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Dortmund 12.3.1945 – der größte Luftangriff des 2. Weltkrieges

Dortmund Innenstadt nach Luftangriff 1943

nach einem Bombenhagel …

Ich habe 13 Jahre später in Dortmund das Licht dieser Welt in schon ruhigeren Zeiten erblickt. Von diesem Bombenterror im Krieg erfuhr ich früh, denn es gab zu dieser Zeit immer noch reichlich Runinen zwischen den neu erbauten Häusern, so dass meine Fragen nicht ausblieben. Die Familie meiner Mutter hat diese vielen Luftangriffe überlebt. In einer dieser Nächte schlug eine Bombe direkt ins Nebenhaus ein.

Eigentlich wollte ich den Artikel erst am 12.03.2015, also zum 70. Jahrestag veröffentlichen. Da aber die Kriegshetze durch unsere Politiker und Medien weiter zunimmt (siehe Beispiele) so wie die Vorbereitungen der Nato zu einem massiven Krieg in der Ukraine weiter laufen, möchte ich ihn doch schon jetzt bringen, denn die Ukraine ist nicht wirklich so weit weg, und der Krieg ist auch schnell wieder hier. Möge das Wissen um die Auswirkungen von Krieg auch in der zivilen Bevölkerung dazu führen, diesen neuen Krieg zu vermeiden helfen, denn er nützt nur dem Industriell-militärischen Komplex, vor dem Eisenhauer und John F. Kennedy  uns schon gewarnt haben.

12.3.1945 – der größte Luftangriff des 2. Weltkrieges (Quelle)

Als am Nachmittag des 12. März 1945 Luftalarm für den Luftschutzbereich Dortmund ausgelöst wurde und die Sirenen heulten, ahnten die in der Stadt verbliebenen ca. 450 000 Bewohner nicht ansatzweise, dass sie den größten alliierten Luftangriff des zweiten Weltkrieges auf eine deutsche Stadt erleben sollten. Die Innenstadt Dortmunds war durch insgesamt 5 Großangriffe bereits zu über 90 % vollständig zerstört. Was aber am 12. März 1945 folgte, muss für die Überlebenden wie ein Erlebnis der Apokalypse gewirkt haben.

Ein Zeitzeuge, der am 12.3.1045 bei der 10. Flakdivision als Unteroffizier / Offiziersanwärter Dienst tat, berichtet:

Wir erhielten am Nachmittag des 12.03.1945 Meldungen, dass sich große alliierte Bomberverbände mit massiver Jagdunterstützung im Anflug auf das östliche Ruhrgebiet befanden und konnten diese Verbände auch im Fernradar erfassen. Die Bomberverbände flogen aus Holland über das Münsterland kommend von Nordwesten auf Dortmund zu, so dass Luftalarm für Dortmund gegeben wurde. Überraschend drehten die Verbände dann aber nördlich von Dortmund und flogen entlang der Lippe nach Osten. Nun wurde Hamm gewarnt. Hamm war als wichtiger Eisenbahn-Knotenpunkt schon mehrfach Ziel amerikanischer Tagangriffe geworden aber dieser Großverband von 1100 viermotorigen Bombern, ca 90 zweimotorigen Bombern als Pfadfinder, Zielmarkierer und Einzelzielangreifer und ca 400 Begleitjägern war das typische Aufgebot für Flächenangriffe auf Großtädte. Er bestand zu großen Teilen aus Staffeln mit den “fliegenden Festungen” genannten viermotorigen B17 Bomber der USAF (US-Air Force), aus Verbänden mit englischen viermotorigen Lancaster-Bombern der RAF, aber auch aus modernen B 29 Bombern der USAF, dem viermotorigen Bombertyp, der im August 1945 die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki werfen sollte und die in mehr als 10 000 m Flughöhe für die 8,8 cm Standard-Flak nur schwer erreichbar waren. Plötzlich aber meldeten die Luftbeobachter und das Fernradar, dass der Großverband östlich von Dortmund nach Westen wendete. Nun war klar: Dortmund war das Ziel eines Großangriffes.

