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Was unsere Finanzkrise mit dem Untergang des römischen Imperiums zu tun hat …

Prof. Dr. Gustav Ruhland

Prof. Dr. Gustav Ruhland

Im Römischen Reich besaßen bald nur 2000 Familien ganz Rom! Für die Produktion wurden immer mehr Sklaven eingesetzt – die selbständigen Gewerbetreibenden konnten nicht mehr konkurrieren und verarmten.
Prof. Dr. Gustav Ruhland, Nationalökonom im Deutschen Reich 

In letzter Zeit mehren sich schon wieder die Stimmen, dass unser Geldsystem erneut am Rand des Abgrunds steht. Der Euro ist gegenüber dem Dollar „abgeschmiert“, weil die EZB irgendwelche faulen Papiere massenhaft aufkaufen will. Der Dollar würde nach fast 100 Jahren seine Führungsrolle verlieren, und fast alle westlichen Staaten stehen am Rande ihrer Schuldenspirale. Dabei wird immer schneller das Geld von Arm nach Reich geschaufelt.

Zeit also, nochmals auf einen Text zu schauen, der aus dem Buch Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise. Weg in den Dritten Weltkrieg, 2006 von Günter Hannich zitiert ist. In seinem Buch geht er auf die Ergebnisse einer von Reichskanzler Bismarck beauftragten Analyse von  Prof. der Nationalökonomie, Dr. Gustav Ruhland, ein, die dieser in dem seinem Buch System der politischen Ökonomie veröffentlichte. Da Deutschland in Richtung „Größe“ unterwegs war, sollte die Frage beantwortet werden, warum alle Hochkulturen und Weltreiche in der Geschichte untergegangen sind, um sich selbst dagegen zu schützen.  Als Ruhland im Jahr 1890 von seinen weltweiten Reisen zurückkehrte, war Bismarck bereits nicht mehr im Amt, die Erkenntnisse konnten nicht mehr verwertet werden. Interessant sind die Entdeckungen trotzdem, da sie klar darlegen, dass in der Geschichte immer der gleiche Zerstörungsmechanismus beim Untergang von Völkern und Kulturen im Spiel war.

<<<<< Beginn Textzitat >>>>>

Egal, ob es sich um die Geschichte der Griechen, Römer, Araber, Spanier usw. handelt, die Ursache des Unterganges war immer in der Ökonomie zu suchen. Dabei spielten die Zinsen die entscheidende Rolle:

Zinsen > Vermögenskonzentration > Verschuldung > Zinssklaverei > Dekadenz – Brot und Spiele > Gesetze/Steuerlast – Unruhen > Zusammenbruch

Jede Hochkultur war auf Geld aufgebaut. Wie auch heute, wurde die Währung nur gegen Zahlung von Zinsen weiterverliehen. Langfristig kamen dadurch Diejenigen, die am meisten Geld erobern konnten (meist durch Raub oder Betrug) in eine immer vorteilhaftere Stellung. Je mehr Geld Jemand hatte, das er nicht für die Alltagsgeschäfte benötigte, umso mehr konnte er verzinst weiterverleihen und wurde dadurch noch reicher. Mit fortschreitender Zeit kam jener Zinsautomatismus in Gang, der uns heute wieder bedroht. Die Währung sammelte sich in immer weniger Händen. Der Bauernstand wurde durch Verschuldung vernichtet, es kam zur Entvölkerung des Landes, da die Ländereien von den Reichen in zunehmendem Maße übernommen wurden.

Der Untergang der Römer

Im Römischen Reich besaßen bald nur 2000 Familien ganz Rom! Für die Produktion wurden immer mehr Sklaven eingesetzt – die selbständigen Gewerbetreibenden konnten nicht mehr konkurrieren und verarmten.

Im alten Rom musste jeder, der Schulden machte, sich selbst als Pfand dafür anbieten. Sobald der Schuldner die Schuldzinsen dafür nicht mehr aufbringen konnte, legte der Gläubiger einfach Hand an ihn und erwarb ihn damit als Schuldsklaven. Da das Kapital sich durch das Zinssystem immer schneller vermehrte und die Bevölkerung bereits nach wenigen Jahrzehnten ausgeblutet war, war man auf ständige Eroberungen angewiesen. Die vereinnahmten Provinzen wurden rücksichtslos ausgebeutet. Mit dem Verschwinden des heimischen Bauernstandes war die Brotversorgung auf Getreidelieferungen aus immer größeren Entfernungen angewiesen. Damit wurde die Versorgung immer unsicherer und häufig dem Zufall überlassen.

Ruhland: „Aber während die römischen Bauern in fernen Ländern die feindlichen Armeen vernichteten, hatte der Kapitalismus in der Heimat die Alleinherrschaft errungen. Von da ab geht unverkennbar die Entwicklung mit eilenden Schritten abwärts. In wenigen Jahrzehnten ist der altrömische Bauernstand vernichtet.“ Ungeheure Wahlbestechungen lieferten Brot und Spiele für die proletarischen Bürger. Um die hoffnungslosen Massen ruhig zu halten, wurden Gladiatorenspiele eingeführt: „Weil die Masse der Bürger in Rom verarmt war, keine Beschäftigung fand und nichts zu essen hatte, hat man staatliche Getreidelieferungen zu billigsten Preisen eingeführt. Und um eventuell gefährlich werdende Langeweile des Bürgerproletariats zu verscheuchen, wurden „öffentliche Spiele“ gewährt.“

Die Situation verschlimmerte sich und nur durch blutigere Vorführungen, mit beispielsweise einer zunehmenden Zahl von Löwen, konnte das Volk bei Laune gehalten werden. Auf der anderen Seite nahm der Reichtum der oberen Schicht kaum vorstellbare Ausmaße an, was zu Luxus und Genusssucht führte. Ruhland merkte dazu an: „Im Jahr 104 v. Chr. konnte der Tribun Phillipus in öffentlicher Rede erklären, dass es in Rom nicht mehr als 2000 Personen gebe, welche ein Vermögen hätten. Diese Verarmung des Volkes durch Bereicherung der oberen Zweitausend hat sich anscheinend in erschreckend kurzer Zeit vollzogen.“ Die Kultur verkam in Dekadenz. Nur noch der Besitzer von Geld wurde geachtet; „Geld gibt Geltung“ hieß die Losung. Dadurch kam es zu einer fortschreitenden Sittenverderbnis mit Erbschleicherei, Erpressung und Bestechlichkeit für Richter. Vetternwirtschaft verhinderte, dass fähige Personen in entscheidende Stellungen gelangen konnten.

Auch im privaten Bereich änderten sich die Gewohnheiten. So wurde die früher heilig gehaltene, unauflösliche Ehe zu einem leicht lösbaren Vertrag. Gleichzeitig war eine starke Zunahme der Prostitution feststellbar. Ruhland:

In großen Wirtshäusern speisend, in armseligen Schlafstellen wohnend, fehlte dem römischen Proletariat fast jede Gelegenheit, sich auf ehrliche Weise etwas zu verdienen, nachdem die Großkapitalisten alle Produktionsmittel an sich gerissen und überall die billigere Sklavenarbeit verwendeten.

Der Zinseszinseffekt zeigte sich in erschreckendem Ausmaß:

Als dann Sulla im Jahr 84 v. Chr. Kleinasien eine Kriegssteuer von 102 Millionen Mark auferlegte, die von römischen Kapitalisten vorgestreckt wurde, weil das Volk nicht selbst bezahlen konnte, da war binnen 14 Jahren die Schuldsumme auf das Sechsfache gewachsen, sodass die Gemeinden ihre öffentlichen Gebäude, die Eltern ihre Kinder verkaufen mussten, um den unerbittlichen Gläubigern gerecht zu werden.

Im weiteren Verlauf kam die politische Führung in die Hände der Bankiers. Bürgerkriege begannen und sozialistische Strömungen machten sich geltend. Ruhland:

Unmöglich kann also unter der Herrschaft des Staatssozialismus eine besondere Lebensfreudigkeit in der Bevölkerung geherrscht haben. Sonst hätte man sich nicht allgemein gescheut, Nachkommen in die Welt zu setzen, und nicht so häufig zum Selbstmord gegriffen, um dieser Welt rascher den Rücken zu kehren.

Die Ruhigstellung der Proletarier führte zu steigenden Staatskosten und entsprechenden Steuerlasten. Das aus dem Ruder laufende System war letztlich nur noch über mehr Gesetze im Griff zu behalten. Die freie Berufswahl wurde verboten und durch Zwangsmaßnahmen abgelöst. Am Ende konnte das Römische Reich von einigen tausend schlecht bewaffneten Germanen überrannt werden – römische Soldaten, bzw. Geld für Verteidigung gab es schon lange nicht mehr. Die Geldwirtschaft verschwand und die ineffiziente Naturalwirtschaft nahm ihre Stelle ein.

