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Über die wirkungsvollste Art, Kriminalität vorzubeugen …

Jean Liedloff starb 2011 mit 84 Jahren

Jean Liedloff starb 2011 mit 84 Jahren

Erkennen wir einmal die Folgen unserer Behandlung von Babys, Kindern, anderen und uns selbst und lernen, das wirkliche Wesen unserer Gattung zu respektieren, dann werden wir unvermeidlich sehr viel mehr erfahren über unsere Anlage zur Freude.
Jean Liedloff

Ich habe auf meiner letzten Heimreise mal wieder in dem Buch Auf der Suche nach dem verlorenen Glück: Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit von Jean Liedloff geschmökert und eine Passage gefunden, die gerne vorstellen möchte. Jean war lange Zeit im Amazonas bei den Yequaner und hat 1977 über ihre Erkenntnisse dort besonders mit Blick auf den Umgang mit den Kleinsten geschrieben. Ich bin Baujahr 1958, also noch zu einer Zeit auf die Welt gekommen, in der Babys in ihrer wichtigsten Zeit im Krankenhaus lange Zeit abseits der Mutter in sterilen Betten, also ohne Bindung herumliegen und mit dem dabei entstehenden Stress irgendwie umzugehen lernern mussten. Jean prägt in diesem Buch den Begriff des Kontinuumsbedürfnisses, das die Yequaner-Babys in den Armen ihrer Mütter bei Bedarf jederzeit ausbilden dürfen und das uns Kindern der Nachkiegszeit definitiv in der Regel nicht gewährt wurde. Den Abschnitt, den ich aus dem Buch zitieren möchte, zeigt sehr gut auf, was das mit einer Gemeinschaft von Menschen macht:

Yaquener-Mutter mit getragenem Kind

Yequaner-Mutter mit getragenem Kind

Das Kind, das eine feste Grundlage von Kontinuum und Erfahrungen hinter sich hat, nimmt Zuflucht zu körperlichem Trost von seiner Mutter nur in Notfällen. Ein Yequaner-Junge, den ich kannte, kam zu mir, während er sich an seine Mutter festklammerte und vor Zahnschmerzen aus vollem Halse schrie. Er war etwa 10 Jahre alt und von so und erschüttern sicher und Abhängigkeit und Hilfsbereitschaft, dass ich ihn für äußerst diszipliniert gehalten hatte. In meiner „zivilisierten „Sicht schien er einen Meister darin, Gefühle für sich zu behalten; daher erwartete ich, dass er sich in der vorliegenden Situation gewaltige Mühe geben würden, nicht zu weinen beziehungsweise von keinem seiner Gefährten in einem der artigen Zustand gesehen zu werden. Es war jedoch klar, dass er weder seine Reaktion auf den Schmerz noch sein Bedürfnis nach dem ursprünglichen Trost der mütterlichen Arme zu unterdrücken versuchte.

Niemand machte Aufhebens darum, aber alle waren verständnisvoll. Einige seiner Freunde standen dabei um seinen mir mein Zahn ziehen zu. Es fiel ihnen überhaupt nicht schwer, seinen plötzlichen Rückzug aus ihren tapferen Reifen zu klein kindlicher Abhängigkeit von seiner Mutter zu akzeptieren; es gab keine Spur von Städte sei auf ihrer Seite noch von Scham seinerseits. Seine Mutter war da, still verfügbar, während er sich in das Zahn ziehen ergab. Mehrere Male, wenn ich den Zahn berührte, zuckte er zusammen und kreischte noch lauter, aber er zog sich nie zurück, noch sah er mich böse an, weil ich ihm Schmerz verursachte. Als ich endlich den Zahn aus dem Kiefer herausbekommen und das Loch mit Watte verstopft hatte, war er weiß im Gesicht und ging erschöpft zu seiner Hängematte. In weniger als 1 h tauchte er allein wieder auf; seine Wangen hatten wieder Farbe, und sein Gleichmut war wiederhergestellt. Er sagte nichts, sondern lächelte und stocherte ein paar Minuten in der Nähe herum, um mir zu zeigen, dass es ihm gut gehe, dann trottete er wieder zu den anderen Jungen zurück.