Obwohl zwischenzeitlich keine Entwarnung gegeben worden war, wurde für Dortmund erneut Luftalarm gegeben. Die Bevölkerung war Luftalarm und Luftangriffe leidlich gewöhnt und sehr erfahren. Üblicherweise vergingen 15-20 Minuten nach dem Luftalarm bis Flak-Sperrfeuer einsetzte und erste Bomben fielen. Spätestens dann sollte man einen sicheren Schutzraum, den es im Ruhrgebiet als Hauptangriffsgebiet der alliierten Bomberverbände ausreichend gab, erreicht haben. An diesem Nachmittag aber fielen die ersten Bomben nur 5 Minuten nach dem zweiten Luftalarm. Viele Bewohner hatten nach dem ersten Luftalarm sichere Schutzräume in Bunkern aufgesucht oder waren umgekehrt oder hatten diese sicheren Schutzräume wieder verlasen, als Hamm als vermeintliches Ziel gewarnt wurde oder man eben annahm, dass der Großverband weiter nach Osten ins Reichsgebiet einfliegen würde. Das dumpfe Brummen der Flugmotoren der schweren viermotorigen Bomber war kilometerweit zu hören und anfänglich war es bedrohlich näher gekommen um dann abzuschwellen beziehungsweise im nördlichen Vorbeiflug an Dortmund konstant zu bleiben.

In der “4m-Basis”, einem elektronisch-optischen Richtgerät für die Flak, konnte der Anflug der ersten Bomberstaffeln genau beobachtet werden. Die Meldungen lauteten in schneller Folge: Bomber in Abwurfformation, Höhe 10.000, dann: „Bombenklappen auf“, und schließlich: „Bomben fallen!“. Diese Meldungen waren eigentlich verboten, da unerfahrene Flak-Besatzungen bei “Bomben fallen” in Panik geraten konnten, wurden aber gegeben.

Der erste “Bombenteppich” traf von Brackel bis über die Innenstadt entlang des Hellweges dicht bebautes Gebiet. Viele Menschen schafften es nicht mehr in die sicheren Bunker und wurden auf der Straße von Bomben zerrissen. Andere flüchteten hastig in die behelfsmäßig als Luftschutzräume ausgebauten Keller und kamen dort um, da anders als bei bisherigen Luftangriffen die Bombenlast nicht überwiegend aus Brandbomben sondern aus schweren Sprengbomben der Kaliber 250 und 500 kg sowie aus ca 2000 kg schweren Luftminen bestand. Viele der Opfer starben in den Luftschutzkellern an Lungenrissen in Folge der Druckwellen der schweren Sprengbomben und Luftminen. Aber auch Bunker waren gegen die schweren 500 kg Bomben bei Volltreffern nicht mehr sicher. So erhielt die Eingangsschleuse des im Westfalenhaus an der Kampstraße gelegenen Bunkers einen Volltreffer und mehr als 150 Menschen erstickten in dem verschütteten Bunker. Ein weiter Bunker am heutigen Eingang “Kaiserhain” des Westfalenparks erhielt einen Volltreffer und dort kamen ca 200 Menschen um. Bei der Bergung der Opfer am Folgetag mussten wir als Wehrmacht im Rahmen der Katastrophenhilfe mithelfen. An der Kreuzung “Opphoff” gab es einen riesigen Bombentrichter als Folge eines Luftmineneinschlages und eine dort verlaufende 1 m im Durchmesser umfassende Hauptwasserleitung war gerissen.

Der zweite Bombenteppich wurde von der USAF entlang der B1 von der Gartenstadt aus bis zur Schnetterbrücke und in einer Breite von ca 1,5 km geworfen und traf auch die südliche Innenstadt im Bereich Hainallee, Kreuz- und Klinikviertel. Das im Bereich der schon 1943 zerstörten Westfalenhalle gelegene große Kriegsgefangenenlager STALAG VI D mit überwiegend in der Rüstungsindustrie eingesetzten russischen Kriegsgefangenen wurde ebenfalls von schweren Sprengbomben getroffen und weitgehend zerstört. Nach meinen Kenntnissen sind dabei weit über 1000 Kriegsgefangene umgekommen. Schon 1943 war das Lager schwer getroffen worden und es hatte mehr als 2500 Tote dort gegeben. Von den mehr als 5000 auf dem Hauptfriedhof bestatteten überwiegend russischen Kriegsgefangenen starb die größte Zahl bei alliierten Luftangriffen.

