einem nicht unerheblichen Anteil so verbildet sind, dass sie nicht davor zurückschrecken – wider besseren Wissens – für Geld den Planeten zu ruinieren und somit allen nachkommenden Generationen das Recht auf Leben einzuschränken, oder sogar gänzlich zu nehmen….

    • März 11, 2012 um 6:52 pm

      Ja, Elke, ich hatte den EIGENWILLEN auch so interpretiert, dass damit das Leben nach eigenen zuträglichen Vorstellungen und nicht nach dem unzuträglichen fremden Willen, wie er durch die Herrschenden über die vielen Medien versucht wird über uns auszuschütten, gemeint ist.

      Das kam ja auch gut bei Erich Fromm zum Ausdruck, wie ich das in dem Artikel Über Weltbilder, Wirklichkeiten und Freiheitsängste geschrieben habe:

      Es bedarf dennoch des Bewusstseins darüber, dass Freiheit gelernt werden muss. 1941 hatte Erich Fromm noch in seinem Buch “Die Furcht vor der Freiheit” erkannt, dass sich die Freiheit nur einige Menschen zu Eigen machen, vor dem aber viele Menschen auf der Flucht sind. Er stufte Menschen als gesund ein, welche die eigene Willensfreiheit annehmen und sah die Furcht vor Freiheit als die Wurzel vieler psychologischer Konflikte. Fromm identifizierte drei Fluchtmechanismen:

      Konformität: Aufgabe des wirklichen Selbst, um sich eine den Gesellschaftsnormen konforme Persönlichkeit zuzulegen

      Autoritarismus: Abgabe der Kontrolle über das eigene Leben an eine Autoritätsfigur, die auch abstrakt sein kann – z.B. die eigene Regierung. Dies bedeutet die Aufgabe jeglicher Wahlfreiheit.

      Zerstörungswut: Versuch andere – oder die ganze Welt – zu eliminieren, um jeglicher Freiheit zu entfliehen

      Mir scheint, dass nur wer diesen EIGENWILLEN besitzt auch wirklich frei ist …

  10. März 13, 2012 um 3:28 pm

    Dein :
    ”Chaos integrieren im Hinblick auf Ordnung“
    ist fein, Manfred.
    Mein:
    Chaos ignorieren und Ordnung schaffen?
    klingt dagegen etwas seichter.

    Ordnung betrifft einerseits den geistigen Aspekt (Verwirrung auflösen),
    andererseits die Ordnung der Erregungen (reaktive Emotionen vermeiden und aktive Gefühle generieren).

    Wir ignorieren das Chaos auch nicht, allerdings entwickelten sich unsere Emotionen zurück und die Gefühle (für die Ordnung der Natur) gewannen die Obehand: Durch Integration.
    Volltreffer – Danke!

    Gruß mit einem Paarungsrad der Blaupfeile
    Wolfgang

  11. März 13, 2012 um 11:49 pm

    “Ordnung betrifft einerseits den geistigen Aspekt (Verwirrung auflösen),
    andererseits die Ordnung der Erregungen (reaktive Emotionen vermeiden und aktive Gefühle generieren).“

    Da ist wieder so ein Satz der passt.
    Emotionen schaffen komplexe Strukturen sozialen Miteinanders, der Interaktionen von Leben.
    Gefühle dagegen können Unordnung umschließen, wie eine Umarmung, und die Unordnung/Emotion auflösen, dadurch wird die aktive Ordnung gestärkt, die Liebe wächst. Emotionen lassen den energetischen Tumor wachsen. Gefühle dagegen das Ordnungspotenzial.
    Somit brauchen Emotionen Aufmerksamkeit, keine Ignoranz, um, im Rahmen der energetischen Umarmung, in die Gefühlswelt aufgenommen zu werden, befreit von Unordnung. Damit verlieren Emotionen ihre Basis. Ohne Unordnung bleibt somit einzig Liebe, Schönheit, Harmonie, Wohlklang.

    Zu erkennen, was Emotion ist und was Gefühl, und wie das Erste durch das Zweite aufgelöst werden kann, stellt ein enormes Ordnungspotenzial dar.