Ein anderes Mal war es ein Mann um die 20: ich bemühte mich, so gut ich konnte, die ersten Spuren von Wundbrand aus seinem Zeh herauszuschneiden. Es muss außer ordentlich qualvoll gewesen sein. Während er meinem säubern der Wunde mit einem Jagdmesser keinen Widerstand entgegensetzte, weinte er ohne das geringste Zeichen von Zurückhaltung auf dem Schoß zu seiner Frau. Sie war, ebenso wie die Mutter des kleinen Jungen, völlig entspannt, setzte sich nicht im mindesten an die Stelle ihres Mannes, sondern war sanft zugänglich, als er sein Gesicht in ihrem Körper vergrub, wenn der Schmerz am größten war, oder beim schluchzen den Kopf auf ihrem Schoß von einer Seite zur anderen rollte. Die schließliche Anwesenheit etwa des halben Dorfes auf dem Schauplatz schien keinerlei Bemühungen-weder in Richtung Selbstbeherrschung noch Dramatisierung – auszulösen.

Da Yequana-Frauen gewöhnlich mit ihren Müttern zusammenwohnen, solange diese am Leben sind, während die Ehemänner ihre Mütter verlassen und ihren Platz in der Familie ihrer Frau einnehmen, kommt es recht häufig vor, dass die Ehefrau dem Mann gegenüber in seinen Krisen die mütterliche Rolle ein nimmt. Die Frau hat ihre eigene Mutter zur Zuflucht, gibt jedoch ihrem Mann instinktiv mütterliche Zuwendung, wenn er sie braucht. Ebenso gibt es für verwaiste Erwachsene einen Brauch, demzufolge sie in andere Familien aufgenommen werden. Die Belastung für den Haushalt der betreffenden Familie ist geringfügig, da erwachsene Yequana zu ihrer Familie mehr beitragen, als sie verbrauchen, und von ihr einen stillschweigenden Unterstützungsgarantie erhalten, falls und wenn sie benötigt wird. Allein diese Versicherung ist, auch wenn sie niemals in Anspruch genommen wird, ein stabilisierender Faktor. Das Bedürfnis nach gefühlsmäßiger Versicherung ist bei den Yequana ein anerkannter Teil der menschlichen Natur, einer, an dessen Berücksichtigung die Gesellschaft ein Interesse hat. Es ist eine weitere Sicherheitsmaßnahme dagegen, dass irgendeines ihrer Mitglieder durch den Druck von Umständen auf sein natürliches Sozialverhalten sich in Konflikt zur Gesellschaft entwickelt. Diese Achtung vor dem Kontinuumsbedürfnissen jedes Einzelnen ist mit Sicherheit die wirkungsvollste Art, Kriminalität vorzubeugen.

Schön zu sehen, dass es auch in Deutschland Bewegung gibt:

Geborgen in sicheren, stabilen Beziehungen lernen Kinder, sich aus eigener Initiative, gemäß ihren Interessen zu bewegen und zu spielen. Kommunikation und Sozialverhalten entstehen im Dialog mit den Erwachsenen, wenn die kindlichen Signale verstanden und sinnvoll erwidert werden. Damit selbständiges Lernen möglich wird, müssen die Erwachsenen eine Umgebung gestalten, die den momentanen Bedürfnissen und Bestrebungen des Kindes entspricht.

gefunden im Konzept der Pikler® Gesellschaft Berlin e. V.  – Verein für Kindesentwicklung

Noch besser würde mir anstelle von Entwicklung eine Entfaltung gefallen 🙂

Siehe auch:

Kinder brauchen eine starke Geborgenheit zu ihrer Potentialentfaltung

Kita: Dieses ganze Bildungsgelaber ist zum Kotzen …

  1. Gerd Zimmermann
    Januar 19, 2015 um 5:30 am

    Zitat Gold-DNA: Nichts ist so wie es scheint. Die Realitaet ist ein Abbild.

    Was heisst das nun? Der Mensch ist ein geistiges Wesen.
    Wir entwickeln uns wieder zum Gesamtbewusstsein hin.

    Das bedeutet, wir geben Schrittweise die Materie auf,
    bis es ganz ohne geht.
    Wo steht so etwas geschrieben? Hier im Block. Nicht
    als Klartext, aber zwischen den Zeilen.

    Wir drehen doch auch in 3-D virtuelle Welten.
    Warum sollte das dem Bewusstsein nicht gelingen.
    Uuuppps.
    Jetzt ist bekannt, was Materie ist.