Der dritte Bombenteppich traf die nördlichen Bereiche der Innenstadt. Die Alliierten hatten offenbar nicht mehr mit wirksamer Flakabwehr gerechnet, die aber bestand durchaus noch. Im Osten standen schwer 12,8 cm Eisenbahn-Flakbatterien, unter anderem auf Industriegleisen in Aplerbeck, die den in dichter Formation fliegenden Bomberverbänden schwere Verluste zufügten. Zwei USAF-Soldaten, die aus einer abgeschossenen Maschine mit dem Fallschirm abgesprungen waren, landeten im Schürener Feld und wurden dort von Schürener Bürgern noch während des Angriffes gelyncht, bevor eine entsandte Wehrmachtsstreife die beiden Amis ergreifen konnte. Als Luftwaffensoldaten konnten wir einerseits die Wut der Bevölkerung auf die alliierten Terrorflieger verstehen aber wir wussten, dass diese Tat gegen das Kriegsrecht verstieß und hatten durchaus Mitleid mit den beiden Getöteten. Am folgenden Tag wurden die beiden Leichen geborgen, die Erkennungsmarken sicher gestellt und dem internationalen Roten Kreuz gemeldet. Als Todesursache wurde jedoch “Tod durch Abschuss” vermerkt. Das machte durchaus Sinn, denn am 18.03.1945 wurde ein US-Jagdbomber bei Dortmund-Asseln abgeschossen und der Pilot durch einen örtliche SA-Führer erschossen. Das wurde in einem Polizeibericht vermerkt und nach dem Krieg wurden die Beteiligten von einem US-Militärgericht verurteilt und der SA-Führer hingerichtet. Dabei waren die “Jabo-Piloten” oft ganz üble Verbrecher, die in tausenden von belegbaren Fällen sogar Jagd auf Schulkinder und Bauern bei der Feldarbeit machten. An einen Jabo-Angriff auf einen Doppelwagen der Dortmunder Straßenbahn auf der Rheinischen Strasse, der mehr als 100 Tote Zivilisten forderte, kann ich mich noch gut erinnern.

Auch am 12. März gab es in den Randbereichen von Dortmund massive Jabo-Angriffe. Insofern glaube ich auch den Augenzeugenberichten von Dresden, die von Jabo-Angriffen auf die Flüchtlingsströme berichten, die aus der nach dem Terrorangriff vom 13/14. Februar 1945 und der im Feuersturm brennenden Stadt entlang der Elbe flüchteten. Ab Spätsommer 1944 war die alliierte Luftüberlegenheit so markant, dass alliierte Begleitjäger oft voll aufmunitioniert in das Reich einflogen und mit voller Beladung auch wieder den Rückflug antraten, da sie kaum Luftgefechte mit deutschen Jagdfliegern mehr führen mussten. Es war bekannt, dass die Begleitjäger je nach Bedrohungslage in Teilen von den Bomberverbänden abdrehen durften und im Tiefliegerangriffen bis zu 70 % ihrer Munition auf Ziele wie Eisenbahnzüge, Lkw-Kolonnen oder andere “empfindliche” Ziele einsetzen durften. Das taten große Teile der US-Begleitjäger dann auch am 12. März 1945 und griffen in Dortmund-Aplerbeck unter anderem einen am Südbahnhof angehaltenen Zug an.

Im weiteren Verlauf des Großangriffes flogen die letzten Bomberstaffeln direkt von Norden auf das Stadtgebiet zu, da sie vermutlich über Funk vor der starken Flakabwehr im Osten gewarnt worden waren. So bekamen auch nördliche Bereiche wie Derne und Eving und westlich Stadtteile wie Dorstfeld und Huckarde Angriffe ab und ein Bombenteppich reichte in Nord-Süd-Richtung von der südlichen Innenstadt bis nach Hörde. Als der Terror-Luftangriff beendet war, brannte die Stadt in allen getroffenen Bereichen, die noch brennbare Bausubstanz umfasst hatte und die erneut umgepflügten Trümmerfelder der Innenstadt waren im Zerstörungsgrad höher bewertet als Dresden. Mehr als 6.000 Menschen waren umgekommen. Diese Zahlen wurden aber geheim gehalten, da man Panik unter der Bevölkerung vermeiden wollte. Viele Opfer waren auch Fremdarbeiter und Kriegsgefangene. Die Opfer wurden in den Folgetagen in riesigen Massengräbern auf dem Hauptfriedhof beerdigt. Als Ehrenformation haben wir für die gefallenen Kameraden und die vielen getöteten Zivilisten, Kriegsgefangenen und Fremdarbeiter dort Salut geschossen. Als besonders perfide Kampfmittel warfen die Bomber gegen Ende des Angriffes 250 und 500 kg Bomben mit Säure-Langzeitzündern, die verzögert detonierten und so die aus den zerbombten und brennenden Gebieten flüchtenden Menschen auf den Straßen und insbesonders anrückende Rettungs-und Feuerlöscheinheiten der Feuerwehr und Luftschutzhelfer, oft auch Jugendliche der HJ und Fremdarbeiter darunter, in den Tod rissen.

