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MAN, MAN, MAN … oder doch besser ICH?

wogopologieSprache und Worte sind ein spannendes Thema, wie sich das schon über die Artikel von Petra (terramesa, siehe z.B.) als auch der WOGOPOLIOGIE gezeigt haben, können sie doch kränken als auch heilen. Ich arbeite mich gerade durch die empfehlenswerten 31 Lektionen der WOGOPOLOGIE und möchte die Lektion 7 hier zum AUSDRUCK bringen, zeigt sie uns doch, was mit einer zuträglicheren Nutzung von so kleinen Worten wie ICH oder MAN mit uns jeweils geschieht:

Lektion 7 – (Quelle: http://wogopologie.com/studium)

Welches Wort könnte das Wort sein, welches >wie die Zahl EINS< für die Einheit steht? Manche Worte, welche als Antworten auf diese Frage genannt wurden, waren Liebe, Freiheit, Wahrheit und Ähnliche

………….

Es dreht sich um DAS Wort, durch welches erkennbar ist, dass die Menschheit eine Einheit ist.

Es ist das Wort „ICH

Dieses „ICH“ wird geboren, sobald sich ein Wesen seiner selbst bewusst wird. Mit anderen Worten zum Ausdruck gebracht, bedeutet dies, dass sich das Wesen >als existierend< wahrnimmt. Es nimmt sich als eine Ganzheit wahr, indem es einen Körper hat, der sich frei bewegen kann.

„Sind wir uns darin einig?“ „Sind wir uns darin ein-ig?“ „Sind wir uns darin einICH?“ Durch das Wort „EIN-ICH“ >als „einig“ geschrieben< zeigt sich die Einheit in diesem Wort >ohne zu sprechen< selbst als Einheit. In vielen Dialekten wird dieses Wort „einICH“ gesprochen Was sagen Sie innerlich >zu sich< Selbst, wenn Sie sich im Spiegel sehen? Sind es Worte wie: „Wie sehe ich denn heute aus?“ oder „Ich habe ja rote Ränder unter den Augen“….. Oder würden Sie sagen – „Wie sieht denn Johanna / Helmut heute aus?“ indem Sie sich selbst mit Ihrem Vornamen ansprechen würden?

Jeder Mensch versteht sich selbst als ein ICH, weshalb er mit ICH sprechen sollte, wenn er spricht. Das Wort ICH wurde im alltäglichen Sprachgebrauch durch ein anderes Wort zu einem großen Teil ersetzt.

Dieses Wort heißt „man“

Indem sie beginnen, darauf zu achten, wie oft Sie selbst und Ihre Mitmenschen „man“ >anstatt „ICH“< sagen, werden Sie über die Häufigkeit erstaunt sein. Das Wort „man“ steht für die Allgemeinheit. Mit einem anderen Wort steht es für die Gesellschaft. Eine Gesellschaft besteht aus einzelnen Individuen. Während jedes Individuum mit seinem Namen angesprochen werden kann, kann die Gesamtheit einer Gesellschaft nicht mit einem einzigen Wort angesprochen werden. Dies ist im Sinne dessen zu verstehen, dass dadurch nicht alle Individuen zugleich erreicht werden können.

Das Wort „man“ für die eigene Person zu benutzen, bedeutet- sich selbst zu einer anonymen Unpersönlichkeit zu machen. Indem es jedoch eine sprechende Person gibt, die „man“ sagt, kann von Anonymität und/oder Unpersönlichkeit nicht die Rede sein.

Ein weiterer, diesbezüglicher Aspekt ist, dass Niemand als Gesellschaft angesprochen werden kann. Niemand kann als die Systeme angesprochen werden. Es kann maximal eine bestimmte Person für einen konkreten Bereich im System zuständig sein. Während das Wort „ICH“ für die sprechende Person steht und spricht, kann kein System / keine Gesellschaft von sich selbst mit „man“ sprechen. Das Ergebnis = die Erkenntnis daraus ist:

Niemand ist „man“

Diese Wahrheit befindet sich >als das Wort „man“< zur Gänze im Wort „Nie-man-d“. Folglich macht sich ein Mensch einem „Niemand“, indem er mit man, anstatt mit „ICH“ spricht. Die Energie, welche mit dem Wort „man“ freigesetzt wird, fließt in die künstlichen Systeme.

Um in der eigenen Kraft zu bleiben bzw. die Energie bei und für sich zu behalten, sollten Sie mit ICH sprechen anstatt >wie in den folgenden Beispielen< mit man:

„Das macht man doch nicht mehr so“
„Wie Viel muss man dafür geben?“
„Man kann das doch so machen…“
„Wohin man auch schaut, ist…“
„Wird man dadurch klüger?“
„Ist man dazu berechtigt?“
„Wie oft macht man das?“
„Wenn man zuviel gibt…“
„Was man sich zutraut…“
„Man könnte das so…“
„Man sollte sich…“
„Weil man…“
„Man…“

Das unbewusste Sprechen mit „man“ verwässerte die Möglichkeit, wahrnehmen zu können, wie der / die Sprecher/in tatsächlich zum jeweiligen Thema steht. Wir hatten mit dem Wörtchen „man“ unbemerkt unsere Zuständigkeit = unser Kraft abgegeben gehabt. Dieses Wort wurde so sehr in unserer Sprachgewohnheit beheimatet, dass es viel Aufmerksamkeit braucht, um fortan erneut mit dem Wort ICH zu sprechen.

Das stand damit in Zusammenhang, dass dem Menschen schon häufig in der Kindheit abgewöhnt wurde, mit Ich zu sprechen, da dies dem Egoismus zugeordnet wurde. Ein egoistischer Mensch war weniger beliebt, als ein Unegoistischer.