    Zitat Gold-DNA: Das Universum ist ohne Technik entstanden.
    Es laesst sich auch ohne Technik erklaeren.

    Nun wissen wir auch, dass es einen Big Bang nie gegeben hat.
    Ist schon schwer, etwas liebgewonnenes aufzugeben, selbst
    die Erkenntnis das elektromagnetische Energie keine Masse
    besitzt, gell Albert.

    Da sich nach der Erkenntnis das es keine Materie gibt
    nichts geaendert hat am Universum, wuerde ein Querdenker
    ueberlegen, ob die ganze Sache vielleicht doch elektrisch
    funktioniert.

    Gruss Gerd

    • Sandra
      Januar 19, 2015 um 11:00 am

      Das durchaus nette und amüsante Bewußtseinsgeschwafel lenkt ein bißchen von den Tatsachen ab.

      Gutes Batterie-Management war schon immer gefragt.

      Entweder man kann und ist befähigt, dies selbstständig im vollen Umfang zu tun und ermöglicht anderen die notwendige Lernerfahrung
      oder
      ist eben dauerhaft und ausschließlich auf andere in eben nicht immer vorteilhafter Art und Weise angewiesen.

  2. Januar 19, 2015 um 5:13 am

    Hat dies auf Walter Friedmann rebloggt und kommentierte:
    Kriminalitäts-Prävention

  3. Gerd Zimmermann
    Januar 19, 2015 um 4:47 am

    Es gibt keinen Tod, es gibt nur Leben.

    Bewusstsein findet nicht wie vermutet wird im
    Gehirn statt.
    Unsere elektromagnetischen Sinne taeuschen uns.
    Wir koennen nur den Vorwaertsfluss der Zeit wahrnehmen.
    Der Rueckwaertsfluss bleibt uns verborgen.

    Aus dem Grund sind unsere Sinne vom Bewusstsein begrenzt.
    Da das Universum ein Multiversum ist und alles auf einmal
    geschieht, macht das auch richtig Sinn.

    Zitat Gold-DNA: Zeit ist ein Kunstgriff der Natur,
    damit nicht alles auf einmal passiert.

    Gruss Gerd

  4. Sandra
    Januar 19, 2015 um 1:19 am

    Lieber Wolfgang,

    die Sehnsucht und die Suche nach dem Tod ist Bestandteil des Lebens.

    Die Kunst zu Leben besteht darin, es auf die richtige Art und Weise zu tun.
    Wer niemals stirbt und sterben will – einen Teil von sich selbst durch eigene Hand aufgibt und umbringt, kann auch die Kunst zu leben nicht beherrschen, niemals verstehen – was es bedeutet.

  5. Sandra
    Januar 18, 2015 um 11:20 pm

    Die Kunst der Rhetorik und Diplomatie

    kann so und/ oder so verwendet werden.

    Wenn ich z.B. die Kräfte, die zerstören, um zu wandeln und zu erneuern aus dem natürlichen Ablauf herausnehme, anschwellen lasse (Schneeballeffekt herstellen), dann zulassen muß (Probleme aussitzen, bis sie bereinigt werden müssen) – was ist dann?
    Dann stellen sich diese im Ursprung konstruktiven Kräfte in einer sehr häßlichen Art und Weise dar. Dies kann und wurde von jeher doch bestens genutzt, um den Glauben an die Theorie weiterhin zu stützen.

    Was tut man nicht alles für eine gesicherte Beweisführung. Man bildet sie, sucht sie, sichert sie, führt sie aus. Punkt.

    Der verstandesorientierte kultivierte Mensch verweigert sich der Anerkennung ganz simpler Tatsachen (muß ja alles einen tieferen Sinn haben etc …). Daher kann man sie beliebig oft wiederholen.

    • Sandra
      Januar 18, 2015 um 11:40 pm

      Nur dafür ergeht nun der Ruf nach Gott, nach den weiblichen Energien, nach dem Bewußtsein. Man benötigt diese Kräfte der Erneuerung jetzt.

      Wofür? MANN allein kann es nicht tun, kann keine Zivilisation neu begründen.
      Wofür noch? Um die Beweisführung des Mannes neu zu beleben, sie ewig weiterzuführen.

