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Das Leben steht am Pranger

Obwohl dem Leben ein Mysterium immanent ist, lassen sich aus Erlebtem und Erfahrungen einige Erkenntnisse ableiten. Das Leben erfüllte die Menschen mit Daten, und die Menschen füllen das Leben mit Informationen. Das Menschwerden ist bestimmt durch individuelle und kollektive Vorgaben. Das Menschsein wurde und wird bis heute also verursacht. Zwischen des Menschen bestimmten Werdens und seinem dann folgenden unbestimmten Wollens besteht ein Zusammenhang – so wie zwischen einem Saatkorn, den auf es einwirkenden Bedingungen und der entsprechend daraus wachsenden Blume. Was aus Wachstums-Veranlagungen und Wachstums-Bedingtheiten entsteht, ist determiniert. So wächst aus einer Ringelblumensaat keine Ringeltaube,

und aus einem Ringeltaubenei schlüpft keine Ringelblume; auch nicht zufällig. So weit verständlich?

Ein neuer Kommentar betritt den Blog, und zwar forschen Schrittes:

Das Prinzip der Kausalität besagt nicht, dass eine Ursache in jedem Fall gesteuert, also mit einer Absicht behaftet ist.

Der Kommentator weiß noch mehr:

Der „Zufall“ ist ungleich mächtiger als jede Planung – er wird aber nur zu gerne verdrängt und als Ursache ausgeklammert, denn sonst müsste man ja des bedingungslosen(!) Ausgeliefertseins gewahr werden und all die eigenen schönen Pläne und Absichten als ad absurdum geführt sehen!

Und folgend:

Denn dieses allgemein verbindliche Kausalitäts-Konzept existiert nicht!
Es kann schon deswegen nicht existieren, weil – s.o. – der „Zufall“ weitaus mächtiger wirkt als jede profane Kausalität.

Und nachfolgend:

Vieles von dem, was uns widerfährt ist zufällig in der Form, dass es unbeabsichtigt ist, gleichwohl es kausal begründet ist.

Na ja. Mein Kommentar dazu begann so:

„Den Zufall (oder Gott) zu widerlegen, mag den Experten vorbehalten bleiben. Faktisch existieren beide. Und zwar als eine wirkmächtige VORstellung. Wer an den Zufall glaubt, überantwortet sich im Grunde der Verantwortungslosigkeit, überlässt dem Zufall die Macht der Gestaltung und verwässert damit die Eigenmacht-Optionen, die das Leben ja auch anbietet. Nicht anders verhält es sich mit “Gott”, dem auf seinem Altar geopfert wird.“

Worauf von unserem neuen Kommentator Folgendes erwidert wird:

Also ich lasse mich nicht der Verantwortungslosigkeit zeihen, weil ich den Zufall, – wie ausführlich und eigentlich unmissverständlich von mir definiert -, für gegeben halte.
Ihr verbales Rabaukentum ist kein Ersatz für eine solide Erörterung Ihrer These, denn mehr ist sie nicht.

Auf die Frage zur Verantwortung antworte ich:

„Zählen sie die Verbrechen dieser Welt, und prüfen Sie, wie viele aus “Verantwortung” begangen wurden. Bei mir liegt der Zettel, worauf Verantwortung steht, in der Schublade, auf der Größenwahn steht; nicht zufällig.“

Worauf ich Folgendes zur Kenntnis nehme:

Naja, dank Ihrer Antwort können wir uns alle mal fragen, inwieweit Sie selbst ein Werkzeug der von Ihnen so erdiktierten Offenbarung des existenziell Feindseligen (Bösen) verkörpern

Dafür erntet der Kommentator von Wolfgang Heuer (der die Aktiven des Blogs explizit als „tumbe Toren“ bezeichnet):

Super!
Herzlichen Dank!

Diese sehr spezielle und persönliche Diffamierung wird von Martin* ausdrücklich im Rahmen seiner Nettikette verstanden.

Gut. Das war das Vorspiel.
Da der Kommentator nicht in der Lage scheint, seine Frage, ob ich eine Verkörperung des Bösen bin, an „wir Alle“ in Position zu bringen, übernehme ich das für ihn; man hilft sich in gewissen Kreisen ja gerne.

Wer kein völlig tumber Tor ist, erkennt die Dichotomie des Lebens. Profan indifferenziert formuliert lautet sie „Gut und Böse“. Konkret praxisbezogen (hier in diversen Themen und in hunderten von Beiträgen) formuliert lautet sie:

Feindseligkeit und Bewusstsein sind zwei polare, aber im miteinander wirkende Kräfte.