Dabei dürfen bei den Missständen in Rom nicht Ursache und Wirkung verwechselt werden. Der gesellschaftliche Verfall war dabei nicht die Ursache des Niedergangs,
sondern nur die Folge des Zinskapitalismus:

Was sich von da ab an schreienden Missständen in Rom einstellt, sind in noch auffälligerer Weise alles nur Folgeerscheinungen der Alleinherrschaft des Kapitals. …Wer also hier reformieren und heilen wollte, der musste die eigentliche Ursache all dieser Übelstände, nämlich die Alleinherrschaft des Kapitals beseitigen…

Die Symptome für den Untergang der Römer deutete Ruhland wie folgt:

  • Zunehmende Verschuldung des Volkes, Vernichtung des Bauernstandes, Entvölkerung des Landes.
  • Vernichtung der selbständigen Gewerbetreibenden durch Gewerbesklaven.
  • Der Welteroberung folgt die rücksichtsloseste Erwerbssucht der Römer. Stadthalter, Steuerpächter, römische Kaufleute und Geldverleiher wetteifern im Auswuchern der Provinzen.
  • Mit dem Verschwinden des heimischen Bauernstandes ist die Brotversorgung des Volkes auf Getreidezufuhren aus immer größerer Entfernung angewiesen.
  • Ungeheure Wahlbestechungen liefern Brot und Spiele für die Bürger.
  • Die Heeresmacht des Staates wird allgemein zur Eintreibung privater Wuchergewinne in den Provinzen und Nachbarstaaten verwendet.
  • Fabelhafte Zunahme des Reichtums, des Luxus, der Genusssucht.
  • Fortschreitende Sittenverderbnis, Erbschleicherei, Wucher, Erpressung, Bestechlichkeit der Richter und Beamten. Starke Zunahme der Prostitution, Eheflucht, stetiger Rückgang der Bevölkerung.
  • Der Adel verschwindet mehr und mehr. Die politische Führung kommt in die Hände der Bankiers. Die Handelsleute der ganzen Welt versammeln sich in der Hauptstadt. Die Bürgerkriege beginnen.
  • Die Versorgung der Proletarier auf Staatskosten führt rasch zur Ausbreitung des Staatssozialismus auf zwangsgenossenschaftlicher Basis.
  • Der Staatsbankrott wird chronisch. Der Rückgang der Bevölkerung dauert an. Die Geldwirtschaft verschwindet nach und nach. An ihre Stelle tritt wieder die
  • Naturalwirtschaft.

Nach dieser Symptombeschreibung befindet sich unsere Gesellschaft bereits im Endstadium des Zerfalls: Das Volk ist hoch verschuldet, die Bauern werden zunehmend unter Druck gesetzt und die Nahrungsmittel werden in immer größerer Menge aus dem Ausland eingeführt. Durch zunehmende Monopolisierung kommen auch die selbständigen Gewerbetreibenden in die Klemme.

Die politischen Affären zeigen ganz deutlich, wie wir bereits gesehen haben, dass die Politik nur noch von den Finanziers aus der Wirtschaft abhängig ist. Auch Brot und
Spiele gehören heute zum Alltag, um die Bevölkerung ruhig zu stellen und Unmut zu verhindern. Die Armen werden mit Sozialhilfe besänftigt und die Masse mit immer niveauloseren Fernsehsendungen abgelenkt.

Im Gegensatz dazu nimmt der Reichtum in wenigen Händen immer gewaltigere Formen an, was sich in übertriebenem Luxus und ausufernder Genusssucht äußert. Die Sitten verkommen unter diesen Umständen zunehmend, die Scheidungsraten steigen, Betrug nimmt zu und Lüge wird als erfolgreiche Eigenschaft in der Wirtschaft
begrüßt. Durch die zunehmende Anzahl der Menschen, die auf Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe angewiesen ist, entsteht eine Art Staatssozialismus, der jedoch nur mit
einer immer weiteren Einengung der persönlichen Freiheit aufrechterhalten werden kann.

Was heute noch fehlt, ist nur noch die letzte Stufe: Der Zusammenbruch des Geldsystems, mit dem Niedergang jeglicher Kultur.

<<<<<< des zitierten Textes >>>>>>>

Wollen wir tatsächlich ein weiteres Mal sehenden Auges in unser Verderben rennen? Oder schaffen wir es dieses Mal, Dank unserer neuen Kommunikationsmöglichkeiten schneller zu der Erkenntnis zu kommen, dass es auch anders gehen könnte?

Ich jedenfalls ließe mich gerne einen Gutmensch schimpfen, wenn wir es dieses Mal besser machten und nicht wieder so viel Leid über uns Menschen dieser Erde brächten.

  1. November 1, 2011 um 1:35 am

    Schön zusammengefasst. Und klar: Wenn es bisher fast immer oligarchische Geldschöpfung+Zinseszins gab, musste diese Geldordnung natürlich auch immer im Zeitverlauf zu solchen Entwicklungen führen.

    Gleichzeitig wird zeitlich vorgelagert allerdings auch ein nicht unbeträchtlicher Teil der Bevölkerung von diesem System korrumpiert. Denn das Leben auf Pump, sprich durch Ausbeutung anderer, ist ja dann erst einmal ganz nett und angenehm.

    Kommt es dann zum Zusammenbruch müssen in den Augen des „kleinen Mannes“ natürlich irgendwelche Anderen die Schuld tragen, denn man selbst kann es ja nicht gewesen sein. Bänker, Politiker, die Juden … Schuldige werden sich schon finden … und genau deshalb ist es so wichtig, immer wieder über das System aufzuklären. Unser eigener Erkenntniszugewinn ist in dieser Sache nun weit weniger wichtig als der Erkenntnisgewinn unserer Nächsten, denn wir haben die Grundproblematik nun mal schon verstanden …

    Nun ist es, wie oft gesagt, vor allem die Ignoranz, die viele abhält sich dem Thema anzunehmen. Für diese Ignoranz konnte ich bisher drei Ursachen ausmachen. Alle blocken offenbar unterbewusst ab:

    a) Angst, es nicht zu verstehen (hier hilft Humor)
    b) Angst, es gibt keine Lösung/Untergangsparanoia (hier hilft Nüchternheit, Andeutung möglicher Alternativen)
    c) Angst, selbst sein Leben ändern zu müssen, denn insgeheim weiß man, dass jeder eigene Lebensstil ein Zugeständnis an diese Spielregeln ist (hier hilft „semantische Aggresivität“/Druck)

    ….es wird Zeit, die Schlafenden zu wecken 😉

    • November 1, 2011 um 1:44 am

      Oh ja. Und es gab schon so viele Künstler, die uns durch Ihre Poesie schon so lange die Augen öffnen wollten. Hier ist einer von Ihnen:

  2. November 1, 2011 um 2:59 am

    „Im Römischen Reich besaßen bald nur 2000 Familien ganz Rom!“

    In Griechenland besitzen 2000 Familien 80 Prozent des Volksvermögens – wie sich die Bilder gleichen. Währenddessen verschwinden innerhalb von drei Wochen knapp 200 Milliarden aus dem Land. In Sicherheit gebracht von denjenigen, bei denen man das Geld per Steuer bis jetzt nicht abgeholt hatte.

    Es sieht überall so der ähnlich aus. Soll nur keiner auf Griechenland eindreschen, dieses Alibi-Land. Auch in Deutschland besitzen zehn Prozent der Bevölkerung zwei Drittel des gesamten Reichtums.

    Wie sehr Griechenland zur Ablenkung dient, wird erst klar werden, wenn jeder deutlich sehen kann, wie pleite die USA sind. Dagegen ist das alles erst ein laues Lüftchen.

    Saludos del Uhupardo
    http://uhupardo.wordpress.com/2011/10/28/neuauflage-davon-haben-wir-nichts-gewusst/

    • November 1, 2011 um 9:51 am

      Dabei wäre es doch ganz einfach umzudenken. Denn die Erde ist reich an Ressourcen: Äcker, Flüsse, Wälder und Menschen mit der notwendigen Intelligenz, um nicht gegeneinander zu konkurrieren und dabei krank zu werden sondern miteinander zu kooperieren. Stellen wir anstelle des Profits = HABEN das Glück = SEIN. Die Krise kann nur stattfinden, wenn wir das jetzige System weiter bewahren.

  3. November 1, 2011 um 9:56 am

    Zu empfehlen:

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  4. November 1, 2011 um 10:36 am

    danke für die wertvollen Gedankenanregungen, ich meine damit auch diejenigen, die kommentiert haben 🙂

    Ja, das denke ich auch Martin, daß wir die Frage beantworten sollten, warum alle Hochkulturen und Weltreiche in der Geschichte untergegangen sind, um sich selbst dagegen zu schützen.

    hier habe ich mich, aus dem Blickwinkel eines gemeinsamen Ziels für die Gesellschaft, mit der Antwort auf diese Frage beschäftigt: http://www.onlinetechniker.de/?q=node/453

    dieser Frage, ganz allgemein, geht auch „Jared Diamond“ in seinem Buch „Kollaps“ nach …

    Ich habe das Buch gelesen und letztendlich führte auch Jared Diamond den Untergang der Gesellschaft auf einige wenige Ursachen zurück.

    Ich bin aber zu der Erkenntnis gekommen, daß dieses Buch zwar schon einige wertvolle Informationen liefert, wir aber vor völlig anderen Herausforderungen stehen, wie all die in diesem Buch beschriebenen Gesellschaften und zwar vor allem wegen unserem technischen Stand – ich meine damit die computergesteuerten Maschinen, die uns als moderne Sklaven dienen und uns die Freiheit geben, unser Wesen zu entfalten und so unserem Leben seinen ganz individuellen Sinn zu geben.

    Keiner der in diesem Buch beschriebenen Völker hatte diese Möglichkeiten und stand vor so großen Herausforderungen wie wir. Es geht ja nicht nur um eine Gesellschaft, sondern um die weitere Entwicklung der Menschheit …

    … die dringend erforderlich ist um die Natur und auch den Menschen, der Teil der Natur ist, zu erhalten

    Die Menschheit kann sich nur weiterentwickeln, wenn sich möglichst viele Menschen selbst weiterentwickeln, sich also unbequemen Fragen stellen und ihre Gewohnheiten und Verhaltensweisen neu ausrichten.

    hier einige diese Fragen: http://www.onlinetechniker.de/?q=faq
    hier ein konkreter Ansatz wie sich jeder Einzelne, im Rahmen seiner Neigungen und Fähigkeiten weiterentwickeln kann: http://www.onlinetechniker.de/?q=node/583

    Nur wenn sich möglichst viele Menschen wie vorher beschrieben weiterentwickeln, können wir auch die immer wieder von dir angesprochenen Ungerechtigkeiten unseres Geldsystems überwinden oder anders gesagt, wir können die Macht nur gerecht verteilen, wenn wir möglichst viele Menschen dazu bringen, den ihnen zustehenden Machtanteil in Anspruch zu nehmen: siehe hier: http://www.onlinetechniker.de/?q=node/469

    • November 1, 2011 um 11:13 am

      Hallo Martin,

      vielen Dank für Deine vielen Ergänzungen und Anregungen.