      Zurecht stürzt man damit Diejenigen, die Neues bringen sollen und auch könnten (Mann und Frau) in einen Zwiespalt. In den Augen der Zivilisationsexperten sind wir lediglich Platzhalter, notwendiges Übel, die Macher der Pause, die danach aber nicht mehr benötigt werden wollen, sollen, dürfen, können, weg müssen – wenn dieses Konzept weiterhin Bestand haben soll. Vertrauen ist fehl am Platz.

    • Sandra
      Januar 18, 2015 um 11:47 pm

      was wäre wenn … wir es dieses mal anders machen, z.B. indem wir es nicht machen bzw. es nur für uns machen und jedem einzelnen überlassen?

      • Sandra
        Januar 18, 2015 um 11:55 pm

        Anders und deutlicher formuliert: Ich persönlich habe keinerlei Interesse, einen neuen Grundstein für eine Zivilisation wie diese zu legen. Und bevor ich nicht sicher bin, daß das nicht passiert, tue ich gar nix mehr außerhalb meines persönlichen Interesses. Aussitzen hilft auch andersrum.

        • Januar 19, 2015 um 8:00 am

          @ Sandra

          Jeder hat das Potenzial, das höchste Prinzip (des Seins, Lebens, Universums) zu erkennen und sich zu einem seiner Träger / Botschafter / Anwender zu wandeln.

          Herzlichen Gruß!

          Wolfgang H.

  6. Gerd Zimmermann
    Januar 18, 2015 um 9:23 pm

    Tula

    ich habe kein smilie, bekommst aber zwei.

    LG Gerd

    • tulacelinastonebridge
      Januar 19, 2015 um 10:15 am

      Guten Morgen,

      aber ich hab Smileys ohne Ende 🙄 bzw. so lang es Strom gibt 😀 🙂 😉

      Liebe Grüße

  7. Gerd Zimmermann
    Januar 18, 2015 um 7:17 pm

    Terra…Frage in die Runde….

    Wenn ein Asterioid eingeschlagen hat, dann schlaegt er gerade im JETZT ein.
    Ein Gestern und Morgen kann es ohne Zeit nicht geben.

    Also wenn das Ding jetzt einschlaegt, kommt es garantiert aus dem Bewusstsein und nicht
    aus der Materie, Doppelspalt, verstehst Du.

    Schwerter, was fuer Schwerter ohne Materie ?
    Ach so, virtuelle Scherter, na klar Zuhauf.

    Gruss Gerd

  8. Gerd Zimmermann
    Januar 18, 2015 um 6:29 pm

    Bewusstsein ?

    N 24 sendet gerade ueber UFO’s.

    Wer versteht, dass UFO’s dem Bewusstsein entspringen und nicht
    den Weiten des Universum, hat auch keine Angst mehr.

    So einfach ist DAS ???

    So einfach ist DAS !!!

    Gruss Gerdh

  9. Gerd Zimmermann
    Januar 18, 2015 um 6:04 pm

    Tula, Tula, jetzt gibste aber Gas.
    Gefaellt mir.
    Ich denke auch die Erde ist eingebunden in das Gesamtbewusstsein.

    Wenn Wasser ein Gedaechtnis hat, hat es, ist jeder Wassertropfen
    In FORMiert. Nicht nur der Ozean.

    Jeder Mensch wird durch Zellwasser in FORMiert. In Verbindung
    mit Sonnenlicht und Gold-DNA.

    Pssssstttt, einige schlafen noch und moegen es nicht, aus ihrem Traumata
    gerissen zu werden.

    LG Gerd

  10. tulacelinastonebridge
    Januar 18, 2015 um 11:50 am

    Bhumi Devi – die Göttin der Erde oder die Erdgöttin, die Erde als Göttin
    Hinzugefügt von Sukadev Bretz am 17. Januar 2015 um 5:30am
    Blog anzeigen
    .

    Ich hatte schon über Bhumi Devi gesprochen im Kontext mit Bhu, was „die Erde“ heißt, Bhumi, was Erde und Ebene heißt, und Bhumi Devi ist eben die Göttin. Deva heißt strahlend, leuchtend, Devi ist die Strahlende, die Leuchtende und steht eben für einen weiblichen Engel oder eine weibliche Göttin, ein Himmelswesen bzw. ein Wesen göttlicher Natur.