Dass von einem bestimmten Geist die Ergebnisse des Zusammenwirkens (hier auch Tick-Tack-Prinzip genannt) als Zufall beschrieben werden, ist kein Zufall.

Leben ist, jedenfalls was Menschenleben betrifft, also Gut und Böse. Und zwar untrennbar. Logisch? Lebendige Menschen wirken im Sinne dieses Gut-und-böse oder Ticktack-Prinzips. Ob sie das wollen, oder wissen oder meinen, es durch Uminterpretierung verhindern zu können. Das zufällige oder absichtslose Gut-und-böse des Lebens relativierte sich durch die Annahme, das Prozessuale mache Sinn. Sinn im Sinne einer Vernunft entstünde, wenn die dem Leben innewohnende Dynamik zielgerichtet wäre. Ist sie das?

Die Anwesenheit eines Geistes der Feindseligkeit ist zumindest auf dem Planeten Erde unzweifelhaft. Was das Bewusstsein betrifft, ließen sich jedoch Zweifel anmelden. Vielleicht versteckt es sich in Menschen mit Verantwortungs- und Zufallsglauben. Ich persönlich glaube nicht, und ich verstecke auch nichts – im Gegenteil bin ich sehr daran interessiert zu erfahren, ob die in unserem Raum stehende Theorie stimmt: Dass Bewusstsein die Feindseligkeit kontrollieren kann – oder es bereits tut, oder es bereits immer tat.

Bin ich also ein Diener des Bösen?
Natürlich, ich lebe ja. Wenn das Leben als Absicht und Systematik an den Pranger gehört, bitte sehr. Ich werde dort nicht alleine stehen. Das wird kein Zufall sein und bedarf auch keiner Verantwortung noch anderer Postulate eines feindseligen Geistes.

Hiermit bediente ich meine Eigenverantwortung.

Gruß und Dank an *Martin für seine vorausschauende Beteiligung.
Wolfgang

Kategorien:Gesellschaft
  1. federleichtes
    Januar 12, 2015 um 7:48 pm

    Ein Konflikt, der nicht meiner war und werden kann, kam zu einem Abschluss.

    Auf die Einlassung von Martin für Herrn Wolfgang Heuer (Projekt Seelenöffner – für seine entsprechende Art erhielt er bereits von Marian ein klare Ansage: Er solle seine schnmutzigen Finger von ihr lassen):

    „Nun, dieses Herabsetzen ist aber genau das, was in vielen Deiner Texte herausspricht, weshalb der es auch anspricht. Es ist schon interessant, dass es Dir bei anderen auffällt, aber nicht bei Dir selbst, wo Du doch schon so weit oben in Deinem Bewusstsein bist. Oder ist das dann schon wieder so weit von Empathie entfernt, dass Du Dir nicht mehr vorstellen kannst, wie Deine Worte bei in Deiner Wahrnehmung weniger “erleuchteten” Menschen ankommt?“

    folgte ein Kommentar, der nun das beschreibt, was auf dem Blog künftig als Fakt gelten solle:

    Wolfgang Heuer:

    „LieberMartin!

    “… weshalb der es auch anspricht”:

    Nein, das ist nicht das, was er tut.
    Er spricht nicht offen. Er tut etwas auf eine Weise, die ich “feige”, “hinterhältig”, “fies” nennen würde.

    Du wirfst Äpfel und Birnen ineinen Korb, wenn du das, was Wolfgang Jensen macht dem gleichsetzt, was / wie ich schreibe. Ich schreibe offen und direkt, was ich weiß, sehe, glaube, usw. – und mit dem Potenzial, daß die Leser daraus etwas für sich erkennen können.

    Herzlichen Gruß!“

    Der Angeklagte hat das letzte Wort.

    Meine mehrfachen an Herrn Heuer gerichteten Bitten, mich in Ruhe zu lassen, und meine klare Ansage, er sei nicht mein Gesprächspartner, ignorierte selbiger. Ich ignorierte seine unaufhörlichen Attacken nicht, aber reagierte nicht darauf. Das hatte seinen Grund: Ich lasse mich nicht auf kämpferische Streitereien ein, deren Folgen ich nicht abschätzen kann.