      Ja, es läuft immer mehr auf eine weitere Aufklärungsphase hinaus. Und mein Leitspruch von Goethe mit „Es hat etwas Vertracktes mit dem Wissen. Gibt man es wenigen, befördert man den Staat, gibt man es vielen, befördert man die Freiheit.“ wird immer gewichtiger.

      Als lasst uns Informationen bewegen und Zusammenhänge bewusst werden. Dann wird sich der Rest von ganz allein einstellen.

      Liebe Grüße, Martin

  5. November 1, 2011 um 3:15 pm

    Passend dazu folgender Text: http://www.sein.de/gesellschaft/neue-wirtschaft/2011/das-kapitalistische-netzwerk-das-die-welt-regiert.html

    Ohne Banken, ohne Kapital, ohne Zinsen, keine Expansion, wie die Geschichte zeigt.

    Gruß IP
    http://www.gold-dna.de

  6. November 4, 2011 um 9:18 pm

    Hallo alle miteinander, hallo Martin, bevor ich es vergesse, weil ich kann an besagtem Kongress nicht teilnehmen, wär es sehr schön wenn ihr darüber ausführlich informiert. Die Referentenliste ist aus meiner Sicht sehr einseitig, weil die akuten Probleme ein Herr Professor vielleicht analysiert haben kann, aber nicht selbst tagtäglich erleben muß. Deshalb werden auch die Schlußfolgerungen von den wirklich akuten Problemen abweichen, ist jedenfalls meine Sorge. Ich würde es nicht Ignoranz bezeichnen, was die Mehrheit davon abhält sich für mehr Demokratie einzusetzen. Ich lebe selbst das Leben, jeden Tag sich ums Durchkommen kümmern zu müssen, theater, urlaub usw. sind für mich Fermdwörter geworden. Es jemand jeden Tag schuften geht und wie zunehmend noch bei der Leistungstelle, was für ein Unwort, noch Mittel beantragen muß und sich Monat für Monat dafür Erniedrigungen und Bevormundung unter dem Leitsatz „fördern und fordern“ erduldet, den ist die restliche Welt aber so was von egal… setz Euch mal in die Kneipe an der Ecke und hört ihren Gesprächen zu, dann erfahrt ihr die Wahrheit und redet bestimmt nicht mehr von Ignoranz! Ich glaube, wir müssen nicht warten bis sie zu uns kommen, sondern der Prophet muß zum Berge gehen!

  7. November 4, 2011 um 11:02 pm

    Sehr guter Artikel: Die Lüge von der EURO Rettung

    Das Finanzkapital dient heute nicht mehr der Realwirtschaft (was ja sein einziger Zweck und seine einzige Daseins-Berechtigung ist), sondern hat sich zum Herrscher über Wirtschaft und Politik aufgeschwungen – mit verheerenden Folgen: die Schere zwischen Arm und Reich, sowohl zwischen verschiedenen Nationen wie auch innerhalb derselben, klafft immer weiter auseinander, die Einkommens- und Vermögens-Verhältnisse driften immer mehr auseinander, die Alters- und Krankenversorgungs-Systeme bröckeln und brechen zusammen, öffentliche Investitionen in Bildung, Kultur, Wissenschaft und Infrastruktur gehen immer mehr zurück und bleiben schließlich ganz aus, einst blühende deutsche Familien-Unternehmen werden von ausländischen, renditegierigen Finanz-Investoren „feindlich übernommen“, ausgesaugt und dann weggeworfen, öffentliches Volkseigentum, von den arbeitenden und steuerzahlenden Bürgern erwirtschaftet und finanziert, wird in ebenfalls oft ausländischen Privatbesitz überführt (übrigens grundgesetzwidrig!).

  8. harrygambler2009
    November 5, 2011 um 3:35 am

    Die Besonderheit der heutigen Finanzkrise liegt meiner Meinung nach auf einer ganz anderen Ebene. Man muss die Geldmenge betrachten und ihre Bestandteile, dazu die Erwartungen des Geld- oder Gläubigermarktes auf die Rendite ihres Kapitals und die „Menge“ an Kapital, die sich illegal gebildet hat.
    Diese Menge an illegalen Kapital hat sich zum Beispiel für Deutschland auf 420 bis 450 Milliarden Euro angehäuft und sucht über Drittländer einen Zugang zum Finanzmarkt. Gebildet hat sich diese Geldmenge aus Steuerbetrügereien, oder wie wir sagen, Steuerhinterziehung. Für alle EU-Staaten drüfte sich diese Geldmenge mit 2 – 3 Billionen durch die Finanzmärkte wälzen und niemand kann sie kontrollieren, denn sonst wäre sie ja nie zustande gekommen. Man muss also an den Wurzel mit der Behandlung beginnen, um die Krone zu retten.
    MfG
    Harry Gambler
    PS.: http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/

    • November 5, 2011 um 9:09 am

      Leider gilt auch hier: die Wurzel sitzt viel tiefer als bei Steuersündern anzufangen. Denn diese wollen ja auch nur weiter HABEN (-> Gier), weil wir zulassen, dass sich Geld über Zins vermehren kann. Wenn diese Vermehrung nicht mehr im System ist, geht es wieder mehr um das SEIN, um glücklich zu sein. Dann reden wir auch nicht mehr über irgendwelche Steuerzahlereien. Und wenn wir das Geld gar nicht mehr nutzen, weil wir so ZIVILISIERT geworden sind und per TEILEN die Ökonomie betreiben, müssen wir gar nicht mehr über Steuern nachdenken.

      • Gold ist Geld
        November 7, 2011 um 2:33 am

        Der Zins ist nun einmal der Preis für das Verleihen von Geld. Diese ganze „Zins- und Zinseszins“ Theorie ist schlichtweg falsch. Die Zentralbanken, mit dem Blankoscheck der ungedeckten Geldproduktion aus dem Nichts sind das einzige Übel. Diese Geldvermehrung hat sowohl die Internet-Blase, die Subprime-Krise und die dadurch überhaupt erst mögliche Staatsverschuldung verursacht. Der Zins ist lediglich eine Risikoberechnung für den Ausfall des Darlehens als auch der Preis dafür, daß derjenige, der das Darlehen begibt, eine Entschädigung dafür erhält, daß er nicht heute, sondern später „konsumiert“ bzw. anderweitig investiert.
        Der sozialistisch durch die Zentralbanken festgelegte Einheitszins ist für die aktuellen Schieflagen verantwortlich und nicht der Zins ansich. Hätte Griechenland nicht zum günstigen Zinssatz von Deutschland Geld leihen können, hätte es nicht derart auf Pump leben können.
        Hier ist die Federal Reserve (ein privates Bankenkonsortium, im Besitz von z. B. Goldman Sachs, JP Morgan u. a.) der USA der größte Übeltäter, da sich sämtliche anderen Zentralbanken an dieser orientieren. Die „Großbanken“, die z. T. Eigner der Federal Reserve sind und umgekehrt, leihen sich dort zum aktuellen Nullzins Geld (das mit diesem Vorgang aus dem Nichts geschaffen wurde), das sie dann an Staaten und überwiegend Großkonzerne zu höheren Zinsen verleihen, um die wertschaffenden und arbeitenden Wirtschaftsteilnehmer sukzessive zu enteignen. Nur so konnte die Kapitalakkumulation und die damit einhergehenden Verschiebungen auf sämtlichen anderen Märkten (Rohstoffe, Aktien, Monopole) überhaupt erst entstehen. Die perversen Poltiker, die sich Wahlstimmen durch vermeintliche Wohltaten erkaufen, sind die Erfüllungsgehilfen dieses Systems und haben dies letztendlich zu verantworten.
        Als das Federal Reserve System 1913 eingeführt wurde, bekamen die privaten Banker als Sicherheit die Einkommenssteuer (damals 1 %!), die es vorher gar nicht gab, als Gegenleistung der Politik. Das war endgültige der Startschuß zur Versklavung der Menschheit, da sämtliche „Demokratien“ mittlerweile nach diesem Vorbild funktionieren. Der Keynsianismus tat sein übriges, indem er den Staat zum Wirtschaftsteilnehmer erklärte, und so richtig fielen die Schotten, nachdem Nixon 1971 die Golddeckung des Dollars aufhob, um den Vietnamkrieg zu finanzieren.
        Diese Zins- und Zinseszins-Theorie ist gefährlich, da sie von den wirklichen Schieflagen (also dem Federal-Reserve-System) absolut ablenkt. Das Geld gehört zurück in die Hände der Menschen, also in den freien Markt.

      • Gold ist Geld
        November 7, 2011 um 2:42 am

        Mehr dazu auf mises.org. Ein sehr empfehlenswertes Buch dazu:

        http://www.amazon.de/Vom-Wert-besseren-Ideen-Vorlesungen/dp/3789282669/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1320629728&sr=8-1

        Es lebe die Freiheit!

