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Warum wir weder “Erziehung” noch “Führung” brauchen …

Der folgende Artikel eines „Stypes“ (= Selbstbestimmter Typ) passt sehr gut zu dem Thema des Lob und Tadels als Mittel unserer Erziehung. Ardalan Alexander Ibrahim geht mit dem Thema stark ins Gericht und zeigt zu dem noch auf, wie das in unserer Arbeitswelt in der Regel noch aussieht, wo Erwachsene häufig genug noch wie Kinder nach unserem gesellschaftlichen Erziehungskonzept betrachtet werden. Augenhöhe auf der menschlichen Ebene sei viel eher angebracht, so seine Meinung, der ich mich allzugerne anschließen mag, aber lest selbst:

Warum wir weder “Erziehung” noch “Führung” brauchen – Eine Ersetzung

“Erziehung” hat nicht mehr die Lobby, die sie mal hatte. Zu umfassend die Kritik an ihr, auch und gerade in populären Kinderbüchern wie in denen von Astrid Lindgren und Paul Maar. Zu offensichtlich ihre Zugehörigkeit zu überkommenen, autoritären Gesellschaftsformen, die nicht mehr funktionieren und in denen wir nicht mehr leben wollen.

Dennoch hält sich die Vorstellung, dass wir unsere Kinder irgendwie dann doch “erziehen” müssten. Und sei es, weil wir “Orientierung stiften” oder “Fehlentwicklungen verhindern” müssen, dass eben das zu unseren Pflichten als Eltern gehört, egal ob uns das angenehm ist oder nicht.

Aus meiner Sicht ist alles noch viel schlimmer:

Die Vorstellung von “Erziehung” hat heutzutage einen nicht immer ganz offensichtlichen Treiber: Den völlig nachvollziebaren Wunsch nach Entlastung.

“Erziehung” ist mittlerweile immer mehr ein Entlastungskonzept geworden. Das Entlastende für uns als überforderte Eltern besteht in der Vorstellung, wir müssten unseren Kindern nur ein paar Mal auf eine ganz bestimmte Art etwas sagen oder ein paar Mal auf eine ganz bestimmte Art reagieren, damit sich bestimmte Verknüpfungen bei unseren Kindern dauerhaft ankern und fortan ihr Verhalten bestimmen.

Das Problem dabei ist: Das funktioniert leider nicht (vielleicht auch: Gott sei Dank nicht). Denn DAS wäre viel zu einfach. Die Wahrheit über “Kinder beim Größer-werden begleiten” ist viel bitterer:

Kinder brauchen unsere offene Präsenz. Sie brauchen, dass wir hinreichend oft und hinreichend lange greifbar sind. Und sie brauchen, dass wir dabei eben offen sind, nicht den Kopf woanders oder übervoll haben. Und dass wir dabei nicht total gestresst sind, so dass wir nicht mehr angemessen auf sie reagieren können.

Und das heißt auch: Die Konzepte von “Quality Time” und eben auch von “Erziehung” sind leider eine Lüge.

Auf Spiegel Online wurde vor Kurzem eine kleine Debatte dazu inszeniert. – Zu dieser Debatte ist klar zu sagen: Diese Debatte betrifft uns Väter genauso wie berufstätige oder sogar karriereorientierte Mütter. – Denn auch wir Väter werden von unseren Kindern gebraucht und sind gerade “in unseren Besonderheiten als Männer” für unsere Kinder unersetzlich. Auch wir Väter müssen da sein, müssen präsent sein, müssen offen und nicht gestresst sein, wenn wir mit unseren Kindern zusammen sind. Auf andere Weise als die Mütter vermutlich, aber DASS es wichtig ist, dass wir wirklich viel bei unseren Kindern sind, das steht zumindest für mich außer Frage. Der australische Pädagoge und Männertherapeut Steve Biddulph schreibt dazu wunderbar prägnant:

Wenn Sie üblicherweise einschließlich Hin- und Rückweg fünfzig oder sechzig Stunden in der Woche arbeiten, dann werden Sie Ihrer Vaterrolle nicht gerecht. – Ihre Söhne [und hier müsste man ergänzen: „und Ihre Töchter“] werden im Leben Probleme bekommen und die Ursache dafür sind Sie. Ein Vater muss abends rechtzeitig nach Hause kommen, um noch mit den Kindern zu spielen, zu lachen, sie zu belehren und zu kitzeln [und auch hier möchte ich ergänzen: „und um sie auf typisch männliche Art zu bemuttern und zu umsorgen“, denn auch das gehört unbedingt dazu und sollte nicht allein den Müttern überlassen werden. Allerdings bemuttern Väter eben anders und genau das macht den Wert daran aus.