    Gruß Guido
    http://www.gold-dna.de

    • März 14, 2012 um 2:07 am

      Emotion und Gefühl – ich glaube, Guido, Du bist der erste Mitentwickler, der mir hier zustimmt bzw. derselben Spur folgt.
      In meiner Systemerklärung sind (reaktiv verursachte) Emotionen graduell, und sie reichen von Apathie bis Freude – eine qualitative Differenzierung.
      Gefühle sind aktiv als eine Selbsterregung im System Mensch. Ich erkläre mir das Reduzieren der Liebesenergie mit Angst. Je größer die Angst, je geringer die Erregung durch Liebe – eine quantitative Skala.
      Nun bin ich etwas verwirrt, weil Angst bei mir nicht unter Emotionen läuft, aber …
      Mag es zwei verschiedene Formen der Angst geben? Eine im System gespeicherte, und eine, die durch äußere Einwirkung erzeugt wird?*
      Tatsache ist, die gesamte Pschotherapie krankt an mangelnder Differenzierung.
      Grübel, wird Zeit für mich, mir in dieser Frage Klarheit zu schaffen.
      Morgen geht’s weiter.

      * Nein, ein Satz kommt doch noch:
      Wenn die traumatische Funktion IM System lebensfeindliche Informationen frei gibt, entsteht NATÜRLICH endogene Angst im System.

      Herzlichen Dank Guido, Du hast mir mal wieder den Weg gewiesen – ein großer Schritt.

      Wolfgang

      PS. Das ist eine Frühe Heidelibelle. Wir haben sie nur einmal gesehen und konnten nur dieses eine Foto machen – ich sagte zu ihr: „Komm, setz dich mal hin“, und sie setzte sich hin, einen halben Meter entfernt. War auch ein kleiner Schock.

      • Dr. Manfred Voss
        März 23, 2012 um 4:04 pm

        „Emotion und Gefühl – ich glaube, Guido, Du bist der erste Mitentwickler, der mir hier zustimmt bzw. derselben Spur folgt.“

        Hm, ich kenne diese Unterscheidung auch schon länger … ist natürlich auch zum Teil Definitionssache, wobei ich zugrundelege:

        Gefühl = geschieht bewusst im Hierjetzt;

        Emotion = gespeicherte energetische Ladung von Erlebnissen in der Vergangenheit (verdrängte Gefühle), meist unbewusst, wird ausgelöst durch irgendwas hierjetzt, mit der Folge, dass ihre Entladung dem auslösenden Moment häufig völlig unangemessen ist.

        Näheres auch hier:

        „Zeit für Liebe“ von Diana Richardson, S. 221 „Gefühle und Emotionen“
        (http://www.loveforcouples.com/de/books.html, mit Leseproben)

        (Diana Richardson war übrigens vor über 20 Jahren eine meiner Trainerinnen im Holistic Massage Training in Poona, eines ihrer Tantraseminare hab ich auch besucht.)

        Ein paar erläuternde Sätze aus dem genannten Buch (S. 223/224):

        „Es besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen der Erfahrung einer Emotion und der Erfahrung eines Gefühls …

        Gefühle sind ein Ausdruck dessen, was gerade jetzt im gegenwärtigen Moment vor sich geht, und Emotionen sind ein unbewusstes Verhalten aus der Vergangenheit, etwas, das bereits geschehen ist. Gefühle sind bewusst, während Emotionen auf einer unbewussten Ebene funktionieren. Gefühle werden frisch und unschuldig ausgedrückt, während wir es vermeiden oder aufschieben, unsere Emotionen auszudrücken. Oder wir verdrängen sie, und wenn sie dann doch endlich zum Ausdruck kommen, ist das oft überwältigend, zerstörerisch oder unfreundlich …

        Gefühle stärken das Herz, während Emotionen das Ego verhärten. Gefühle bringen dich dem Menschen näher, den du liebst, während Emotionen dich von ihm trennen. Es ist klar, dass Gefühle und Emotionen von völlig unterschiedlicher Qualität sind und uns fast entgegengesetzte Erfahrungen der Realität vermitteln. Durch Gefühle expandiert unsere Energie, wir fühlen uns leicht und gekräftigt. Wir fühlen uns dem Menschen näher, den wir lieben, und vom Leben getragen. Durch Emotionen ziehen wir uns zusammen und spannen uns an, wir erleben Schwere, Hoffnungslosigkeit und Schmerz. Wir werden erschöpft. Wir fühlen uns ausgeschlossen von der Welt und fern dem Menschen, den wir lieben …“