Heutzutage empfinde ich es als große Schande, dass den Opfern dieses Luftangriffes von den Herrschenden nicht ansatzweise gedacht wird.

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  1. Germania2013
    Februar 4, 2015 um 9:16 am

    Ja, jede vom Bombenterror betroffene Stadt und jedes Dorf müsste ein Denkmal für die zu Tode gekommenen Menschen haben. Ich lese derzeit Zemellas „Warum mussten Deutschlands Städte sterben“, und waren wirklich fast alle Städte und auch kleine Dörfer betroffen,die sog. „Alliierten“ haben einfach aus sinnloser Zerstörungswut alles plattgemacht.
    Dies war mir vorher so nicht bekannt. Darüber schweigt man natürlich in Presse und im Geschichtsunterricht.

    • Februar 4, 2015 um 11:11 am

      Und damit das erst gar nicht besprochen wird, dafür hat dieses Programm gesorgt:

      Von der Umerziehung der “wahnsinnigen” Deutschen nach dem 2. Weltkrieg

      • Germania2013
        Februar 4, 2015 um 4:59 pm

        Danke für den Link.
        zum Thema „Umerziehung“ kann ich zwei Bücher beisteuern, u.a. Schrenck-Notzings „Charakterwäsche“. Vielleicht ist deshalb so wenig los und so viele reden um den heißen Brei herum. Wahrheit verstört. Will keiner was mit zu tun haben.

  2. Gerd Zimmermann
    Februar 4, 2015 um 10:49 am

    Heute am Morgen hatte gegen 5.00 Uhr im ZDF
    Gott gesprochen, sorry Ueberflieger.

    Weltkriege im Geist, ohne Tote.
    Versuch es mal mit denken.
    Alle Formen sind gedachte Formen.
    Denken geht nicht, gell.
    Hab ich mir’s doch gedacht.

    Der Andere hat auch so seine Probleme damit,
    sorry

  3. DerkleineHunger
    Februar 4, 2015 um 6:56 pm

    „“Heutzutage empfinde ich es als große Schande, dass den Opfern dieses Luftangriffes von den Herrschenden nicht ansatzweise gedacht wird.““

    Damit sie auch keinen vergessen:

    Wie viele Menschen haben bisher insgesamt auf der Erde gelebt?

    http://www.spektrum.de/frage/wie-viele-menschen-haben-bisher-insgesamt-auf-der-erde-gelebt/1253576

  4. Februar 4, 2015 um 9:20 pm

    „“Heutzutage empfinde ich es als große Schande, dass den Opfern dieses Luftangriffes von den Herrschenden nicht ansatzweise gedacht wird.““

    „“Ja, jede vom Bombenterror betroffene Stadt und jedes Dorf müsste ein Denkmal für die zu Tode gekommenen Menschen haben.““

    Erstens, was haben die Menschen davon, wenn ihnen „gedacht“ wird (ich glaube, ich könnte da gut darauf verzichten), lebendig werden sie jedenfalls nicht mehr, und zweitens verstehe ich den ganzen Denkmal/Gedenken – Wahn sowieso nicht, im Grunde dient der doch nur dazu, dass man ständig an irgendeinen Mist erinnert wird, der weit in der Vergangenheit liegt, wieso sich mit sowas belasten?

    Ich jedenfalls finde, dass Denkmäler, Gedenkstätten etc. abgeschafft gehören.

    Ja, ich weiß, jetzt kommt wahrscheinlich wieder: das darf man nicht vergessen, damit sowas nicht noch mal vorkommt, aber wenn die Eliten wollen, dass irgendwas vorkommt, dann kommt es auch vor, Gedenken hin, Vergessen her, spielt nicht die geringste Rolle.