        Off Topic:

        Es sollte mittlerweile jeder verstehen, daß wir Untertanen uns gemeinsam gegen diesen faschistischen, feudalististischen Pöbel jeglicher Couleur, der durch „Parteiendisziplin“ und orwellsches Neusprech in die Regierung gewählt wurde, wehren müssen und sämtliche Ideologien auf den Müllhaufen der Geschichte gehören. Das „Teile-und-Herrsche-Prinzip“ funktioniert nach wie vor blendend, wenn man sich die Occupy-Bewegung ansieht, die eine höhere Besteuerung der Reichen (ab 100.000 US-$ brutto!) fordert, während die wirklich Reichen ihr Kapital in steuerfreien Stiftungen angelegt haben, und die Erträge publikumswirksam spenden und sich noch als Gönner und Weltverbesserer aufspielen. Gleichzeitig betreiben sie durch die vermeintlich guten Impfprogramme mit vergifteten Impfstoffen einen Genozid an der Menschheit. Nur eine wirklich freie Menschheit (ohne mit Macht versehener Obrigkeit), und dies fängt beim Geldwesen an, hat eine Chance auf wirklichen Frieden und Freiheit.
        Wo steht geschrieben, daß der Mensch Steuern zu zahlen hat? Wer bestimmt das und mit welchem ihm verliehenen Recht? Durch die Wahl der Mehrheit? Wer gibt der Mehrheit das Recht, über den Einzelnen zu herrschen, bzw. mit der richtigen Lobby und „gedruckter“ Knete im Hintergrund, mit durch die Mehrheit gewählten Politikern? Warum darf ich die bestehenden Systeme nicht abwählen, so wie ich ein Zeitungsabo beenden kann oder ein bestimmtes Produkt nicht mehr kaufe?
        Eine gerechte Gesellschaft kann nur eine Gesellschaft ohne sozialistisches Zentralbankengeld und unter vollkommener Berücksichtigung des Eigentums sein. Nur dann kann nicht mehr von unten nach oben (mit propagandistischen Argumenten aka Arbeitsplätze erhalten, Umwelt/Klima/Kröten retten, „solidarische“ Krankenversicherung) umverteilt werden.
        An alle Sozialisten: Nur indem der ärmste der Armen über sein durch Lebens-/Arbeitszeit erarbeitetes Eigentum freiwillig herrschen kann und nur wenn die Unternehmer für ihre Infrastruktur selbst aufkommen und nicht über Steuermittel, nur dann wird in entfernter Zukunft der Arme die Chance haben, ein besseres Leben zu führen. Der Staat, bzw. die damit unweigerlich verbundene Bürokratie, ist überflüssig wie ein Kropf. Das einzige was notwendig für die freie Entfaltung des einzelnen ist, ist ein freies Rechtssystem, z. B. mit unbeteiligten Geschworenen.
        Das Denken muß wieder vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Wenn wir in unseren bisherigen, durch die Massenmedien gelenkten Denkmustern weitermachen, wird sich nichts aber auch gar nichts ändern. Dann geht es nach einem Reset 60 Jahre wieder gut und dann fangen alle wieder von vorne an. Die einzigen, die dadurch bisher nichts verloren haben, sind diejenigen, die durch effizienten Einsatz von Kapital und Beziehungen, seit mehreren Jahrhunderten die Dummheit der Menschen ausnutzen, um an den wirklichen Schaltstellen der Macht kleben zu bleiben.

  9. November 5, 2011 um 6:41 pm

    Wichtig bei all diesen Betrachtungen ist auch, daß zum einen der Mensch nicht Opfer seiner Umstände ist und bleibt, sondern er sich wieder seiner selbst bemächtigt und sich die ihm zugedachte Freiheit nimmt, ein selbstbestimmtes Leben ohne Angst zu führen und zum anderen die jetzige Schulden basierende Geldschöpfung umstellt auf gemeinschaftlich-leistungsgedecktes Geld ( siehe auch http://rsv.daten-web.de/vortrag-wi-2011-09-29.html ).

  10. November 6, 2011 um 6:10 pm

    Prof. Bocker spricht über die Ziele unserer Eliten, sieht den gerade hochkochenden Konflikt mit Iran als weiteres Mittel, die Menschen zu ängstigen, um als Retter die nächsten Schritte zu einer einheitlichen Weltregierung gehen zu können.

    Zudem empfiehlt er, sich auf die Selbstversorgung vorzubereiten, falls der 3. Weltkrieg über den Iran-Konflikt ausbrechen wird.
    Besser wir strengen uns an, das dieses Chaos nicht vom Zaun gebrochen wird!

  11. November 8, 2011 um 10:02 pm

    Und die Bewegung nimmt immer weiter Fahrt auf, um den Wandel weiter einzufordern:

  12. November 10, 2011 um 12:09 am

    Hier gibt es einen interessante Darstellung darüber, wie das Geldsystem das Feudalsystem auf andere Füße gestellt hat und anstelle durch Ketten die Menschen durch das Zahlen von Zinsen versklavt sind: http://www.steuerboykott.org/

  13. November 13, 2011 um 3:08 pm

    Hallo noch einmal alle zusammen, ich möchte, ohne damit Pessimimus verbreiten zu wollen, noch einmal auf einen wichtigen Fakt hinweisen, der die Schwierigkeit einer Umstellung mit sich bringt, dem Menschen! Ich habe in Kreisen der neuen Demokratiebewegung darauf hingewiesen und die Reaktion bleibt bis jetzt aus. Nur Druck auf die Verantwortlichen ausüben und die Schuldigen verurteilen, ändert nichts am Grundübel. Wir haben alle irgendwo mit der Muttermilch Verhaltensweisen angenommen, die dieses System überhaupt erst möglich macht. So verstehe ich den Ausspruch von Mahatma Ghandi.
    Sicherlich ist es wichtig all diese Machenschaften öffentlich zu machen, aber wenn wir nicht im Sinne von Rudi Dutschke selbst bei uns anfangen. Die Bundesrepublik hat den gleichen Aufruhr 1968-70 erlebt (ich kann da wenig mitreden, denn ich war auf der anderen Seite und noch zu jung) und alle die postiven Ansätze sind marktfähig gemacht worden.
    Bei Steuerboykott.de heißt es: „Jeder Einzelne kann sofort damit beginnen. Die Geldhersteller und ihre Gehilfen können dann in ihrem System ohne Volk weitermachen, werden aber für ihr selbst erzeugtes Papier- und Giralgeld kaum noch Waren und Dienstleistungen bekommen. Der Staat, das sind die Menschen.“ Darin sehe ich den Ansatz. Viele Menschen, um nicht zu sagen die überwiegende Mehrheit, steht heute occupy und Demokratie jetzt skeptisch und teilweise sogar ablehnend gegenüber, weil sie wieder nur „Massenvieh“ auf der Demo sind und sich an den Regularien nichts entscheidend ändert. Wir müssen anfangen argar-urbane Netzwerke zu schaffen, damit für jeden klar wird, welche Rolle er einnimmt,um ein würdevolles Leben führen zu können.

  14. November 14, 2011 um 7:22 pm

    Meinem Vorredner vielen Dank – so denke ich auch.
    Wie sieht die Realität aus?
    In meiner direkten Nachbarschaft leben weitere 15 „Parteien“.
    Darunter ist kein einziger Mensch, der fähig wäre, ein soziales Ideal zu leben.
    Als ich das erste Mal las, „Wir sind 99%“, musste ich schmunzeln.
    Mir reichten 5%, die nicht reden, sondern etwas anpacken – die Konzepte entwerfen, die auch umsetzbar sind.
    Wer träumen möchte, sieht Fernseher auf der Straße liegen, Bürger, die ihre Kredite und Mieten nicht mehr bezahlen, die mit dem Fressen und Saufen aufhören, die ihre Türen nicht mehr abschließen, und vielleicht sieht er auch die vielen Auswanderer zurück kommen.
    Aber, einer der Vorredner sprach ja bereits von der Angst, die der Doppelschlüssel ist, auf der einen wie auf der anderen Seite. Viele Menschen wollen nur glücklich sein, allein ihre Angst versperrt ihnen den Weg. Immerhin werden sie – Ersatz für Glücklichsein – auf diese Weise mit Energie versorgt, wenn auch auf einer unwürdigen Ebene.
    Wolfgang Jensen

  15. November 15, 2011 um 3:08 pm

    Machen wir doch einmal die Probe auf’s Exempel! Ich habe gerade mal bei n-1 nach Gruppen gesucht, es gruselt mich, von wegen „unsere Bewegung nimmt Fahrt auf! Wie viele sind wir wirklich, die sich momentan für die Veränderung der Gesellschaft, für mehr Demokratie, aktiv einsetzen? Wir sind keine 99 und auch keine 5%, allemal eine Promille vielleicht. Wir sollten als erstes realistisch die Situation einschätzen. Klar betrifft es maybe 99%, aber wie davon erst einmal 10% dafür begeistern (dann wären die Straßen und Plätz voll). Sicherlich ist der Bankensektor ein deutliches Zeichen für den gefährlichen Zustand unserer Gesellschaft. Findet er aber nicht jeden Tag mit uns neben uns statt? Wir benehmen uns wie die schlesischen Weber. Wir haben endlich, nach reiflichem Überlegen, jemanden gefunden, dem wir die Schuld zuweisen können! Wer in Mathe aufgepaßt hat, weiß seit der Schule schon, wie der Hase läuft und wozu das Kapital in der Lage ist. Haben wir nicht auch die ganze Zeit zu- oder weggesehen? Was erwarten wir von unseren Mitbürgern, sollen sie jetzt nur noch von Öko-Gemüse leben? Was machen wir mit den Mitarbeitern der Banken und Institutionen, die wir anklagen? Was wollen wir ändern (gestern habe ich bei acampada dazu meine Meinung nieder geschrieben, diesmal gab es wenigstens schon mal Protest)? Wollen wir in die Tomatensuppen nur Gehacktes reinrühren und es dann als Bolognese feil bieten und alles andere bleibt wie bisher?
    Martins Hinweis auf steuerboykott war schon sehr gut, auch wenn ich viel lesen mußte ;-). Am Ende gibt es einen erstaunlichen Ansatz, schaffen wir uns unsere Verfassung, die uns alle Parteien quer Beet seit über 20 Jahren vorenthielten, doch selbst. Gestalten wir EINE Plattform der offenen Diskussion und verkleckern (verstecken) uns nicht jeder nur in seinem blog. Setzen wir und da stimme ich auch mit Wolfgang überein, ZEICHEN!!!
    Ich erlebe gerade selbst, wie schwierig es ist, nur einmal einen Teil der „progressiven Kräfte“ an einen Tisch zu bekommen. Ihr werdet euer Wunder erleben, wenn ihr bestimmte Organisationen anschreibt oder zu ihren Zusammenkünften geht und sie zur Mitarbeit einladet. Da hat jeder Angst sein gedanklicher Pups, den er sonst bewundert in seinem Kreis fallen ließ, könnte überhört werden. Meines Erachtens stehen wir vor zwei Herkules-Aufgaben. Wir müssen 1. unsere Sichtweise ändern (schon der ist, mich inbegriffen, ein verdammt langer Lernprozeß) und 2. konkrete Projekte angehen, die unter Beweis stellen, das es ANDERS geht. Finden wir schon Bestehendes auf, tragen es zusammen und verbinden uns, damit wir Karft bekommen, neue Dinge anzugehen.
    Zum jetzigen Punkt sind wir noch an der Stelle, wo man über uns lacht und unsere Forderungen nicht ernst nehmen muß. Es ist kein Wunder, selbst das BGE hat mehr Fürsprecher, weil es von einem Selbst nichts abverlangt! Das römische Reich ist nicht an seinen Diktatoren zerbrochen, sondern an der Anpassung an das Unheil durch die Masse, weil sie keine lebensfähige Alternative zu Stande brachten! Uns wird das gleiche Schicksal ereilen, sollten wir uns nur auf die oberflächliche Kosmetik beschränken wollen. Viele Grüße com. Mike