        (Ende der Zitate)

        Ja, Wolfgang, ich denke, man kann sagen: Emotionen sind gespeicherte Angst, die freigesetzt wird – und darin steckt auch die Chance, sie aufzulösen durch liebevoll bewusstes annehmen und „umfassen“, wieder in die „Ordnung der Liebe“ zu re-integrieren. „Schattenarbeit“. Sich selbst zu lieben „auf Teufel komm raus“ ;-).

        LG Manfred

  12. März 14, 2012 um 3:49 am

    Dann hätte ich da noch etwas zu Gefühl und Emotion … ist ja nicht gerade unwichtig dieses Thema, bezogen auf die Interaktion und Kommunikation, entscheiden beide doch über Unordnung oder Ordnung, über Schatten oder Licht, über Ignoranz oder Liebe … des Menschens Kern … und damit der Realität als bewusste Interpretation:

    http://www.spiriforum.net/artikel/a48-gefuehl-emotion.php

    Gruß Guido

    • März 14, 2012 um 1:02 pm

      Danke, ich hab’s gelesen und auch verstanden.
      Sie sagt, die Gefühle seien ohne Bewertung.- aber wir nehmen sie wahr als schwache oder starke Erregung, und zwar auf der Wohl-Ebene: Glück fühlen quasi ein Lebenselixier.
      Nur die Abwesenheit von Glück zwingt in die Suche nach anderen Erregungen.

      Stelle Dir mal eine monadenartige Gruppe von Wesen vor. Es sind zwar Einzelwesen, aber sie hängen zusammen und existieren durch den Energiefluss INNERHALB der Monade.
      So geht das bei liebenden Menschen ja auch – sie beglücken sich gegenseitig und bilden damit eine (autonome) Existenzeinheit.

      Mein Bild vom Wesen der Existenz und des Wesens der gestörten Existenz wird klarer.
      Demnach lautet die „Godlene Regel“:

      Strebe nach deinem Glück und teile es.

      Jetzt, wo ich das formulierte, mag ich sagen, dass sowohl Susanne als auch ich genau in dieser Existenzform leben. Und unser geteiltes Glück fließt – natürlich – auch in die anderen alltäglichen Beziehungskreise und in die Natur.

      Wenn Du interessiert bist, schreibe ich weiter zum Thema.

      Gruß
      Wolfgang

      PS.
      Genauer gesagt steuert unsere innere Erregung die Interpretation unserer Wahrnehmungen.

      • März 14, 2012 um 1:52 pm

        Zumindest möchte ich mein Interesse anmelden. Am liebsten wieder zu einem neuen Artikel mit dem Titel:

        Sollten wir die Goldene Regel besser erneuern in „Strebe nach deinem Glück und teile es.“?

        LG Martin

  13. März 14, 2012 um 3:09 pm

    Danke Martin, alles andere hätte mich auch gewundert.
    Darf ich den einleitenden Text schreiben? Dann schicke ich ihn Dir am Abend.

    Mein letzter Gedanke in der Nacht war: Wir sind an einem Knotenpunkt, dessen Frage die Antwort auf viele der hier gestellen Themen anbietet und verschiedenste Wege aufzeigen wird, Angst aufzulösen UND seine Liebesfähigkeit zu steigern.

    Dein Bild für den Tag.

    Susanne und Wolfgang

  14. April 9, 2012 um 9:34 pm

    Hallo Martin,

    habe schon länger nicht mehr auf deinem Blog geschrieben, aber sehr wohl gelesen 🙂

    Ich sehe die goldene Regel „“Was du nicht willst, das man dir tu’, das füg’ auch keinem andern zu!”“ nämlich als wichtigen Schlüssel zu einem guten Zusammenleben.