    Die Erde ist nicht einfach nur ein Planet, sie ist nicht einfach nur irgendein Felsbrocken, der irgendwie rund ist und um die Sonne sich dreht, sondern die Erde ist ein Organismus. Und jeder Organismus hat ein Bewusstsein, das sich darum kümmert. Z.B. hast du eine Zelle, jede einzelne Zelle – du hast natürlich sehr viele Zellen – jede einzelne Zelle ist ein Lebewesen, ist ein Organismus. Jede Zelle hat einen Zellkern, jede Zelle hat eine Zellwand, Zellorgane usw. Und vermutlich hat jede Zelle auch ein Einzelbewusstsein. Mehrere Zellen machen ein Organ aus. Ein Organ ist ein organisches Ganzes, ein Organ kann sogar in einen anderen Körper transplantiert werden. Ein Organ hat seinen eigenen Charakter, seine eigene Arbeitsteilung, ist also auch wieder ein System, ein Organ. Ein Organ ist Teil des ganzen Körpers. Ein Organ hat ein Einzelbewusstsein, aber der ganze Körper hat ein Einzelbewusstsein. Das Einzelbewusstsein eines Organs steht in Verbindung mit dem Einzelbewusstsein des ganzen Körpers. Verschiedene Körper können z.B. eine Familie ausmachen. Eine Familie ist auch ein Organismus. Ein ganzes Land ist wie ein Organismus. Ein ganzer Kontinent ist ein Organismus. Aber letztlich ist alles Teil von Bhumi Devi, der Göttin Erde.

    Die ganze Erde besteht aus vielen Lebewesen an der Oberfläche. Natürlich, es gibt auch viel Materie, die scheinbar nicht belebt ist, aber wo auch immer Wissenschaftler hingehen, da ist überall Leben. In einem Stück Erde, so viele Lebewesen. Wenn du eine Handvoll Erde nimmst, da sind Insekten drin, da sind Bakterien drin, da sind kleine Pflanzen, da sind Algen drin, da ist so viel drin. Alles auf der Erde ist irgendwo belebt. Man hat auch festgestellt, selbst in der Wüste sind Lebewesen. Ein paar Tausend Meter unter dem Meeresspiegel, unten im Meer, sind Lebewesen. Unten im Vulkan sind Lebewesen. Die ganze Erde ist belebt, sie ist Bhumi Devi.

    Die Erde als Ganzes hat ein Bewusstsein. Man kann auch sagen, Jiva, eine individuelle Seele manifestiert sich und hat als Körper diese Erde. Und du selbst, wir alle sind wie Zellen dieser Erde. Verbinde dich mit Bhumi Devi, erweise Bhumi Devi deine Ehrerbietung. Wenn du morgens aufstehst, kannst du dich als erstes verneigen auf der Erde, du kannst mit deinen Händen die Erde berühren, du kannst den Kopf auf die Erde geben und Bhumi Devi danken. Du kannst in die Erde hineinspüren, du kannst dich mit der Erde verwurzeln, du kannst dankbar sein. Bhumi Devi gibt dir nicht nur Nahrung und Getränke und Atem, Bhumi Devi gibt dir nicht nur dein Zuhause, sondern Bhumi Devi gibt dir auch Festigkeit, auch energetische und psychische Festigkeit. Du kannst dich verankern in die Erde, du kannst dich verwurzeln mit der Erde, du kannst dir sogar zwischendurch vorstellen, dass Wurzeln aus der Erde in dich hineingehen und dass du so Festigkeit bekommst. Wie ein Baum bekommst du Festigkeit. Baum ist verwurzelt in der Erde. Und auch, wenn du keine Wurzeln hast und durch die Gegend gehst, hast du auf eine subtile Weise auch Wurzeln. Verehre Bhumi Devi, siehe die Schönheit in der Natur, siehe das Göttliche in der Natur. Wann immer du in der Natur bist, lasse sie dich berühren. Nimm Kontakt auf mit Bhumi Devi. Bhumi Devi wird dich heilen, Bhumi Devi wird dich in höhere Bewusstseinszustände bringen, Bhumi Devi wird dir helfen, das Göttliche zu erfahren. Bhumi Devi – die Göttin Erde, die Erdgöttin.