(Aus: Steve Biddulph: “Jungen! – Wie sie glücklich heranwachsen”, S. 23 f.)

Diese Forderung nach offener, dauerhafter und echter Präsenz bei unseren Kindern ist für berufstätige Mütter wie Väter eine handfeste Überforderung. – Und gerade wir Männer neigen dazu, uns dem zu entziehen. Der Redner, Trainer und Buchautor Ralph Goldschmidt schreibt dazu offenherzig über eigene Erfahrungen:

Der Aufbau der dynamisch wachsenden Firma hatte viel Zeit und Kraft gekostet. Oft war ich die ganze Woche nur unterwegs. Wenn ich am Abend oder erst am Wochenende völlig platt zu Hause hereinschneite, plagte mich das schlechte Gewissen gegenüber meiner Frau und meinen Kindern. Mir war klar, dass ich sie alle vernachlässigte. Dei hatetn sich mittlerweile ganz prima ohne mich organisiert. Aber die Firma stand eben im Vordergrund. Mein Argument zu Hause – ich bin sicher, das kennen Sie! -: “Aber ich tu das alles doch auch für euch!” Ja, ja. Gefragt hatte ich sie aber nicht, ob sie das überhaupt wollten. Ich geb’s zu: Der Job war einfach spannender. Hier Verhandlungen um Millionen-Deals. Da vollgeschissene Windeln. Hier Big Business. Da musikalische Früherziehung. Hier Adrenalin. Da Geschichten aus dem Kindergarten. Ich wollte nun mal hier sein und nicht da. Na, bin ich jetzt ein Schuft? Und wie war ich zu mir selbst? Eine Psychologin sagte neulich zu mir: Die Art, wie wir unsere Kinder behandeln, ist ein Spiegel dessen, wie wir uns selbst behandeln. Volltreffer. Ich vernachlässigte meine Bedürfnisse komplett. Keine Pausen. Keine Zeit. Kein Sport. Keine Zeit. Keine Freunde. Keine Zeit. Schon lange nicht mehr. Der Erfolg kompensiert das alles zunächst komplett.

Zunächst. Aber dann.

(Aus: Ralph Goldschmidt: “Shake your life”, S. 57 f.)

Die Wahrheit ist: Wenn wir unseren Kindern wirklich einen guten Start in ihr ganz eigenes Leben ermöglichen wollen, gibt es keine Alternative zu offener Präsenz. – “Erziehung” ist demgegenüber ganz klar eine Entlastungsvorstellung: Wir machen paar mal was mit viel Tam-Tam und Drama, und dann “läuft der Laden”. So funktioniert die Beziehung zwischen Kindern und Eltern aber nicht. Kinder, die so behandelt werden, werden “auffällig”. Ganz einfach deswegen, weil das eine sehr effektive Strategie ist, um mehr Präsenz und mehr Aufmerksamkeit von den eigenen Erzeugern zu bekommen. Oft nicht die Form von Aufmerksamkeit, die Kinder eigentlich wollen und brauchen. Aber deutlich besser, als Papis und Mamis, die sich allzu oft in ihre Arbeit und anderweitigen Aktivitäten vertschüssen.

Das soll nun hier kein Plädoyer für “die totale Aufopferung” werden. – Auch Menschen, die “rein zufällig” gerade Väter und Mütter sind, haben ein Recht auf Zeit für sich und es ist sogar wichtig für ihre Kinder, dass sie sich diese bewusst immer wieder nehmen (neben der Zeit zu zweit, eine weitere Überforderung…).

Aber “Erziehung” ist ganz sicher nicht die Lösung dieses Problems. “Erziehung” ist nicht das, was Kinder brauchen. Als mittlerweile erwiesen darf gelten, dass Kinder am nachhaltigsten am “lebenden Modell” lernen. Das heißt: Nicht machen, was Papi und Mami sagen, sondern machen, was Papi und Mami machen. – Insofern ist der beste Rat, den ich persönlich je in einem “Erziehungsratgeber” gefunden habe: “Seien Sie selbst die Person, die sie ihren Kindern wünschen, dass sie als Erwachsene sein sollen”.