    Setzen wir doch einfach konkrete Beispiele für die Regel ein, also beispielsweise:

    Ich möchte nicht, daß mich jemand beherrscht, also sollte ich auch nicht andere beherrschen.Ich möchte nicht angelogen werden, also lüge ich auch andere nicht an (Notlügen sind erlaubt 🙂
    Ich möchte nicht daß mich andere hinter meinem Rücken ausrichten, also mache ich das auch bei anderen nicht.

    Was ist daran falsch?
    ————————-

    Klar wenn man das Allgemeine, für das die Regel ja wohl geschaffen wurde, verlässt und ins Detail geht, dann kommt es zu der von euch beschriebenen Gleichmacherei.

    Also beispielsweise:
    Ich möchte keinen einzigen Krümel auf meinem Schreibtisch haben, also mach ich das auch bei keinem anderen. –> hier sind wegen der übertriebenen Sauberkeit Missverständnisse vorprogrammiert u. müssen durch entsprechende Kommunikation beseitigt werden

    … das gilt natürlich für alle detaillierten Wesensmerkmale!

    … und diese Unklarheiten können wirklich nur von Menschen beseitigt werden, die häufiger miteinander zu tun haben oder sich einfach immer die Zeit nehmen 😉

    • April 10, 2012 um 11:38 am

      Lieber Martin,
      schön, dass Du wieder vorbeischaust.
      Wenn ich mich selbst liebe und mich so annehmen kann, wie ich bin, und damit sorgsam mit mir selbst bin, wäre ich dann nicht automatisch mit allem Anderen genauso sorgsam? Sprich ich bräuchte dann keine Regel, da ich mich schon so verhalte, wie es mir und den anderen zuträglich wär?
      Wir geben uns doch nur Regeln, weil etwas als ungerecht empfunden wird, sprich der Eine den Anderen übervorteilen wollte. Wenn alle in Selbstliebe sind, würde ein Leben auf Kosten Anderer doch nicht vorkommen, oder?
      Wir behandeln im aktuellen Artikel das Thema Reinkarnation. Die Idee der Seelenwanderung ist, mit jeder Wiedergeburt zu weiteren Erkenntnissen zu kommen. Am Ende, wenn alles gut ist, geht die Seele ins Nirwana. Spätestens dann dürfte es ohne Regeln gehen, so meine Vorstellung.
      LG Martin

    • Juli 28, 2012 um 12:42 pm

      Fazit:
      je weniger ich von Anderen will (Abhängigkeit Autarkie), desto freier bin ich?

      • Juli 28, 2012 um 7:21 pm

        hm, unverzichtbar. Ich habe mit diesem Wort inzwischen ebenfalls meine Probleme. Denn in ihm steckt das Verzeihen. Und verzeihen muss ich, wenn ich Schuld auf mich geladen habe. Und das Thema Schuld ist eines, mit dem unsere Vorfahren Jahrhunderte lang kontrolliert wurden. Und noch schlimmer hat man es scheinbar mit uns nach dem 2. Weltkrieg gemacht. Hier ist ein interessanter Artikel dazu (wenn man die nationalen Stimmungen mal ausfiltert, macht es doch sehr nachdenklich):
        Umerziehung der Deutschen als Teil der Psychologischen Kriegführung
        Auch der schon auf Arte gezeigte Film Germany made in USA zeigt auf, wie stark Gehirn-verdreckt (gewaschen wäre ja gesäubert, was ja nicht zutrifft) das vermeintlich kranke deutsche Volk nach dem Krieg wurde, um es endgültig willig zu machen:

      • Juli 28, 2012 um 8:11 pm

        Das alles ist so eklig und widerwärtig, ich finde da keine Worte mehr…
        Die gehören abgeschafft! Engültig und ein für alle Mal!

  15. März 24, 2015 um 5:56 pm

    Die alte Regel : Wenn du nur siehst und reagierst auf das, was unterstrichen und/ oder herausgehoben ist, dann fügst du dich und anderen dies ebenso zu.

  16. März 24, 2015 um 6:07 pm

    Man könnte auch sagen, wenn das was du siehst – deine Quelle zum Erhalt deiner Lebensenergie, deines Pulsschlags durch Ablehnung oder Zustimmung total beherrscht wird bzw. Beliebig steuerbar ist.