  16. November 15, 2011 um 6:53 pm

    Es ist schon interessant: Je mehr Reichtum wir besitzen, umso größer scheint mir die Angst, dass die Zukunft schlechter wird: die Fallhöher ist proportional zum Reichtum. Aus Sicht des Systems zu seinem Erhalt ist es also wichtig:

    a) genügend viele Menschen mit Reichtum auszustatten
    b) diesen Menschen Angst zu machen, so dass sie sich anstrengen, sich und das System im Laufen zu erhalten

    Sollte das System dann von allein zusammenbrechen, wenn wenn nicht mehr genügend viele so reich sind, dass sie an dem Erhalt mitwirken können? Oder anders ausgedrückt, wenn die die Menge derjenigen, die nicht mitprofitieren können zu groß geworden ist?

    Sind wir genau an dieser Stelle angekommen?

    • November 15, 2011 um 7:32 pm

      Hallo Martin, so habe ich es noch nicht betrachtet. Ich glaube nicht, dass die Interessenvertreter der heutigen (UNO)-rdnung, sie ist ja zweifellos eine, keinen Plan B und C in der Hinterhand haben, einer davon heißt für mich BGE.

      Ich glaube es nicht, dass der Punkt erreicht ist. Aus meiner Sicht ist es auch nicht ratsam, darauf zu warten. Denn dieser Zeitpunkt schließt friedliche Lösungen aus, Revolten wegen Geldentwertung z. B.
      Andersherum denke ich, wir sollten das schwächelnde System als Anschub nutzen, also Regio-Währung auf der Basis des Euro und schrittweise durch Werteausgleich den Euro herausnehmen, bis die Währung sich selbst trägt – go no sen – die Initiative in der Verteidigung.

    • stachelbeere
      Dezember 9, 2011 um 8:39 pm

      Wir stehen noch kurz davor, aber der Absturz hängt wie ein Damoklesschwert über uns. Darum das Gewackel mit EU und bankenrettung und dergleichen. Es werden ja auch immer mehr Ländern direkt Bankiers als Regierung aufgehängt. Dann wird noch ein bißchen restkannibalisiert (Afrika, Lateinamerika, Australien), und dann ist Ende Gelände.

  17. November 16, 2011 um 1:50 am

    Hallo Mike,

    Dein Ruf nach Bündelung unserer Kräfte ist einerseits richtig.
    Nun glaube ich, dass wir auf einer Ebene sehr wohl bereits gebündelt sind. Geist braucht sich nicht in die Bahn setzen.
    Ich begrüße unser Miteinander in dieser Form. Es ist für mich ein „Vorfeld“. Ist es nicht sehr wichtig, einander möglichst genau kennen zu lernen? Dazu kommt meine Einschätzung, dass die Zeit für uns arbeitet. Die, die die (einen „Dreier schaffe ich auch nicht so oft) Weichen falsch stellten und den Mut zur Korrektur nicht finden, bewahrten sich jedenfalls ihre Hinterhältigkeit und lauern doch nur auf Fehler der Gutgesinnten.

    Hallo Martin,
    Deine Sicht auf die Ursache oder den Auslöser für den Systemzusammenbruch richtet sich auf arm/reich. Wird das wirklich wesentlich sein? Der „kleine“ Mensch von nebenan redizuiert sich nicht erst seit Heute auf seine Grundbedürfnisse. Andere leben von Verschuldung, wenn man das leben nenen möchte. Andere wissen nicht wohin mit ihrem Geld. Der Mensch ist sowohl leidensfähig als auch habgierig und genußsüchtig. Wenn es in der Krise nichts mehr zu plündern gibt, werden viele Menschen ihre Überlebensfähigkeiten generieren. Und es wäre wünschenswert, sie von ihren Rachegedanken zu befreien. Nach dem letzten Krieg schaute man auch nicht, WAS es zu essen gibt, sondern DASS es etwas zu essen gibt. Und viele der „Täter“ des Regimes integrierte man problemlos in die neue Ordnung. Das sollte man dieses Mal nicht tun, ich sage das ganz klar, sonst haben wir bald wieder ein „Reich“, das von charakterlicher Armut dominiert wird.

    Schließlich: Ich warte ganz gelassen auf den Zeitpunkt, wo Parasiten keine Daseinsgrundlagen mehr finden; ich meine das — natürlich – nur in Bezug auf Hunde.

    Herzlichst

    Wolfgang

    • November 16, 2011 um 9:13 am

      Und viele der „Täter“ des Regimes integrierte man problemlos in die neue Ordnung. Das sollte man dieses Mal nicht tun …

      hm, was schwebt Dir hier vor, wenn wir den Wandel ohne Gewalt hinbekommen wollen? Reicht es, wenn das „neue Bewusstsein“ sich ausbildet und dabei alle gleichermaßen erfasst?

      Nochmals hm: ist es nicht so, dass jene noch existierenden, indigenen Gesellschaften sehr wohl geballt auf „Abweichler“ zugehen, um sie auf das „richtige“ Verhalten einzustimmen? Sprich ohne sanfte Gewalt kann sich auch dieses System nicht erhalten …

      LG Martin

  18. November 18, 2011 um 5:36 pm

    Solange wir Menschen sind, machen wir Fehler, sicherlich auch viele bewußt! Ja es ist wahr in indigenen Gemeinschaften ist die höchste Strafe, der Ausschluß aus der Gemeinschaft. Wollen wir die „Täter“ wieder in Arbeitslager stecken? Wo fängt der Tatbestand der Mittäterschaft an? Sind wir, die es geschehen lassen, nicht unmittelbar am Unrecht beteiligt, was spricht uns davon frei?
    Ich glaube und das erlebe ich gerade an der Diskussion in Vorbereitung der nächsten asamblea EDJ Leipzig, das zwar der Ansatz, etwas muß verändert werden, bei vielen schon angekommen ist, aber nicht das WIE und das WOHIN (Bewegung ist alles Ziel ist nichts). Da werden immer noch händeringend nach Losungen gesucht, die 99% hinter ihrem Ofen vorlocken sollen. Inhaltliche Diskussion findet kaum statt oder wird gleich wieder unterbunden. Es gab drei Punke, Ethikbanken unterstützen, BGE und Gemeinwohl (Ch. Felber). Ich habe wenigstens erreicht, das das BGE für die nächste Versammlung von Tisch ist. Da wird mit spanischen Methoden versucht, hier gleiche Resultate zu erzeugen, ohne dabei zu berücksichtigen, das die Umstände und Ängste der Bevölkerung hier ganz andere sind. Ich werde mir viel Mühe geben und das Thema noch einmal zu bearbeiten. Das wird einen lauten Aufschrei des Vereines nach sich ziehen, der in Leipzig recht gut organisiert ist. Leider haben sie auf mein Diskussionsangebot bis heute nicht reagiert. Mir geht es sicher auch um ein würdiges Leben und es gibt auch Punkte die für eine Form von BGE sprechen ohne jeden Zweifel, aber im Gesamtpaket, so wie es sich momentan darstellt, ist es einfach m.E. nur gefährlich, weil wem nützt es am Ende…