Wenn DAS mal keine Überforderung ist, dann weiß ich’s nicht. – Denn genau DAS erscheint mir wirklich schwer und “harte Arbeit”. Demgegenüber sind die paar Gelegenheiten, bei denen ich meinem Sohn sage: “Hey, dass mit den Schimpfwörtern lässt Du jetzt mal” ein echter “Kindergeburtstag”. – Wobei: Wenn ich an die letzten Kindergeburtstage denke, dann waren auch und gerade die “kein Kindergeburtstag”, sondern eher “eine echte challenge”.

Aber Eltern-sein IST nunmal eine totale Überforderung. Das gehört dazu. Und die Frage ist auch, ob wir das wirklich anders wollen?

Kommen wir nun zum “Arbeitsleben”. – Und hier zunächst nicht zu dem Thema “Work-Life-Balance”, “Private-Work-Balance” oder, wie es in diesem Kontext heißen müsste: “Family-Work-Balance”. Darauf gehe ich weiter unten in diesem Artikel noch ein.

Zunächst geht es mir hier um eine andere Parallele. Eben um die Parallele zwischen der strukturell ähnlichen Entbehrlichkeit von “Erziehung” und “Führung”.

Das Konzept der “Führung” folgt den gleichen Grundannahmen und unterliegt den gleichen Irrtümern wie “Erziehung”: Mal da und dort ein paar Gespräche, natürlich gut vorbereitet und dann in der richtigen Form, mit den richtigen “Methoden” umgesetzt – und “dann stimmt die Leistung, dann stimmen die Ergebnisse”.

Doch auch in Unternehmen geht es nach meinem Verständnis im Kern um Beziehungen und um Bedürfnisse. – Und ich möchte hier mittlerweile differenzieren und ergänzend sagen: Möglicherweise haben “Männer und Frauen” (= partikulär männlich und weiblich gepolte Gehirne) hier sehr unterschiedliche Beziehungsbedürfnisse. Beziehungsbedürfnisse, die “über den großen Unterschied” aufgeklärte Unternehmen systematisch würdigen können. Unternehmen, die genau über diese Würdigung kurzfristig wie langfristig bessere Ergebnisse erzielen als Unternehmen, die immer noch keine echte Ahnung haben, wie unterschiedlich “Männer und Frauen” sind, geschweige denn, dass sie damit bewusst umgehen: A) Dass sie diese Unterschiede bewusst unternehmerisch nutzen und B) dass sie die Probleme, die sich aus ganz grundlegenden Verschiedenheiten von “Männern und Frauen” in der Zusammenarbeit im Unternehmen notwendig ergeben, bewusst angehen und reduzieren.

Und nein: Damit meine ich nicht “die Quote”, sondern allein die unterschiedliche kommunikative und emotionale Hardware von “Männern und Frauen”, mit all ihren unternehmerisch relevanten Konsequenzen, v.a. in der unmittelbaren, alltäglichen Zusammenarbeit der Geschlechter. Radikale Lösungen wir reine Frauen- oder reine Männerunternehmen sind zwar sehr aufschlussreich, aber auch ein Zeugnis unseres unternehmerischen Versagens, “den Macintosh und den PC” aufeinander abzustimmen (Vera F. Birkenbihl).

Was aber nun das Konzept der “Führung” angeht: Es funktioniert offensichtlich genauso wenig wie Erziehung. Sogar tolle Ansätze wie Sprengers “Vertrauen führt” gehen aus meiner Sicht am Kernproblem noch vorbei:

Was wir brauchen, sind bestimmte Formen von Aufmerksamkeit und Offenheit – und jetzt wird’s hart -, auf der grundlage von Bedürfnissen, die sehr ähnlich aussehen wie die Bedürfnisse, die unsere Kinder haben und die wir selbst hatten, als wir noch Kinder waren.

Nun sind “Unternehmen” aber durchgängig “Veranstaltungen von erwachsenen Menschen”. Das heißt: Es geht gerade nicht darum, dass wir “neue Formen von Erziehungsberechtigten für erwachsene Menschen” bräuchten. Sprich: Wir brauchen keine “neue Formen von Führungskräften”. Auch keine, wo nur etwas anderes draufsteht, aber immer noch diese strukturelle Überhebung drin ist: Der eine steht über dem anderen und “kümmert sich um den”.