    Liebe Grüße

    • tulacelinastonebridge
      Januar 18, 2015 um 11:52 am

  11. tulacelinastonebridge
    • Januar 18, 2015 um 1:36 pm

      @ tulacelinastonebridge

      Ein wahrhaft gesunder Mensch kann seine beiden – gleichberechtigten, in Ausgewogenheit befindlichen – Gehirnhälften selbstverständlich problemlos wahlweise betätigen.

      Nur die Menschen der zivilisierten Gesellschaft sind sehr zur einseitigen Nutzung der linken Gehirnhälfte sozialisiert.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang H.

      • tulacelinastonebridge
        Januar 18, 2015 um 8:46 pm

        Ja, eben drum hab ich auch den Bhum Devi Aufsatz eingestellt.
        Ein gesunder Mensch ist frei und im Wissen der Zusammengehörigkeit.
        Die Urvölker wussten das sie ein Teil der Natur, Mutter Erde sind. Sie wussten, dass sie eine Zelle der Erde sind und somit mit allem verbunden sind.
        Mord und Übervorteilung hat in diesem Bewusstsein keinen Sinn.
        Mit der Entdeckung, des sogenannten Egos, begann die Trennung, die Erde dort, der Mensch da und der Rest irgendwo…….im Prinzip ist der Auslöser dafür egal, der Weg den wir jetzt einschlagen ist wichtig.

        Liebe Grüße

        • Januar 19, 2015 um 6:33 am

          @ tulacelinastonebridge

          „….im Prinzip ist der Auslöser dafür egal, der Weg den wir jetzt einschlagen ist wichtig.“:

          Völlig richtig!

          Ich habe z.B. gelernt, DASS und WIE eine (kollektive) Neurose wie die KZN entstehen, ausgelöst werden, KANN – und das wäre für die zukünftige Menschheit ein wichtiger Lern- / Lehrstoff.
          Ansonsten ist für den HEUTE lebenden Menschen / für die JETZIGE Menschheit ausschlaggebend, wie sie mit der Wahrheit / Erkenntnis umgehen und den entsprechenden „Weg“ einschlagen.

          Herzlichen Gruß!

          Wolfgang H.

  12. Januar 18, 2015 um 7:40 am

    Lieber Martin!

    Vielen Dank für diesen wichtigen Hinweis.

    Anstatt eines individuellen Kommentars „nur“ die Abschrift einer mail, die ich heute morgen an die Wissensmanufaktur sandte:

    >
    Liebe Mitmenschen!

    Die Frage, ob Europa durch Islamisierung oder Amerikanisierung – oder irgendetwas anderes „von außen“ – vereinnahmt / überrollt / kontaminiert usw. wird, ist nicht PRIMÄR.
    Es handelt sich bei solchen Faktoren – „von außen“ – immer nur um SYMPTOME einer weit überwiegend im zivilisationsmenschlichen „Innen“ / „UNBEWUSSTEN“ wirkenden Erscheinung:
    Die „Kollektive Zivilisations-Neurose“ (KZN), wie ich sie nenne. In Anlehnung an den in der Soziologie und verwandten Bereichen bekannten Begriff (DIE) „Kollektive Neurose“.
    Kollektive Neurosen gibt es viele bzw. kann es viele geben – aber es gibt derzeit weltweit vor allem EINE Kollektive Neurose, die alles andere überlagert. Und das ist die kollektive Neurose der zivilisierten Gesellschaft. Ich gehe davon aus, daß diese kollektive Neurose, von der mehr als 99 % der zivilisierten Menschen befallen und beeinträchtigt sind, sich parallel mit dem „zivilisatorischen Prozeß“ (N. Elias) entwickelt hat. Und zwar infolge einer kollektiven Traumatisierung.

    Ich gehe davon aus, daß diese Neurose die Ursache ist für

    • die meisten „Krankheiten“, die es in der zivilisierten Gesellschaft gibt, und die genau genommen nur verschiedene Symptome der KZN sind;
    • die meisten Störungen in zwischenmenschlichen Beziehungen und der Kindererziehung;
    • alle Kriege, Bürgerkriege, Gewaltherrschaften, Genozide und Massaker aller Art.

    Ich erkannte die Beeinträchtigung durch die KZN an mir selbst ca. 1991, gut drei Jahre nach schwerer seelischer / depressiver / suizidaler Krise Ende 1987, ausgelöst durch den plötzlichen Suizid meines jüngsten Bruders. Im Zuge einer depressiven Erkrankung beging auch mein anderer Bruder – 1992 – Selbstmord. Das motivierte mich, von da an nach den Ursachen von Krankheit und Gesundheit zu forschen und ich gründete parallel eine Initiative, um über die KZN und die Möglichkeit der Heilung aufzuklären.