Nicht mehr mit Ich zu sprechen, bewirkte eine Entfernung vom eigenen Selbst. Der eigene Ausdruck verwässerte sich zunehmend mehr. Das Wort „Ausdruck“ besagt, dass der „Druck – aus“ ist, wenn er nach Außen zum Ausdruck gebracht wird.

Je verschwommener der wörtliche Ausdruck wurde, indem der Mensch statt mit „Ich“ ansteigend mit „man“ von sich gesprochen gehabt hatte, umso weniger konnte er den Druck ablassen.

Indem Sie damit beginnen, mit „Ich“ zu sprechen >WENN SIE SPRECHEN< umso mehr werden Sie fühlen können, was das Wörtchen „man“ in Ihnen bewirkt hatte. Sie werden wahrnehmen, wie sogar eine Art Scheu davor entstanden war – „ICH“ zu sagen. Möglicherweise werden Sie sich anfangs schwer mit der Änderung tun, bzw. könnte es schwierig werden – selbst zu bemerken, wie oft Sie „man“ sagen. Deshalb wäre es förderlich, sich darüber mit einem oder mehreren nahestehenden Menschen zu besprechen, sodass Sie einander aufmerksam machen können, wenn Sie „man“ statt „Ich“ sagen.

………….

Eine Weitergabe der Lektionen ist erwünscht. Wir möchten die Studierenden der WOGOPOLOGIE-Lektionen lediglich an das Urheberrecht erinnern, was >in Kurzform< zumindest bedeutet, bei einer Weitergabe die Urheber bekannt zu geben. Eine ausführliche Veröffentlichung >von der wahren Bedeutung des Urheberrechts< ist auf der Seite unserer E-Books http://www.wogopologie.com/e-books/ lesbar

Kategorien:Bildung, Erkenntnis Schlagwörter: , , ,
  1. Ina
    März 18, 2015 um 7:04 pm

    Oh schade. Das Zitat von Goethe ist nicht dabei. Ich versuche es noch mal:

    „Es hat etwas Vertracktes mit dem Wissen. Gibt man es wenigen, befördert man den Staat, gibt man es vielen, befördert man die Freiheit.“

    Wenn ich von mir rede, ist das „ich“ durchaus angebracht. Wenn ich mein Gegenüber in den Mittelpunkt rücken möchte, spreche ich ihn an. Mit gebührendem Respekt. Treffe ich eine allgemeine Aussage, dann nehme ich das Wörtchen man.

    Dieses Zitat von Goethe ist doch nahezu ein Paradebeispiel dafür, dass das Wörtchen man nicht so leicht zu ersetzen ist. Wenn doch, dann muss man wesentlich mehr Wörter machen und aufpassen, dass man niemandem auf den Schlips tritt. Ist doch so.

  2. Ina
    März 18, 2015 um 6:47 pm

    Würde ich Ihnen ein Backrezept erklären, so würde ich wohl sagen: „Ich nehme soundso viel Mehl. Man kann es aber auch ganz anders machen …“ Warum nicht? Was steht dagegen, sein Ich auch mal zurückzunehmen und stattdessen andere Meinungen zuzulassen. Ohne jeden einzelnen aufzuzählen oder anzusprechen, was bei Backrezepten ohnehin kaum möglich ist. Bei anderen Dingen oder Handlungen auch nicht.

    Und hier noch ein Zitat von Ihrer Seite:

    <>

    Das hat er gut gesagt.

  3. März 10, 2015 um 2:30 pm

    Mich erinnert der Artikel an den: https://faszinationmensch.com/2015/01/01/zeitkonzepte-schaust-du-nach-vorne-oder-hinten/#more-10036 – vielleicht weil es mehrere künstliche Konzepte (Zepter) gibt, den Menschen von seinem Ureigenen zu entfremden. Da „man“ unbestimmt ist und die Kompetenz eines „Mannes“ impliziert, verwende ich lieber eine wahre Quelle, lieber den Author oder Authorin, da damit verbunden ist, woher die Information, Desinformation kommt. Es wird überhaupt viel gedeutet und mit „…“ gesagt, um den sogenannten Gesprächspartner eine Interpretation oder Emotion zu entlocken, anstatt zu sagen, was ist.

  4. März 10, 2015 um 12:35 pm

    Ehrlich gesagt habe ich den Artikel nicht so ganz verstanden, denn der Kontext in dem hier das Wort „man“ verwendet wird, ist mir nicht so recht geläufig bzw. ich sehe nicht so richtig, wieso ein Wort, dass die Allgemeinheit meint, durch „ich“ ersetzt werden soll, das ergibt für mich keinen Sinn und klingt ein wenig nach einer Therapieform für Menschen mit mangelndem Selbstbewusstsein oder so…

    Wie auch immer, ich möchte mal wieder eine Lanze für dieses verpönte Wort brechen:

    Ich finde gegen das Wort „man“ ist überhaupt nichts zu sagen, ich benutze das oft und gerne und auch ganz bewusst, und zwar nicht, wie in dem Artikel dargestellt, anstelle von „ich“, sondern eher anstelle von „wir“.

    Mag sein, dass das etwas unpersönlich ist, dafür lässt es dem Leser/ Zuhörer die Freiheit selbst zu entscheiden, ob er sich angesprochen fühlen möchte, während dieses „wir“ einfach ungefragt alle mit einschließt, was ich meist als ziemlich unpassend empfinde.

    Und „ich“ verwende ich eben nur dann, wenn ich tatsächlich von mir persönlich spreche.

  5. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG
    März 8, 2015 um 10:17 pm

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Glück, Auf, meine Heimat!

  1. März 8, 2015 um 11:10 pm

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