In Unternehmen sollte durchgängig Augenhöhe herrschen auf der persönlichen, nicht unbedingt auf der fachlichen Ebene: Erwachsene, die sich wechselseitig als Erwachsene behandeln und sich nicht “erziehen”. – Wenn Kinder schon keine “Erziehung” brauchen, um wie viel weniger brauchen dann Mitunternehmer “Erziehungsformen im Business-Gewand”!? – Das ist ein Mitgrund, warum mir die heute immer noch verbreiteten Formen von “Personalentwicklung” und “Talent Management” ein solches Gräuel sind.

Ich glaube, dass Unternehmen möglich sind, in denen wir uns wechselseitig begleiten, ohne uns übereinander zu erheben. – In denen wir uns mit Respekt fachlich austauschen und anerkennen können, wo jemand etwas gesehen hat, was wir selbst nicht gesehen haben. Wo wir das sogar wertschätzen, weil wir gemeinsame Ziele im Blick haben. Und genau deswegen sogar wertschätzen, dass andere uns auf Dinge aufmerksam machen, die unserer eigenen Aufmerksamkeit entgehen mussten (weil wir gerade mit anderen, ebenfalls wichtigen Dingen für unser gemeinsames Unternehmen beschäftigt waren).

Ich glaube, dass wir aber all das kaum bekommen werden, wenn wir weiter die beiden offensichtlichen Vollnieten “Erziehung” und “Führung” anhimmeln und unsere Beziehungen über diese Begriffe und die ihnen zu Grunde liegenden Bilder organisieren.

Derzeit noch kleine Menschen brauchen liebevolle Begleitung. Zeit, Offenheit und Aufmerksamkeit.

Mitunternehmer brauchen wechselseitigen Respekt und ebenfalls Offenheit und Aufmerksamkeit. Und ebenfalls Zeit, wechselseitig unterschiedliche Perspektiven und Wahrnehmungen zu klären. Zeit, die wir uns in unseren Unternehmen viel zu selten nehmen.

Genau mit dem Hinweis auf diese Bedürfnisse: Unsere Kinder brauchen mehr von unserer Zeit und wir brauchen in Unternehmen mehr Zeit für unsere Koordinierung und Austausch – genau mit diesem Hinweis steigt aber das Überforderungsgefühl, das wir meistens ohnehin schon haben.

Also was denn nun? Welcher Sache sollen wir Priorität einräumen? Schließlich habe ich nicht für alles Zeit! Schließlich hat auch mein Tag nur 24 Stunden!

Vielleicht hilft hier ein anderer Verweis: Es gibt im Leben der meisten von uns nach wie vor tausenderlei Dinge, die nicht so wichtig sind und mit denen wir Zeit verdaddeln. Damit meine ich nicht die echte Muße-Zeit. Sondern Beschäftigungen, die uns nicht wirklich erholen, in denen wir uns eher suchthaft und gedankenlos verstricken.

Für die Lösung von genau solchen Aktivitäten halten Förster & Kreuz einen recht originellen und rein praktischen Tipp bereit: Die “To-Don‘t-Liste”.

Gute Formen des “Nein-Sagens” und eine eingehaltene To-Don’t-Liste haben für mich das Potential, uns genau die Zeit zu verschaffen, um uns unseren Kindern, unseren Mitunternehmern, unseren Kunden und last but not least: uns selbst (= Muße) deutlich mehr zuzuwenden als wir das bisher tun.

Und damit dem nur scheinbar überfordernden Imperativ “Mensch, werde wesentlich!” gerecht zu werden.

Euer Ardalan Alexander Ibrahim, Erstveröffentlichung

Kategorien:Ökonomie, Gesellschaft Schlagwörter: , ,
  1. Februar 23, 2015 um 4:34 pm

    Wieso meinen eigentlich alle, dass Kinder ständig Betreuung / Aufmerksamkeit o.ä. durch Erwachsene benötigen?

    Ist das eine Art Ego-Trip der Eltern, um sich wichtig zu fühlen?

    Ok, ich habe selbst keine Kinder und sicherlich sind auch nicht alle Kinder gleich, aber um mal von meiner Kindheit zu sprechen, ich konnte mich ganz gut alleine beschäftigen und großartig „erzogen“ werden musste ich auch nicht, ich wusste schon selbst, wie man sich zu verhalten hat.
    Abgesehen davon, kann ich mich auch nicht erinnern, mir von Erwachsenen irgendwas existentiell Wichtiges abgeschaut zu haben, eigentlich habe ich mich über die Erwachsenen meistens gewundert…

    Wie auch immer, m.E. wird diese „Präsenz“ der Eltern überbewertet.