    2011 hatte ich die „Puzzlesteine“ beisammen und sinnvoll zusammengestellt, die ein Gesamtbild der Schritte ergaben, wie WAHRE Gesundheit entsteht und aufrechtzuerhalten ist. Und zwar ist das ein Prozeß, den ich damals auf meiner HP http://www.Seelen-Oeffner.de im Text „Wahre Heilung“ veröffentlichte und den ich heute vor allem als PRÄVENTIVE Heilung bezeichnen würde. Obwohl dieselben wesentlichen Schritte zu tun bzw. Voraussetzungen zu erfüllen sind bei KURATIVER wie PRÄVENTIVER Heilung. Bei korrekter Durchführung wirkt die KURATIVE Heilung dann auch für alle Zukunft des Individuums PRÄVENTIV.

    Der Untergang der zivilisierten Gesellschaft bzw. das gleichzeitig drohende Aussterben der von der KZN befallenen Population oder gar der gesamten Menschheit ist nur zu verhindern durch die grundlegende, auf völlig natürlichem Wege zu vollziehende, Heilung.

    Gern mehr auf Wunsch.

    Herzliche Grüße:

    Wolfgang Heuer
    <<

    • Januar 18, 2015 um 10:30 am

      Hm, unsere etwa noch 75 indigenen Völker auf der Erde schienen dieser Neurose entkommen zu sein. Und wenn wir uns so manche Erzählung der Ureinwohner Nordamerika anschauen, so waren auch diese nicht befallen und hat es erst erwischt, als die Weißen sich das Land, in dem sie lebten als ihr Eigentum nahmen.

      Der Archeologe James Demeo fand heraus, dass die von Dir vermutete Neurose vor etwa 5.000 bis 7.000 Jahren sich entwickelt haben könnte. Die Analyse von Gebeinen zeigt auf, dass erst in dieser Zeit Mord den natürlichen Tod ablöste. Er nennt seine These die Saharasia-Theorie. Hier in Kürze der Ablauf hin zu Neurose:

      Das Klima änderte sich,

          fruchtbare Gebiete trockneten aus (Sahara, asiatische Wüsten)
          die ansässigen Menschen hatten Nahrungsknappheit bis zu extremsten Hungerkatastrophen.
          Wie aus heutigen afrikanischen Regionen bekannt, sterben zuerst Alte und Kranke, dann Kinder, dann Frauen.
          Männer, vor allem junge kräftige Männer überleben am längsten, bilden Banden (schon vorher, zur Nahrungsbeschaffung) und ziehen zu Raubzügen aus,
          beginnen zu wandern (Völkerwanderungen).
          Dabei findet eine Charakterveränderung statt,
          (Ur-)vertrauen verschwindet,
          Angst und Unsicherheit entstehen,
          die Mann-Frau- so wie die Mutter-Kind-Bindungen werden empfindlich gestört,
          die Kultur verfällt, geht verloren, weil sie nicht mehr überliefert wird.
          Folge: Erobern und rauben, und dabei töten, um zum Überleben.

      Fundstelle: Die Saharasia-These oder Wie das Patriarchat entstand

      Westeuropa wurde erst relativ spät von der Ausweitung dieser Neurose erreicht.

      Viele Grüße
      Martin

      • Januar 18, 2015 um 11:37 am

        Lieber Martin!

        Vielen Dank für deinen konstruktiven Kommentar / Hinweis!

        „Hm, unsere etwa noch 75 indigenen Völker auf der Erde schienen dieser Neurose entkommen zu sein. Und wenn wir uns so manche Erzählung der Ureinwohner Nordamerika anschauen, so waren auch diese nicht befallen und hat es erst erwischt, als die Weißen sich das Land, in dem sie lebten als ihr Eigentum nahmen.“:

        So sehe ich das auch.

        -.-.-.-.-

        „Der Archeologe James Demeo fand heraus, dass die von Dir vermutete Neurose vor etwa 5.000 bis 7.000 Jahren sich entwickelt haben könnte. Die Analyse von Gebeinen zeigt auf, dass erst in dieser Zeit Mord den natürlichen Tod ablöste. Er nennt seine These die Saharasia-Theorie. „:

        Könnte durchaus so sein, wie er schreibt.