    Umdenken ist die Tagesaufgabe no. 1 und zwar ohne Einschränkungen. Ich hatte es schon einmal erwähnt, vielleicht ist es untergegangen. Wir schreiben uns alle jeder für sich die Finger wund, um im nächsten Augenblick festzustellen, das Gleiche oder ähnliche Schlüsse auch der blogger XY schon mal geschrieben hat. Wir kleben alle an dem süßen saft Hoffnung oder Illusion und rollen dem Sysiphos gleich die Kugel auch ein hundertstes Mal den Berg hinauf. Damit ändern wir nichts! Ich hatte in den Raum gestellt, vernetzen wir uns und schreiben gemeinsam an Themen im Form eines pad. Stellen wir uns Fragen, die heute relevant sind, wie die oben angesprochene Frage „Umgang mit den Tätern“ und bieten z.B. auf einer Seite, von mir aus auf wissenschaftsmanufaktur.net. Warum muß jeder sein eigenes Würstchen fallen lassen! Wir reden von Vernetzung und Schwarmintelligenz und feilen mit Laserschwertern weiter an unseren Faustkeilen rum. Die Zeit drängt, wohin soll sich eine bessere Welt entwickeln. Wie soll sie aussehen. Entwickeln wir gemeinsame Denkansätze, keine Dogmen, in die bestehendes Gedankengut von Martin, Geharld und Andreas eingebettet werden können. Gehen wir mit diesen Ansätzen in die Öffentlichkeit und diskutieren wir mit den Menschen darüber und ändern wir Dinge die sich dabei als nicht durchführbar halten und gewinnen wir auf diesem Wege die Menschen für unsere Ziele. Dabei werden wir viele Vorurteile abbauen müssen, in erster Instanz bei uns selbst, um Akzeptanz zu erreichen.
    Sehen wir uns doch klar an, wo die Bewegung gerade steht, die kann nicht einmal alleine eine Mülldeponie beseitigen, so wenige sind wir. Da muß man schon viel Phantasie oder Wirklichkeitsverlust haben, wenn wir da von wir sind 99% sprechen. Hier wird immer noch davon grundsätzlich ausgegangen, das man Veränderungen erreichen will, um sich dann wieder auszuruhen, zugegebener Maßen ein weinig überspitzt. Ich denke es wird keine Bundesdeutsche oder Länder-non plus ultra-lösung geben
    Ich bin immer noch der Meinung. das wir kleinere Strukturen schaffen müssen, die aber anders als vor strukturiert sein müssen. nicht nach dem Prinzip „GEMEIN zu anderen, SCHAFfT Nutzen für sich selbst. In dem Sinne ist es zwar verwerflich, das Täter in der Nachkriegszeit oder nach der Wende (Seilschaften) gleich wieder integriert worden sind, aber aus menschlicher Sicht, da sie ja in Strukturen lebten, durchaus nachvollziehbar. Da schließt sich wieder der Kreis zwischen Opfer und Täter, wären die 99% der Opfer früher dem täter in den Arm gefallen, hätten sie seine Handlung unterbunden, bräuchten sie danach nicht über ihn richten. Was meint Ihr dazu? Viele Grüße com. Mike

    • November 18, 2011 um 8:01 pm

      Hallo Mike,
      ja, ein Mitarbeiten an einem offenen Konzept auf einer unabhängigen Plattform wäre sicher ein guter erster Schritt.
      Ich denke, dass der Prozess, den wir gerade als Bewusstwerdung erleben, noch etwas brauchen wird, bis sich daraus ein konkretes Gesellschaftsmodell entwickeln kann, das möglichst weltweit Akzeptanz finden kann. Denn das bräuchte es, damit die Konflikte auf dieser Welt sich in Luft auflösen.
      Wenn wir zu früh mit konkreten Vorschlägen kommen, d.h. zu einem Zeitpunkt, wo die meisten Menschen noch immer nicht wissen, wie unsere Welt wirklich tickt, dann werden sie nicht mit auf den neuen Zug springen können.
      Was also erst einmal zu tun ist: die Geschichtsschreibung muss korrigiert werden und allen Menschen auf dieser Erde bekannt werden. Sobald die vielen Unwahrheiten erkannt sind, werden die sich von allein ergebenden Lösungen nur so aufdrängen und die Menschen werden einfach mitmachen.
      Daher sagt mir mein Bauch, dass hier Nichts übers Knie gebrochen werden sollte sondern wir uns weiter vernetzen sollen, weiter forschen und uns schlauer machen. Mit möglichst vielen Menschen reden und ihnen unsere Erkenntnisse aufzeigen. Mit jedem Tag werden es dann mehr, die aus ihrem Hamsterrad herauskommen, nicht mehr in die Glotze stieren und dabei ihr Gehirn gewaschen bekommen.
      Dieses Video zeigt es auf, wie Systeme zu Änderungen kommen:

      Das bestehende, sich schon abschwächende System hat starke Menschen, die es verteidigen. Das neue, sich gerade konstituierende System hat Pioniere, die an den neuen Strukturen arbeiten. Und es ist einfach nur eine Frage der Zeit, wann die vielen Folger von dem einen System auf das andere aufspringen.
      Hast Du schon einen guten Einblick, welche Plattform sich gut eignet, mitzuwirken?
      Ich habe da leider noch nicht die Zeit gefunden, mich mal umzuschauen.
      Lieben Gruß Martin

      • November 19, 2011 um 1:49 pm

        Hallo Martin, also mit den Trittbrettfahrern habe ich so meine Bauchschmerzen 😉 Ich will nicht, das jemand überspringt und sich wo möglich noch die Hacksen bricht. Ich gebe Dir völlig recht, wir stehen sehr weit am Anfang und ich habe das Bauchgefühl, das sich die Schar der Aktivisten im Frühjahr gelichtet haben wird – Euphorie verflogen, wenn wir nicht mehr inhaltliches Gewicht erzeugen.

        Ich schätze die Situation wie folgt ein, Abgesehen der „Rückwärtsrolle“ von 1989, waren alle gesellschaftlichen Veränderungen mit Gewaltausschreitungen einher gegangen. Protestbewegungen im Wendland (Anit-Atomkraft), Greifswald (G20 Gipfel), Stuttgart, haben unter Beweis gestellt, das auch unsere Organe nicht vor der Ausübung von Gewalt zurückschrecken. Abhörskandal in Dresden, bewußte, der Rechtsprechung zuwiderlaufende Gerüchte, Rohrbomben der linksextermen Szene zuzuordnen, in Berlin kurz vor dem 15.10., der Versuch der Verschärfung Terroristengesetz, Erweiterung der Befugnisse des Verfassungsschutzes, zielen auf eine weitere Einschränkung der persönlichen Freiheiten und der allgemeinen Verunsicherung ab. Alle, die sich öffentlich darüber Gedanken machen, Material zusammenstellen, sicherlich sich auch einmal irren, werden sofort in die Schmuddelecke „Verschwörungstheoretiker“ gestellt.

        Die sich jetzt global bildende Demokratiebewegung ist eine Chance, wenn sie wie in vielen Ländern unter einem Dach zusammenfindet. Neben den jetzt verkündeten Botschaften, ist immer noch nicht klar, wo soll die Reise denn hin gehen, welche Alternativen haben wir, nutzt es nur die Banken zu verstaatlichen und Spekulationen (Börse) unter Starfe zu stellen, was wird mit der Gewinnung von Rohstoffen, wie gehen wir mit dem militärische Gewalt um, in wie weit sind gesellschaftliche Analysen (von Arnim) wirklich noch aktuell und lassen daraus Schlußfolgerungen zu usw. Es ist eine Herkules-Aufgabe, die zu bewältigen ein Einzelner auf Grund der Komplexität nicht mehr bewerkstelligen kann.

        Ich möchte folgendes vorschlagen. Wir sprechen Menschen an, die für diese Sache Interesse haben, also Theoretiker und Praktiker. Wir tragen einen Fragekomplex zusammen und für jede Frage werden ein oder zwei Moderatoren gewonnen, die von mir aus auch bei dieser Frage den Anfang machen. Wir tragen Material zusammen, die Moderatoren sichten es, stellen daraus ein Exzerpt zusammen, mit links zum eigentlichen Text, das man selbst in Falle einer Frage oder Unklarheit selbst noch einmal nachlesen kann. Danach kommt eine ausführliche Debatte, mit allen Für und Wider. Daraus leiten wir dann ein Konzept ab, das so allgemein gefaßt ist, einem Handbuch gleich, das es als Richtlinie unter verschiedenen Situationen wichtige Hinweise und Impulse geben kann, Eine Art erste Hilfe zum demokratischen Manifest, nur das es nicht einer verfaßt hat, sondern ein Autorenkollektiv, einen Schwarm menschlicher Intelligenz, vielleicht sogar international.

        Zugangsvoraussetzung zum Gremium alle! Moderatoren nur über persönliche Empfehlung oder auf Einladung. Über die Sicherungsmaßnahmen muß man sich noch einmal Gedanken machen, denn früher oder später werden die Freunde von Staatsschutz gucken kommen, was wir da so ausbrühten, da bin ich mir sicher!

        Also ein großer Fachmann in Sachen Plattformen bin ich sicherlich auch nicht. Am sichersten wäre es, wieder einen Brieftaubenkurierdienst einzuführen, dann arbeiten aber noch meine Enkel an dem Projekt. Ich habe gute Erfahrung (reichlich 4 Wochen) mit n-1.cc (ist kostenlose und ein geschütztes soziales Netzwerk) für den Anfang, da ich nicht weiß wie viel Material es werden wird und ob die Kapazitäten ausreichen. Darüber hinaus halte ich den persönlichen Kontakt für sehr wichtig, auf Arbeitsgruppenbasis und vielleicht jährlich alle Moderatoren. Sollte mein Vorschlag auf eine Resonanz stoßen, erfahrt ihr alles weitere per mail oder per Brieftaube 😉

        Über die Themen würde ich mir in den nächsten Tagen Gedanken machen und in meinem Blog posten, einige habe ich ja hier schon angeschnitten. Der kann ja dann weiter verlinkt werden, so das den Aufruf viele lesen können und sich vielleicht mit einreihen, „Blogger dieser Welt vernetzt Euch!“ Viele Grüße com. Mike

    • stachelbeere
      Dezember 9, 2011 um 8:49 pm

      Bei einem Absturz ist es auch mit Umstieg auf Selbstversorgung (Garten, Hühner, Kaninchen) schwer, nicht nur weil das kaum einer noch beherrscht, sondern auch, weil dann viele Hungrige durch die Lande ziehen.