    • Germania2013
      Februar 4, 2015 um 10:35 pm

      O je… das ist aber eine Sklavenantwort… wenn die „Eliten“, wollen, dann passiert es… wir sind hilflos…. absolut hilflos… und die Vergangenheit ist ja so unwichtig…. sagen Sie, haben Sie eine Zukunft?

      • Februar 4, 2015 um 11:11 pm

        Eine Sklavenantwort?

        Naja, die Reaktion hatte ich erwartet… 🙂

        Nein, das ist die Antwort von jemandem, der nicht der blauäugigen Illusion erlegen ist, man könnte gegen die Eliten was ausrichten, manchmal glaube ich sogar, die schüren diese Hoffnungen selbst, um die Leute in diesem Glauben zu lassen, ich meine, sie lassen ja z.B. auch bis heute alle in dem Glauben, dass der Mauerfall vom Volk ausgegangen ist, dabei war das Ganze geplant, so wie alles andere auch.

        Und ja, für mich ist Vergangenheit unwichtig, weil vorbei, warum soll man sich ewig mit dem alten Kram herumschlagen, das belastet nur, und Zukunft gibt es ja eigentlich gar nicht, ich jedenfalls war da noch nie… 😉

        • Germania2013
          Februar 4, 2015 um 11:14 pm

          Noch so ein Gehirngewaschener. –

          Martin, hast du nur solche Leute auf deinem Blog? Dann bin ich hier aber ganz schnell wieder weg.
          Im Übrigen, Berichte über die Vergangenheit, die die Leute ja hier gar nicht interessiert, kannst du dir hier tatsächlich sparen. Perlen vor die Säue geschmissen.

          • Februar 4, 2015 um 11:31 pm

            @ Germania

            „“Noch so ein Gehirngewaschener.““

            Erst mal möchte ich darauf hinweisen, dass ich kein ER bin und zweitens bin ich nicht „gehirngewaschen“, sondern habe ganz im Gegenteil eine extrem andere Denkweise als der Rest der Welt.

            Wenn Du da nicht mitkommst, nicht so schlimm, das geht den meisten so… 😉

          • Germania2013
            Februar 4, 2015 um 11:47 pm

            Ich hab auch keinerlei Bedürfnis, bei Leuten, die von ihrer Vergangenheit nichts wissen wollen, „mitzukommen“. Ein Mitkommen kann man das ja eigentlich nicht nennen, ein mitkommen ist positiv, in die Zukunft gerichtet, davon kann man aber bei Vergangenheitsleugnern wahrlich nicht reden.

          • Februar 5, 2015 um 12:07 am

            „“Ich hab auch keinerlei Bedürfnis, bei Leuten, die von ihrer Vergangenheit nichts wissen wollen, “mitzukommen”.““

            Wo habe ich gesagt, dass ich von meiner Vergangenheit nichts wissen will?

            Ich klebe nur nicht daran, sondern konzentriere mich lieber auf die Gegenwart, weil das für mich mehr Sinn macht.

          • DerkleineHunger
            Februar 5, 2015 um 8:08 am

            „“Die Vergangenheit (Abk.: Verg., Vrg.) ist die Menge aller zeitlich zurückliegenden Ereignisse. Dabei gibt es verschiedene Auffassungen in Abhängigkeit vom Sachgebiet, wie weit ein Ereignis zurückliegen muss, um von Vergangenheit zu sprechen. Gestern bezeichnet die nahe Vergangenheit, insbesondere den vergangenen Kalendertag.““

            „Die ewig Gestrigen sind morgen schon von vorgestern.“ (Hermann Lahm)

            kurz:

            Kalter Cafe´

  5. DerkleineHunger
    Februar 4, 2015 um 10:52 pm

    Denk-mal-an

    „No Future“, auch ein Denk-mal, aus den äh 80zigern? Nu isses soweit.

    • Germania2013
      Februar 4, 2015 um 11:00 pm

      Andersrum ists richtig Wer keine Vergangenheit hat, wird keine Zukunft haben, ist wurzellos und einsam, ohne Sippe, ohne Volk, ohne Heimat, ohne Identität. Und jetzt kommen Sie mir nicht mit Esoterikslogans a la „Wir sind alle gleich“ und: „Alles ist mit allem verbunden“, denn dann weiß ich, wo ich Sie einordnen muss.