        Allerdings lassen andere Fakten vermuten, daß NEUROSE schon früher entstanden ist – evtl. bei anderen Völkern / Kulturen – und zwar aufgrund anderer Ursachen.
        So sah ich in den letzten wenigen Tagen bei youtube Filme, die auf einen Ausbruch vor 12.500 Jahren hindeuten und Berichte über eine sintflutartige Überflutung des Gebietes, in dem heute das Schwarze Meer liegt, das nach wissenschaftlichen Feststellungen früher ein Süßwasser-See war und irgendwann durch Salzwasser des Mittelmeeres überflutet wurde – durch einen plötzlichen Bruch der Land- / Felsbarriere zwischen Mittelmeer und heutigem Schwarzen Meer. Überall am Ufer des früheren Sees lebten Menschen – die davon überrascht wurden.

        Ich schrieb aber auch schon früher, daß es in der Geschichte IMMER wieder große Naturkatastrophen gegeben hat, die eigentlich alle das Potenzial hatten, Menschen zu traumatisieren:
        – Beginn oder Ende von Eiszeiten;
        – (Riesen-)Vulkan-Ausbrüche;
        – Meteoriten- / Asteroiden-Einschläge;
        – Polwechsel, Magnetfeldveränderungen;
        usw.

        Wobei nicht aus jeder Traumatisierung eine chronische Neurose werden muß.
        Und auch nicht jede „Massen“-Traumatisierung muß zu einer chronischen KOLLEKTIVEN NEUROSE werden, wie wir sie in den letzten paar tausend Jahren feststellen.

        Herzlichen Gruß!

        Wolfgang H.

      • Januar 18, 2015 um 1:56 pm

        Zu den Thesen, wie das Herrschaftsprinzip entstand, eine väterliche Essence dominiert über eine mütterliche Essence, kam mir kürzlich der Gedanke, dass es eine Gruppe von z.B. „neue-Ordnung- Wollende“ gab, die ihre Kenntnisse von Propaganda und Einflüsterungen nutzen, um das Vertrauen in die Muttergöttin = Meer, also die Muttergöttin zu diskreditieren. Sinflut!, Meer!, Schuld!; Mutter! – Den Asteroiden-Einschlag wirklich zu informieren, gelang nur wenigen Überlebenden, allerdings nicht in unmittelbarer Nähe. Außerdem könnte der größte Brocken tatsächlich im Meer eingeschlagen sein – > Tsunami.
        Eine Kat.astro.phe (astro = aus dem All, Phaeton ggfs. 2. Sintflut – oder ein früherer Meteorit) haben nicht nur Sintfluten ausgelöst, sondern nach einem Impact auch ähnlich wie es Hans-Joachim-Zillmer vermutet -> drastische Klimaveränderungen: Schneezeit hervorgebracht. Die Beteiligung der Kat.astro.phe aus dem Himmel (ggfs. Vater oder sogar Stiefvater) ist bis heute nur in weit vorgeschichtliche Zeit wissenschaftlich anerkannt, bis auf wenige Asteroid-Einschläge wie im
        Nördlinger Ries laut mainstream: ca. 15 Mio anno

        http://www.steinheimer-becken.de/ries_steinheimer_becken.html

        Frage in die Runde: Gab es da nicht mal eine Theorie oder wissenschaftliche Feststellung, daß ca. 200 Jahre n. Chr. ein metallhaltiger Meteorit in Deutschland, Baden-Württemberg einschlug, aus dem kurze Zeit später so qualitativ gute Schwerter geschmiedet wurden? Welche Impact-Region war es denn?

        Ich will dann mal weg – bis später

  13. Januar 18, 2015 um 12:51 am

    Elisabeth Kuhnle auf FB: „Jean Liedloffs Buch „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ ist für mich ein großes und wichtiges Werk!

    Was die Bildung anbetrifft, so empfehle ich: Olivier Keller: „Denn mein Leben ist Lernen. Wie Kinder aus eigenem Antrieb die Welt erforschen.“

    Und natürlich Ivan Illich: „Die Entschulung der Gesellschaft“.“

  1. Februar 23, 2015 um 12:59 pm

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