      • Dezember 9, 2011 um 9:37 pm

        Und eigentlich ist es doch verrückt! Es ist doch noch Alles da:
        Menschen, die was tun können.
        Ressourcen, die man nutzen kann.
        Produktionsstätten, in den Menschen die Ressourcen zu Produkten verarbeiten.
        Warum sollten wir denn Alles zusammenbrechen lassen, nur weil die Banken uns kein Geld mehr geben?
        Es wäre so einfach: WIR, der Staat, müssen uns nur die Lizenz des Gelddruckens wieder zurück aus den Händen der privaten Banken holen. Und schon ist gut.
        Ich lese gerade diesen erhellenden Artikel, der sehr zu empfehlen ist:

        Oligarchie der Finanz
        Der Krieg der Banken gegen das Volk, Von Michael Hudson

        Es gibt einen Weg, wie der Euro gerettet werden kann: Man muss nur der Europäischen Zentralbank erlauben, das zu tun, wofür Notenbanken gegründet worden sind: Geld drucken.

  19. November 19, 2011 um 7:34 pm

    Hallo Martin, hallo Mike,

    was ihr hier auf den Tisch legt, ist eine ganze Menge. Bevor ich versuche, das Brot in Scheiben zu schneiden, beantworte ich Deine Frage, Martin.

    Es gibt ein altbekanntes Problem, das besonders in der Politik deutlich wird.
    Vor der Wahl stellen sich die Kandiaten als Kuscheltiere dar – hat man sie gewählt, enetwickeln sie sich zu skrupel- und gewissenlosen Monstern.
    Nur mit der Machtfrage ist das Problem zu lösen.
    Ich will NIEMANDEN richten und bestrafen, damit das klar ist.
    Aber was willst Du mit dem Rollenstuhlfahrer machen? Soll er Dorfältester werden? Würdest Du ihn zum Lehrer Deiner Kinder machen?
    Es ist doch eigentlich ganz klar: Macht über andere Menschen haben darf einfach nicht sein.
    (ich über Macht nur aus, um fremde Machtansprüche abzuwehren)

    Die Frage ist doch hier und jetzt: Wie NIMMT man den Gewalttätern die Macht?
    Man gibt ihnne keine Energie mehr – und man folgt ihnen nicht mehr.
    Was MACHT ein Wirtschaftsminister, wenn ein Generalstreik die Räder stoppt?
    Er ruft nicht mehr SEINE Leute zusammen, sondern Leute kommen zu ihm und lachen ihn aus. Und was MACHT die Polizei und das Militär und wo bleibt die Macht der so gewaltigen Konzerne? Größere Gefängnisse bauen? Die Leute in der Fabrik einsperren? Dreihundert neue Fernsehkanäle schaffen? Wie will man Menscehn greifen, die nur vernünftig leben wollen?
    Glaubt mir: Die Furcht der Machtmenschen ist viel größer, als unsere jemals werden kann.

    Mike, Dein Drängen in allen Ehren, aber ich stimme hier in die Besonnenheit Martins ein.
    Frü mich braucht es auch keine großen Kongresse – viel zu gefährlich -, sondern nur eine handvoll Menschen mit der „richtigen“ Vision.

    Für mich sind die Kardinalfragen der kommenden Zeit:
    Wird sich das Konsumverhalten massiver und rigoroser ändern?
    Wird der „Zivile Ungehorsam“ größer?
    Wie viele Menschen werden bereit sein, ECHTE Konsequenzen bezüglich ihres Verhaltens auf sich zu nehmen?
    Wie reagiert der „Staat“, wenn wir intern eigenes Geld benutzen, und uns Land nehmen, auf dem zwar der Staat seine Hand hält, das aber uns, dem Volk gehört?
    (Das Alternativ-Geld ist wohl schon auf dem Weg !!!)
    (die Alternative zu Land-Okkupation ist, mit Landwirten zu verhandeln; viele haben keinen Nachfolger)

    Ich koche hier derweil weiter meine eigene „Suppe“.

    Einen guten Abend wünscht Euch

    Wolfgang

    • November 19, 2011 um 10:06 pm

      Ich habe heute gelesen, dass die Griechen beginnen, per Tausch zu wirtschaften. Die Parallelwelt beginnt nun …

  20. November 21, 2011 um 12:08 am

    Hallo Martin, ich stimme mit Dir überein, wenn ich schrieb Leute finden, meine ich natürlich auch die schon an der Sache arbeiten und ihre Arbeiten mit einzubeziehen oder sich dort kundig machen, wie man Bestehendes sinnvoll erweitern kann. Ich hatte ja selbst schon Beispiele genannt, ich könnte es fast um die komplette blogroll bei mir erweitern. Ich hätte auch kein Problem die Arbeit auf einer anderen seite durch zuführen, ich bin nicht der Nabel der Galaxis und wo es angesiedelt ist auch. Mir ist es auch egal, wer die Seite aufmacht, sich als Admin zur Verfügung stellt. Ich hatte nur auch sicherheitstechnische Belange in Betracht und ausführlich erläutert und die sind m.E. nicht von der Hand zu weisen. Also analysieren, richtig gute Seiten gibt es schon wie Sand am Meer. Nur die meisten, die ich bis jetzt gefunden habe, zeigen wir in der Regel nur den erbärmlichen IST-Zustand auf und „verdrehen unser verwirrtes Auge zur Sonn, als drüber wär ein Ohr zu hören meine Klage, ein Herz, wie meins, sich des Bedrängten zu erbarmen…“ Die meisten Intelektuellen, dazu zähle ich auch z. B.Gysi, wollen doch an dem System im Grunde genommen nur ein wenig herum doktern und schon gar nicht ihre eigene Rolle in Gefahr bringen (Überlebensstrategie), also ein bißchen Macht auskosten zu können, koste es was es wolle.

    Ich greife mal Wolfgangs Metapher auf und schneide das Brot lieber mal in Scheiben. ich habe zwar eine große Klappe, aber an dem Versuch würde ich mich glaube verschlucken, ersticken oder gar keine Wort mehr raus bekommen 😉 (Wollt Ihr das?)

    Ich gebe es zu Martin, ich habe Deinen letzten link noch nicht bis zu Ende gelesen. Doch schon bei den ersten Zeilen sträuben sich meine Nackenhaare und ich glaube, das ist ein Zeichen von Gefahr oder wenigsten von gefährlicher Naivität. Warum hat Geld in der DDR funktioniert, warum gibt es solche Geldblasen nicht in der arabischen Welt (China wird sie wohl auch bald bekommen, wenn sie so weiter machen). Hier werden allen Ernstes Vorschläge unterbreitet, die behaupten, man kann im Vorwärtslaufen oder Rennen eine Rolle rückwärts vollziehen ohne sich dabei ernsthaft zu verletzten! Ich habe zwar keine Wirtschaft studiert oder zumindest nicht ausreichend davon, aber schon mein reines mathematisches Bauchgefühl sagt mir, bitte belehrt mich eines Besseren (Gutem, wäre noch Güter), wenn ich hier einen falschen Ansatz habe, das wir uns, einem Münchhausen gleich, am eigenen Zopfe, samt Pferd aus dem Sumpfe ziehen wollen!!!