    • Der kleine Hunger
      Februar 23, 2015 um 5:32 pm

      „Folie à deux [fɔˈli aˈdø] (frz. „Geistesstörung zu zweit“), auch „induzierte wahnhafte Störung“, „gemeinsame psychotische Störung“ (DSM-IV 297.3), „psychotische Infektion“ oder „symbiontischer Wahn“, bezeichnet die relativ seltene, ganze oder teilweise Übernahme einer Wahnsymptomatik durch einen nahestehenden, primär nicht wahnkranken Partner.

      DAS ist der Hintergrund.

      • Der kleine Hunger
        Februar 23, 2015 um 6:29 pm

        @Luna,

        ab einer gewissen Durchdringung des Wahn als solcher, wird selbiger zum Selbstläufer. Es gibt dem gegenüber keinen Schutz, weil sich die sog. Schutzbedürftigen ja gerade in den Fängen des selbigen befinden und dieser absoluten Zugriff hat. Der Wahn als solcher züchtet seine Nachfolge selbst heran. Dadurch kolabiert auch das gesamte soziale System, weil der Wahn dieses für seine Zwecke vereinnahmt. Das ist die Realität.

        • Der kleine Hunger
          Februar 23, 2015 um 6:37 pm

          Kurz erläutert: Wahn

          Es handelt sich um eine schwere inhaltliche Denkstörung. Der Wahn ist eine Lebensführung an der trotz der Unvereinbarkeit mit der objektiv nachprüfbaren Realität unbeirrt festgehalten wird und eine Störung der Urteilsfähigkeit zur Folge hat.
          Der Wahn erhebt sich somit zur Normal-ität respektive zur genormten Lebensführung.

          • Februar 23, 2015 um 7:20 pm

            Ja, das muss ich schmerzlich auch erkennen …

  2. Biblio
    Februar 23, 2015 um 3:40 pm

    Viel dringlicher ist es, Kinder regelmässig am gesellschaftlichen Tagesgeschäft der Erwachsenen teilnehmen zu lassen. So können Kinder früh lernen, gut und schlecht, bekömmlich und unbekömmlich, ökonomisch und unökonomisch voneinander zu unterscheiden und anzuwenden, um fehlerhaftes Verhalten im gesellschaftlichen Kontext zu vermeiden.

  3. Infoliner
    Februar 22, 2015 um 11:57 pm

    So schüttet man das Kind mit dem Bade aus.
    Nur weil es ganz sicher Erziehungsbestrebungen gibt, die so verwerflich sind, wie hier beschrieben, so kann man deswegen doch nicht ernsthaft Erziehung an sich als etwas Negatives oder Überflüssiges hinstellen!
    Jedes unvoreingenommene Hinschauen auf Kinder zeigt mir, daß diese erzogen werden wollen. Eine der wirksamen und hilfreichen Erziehungsmethoden besteht zB. in der Selbsterziehung des Erwachsenen; Kinder nehmen so etwas sehr tief wahr und orientieren sich daran, lernen daran, mit sich selbst umzugehen.
    Ohne das unvoreingenommene Hinschauen auf Kinder allerdings passiert viel Schreckliches, ich kann es beispielsweise nicht ertragen, wenn Erwachsene Kindern vor der Pubertät die Welt so erklären, daß es den Verstand anspricht. Der Gipfel ist es dann noch, stolz auf die verständigen Kinder zu sein. Gerade die Erziehungsgegner tun das leider oft, ohne zu sehen, daß eine Förderung des Verstandes vor der Zeit, wo der Leib ausgebildet ist, zwangsweise schlimme Folgen für die leibliche Entwicklung hat. Wer das nicht intuitiv fühlen kann oder wenigstens darum weiß, wie kann man mit dem über Erziehung sprechen?

  4. Norbert Knobloch
    Februar 20, 2015 um 1:24 am

    Die Sache ist ganz einfach:

    Erziehung´ ist Liebe und Beispiel / Vorbild – sonst nichts.

    Friedrich Wilhelm August Fröbel, 1782 – 1852, Pädagoge und Erfinder der Kindergärten.

  5. Senatssekretär FREISTAAT DANZIG
    Februar 20, 2015 um 12:38 am

    Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
    Glück, Auf, meine Heimat!

  1. Februar 20, 2015 um 1:12 am

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