  17. März 24, 2015 um 6:13 pm

    Worum, warum?
    Wenn man die Lage einmal überschaut, ist die Verwaltung und Kontrolle der Menschheit ein Kinderspiel. Wer würde schon solch ein verlockendes Angebot ablehnen. Ich.

  18. Sandra
    März 25, 2015 um 7:28 am

    Was Jemand will, Was Jemand braucht, was Jemanden fehlt

    Der Unterschied von Problemlösungen und Lösungen
    Wir haben wirtschaftliche Probleme u.a. durch Geld. Eine Problemlösung der Neuverteilung und/ oder Umbenennung ist keine Lösung. Warum nicht?
    Geld ist ein zusätzliches Werkzeug, das dem Wirtschaften dient, jedoch nicht alle Bereiche des Wirtschaftens abdecken kann.

    Der direkte Tausch ist das Ursprungsprinzip
    Der Kauf bzw. Verkauf ist die Erweiterung – ein indirekter Tausch.
    Für den direkten Tausch ist eine Vertrauensbasis Voraussetzung zum Kompensationsausgleich, beim indirekten Tausch nicht zwingend.

    Geld wird im Grunde genommen von vielen als Mittel zur Schadenskompensations verstanden und dementsprechend benutzt. Daher ist eine Problemlösung, die das Werkzeug selbst erneuert keine Lösung für den Einsatz des Instruments.

    Der Wert des Kompensationsausgleich
    z.B. Geldfreie Tauschgeschäfte haben einen wirtschaftlichen Wert und Zweck, nur keinen Geldwert, da dies schlicht unmöglich ist. Hätten sie einen und du müßtests deine Kommunikation versteuern, würde es auch die Basis für den Einsatz dieser Werkzeuge ruinieren. Das Motiv entscheidet über den Tauschwert der Kommunikation/ Wissensaustausch. Zumeist liegt es in der Frage: Was brauche ich – Was fehlt mir. Eine bewußte Anerkennung des warum tue ich es und warum tut es ein Anderer kann viele Tauschgeschäfte dazu führen, das man sich dadurch sozusagen hocharbeitet, da diese dir dienen.

    Was brauche ich? Was fehlt mir? Warum tue ich es?
    Anerkennung, Bestätigung?
    Wissen?

    Mein persönliches Motiv ist für mich geklärt:
    Ihr fehlt mir. Ich brauche Euch. Wozu? Zu meinem Glück. Wie sollte, wie könnte ich vollkommen glücklich sein – selbst wenn ich dafür alle Voraussetzungen habe – solange ihr es nicht seid bzw. nicht sein könntet – bin ich es nicht, nicht vollkommen zufrieden. Das ist der Grund für meine wirtschaftlichen Handlungen – der Wert meiner Tauschgeschäfte. Ich verschaffe uns die Möglichkeit.

  19. Sandra
    März 25, 2015 um 8:05 am

    Deine freie Wahl steht über jeder Regel

    Wählst du die Macht oder das Glück?
    Auf Seite der Macht steht Beherrschung und Kontrolle auf Basis des ewiglichen Bestehens der Bedürfnisse (siehe Maslow).
    Auf Seite des Glücks steht die Einstellung, alle Bedürfnisse als befriedigt anzusehen – in zufälliger Reihenfolge, zeitlicher Abfolge.

    Ich habe gestern einen Spruch gelesen:
    Gott gab uns die Zeit – von Eile hat er nichts gesagt.

    • Sandra
      März 25, 2015 um 8:33 am

      Wer im sogenannten ‚echten‘ Gottvertrauen lebt, der weiß mit Sicherheit, das alles was passiert – jedes Ereignis, jedes Vorkommnis ihm dient. Daher kann ein solcher Mensch in aller Gelassenheit bleiben, das positive-dienliche Element in allem sehen, (an)nehmen, das Potential und Vermögen entdecken, urbar machen, entfalten, einsetzen, nutzen.

      Glück ist kein Zufall.