      • DerkleineHunger
        Februar 4, 2015 um 11:08 pm

        „“Andersrum ists richtig Wer keine Vergangenheit hat, wird keine Zukunft haben, ist wurzellos und einsam, ohne Sippe, ohne Volk, ohne Heimat, ohne Identität. Und jetzt kommen Sie mir nicht mit Esoterikslogans a la “Wir sind alle gleich” und: “Alles ist mit allem verbunden”, denn dann weiß ich, wo ich Sie einordnen muss.““

        Also ich habe eine Vergangenheit, Sie nicht? Das ich deredwegen wurzellos und einsam, ohne Sippe etc. sein soll, bravo.
        Vielleicht mal aus der Höhle schauen oder zu mauern.

        Nein komme ich nicht, wie kommen Sie denn darauf? Ist das die Kehrseite, das Gegenteilige, das Dualitätsprinzip oder fällt Ihnen einfach nicht anderes ein? Mir schon.

        • Germania2013
          Februar 4, 2015 um 11:12 pm

          Beachten Sie doch einfach mal Ihre Bildchen: „The End“ ist da, für Sie. Nichts weiter. The End für den Menschen ohne Vergangenheit. Und das ist auch ganz richtig so und logisch, natürlich in sich logisch.

  6. DerkleineHunger
    Februar 4, 2015 um 10:56 pm

    Kein „Denk-mal“, weil schon gedacht und „Morgen“ ist ja bekanntlich schon heute, also gestern.

    • DerkleineHunger
      Februar 4, 2015 um 10:58 pm

      Der „Abspann“ war schon.

  7. Februar 5, 2015 um 8:50 am

    Ich bin ebenfalls kritisch mit dem Hinstellen von Denk-mälern, denn sind sie doch auch nur Ausdruck der Manipulation der Herrschenden, die sie hinstellen genau für diesen Zweck.

    Und ja, wer im Hier und Jetzt denkt und lebt, ist im Vorteil, da er in der Regel ohne Angst sein kann.

    Was die Vergangenheit angeht, so müssen wir feststellen, dass unsere Geschichte durch die vielen Sieger extrem gefälscht wurde. So ist es kaum möglich zu wissen, was wirklich war.

    Ein gute Möglichkeit zeigt das „glücklichste Volk“ auf dieser Erde auf: „Hast Du das selbst erlebt? Hast Du mit einem gesprochen, der das selbst erlebt hat?“ Wenn nicht, ist Hörensagen und kaum von Wert.

    Was den Bombenhagel in Dortmund angeht, so habe ich zumindest die Erzählungen meiner Mutter und ihrer Eltern 🙂

    Und was das Thema Pflege von Ahnen im Kontext von Reinkarnation angeht, so müssen wir auch hier skeptisch sein. Denn wir müssen davon ausgehen, dass wir kunterbunt durch die Welt reinkarnieren, eben um Erfahrungen zu sammeln. Daher: gehe gut mit allen um, denen Du begegnest, Du weißt nie …

    • Germania2013
      Februar 5, 2015 um 9:18 am

      hallo, Martin!
      „ch bin ebenfalls kritisch mit dem Hinstellen von Denk-mälern, denn sind sie doch auch nur Ausdruck der Manipulation der Herrschenden, die sie hinstellen genau für diesen Zweck.“
      => warum müssen „die Herrschenden“ Denkmäler aufstellen.Es könnte ja auch das Volk sein,welches „so etwas“ tut.
      „Und ja, wer im Hier und Jetzt denkt und lebt, ist im Vorteil, da er in der Regel ohne Angst sein kann.“
      => der Umkehrschluss, dass derjenige, der der Vergangenheit gedenkt, nicht im Hier und Jetzt lebe, ist falsch.
      Das ist eine typische gutmenschliche Verdrehung.
      „Was die Vergangenheit angeht, so müssen wir feststellen, dass unsere Geschichte durch die vielen Sieger extrem gefälscht wurde. So ist es kaum möglich zu wissen, was wirklich war.“
      => Das ist richtig.
      Bei dem obigen Bericht handelt es sich allerdings um größtenteils, einen Augenzeugenbericht. Hat der etwa gelogen?
      Wer die Wahrheit nicht wissen will, wird sie nie erfahren. Hier auf diesem Blog habe ich den Eindruck, man verdrängt, man will nicht wissen, weil es „nicht so wichtig ist“.
      „Und was das Thema Pflege von Ahnen im Kontext von Reinkarnation angeht, so müssen wir auch hier skeptisch sein. Denn wir müssen davon ausgehen, dass wir kunterbunt durch die Welt reinkarnieren, eben um Erfahrungen zu sammeln. Daher: gehe gut mit allen um, denen Du begegnest, Du weißt nie …“

      => Gutmenschliches Totschlagargument, das nur dazu dient, dass die Leute sich von ihrer Vergangeheit abwenden (sollen).