    Hier ein Beispiel: „1. Das gesamte System wird durch die Arbeitsleistung der Menschen geschaffen, erhalten und täglich erweitert (neu gestaltet, Anm. Red.).
    2. Die Existenzsicherung jedes Bürgers ist vom Staat zu garantieren. Zu diesem Zweck wird ein Grundbetrag bereitgestellt,…..“ (Zitat aus den blog Julius Hensel) Schon der Untertitel „Die reine Wahrheit seit 1881“ krempelt mir die Eingeweide um. Ist er G… persönlich oder braucht er nur einen Rasenmäher, um sich das Gras, was ihm aus den Ohren wächst, schneiden zu können? Entschuldigt bitte meinen drastischen Ton, aber so vermessen oder arrogant kann doch ein belesener Mensch nicht sein, das er seine Ergüsse für die Wahrheit hält.
    Jetzt meine These, damit ihr versteht, worauf ich hinaus will. Satz eins geht vollkommen in Ordnung, nur das hat nicht er herausgefunden, sondern mindesten Darwin, wenn nicht sogar Plato oder schlag mich tot, wer sonst in der Antike, also ein ganz alter Hut. Da dieser Satz folglich richtig ist, nicht wahr, heißt es auch, wenn Menschen keine Arbeit mehr verrichten, verkümmern ihre Eigenschaft (Umkehrung der Entwicklung durch Wegfall der Bedingungen – Verringerung des Muskelanreißes und der Koordination hat Auswirkung auf die Beschaffenheit des zentralen Nervensystems und somit auf unsere un- und bewußten Reaktionen – ein Schlaraffenland erzeugt dumme Menschen!), die Auswirkungen erleben wir ja schon massenhaft mit den verschiedensten Symptomen. Wenn das nicht so wäre, müßten ja die Masse aller Harz IV Empfänger einen riesigen Quantensprung in ihrer persönlichen Entwickling machen, in der Zeit, wo sie nicht in diesen Prozeß eingebunden sind. Wie wichtig es vielen Menschen trotzdem ist, einer Beschäftigung nach zugehen, beweist ja einmal mehr das sie unbewußt oder bewußt ihren Verfall spüren (ihnen die sprichwörtliche Decke auf den Kopf fällt, gesellschaftliche Akzeptanz usw.) Also wenn ein Staat sich das Recht anmaßt, mich als sein Gut zu betrachtet (per se durch meine zufällige Geburt in seinem Herrschaftsbereich), mich in Kriege schicken, mich von meiner Familie trennen oder mir eine menschenunwürdige Arbeit aufbürden darf, dann hat er nicht mein Existenzrecht damit zu sichern, das er, Till Eulenspiegel gleich, über uns ein paar Silbermünzen regnen läßt. Er hat die Pflicht unter heutigen Umständen, uns eine menschenwürdige Arbeit zu garantieren, sonst hat er seinen Anspruch auf meine Person verwirkt. Ich kann doch nicht sagen, Du bist mein Sohn (Vaterland), von deiner Arbeit leben ich mit und ich jage Dich vor die Tür, wenn es mir nicht mehr paßt (Vertrag kommt von Vertragen, von gemeinsamer Basis)! Für mich ergeben sich daraus zwei wichtige Schlußfolgerungen. Leben muß autark dort organisiert und transparent geleitet werden, wo es statt findet. Wenn Maschinen, Automaten uns Teile des Porduktionsprozesses abnehmen, müssen sie abrechungstechnisch, wie ein Mensch oder die Anzahl, die sie substituieren, angesehen und auch so abgerechnet werden (alles auch keine neuen Ideen!). Damit würden sich manche Erfindung erübrigen und der Mensch oder die Maschine würde da eingestzt werden wo es notwendig ist. Jede Arbeit läßt sich menschenwürdig gestalten, heute erst recht! Unabhängig davon müssen wir dann nicht mehr 40 Stunden die Woche oder 67 Jahre arbeiten und würden so viel Zeit zur individuellen Entwicklung auf einer realen Basis, nämlich Teilhabe am primären Prozeß der gesellschaftlichen Entwicklung, der Arbeit, erhalten! So würde ein Schuh draus. Würde man zusätzlich für jedes Produkt eine Energiebilanz einführen, wie viel Energie es verbraucht hat bis es beim Endverbraucher, ich rede bewußt nicht von Konsumenten, angelangt ist, behaupte ich wäre so viel Arbeit da, das wir uns nicht retten könnten und so hätte jede kleine Wirtschaftseinheit eine reale, langfristige Chance. Warum erwähnen solche „kluge Geister“ solche ganz simplen Lösungen nicht? Handeln sie alle nach den Motto des alten Baders (Medicus), „Ich habe nur blauen Dunst verkauft“ der uns den Durchblick erschweren soll?
    Ich glaube wir müssen den Elfenbeinturm hinter uns lassen, den Brunnen der unnützen Erkenntnisse zuschütten und uns das reale Leben auf Augenhöhe betrachten, wenn wir Ernst genommen werden wollen und wirklich eine bessere Welt schaffen wollen. Wenn wir dann noch so ehrlich sind, uns einzugestehen, das wir gleiche Verhaltensmuster im uns dulden, die wir heute bei anderen anprangern, sicherlich von geringeren Ausmaß, fangen wir ganz langsam an zu umreißen, was es heißt, was wir da vor uns haben und wie viel Mut wir aufbringen müssen, um als Ringträger uns auf den Weg zum feurigen Berg „Mordor“ zu machen. Viele Grüße com. Mike

  21. November 21, 2011 um 1:47 am

    Das war wieder mal gut, Mike.
    Es ist nur gut, dass Du hier nicht geblockt wirst, und auch selber weiter ins Fließen kommst.

    Du hast Recht: Wer Wahrheiten verkündet, ist nicht ungefährlich.

    Die Idee, Maschinenleistung in die Berechnung der Möglichkeiten für ein Grundeinkommen einzubeziehen, hatte ich auch, habe es nur vergessen zu erwähnen.
    Menschen dürfen nicht ERSATZLOS gegen Maschinen ausgetauscht werden. Die ersparte menschliche Leistung gehört in den TOPF!
    Nun wird man einwenden, dass dann die Produkte zu teuer werden. Nun ja, wenn man sie nicht mehr verkaufen kann, läßt man das Produzieren halt nach – Marktwirtschaft. Vielleicht will man auch nur seine Gewinne oder die Renditen der Aktionäre nicht schmälern. Dann läßt man’s halt nach. Auf was sind die Menschen hier denn wirklich angewiesen? Panzer zu bauen und zu exportieren, damit sie im Gegenzug Weihnachten frische Erdbeeren essen können?
    Wir brauchen doch nicht wirklich Müller, damit wir Milch trinken können. Wir brauchen nur eine Muh, und jemanden, der sie bedienen kann. Melkmaschinen?
    Es ist ja leider eine Tatsache, dass der Mensch erpressbar gemacht wurde, indem man ihm einen Bedarf suggerierte, der für ein Leben in Freude völlig unbrauchbar, ja kontraproduktiv ist. Für Geld opfert er nun Lebenszeit, und das gibt er aus, um noch mal Opfer zu werden.

    Dass der Staat einem Bürger die Existenzberechtigung zu garantieren hat, halte ich für eine totale Verdrehung der Realität. Die Bürger, die Arbeit leisten, garantieren die Existenz des Staates – so wird ein Schuh daraus. Dass sie das leisten und sich als Dank betrügen und belügen lassen, ist eine geradezu heroische Leistung: Die Malocher sind Helden.
    Und was sind die Staatsbediensteten? In meinem Dorf könnten sie als Tagelöhner den Mist aufbereiten und Stroh dreschen – davon verstehen sie ja sehr viel, echte Fachkräfte. Vielleicht läßt man sich für sie noch eine Ver-Ordnung einfallen, um ihnen gelegentlich und willkürlich das Essen verweigern zu können. Es ist für jeden Menschen gut, mal auf beiden Seiten gestanden zu haben, also die reinste Wohlwollen-Verordnung.

    Mein Zorn, falls das jemanden interessiert ist eiseskalt.

    Wolfgang

  22. November 21, 2011 um 1:11 pm

    Hallo Wolfgang,
    Du hast nicht zwischen den Zeilen gelesen, dieser Satz hat einen doppelten Sinn. Entweder kann der Staat im Extremfall ja sogar über meinen vorzeitigen Tod entscheiden, dann muß er bis dahin aber auch ein würdevolles Leben ermöglichen (garantieren), durch Arbeit, nicht durch gebratene Tauben, die so hoch am Himmel fliegen, das sie nur die wenigsten erreichen können oder ich muß das Recht haben, mir die Gemeinschaft selbst bestimmen zu können und bin nicht oder eingeschränkt an die staatsbürgerlichen Pflichten gebunden. Das stinkt dolle nach Anarchie, ich weiß!!!
    Kleines praktisches, reales Beispiel aus den Leben. Ich habe studiert und nie als reiner Maurer gearbeitet. Die größte Firma der Nation hält es ohne meine Person noch einmal befragt zu haben für angemessen und meinen persönlichen Umständen für zumutbar, das ich, 52 jährig, als Maurer eine Beschäftigung aufnehmen muß. Damit habe ich quasi in zwei Jahren meine Qualifikation in den müll eimer geworfen, weil mich selbst wenn ich in den Jungbrunnen fallen würde als 42 Jähriger mit zweijähriger Berufsunterbrechenung, nicht einmal mehr als Polier eine anstellung erhalten würde. Das klingt fast wie Arbeitslager. Vielleicht hat ja der Verfassungsschutz schon dem Amt einen Tipp gegeben. „Der hat zu viel Freizeit und wiegelt das Volk auf!“ 😉 Auszuschließen ist es jedenfalls nicht.
    Ich wollte damit kein abschließendes Urteil fällen, aber wenn wir anfangen, uns über zukunftige Strukturen Gedanken zu machen, steht auf jeden Fall auch die Frage, wie viele Befugnisse darf ein übergeordnetes Organ und die wird es zweifelsfrei geben müssen, nach meinen Ansichten jedenfalls, haben?
    Noch einen Ratschlag, Zorn ist immer der schlechteste Ratgeber. Viele Grüße com. Mike

  23. November 23, 2011 um 11:47 pm

    Hallo Mike,
    ehrlich gesagt habe ich Mühe, hier die vielen Zeilen zu lesen. Du wirst mir meine Unaufmerksamkeit nachsehen.

    Ein Staat darf in keiner Weise über das Leben der Bürger verfügen.

    Über etwas Anderes ist mit mir nicht zu diskutieren.

    Wenn es denn überhaupt einen „Staat“ geben muss, hat er die Pflicht, seine Bürger zu beschützen. Und er hat das Recht, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Das kann sein, einen Gewalttäter aus der Gesellschaft zu entfernen und ihn zu isolieren.

    Weiterhin hat der „Staat“ die Pflicht, sich um das Befolgen des Grundgesetzes zu kümmern.

    Und was ganz wichtig ist: Der „Staat“ muss für Gerechtigkeit sorgen, dass die Menschen, die auf dem Staatsgebiet leben, auch gleichermaßen an den Grundeinkünften des LANDES beteiligt sind.

    Übergeordnete Organe?
    Sollte ich jemals in einem Dorf an Entscheidungsfindungen beteiligt werden, fühlte ich mich sicher weder als übergeordnet (da ich mich dem Willen des Dorfes UNTERordnen muss) noch als privilegiert (ist ne Menge Arbeit).
    Die Ordnung ist: DAS Dorf entscheidet. Es wird allerdings Menschen geben, die Entscheidungen vorbereiten, damit vernünftig entschieden werden kann. Und es wird, wenn Gefahr droht, auch mal sofort und von einer Person entschieden werden müssen.
    Im Dorf wird eine vernünftige Solidarität wachsen, nicht von gleich auf jetzt, aber daran glaube ich.

    Damit erst mal gut.

    Übrigens ist Zorn Audruck der „Lebenskraft Aggression“, eine Energie, die der gewaltlosen Verteidigung des Lebens dient. Du meintest sicher Angst.

    Wolfgang

  24. Dezember 9, 2011 um 11:41 pm

    Hier bittet Jemand ganz lieb die Wall Street Bonzen, endlich damit aufzuhören, die Welt zu zerstören:

  25. Dezember 11, 2011 um 1:33 pm

    Und hier kommt gleich noch einer von ihm hinterher:

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