      • März 25, 2015 um 5:06 pm

        „“Wer im sogenannten ‘echten’ Gottvertrauen lebt, der weiß mit Sicherheit, das alles was passiert – jedes Ereignis, jedes Vorkommnis ihm dient. Daher kann ein solcher Mensch in aller Gelassenheit bleiben, das positive-dienliche Element in allem sehen, (an)nehmen, das Potential und Vermögen entdecken, urbar machen, entfalten, einsetzen, nutzen.““

        Naja, das ist ja nun keine Kunst, sich an die Illusion zu klammern, dass schon alles seinen Sinn und Zweck hat.
        Die Kunst ist gelassen zu bleiben in dem Wissen, dass dieses „positiv-dienliche Element“ gar nicht existiert und alles nur Zufall ist.

  20. Sandra
    März 25, 2015 um 8:54 am

    Zitat: Der Machtkampf um die Vorherrschaft auf diesem Planeten geht in seine finale Phase.
    Dreimal darf geraten werden, warum.

    Die Ereignisse können sich überschlagen. Daher ist Gelassenheit und Objektivität eine Mindestvoraussetzung für individuelle Gesundheit. Beantwortet eure Fragen, bildet euch eure eigene Meinung und reagiert dementsprechend.

    Kann es den Kämpfenden dienen?
    Kann gesiegt werden – wie?
    Kann ‚gewonnen‘ werden?

  21. Sandra
    März 25, 2015 um 9:17 am

    Was ist der Denkfehler, der zur Unterdrückung führt, die angestaut dann ein Ventil braucht – zur Auslieferung führt?

    Wie jeder andere Mensch habe ich Bedürfnisse.

    Diese müssen nicht unterdrückt und gebändigt in künstliche Bedürfnislosigkeit überführt werden. Damit verdrängt man diese – hält sie im unbewußten Bereich – im sogenannten Unterbewußtsein.

  22. Sandra
    März 25, 2015 um 9:50 am

    Handlungs- und Handelslösung:
    Du bekommst, was du brauchst durch klare Kommunikation ohne Verleugnung deiner Bedürfnisse.

  23. tulacelinastonebridge
    März 25, 2015 um 10:14 am

    März 2015, 11:30 Uhr

    Vogelhochzeit
    Inder verheiraten zwei Spatzen

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    In einem indischen Dorf gibt es immer weniger Vögel, also greifen die Bewohner zu einer symbolischen Maßnahme. Tausende Menschen kommen zu der ungewöhnlichen Zeremonie – der „Bräutigam“ reist auf einem Pferd an.

    „Chunmun“ reitet auf einem Pferd zu seiner Braut

    Weil es auf ihren Bäumen immer weniger Vögel gibt, haben Dorfbewohner in Indien symbolisch zwei Spatzen verheiratet. Zu der Zeremonie in Mohanpur im Norden des Landes seien Tausende Menschen gekommen, berichtet die Times of India.

    Der kleine braune Bräutigam mit dem Namen „Chunmun“ sei sogar ganz traditionell auf einem Pferd zu seiner Braut „Gauriya“ geritten – nur habe ihn jemand festhalten müssen.

    Die Bewohner der Region Bundelkhand seien berühmt für ihre Liebe zur Natur, heißt es in dem Artikel. Sie sorgten sich um die abnehmende Spatzen-Population und unternähmen alles, um die Tiere zu schützen. So hätten die Hochzeitsgäste einen Eid abgelegt, nun auf ihren Hausdächern immer Wasser und Körner bereitzustellen.

    200 Hochzeitsgäste tanzen und singen

    Die Familie der „Braut“ seien bei dem Fest zwei der Dorflehrer gewesen. Der „Bräutigam“ sei mit 200 Menschen und elf Pferden aus dem Nachbardorf gekommen, schreibt die Times of India. Zu Trommeln habe die Festgesellschaft getanzt und gesungen.

    Wie es sich für eine richtige Hindu-Heirat gehört, seien die beiden Vögel sieben Mal um das heilige Feuer gegangen, und „Gauriya“ habe etwas Zinnober auf die Stirn bekommen. Dann erhielten die Hochzeitsgäste grüne Erbsen, Reis, Beeren und andere Früchte.

  24. Sandra
    März 25, 2015 um 10:18 am

    Nimm den Duden und sieh jedes Verb als dein anzunehmendes Bedürfnis an. Wie du diese auslebst, auszuleben gedenkst – deine Nachfrage – bestimmt das Angebot. :-))

Comment pages
  1. März 24, 2015 um 10:13 am

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