      Aber sowas ähnliches hab ich mir von dir schon gedacht. Wir kommen da nicht auf einen Nenner und ich finde solch eine, vorsichtig ausgedrückt, lässige Einstellung ziemlich daneben. In dem Sinne, gehabts Euch wohl hier alle. Habe keinen Bedarf mehr an Austausch mit Euch.

      • Februar 5, 2015 um 9:38 am

        „“Und ja, wer im Hier und Jetzt denkt und lebt, ist im Vorteil, da er in der Regel ohne Angst sein kann.”
        => der Umkehrschluss, dass derjenige, der der Vergangenheit gedenkt, nicht im Hier und Jetzt lebe, ist falsch.“

        es kann doch gar nichts, nicht im „hier & jetzt“ passieren,
        gedanken über „vergangenheit & zukunft“
        passieren „hier & jetzt“
        wo sonst sollte „etwas“ passieren ausser in dem moment
        wo´s grad passiert, was auch immer passiert?
        guten morgen 😉

        • Februar 5, 2015 um 10:35 am

          Ich mag den Begriff „Gutmensch“ nicht, da er ideologisch verdrehend benutzt wird wie so viele Worte des Orwellschen Neuspreches …

          Zum Im-Hier-und-Jetzt-Denken: Ich meinte damit, wenn ich mit meinen Gedanken zu viel in einer miesen Vergangenen wühle, werde ich gleichzeitig mir eine miese Zukunft ausmalen. Bin ich mit meinen Gedanken bei dem, was gerade stattfindet und blende den Rest aus, sollte es mir doch gut gehen, zumindest, wenn mir gerade nichts mieses passiert 🙂

      • Februar 5, 2015 um 10:37 am

        Nun, es muss anstrengen, an seine eigenen Denkgrenzen zu gehen bzw. alte Denkstrukturen loslassen zu wollen …

        Da kann Flucht auch eine Methode sein …

  8. tulacelinastonebridge
    Februar 5, 2015 um 9:25 am

    Guten Morgen…..für viele Menschen ist es ein Trost, einen Platz zu haben an denen sie Ihre verstorbenen Angehörigen besuchen und ehren können, vielleicht sogar mit ihnen reden können.
    Vielen Menschen fühlen sich getröstet und sind dankbar, wenn sie den Gräbern mit Blumen und Schmuck Schönheit verleihen.
    Viele Menschen sind nicht mehr einsam, wenn sie wissen wo noch ein sichtbarer Platz ihrer Verstorbenen ist, zu dem sie gehen können,
    Ich gehöre auch nicht wirklich zu diesen Menschen aber ich kenne viele Menschen für die es wichtig ist.

    Ich ehre meine Menschenvorgänger, weil es meine Sippe ist, mein Stamm, in dem ich auch vielemale geboren wurden und ebenfalls zu den Toten gehöre und ich somit auf mein „Vorgänger“ aufbauen kann. Da gibt es keine Trennung.

    Die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft, sie sind miteinander verbunden, sie sind Eins, da kann man nicht einfach die Vergangenheit wegsperren, das geht gar nicht.

    Lg

  9. DerkleineHunger
    Februar 5, 2015 um 7:18 pm

    Wenn einer ihrer „Denkmäler“ hier und jetzt käme, ihm würde das Grauen und die Scham ergreifen, und die Flucht noch dazu.

    Wer der Vergangenheit gedenkt, soltle sich auch im klaren darüber sein, das dessen Maß eine Maßlosigkeit dartstellt, jeder aus der sog. Vergangenheit schämt sich seiner Nachkommenschaft, oder meint irgendjemand auf irgendetwas Stolz sein zu können? Schämen sie sich und ziehen sie nicht noch ihre Vorfahren mit in den Dreck.

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