    Was die Theorien des Herrn Heuer betrifft, enthielt ich mich nach einigen kritischen Ansätzen, die von ihm ignoriert wurden, auch zurück. Das hatte einen Grund. Scheinbar ist das geistige Konstrukt, das Herr Heuer als seine Erfindung bezeichnet, für seine Existenz von allergrößter Bedeutung. Bitte sehr. Warum sollte einem Erfinder, der mir im Umgang mit anderen Menschen despotisch, aggressiv und absolutistisch zeigt, sein Recht auf Selbstdarstellung beschnitten werden. Harsche Resonanz darauf bekam er nicht nur von Marian, sondern auch von Mr. Chattison und Dr. Manfred Voss, und Martin sprach in einer besonders aufdringlich-impertinenten Phase der Seelenöffnerei des Herrn Wolfgang Heuer einen Verweis aus.

    Ich gehe aufdringlichen Menschen in der Regel konsequent aus dem Weg. Im Fall des Herrn Wolfgang Heuer ließ ich mich dazu verleiten, gelegentlich hinweishaft Bemerkungen zu dieser Art im Umgang mit Menschen zu formulieren. Das Echo darauf erschien nun als eine sehr spezielle Interpretation, nämlich als ebenso feindselig, wie er hier Menschen begegnete.

    Feindseligkeit ist nicht meine Welt – der Grund, warum ich mich Herrn Wolfgang Heuer als Gesprächspartner verweigerte. Wer andere Menschen meint in Liebe und Aufrichtigkeit an den Pranger stellen zu müssen, soll das einfach machen. Sich dem auszusetzen ist weit weniger gefährlich, als eine unbefugte und inkompetente „Seelen“öffnung zu dulden.

    Allen einen guten Abend

    Wolfgang

    • Januar 13, 2015 um 12:50 am

      @ federleichtes

      „Feindseligkeit ist nicht meine Welt“:

      Sehr wahrscheinlich glaubst du das sogar selbst.

      In Wahrheit bist du aus meiner Sicht – aber nicht nur mir gegenüber – eine ständig sprudelnde Quelle von Feindseligkeit – aber du merkst es nicht.

      Siehe z.B. AliceMiller: „Du sollst nicht merken“:

      >“Du sollst nicht merken“ – nämlich: was dir in deiner Kindheit angetan wurde und was du in Wahrheit selbst tust – ist ein niemals ausgesprochenes, aber sehr früh verinnerlichtes Gebot, dessen Wirksamkeit im Unbewußten des einzelnen und der Gesellschaft Alice Miller zu beschreiben versucht. Ihre Analyse dieses Gebots führt sie zu einer grundsätzlichen Kritik an der Triebtheorie Sigmund Freuds. Die Wirksamkeit des Gebots „Du sollst nicht merken“ zeigt sie anhand ihrer Analysen von Träumen, Märchen und literarischen Werken auf, wobei aus ihrer Auseinandersetzung mit dem Œuvre Franz Kafkas ein neues Kafka-Bild hervorgeht und implizit eine Theorie menschlicher Kreativität.<<

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang Heuer
      Projekt Seelen-Oeffner

  2. federleichtes
    Januar 13, 2015 um 2:23 pm

    Bereits Anfang der 90er Jahre ließ ich mich von den Arbeiten Alice Millers inspirieren – und lasse mich jetzt auf infantile Weise belehren? Eher nicht, von einem Menschen Wolfgang Heuer, der nach eigener Schilderung sich zu dieser Zeit in der Psychiatrie aufhielt; ob nur wegen Selbstmordgefährdung ist hier nicht relevant. Relevant ist die hier ständig demonstrierte Unfähigkeit zur Selbst- und Echoreflexion, verbunden mit dem Trieb, das Fremde, das Andere, das Individuelle anzugreifen.

    Relevant ist auch nicht, wie dieser Herr meine Lebensführung bewertet, und erheblich ist mir nicht, persönliche Schilderungen meiner Lebendigkeit als Lügen abstrafen zu lassen. Tatsache ist, dass unter dem selbgestrickten Mäntelchen Heuerscher Heiligkeit einige Ursachen für feindselige Verhaltensweisen verborgen waren – und wohl gerne heilig, unangetastet geblieben wären. War wohl nix.

    Na gut, der Versuch, die Menschheit in den Schuldsack einer frei erfundenen „Krankheit“ zu stecken, ist ja statthaft. Statthaft ist auch, die Erfindung dieser Krankheit als Projektion zu bezeichnen. Die Heuersche Darstellungsflut über eine angebliche Krankheit und eine angebliche Heilingsmöglichkeit weist jedenfalls darauf hin. Villeicht erfinde ich demnächt ein Nero-Syndrom.

    Die nächsten Beiträge des Herrn Wolfgang Heuer, in denen ich persönlich angesprochen werde, landen im Papierkorb.

    Mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Jensen

    mit der Bitte um Schließung des Themas: Zweck erfüllt.

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